Defekt

Erschienen: Januar 2007

Bibliographische Angaben

  • London: Little, Brown, 2005, Originalsprache
  • Hamburg: Hoffmann & Campe, 2007, Seiten: 6, Übersetzt: Franziska Pigulla, Bemerkung: gekürzt
  • München: Goldmann, 2009, Seiten: 416, Übersetzt: Karin Dufner
  • München: Goldmann, 2014, Seiten: 472

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Sabine Reiß
Kay Scarpetta - ein Fossil?

Buch-Rezension von Sabine Reiß Aug 2006

Der Höhepunkt des Erfolgs der Kay Scarpetta-Reihe von Patricia Cornwell wird Ende der 90er-Jahre gewesen sein. Ihr Bücher verkaufen sich zwar noch immer gut, doch inzwischen ist sie wahrscheinlich von Autorinnen wie Karin Slaughter oder Kathy Reichs in der Lesergunst überholt worden, denen sie mit ihren Gerichtsmedizin-Thrillern ohne Zweifel den Weg geebnet hat.

Eine Modernisierung der Figur Kay Scarpetta war unausweichlich. Irgendwann gehen dem besten Autor die Ideen aus, wenn er sich nur noch in eingefahrenen Bahnen bewegt. Entweder er fährt so weiter und die Leser langweilen sich früher oder später (wie bei Donna Leon), ein neuer Ermittler muss ans Werk (wie bei Anne Holt oder Henning Mankell) oder die Hauptfigur durchlebt einen mehr oder weniger tiefen Wandel, den viele Anhänger nicht gutheißen und sich das Altbewährte zurückwünschen (in etwa wie bei Martha Grimes). Man kann es offensichtlich niemandem recht machen. Patricia Cornwell wählte den dritten Weg und hat teilweise herbe Kritik für ihre drei Bücher geerntet, in denen sie Kay immer wieder mit dem gleichen abgedrehten Typen (Jean-Baptiste Chandonne alias Werwolf) konfrontiert hat. Die Wende zu einem wieder etwas normaleren Plot - soweit man das von ihren Büchern überhaupt sagen kann - schaffte sie mit Staub, das allerdings so normal war, das es über mittelmäßige Bewertungen kaum heraus kam.

Viele Fälle auf kleinem Raum

Inzwischen ist die ehemalige Chefpathologin Leiterin der National Forensic Academy in Hollywood, die von ihrer Nichte Lucy gegründet wurde und die sich der Aus- und Weiterbildung junger Pathologen, Ermittler und Wissenschaftler widmet. Aber als beratende forensische Pathologin von Broward County mischt sie auch noch in aktuellen rätselhaften Fällen mit, ebenso wie ihr langjähriger Freund Pete Marino, der ehemalige Polizist, nun ebenfalls an der Akademie tätig. Unter anderem beschäftigt sie der Tod eines angesehenen Neurologen, bei dem nicht klar ist, ob es sich um Selbstmord oder Mord handelt. Marino hatte hierzu einen anonymen Anruf erhalten.

Auch das Verschwinden zweier Frauen mittleren Alters, die zwei südafrikanische Waisenjungen in Pflege hatten, gibt ihnen Rätsel auf. Angeblich stammt der Telefonanruf bei Kay von einer alten Dame namens Dagmara Simister, einer Nachbarin, die sich Sorgen macht, dass ihnen etwas passiert sein könnte. Die Polizei, die das Haus bereits auf Ersuchen der Kirchengemeinde in Augenschein nahm, kam allerdings zu dem Schluss, dass die beiden Frauen das Haus nicht gegen ihren Willen verlassen haben. Ein Besuch bei Mrs. Simister wirft noch weitere Fragen auf, denn Pete Marino findet die alte Dame tot in ihrem Schlafzimmer, erschossen mit einem Schrotgewehr. Auch hier sieht es im ersten Augenblick wie Selbstmord aus.

