Maigret und die alte Dame

Erschienen: Januar 1954

Bibliographische Angaben

  • Paris: Presses de la Cité, 1949, Titel: 'Maigret et la vieille dame', Seiten: 237, Originalsprache
  • Köln; Berlin: Kiepenheuer & Witsch, 1954, Seiten: 182, Übersetzt: Hansjürgen Wille & Barbara Klau
  • München: Heyne, 1966, Seiten: 143, Übersetzt: Hansjürgen Wille & Barbara Klau
  • Zürich: Diogenes, 1978, Seiten: 196, Übersetzt: Renate Nickel
  • Zürich: Diogenes, 2008, Seiten: 195, Übersetzt: Renate Nickel, Bemerkung: Sämtliche Maigret-Romane in 75 Bänden, Bd. 33
  • Zürich: Diogenes, 2006, Seiten: 4, Übersetzt: Friedhelm Ptok

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Die alte Dame lebt in einer Puppenvilla an der Küste der Normandie. Als man ihr Dienstmädchen vergiftet, glaubt sie an einen fehlgeschlagenen Angriff auf sich selbst. Gewohnt, sich nur mit dem Besten zufriedenzugeben, reist sie mutig nach Paris und wendet sich an Kommissar Maigret. Und da der Justizminister persönlich sich einschaltet, reist Maigret ans Meer. Dort herrscht an Verdächtigen kein Mangel.

Maigret und die alte Dame

Maigret und die alte Dame

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Letzte Kommentare:
12.02.2016 21:26:01
christian naton

Ich empfehle, diesen sehr guten Roman in der Hörbuchfassung des Diogenes-Verlages zu genießen. Vorzüglich gelesen! Natürlich ist es kein Action-Krimi, was bei Simenon auch kaum zu erwarten wäre, aber die alte Dame, der Friedhelm Ptok eine wunderschöne Oma-Stimme verleiht, Kapitel für Kapitel besser kennenzulernen und die anderen Figuren mit ihren Abgründen und Tragödien langsam aus dem Hintergrund treten zu sehen, das ist einfach schöne Literatur, und der Schluß ist wirklich überzeugender Abschluß einer originell ersonnenen Story.
Mag sein, wenn man zu schnell liest, dass manche Schattierung übersehen wird. Mit Muße oder mit der Stimme von Friedhelm Ptok im Ohr kommt man aber voll auf seine Kosten.

04.08.2015 19:59:19
Sagota

"Die alte Dame lebt in einer Puppenvilla an der Küste der Normandie. Als man ihr Dienstmädchen vergiftet, glaubt sie an einen fehlgeschlagenen Angriff auf sich selbst. Gewohnt, sich nur mit dem Besten zufrieden zugeben, reist sie mutig nach Paris und wendet sich an Kommissar Maigret. Und da der Justizminister persönlich sich einschaltet, reist Maigret ans Meer. Dort herrscht an Verdächtigen kein Mangel." (Quelle: Buchrückentext)


Es handelt sich bei diesem Krimi um Band 33 (von 75!) aus dem Französischen übersetzten Kriminalromanen Simenon's ins Deutsche. Es ist der erste "Simenon" für mich, daher habe ich keine Vergleichswerte; vorliegender Bd. 33 wurde 1949 verfasst und erschien erstmals in Deutsch 1959, übersetzt wurde er hier von Renate Nickel. Das Cover der HC-Reihe im Diogenes-Verlag ziert ein Küstenmotiv mit einem Boot.

