Hercule Poirot schläft nie

Erschienen: Januar 1984

Bibliographische Angaben

  • London: Collins, 1937, Titel: 'Murder in the Mews and three other Poirot Cases', Seiten: 280, Originalsprache
  • Bern; München; Wien: Scherz, 1984, Seiten: 158, Übersetzt: Hella von Brackel, Adi Oes & Edith Walter
  • Bern; München; Wien: Scherz, 1995, Seiten: 158, Übersetzt: Hella von Spies, Adi Oes & Edith Walter
  • Frankfurt am Main: Scherz, 2003, Seiten: 206
  • Frankfurt am Main: Fischer, 2005, Seiten: 206
  • Marburg: Verl. und Studio für Hörbuchproduktionen, 2004, Titel: 'Poirot riecht den Braten', Seiten: 2, Übersetzt: Martin Maria Schwarz, Bemerkung: ungekürzt

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Letzte Kommentare:
01.12.2012 13:32:57
Stefan83

Agatha Christie hat in ihrem Leben über siebzig Bücher geschrieben, darunter auch sechs Liebesromane unter dem Pseudonym Mary Westmacott. Hinzu kommen unzählige Kurzgeschichten, von denen sie einige als Ideenvorlage für spätere Werke nutzte. So zum Beispiel bei „Die großen Vier“, welchen sie aus zwölf Poirot-Erzählungen zusammensetzte, um das schwierige Jahr 1927 (Affäre ihres Mannes, Tod ihrer Mutter, Auszug aus der geliebten Villa Ashfield) finanziell überbrücken zu können. Dennoch sind ihre Anthologien hinsichtlich des Bekanntheitsgrads zumeist im Schatten der großen Romane geblieben, was insofern schade ist, da sich hier immer wieder kleine Perlen im großen Schaffenswerk der „Queen of Crime“ finden lassen. Das gilt auch für „Hercule Poirot schläft nie“, einem im Original unter dem Titel „Murder in the Mews and three other Poirot Cases“ erschienener Sammelband, der folgende vier Kurzgeschichten umfasst:

- „Poirot riecht den Braten“
- „Urlaub auf Rhodos“
- „Der unglaubliche Diebstahl der Bomberpläne“
- „Ein Indiz zuviel“

Wieder einmal heißt es „die grauen Zellen“ zu bemühen, denn auch auf wenigen Seiten schafft es Agatha Christie mit verwinkelten Plots zu überraschen, die den Leser zum Miträtseln einladen. In bester Tradition Sir Arthur Conan Doyles nutzt die Autorin selbst den kleinsten Raum, um mit scheinbar unlösbaren Problemen aufzuwarten. Natürlich nur scheinbar, denn der eigenwillige belgische Detektiv mit dem auffälligen Eierkopf lässt sich nie beirren. Unterschätzt von den englischen Landsleuten, welche in ihm oft lediglich einen merkwürdigen Ausländer sehen, siebt er die wichtigen Informationen heraus, die dem Beobachter zwar ebenfalls zur Verfügung stehen, sehr oft aber aufgrund geschickter Bluffs schlicht übersehen werden. So steht am Ende fast immer eine Überraschung. Und obwohl Hercule Poirot bei seiner Auflösung eigentlich alle Fragen beantwortet, bleibt doch nicht selten eine offen: Warum zum Teufel bin ich da nicht selbst drauf gekommen?

Natürlich ist Christies England, nicht nur aus heutiger Sicht, ein Überbleibsel viktorianischer Zeiten. Schießereien, blutrünstige Morde oder actionreiche Verfolgungsjagden sucht man in der Regel vergebens. Nicht selten bricht der vorher kaltblütige Mörder bei der Konfrontation mit Poirots zusammengetragenen Beweisen zusammen, um sich gefügig von Inspector Japp und Kollegen abführen zu lassen. In Christies Geschichten ist die Mörderjagd ein faires Spiel von Gentleman, bei dem sich letztlich doch alle an die Regeln halten. Bereits Raymond Chandler, Zeitgenosse der englischen Autorin und Begründer des Hardboiled-Kriminalromans, bemängelte diese Realitätsferne und stand der „Queen of Crime“ äußerst ablehnend gegenüber. Über „Mord im Orient-Express“ (eine der dortigen Figuren treffen wir übrigens hier in „Ein Indiz zuviel“ wieder) sagte er unter anderem.: „Das ist die Sorte, vor der selbst der schärfste Verstand kapituliert. Nur ein Halbidiot könnte auf diesen Einfall kommen.“