Währenddessen ist Benton Wesley, Kays Lebensgefährte, von Beruf forensischer Psychologe und Ex-FBI-Angestellter, in einem Projekt namens BESTIE tätig, in dem die Gehirnstruktur von Serienkillern untersucht wird. Auch er hat alle Hände voll zu tun, denn daneben wird er auch zu einem aktuellen Fall hinzugezogen. Die Leiche einer Frau weist seltsame Zeichen auf: An den Brüsten und den Schenkeln des toten Körpers sind rote Hände aufgemalt. Lucys neueste Eroberung, eine Frau, die sie in einer Bar aufgerissen hat, hat ebenfalls eine solche Körperbemalung. Irgendjemand scheint mit Scarpetta, Marino und Lucy ein grausames Spiel zu spielen und das ist noch lange nicht zu Ende...

Der rote Faden erscheint erst ganz zum Schluss

Selbst für langjährige Cornwell-Fans erscheint der Beginn des Romans etwas wirr. Den bekannten Figuren hat die Autorin etwas veränderte Rollen zugewiesen und lässt diese so agieren, als wüsste der Leser bereits darüber Bescheid. In etwa ähnlich verwirrend muss dies auf jemanden wirken, der mit Defekt neu in die Serie einsteigt. Nachdem man sich mit den Gegebenheiten vertraut gemacht hat, kommt man langsam in Schwung, nur um im Mittelteil bedauerlicherweise wieder ausgebremst zu werden. Patricia Cornwell reiht Tote und Untersuchungen aneinander, die in keinem Zusammenhang zu stehen scheinen. Dazu kommen noch Querelen und Geheimnisse der Hauptpersonen untereinander, die eine ungemütliche Atmosphäre schaffen, so dass sich alsbald Langeweile breit macht.

An diesem Punkt heißt es: durchhalten! Wer entnervt aufgibt, dem entgeht, wie die Autorin eine erstaunliche Auflösung zimmert, bei der eigentlich keine Fragen mehr offenbleiben. Wenn wundert es da, dass die Handlung insgesamt konstruiert wirkt. Wie sollte man ansonsten über einige Todesfälle und Bundesstaaten einen Bogen spannen können? Dennoch, das Ende fesselt wieder etwas mehr und verschafft dem Buch wenigstens ein paar Pluspunkte.

Patricia Cornwell hat sich weit entfernt von ihrem ursprünglichen Schreibstil. Dass sie ihre Romane nunmehr seit geraumer Zeit im Präsens verfasst, ist eine Sache. Die andere ist, dass sie ihre Protagonistin nicht mehr in Ich-Form erzählen lässt. Beides sind Details mit denen man leben kann und die nicht über Hopp oder Topp bei der Bewertung entscheiden. Leider hat sie die Anziehungskraft ihrer Pathologin etwas nachgelassen, seit sie ihren Chefposten verlassen hat. Cornwell hat seitdem ein Kay-Scarpetta-Universum geschaffen, in dem sich alles nur um sie und ihre Mitstreiter dreht und die große Verschwörung diese nicht so heile Welt bedroht. Den Schwenk hat die Autorin bereits eingeleitet, an der Umsetzung hapert es jedoch immer noch. Mehr als Mittelmaß ist bei Defekt wieder nicht herausgekommen und das, obwohl die Autorin in ihren Anfängen weitaus spannendere Krimis abgeliefert hat.

Defekt

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Letzte Kommentare:
05.07.2017 20:24:15
Anke

Dieses Buch ist befremdlich, der Leser fühlt sich in der Geschichte nicht mehr wohl. Sehr sehr schade. Charaktere bzw. alt bekannte Figuren werden so verändert dargestellt, dass es regelrecht weh tut. Dieses Buch ist leider eine Quälerei. Man fühlt sich irgendwie verraten. Die gewohnte Ich- Form wird schmerzlich vermisst. Man vermutet wirklich, dass PC nicht mehr selber schreibt...

17.12.2012 07:10:53
K.D.

ich habe gerade wieder mit dem ersten Scarpetta Roman angefangen (ich lese sie zum 2. oder 3. mal) und stolpere jetzt bei - Das letzte Revier - über die Präsensform. Ich komme damit nicht zurecht, die Bücher wirken ab hier hölzern und nicht mehr *griffig* zu lesen. Ab Defekt kommt wieder etwas mehr Spannung und Lesefreude auf, aber momentan quäle ich mich schon sehr durch die Serie. Schade, aber ich muss Sabine Reiss absolut Recht geben.

