Das Haus an der Düne

Erschienen: Januar 1933

Bibliographische Angaben

  • London: Collins, 1932, Titel: 'Peril at End House', Seiten: 252, Originalsprache
  • Leipzig: Goldmann, 1933, Seiten: 264, Übersetzt: Otto Albrecht van Bebber
  • München: Goldmann, 1951, Seiten: 219, Übersetzt: Otto Albrecht van Bebber
  • München: Goldmann, 1956, Seiten: 186, Übersetzt: Otto Albrecht van Bebber
  • München: Goldmann, 1972, Seiten: 190, Übersetzt: Otto Albrecht van Bebber
  • München: Goldmann, 1986, Seiten: 190, Übersetzt: Otto Albrecht van Bebber
  • Bern; München; Wien: Scherz, 1990, Seiten: 191, Übersetzt: Otto Albrecht van Bebber
  • Bern; München; Wien: Scherz, 1991, Seiten: 191, Übersetzt: Otto Albrecht van Bebber
  • München: Goldmann, 1997, Seiten: 190, Übersetzt: Otto Albrecht van Bebber
  • Bern; München; Wien: Scherz, 1999, Seiten: 222, Übersetzt: Monika Gripenberg
  • Bern; München; Wien: Scherz, 2001, Seiten: 222, Übersetzt: Monika Gripenberg
  • München: Der Hörverlag, 2003, Seiten: 3, Übersetzt: Wolf Frass, Bemerkung: gekürzte Fassung von Kati Nicholl; aus dem Englischen von Tanja Handels
  • Marburg: Verl. und Studio für Hörbuchproduktionen, 2008, Seiten: 6, Übersetzt: Martin Maria Schwarz, Bemerkung: ungekürzt
  • Frankfurt am Main: Fischer, 2011, Seiten: 224, Übersetzt: Monika Gripenberg
  • München: Der Hörverlag, 2006, Seiten: 3, Übersetzt: Wolf Frass, Bemerkung: gekürzte Fassung von Kati Nicholl; aus dem Englischen von Tanja Handels

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Michael Drewniok
Ein pensionierter Kriminalist wird neugierig

Buch-Rezension von Michael Drewniok Mai 2003

Hercule Poirot, der große Kriminalist aus Belgien, hat sich aus dem aktiven Berufsleben zurückgezogen. So behauptet jedenfalls er selbst es, der zur Zeit mit seinem alten Freund Arthur Hastings, Wasserträger bei vielen früheren Abenteuern, einen Urlaub an der englischen Meeresküste von Cornwall verbringt. Dort lernen sie die Magdala Buckley (die sich aus leicht ersichtlichem Grund lieber "Nick” nennen lässt) kennen, welche mit einigen Familienangehörigen und Freunden in "End House”, ihrem Haus an der Düne, lebt.

Poirot erwacht aus seinem selbst suggeriertem Ruhestand, als aus dem Hinterhalt ein Schuss auf Nick abgefeuert wird. Intensives Nachforschen lässt ihn erkennen, dass binnen kurzer Zeit bereits drei weitere Anschläge auf die junge Frau verübt wurden! Das ist zuviel für den galanten Verbrecherjäger vom Kontinent. Er lädt sich selbst und Hastings in Nicks Haus ein, um dort hinter das Geheimnis der Mordversuche zu kommen. Denn Nick ist arm, der Besitz selbst mit Hypotheken belastet. Niemand kann durch ihren Tod gewinnen.

Poirot hat Pech - Pech für den Mörder!

Und doch gibt der Täter nicht auf. Er kann sogar den gewitzten Poirot austricksen. Während einer nächtlichen Party schlägt er erneut und dieses Mal erfolgreich zu. Freilich hat er nicht Nick, sondern irrtümlich deren Cousine Maggie Buckley erwischt. Während Nick zur eigenen Sicherheit in einer Nervenheilanstalt einquartiert wird, nimmt sich Poirot die Festgäste vor. Eines weiß er immerhin sicher: Der Täter oder die Täterin muss sich unter den Bewohnern des Dünen-Hauses befinden!

