Scarpetta Factor

Erschienen: Januar 2010

Bibliographische Angaben

  • New York: G.P. Putnam's Sons, 2009, Titel: 'The Scarpetta Factor', Seiten: 494, Originalsprache
  • Hamburg: Hoffmann & Campe, 2010, Seiten: 6, Übersetzt: Nina Petri
  • München: Goldmann, 2012, Seiten: 576

Couch-Wertung:

45°

Leser-Wertung

-
Zum Bewerten, einfach Säule klicken.
 50° 100°

Zum Bewerten, einfach Säule klicken.

Bitte bestätige - als Deine Wertung.

Gebe bitte nur eine Bewertung pro Buch ab, um die Ergebnisse nicht zu verfälschen. Danke!

0 x 91°-100°
0 x 81°-90°
0 x 71°-80°
0 x 61°-70°
1 x 51°-60°
0 x 41°-50°
0 x 31°-40°
0 x 21°-30°
0 x 11°-20°
0 x 1°-10°
B:51
V:0
W:{"1":0,"2":0,"3":0,"4":0,"5":0,"6":0,"7":0,"8":0,"9":0,"10":0,"11":0,"12":0,"13":0,"14":0,"15":0,"16":0,"17":0,"18":0,"19":0,"20":0,"21":0,"22":0,"23":0,"24":0,"25":0,"26":0,"27":0,"28":0,"29":0,"30":0,"31":0,"32":0,"33":0,"34":0,"35":0,"36":0,"37":0,"38":0,"39":0,"40":0,"41":0,"42":0,"43":0,"44":0,"45":0,"46":0,"47":0,"48":0,"49":0,"50":0,"51":1,"52":0,"53":0,"54":0,"55":0,"56":0,"57":0,"58":0,"59":0,"60":0,"61":0,"62":0,"63":0,"64":0,"65":0,"66":0,"67":0,"68":0,"69":0,"70":0,"71":0,"72":0,"73":0,"74":0,"75":0,"76":0,"77":0,"78":0,"79":0,"80":0,"81":0,"82":0,"83":0,"84":0,"85":0,"86":0,"87":0,"88":0,"89":0,"90":0,"91":0,"92":0,"93":0,"94":0,"95":0,"96":0,"97":0,"98":0,"99":0,"100":0}
Jürgen Priester
Cornwell geht in die Seifenoper

Buch-Rezension von Jürgen Priester Aug 2010

Wenn man nach längerer Abstinenz wieder einen Scarpetta-Roman in den Händen hält und die vertrauten Personen in Aktion erlebt, ist es schon ein stückweit wie Nachhausekommen. Die unermüdliche, kompetente Kay Scarpetta, ihr grüblerischer Ehemann Benton Wesley. ihre quirlige Nichte Lucy Farinelli, der unverwüstliche Pete Marino und die altgediente Jaime Berger, seit der letzten Folge Lucys Lebensgefährtin Menschen, deren Lebensweg man über die Jahre verfolgen konnte, deren Schicksale von Patricia Cornwell anfänglich mit viel Zuneigung und Fantasie ausstaffiert wurden, die aber in der Folge bei steigender Popularität und steigendem Bankkonto der Autorin sträflich vernachlässigt wurden. Bei jedem neuen Roman hegt man die Hoffnung, dass Frau Cornwell endlich die Kurve kriegt und ihrem Ensemble einen spannenden Plot maßgeschneidert hat, doch davon sind wir weiter entfernt denn je.

Wer sich generell einen Thriller erhofft, wie auf dem Cover angekündigt, oder einen spannenden Kriminalfall erwartet, wie im Klappentext anklingt, wird enttäuscht werden. Wer glaubt, eine Gerichtsmedizinerin bei der Arbeit zu erleben, wird enttäuscht werden. Wer als Neuling in diese Serie einsteigen will, wird am Beziehungsgeflecht der Protagonisten verzweifeln, obwohl die Autorin versucht, in vielen Rückblenden Vergangenes aufzuarbeiten. Aber genau diese Rückschau wiederum kann die unentwegten Scarpetta-Fans vergraulen.