30.09.2010 21:01:28
Angelika

Ich wünsche einen wunderschönen guten abend, ich bin neu hier und ich wollte mal fragen, ob es ein weg gebe mit ihnen (den kritiken schreibern) normal zu schreiben!
ich würde mich einfach nur gerne mit leuten unterhalten über ihre (patricia cornwell) kay scarpetta reihe.


bitte um antworten, angelika

16.08.2009 17:38:37
Dr.Dieter Rohnfelder

Ich bin zwar ein absoluter Fan der Kay-Scarpetta-Reihe, kann die Kritik der anderen Leserinnen und Leser aber sehr gut verstehen. Der Wechsel der Erzählperspektive und das Präsens seit "Die Dämonen ruhen nicht" ist nicht nur eine Stilfrage, sondern erschwert das Verständnis der Handlung. Vorher, als ausschließlich aus der Perspektive von Kay Scarpetta erzählt wurde, verfügte man als Leser über ihre Informationen (ergänzt durch Erkenntnisse von Marino, Lucy und Benton). Jetzt zerfasert die Handlung in mehrere zunächst völlig zusammenlose Stränge, die erst ganz zum Schluss zusammengefügt werden. Inge hat recht: man wird das Buch 2x lesen müssen, um es wirklich zu verstehen - das war früher nicht nötig!
Als "Einstieg" kann ich "Defekt" keinesfalls empfehlen. Man sollte die "Kay-Scaarpetta_Romane" am Besten "der Reihe nach" lesen, um die Entwicklung der Hauptfiguren wirklich nachvollziehen zu können.

03.04.2009 17:07:50
Patti

Leider gehöre auch ich zu den großen Fans der "alten" Cornwell-Bücher, die seit der Stiländerung ein echtes Problem haben: Ich will wissen, wie es mit diesen interessanten Menschen weitergeht und bin doch bei jedem neuen Buch aufs Neue enttäuscht über den abgehackten und seelenlosen Schreibstil und - ganz besonders bei diesem Buch - die seltsamen Wendungen der einzelnen Protagonisten.

Eine Crew, die sich seit Jahren kennt und schätzt besteht plötzlich nur noch aus Misstrauen und unausgesprochenen Eventualitäten? Schade. Ich ärgere mich über das Geld für das Buch... und das nächste liegt doch schon wieder im Regal.

26.03.2009 14:30:30
küstengucker

Seit der "Auferstehung" Bentons und der "Flucht" Kays nach Hollywood (Florida) haben die Romane stark nachgelassen. Kay und ihre Mitstreiter wirken plötzlich wie isolierte Fremdkörper in einer Umgebung die sich dem Leser - zumindest mir - nicht mehr erschließt. Alles wirkt irgendwie deplaciert, ohne Bindung, seelenlos, lieblos.

Dies mag auch daran liegen das nicht nur Kay ihre Wurzeln verloren hat, sondern das ihre Mitstreiter einen immer größeren Raum in den Büchern einnehmen und sich dabei rapide verwandeln.

So ist der ehemalige Vertraute Marino, der trotz all seiner Macken und Nachteile immer irgendwie sympathisch blieb, nun ein Mensch geworden "in dessen gegenwart sich Kay immer seltener wohl fühlt" - wie sie es selbst ausdrückt.

Benton ist immer noch der schlaf- und rastlose Forscher und Lucy - nun über Lucy möchte ich eigentlich nicht viel Worte verlieren, da sie in meinen Augen einer der Hauptgründe für den rapiden Verfall der Lesbarkeit der Bücher ist. Wenn eine Person einfach alles gut kann, ein wahres Kampfmonster ist, Software-Entwickler, Hubschrauberpilot und und und, dann helfen auch all die seelischen Verletzungen nicht mehr um dies irgendwie auszugleichen und Sympathie zu erwecken. Ich habe jedesmal innerlich gestöhnt wenn der Handlungsstrang wieder auf sie zuging und war froh wenn es vorbei war.