Ist es Commander Challenger, obwohl offensichtlich ein Ehrenmann und zudem heftig verliebt in Nick? Oder Frederica "Freddie” Rice, Nicks angeblich ergebene Freundin? Mr. Lazarus, der undurchsichtige Kunsthändler, ein sehr vertraut ist mit der angeblich verheirateten Freddie? Ellen, die gar zu treue Seele von End House, die dessen geheime Winkel besser kennt als die Familie? Cousin Charles Vyse, der Nick auch als Anwalt vertritt? Die Untermieter Bert und Milly Crofts aus Australien, die so schrecklich nett und neugierig sind? Und wo ist Nicks Mauser-Pistole geblieben, aus der mit ziemlicher Wahrscheinlichkeit die tödliche Kugel auf die arme Maggie abgefeuert wurde?

Viele Herausforderungen für Hercule Poirot, der zudem entdecken muss, dass ihm der Mörder einen Zeitungsartikel hinlegt, der seine Ankunft in der Seefrische meldet. Ist dies etwa ein Fehdehandschuh, der ihm da hingeworfen wird? Mehr braucht es nicht, den reizbaren Belgier zurück ins "Große Spiel” zu bringen, was den Täter zunehmend nervös reagieren lässt ...

Geheimnisvoller Mord ohne Schutz der Dunkelheit

Im siebten Roman um Hercule Poirot bleibt alles beim Alten, auch wenn die Kulissen womöglich zunächst verwirren: Ein lupenreiner "Whodunit” wird hier abgespult, d. h. es gilt unter den Mitgliedern einer fest umrissenen Gruppe einen (männlichen oder weiblichen) Mörder zu ermitteln. Dabei ist es praktisch, besagte Personen gut unter Kontrolle zu halten - in einem einsam gelegenen Haus an einer Düne beispielsweise.

Soweit ist alles in Ordnung. Das Klima stimmt jedoch nicht: Es ist weder kalt noch dunkel, es regnet nicht, es stehen keine finsteren Wälder ums Haus, aus dem sich lichtscheues Gesindel ein- und ausschleichen kann. Statt dessen scheint die Sonne auf einen flachen Strand: Das Böse müsste folglich gut sichtbar sein.

Agatha Christie spielt indessen nicht grundlos mit den Regeln des Genres, das sie berühmt, reich und adlig werden ließ. In einem gewissen Rahmen sind sogar dem Fan des wahrlich klassischen Kriminalromans - eine überaus konservative Gesellschaft - Veränderungen lieb. Christie, zum Zeitpunkt der Niederschrift von "Das Haus an der Düne” längst ein Profi, bindet sich quasi einen Schreibarm auf den Rücken. Sie legt Wert darauf ihrem Publikum zu verdeutlichen, dass es keine Geheimtüren und Tunnel im Haus am Strand gibt. Nachdem Hercule Poirot die Bewohner hier konzentriert hat, kann sich der Mörder (oder die Mörderin) nur noch unter ihnen befinden.

Die Leser wissen, doch sie begreifen nicht

Damit haben wir prinzipiell Gleichstand mit dem Detektiv erreicht. Tatsächlich müssen wir uns natürlich schon glücklich schätzen, wenn mir dem wackeren, aber notorisch begriffsstutzigen Colonel Hastings Schritt halten können. Poirot ist uns ständig mindestens einen Schritt voraus. Das muss er um der Fairness willen, doch obwohl uns die spätere Lady Agatha die Bausteine des Krimi-Puzzles durchaus aushändigt, achtet sie sorgfältig darauf, dass uns der Zusammenbau nicht schneller als ihr Detektiv gelingt.

Leider bedient sie sich dabei eines unfairen Tricks: Poirot, der uns Leser (bzw. Colonel Hastings, der als unser Vertreter fungiert), über den Stand seiner Nachforschungen in Kenntnis setzen sollte, hüllt sich penetrant in Schweigen. Anscheinend weiß er schon recht früh etwas, aber er begnügt sich damit, Hastings und uns mit vagen Andeutungen, düsteren Prophezeiungen oder leeren Versprechungen abzuspeisen. Das macht die Lektüre anstrengend und lässt sich nicht damit entschuldigen, dass Poirot halt ein eitler Zeitgenosse ist. Dieses Mal spreizt er sich ein wenig zu aufdringlich als kriminalistisch schillernder Pfau.

Vom dauerinkarnierenden Watson ...

Wer so genial wie Hercule Poirot ist, der benötigt einfach einen normalsterblichen Zeitgenossen neben sich, der staunend dessen Taten beobachtet, kommentiert und vor allem die notwendigen Fragen stellt. Anders ausgedrückt: Jeder große Detektiv braucht seinen Watson. Hastings ist kein Arzt, aber ein alter Soldat, was hier und da nützlich ist, wenn grober körperlicher Einsatz erforderlich wird, den Denkmaschine Poirot nicht leisten kann.