Scarpetta-Factor ist das Psychogramm einer Gruppe und das Soziogramm einer Gesellschaft in der Krise, wobei der Krimi bestenfalls als Camouflage dient.

Dabei beginnt alles gar nicht mal so schlecht. Lincoln Rhyme, das Forensik-Genie von Krimikollege Jeffery Deaver hätte mit Sicherheit seine Freude daran gehabt. mit welcher Beharrlichkeit Scarpetta ihre Erkenntnisse betreffs des Todeszeitpunktes einer ermordeten Frau verteidigt. Deren Leiche wurde, wie ein Augenzeuge berichtet, am Morgen aus einem Taxi heraus in der Nähe des Central-Parks abgelegt. Andere Zeugen wollen besagte Dame am Abend zuvor noch lebend gesehen haben. Doch Scarpettas Obduktion hat einen Todeseintritt vor mindestens 36 Stunden ergeben. Eine Kontroverse unter den Ermittlern entbrennt.

Diesen verheißungsvollen Auftakt lässt Cornwell leider in der Versenkung verschwinden und widmet sich lieber, wie wir das aus den vorangegangenen Folgen kennen, einer Nabelschau ihrer Protagonisten.

So müssen wir erleben, dass unsere einst so emsige Gerichtsmedizinerin gerade ein einziges Mal den Autopsiesaal betritt, sich ansonsten auf ihre Auftritte in Fernseh-Talkshows vorbereitet, zwar immer in Sorge, dass ihre Seriosität darunter leiden könnte. Doch ihr Bekanntheitsgrad und ihre Kompetenz (Der "Scarpetta-Factor") verpflichten sie, gerade in schweren Zeiten dem Volk eine moralische Instanz zu sein. Die Angst vor dem Terrorismus (9/11), die Weltwirtschaftskrise, damit einhergehende Verarmung und steigende Verbrechensraten machen sie tief betroffen. Nur die Erkenntnis, wer für all diese sozialen Missstände verantwortlich ist, scheint ihr nicht zu dämmern, dass es Spekulanten wie ihre Nichte Lucy sind, die mit ihren Millionen an der Börse zocken. Lucy hat gerade mal einen 9-stelligen Betrag (in Zahlen: 100.000.000) verspielt, weil sie auf den Rat ihrer neuen Finanzberaterin gehört hat. Das bekümmert nicht nur Tantchen, sondern belastet auch Lucys Verhältnis zu Jaime Berger, denn besagte Finanzberaterin ist seit Wochen spurlos verschwunden und Berger mutmaßt, dass Lucy mehr weiß, als sie zugibt.

Während die Damen sich mit den Problemen und Problemchen (zum Teufel, wo ist mein neuer BlackBerry?) der Oberschicht beschäftigen, sitzt Benton Wesley, der ehemalige FBI-Profiler und jetzige freiberufliche forensische Psychologe, in seinem akademischen Elfenbeinturm und kämpft mit den Dämonen der Vergangenheit. Die Ereignisse in seinem unfreiwilligen Exil scheinen ihn nachhaltig traumatisiert zu haben. In seiner Paranoia sieht er überall Gefahren lauern. Selbst den alten Kempen Pete Marino beäugt er misstrauisch, dabei will dieser seiner Donna Scarpetta nur ein treuer Sancho Pansa sein.

Neben all den raumgreifenden gedanklichen Spielereien schimmert ab und an auch mal das durch, mit dem sich Ermittler eigentlich beschäftigen sollten die Suche nach dem Täter. Es gilt die Botschaft einer singenden Weihnachtskarte (kein Witz) zu entschlüsseln oder den Inhalt eines bedrohlich wirkenden Päckchens, das sofort ein ganzes Bombenräumkommando in Alarm versetzt, zu untersuchen. Dabei weiß jeder stinknormale Leser bombensicher, was da drin ist.

Da das Weihnachtsfest droht, muss es gegen Ende der Geschichte etwas schneller gehen. Untersuchungen, die längst überfällig waren, werden auf einmal angegangen und führen wen wundert´s auch zu Resultaten. Verbindungen werden geknüpft und weisen auf eine Chimäre aus der Vergangenheit. Auch Patricia Cornwell hat einen Voldemort, dessen Name nicht genannt werden darf.

