Maigret und der faule Dieb

Erschienen: Januar 1962

Bibliographische Angaben

  • Paris: Presses de la Cité, 1961, Titel: 'Maigret et le voleur paresseux', Seiten: 187, Originalsprache
  • Köln; Berlin: Kiepenheuer & Witsch, 1962, Seiten: 143, Übersetzt: Hansjürgen Wille & Barbara Klau
  • München: Heyne, 1967, Seiten: 143, Übersetzt: Hansjürgen Wille & Barbara Klau
  • Zürich: Diogenes, 1988, Seiten: 180, Übersetzt: Stefanie Weiss
  • Zürich: Diogenes, 2009, Seiten: 180, Übersetzt: Stefanie Weiss, Bemerkung: Sämtliche Maigret-Romane in 75 Bänden, Bd. 57

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Früher, das waren noch Zeiten, da gab es Diebe, die Maigret richtig ans Herz wuchsen. So machte zum Beispiel einer mit Namen Cuendet regelmäßig "Urlaub" in reichen Häusern, deren Besitzer verreist waren und bei ihrer Rückkehr Speisekammer und Weinkeller leer vorfanden. Doch die Zeiten sind vorbei, die Kommissare sind zu lästigen Handlangern der Staatsanwaltschaft geworden, und auch in der Unterwelt ist nichts mehr so wie früher. Als der sympathische Cuendet mit eingeschlagenem Schädel tot im Bois de Boulogne aufgefunden wird, setzt Maigret daher alles daran, den Mord an seinem "Freund" aufzuklären.

Maigret und der faule Dieb

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Letzte Kommentare:
08.11.2013 19:25:29
Alois Becker

Simenon liefert hier einen wichtigen Beitrag zu seinem Hauptthema, ein Spiegelbild der Gesellschaft zu geben. Dabei zeigt er mithilfe seiner Hauptfigur Maigret seine Sympathie für „die kleinen Leute“.
Hochrangige Politiker, vor allem Minister und Abgeordnete, die Reichen oder Einflussreichen in jeder Hinsicht sollen mit Samthandschuhen oder besser überhaupt nicht angefasst werden. Die Aufklärung oder Verfolgung einer Mordtat sind dagegen nicht wichtig.
Wichtig allerdings, dass der heutige Leser erkennt, dass sich in 50 Jahren nicht nur in Frankreich daran wenig geändert hat.