Insgesamt besser als die letzten Vorgängerbücher, aber wäre dies mein erster Kay Scarpetta Roman gewesen hätte ich mich dennoch nie für einen zweiten interessiert...

Daher keine Empfehlung von mir.

05.02.2009 11:28:59
Andrea

Zugegeben, ich gehöre auch zur Gruppe der Ex-KS_Fans. Seit die Autorin im Präsens schreibt, geht es bergab. Die Figuren werden immer abgedrehter - vor allem Super.Lucy, Benton ersteht von den Toten wieder auf, Marino mutiert zum Rocker. ich war sogar lange davon überzeugt, dass Patricia Cornwell schreiben lässt und nur noch ihren Namen druntersetzt. Bei dem Roman "Staub" wollte ich eigentlich aus der Serie aussteigen, habe dann aber "Defekt" bekommen und fand es durchaus lesbar. Wenn man sich beim lesen damit abgefunden hat, dass rund 5 auf den ersten Blick zusammenhanglose Handlungsstränge parallel erzählt werden, die dann zum Schluss hin auf die seltsamste Art und Weise zu einem sinnvollen Ganzen zusammengefügt werden, ist das Buch spannend geschrieben und man lernt auch wieder was dazu, diesmal aus dem Bereich "dissoziative Störungen". Einem "Neuling" der Serie kann man das Buch nicht empfehlen, aber einem Kenner könnte es gefallen.

05.02.2009 11:28:31
Andrea

Zugegeben, ich gehöre auch zur Gruppe der Ex-KS_Fans. Seit die Autorin im Präsens schreibt, geht es bergab. Die Figuren werden immer abgedrehter - vor allem Super.Lucy, Benton ersteht von den Toten wieder auf, Marino mutiert zum Rocker. ich war sogar lange davon überzeugt, dass Patricia Cornwell schreiben lässt und nur noch ihren Namen druntersetzt. Bei dem Roman "Staub" wollte ich eigentlich aus der Serie aussteigen, habe dann aber "Defekt" bekommen und fand es durchaus lesbar. Wenn man sich beim lesen damit abgefunden hat, dass rund 5 auf den ersten Blick zusammenhanglose Handlungsstränge parallel erzählt werden, die dann zum Schluss hin auf die seltsamste Art und Weise zu einem sinnvollen Ganzen zusammengefügt werden, ist das Buch spannend geschrieben und man lernt auch wieder was dazu, diesmal aus dem Bereich "dissoziative Störungen". Einem "Neuling" der Serie kann man das Buch nicht empfehlen, aber einem Kenner könnte es gefallen.

05.02.2009 11:28:04
Andrea

Zugegeben, ich gehöre auch zur Gruppe der Ex-KS_Fans. Seit die Autorin im Präsens schreibt, geht es bergab. Die Figuren werden immer abgedrehter - vor allem Super.Lucy, Benton ersteht von den Toten wieder auf, Marino mutiert zum Rocker. ich war sogar lange davon überzeugt, dass Patricia Cornwell schreiben lässt und nur noch ihren Namen druntersetzt. Bei dem Roman "Staub" wollte ich eigentlich aus der Serie aussteigen, habe dann aber "Defekt" bekommen und fand es durchaus lesbar. Wenn man sich beim lesen damit abgefunden hat, dass rund 5 auf den ersten Blick zusammenhanglose Handlungsstränge parallel erzählt werden, die dann zum Schluss hin auf die seltsamste Art und Weise zu einem sinnvollen Ganzen zusammengefügt werden, ist das Buch spannend geschrieben und man lernt auch wieder was dazu, diesmal aus dem Bereich "dissoziative Störungen". Einem "Neuling" der Serie kann man das Buch nicht empfehlen, aber einem Kenner könnte es gefallen.