Stellt sich die Frage, worauf sich Poirots Dankbarkeit in dieser Hinsicht gründet. Ständig ärgert und verspottet er den braven Hastings, der sich ebenso redlich wie vergeblich bemüht, die einander widersprechenden Indizien zu deuten. Poirot scheint den Verstand seines Freundes als leere Wand zu schätzen, an die er die Bälle diverser deduktiver Gedankenspiele prallen lässt; es ist wohl ersprießlicher, als mit sich selbst zu sprechen ...

Aber die armen Damen erst!

Wobei Hastings wenigstens das Privileg eines eigenständigen Lebens zugebilligt wird. Das ist mehr, als die arme Nick Buckley für sich beanspruchen darf. Anfänglich tritt sie als unabhängige Frau auf, die auf sich allein gestellt den Schwierigkeiten des Alltags zu trotzen weiß. Sobald ihr zu dämmern beginnt, dass sie bedroht ist, bricht sie a) umgehend psychisch zusammen und gibt b) die Kontrolle über ihr Leben ab. Für die weitere Handlung ist sie erst einmal sekundär geworden. Hercule Poirot lagert sie in einer netten Privat-Klapsmühle zwischen.

Aber man unterschätze Lady Agatha nicht! Sie schafft es sogar den missbilligenden Kritiker des 21. Jahrhunderts aufs Glatteis zu führen. Die Frauen von End House sind letztlich doch nicht so einfach gestrickt wie man es zunächst glaubt - und glauben sollte. Überhaupt lüftet Poirot im Finale mehr als eine Maske. Das klappt mal mehr, mal weniger gut und vervollständigt den Eindruck eines Krimis, der gerade so eben die Kurve kriegt und nicht zu Agatha Christies Meisterwerken zählt.

"Das Haus an der Düne” - multimedial

Agatha Christie war durchaus nicht abgeneigt, ihr Schriftstellerhonorar durch weitere Zuwendungen aufzustocken. Theater und Radio, später Film und Fernsehen interessierten sich für ihre Romane und Geschichten. Sie schrieb selbst einige Stücke, aber "Das Haus an der Düne” wurde von Arnold Ridley und Bernard Merrivale adaptiert. Der Vorhang öffnete sich am 1. Mai 1940 - d. h. während des II. Weltkriegs - im Vaudeville Theatre zu London; der Schauspieler Francis L. Sullivan gab den Poirot

Ein halbes Jahrhundert später fand "Das Haus an der Düne” den Weg ins englische Fernsehen. LWT produzierte einen Spielfilm, in dem David Suchet die Hauptrolle spielte. Es schloss sich eine Reihe weiterer Poirot-Streifen an.

Das Haus an der Düne

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Letzte Kommentare:
14.12.2012 19:06:42
margana

Eine äusserst charmante dame auf die ein Anschlag verübt wird .
Hercule Poirot ist sofort zur Stelle u seine grauen Zellen tuen alles um den Fall in die sicheren Hände zu bekommen , denn hat wirklich ein Mörder seine Hände im Spiel oder hat Mrs einfach nur eine große Phantasie lesen sie es selber u kombinieren sie !

Ein Muss für jeden ac fan

08.06.2012 18:27:36
Hercule

Ich versuche jeden Poirot Krimi zu bewerten doch dieser bei diesem blieben mir beim lesen die Worte weg.
Das war wohl einer der besten Agatha Christie Krimis die ich je gelesen habe.
Alles gefiel mir gut der Titel hat mich gewundert als ich ihn gelesen habe dachte ich das, dass eine Schnulze ist doch man konnt ja sehen, dass eine Hercule Poirot Krimi im Inneren steht.
Der berühmte Belgische Detektiv Hercule Poirot ist im Ruhestand und denkt das ihn nichts wieder zum Detektiv spielen bewegen kann, doch dann trifft er die junge und schöne Miss Nick auf die schon drei Mordanschläge verübt wurden, und dann auf einmal wird dreist auf sie geschossen.Auf einer Scala von 1 bis 10 würde ich sagen es ist eine 10

17.01.2012 15:31:13
almargo

Das Haus an der Düne steht , finde ich zu den charackterlichsten Büchdern , die Hercule Poirot am auszeichenen .