Auf den Punkt am 1. Weihnachtsfeiertag ist alles wieder Friede, Freude, Honigkuchen. Die Täter der gerechten Strafe zugeführt, Zwistigkeiten beigelegt, Misstrauen beseitigt. In Manhattans 2. Polizeirevier duftet es nach italienischen Spezialitäten, denn Kay Scarpetta bittet zu Tisch.

Wer Patricia Cornwells Scarpetta-Serie verfolgt hat, weiß, dass die Autorin viel Autobiographisches in ihre Erzählungen einfließen lässt. Es ist nicht nur die Figur der Kay Scarpetta, die man durchaus als Cornwells Alter Ego bezeichnen könnte, auch Lucy Farinelli mit ihrer sexuellen Orientierung und ihrem Geschäftssinn erinnert an den Lebensweg der Autorin. Die Scarpetta-Clique ist so was wie die Familie, die Cornwell nie gehabt hat, deshalb gebührt ihnen ihre besondere Aufmerksamkeit. So beschäftigt sich Scarpetta-Factor mehr mit dem innerfamiliären Konflikten als mit spannenden Kriminalfällen, was allzu sehr in Richtung Seifenoper abdriftet. Aber Human Interest verkauft sich auch gut und hat die kleine Patsy Daniels von früher zu einer der reichsten Schriftstellerinnen gemacht.

Der Scarpetta-Factor ist nur was für Leute, die unter Zwang stehen ...

Scarpetta Factor

Scarpetta Factor

Deine Meinung zu »Scarpetta Factor«

Hier kannst Du einen Kommentar zu diesem Buch schreiben. Wir freuen uns auf Deine Meinungen. Ein fairer, respektvoller Umgang sollte selbstverständlich sein. Danke!

Letzte Kommentare:
08.07.2016 13:45:50
Lakatos György

Bin ca. beim 10. Kommentar. Habe nach dem Scarpetta-Factor gegoogelt, weil ich nicht wusste, ob das Buch dank meinem holprigen Englisch nur so langweilig und überflüssig erscheint, oder ist es wirklich ein flop. Nun bin ich beruhigt.
Ich werde die restliche 100 Seiten zum Trotz (meiner Frau, von der ich das Buch als Geschenk bekommen habe und meinem Englisch zuliebe), weiterlesen. Schade aber sicher ist, das war mein erstes und letztes Buch von P. Cornwell.

23.05.2014 16:09:36
Oldman

Man kann zu diesem Machwerk der Vielschreiberin nur die Attribute " langweilig und überflüssig " heranziehen. Das ist kein Krimi, das ist Wortmüll. Cornwell hat ihre Heldin vollständig kaputtgeschrieben, dieses Buch ist der Tiefpunkt einer längeren Abwärtsphase. Habe die letzten 200 Seiten nur noch quergelesen, das war schon zuviel an Zeitverschwendung. Bitte Mrs. Cornwell, gönnen Sie ihrer Heldin und deren Anhang die letzte Ruhe !

11.02.2014 12:53:49
Hans Bulat

Ich habe das Buch als "preisreduziertes Mängelexemplar" erworben. Dieser Stempelaufdruck ist mit das Einzige was bei diesem Buch stimmt. Soviel gedankliches und sprachliches Rumgequatsche habe ich selten erlebt. Manche sogenannten Bestsellerautoren sollten nach dem 5. Buch endgültig Schluss machen.
Nur ja nicht kostenlos an irgendjemand weitergeben. Mit Schmackes rein in die grüne Papiertonne.

