Brandherd

Erschienen: Januar 2001

Bibliographische Angaben

  • New York: Putnam, 1998, Titel: 'Point of Origin', Seiten: 356, Originalsprache
  • Augsburg: Bechtermünz, 2001, Seiten: 397
  • München: Goldmann, 2002, Seiten: 408, Übersetzt: Karin Kersten
  • München: Goldmann, 2004, Seiten: 409
  • Augsburg: Weltbild, 2003, Seiten: 5, Übersetzt: Franziska Pigulla, Bemerkung: gekürzt
  • München: Goldmann, 2005, Seiten: 408
  • München: Goldmann, 2012, Seiten: 475

Couch-Wertung:

60°

Leser-Wertung

-
Zum Bewerten, einfach Säule klicken.
 50° 100°

Zum Bewerten, einfach Säule klicken.

Bitte bestätige - als Deine Wertung.

Gebe bitte nur eine Bewertung pro Buch ab, um die Ergebnisse nicht zu verfälschen. Danke!

0 x 91°-100°
1 x 81°-90°
0 x 71°-80°
0 x 61°-70°
0 x 51°-60°
0 x 41°-50°
0 x 31°-40°
0 x 21°-30°
0 x 11°-20°
0 x 1°-10°
B:82
V:0
W:{"1":0,"2":0,"3":0,"4":0,"5":0,"6":0,"7":0,"8":0,"9":0,"10":0,"11":0,"12":0,"13":0,"14":0,"15":0,"16":0,"17":0,"18":0,"19":0,"20":0,"21":0,"22":0,"23":0,"24":0,"25":0,"26":0,"27":0,"28":0,"29":0,"30":0,"31":0,"32":0,"33":0,"34":0,"35":0,"36":0,"37":0,"38":0,"39":0,"40":0,"41":0,"42":0,"43":0,"44":0,"45":0,"46":0,"47":0,"48":0,"49":0,"50":0,"51":0,"52":0,"53":0,"54":0,"55":0,"56":0,"57":0,"58":0,"59":0,"60":0,"61":0,"62":0,"63":0,"64":0,"65":0,"66":0,"67":0,"68":0,"69":0,"70":0,"71":0,"72":0,"73":0,"74":0,"75":0,"76":0,"77":0,"78":0,"79":0,"80":0,"81":0,"82":1,"83":0,"84":0,"85":0,"86":0,"87":0,"88":0,"89":0,"90":0,"91":0,"92":0,"93":0,"94":0,"95":0,"96":0,"97":0,"98":0,"99":0,"100":0}
Michael Drewniok
Schnell, spannend, hervorragend recherchiert, nicht zimperlich dort, wo es garstig und blutig wird

Buch-Rezension von Michael Drewniok Sep 2003

Für Kay Scarpetta, Leiterin des gerichtsmedizinischen Instituts der Stadt Richmond, US- Staat Virginia, könnte der Tag ruhig 48 Stunden haben. Mord und Totschlag gedeihen prächtig in der alten Südstaaten-Metropole und füllen die Fächer im gerade erst bezogenen neuen Leichenhaus schon wieder bis auf den letzten Platz.

Den Großbrand auf dem feudalen Landgut und Gestüt des Medienmoguls Kenneth Sparkes muss sie trotzdem ganz oben auf die Liste ihrer Untersuchungen setzen, denn hier wird es heikel: Große Politik kommt mit ins Spiel. Sparkes ist ein konservativer, einflussreicher, schwerreicher und - schwarzer Geschäftstycoon; eine explosive Mischung, besonders in den Südstaaten, wo es noch immer viele Zeitgenossen gar nicht gern sehen, wenn sich ein farbiger Mitbürger sich über sie zu erheben wagt.