Der ganze Roman ist stimmig , interessant u nie langweilig .

Hinzu kommt der herkömmliche stil der 30 Jahre der dem ganzen noch den Hut aufsetzt .

Auch das Ende ist höchtst lesen sie doch selbst .smile

18.08.2011 11:41:44
Lara13

Das Haus an der Düne ist eines meiner Lieblings-Krimis. Ebenso wie Hercule Poirot mein Lieblings-Detektiv ist! Ein älterer Belgier, den man fälschlicherweise für einen französischen Friseur hält. Seine grauen Zellen sind fantastisch! Es gibt keinen Fall, den er nicht aufklären kann. Ein Muss für alle Krimi-Fans!

24.04.2011 06:40:43
Bazong

Ein AC Krimi mit Hercule Poirot. Der Roman ist empfehlenswert. Obwohl es bei dieser Geschichte auch um Drogen geht ist es kein so genannter Hardboiled Crime. Der Krimi ist genau richtig um am Strand im Liegestuhl gelesen zu werden. Das Teil ist sehr stimmungsvoll ... Besser als A.C.s Karibische Affäre.

Ach so noch etwas ... AC setzt in einer Anfangsszene wieder mal eine Handfeuerwaffe ein. Und wie wir alle wissen hat Agatha Christie keine Ahnung von Handfeuerwaffen ... Aber egal der Roman ist trotzdem Spitze.

12.03.2011 14:58:38
von

Als Hörbuch wirklich sehr schön zu hören und bleibt auch weiter spannend. Ich denke das es bessere gibt, aber \'Das Haus an der Düne\' ist ein Muss um mal eine andere Facette von Christie kennenzulernen. Zudem überrascht sie einen doch immer wieder mit ihren außergewöhnlichen Werken, die jeden Leser ansprechen.

06.09.2009 16:47:28
marry

Am Anfang hat sich die Handlung etwas gezogen, da es ja nur die "versuchten Morde" gab, dennoch schafft es Christie die Spannung beizubehalten.Das Ende, wie immer überraschend und (für mich zumindest) völlig unvorhersehbar. Mir persönlich gefällt dieser Krimi, auch wenn es nicht unbedingt der beste von Christie ist.Allerdings verstehe ich, wie so oft, die Rolle von Hastings nicht. Ich finde nicht das er besonders schlau ist und gut kombinieren ist auch nicht seine Stärke. Ich glaube auch nicht, das er die Gedanken des Lesers widerspiegelt, die sind nämlich meistens SEHR primitiv.
Das heißt aber wiederrum nicht, das der Leser die Gedanken und Schlüsse von Poirot nachvollziehen kann, da er ja zu mal immer ein gewisses "Insider-Wissen" hat, das der Leser erst bei Auflösung erfährt.
Im Großen und Ganzen ein toller Krimi.

05.07.2009 14:32:27
>Vergissmeinnicht

Das Haus an der Düne ist meiner Meinung nach ein wirklich spannend geschriebener Krimi von Agatha Christie! Deshalb kann ich mich den negativen Behauptungen gar nicht anschließen!

Wieder einmal ist Hastings mit dabei in diesem Buch, aber so schlau wie Hercule Poirot ist er lange nicht. Ja, echt bewunderndswert wie man einen Fall nur durch Nachdenken lösen kann!

Allen Agatha-Christie-Krimi-Fans ist das Buch auf jeden Fall weiter zu empfehlen! Viele spannende Augenblicke, Morde und Verdächtige sind zu erwarten!

05.07.2009 14:31:34
>Vergissmeinnicht

Das Haus an der Düne ist meiner Meinung nach ein wirklich spannend geschriebener Krimi von Agatha Christie! Deshalb kann ich mich den negativen Behauptungen gar nicht anschließen!

Wieder einmal ist Hastings mit dabei in diesem Buch, aber so schlau wie Hercule Poirot ist er lange nicht. Ja, echt bewunderndswert wie man einen Fall nur durch Nachdenken lösen kann!

Allen Agatha-Christie-Krimi-Fans ist das Buch auf jeden Fall weiter zu empfehlen! Viele spannende Augenblicke, Morde und Verdächtige sind zu erwarten!