24.07.2013 16:09:56
Ehemaliger Fan

Als Kenner der Reihe Sage ich: Absoluter Müll, ein Machwerk gespickt mit logischen Fehlern und ständig umständlichen, rueckgewandten Erklaerungen. Gestoppt wird alles nur noch von einem wirklich unverständlichem Fall und ebendiesem Vorgehen.
Fehler: CNN wurde so eine Sendung niemals senden. Was soll das mit der Armbanduhr? Was war das fuer ein Quatsch mit der Bombe? Ein Mann hat alleine einen Mafiaclan besiegt? Lucy war auf der Forbesliste? Was kann Lucy denn eigentlich nicht? Ein Wolfgang spaziert aus einer Hochsicherheitszelle?
Ein altes Taxi steht wo nochmal? Ein Psychologe besitzt 30 Jahre alte Anzuege? Und was soll das mit der Musikkarte? Und natürlich das Essen am Ende. Insgesamt eine Beleidigung fuer jede Leser!

01.09.2012 14:47:06
Antje

Du meine Güte - die ersten Scarpetta-Bücher waren so toll, dass man sie alle in einem Rutsch verschlungen hat - aber jetzt kommt nur noch Quark! So einen Humbug habe ich schon lange nicht mehr gelsen. Die Personen agieren durchweg unlogisch und umsympathisch. Der "Fall" - so es ihn denn geben mag - spielt eine eher untergeordnete Rolle und zur Auflösung wird aus dem nichts der altbewährte Schuldige wie schon in unzähligen anderen Bänden bemüht - das ist doch absoluter Quatsch! Und auch über Scarpettas geniale Kochkünste mag man nach dem xten Mal auch nichts mehr hören! Das langweilt und nervt nur noch. Liebe Frau Cornwell - machen Sie mal eine Pause oder hören sie ganz auf!

19.08.2012 22:05:29
IsaR

Als langjähriger Scarpetta-Fan war ich ziemlich enttäuscht. Zu viel aus der Vergangenheit erzählt, zu wenig neues. Die Spannung hat mir gefehlt. Für Einsteiger bestimmt geeignet, für alte Hasen weniger. Aber man verzeiht es Patricia, denn ihre Bücher sind normalerweise einfach 1.Klasse! Werde garantiert weiter lesen.

17.08.2012 17:48:58
enena

Cornwells "Scarpetta Factor" lohnt sich nicht zu lesen: Ein klein wenig Spannung kommt, wenn überhaupt, auf den Seiten 200-400 auf. Die restlichen der über 600 Seiten wimmeln von langweiligen Beschreibungen, Erklärungen, Gefühlsduseleien und skurrilen Dialogen, in denen die sich Unterhaltenden selten auf das Gesagte eingehen. Das Lesen strengt an und befriedigt nicht. Die Story ist verworren, wird jedoch an so vielen Stellen erklärt und wiederholt und am Ende nochmal aufgedröselt und erklärt, dass man sie zwar versteht, aber nicht mit "Aha-Effekt", sondern eher mit "Was soll der Mist?"-Fragezeichenauf der Stirn. Empfehlung: Lieber ältere Cornwells lesen und von diesem die Finger lassen.

22.06.2012 08:32:18
elke rogers

Ich bin jetzt bei der "Bombenentschärfung" und entschärfe jetzt das Buch - indem ich es -den Rest ungelesen - zu Oxfam bringe. Sollen sich andere drüber ärgern und langweilen! Die Autorin hätte schon vor einigen Büchern aufhören sollen und hätte ich dieses nicht geschenkt bekommen - gekauft hätte ich es eh nicht.
Selbst als Familienroman oder gesellschaftskritische Abhandlung mit sozialer Kritik taugt es nicht. Ein einziger "Schmarrn".

11.06.2012 00:10:52
antoniagrey

sehr enttäuschend- auch ich habe dieses Buch nach 100 Seiten entnervt aus der Hand gelegt.
Teilweise völlig wirr, liest man am nächsten Tag weiter, weiß man keinen Zusammenhang mehr-wahrscheinlich ist da keiner.
Die Spannung, die kommt in diesem Buch wohl nicht vor, ich fand es sehr langweilig.
Die Gerichtsmedizinerin taucht in ihrem
Beruf auch so gut wie nicht auf.
Das ist nicht die Cornwell, die ich kenne!

