Größenwahn

Erschienen: Januar 1998

Bibliographische Angaben

  • New York: Putnam, 1997, Titel: 'Killing Floor', Seiten: 359, Originalsprache
  • München: Heyne, 1998, Seiten: 479, Übersetzt: Marie Rahn
  • München: Heyne, 1999, Seiten: 475
  • München: Heyne, 2004, Seiten: 475
  • München: Heyne, 2006, Seiten: 475
  • München: Bertelsmann, 2005, Seiten: 508, Bemerkung: Stern-Krimi-Bibliothek 3

Leser-Wertung

-
Zum Bewerten, einfach Säule klicken.
 50° 100°

Zum Bewerten, einfach Säule klicken.

Bitte bestätige - als Deine Wertung.

Gebe bitte nur eine Bewertung pro Buch ab, um die Ergebnisse nicht zu verfälschen. Danke!

13 x 91°-100°
2 x 81°-90°
0 x 71°-80°
0 x 61°-70°
0 x 51°-60°
0 x 41°-50°
0 x 31°-40°
0 x 21°-30°
0 x 11°-20°
1 x 1°-10°
B:91.3125
V:15
W:{"1":0,"2":0,"3":0,"4":0,"5":0,"6":0,"7":0,"8":1,"9":0,"10":0,"11":0,"12":0,"13":0,"14":0,"15":0,"16":0,"17":0,"18":0,"19":0,"20":0,"21":0,"22":0,"23":0,"24":0,"25":0,"26":0,"27":0,"28":0,"29":0,"30":0,"31":0,"32":0,"33":0,"34":0,"35":0,"36":0,"37":0,"38":0,"39":0,"40":0,"41":0,"42":0,"43":0,"44":0,"45":0,"46":0,"47":0,"48":0,"49":0,"50":0,"51":0,"52":0,"53":0,"54":0,"55":0,"56":0,"57":0,"58":0,"59":0,"60":0,"61":0,"62":0,"63":0,"64":0,"65":0,"66":0,"67":0,"68":0,"69":0,"70":0,"71":0,"72":0,"73":0,"74":0,"75":0,"76":0,"77":0,"78":0,"79":0,"80":0,"81":0,"82":0,"83":0,"84":0,"85":0,"86":0,"87":1,"88":0,"89":0,"90":1,"91":0,"92":0,"93":1,"94":0,"95":1,"96":2,"97":1,"98":0,"99":1,"100":7}

Auf dem Weg von Tampa nach nirgendwo ist Jack Reacher in Margrave, Georgia, aus dem Greyhoundbus gestiegen, nur wenige Stunden später findet er sich im Gefängnis wieder - unter Mordverdacht. Es fällt ihm nicht allzu schwer, seine Unschuld zu beweisen. Doch als er erfährt, dass das Mordopfer sein Bruder ist, gerät seine Welt aus den Fugen. Reacher muß erkennen, dass er nur ein kleines Rad in einem unglaublich anmutenden Plan ist. Es geht um Geld. Um soviel Geld, dass niemand mehr seines Lebens sicher ist, der nach der Quelle fragt.

Größenwahn

Größenwahn

Deine Meinung zu »Größenwahn«

Hier kannst Du einen Kommentar zu diesem Buch schreiben. Wir freuen uns auf Deine Meinungen. Ein fairer, respektvoller Umgang sollte selbstverständlich sein. Danke!

Letzte Kommentare:
26.02.2017 17:16:04
trafik

Es war mein erstes Buch von Lee Child. Ich fand es sehr gut. Positiv war die spannende Handlung und der sehr flüssige Schreibstil.
Negativ war die vielen Toten und in der Mitte des Buches war es ein wenig langatmig.
Ansonsten ein sehr gelungenes Werk. Werde sicher den nächsten Teil in dieser Serie lesen.