12.01.2009 12:50:00
Stefan83

Nachdem Agatha Christie ihrem belgischen Detektiv vier Jahre Pause gegönnt hat (sie schrieb in den Jahren 1928 - 1932 u.a. am ersten Marple-Krimi "Mord im Pfarrhaus"), betritt Hercule Poirot in "Das Haus an der Düne" wieder die Bühne. Und die lange Zeit scheint Christie gut genutzt und den Wechsel von der Hobby zur Profischriftstellerin endgültig vollzogen zu haben.

Das zeigt sich nicht nur anhand der Tatsache, dass sie mittlerweile von ihrer Schriftstellerei leben kann, sondern wird auch in ihrem Schreibstil ersichtlich, der mit einer routinierten Leichtigkeit daherkommt, welche den ersten ihrer Werke noch gefehlt hat. Dabei schafft sie es trotz aller Routine wie kaum eine andere Krimiautorin stets für eine gewisse Abwechslung zu sorgen. Brach sie mit dem Ende von "Alibi" schon alle genretypischen Gesetze, weicht sie nun auch hier vom typischen "Whodunit"-Aufbau ab. Denn diesmal soll Poirot erstmal nicht herausfinden wer der Mörder ist, sondern einen noch nicht begangenen Mord verhindern. Die Story sei schnell angerissen:

Hercule Poirot, Meisterdetektiv im Ruhestand, und sein getreuer Freund Captain Hastings, der aus Argentinien zurückgekehrt ist und sich mal wieder mit der mangelnden Bescheidenheit des Ersteren herumplagen muss, genießen einen wohlverdienten Urlaub im südenglischen Küstenort St. Loo. Hier machen sie auf der sonnigen Terasse ihres Hotels die zufällige Bekanntschaft mit der jungen Nick Buckley, der Besitzerin des nahe gelegenen Hauses an der Düne mit dem Namen "End House". Man kommt ins Gespräch und es stellt sich heraus, dass der jungen Dame, deren Sorgen- und Verantwortungslosigkeit Poirot missbilligt, in den letzten Tagen drei seltsame "Unfälle" passiert sind. Der belgische Detektiv wird misstrauisch und sieht seine Sorge bestätigt, als er im zurückgelassenen Hut von Miss Buckley ein Einschussloch vorfindet. Diese will von Poirots Befürchten zunächst nichts wissen, beugt sich dann aber seiner Hartnäckigkeit und holt sich auf seinen Rat hin eine vertrauensvolle Bekannte, ihre Cousine Maggie, ins Haus. Tags darauf, während eines abendlichen Feuerwerks, muss sich der Meisterdetektiv zum zweiten Mal in seiner Karriere eingestehen, das er versagt hat: Maggie wird, vom Mörder offensichtlich mit Nick Buckley verwechselt, erschossen im Garten von "End House" aufgefunden. Poirot macht sich große Vorwürfe und setzt alles dran um das Leben der jungen Dame zu schützen und den heiklen Fall schnellstmöglich aufzuklären.

Vorneweg: "Das Haus an der Düne" ist mit Sicherheit nicht Christies spannendstes Werk. Das liegt in erster Linie daran, dass es eine ganze Weile dauert bis überhaupt ein Mord begangen wird. Dennoch bleibt die Story durchgehend kurzweilig, was nicht nur an den gelungenen, oftmals sehr mysteriösen Figuren liegt, sondern auch am Spaß beim Miträtseln. Obwohl es eine fest umrissene Gruppe gibt, unter deren Mitgliedern sich mindestens ein Mörder befinden muss, tappt man lange Zeit im Dunkeln, verwirft man eine These nach der anderen. Um dann schließlich den komplexen Hintergrund der Tat zu verstehen, ist man dann wie so oft auf Poirots Hilfe angewiesen. Der belgische Detektiv lüftet im Finale mehr als eine Maske und sorgt damit für ungläubiges Staunen beim Leser.

Insgesamt ist "Das Haus an der Düne" ein kurzweiliger, klassischer "Whodunit", an dem Fans des Genres ohne Einschränkung ihre Freude haben werden.

19.07.2008 15:56:34
CharlyDD

"Das Haus an der Düne" gehört für mich zu den besten Christies. Das Buch wurde von ihr dem Autor Eden Philpotts gewidmet, welcher folgende Zeilen an Christie schrieb: "Sie haben ein großartiges Gefühl für Dialoge...Streichen Sie alle moralischen Hinweise aus ihren Novellen. Sie übertreiben es damit; und es gibt nichts Langweiligeres. Versuchen Sie es und lassen Sie Ihre Charaktere für sich sprechen, anstatt zu sagen, was sie hätten sagen sollen..."

