Trouble

Erschienen: Januar 2010

Bibliographische Angaben

  • New York: Delacorte Press, 2007, Titel: 'Bad luck & Trouble', Seiten: 377, Originalsprache
  • München: Blanvalet, 2010, Seiten: 448, Übersetzt: Wulf Bergner
  • München: Blanvalet, 2011, Seiten: 448

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Wolfgang Franßen
Little Wing

Buch-Rezension von Wolfgang Franßen Mai 2010

Es ist nicht einfach, ein Gerechter zu sein, wenn die Ungerechtigkeit einen immer wieder einholt. Jack Reacher sträubt sich gegen seine Vergangenheit, lebt lieber mittellos, heimatlos, unsichtbar und bemüht sich, sich selbst zu entrinnen. Wie Lee Child es schafft, ihn immer wieder in neue Verwicklungen zu verstricken, ist jedes Mal überraschend. Egal ob ein ehemaliger Scharfschütze als Heckenschütze bei einem Massaker unter Verdacht gerät, Reacher einen Anschlag auf den designierten Vize-Präsidenten vorbereiten soll, er sich als Leibwächter einspannen lässt oder für eine Million eine Entführung aufklären soll, Jack Reacher erscheint als letzte Hoffnung.

Nicht selten spielen Zahlen bei ihm eine große Rolle. In Trouble wundert er sich nicht nur, dass er überhaupt noch Geld auf dem Konto besitzt, die Höhe des Betrages 1030 Dollar ist gleich Anlass für ein Zahlenspiel. Ein Code, ein Notruf, auf den sich sein Team aus ehemaligen Sonderermittlern versteht. Taucht irgendwo die Zahl 10 30 auf, braucht jemand von ihnen Hilfe. Für einige seiner ehemaligen Crew wird diese zu spät kommen. Sie sind aus einem Hubschrauber geworfen worden und ihre Überreste liegen in der Wüste Nevadas.

Jack Reacher, der Streuner unter den Superhelden, gilt als hart, gnadenlos und steht außerhalb des Gesetzes. Egal, ob er ein Feuer vor einem wie zu einem Hochsicherheitsgefängnis aufgerüsteten Firmengelände legt und sich über die Erde kriechend den Schurken nähert, ob er gleich mit einem Wagen in eine Firmenzentrale rast oder in einem Waffengeschäft einem Händler, der ihn reinzulegen versucht, kurz beweist, dass es zur Ausübung von Gewalt nicht unbedingt einer Waffe bedarf, Reacher geht unbeirrt seinen Weg und erinnert an John Wayne. Auch der Westernheld war von sich überzeugt, ein untrügliches Gefühl für Gerechtigkeit in sich zu tragen. Ohne Reacher würden die Mächtigen dieser Welt noch ungehemmter ihr bösen Spielchen treiben.

Diesmal geht es um ein Waffensystem, bei dem eine Abwehrrakete technisch so aufgerüstet wurde, dass sie über ihr Ziel hinausschießt und ihr Objekt von oben aufspürt und so alle bekannten Abwehrsysteme lahmlegt. Es führt Reacher und sein Restteam, nach L.A., nach Las Vegas, in Absteigen, wie Luxushotels, lässt Reacher im Vorübergehen einen Dealer ausnehmen, damit er wieder über Geld verfügt. Er ist der moderne Robin Hood, der Rächer der Enterbten, derjenige, der das üble Geschäftetreiben mit Terroristen unterbindet. So was kann auf amerikanischen Boden nicht geduldet werden.

Man legt sich nicht mit den Sonderermittlern an, lautet das Credo. Und wenn doch verspricht Reacher den Schuldigen, eine Kugel in den Kopf zu jagen. Er wartet nicht darauf, dass sie vor Gericht gestellt werden. Er richtet selbst. Mit seiner Political Correctness ist es nicht weit her. Nicht, wenn es um Freunde geht. Um Tony Swan, Jorge Sanchez, Manuel Orozco, die wie Schlachtvieh hingerichtet wurden.

 

Sie sind ab sofort wandelnde Tote. Niemand wirft meine Freunde aus den Hubschraubern und überlebt, um davon erzählen zu können.

