Maigrets erste Untersuchung

Erschienen: Januar 1962

Bibliographische Angaben

  • Paris: Presses de la Cité, 1949, Titel: 'La première enquête de Maigret', Seiten: 221, Originalsprache
  • Köln; Berlin: Kiepenheuer & Witsch, 1962, Seiten: 173, Übersetzt: Hansjürgen Wille & Barbara Klau
  • München: Heyne, 1966, Seiten: 156, Übersetzt: Hansjürgen Wille & Barbara Klau
  • Zürich: Diogenes, 1978, Seiten: 214, Übersetzt: Roswitha Plancherel-Walter
  • Zürich: Diogenes, 2008, Seiten: 211, Übersetzt: Roswitha Plancherel-Walter, Bemerkung: Sämtliche Maigret-Romane in 75 Bänden, Bd. 30

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Maigret ist noch nicht am Quai des Orfevres bei der berühmten Mordkommission, sondern Sekretär von Kommissar Le Bret im ruhigen Quartier Saint-Georges. Sein Chef gilt als Weltmann; er verkehrt in ebenjenen Kreisen, in denen der Mord geschieht, dessen furchtlose Aufklärung Maigret die Beförderung zum Kommissar einträgt.

Maigrets erste Untersuchung

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Letzte Kommentare:
22.09.2014 11:31:10
Jossele

Diese Geschichte, die nicht, wie der Titel suggerieren könnte, der erste Maigret-Band ist, der erschienen ist, spielt im Jahr 1913. Maigret ist noch nicht Kommissar, sondern erst Sekretär und auch noch nicht bei der Kriminalpolizei, sondern tut Dienst in einem der Stadtreviere von Paris, als ein Musiker namens Minard ihm ein Verbrechen meldet, das, so vermutet er, im Haus der Kaffeedynastie Gendreau, die den berühmten Balthazar-Kaffee herstellt, geschehen sein muss. Maigrets sofortige Nachforschungen bringen nichts dergleichen zu Tage und dennoch glaubt er dem Musiker, der sich fortan als sein Hilfsermittler betätigt. Als er dem Berufsverbrecher Dédé auf die Spur kommt, wird er von diesem nebst Kumpanen ins Krankenhaus geprügelt. Während seiner Absenz übernimmt die Kriminalpolizei den Fall und führt in einer offiziellen Klärung zu, die so ahnt Maigret nicht der Wahrheit entspricht. Ausgerechnet jener Dédé, der Gefallen an Maigret gefunden hat, erklärt ihm dann bei einem Essen die wirklichen Zusammenhänge.
Die Story enthält einige sehr gute Aspekte, so z.B. die Vertuschung der wahren Geschehnisse und einige weniger gelungene, z.B. die Figur des Minard, dessen Rolle nur beschrieben wird, aber in keiner Weise wird geklärt, warum er sich so verhält und er verhält sich seltsam. Das hätte einer Motivierung bedurft. 50°

10.06.2009 11:05:44
John67

Sicherlich nicht einer der ganz grossen Maigret Krimis, aber zur Profilierung des späteren "Helden" durchaus gelungen. Viele Charakterzüge werden hervorgehoben oder auch direkt während der Story vorgestellt, so z.B. das "zum Nachdenken vom Bett aus".
Die Geschichte um Maigret herum ist Mittelklasse und wird dem Leser sicherlich nicht langfristig im Gedächtnis haften bleiben, allerdings hilfreich, um die nächsten 100 Maigret-Krimis zu verstehen*gg*.

15.03.2005 18:50:35
Torsten Janssen

Leider muß ich meinem Vorredner beipflichten, außerdem ist dieser Maigret etwas mühsam und schwer verständlich. Deswegen habe ich ihn nach 50 Seiten ersteinmal beiseite gelegt und mit nochmal "Maigret cotra Pipcus" vorgenommen, welcher grandios ist. Grüße

13.03.2005 13:18:04
Coffy

Bin gerade bei der Zweitlektüre und stelle fest, dass dieser Simenon vielleicht doch einer der schwächeren ist. Nicht ganz glücklich bin ich mit den "Vorgriffen" auf die Zeit am Quai des Orfevres, ein KUNSTgriff des Meisters, der nicht so ganz funktioniert, und KÜNSTLICH bleibt.
Man merkt, dass das nicht der wirklich ERSTE Maigret ist. Trotzdem: Kein Simenon sollte unter 80° bleiben.