Genau das ist ihr vorzüglich gelungen.

Poirot und sein Gefährte Hastings ermitteln wieder gemeinsam: In Ihrem neuesten Fall versuchen sie die sonderbaren Anschläge auf das Leben der bezaubernden, leicht verrückten Nick Buckley zu vereiteln und dem Täter auf die Schliche zu kommen. Und das alles natürlich in der gewohnt überheblichen Art des Hercule.

Brilliant gelöst (wie immer) mit einem nachdenklichen Zusatz am Ende.

06.09.2007 13:29:48
Imanuel

"Das Haus an der Düne" von Agatha Christie gefällt mir ausgesprochen gut.Gerade auch von der Stimmung her, es war eine sehr gute Mischung zwischen Humor,Spanung und detalierter Personen Beschreibungen und vielen kleinen details die man zunechst oft übersieht obwohl sie große Bedeutung haben.
Ich finde die Bücher mit Hastings einfach besser und der Spaß am lesen ist größer, da man die Person nach einiger Zeit etwas kennt und man durch die Bemerkungen die er unbewusst macht eine gute Chance hat, mitzudenken.
Ein hervorragendes Buch!!!

23.07.2007 10:57:28
Karl-Heinz Meurer

Mein erster Agatha-Christie-Krimi, und - wenn er auch etwas verhalten anfängt - hat das Rätselraten mich doch schließlich so in den Bann gezogen, dass ich nun Agatha-Christie-süchtig bin. Zum Schluss fielen alle Puzzlestückchen dahin, wohin sie sollten und alles was vorher erzählt wurde, bekam einen Sinn. Auch wenn die Geschichte etwas konstruiert war, letztlich stimmte die Logik, und das schätze ich sehr an einem Krimi.

26.03.2007 23:34:34
Cantona

Das Haus an der Düne ist eins meiner absoluten Lieblingsbücher von Agatha Christie.
Es ist unglaublich spannend geschrieben;wer es einmal in die Hand nimmt, wird es nicht mehr weglegen können.
Poirot ist auf seine Art einfach genial, obwohl er diesmal lange zeit ratlos ist und im Dunkeln tappt. (Anders als bei vielen
Christie-Werken ist es hier durchaus möglich den Täter zu erraten)

16.12.2006 13:35:43
Alex.

Sehr spannend geschriebenes Buch, der einen Leser wieder die Leichtigkeit des Schreibes darstellt. Die Kombinationsgabe des Hercule Poirot ist schon einzigartig.

28.08.2006 18:15:26
Christieisthebest

Ein gutes Buch von ihr , doch wie schon gesagt wurde wird jeder Agatha Christie"Erfahrene" darauf kommen wer der Täter ist.Ausserdem war wieder Hastings mit von der Partie was mich sehr gefreut hat.

09.06.2006 12:42:12
Steppel

Ich.finde das Buch sehr spannend. Nur am Anfang etwas langweilig, wenn Poirot das erste mal auf Nick Bubkley trifft. Auch die Party war sehr spannend, als Nick Buckley auf einmal regungslos in der Wiese liegt.

31.05.2006 14:42:37
Luzie

Im Großen und Ganzen ein doch zufrieden stellender Krimi. Allerdings wird bereits am Anfang schon zuviel verraten und einige Umstände sind zu fragwürdig, so dass man sich schon denken kann, wie es sich am Ende verhalten wird. Würden einige Dinge dem Leser nicht so direkt vor Augen gebracht, hätte dieser Krimi wohl einer der besten von Christie sein können. So bleibt der aufmerksame Leser wohl am Ende etwas enttäuscht zurück. Vertraut auf euer Gefühl, es ist richtig. Piorot ist jedoch in Höchstform und sein Kollege Hastings, dem man ruhig ein bischen mehr zutrauen könnte, bleibt leider ein wenig auf der Strecke.

01.04.2006 23:59:04
Eva aus Hennef

Ich finde "Das Haus an der Düne" das mit Abstand schlechteste Buch von Agatha Christie. Man kann es zwar zu Ende lesen, aber eigentlich wusste ich von Anfang an, wer es sein würde, auch finde ich viel von der Story völlig an den Haaren herbeigezogen und auch für damalige Umstände einfach lebensfremd. Als sonst riesiger Christie-Fan war ich wirklich enttäuscht.