23.01.2013 18:46:10
Eglfinger

Nachdem Jack Reacher jetzt im Kino läuft, hab ich mir gedacht, dass ich mich mal der Serie annehme und hab mit dem ersten Teil begonnen.
Jack Reacher, ehemaliger Militärpolizist, streift durch die Staaten und landet dabei in einer Kleinstadt in Georgia. Kaum angekommen ist er auch schon Hauptverdächtiger in einem Mordfall. Doch Detective Finley hat bald ein noch größeres Problem. Der Hauptverdächtige kann seine Unschuld beweisen und ein Banker gesteht den Mord, den er aber nicht begangen haben kann. Und als Jack Reacher erfährt, um wen es sich bei dem Ermordeten handelt, beschließt er in der Stadt zu bleiben und den Mord zusammen mit Finley aufzuklären.
Reacher hat dabei seine ganz eigenen Methoden, die er seiner militärischen Ausbildung verdankt - brutal, mörderisch und skrupellos. Das macht ihn aber nicht unsympathisch, ganz im Gegenteil, den er macht Jagd auf skrupellose Mörder, die auch ihm nach dem Leben trachten und gleichzeitig zeigt er auch ganz normale menschliche Seiten.
Ich finde, dem Autor ist es gelungen, einen Helden zu kreieren, der auf der einen Seite töten kann, ohne auch nur eine Gefühlsregung zu zeigen, und auf der anderen Seite eine Art einsamer Wolf ist, der sich nichts mehr wünscht als seine Freiheit zu haben und dennoch über Ungerechtigkeiten nicht hinwegsieht und hilft.
Was die Spannung betrifft muss man sagen, dass hier noch Luft nach oben ist. Die Geschichte ist von Beginn bis Ende aus der Ich-Sicht von Jack Reacher geschrieben. Und so entstehen leider immer wieder Phasen, in denen nichts weiter geschieht. Hier wäre es schön gewesen, wenn vielleicht Teile der Geschichte aus einer anderen Sicht geschrieben worden wären.
Der Inhalt scheint mir gut recherchiert und es macht Spaß auch etwas über das amerikanische Bargeldwesen zu erfahren, ohne dass ich hier jetzt mehr verraten will.
Ich tendiere zwischen 3 und 4 Sternen. 4 Sterne, weil ich das Ende durchaus spannend fand und es mein Interesse geweckt hat, weitere Geschichten über Jack Reacher zu lesen. Aber ich gebe dennoch nur 3 Sterne, da es zwischendurch meiner Meinung nach einfach an Spannung gefehlt hatte und ich 4 Sterne nur geben möchte, wenn mich ein Buch auch durchgehend mitreißt.

24.10.2010 17:23:06
Addicted-to-read

Fasten your searbelts - we\'re going on a killer ride!

Was für ein Autor, was für ein Stil, was für eine Geschichte und das Beste zum Schluß - was für ein Held!
Von der ersten Seite an hat es mich gepackt und gnadenlos mitgezogen...

Child hat mit Jack Reacher einen Helden geschaffen, der absolut gnadenlos, cool, beherrscht und furchtlos ist. Er tötet schnell, gezielt und erbarmungslos, wenn es darum geht die Schuldigen auszulöschen.
Und doch hat auch er seine schwachen Momente und genau diese sind es, die Reacher für mich zu einem greifbaren Menschen machen.

Der Stil von Child ist schnell und erinnert sehr oft an ein Drehbuch. Er steigt sofort voll in die Geschichte ein und hält sich nicht mit langen Beschreibungen auf. Die kurzen, prägnanten Sätze und Dialoge treiben die Geschichte auf ein rasantes Tempo. Der Showdown war für mich perfekt gelungen, wenn auch einige Elemente vorhersehbar waren.
Und auch das Ende ist eines Helden wie Jack Reacher nur würdig und angemessen.

Ich kann dieses Buch uneingeschränkt weiterempfehlen, allerdings besteht hochgradige Suchtgefahr! Bei mir ist alles zu spät... bin schon angefixt...

30.07.2010 17:27:53
Stefan83

Hätte er sich nicht längst auf dem deutschen Büchermarkt etabliert, Lee Childs Werke würden wohl in der Masse des heutigen seichten Thriller-Mainstreams hoffnungslos untergehen. Die Cover ziemlich schlicht, Klappentext wie Titel meist wenig aussagekräftig und nach typisch amerikanischen Machwerk klingend. Umso interessanter die Tatsache, dass es sich bei Child um einen gebürtigen Engländer handelt, der zwar seine Geschichten innerhalb der USA angesiedelt, seine Meriten in Punkto Spannungsaufbau jedoch auf der britischen Insel erworben hat. Mehr als zwanzig Jahre war er dort für den Fernsehsender „Granada Television“ tätig, für den er zahlreiche Krimi- und Thrillerserien (u.a. „Ein Fall für Fitz“) betreute. Seine im Filmgeschäft gemachten Erfahrungen scheint er dann auf seine Romane übertragen zu haben, die, konstruiert und aufgebaut wie ein Drehbuch, pointierte Action vom Allerfeinsten bieten. Das gilt auch gleich für seinen Erstling „Größenwahn“, in dem Serienheld Jack Reacher sein Debüt gibt und mit seinem Auftritt Erinnerungen an längst vergessene Kinostreifen weckt.