 

Dass Reacher und sein Team sich dabei wie ein Staat im Staate aufführen, alle Register ziehen, um an Informationen zu kommen, beruht auf der Einsicht, dass Amerika längst ein Polizeistaat und nichts wirklich geheim ist. Reacher hat für sich daraus die Lehre gezogen, sich unsichtbar zu machen. Und doch spüren sie ihn - wie in Neagleys Fall - ganz leicht auf und übertragen ihm die Verantwortung, die Welt zu retten.

Dass Child es mit seinen Verschlüsselungen und Aufdröselungen zuweilen überzieht, sieht man dem Autor gerne augenzwinkernd nach, da er sich vor allem auf eines versteht, Suspense zu erzeugen. Reacher wird im Verlauf der Geschichte seiner wichtigsten Habe beraubt werden. Seiner Klappzahnbürste. Beim Durchsuchen seines Zimmers tritt jemand achtlos darauf. Wer nichts besitzt, weiß, wie viel Bedeutung eine solche Zahnbürste mit der Zeit gewinnen kann.

Vor allem jedoch ist Trouble erneut die Geschichte eines jener unzähligen Spezialisten, für die das Militär plötzlich keine Verwendung mehr hat oder die freiwillig ausscheiden. Man mag gar nicht darüber nachdenken, wie viele davon durchs Land irrlichtern.

Trouble

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Letzte Kommentare:
25.06.2013 22:23:14
Darix

Keine Adresse, kein Telefon, seit er die Army, die Eliteeinheit als Sonderermittler verlasen hatte, führt Jack Reacher ein Leben ohne Spuren. Der codierte Notruf führt ihn zu seinem Sonderermittlerteam zurück. Reacher handelt unkonventionell, brutal und skrupellos. Die Handlung steht eher im Hindergrund, hier zählt dieAktion. Mit seinem einstigen Team startet er seinen Rachefeldzug. Hart, gerecht -wie Rocky- der härteste Hund der Krimiszene. Flüssig, spannend geschrieben, nicht unbedingt realistisch, eher in die Richtung gehend ein "Mann sieht Rot".

17.08.2012 10:23:11
Magellan

Auch wenn Lee Child nicht zu meinen absoluten Lieblingsautoren gehört, habe ich vor "Trouble ein oder zwei Reacher-Romane angefangen zu lesen, allerdings liegt das schon einige Zeit zurück.
Auch auf die Gefahr hin, dass ich mich hier jetzt unglaublich unbeliebt mache, aber ich kann nicht ganz nachvollziehen, was an diesem Protagonisten und seiner Art, Verbrechen aufzudecken, so besonders und toll sein kann. "Er operiert außerhalb der gesetzlichen Ordnung" - na und? Das tut ein Verbrecher auch.
"Dass Child es mit seinen Verschlüsselungen und Aufdröselungen zuweilen überzieht, sieht man dem Autor gerne augenzwinkernd nach, da er sich vor allem auf eines versteht, Suspense zu erzeugen."
(Zitat aus der KC-Rezi)
Asche auf mein Haupt, abe ich fand es nur dröge und langweilig.
Und dass er versucht, "sich selbst zu entrinnen" (aus der Rezi), halte ich für etwas an dern Haaren herbeigezogen, auch wenn er (nicht ganz!) mittellos und ohne festen Wohnsitz lebt.
Fazit: Nicht mein Ding!

04.08.2012 20:56:38
M.Reinsch

Als ein 1030 (Officer in Not) Jack Reacher erreicht, reagiert er sofort um seinen alten Kameraden(innen) von der Sondereinheit zur Hilfe zu kommen. Von den ursprünglich 9 Leuten ist einer auf unschöne Weise ums Leben gekommen und mit Hilfe von Frances L.Neagly (einer Exkollegin) macht er sich auf die Suche nach den Tätern. Bei Ihrer Untersuchung müssen Sie feststellen, dass anscheinend jemand Jagd auf das alte Sondereinheitskommando macht, denn trotz vieler Versuche sind die anderen ehemaligen Mitglieder nicht zu erreichen - bis die ­Beiden die nächste Exkollegen-Leiche vorgesetzt bekommen. Nun ist nicht nur Reacher sauer ...