18.12.2005 15:32:27
Claudia

Genialer Krimi - sehr spannend geschrieben.
Das Haus an der Düne hat eine unerwartete Wende am Ende!!
Ich hätte mir nie gedacht, dass dieser Krimi so exzellent geschrieben wäre!! Ich war sehr überrascht, als Poirot den Fall gelöst hatte!!
Sehr empfehlenswert!

20.11.2005 23:13:52
Maik Kemper

Habe mir das Buch zwar nicht unbedingt reingequält aber es war nicht das typische Agatha Christie Lesevergnügen. Poirot ist einfach zu überzogen. Ein bisschen Eitel und Überheblichkeit ist okay. Aber hier wird der Bogen überspannt.

Das Ende ist clever und überraschend allerdings auch etwas verworren.

02.09.2005 17:40:47
Jolanda

Ich hab das Buch gerade eben zu Ende gelesen und fand es absolut genial.
Agatha Christie hat es mal wieder geschafft, Poirot eine große Persönlichkeit zu verleihen, die mich oft zum Schmunzeln brachte.
Es ist fast unmöglich herauszufinden, wer der Mörder oder die Mörderin ist.
Wirklich lesenswert. Ein Muss für jeden Fan!

liebe Grüße,
Jolanda

30.08.2005 21:05:17
Laura

Das Buch hat mir super gefallen, obwohl ich den Täter/die Täterin von Anfang an im Verdacht hatte. Obwohl es sicher nicht ihr bester Krimi ist, würde ich ihm jedem der ihn kaufen will, sofort empfehlen. Besonder toll ist natürlich wieder Agatha Christies Stil niemals zuviel zu verraten, so das die Spannung bis zum Ende gewart bleibt. Ein klasse Buch!!!!

04.08.2005 17:02:15
Torsten Janssen

Captain Hastings erschießt ihn bei der Scheiserei. Und er lauscht ihn weil er neugierig ist. Eben wie Leute die leider nicht tippen können--Spaß beiseite, ließ das Ende des Romanes noch mal genau und Du wirst festtellen, daß Agatha Christie ihre Leser nie im Regen stehen läßt bzw. alles aufklärt. Grüße

31.07.2005 12:52:33
markus

ich finde den krimi überaus spannend und klase geschrieben. nur leider fiel mir beim genauen betrachten eine kleine unlogische stelle auf.wenn mir wer diese erklären könnte wäre ich überaus dankbar.also:Mrs.Rice ex-mann wird ja am ende in einer scheiserei getötet.Frage:wer erschiest ihn überhaupt???es wir nur gesagt das mrs. rice verwundet ist,mehr aber nicht. 2.Frage:warum belauscht mrs.rice ehemann poirot uns hastings bei deren gespräch im wohnzimmer???dies ist doch total unsinnig da dieser doch als total verrückt gilt und sich ja auch keineswegs für deren ermittlungen intressiert. über eine kleine erklärung würde ich mich freuen.danke

16.07.2005 21:13:58
Philipp

Ein halbes Jahrhundert später fand “Das Haus an der Düne” den Weg ins englische Fernsehen. LWT produzierte einen Spielfilm, in dem David Suchet die Hauptrolle spielte. Es schloss sich eine Reihe weiterer Poirot-Streifen an.

12.07.2005 09:53:06
Danielas

"Das Haus an der Dünne! ist äußerst spannend und vorallem, wie bei vielen anderen Büchern A. C., nicht in die länge gezogen. und mit dieser Lösung des Rätsels hätte ich auch nicht gerechnet!
wirklich Empfehlenswert

27.06.2005 14:21:09
Antonia Scheiber

ich finde diese speckschwarte einfach fabelhft, es ist das perfekte buch zum einschlafen! Abends lese ich es meinem Mann vor danach schläf er ganz friedlich, er schnarcht nicht mehr seid ich ihm dieses Buch vorlese!!!!
Ich kann es nur weuter empfehlen, es ist wunderbar formuliert und es hat eine sehr gute schrieftgröße so das ich nicht meine Lesebrille brauche! Ich bin in allen Punkten wircklich zufrieden mit diesem buch und finde es wunderschön! das ende ist grandios was sich der Autor dabei gedacht hat einfach weltklasse ich bin stolz auf Agatha Christie!!!!!