05.02.2009 11:26:59
Andrea

Zugegeben, ich gehöre auch zur Gruppe der Ex-KS_Fans. Seit die Autorin im Präsens schreibt, geht es bergab. Die Figuren werden immer abgedrehter - vor allem Super.Lucy, Benton ersteht von den Toten wieder auf, Marino mutiert zum Rocker. ich war sogar lange davon überzeugt, dass Patricia Cornwell schreiben lässt und nur noch ihren Namen druntersetzt. Bei dem Roman "Staub" wollte ich eigentlich aus der Serie aussteigen, habe dann aber "Defekt" bekommen und fand es durchaus lesbar. Wenn man sich beim lesen damit abgefunden hat, dass rund 5 auf den ersten Blick zusammenhanglose Handlungsstränge parallel erzählt werden, die dann zum Schluss hin auf die seltsamste Art und Weise zu einem sinnvollen Ganzen zusammengefügt werden, ist das Buch spannend geschrieben und man lernt auch wieder was dazu, diesmal aus dem Bereich "dissoziative Störungen". Einem "Neuling" der Serie kann man das Buch nicht empfehlen, aber einem Kenner könnte es gefallen.

01.01.2009 10:18:33
Sandra

Ich habe schon einige Kay-Scarpetta-Romane älteren Datums gelesen, die mir immer sehr gut gefallen hatten.

Durch das Buch "DEFEKT" habe ich mich jedoch regelrecht durchgequält.

Es werden meiner Meinung nach zu viele unterschiedliche Handlungen dargestellt, so dass man schnell den Überblick verliert, bei welchem Fall man sich gerade befindet. Eigentlich ist man gut beraten, das Buch ein zweites Mal zu lesen, um auch alle Zusammenhänge zu erkennen.

Vor allem finde ich es sehr schade, dass den Konflikten und Problemen, die die einzelnen Personen miteinander haben, so viel Raum gegeben wird.

Das, was mich früher so an KS-Romanen gereizt hat, nämlich die Ermittlungen, die Beschreibungen der Tätigkeiten, das alles tritt mir viel zu sehr in den Hintergrund.

Und auch das Ende kommt für mich zu plötzlich und scheint recht konstruiert.

Also alles in allem ein Buch, das ich nicht weiterempfehlen würde.

23.12.2008 07:45:03
Claudia

Ich habe sämtliche KS-Romane gelesen - mit voller Begeisterung!

Aber dies hier ist einfach nur Schrott!!

Mühsam zum lesen, sehr verworren, überall lose Fäden - ich habe es nur fertig gelesen, weil ich immer dachte, es kommt noch besser.

Dieses Buch würde ich niemandem empfehlen.

Schade..aber ich denke, die beste Zeit für KS ist bereits vorbei.

03.12.2008 13:01:09
moenchen

Ich kann leider auch nichts anderes schreiben, wie die anderen. Ich muss mich deren Meinungen anschließen. Ich habe zwar von Patricia Cornwell bisher noch nicht all zu viel gelesen, aber ich finde den Schreibstil (präsens) sehr entfremdet. Zudem ist das Buch "Defekt" sehr verworren, so dass ich im Mittelteil abgebrochen habe, da ich nicht mehr gut mitgekommen bin und es dadurch für mich langweilig wurde. Vielleicht werde ich es irgendwann fortführen, aber bestimmt nicht so schnell.

12.06.2008 10:27:19
tedesca

Ich muss mich leider auch der Meinung anschließen, dass die Kay-Scarpetta-Romane seit "Staub" ihren besonderen Reiz verloren haben. Kay's Geschichte und die ihrer Mitstreiter wird immer unwahrscheinlicher, auch immer lebensfremder, verliert ihren Charme. Leider!

Dieses Buch fand ich zwar ganz spannend, aber im Grunde wirkt die Handlung auch sehr an den Haaren herbeigezogen.

Ich würde dieses Buch sicher nicht weiterempfehlen.

09.06.2008 23:31:41
Brigitte

Ich fand das Buch gut, spannend von Anfang bis Ende und ich habe auch alle Bücher von Patricia Cornwell gelesen. Im Gegensatz zu der hier allgemeinen Meinung, sehe ich die Entwicklung der Charaktere als nachvollziehbar. Was erwartet der Leser, eine heile Welt? Bei den Jobs bleibt nicht viel Zeit für Gefühle. In der Hoffnung, dass wir noch viele Bücher von Patricia Cornwell zu lesen bekommen, wünsche ich allen anderen Lesern die den Krimi noch vor sich haben, viel Spaß und Spannung.