Daher fällt eine Geschichte wie „Der unglaubliche Diebstahl der Bomberpläne“ schon fast aus dem Christie-typischen Rahmen. Ganz im Stile Eric Amblers finden wir hier eine klassische Spionagegeschichte vor. Und Hercule Poirot, dem ansonsten das gemütliche Tempo eigen ist, bewegt sich bei der Jagd nach den verschwundenen Dokumenten mit bemerkenswerter Geschwindigkeit. Es ist allerdings auch die einzige Ausnahme in diesem Sammelband, bei dem vor allem „Poirot riecht den Braten“ herausragt, in dem der Belgier einem äußerst merkwürdigen Selbstmordfall nachgeht. Dabei setzt Christie wieder nicht auf elektrisierende Spannung, sondern würzt ihre Geschichten stattdessen mit herrlich britischen Humor, so dass sie am Ende vor allem eins sind: Unheimlich unterhaltsam.

Daher mein Tipp: Für die nächste Zugreise eine Christie-Anthologie mit ins Gepäck nehmen, um für ein paar Stunden im guten, alten England abzutauchen (oder in diesem Fall auch im vom Italien besetzten Rhodos der 30er Jahre) und dem kleinen Meisterdetektiv über seine Schulter zu gucken, der wahrlich nie zu schlafen scheint. Zum Leidwesen seiner Gegner, die natürlich auch diesmal im intellektuellen Duell allesamt unterliegen. Ich freue mich auf die nächste Runde.

08.11.2008 22:13:56
CharlyDD

Vier fabelhafte Kurzgeschichten über unseren kleinen Belgier mit dem Eierkopf.

Wir begleiten Poirot bei den Ermittlungen eines vermeintlichen Selbstmordes einer jungen Dame. Wir erholen uns mit ihm am Strand von Rhodos und lösen nebenbei eine Dreiecksgeschichte und deren bittere Folgen auf. Als drittes begibt sich der Leser zu einem gesellschaftlichen Abend um einen dreisten Dieb zu überführen und zu guter letzt jagen wir einen Juwelenräuber.

Christie schenkt uns mit den 4 Kurzgeschichten ein Bündel an Spannung und großartiger Unterhaltung.

Fazit: Empfehlenswert.

07.05.2008 14:29:05
Teeshan

Was gibt es zu beschwerden?
Für mich ist dieser Buch der Hammer! Was für mich interessierte, ist, wie Hercule Poirot dem Fall ermittelte, daß erst am Abend zu ende ging, jedoch durchhält, bis er dem Fall abgeschlossen hat. Für mich ist Hercule Poirot der beste Detektiv überhaupt. Miss Marple ist auch besser

Von mir gibt es 99°

13.02.2007 13:21:37
Imanuel

Eines der etwas schwächeren Bücher von Agatha Christie. Trotzdem ein Muss für jeden Agatha Christie Fan.
Mittlere Mittelstuffe.
Viel Vergnügen mit diesem Buch !!!

19.01.2007 21:57:04
Sally

Hierbei handelt es sich um ein Werk, in dem vier eigenständige Kurzgeschichten erzählt werden. Bei der einen war ich erstaunt, dass Poirot sie so superschnell lösen konnte, und bei einer anderen dachte ich mir, Hercule könnte mal einen Zahn zulegen. Das war dann zu sehr in die Länge gezogen. Aber trotzdem ein nettes Buch für zwischendurch oder für Leute, die nicht gerne lang ein und die selbe Geschichte lesen.

14.09.2004 14:55:15
Elmar

Im Gegenteil, abgesehen von "Ein Indiz zuviel" - was eine wirklich langweilige, leicht durchschaubare Geschichte ist - sind die Erzählungen hervorragend, insbesondere "Murder in the Mews", eine Art \'umgedrehtes\' Locked-Roo-Mystery.

19.09.2003 08:17:18
Ali Esen

Eher langweilig, da vier Kurzgeschichten ohne rechte Story.