In den Ruinen des völlig zerstörten Landsitzes wird tatsächlich eine Leiche gefunden - allerdings nicht die Sparkes, sondern einer jungen Frau, die eines grässlichen Todes gestorben ist, was durch das Feuer vertuscht werden sollte, wie Kay Scarpetta dennoch herausfindet. Der Hausherr taucht dagegen quicklebendig auf; er war außer Landes und gibt nun völliges Unwissen zu. Polizei und FBI sind misstrauisch (siehe oben), denn Sparkes Alibi ist recht wackelig.

Rätselhaft bleibt, wie der oder die Mörder ein wahres Höllenfeuer entfachen konnten, das die Leiche beinahe einäscherte. Solche seltsamen Todesfälle hat es in der jüngsten Vergangenheit schon mehrfach gegeben, ergeben die Ermittlungen. Stets sind junge, gesunde, gut aussehende Frauen und Männer umgebracht worden.

Da entdeckt Kay Scarpetta auf einem Videoband, das eines der letzten Opfer kurz vor seinem Ende zeigt, die Serienmörderin Carrie Grethen. Fünf Jahre ist es her, dass diese mit ihrem nicht minder psychopathischen Killergenossen Temple Brooks Gault die USA in Angst und Schrecken versetzte. Scarpetta kennt das Pärchen gut; sie war es auch, die Gault schließlich in Notwehr tötete (vgl. "From Potter´s Field", dt. Die Tote ohne Namen). Grethen mimte die Wahnsinnige und wurde in eine psychiatrische Anstalt in New York eingeliefert. Von dort terrorisierte sie Scarpetta und ihre Nichte Lucy, die einst ein lesbisches Verhältnis mit Carrie verband, mit Drohbriefen. Als jetzt endlich ihr Prozess anstand, floh sie kurzerhand. In Freiheit, erfüllt von Rachedurst und Mordlust und offensichtlich erneut mit einem irren Serienmörder "zusammenarbeitend", stellt Carrie Grethen eine schreckliche Gefahr für alle dar, die sie und Temple Gault einst aus dem Verkehr zogen. Scarpetta, ihr Lebensgefährte Wesley Benton, Lucy und Pete Marino von der Mordkommission treffen ihre Vorsichtsmaßnahmen, doch sie unterschätzen ihre Gegnerin gewaltig und müssen einen schrecklichen Preis dafür zahlen ...

Wenn eine Thriller-Serie beim neunten Band angekommen ist, wird es wichtig, womöglich allzu ausgefahrene Gleise zu verlassen und neue Wege einzuschlagen. Dies zu wissen und trotzdem die Papiervergangenheit nicht nur aufleben zu lassen, sondern sie ins Zentrum der Handlung zu stellen, zeugt von einigem schriftstellerischem Mut. Man muss es erfreulicherweise nicht "Dummheit" nennen, denn Patricia Cornwell ist dieses Experiment mit "Brandherd" (fast) vollständig gelungen.

"Brandherd" ist pure Unterhaltung, wie man sie gern liest: Schnell, spannend, hervorragend recherchiert, nicht zimperlich dort, wo es garstig und blutig wird. Erneut ist es Patricia Cornwell gelungen, ein neues Spielfeld für ihr dem Publikum inzwischen wohlbekanntes Figurenpersonal zu finden. Dass Ermittlung in einer Brandsache heutzutage mehr ist, als zwischen verkohlten Resten nach einem leeren Benzinkanister zu fahnden, haben selbst die Nichtraucher unter den Krimilesern inzwischen dank Kino und Fernsehen gelernt. Im Detail ist es dennoch faszinierend, quasi mit Kay Scarpetta zu erleben, wie ein Feuer von seiner "Geburt" bis zu seinem Erlöschen mit modernsten wissenschaftlichen Methoden rekonstruiert werden kann. Zweifellos hat sich Cornwell wieder eingehend und vor Ort informiert. Sie schreckt bekanntlich zum Wohle ihres Publikums in dieser Hinsicht vor gar nichts zurück und weiß als ehemalige Pathologin glücklicherweise ihren Magen unter Kontrolle zu halten. (Unerreicht bleibt wohl Kay Scarpettas Besuch auf der "Body Farm" des FBI, wo man zu Forschungszwecken - d. h. um Das geheime ABC der Toten zu studieren - menschliche Kadaver unter freiem Himmel verrotten lässt.)