02.02.2008 08:58:17
Inge

Wer als erstes Buch "Defekt" liest, hat keine Lust, sich weitere KS-Romane zu kaufen. Ich habe alle Rome der KS-Reihe schon mehrmals gelesen, Einfach toll! Aber seit "Staub" und ohne die Ich-Form fühlt es sich nicht mehr richtig an, wenn man die Anfange kennt. In "Defekt" herrscht ein solches Durcheinander, dass man es bestimmt 3x lesen muss, um alles zu verstehen.

28.01.2008 02:20:14
Rolf.P

Die Handlung ist verworren und verzettelt, die Zusammenhänge fehlen und die Gedankengänge sind teilweise nicht nachvollziehbar.
Leider bleiben bei der Beschreibung von Brutalität die Handlung und die Charaktere von Kay Scarpetta und ihrem Team auf der Strecke. Das Ende ist nicht unbedingt spannend und auch nicht überraschend.
Große Begeisterung kommt nicht auf, das haben wir schon besser gelesen!

26.01.2008 17:40:02
Janine

Als eingefleischter Scarpetta-Fan: EINE ENTÄUSCHUNG! Nicht so sehr die Story, viel mehr die völlig anderen Charaktere. Ich habe die Bücher insbesondere wegen der ansprechenden Protagonisten gelesen (natürlich auch wegen der Storys! ;-)), die haben sich in DEFEKT jedoch leider als fast "Unbekannte" gezeigt. Schade. Werde mich aber trotzdem auch noch an das vorerst letzte Werk wagen...

23.01.2008 15:24:05
Tina

Ich habe noch nie so lange für ein PC-Buch gebraucht wie für Defekt. Ich erkenne in diesem Buch die Autorin gar nicht wieder, was ich sehr bedauere. Der Szenenwechsel war so häufig und unvermittelt, dass es mich doch sehr gestört hat. Die kühle Art mit ihren engsten Mitarbeitern und Freunden umzugehen, finde ich persönlich auch nicht mehr so ansprechend. Von allen ihren Büchern war dies für mich das schlechteste.

12.01.2008 18:03:50
Piciii

Also ich fand das Buch wirklich nicht schlecht! Außerdem find ich es wirklich nicht schlimm, dass Cornwell in Präsens schreibt. Auch, dass sie nicht mehr als Ich-Erzähler, sondern als auktorialer Erzähler schreibt empfinde ich nicht wirklich als Problem! Das einzige was mir nicht wirklich gefallen hat ist die Entwicklung der Charaktere... Wenn man die Hauptperson vom Anfang bis jetzt vergleicht bermerkt man deutliche Charakteränderungen! Scarpetta ist viel kühler und abweisender, ausßerdem nicht mehr so interessant finde ich! In diesem Buch wollte ich mehr von "Hog" als von ihr lesen.. dies überraschte mich ein wenig! Aber auch diese Gründe schrecken mich nciht davor ab ihr nächstes Buch zu lesen!

03.11.2007 18:37:56
MelB1409

Ich muss gestehen, dass mir die anderen Bücher etwas besser gefallen haben. Sonst konnte man immer eine Beziehung zu der Geschichte aufbauen. Dieses Mal lief die Handlung eher im Hintergrund. Man hatte das Gefühl, dass alle nur vom Schreibtisch oder Telefon aus agiert haben. Fand ich etwas Schade. Das nächste Buch habe ich trotzdem schon bestellt!

28.09.2007 11:46:50
Anja

also ich habe alle bücher jetzt schon das zweite mal gelesen.. teilweise innerhalb eines tages.. Wenn ihr so enttäuscht seid warum lest ihr dann die bücher? es gibt für jeden das perfekte buch.. jeder hat seine eigene meinung dazu aber man muss die bücher net so runter machen.. wenn se so langweilig sind dann legt sie weg und lest nicht weiter.. das ist meine meinung.. Ich hoffe es werden noch ganz viele von KS folgen. super weiter so!!!