05.06.2012 10:09:01
Schneeglöckchen

Ich lege dieses Werk jetzt aus der Hand und glaube nicht, daß ich es jemals zu Ende lesen werde. Diese ellenlangen Dialoge, aus denen der Roman zu 90% besteht, sind ermüdend. Auch sind sie so angelegt, daß ich mich bei den meisten Fragen und Antworten frage, was sie bedeuten. Da wird dann z.B. gesagt, "er merkte schon, was er meinte (worauf er anspielte, etc.), der Leser es aber lange Zeit nicht erfährt. Das ist langweilig und macht ungeduldig.
Auch ist dauernd jemand wütend ( ihre Wut kroch herauf, ebbte ab), meistens kann der Leser nicht nachvollziehen, warum, ja weiß nicht einmal, daß die Person überhaupt wütend war. Es wird soviel Nebensächliches erwähnt und ausgebreitet, mir ist das eindeutig zuviel, obwohl ich atmosphärisch dichte Romane mag. Man hat wirklich den Eindruck, eine schlechte Soap zu lesen. Persönliche Probleme und Befindlichkeiten sollten nicht einen derart breiten Raum einnehmen, es sei denn, sie sind für den Ablauf wichtig.Es war bestimmt ein Fehler, dieses Buch als erstes der Scarpetta-Reihe zu lesen, doch lasse ich nun die Finger von den anderen. Keine einzige Figur hat meine Sympathie errungen.
Ich habe in meinem Leben schon unzählige Bücher gelesen, jeglicher Art, ich bin da offen und neugierig. Dieses gehört für mich zu den schlechteren.

04.05.2012 21:19:10
Jan

Ich schleppe mich seit 4 Wochen durch diesen Roman und nach jeder Seite mit einem neuen Hoffnungsschimmer. Jedoch für nichts. Ich dachte mir ich les es noch zu Ende, um das sonst so spannende "Finale" zu geniesen. Dieses Finale erstreckte sich knapp über eine halbe Seite, oder über das halbe Buch, je nachdem wie man es sehen will.
Hinten, unter dem "klapptext" steht bei mir etwas von "ist noch nie so auf die Psyche der Charaktere eingegange. Dies bestreite ich nicht, ich bestätige es sogar. Aber aus mehr besteht diese Buch für mich nicht.
Wie Urusl Kurth schon sagte, manchma Charaktere die man in den früheren Büchern sehr mochte erscheinen nun sehr unsymphatisch, z.b. Lucy.
Außerdem wird man ständig mit den selben Themen gelangweilt.

07.04.2012 18:17:45
Urusla Kurth

Fand das Buch fad.War enttäuscht.Leider auch schon vom letzten Buch.Ständig die Gemütsverfassung ihrer Personen.Lucy entwickelt sich zur unsympatischen Charaktere. Auch das Verhältnis Bentons
zu Marino nervt langsam.Sollte eine weitere Folge kommen,hoffe ich ,daß es besser wird. Es müssen auch keine 570
Seiten sein.

12.03.2012 09:57:00
A. D.

Patricia Cornwell hätte die Serie mit "Brandherd" - dem 9. Roman, abschließen sollen - das wäre meiner Meinung nach der richtige Zeitpunkt gewesen. Bis dahin waren die Romane interessant und spannend. Da hat wohl leider das Geldverdienen die entscheidende Rolle gespielt. Schade!

29.10.2011 10:17:17
Ruth

Habe in der Hälfte aufgehört zu lesen. Sich ständig wiederholende Beschreibungen von Gefühlen ( zB Bentons Zorn auf Marions). Sehr anstrengend, völlig unrealistisch und langweilig. Doch auch schon "Staub" fand ich miserabel. Kein Mensch benimmt sich wie Cornwells Protagonisten. "Lässt" sie durch vielleicht ein Computerprogramm schreiben? Nach dem Motto, man gibt ein Stichwort ein und das Programm rankt ein paar Sätze drumherum?