Auch der zweite Handlungsstrang, der sich um den Rachefeldzug der Carrie Grethen rankt, lässt an Dramatik nichts zu wünschen übrig. Psychopathische Serienmörder sind zwar in der Unterhaltungsindustrie im Dauereinsatz, aber wenn sich ein Könner (oder in diesem Fall eine Könnerin, aber das Wort klingt so schrecklich ...) ihrer annimmt, füllen sie ihre Bösewicht-Rolle noch immer mit finsterem Leben - und wie! Cornwell ist klug genug, Carrie Grethen bis zum Finale gar nicht auftreten, sondern sie als unsichtbare Bedrohung wirken zu lassen. Dass sie eine echte Hauptfigur opfert, um die dramaturgische Schraube noch fester anzuziehen, ist im Kriminalroman und hier besonders in den Serien eher selten. Aber je weniger Figuren der Leser in Sicherheit wiegen können, desto höher steigt der Spannungspegel!

Außerdem bringt das Ende einer zentralen Figur etwas buchstäblich frisches Blut in die Handlung, Wie bitter nötig dies ist, belegt die einzige Negativkritik von Gewicht, die gegen "Brandherd" vorzubringen ist. In den Scarpetta-Romanen rückt in der zweiten Hälfte der 90er Jahre die Nichte Lucy mehr und mehr in den Mittelpunkt. Sie ist inzwischen zur zweiten Inkarnation der Autorin geworden; während Kay Scarpetta Patricia Cornwell glaubwürdig als selbstbewusstes, berufserfahrenes, nicht mehr junges, aber vom Leben nur gebeuteltes, nicht gebrochenes Alter Ego vertritt, repräsentiert Lucy jene Patricia Cornwell, die selbst lesbisch ist, doch dies sorgfältig verborgen hielt, bis 1997 ihre Liebesbeziehung zu einer verheirateten FBI-Agentin (!) spektakulär offenbar wurde, als der gehörnte Gatte wutschnaubend versuchte, letztere auf der Schwelle des Cornwell-Hauses ins Jenseits zu befördern.

Kein Wunder also, dass Cornwell sehr gut um die Schwierigkeiten, Vorurteile und Diskriminierungen weiß, der sich eine homosexuelle Frau in noch immer männerdominierten Domänen wie der Polizei oder gar dem FBI ausgesetzt sieht. (Es ist wahrlich ein übler Treppenwitz der Geschichte, dass J. Edgar Hoover, der selbstherrliche, rassistische, rechtsreaktionäre, chauvinistische, 48 Jahre mit eiserner Faust regierende Gründer des FBI selbst schwul war.) Dies möchte sie anprangern und natürlich für Änderung sorgen; ein an sich ehrenvolles Unterfangen, das jedoch in einem Thriller nichts verloren hat. Jede Mission für eine gute Sache birgt in sich den Keim eines Kreuzzugs, und wie die in der Geschichte etwas Bewanderteren unter uns sicher wissen, ist bisher noch jeder Kreuzzug in ein übles Gemetzel ausgeartet. Auch Cornwell predigt und wettert, und darüber vergisst sie, Lucy in das Geschehen zu integrieren. Die Handlung wird praktisch ausgesetzt, sobald sie auf der Bildfläche erscheint. Dann wird tüchtig geweint und ob der Intoleranz der Welt und ihrer Bewohner gebarmt.