31.07.2007 14:34:52
mausimotte

selten bin ich von einem buch so enttäuscht gewesen wie von diesem. obwohl patricia cornwell normalerweise für überragende spannung und schnell zu lesende romane steht. hatte ich hier doch so meine probleme und ich war echt froh als ich es endlich hinter mir hatte.

schade, cornwell ist doch sonst so gut, hoffendlich nur ein ausrutscher

02.07.2007 02:10:19
chris

Früher habe ich ein pc-Roman in 2 nächten gelesen, da sie sehr spannend waren. Für defekt habe ich mir 5 wochen zeit gelassen, da ich regelmässig eingeschlafen bin. Für mich ist das buch sehr langweilig, recht verwirrend u. eine kompl. Fehlinvestition.

08.06.2007 10:49:56
Tinka

Leider muss auch ich mich meinen Vorredner anschließen. Ich ahbe das Buch nur auf Englisch gelesen und hatte deshalb wahrscheinlich auch Probleme der Handlung genau zu folgen. Allerdings war ich gelegentlich so verwirrt, da kein roter Faden in dem Buch vorhanden ist und die Ereignisse irgendwie durcheinander geworfen werden. Ich hatte teilweise das Gefühl, dass ich nicht ein zusammenhängendes Buch lese...
Meiner Meinung nach schreibt Frau Cornwell nur noch des Geldes wegen weiter...
Es ist wirklich sehr schade, dass sie ihren alten Schreibstil (als die KS-Bücher noch wirklich hervorragend waren) verloren zu haben scheint.
Ein weiteres ihrer Bücher kommt für mich nur noch nach guten Kritiken in Frage!

26.04.2007 21:05:45
Coru

Schreibt PC überhaupt noch selber, oder lässt sie schreiben? Anfangs war ich ein grosser Fan, dies Buch habe ich nach den letzten zwei enttäuschenden Büchern wohl auch nur gekauft, weil ich dachte: Jetzt kann es doch nur wieder besser werden! War wohl nichts!

26.03.2007 19:26:28
Susanne Wolf

Ich muß auch leider sagen das PC jetzt im Präsens schreibt ,ist sehr verwirrend für den Leser man kann sich nicht mehr in Kay Scarpetta hineinversetzen.PC hat von Buch zu Buch nachgelassen,aber trotzdem freue ich mich auf jedes neue Buch.

22.03.2007 14:21:29
taniamaus

Ich muss mich leider den meisten meiner Vorgängern anschliessen. Hab das Buch zur Hälfte durch und muss einfach einmal mehr feststellen das PC einfach nicht mehr das hält was ihr Ruf eigentlich verspricht. Meiner Meinung nach wird sie mit jedem Buch schlechter, ich persönlich habe grosse Mühe seit sie im Präsens und ausserdem nicht mehr aus der Ich-Perspektive schreibt. Ich finde das Lesen gestaltet sich dadurch um einiges schwieriger, holperiger, ich kann mich nicht mehr richtig in Scarpetta einfühlen. Die Handlung scheint mir auch zerstückelt und schlecht nachvollziehbar. Mal schauen was die zweite Hälfte bringt. Ich hoffe Besserung.

27.02.2007 10:39:48
Kathi

Bin ein riesiger KS Fan und war natürlich sehr gespannt auf den neuen Roman - dann war er da und ich bin, wie viele entäuscht. Es sind so viele Löcher und Ungereimtheiten, die Figuren entwickeln sich in eine Richtung, der ich nicht mehr folgen kann....Schade, ich habe mich so gefreut, aber er kann bei weitem den restlichen Büchern nicht das Wasser reichen!

16.02.2007 09:21:07
Diana

Ich finde das Buch sehr gut. Spannung pur... und vorallem mal etwas anderes. Bin schon auf den nächsten Roman gespannt.
Ich kann das Buch nur empfehlen!!!