Oben genannter Jack Reacher hat endgültig der Army den Rücken gekehrt. Nach vielen Jahren als Soldat und Militärpolizist in Stützpunkten auf der ganzen Welt, will er seine neu gewonnene Freiheit von den Pflichten in allen Zügen genießen. Plan- und ziellos wandert er von Ortschaft zu Ortschaft. Zahlt stets bar und reist ohne Dokumente, um möglichst anonym zu bleiben. Von Tampa in Florida zieht es ihn nach Norden, Richtung Georgia. Mitten im Nirgendwo lässt ihn schließlich eine Eingebung aus dem Greyhound-Bus aussteigen. Seine Füße tragen ihn in das kleine verschlafene Nest Margrave, in dem einst der berühmte Gitarrenspieler „Blind Blake“ gestorben sein soll. Jack will mehr über dessen Vergangenheit erfahren, gönnt sich vor seiner Spurensuche jedoch noch ein ausgiebiges Frühstück im Diner. Nur wenige Minuten nach seiner Ankunft stürmen bewaffnete Polizisten den Saal und verhaften Jack. Er wird angeklagt, an einem nahe gelegenen Lagerhaus einen Mann getötet zu haben.

Auf dem Revier beteuert Jack mehrfach seine Unschuld, obwohl er weiß, dass vieles gegen ihn spricht: Kein Ausweis, kein Bargeld, seine düstere Erscheinung und das Fehlen jeglichen nachvollziehbares Motivs, den Ort Margrave überhaupt aufzusuchen. Als dann auch noch der fette Chief der örtlichen Polizei behauptet, ihn in der vergangenen Nacht in der Nähe des Tatorts gesehen zu haben, scheint ein längerer Gefängnisaufenthalt unausweichlich. Plötzlich kommt ihn jedoch unfreiwillig Paul Hubble zu Hilfe. Der Banker aus Margrave gesteht den Mord und wird sogleich festgenommen. Aufgrund der vielen Ungereimtheiten lässt der schwarze Detective Finlay Jack jedoch mit in U-Haft wandern. Dieser ist von der Aussicht auf ein Wochenende im Knast wenig begeistert, fügt sich aber in sein Schicksal. Gemeinsam mit Hubble wird er in eine Zelle gesperrt, wo er von dem Banker nicht nur einige pikante Details erfährt, sondern auch schnell unerwünschten Besuch bekommt … denn Jack ist nicht in der U-Haft, sondern im Trakt für die Schwerstverbrecher gelandet. Für den Ex-Soldaten beginnt die (bisher) schlimmste Woche seines Lebens …

Nein, sie haben richtig gelesen. Er heißt schon Jack Reacher und nicht Jack Bauer, wenngleich gewisse Ähnlichkeiten zum Serienhelden von „24“ nicht von der Hand zu weisen sind. Selbiges gilt übrigens auch für den 80er Jahre Filmheld John Rambo, mit dem Lee Childs Protagonist mehr als nur seine Initialen gemein hat. Wie dieser ist er wortkarg, verschlossen, und will eigentlich nur in Ruhe gelassen werden. Aber wie Rambo, der in seinem ersten Auftritt ja ebenfalls bei seiner ziellosen Umherwanderung von der Polizei aufgegriffen wird, so muss Reacher letztlich Taten sprechen lassen. Und da kann es dann schon mal ungemütlich werden.