Anschließend geht es weiter im Thriller-Programm. Das funktioniert einfach nicht, sondern stört gewaltig: Unterhaltung erleidet Schiffbruch, wenn sich der erhobene Zeigefinger gar zu hoch über das Deck erhebt. In diesem Punkt ergeht es Patricia Cornwell wie Anne Perry: Sie wird von ihrer eigenen, offensichtlich unbewältigten Vergangenheit überwältig, lässt über ihr Werk angestauten Druck ab und macht dabei einen entscheidenden Fehler: Anteilnahme, Zustimmung und Unterstützung lassen sich auch von prominenten Zeitgenossen mit großer Fangemeinde nicht erzwingen; oder anders ausgedrückt: Weiß eigentlich jemand, was Ellen Degeneres heute treibt?

Übrigens ist es symptomatisch, dass sich die "Lucy-Sequenzen" überspringen lassen, ohne dass die Handlung dadurch an irgendeiner Stelle aus dem Tritt geriete. Wahrscheinlich ist es das Beste, wenn man genau dies macht; dann ist "Brandherd" jedenfalls ein kurzweiliges Lesevergnügen, das außerdem neugierig darauf macht, welche neuen Nackenschlägen sich Patricia Cornwell für Kay Scarpetta und Co. (Lucy setzt sich ja ohnehin ins ferne Philadelphia ab) zukünftig ausdenken wird.

Brandherd

Brandherd

Deine Meinung zu »Brandherd«

Hier kannst Du einen Kommentar zu diesem Buch schreiben. Wir freuen uns auf Deine Meinungen. Ein fairer, respektvoller Umgang sollte selbstverständlich sein. Danke!

Letzte Kommentare:
28.05.2018 11:08:06
Sam

Nach dem Band 'Brandherd' ist die Qualität der Serie den Bach runtergegangen; jeder Band danach wurde langweiliger und uninteressanter, die Hauptfiguren beginnen zu nerven, die Fälle sind stinklangweilig. Es war mal eine gute Serie, Cornwell will wohl nur noch Geld verdienen, Qualität ist nicht mehr wichtig!

31.03.2014 14:53:02
Lucy van Pelt

Hallo, kann nur dringend empfehlen, nach dem neunten Buch - "Brandherd" - mit der Lektüre der Kay-Scarpetta-Reihe aufzuhören. Die ersten neun Bücher waren superspannend, habe jedem neuen Buch entgegengefiebert. Ab "Blinder Passagier" scheint wohl ein Ghostwriter am Werk zu sein - die Bücher werden immer absurder - einfach nur ärgerlich für Fans! Schade!

25.10.2012 15:14:52
Sarah_Ch

Brandherd hat mir bis jeztz in dieser Reihe am wenigsten gefallen. Nicht, weil ist nicht gut schrieben ist oder nicht spannend war -ganz im Gegenteil- sondern hat mir der Inhalt nicht gefallen. Lucy ist am Ende und denkt über Selbstmord nach, Marino ist gesundheitlich am Ende und Kay hat es auch nicht einfach. Es war schon von Anfang eine merkwürdige Atmospäre zu spüren, so dass man schon wusste, dass gleich etwas passieren wird. Die Sache miit Benton gefällt mir überhaupt nicht... Andererseitss musste mal etwas passieren, damit frischer Wind in die ganze Scarpette-Reihe kommt. Das die Sache mit Carrie nun auch endlich einen Abschluss gefunden hat gefällt mir...
Aber jetzt muss etwas Neues her und ich gehe mit großen Erwartungen an das nächste Buch der Reihe heran.

15.09.2011 16:02:30
stol

Eine Phatologin als Ermittlerin mit einem Jurastudium, der nicht nur amerikanische, sondern auch noch französische Serienmörder nachstellen, als sei Kay Scarpetta alias Madame Bond der Magnet aller Massenmörder.

Der holprige Stil liegt sicherlich nicht allein an der Übersetzung. Unnötig brutal, zum Teil mit überflüssigem und langweiligem Beiwerk geschmückt und so unglaubwürdig, daß im Vergleich dazu ein Edgar Wallace als großer Literat dasteht.