Editieren
Das ist nun der zweite Ausflug in die Vergangenheit von Jack Reacher. Man erfährt eine ganze Menge aus seiner Zeit bei der 110.MP Sonderermittlungsgruppe. Hier sind nicht nur die Männer hart, nein auch die Frauen sind gut im Austeilen. Dass sich Lee Child einiges an Gedanken gemacht hat, beweist schon der Anfang, denn Reacher kann nur über einen einzigen Weg kontaktiert werden - sein Konto! Um es ihm nicht zu leicht zu machen, muss er den Nachrichtengeber erst einmal selbst ausfindig machen. Schön ist an diesem Roman, dass Reacher nicht alles im Alleingang macht, sondern schlagkräftige Unterstützung bekommt! Die Charaktere sind gut skizziert und bedürfen nicht der großen Tiefe, den hier geht es um Action ...
In dem recht langen Verwirrspiel hat man es schwer sämtliche Protagonisten der "Gegenseite" schnell zu identifizieren, aber das gibt der Sache ­einen gewissen Kick und man wird bis zu den letzten Seiten im Spannungsbogen gehalten.
Auffällig ist, dass Jack Reacher, etwas härter durchgreift und zu neuen Methoden der Geldbeschaffung greift, sein Gerechtigkeitssinn scheint etwas gelitten zu haben.
Fazit: Vielleicht habe ich lange keinen Lee Child mehr gelesen, aber die Geschichte hat mich sehr schnell in den Bann gezogen und der "Lesetrieb" war enorm - klare Leseempfehlung!

02.11.2011 18:28:26
carrie39

ABSOLUTE SPTITZENKLASSE-LEE CHILD VERSTEHT ES IMMER WIEDER DEN HANDLUNGSSTRANG ENG ZUSAMMENZUHALTEN-SO BLEIBT DIE SPANNUNG VON ANFANG BIS ZUM ENDE ERHALTEN- JACK REACHER IST EIN EINMALIGER AUFKLÄRER-HIER IN- TROUBLE -DIESES GEKONNTE HARTE ZUSAMMENSPIEL MIT SEINEN ALTEN KOLLEGEN:
BUCH IST SEHR EMPFEHLENSWERT

01.08.2011 09:03:14
andi1975

lee child hats wirklich geschafft,dass seine
romane um reacher,angefangen vom genialen "grössenwahn",langsam aber sicher immer schlechter werden.absoluter
höhepunkt ist "grössenwahn".
der plot und die story herum absolut fad.der rest an den haaren herbeigezogen
und unglaubhaft.bis da mal was passiert...und dann passiert auch nix.
ich hatte mir dieses buch bestellt und war echt sauer.

13.01.2011 14:32:55
BRUMBURGER

DIESES MAL IST JACK REACHER NICHT ALLEINE UNTERWEGS-
AUF DER SUCHE NACH DEN ANTWORTEN WAS MIT EINEM SEINER FRÜHEREN KOLLEGEN GESEHEN IST - UNTERSTÜTZEN IHN ENGE FREUNDE SEINER DAMALIGEN EINHEIT.
SOOFT IM LEBEN KOMMEN DIE BEGÜTERTEN GUTEN MIT IHREN BÖSEN TATEN DAVON-EGAL WAS SIE ANGESTELLT HABEN.
BEI J. REACHER IST DAS ANDERS -SIE WERDEN BESTRAFT-AUF EINE ART- DIE SO SONST NICHT ÜBLICH IST-UND DAS UNTERSCHEIDET DIESEN KRIMI WIEDER ANGENEHM VON ALL DEN ANDEREN.

21.12.2010 22:29:12
ingo

Ich mache seit einiger Zeit die Erfahrung, dass gute Krimi-Autoren stark nachlassen. Schreiben sie zu schnell? "Trouble" hat mich enttäuscht. Die Handlung zieht sich endlos, Reacher wird immer fragwürdiger. Er mordet brutal, um es den von ihn Getöteten in der gleichen Weise heimzuzahlen, wie diese gemordet haben. Alles dreht sich um pure Gewalt - von den Zahlen einmal abgesehen, die in diesem Buch krampfhaft bemüht werden. Wenn ich daran denke, dass Child einmal den Thriller "Größenwahn" geschrieben hat, kann ich ihm nur (leider!) Abstieg bescheinigen.