Meine Meinung/Leseeindrücke:

Die Szenerie spielt in der Normandie, genauer gesagt in Etretat (Haute Normandie) und lässt den Leser zugleich in ein anderes, verweilenderes, gemächlicheres Tempo eintauchen, wozu der berühmte Kommissar Maigret,, oftmals Pfeife rauchend, beschaulich, Zeit-zum-Nachdenken findend, bestens passt.
"Die Rose ist tot" ist der zentrale Satz und das Leitmotiv, das die umfangreiche Ermittlungsarbeit Maigret's und seines Kollegen vor Ort, Estaing, leitet...Hauptprotagonistin ist Valentine, die 90jährige "alte Dame", die für ihr Alter noch recht rüstig ist und deren nobles, freigebiges Herz auf dem "Prüfstand" steht...
Der Sprachstil ist klar und flüssig zu lesen, etwas Humor blitzt auf, als Maigret sich im Zuge zahlreicher Vernehmungen der werten Verwandtschaft der alten Dame zu dem ein oder anderen Apéritif, Cidre und Bier hinreißen lässt, da sich in der Normandie bei ihm (ungewollt) etwas "Urlaubsgefühl" einstellt und ob des Alkoholgenusses er in recht ermüdetem Zustand dennoch "weiter ermittelt"...
Auf den letzten 50 Seiten nimmt der Krimi dann auch Fahrt auf mit dem Auftauchen eines Gegenstandes, der mit dem Tode des Dienstmädchen Rose zu tun haben könnte. ... Etwas antiquiert (aber zeitgemäß für die 50er Jahre) wirkt es, wenn Estaing diverse Hotels und Bars "abklappern" muss, um herauszufinden, wer wen angerufen haben könnte ;-). Der Plot war nicht vorhersehbar und in sich stimmig.

Fazit:

"Maigret und die alte Dame" ist ein unterhaltsamer, in gemächlichem Tempo daherkommender Krimi, aus der berühmten Feder von Georges Simenon, den Krimileser unaufgeregter, nicht bluttriefender, eher subtiler Krimis mögen werden: Statt der Brutalität und nervenzerreißenden Entsetzens wird hier "in aller Ruhe" und möglichst mit einer gestopften "pipe" ermittelt, was mir persönlich sehr gefallen hat. Gepaart ist die unterhaltsame Ermittlungsarbeit mit einer Prise Humor: Darum wird die Reihe von mir weitergelesen werden, es gibt zudem für den angesprochenen Leserkreis eine Leseempfehlung sowie 4 Sterne und 85° auf der "Krimi-Couch".

30.12.2010 14:09:52
Helen Meyer

Das Buch macht Spaß, mehr nicht. Die Handlung wird erst gegen Ende spannend, hier kann der Leser allerdings auch schon einiges vermuten. Es ist außerdem menschlich nett mitzuerleben, wie der ruhige behäbige Maigret im Verlauf der abschließenden Entlarfung des Täters immer ärgerlicher und wütender wird. Ein insgesamt angenehm zu lesender kleiner Krimi.

10.03.2010 15:03:49
PJacopit

Ein super Koassiker, den ich nur zur
Lektüre empfehlen kann. Wie immmer
ein gelungener Maigret! An manchen
Stellen etwas langatmig, aber dennoch
sehr spannend.Die Lösung ist eine
echte Überraschung.Für Krimi fans auf
jeden Fall ein absolutes Muss! Einer
der schönsten Maigret Romane des
Autors, der heute immer noch aktuell
ist.

10.03.2010 15:03:22
PJacopit

Ein super Koassiker, den ich nur zur
Lektüre empfehlen kann. Wie immmer
ein gelungener Maigret! An manchen
Stellen etwas langatmig, aber dennoch
sehr spannend.Die Lösung ist eine
echte Überraschung.Für Krimi fans auf
jeden Fall ein absolutes Muss! Einer
der schönsten Maigret Romane des
Autors, der heute immer noch aktuell
ist.

28.11.2007 17:58:31
Frédéric Stähli

Der Text ist ziemlich spannend doch es fehlt ein bisschen an Action und Handlung doch man wartet gespannt auf den aufklärenden Schluss. Doch insgesamt ein super Text der einem eifach gefallen muss

04.06.2004 13:24:07
Kristel Roder

Für einen Klassiker ist das Buch Maigret und die alte Dame ziemlich interessant. Doch fehlt ihm die wesentliche Handlung und so fehlt auch die Spannung. Maigret ist ein *klischee* Antiheld und erscheint sofort sympatisch.