Weder gut noch spannend, schließlich steht außer Frage, daß die Protagonist als Siegerin aus diesem Schund hervorgeht, ist es für mich unbegreiflich, daß sich Leser finden, die dieses Machwerk von der ersten bis zur letzten Seite lesen und auch noch mit einer guten Kritik versehen.

Bei solch positiven Kritiken für dieses Machwerk fürchte ich für alle guten und soliden Kriminalromane, zu denen diese Scarpetta-Reihe gewiß nicht gehört.

10.03.2011 07:47:51
Lexi1001

Das Buch ist, wie nicht anders zu erwarten, mal wieder super. Obwohl es für mich, die die ganze Kay Scarpetta-Reihe hat, nicht gerade eins von den Besten ist. Immer wieder sehr empfehlenswert. In diesem Buch wurde nach meinem Geschmack einfach zu viele von Dr. Scarpetta eingebracht was manchmal ein bischen genervt hat.

17.08.2009 21:58:24
Dr.Dieter Rohnfelder

"Brandherd" war mein erstes Buch von Patricia Cornwell vor gut 3 Jahren - ein "Zufallsfund" im Bücherschrank meiner Frau. Es hat mich total begeistert, und ich habe alle anderen danach in relativ kurzer Zeit verschlungen. Besonders gut fand ich die detaillierte Beschreibung der kriminaltechnischen Ermittlungen an der Brandstelle. Das Buch markiert den Schlusspunkt der vorrangig gerichtsmedizisch und kriminaltechnisch orientierten Romane - danach geistern zunehmend Werwölfe und andere Monster durch die manchmal konfuse Handlung. Und noch ein Tipp: bitte die Beschreibung von Benton Wesleys Tod ganz genau lesen!!
Sehr empfehlenswert.

21.04.2008 18:56:31
Kerstin

Mit geheimnisvollen Bränden und verkohlten Leichen sieht sich Kay diesmal konfrontiert. Auch ihre und Lucys Vergangenheit lässt sie nicht los, denn die ehemalige Geliebte ihrer Nichte, die nebenbei gemordet hat, ist aus der psychiatrischen Anstalt geflohen und scheint in diese Fälle von Brandstiftung verwickelt zu sein. Dann erlebt Kay als Krönung ein persönliches Schockerlebnis … ein schauriges, interessantes Buch, das dennoch etwas mehr Intensität vertragen hätte, auch in Bezug auf eine direkte Konfrontation von Kay und Lucy mit ihrer Erzfeindin!

26.09.2007 19:36:11
Chris.

Dieses Buch ist einfach nur super. Dank diesem Buch interessiere ich mich für Krimis, Thriller etc.
Es ist spannend, interessant, voller Details aber nicht langweilig und gibt einen glaubwürdigen Einblick in die Welt einer Pathologin.

28.09.2006 15:28:52
becci

das war das erste buch was ich zufällig in den ferien von ihr in die hände bekommen habe und es ist einfach guuut geschrieben! also wirklich sehr lesenswert!

17.09.2006 15:14:43
Siri

Ein weiterer sehr guter und sehr spannender Roman der auch die verschiedenen Seiten von Kay Scarpetta zeigt und in ihrem Leben einen Wendepunkt darstellt.
Unbedingt empfehlenswert !

02.05.2006 22:38:56
Mona

Mein erstes Buch was ich von ihr gelesen hab und es ist einfach klasse.
Es ist spannend, aufregend und man bekommt nicht genug davon. Ich freu mich auf die anderen Bücher von ihr.

21.04.2006 08:39:00
LiliDahl

Mein erster Roman von Cornwell, sehr spannend und von den kriminalistischen Details sehr interessant dargestellt. Allerdings auch sehr heftig und nicht einfach zu verdauen

13.02.2006 22:57:27
ecto

350 Seiten Anlauf für des Rätsels Lösung auf 15 Seiten - diesmal in James Bond Stil mit anschließender Trauerzeremonie- vertane Zeit. Tja , die taffe Kay ist ihr Liebling, dem sie jeden erdenklichen Raum einräumt - Wiederholungen und Floskeln eingeschlossen. Ein Kay Scarpetta Portrait oder Gedächtnisroman. Schreiben um des durchaus guten Schreibens willen. Indes wo bleibt die Spannung ?
Hält keinen Vergleich mit Ablow, Hayder, Gerritsen stand : wenn ich
einen Krimi lesen will, verlange ich
high-tension von der ersten bis zur letzten Silbe.