27.06.2005 13:42:59
Julie

Ich finde, dass das Haus an der Düne zu einen der besten Werke, die Agatha Christie je verfasst hat, zählen muss. Meiner Meinung nach ist dies die wohl verblüffendste Auflösung, obwohl ich schon viele Ihrer fantastischen und seinesgleichen suchenden Bücher verschlungen habe. Vor allem bietet die Abspielung der Auflösung einen besonders reizenden Vorzug!!!
Für alle Agatha Christie-Fans und für die, die es noch werden wollen, ist dies ein absolutes, unumgängliches Muss!!!

13.05.2005 14:30:22
Ati

Absolut Genial. Ein andere Bezeichnung gibt es nicht. Das beste Buch das ich bisher gelesen habe. Hier den Täter rauszufinden ist sehr schwer. Die auflösen ist umwerfend. Ich empfehle, mindestens die letzten drei Kapitel an einem Ort zu lesen, wo man nicht unterbrochen werden kann, da es so spannend ist, dass man das Buch gar nicht weglegen mag.
Dieses Buch ist höchst empfehlenswert.

29.03.2005 17:48:39
Sophia

Das Haus an der Düne ist eines der besten Bücher von der Queen of Crime, Agatha Christie. Der Krimi ist total super geschrieben und die Auflösung am Ende des Buches ist phänomenal, echt unerwartet und einfach ein Geniestreich von Agatha Christie.Auch als Hörspiel ein echter Knaller.

03.01.2005 22:34:41
Lucie

Ein echtes Buch der Queen of Crime. Ein Krimi wie er sein sollte. Poirot kommt zwar nicht sympa daher und der alte Watson kann einem nur leid tun. Die Handlung ist verzwickt und der Leser tappt höchstwahrscheinlich in die verkehrte Richtung. Empfehlenswert bis zur letzten Seite. Ein Buch, das man nicht weglegen mag. Ich bin begeistert und schon auf dem Weg in die Biblio, um den nächsten Klassiker zu holen....
Viel Vergnügen beim Lesen!Gruss, Lucie

18.10.2004 20:32:21
Christine

Es ist einer der wenigen Christie-Krimis, bei denen ich den Mörder tatsächlich erraten habe. Allerdings ist es trotzdem gut und spannend, da man sich ja nie wirklich sicher sein kann, ob sich die eigene Theorie zum Schluß auch bestätigt. Poirot-Geschichten finde ich gerade lesenswert, weil er so arrogant ist und dies dem Ganzen noch eine gute Portion Humor gibt. Vor allem dann, wenn es aus der Sicht Hastings erzählt wird.

18.08.2004 21:05:08
Tiny

Super Buch!!
Also das nenne ich wirklich überraschendes Ende!!
Auch wenn ich Hercule Poirot eigentlich nicht mag!!

01.08.2004 18:03:16
Rene´

Wer verübt schrecklich Anschläge auf Nick Buckleys Leben und bringt ihre Cousine um? Wer ist J. und gibt es vieleicht noch K.?

Dieser Krimi ist wirklich einzigartig und es gibt an ihm nichts aus zusetzen! Spannend geschrieben; einer der Besten!!!!
Am Anfang der Auflösung wird der Leser vieleicht etwas entäuscht, doch in der 2. Hälfte kommt der Leser ganz auf seine Kosten!!! Also gleich weiterlesen!!!!
Viel Spaß......
Rene´

09.05.2004 12:26:12
Rebecca

Ein wircklich sehr guter Krimi!
Es bleibt bis zum Ende spannend und den Mörder erät man nie.
Ich beneide Agathas Sprachstil!
Viel Spass beim Lesen

PS:Wurde das Buch eigentlich verfilmt?

09.05.2004 12:23:13
Carla

Ich muss schon sagen ein sehr guter Krimi. Bis zum Ende spannend und den Mörder erät man nie!Auf diese Art von Krimi kommt man nie! Viel Spaß beim Lesen!

13.08.2003 17:20:47
Anja S.

guter Krimi

15.04.2003 21:35:58
Marc

Mehrere Mordanschläge werden auf Nick Buckleys Leben verübt. Erst verfehlt die Pistolenugel den Kopf und landet auf der Terasse genau vor Poirot's Füßen, dann wird an ihrem Wagen manipuliert. Poirot samt Hastings im Schlepptau nimmt sich der Sache an, kann jedoch auch nicht den Mord an Nick's Kusine verhindern die in der Dunkelheit bei einem Feuerwerk dem Mörder in die Arme läuft. Wieder mal ein brillanter Krimi von Agatha Christie...

Gruß Marc