27.04.2011 10:36:32
housemeister71

Nach dem Lesen von fast allen Scarpetta Romanen muss ich der Autorin leider attestieren, dass sie in eine etwas willkürlich anmutende Konstruktion von Kriminalromanen zurückgefallen ist. Waren die Bücher von Patricia Cornwell früher interessant aufgebaut und mit überraschenden Wendungen und einem durchgängigen Spannungsbogen versehen, so ist dieser Roman viel zu langatmig. Das ganze Geschehen hätte sich auf weniger als 400 Seiten komprimieren lassen. Außerdem ist das Finale im letzten Viertel des Romans leider sehr früh absehbar und wirkt doch zu sehr konstruiert, da unter anderem ein Motiv aus einem älteren Romane wieder auftaucht. Vielleicht führt dieser Punkt ja dazu, dass die Autorin sich wieder mehr ihren originären Fähigkeiten widmet, dem Schreiben spannender Kriminalromane.

Positiv aufgefallen ist mir, dass die Chraktäre der handelnden Personen detaillierter beschrieben werden und auch die Schattenseiten hoch begabten Ermittler und Juristen dargestellt werden. Vor allem wird nicht wieder das ganze Arsenal von super technischen Ermittlungsmethoden und Tools beschworen. Die Aura der super Lucy bekommt Risse und auch moralische Schattenseiten werden dargestellt.

05.02.2011 14:43:04
Jutta Hag

Ich habe das Buch nur halb gelesen, dann hat es mir gereicht. Ich war gelangweilt, enttäuscht und auch ein bischen wütend über dieses wirklich miserable Geschreibsel. Besonders stört mich das so schlecht gewordene Verhältnis von Kay zu Marino. Das Thema "P.C." ist für mich abgehakt. Ich habe das Buch verschenkt an jemanden, der noch nie P.C. gelesen hat und bin nun sehr gespannt auf die Rückmeldung. Dem Beschenkten gegenüber habe ich mir natürlich jeden Kommentar verkniffen.
Schade, es war mal eine tolle Zeit mit Kay; aber alles hat mal ein Ende.

10.11.2010 20:49:21
Cebe

Ich bin gerade noch damit beschäftigt, den Roman zu lesen - auf Englisch, weil ich es \'original\' lieber mag. Die negative Kritk weiter oben kann ich zwar verstehen, aber nicht bestätigen. Auch Cornwell wird älter - wie wir alle -, so finde ich es vollkommen natürlich, dass der Tenor der Romane sich ebenfalls verändert. Ob dieser tatsächlich auf der besagten \'depressiven Schiene\' liegt, kann ich noch nicht beurteilen, da denke ich jedoch : Auch nicht mehr als vorher. \'Postmortem\' ist mein Lieblingsroman von PC, aber es liegen zwei Jahrzehnte zwischen ihm und \'Scarpetta Factor\' - ich fände es ehrlich gesagt bedenklicher, wenn ihre Romane sich nicht verändern würden. Vielleich sollte der, der es forensischer oder blutiger/spannender?? mag, sich einen anderen Autor aussuchen. Ich persönlich finde PCs Beschreibung der Hauptcharaktere und Gesamtsituation nach wie vor fesselnd, mit \'Seifenoper\' hat das m. E. überhaupt nichts zu tun. Wie gesagt - die Geschmäcker (und die Persönlichkeiten) wandeln sich, entweder, man geht mit ihnen, oder eben nicht. Für mich hatte Cornwell ihren Tiefpunkt mit \'Die Dämonen ruhen nicht\', das war mit bei weitem zu derb und völlig faszinationslos, seit \'Scarpetta\' und nun dem \'Scarpetta Factor\' geht es für mich wieder steil nach oben.

04.11.2010 09:39:52
Stephanie

Ich hatte mich so darauf gerfeut-und dann sowas!
Ich bin sehr enttäuscht. Es kam in keinster Weise an die früheren Bücher wie zbBrandherd oder deren Vorgänger ran.
Mittlerweile gibt es wirklich bessere Schriftsteller die diese Art von Büchern wirklich beherrschen und spannend rüberbringen.
So wie Patricia Cornwell das früher auch mal konnte!
Schade!

24.10.2010 19:24:01
Susanne Heumann

Ich finde dieses Buch wirklich Mist. Die Spannung hab ich nicht gefunden. Nur persönliche Probleme wurden erörtert. Während des Lesens hab ich mich wirklich gefragt, ob Patricia Cornwell dieses Buch geschrieben hat. Die ersten Bücher von ihr mit Kay Scarpetta waren sehr gut, spannend und kurzweilig geschrieben, aber seit "Brandherd" hab ich kein gutes Buch mehr von ihr gelesen.