Die ersten 100 Seiten von „Größenwahn“ gehören wohl mit zum Besten, was ich bisher in diesem Genre gelesen habe. Dank Lee Childs Schreibstil ist man von Zeile eins an drin im Geschehen. Kurze knappe stakkatoartige Sätze, schnelle Szenenwechsel, eine Handlung mit durchgetretenem Gaspedal. Es ist als würde einem die Eindrücke nur so um die Ohren fliegen. Child schreibt in etwa so wie Regisseure mit der Handkamera filmen: Ruckelig, hastig, jeder Bewegung folgend. Wo andere Autoren erst lange die Umgebung beschreiben oder in Rückblicken die Vergangenheit ihres Protagonisten skizzieren, lässt Child uns hier alles durch die Augen des Ich-Erzählers Reacher miterleben. Und der ist, das ahnt man schon in diesen bedrohlich ruhigen Phasen auf dem Polizeirevier, ein Vollstrecker wie er im Buche steht. Durchdrungen von einem äußerst ausgeprägten Gerechtigkeitsgefühl kennt Reacher keine Freunde, wenn es darum geht, die Schuldigen zur Strecke zu bringen. Im Zweikampf ist er gewalttätig und erbarmungslos. Er tötet ohne große Gewissensbisse, hat seine moralischen Grenzen klar abgesteckt. Schon fast im Kontrast dazu steht seine übermenschliche Intelligenz und die Fähigkeit zu Deduktion. Wo andere – zumeist Polizei oder Geheimdienste – noch im Dunkeln tappen, hat Reacher stets bereits die Antwort und die Lösung. Wo andere zögern, handelt er ohne mit der Wimper zu zucken.

Mit Jack Reacher steht und fällt wohl jede Handlung eines Lee Child-Romans, denn wer sich mit dem testosterongeschwängerten Helden nicht anfreunden kann, wird auch nur schwer in die jeweilige Handlung reinfinden. Mir persönlich liegt dieser Typ Ermittler und Einzelkämpfer, der, wie auch seine Kollegen Charlie „Bird“ Parker oder Dave Robicheaux, zwar mit inneren Dämonen zu kämpfen hat, sich aber von den ja schon fast zum Krimi-Alltag gehörenden Depressionen und sozialen Problemen distanziert. Jack Reacher ist unkompliziert und geradlinig. Und weil sich Childs Bücher eben genauso lesen, sind sie wohl auch derart erfolgreich.

In gewissem Sinne hat Lee Child mit seiner Reihe den Western in die Neuzeit geholt und auf Papier gebracht. Diese Art Lonesome Cowboy mag zwar kein literarischer Meilenstein sein, aber sie unterhält. Wer nun näher analysieren will, findet sicher einige politisch und vor allem moralisch fragwürdige Momente. Vom Hang zur Selbstjustiz bis hin zur teilweise unnötig brutalen Gewalt. Ansätze zur Kritik gibt es einige. Nichts davon konnte letztlich meine Freude an „Größenwahn“ schmälern. Das taten dann nur die im Mittelteil arg langatmigen Passagen, welche den eigentlich auf Rasanz und Konfrontation ausgelegten Plot unnötig streckten.

Insgesamt ist „Größenwahn“ ein herrlich direkter, knallharter Actionthriller, der trotz einiger Unglaubwürdigkeiten mit einem äußerst intelligenten Plot aufwartet und Lust auf viel, viel mehr macht. KC-User hankhauser schrieb als Leserkommentar zu diesem Buch: „Nimmt man\'s erstmal in die Hand, kann man im Bücherregal direkt Platz für die komplette Jack-Reacher-Reihe machen“. Recht hat er. Gesagt, getan.

02.03.2010 06:04:33
mase

Jack Reacher ist raus aus der Army. Ziel- und planlos zieht er nun quer durch die Staaten um die neu erworbene Freiheit auszukosten. Frei zu sein bedeutet ihm auch, völlig anonym zu reisen. Ohne Dokumente und Gepäck. Im Nirgendwo in Georgia steigt er aus dem Bus und wird unmittelbar darauf wegen Mordes verhaftet, um anschliessend der örtlichen Polizei bei der Aufklärung zu helfen. Inoffiziell und auf seine Weise versteht sich. Und seine Weise ist nicht die sanfte Tour.

Ab der ersten Seite geht es mit Vollgas los, ohne Vorgeplänkel aber auch ohne flach zu sein.Wenn man an Lee Childs Reacher Reihe denkt, dann spricht man automatisch von seinem Protagonisten und nicht vom Autor, denn Reacher ist das non plus ultra im Thriller Bereich. Vor allem wahrscheinlich für männliche Leser . Egal wie viele Gegner, er macht sie alle platt, egal wie schön die Frau, er bekommt sie, egal wie knifflig die Aufgabe, er löst sie. Diese Superman Eigenschaften zusammen mit dem sehr clever durchdachten und auf Grund der Thematik interessanten Plot und der meines Erachtens guten Schreibe des Autors, machen die Reacher-Reihe zu einem Muss für Thrillerfans.