08.12.2010 18:05:00
Peter Lange

Habe ihn auf Englisch gelesen. Guter Plot, gute Ideen, der Held ein harter Brocken. So muss es sein. Eine literarische Offenbarung ist das Buch nicht, aber wenn ich an all den Krimi-Müll denke, den ich bislang gelesen habe, dann bleibt nur zu konstatieren, dass mich Reacher und Lee Child noch nie enttäuscht haben.

18.11.2010 17:34:53
alvarezcampos

..bin enttäuscht. hab mich so sehr auf das neue Buch gefreut, da ich absoluter Lee Child Fan bin, aber in diesem Band fehlt etwas, erst auf den letzten 100 Seiten wird es richtig spannend, so wie man/frau es von ihm gewöhnt ist, vorher ist es so ein Geplänker, überhaupt nicht typisch Lee Child, wie ich ihn kenne und diesmal habe icH das Buch auch nicht "verschlungen", also entweder kann ich mich nicht mehr so richtig erinnern , da die Bücher (Übersetzungen)ja immer eien sehr lange Wartezeit haben, während Lee Child ja immer fleissig schreibt, oder diesmal ist das Buch eben nicht so gut gelungen, was ja auch vorkommt...

01.11.2010 20:15:38
Schrodo

Keine feste Adresse, kein Telefon, keine Vergangenheit. Seit er die Eliteeinheit bei der Army verlassen hat, führt Jack Reacher ein Leben, fast ohne Spuren zu hinterlassen. Doch eines Tages liegen 1.030 Dollar auf seinem Bankkonto, und Reacher weiß: Seine Vergangenheit hat ihn wieder. Als er auf den codierten Notruf reagiert und seine Exkollegin Frances Neagley kontaktiert, erfährt er von der brutalen Ermordung ihres einstigen Partners Calvin Franz, der erst gefoltert und dann aus einem Helikopter über der Wüste Nevadas abgeworfen wurde. Auf der Suche nach dem Rest des früheren Teams müssen sie feststellen, dass Calvin nicht das einzige Mordopfer war.
Das Buch liest sich wie immer außerordentlich flüssig. Lee Child schreibt in kurzen Sätzen, kein Wort zuviel unter allerhöchster Spannung.
Wieder einmal wird Reacher in etwas hineingezogen. Wieder einmal gerät er aus dem Nichts in ein monumentales Verbrechen. Um welche Art Verbrechen es diesmal geht, kann aus Gründen der Spannung nicht verraten werden. Überraschend für Reacher Fans ist, dass selbst der geniale Kerl erst mal auf die falschen Fährten geführt wird. Die zweite Überraschung, dass aus dem einsamen Einzelgänger in diesem Thriller erstmals ein Teamplayer wird. Na ja, nicht wirklich, aber fast.
Die dritte Überraschung, auch Reacher hat Gefühle. Das zeigt sich als er feststellt, dass seine ehemaligen Untergebenen es zu weit mehr gebracht haben als er. Ist ja auch nicht sooo schwer, da er nur ein paar Dollar, eine faltbare Zahnbürste und die Klamotten die er trägt, besitzt.
Keineswegs überraschend ist, dass da wo er auftaucht, dem Bösen ohne Gnade der Garaus gemacht wird. So auch diesmal. Mit Brachialgewalt wird der Gerechtigkeit genüge getan, bevor er wieder im Nichts verschwindet.
98%

18.08.2010 22:41:17
Anja S.

Dieses hier ist ein untypischer Reacher-Roman, als dass hier zum ersten Mal Reacher seine frühere Eliteunit (oder die Reste davon) aktiviert und gemeinsam auf die Jagd geht. Wie immer sehr spannend geschrieben und gut zu lesen, jedoch mit der offenbar unvermeidlichen Liebeszene, welche wie immer eine gewisse Peinlichkeit zeigt. Dennoch ein weit überdurchschnittlicher Reacher-Thriller.