03.01.2006 20:06:47
sunshine

Also liebe Leute, man liest Buchkritiken um den Spannungsfaktor von anderen Leuten zu erfahren, wenn allerdings wichtige Details und das Ende vom Buch verraten wird brauch man das Buch nicht mehr lesen. Also vielen Dank!

10.03.2005 18:47:48
Marie

Das Schema der Scarpetta-Romane ist auch hier wieder durchgehalten: Kay auf den Spuren eines Serienmörders, der zum Schluss auch ihr auf den Fersen ist. Gekommt geschrieben, spannend zu lesen, dennoch, was den Fall angeht, nichts Neues. Patricia Cornwells Serienmörder sind leider alle gleich: Völlig skrupellos, dabei hochintelligent und schlau. Das Buch erreicht die Qualität der ersten Bände meiner Meinung nach nicht.

05.08.2004 16:54:32
A-bella

Ich habe das Buch recht gut gefunden, war aber nicht begeistert. Ich habe bisher alle Kay Scarpetta-Romane gelesen und "Die Tote ohne Namen" bleibt für mich ads beste.
Bei "Brandherd" hat mich gestört, dass der wirklich spannende Teil des Buches erst relativ spät kommt. Nämlich als Scapetta die Parallele zu Carrie ziehen kann. Diese Spannung hält sich dann zwar, allerdings finde ich das Ende wieder ziemlich schwach, ich hoffe, dass in den späteren Romanen noch mehr davon erzählt wird. Eine angeblich so intelligente Serienmörderin wie Carrie hätte meiner Meinung nach ein besseres Ende verdient. Mich hätte auch interessiert was Carrie alles in Kirby gemacht hat und wie der Kontakt zu dem Psychiater genau aufgebaut wurde.
Ich lese weiter, aber ich hoffe mal wieder auf ein starkes Ende!

09.06.2004 13:19:48
Nadine

Ich werde allen Scarpetta Romanen 90° geben, denn ich finde sie alle spannend, manchmal etwas ekelig und bis zur letzten Seite lesenswert!

29.04.2004 08:54:52
Sandra

Ich habe das Buch zwar noch nicht zu ende gelesen, aber ich finde es bis jetzt total spannend. wenn man einmal drinne ist, kann man nicht aufhören zu lesen! also heißt das: EIN GANZ DICKES LOB!!!!!!

*g* mach weiter so!!!

28.03.2004 20:08:45
Mareike

Das ist mein erstes Buch, das ich von P. Cornwell gelesen habe, und finde es super toll. Von der Autorin werde ich mir auf jeden fall noch mehr Bücher kaufen.

29.12.2003 22:18:46
Merinda

Die deutsche Übersetzung ist eine Katastrophe. Die Übersetzerin hat einen riesigen Fehler gemacht und hat Marino und Kay sich wieder siezen lassen, obwohl sie enge Freunde sind und sich schon seit einigen Bänden duzen. Die englische Version, die ich dann gelesen habe, war wie zu erwarten sehr, sehr gut. Ich hatte das deutsche Buch wieder an den Verlag geschickt. Die wissen von diesem Fehler aber was sollen sie auch tun. Sie schickten mir zur "Entschädigung" ein neuen Krimi von einem anderen Autor.

13.11.2003 19:11:41
Antje

Ein klasse Buch...mit jedem Roman wird sie noch besser...ich habe mit ihr gelacht und auch mit ihr geweint.