28.09.2010 22:03:16
Anela

Für mich als grossen Scarpetta-Fan, leide ein wiederum enttäsuchendes Buch. Bereits die letzten Bücher hatten den alten Scarpetta-"Faktor" vermissen lassen, dieses Buch war um kein Bisschen besser. Alles in allem sind die Charaktere alle schwer deprimierend und negativ. Die Geschichte ist zwar (relativ) spanned aber zieht sich unendlich in und anstelle von 570 Seiten hätte man gut mit 200 weniger auskommen können.

Ich hoffe Cornwell kommt wieder von dieser "Alles ist schlecht Schiene" runter und vermag einem das lesen ihrer Scarpetta-Bücher wieder etwas erleichtern damit. Leider war es auch diesmal wieder nicht lesespass pur für mich. Schade.

08.09.2010 10:55:52
wolke777

Hallo, ich kann mich hier nicht in die Reihe der Befürworter des Scarpetta Factors einreihen.
Natürlich schreibt Patricia Cornwell immer noch gut, aber die Geschichte ist total langweilig, wieder geht es nur um die privaten Probleme der Hauptfiguren. Das gehört auch in einen guten Krimi, aber im Vordergrund sollte doch ein spannender Fall stehen. Das Buch ist langatmig, nicht spannend und extrem uninteressant.
Ich war froh, als ich es endlich durch hatte und über den lächerlich kurzen Schluß, der wirklich an den Haare der plötzlich auftauchenden Person aus dem Untergrund herbei gezogen wirkt, möchte ich mich gar nicht erst auslassen.
Für mich eine große Enttäuschung - einmal mehr!

04.09.2010 22:20:22
Mareike

Vielen, vielen, herzlichen Dank, Herr Rohnfelder, fürs Quentchen zu viel! Die Leser (und vor allem ich) hier werden es Ihnen sicher danken...Warum muss man hier sowas Entscheidendes verraten? Ziemlich unfair.
Hab das Buch hier liegen und hab mich bis eben darauf gefreut...
Super! Klasse! *ironieoff*

31.08.2010 14:07:09
manni

Mit dem Scarpetta Faktor schliesst sich der
Kreis aller voerhergegangenen Romane.
Ich finde es sehr erstaunlich das Cornwell nach wie vor spannend erzählt und auch
mit ihren Protagonisten ziemlich ruppig umgeht. Alle Beteidigten wirken mitgenommen und längst nicht mehr so edel und unantastbar wie zu Beginn der Serie. Diesen Spannungsbogen zu halten und immer wieder das Interesse für Scarpetta zu wecken, das muß man ihr lassen, das kann sie. Jetzt bin ich mal gespannt wie es weiter geht. Irgendwann werde ich alle Scarpetta nochmals lesen u.
kann jedem nur empfehlen die Serie wenn überhaupt von anfang an zu lesen und mitzufiebern.

30.08.2010 15:18:10
Dr. Dieter Rohnfelder

Noch nichts von Krimi.couch.de [doch: jetzt! Aber weit von des Doktors Wertungsrängen entfernt...]??
Soviel sei noch verraten, dass der taxifahrende Gärtner nicht der Mörder ist. Und mein Wusch am Schluss meines Kommentars zu "Die Dämonen ruhen nicht" ist nicht in Erfüllung gegangen: nach 6 Jahren und 4 Scarpetta-Romanen ist er wieder zurück!!
Auch wenn viele wieder meckern werden: ich finde das Buch spannend. Seit "Scarpetta" wird wieder im Imperfekt erzählt, auch wieder geradlinig und überschaubar (man kommt wieder gut mit).
Der titelgebende "Scarpetta-Faktor" ist ihre fachliche Kompetenz und Unabhängigkeit (die sich bei der Bestimmung des Todeszeitpunkts der Joggerin wieder erweist).
Endlich kann ich mal wieder 88° vergeben.