01.02.2007 18:12:39
Matthias

Das neue Buch von Cornwell ist einfach völlig überdreht hinsichtlich nicht recht schlüssiger Handlungsstränge. Auch zeitlich hat man Probleme, dieses neue Werk zu Skarpetta überhaupt einzuordnen. Die "Über- Luci" nervt, besonders ihr ach so großes Vermögen und Genie. Ich find, die guten alten Bestandteile aus früheren Büchern zur eigentlichen Tätigkeit von Forensik und Polizei kommen zu kurz. Die Handlung ist dermaßen konstruiert, das es keinen Spaß mehr macht, sich weiteres Lesen anzutun. Allerdings sind die Folterungen des/der Täters/in recht drastisch dargestellt. Auch ich bin doch recht enttäuscht von diesem Buch.

31.01.2007 14:54:01
Diana

Bin echt riesiger PC Fan und konnt egar nicht abwarten bis das Buch auf deutsch erschienen ist, habs mir daher für erheblich höhere Kosten als gebundene Ausgabe in englisch geholt und war doch enttäuscht. Meiner Meinung nach werden die KS Romane mit jedem weiteren, der erscheint langatmiger und schlechter. Werde beim nächsten, wenns denn einen gibt, abwarten, wie die Kritiken sind.

29.01.2007 15:17:39
Melanie

Hallo,

ich habe den Roman auch gelesen. Nur leider muss ich sagen, dass er nicht dem entsprach, was ich mir darunter vorgestellt habe. Das Ende war eher offen und man konnte sich im endeffekt selbst zusammenreimen, wie es wohl geendet hat. Es wurde zwar für jede Person ein neues "Problem" dargestellt, aber wie dieses nun gelöst werden soll bleibt wahrscheinlich bis zum nächsten Band offen. Im Großen und Ganzen konnte man das Buch lesen aber es war nicht der Hammer!

21.01.2007 12:03:30
Simone

Ich kann mich meinem Vorredner nur anschliessen! Ich bin schwer enttäuscht, schon die letzten Romane waren keine Vergleich zu ihren ersten Werken. Aber dieser Roman ist Geldverschwendung.
Die Handlung abgedroschen, abgehackt und schlecht konstruiert.
Einen nachvollziehbaren Faden gibt es nicht!
Die ewigen forensichen Detail häufen sich und interessieren keinen in dieser Form von technischen Fachausdrücken!

Schade! Auf den nächsten Band werde ich verzichten!

18.01.2007 09:45:51
Thomas

War Patricia Cornwell zuletzt immer mehr auf dem absteigenden Ast, so hat sie sich mit Defekt den Rest gegeben. Das Buch liest sich wie der Kommentar eines Sprechers zu einem Film für Sehbehinderte: fürchterlich. Mehr als darin zu blättern lohnt nicht für diesen Schund, denn als Literatur ist dieses Machwerk nicht mehr zu bezeichnen. Waren Cornwells Figuren schon von Beginn an ziemlich zweidimensional und blutleer und ihre Handlungsstränge so überschaubar wie ein landwirtschaftlicher Feldweg, so ist Defekt als Aufschrei einer Romanautoren zu werten der wohl das Schlusswort verdient hätte: Ich habe nichts mehr zu sagen!

15.01.2007 07:26:42
Birgit

Hallo KS- Fans
Habe schon den Roman gelesen und ich fand ihn wieder sehr spannend. Konnte mich stundenlang von dem Buch nicht trennen. Die Fälle waren wieder sehr gut geschrieben, nur was mich ein wenig gestört hat, ist das die Beziehung zwischen Kay und Benton zu kurz kam. In früheren Romanen kam sie besser zur Geltung.Ich hätte mir mehr vorgestellt, bei dem, was sie ständig andeutet. Ansonsten ist er okay und ich wünsche mir mehr davon.

14.01.2007 20:16:37
Ute

Habe wie viele voller Spannung auf das neue Buch von PC mit Kay Scarpetta gewartet, bin aber nicht voll zufrieden.
Die Figuren bleiben flach, haben die immer gleichen Konflikte, die man schon kennt und entwickeln sich nicht weiter.
Die Handlung ist verworren und kann am Ende nur mühsam erklärt werden.
Ich merke , dass mich die pathologischen Details, die natürlich wie immer akribisch erklärt werden, langsam langweilen und nicht mehr fesseln können.