26.10.2003 19:44:12
shooty-82

Das Buch ist wirklich toll, vor allem der Schluß ging an die Nieren. Nicht´s für schwache Nerven. Was mich jedoch gestört hat war, das sich Kay Scarpetta und Pete Marino in diesem Teil "gesiezt" haben was ich komisch fand, da sie sich im vorhergehenden Buch (der Keim des Verderbens) schon "duzten". Ich denke das das anderen Kennern der Serie sicher auch aufgefallen ist. Übrigens im Nächstenteil (Blinder Passagier) "duzen" sie sich wieder.
Vielleicht ist das ja ein Übersetzungsfehler?!

15.10.2003 01:06:23
Ramses-2

Das Buch ist DER Hammer (!!!), obwohl die Bücher danach an Spannung noch besser werden. Wer Scarpetta kennt, der wird hier mitfiebern, mitweinen und erleichtert sein; und das bis zum Schluß. Allerdings sollte man die Scarpetta-Reihe von Anfang an lesen, umso besser kann man sich in die Charakteren hineinversetzen. Es ist eben eine viel bessere "Lindenstraße" in Buch-Format.

05.09.2003 10:57:12
Juergen

Ich kann mich Jenny´s Meinung nur anscliessen. Ein tolles Buch. Nur der Schluss ist meiner Meinung nach schlecht. Denn erst wird die Psychopatin, als genial, berechnend und fast allwiisend dargestellt, und dann versucht sie am Ende mit einem kleinen Sport Hubschrauber eine ausgebildete FBI Pilotin im Militärhubschrauber zu töten. Das dieser Hubschrauber dann auch noch ein Maschinengewehr an Bord hat, hat sie wohl auch übersehen...

15.03.2003 17:23:07
Cinderella

Nachdem ich dieses Buch gelesen habe, weigere ich mich, noch weitere Bücher dieser Autorin zu lesen. Dafür sind meine Nerven einfach nicht stark genug oder meine Vorstellungskraft zu ausgeprägt. Dieses Buch ging bei mir so an die Substanz, mehr vertrage ich nicht. Und wie ich bei krimi-couch gelesen habe, steigert sich die Autorin noch mehr. Das heisst, es wird nicht informativer, sondern schrecklicher und grausamer, obwohl ich geglaubt habe, eine Steigerung dieses Buches sei nicht mehr möglich. Schluss mit Cornwell, ich mache lieber mit Kathy Reichs weiter.

10.01.2003 21:25:49
Krimifan

Auch wenn die von (mdoc) o.a. Kritik der zu bewältigenden lesbischen (Schein-)Probleme berechtigt ist und sich PC etwas zu sehr darin ergeht, ob denn die Ausbilderin von Lucy lesbisch ist oder sonst vielleicht irgendeine andere Frau, die in der Nähe von Lucy herumschwirrt, ist es ein sehr tiefgehender Roman, der weniger durch die bisher so wohl vertraute detaillierte Spurensuche auf dem Seziertisch glänzt sondern mehr durch die persönlichen An- und Einsichten der Hauptprotagonisten. Das Ende läßt genügend Fragen offen, sich auf den Folgeband zu freuen, ich fand den raschen und irgendwie eher James-Bond-Style imitierenden Schluß allerdings schwach. Als hätte PC keine Lust mehr gehabt, das ganze ordentlich zu beenden. Ich empfinde das Buch allerdings sowieso als eine Wende im bisherigen Erzählstil.

10.01.2003 12:17:44
Jenny

Ein wirklich sehr tolles, gelungenes Buch, von einer Patricia Cornwall, wie man sie kennt. Besonders fesselnd waren wieder die persönlichen Aspekte. Mit Kay Scarpetta gelang es ihr wieder mal, diesen sehr eigenen Charakter gekonnt darzustellen und gleichzeitig nicht als "Superheldin" wirken zu lassen, da in diesem Buch auch ein für sie tragischer Vorfall geschieht und Emotionen aller Art ausgelöst werden...