Interessant finde ich ja dabei immer das junge Alter, dass die US-Autoren ihren Protagonisten verpassen. Reacher ist hier 36 und bei Kollegen wie zum Beispiel Lehanes Kenzie ist das ähnlich. Für meinen Geschmack etwas zu jung, um so erfahren und abgebrüht zu sein, aber im Land der unbegrenzten Möglichkeiten ticken die Uhren anders.

17.10.2009 14:13:38
guidobillstein

Am Ende funktioniert es nicht zwischen ihr, Roscoe, einer hübschen Polizistin eines Kaffs in Georgia und ihm, Reacher, Ex-Militärpolizist auf Durchreise.

Davor: Ein Mord in Margrave, Georgia (das Kaff). Reacher ist eher zufällig hier und wird gleich als Tatverdächtiger verhaftet. Es stellt sich heraus: Reacher ist unschuldig, das Opfer sein Bruder, der Fall somit Familienangelegenheit – und Margrave das Zentrum einer Falschgeldbande, zu der die meisten der Stadtoffiziellen gehören.

Reacher ist ein Vollstrecker, weniger ein Ermittler, ein Racheengel und Einzelgänger, ein lonesome cowboy. Kaliber 45 ist Ehrensache und herumspritzendes Blut & Körperteile in Zeitlupe sowieso. Reichlich viel Peckinpah.

Das spricht natürlich unsere im Alltagsleben unterdrückte Lust an der Gewalt an. Das ist natürlich politisch & moralisch verwerflich. Wäre da nicht auch Childs sorgfältige Schilderung des nach wie vor existierenden Rassismus im Grand Old South. Nicht direkt Thema, aber doch Hintergrund.

Der Roman ist natürlich alles andere als plausibel: Vierzig Millionen Ein-Dollar-Scheine zu Bergen getürmt in einer Lagerhalle? Leute, die mit Reschen und Mistgabel das Zeug wie Heu zusammenkehren und in Kartons verpacken? Ein kleines Kaff, das 60 Milliarden US$ Falschgeld pro Jahr herstellt und in die Welt pumpt? Und niemandem - außer einem alleine ermittelnden FBI Agenten (dem Mordopfer) fällt dies auf? Lächerlich.

Aber, wie man so sagt: „Do not count the bumps. Enjoy the ride”.

Und am Ende reitet er weiter, Reacher, der Ex-Bulle auf Durchreise. „Ich wollte die Straße vor mir“, sagt er „und jeden Tag einen neuen Ort“.

14.02.2009 10:51:56
hankhauser

Ich kann nur dazu raten die Finger von diesem Buch zu lassen, es macht hochgradig süchtig. Nimmt man's erstmal in die Hand, kann man im Bücherregal direkt Platz für die komplette Jack Reacher-Reihe machen. Auch die sozialen Kontakte werden mitunter in arge Mitleidenschaft gezogen, oder erleiden in einigen Fällen komplett Schiffbruch. Jack Reacher, ein Held, wie er eben nicht in jedem Buche steht. Vergleichbar vieleicht mit einem Model für Übergrössen. Er ist die schillernde Ausname in einem Genre, das mit leblosen Jack Bauer-Kopien nur so überschwemmt wird.

07.02.2009 20:47:19
detno

Der Schreibstil ist (zumindest für mich jedenfalls) sehr gewöhnungsbedürftig!!!

Sätze mit drei, vier Worten PUNKT
erinnerten mich stark PUNKT an die Zeitung mit den vier PUNKT Buchstaben BILD PUNKT.

Aber nach wenigen Seiten war ich daran gewöhnt und in den Bann der Story gezogen. Dann erscheint das Niveau dieser Story wirklich nicht mehr vergleichbar mit diesen vier Großbuchstaben. Ist es auch nicht.!!!

Okay, wenn man akzeptiert, dass Ex-Militärpolizist Jack Reacher in dem sauberen Ort Margrave die gesamten Armeen dieser Erde einschließlich aller Spezialeingreifgruppen gegen das Böse ersetzt - fast allein natürlich - und mit seiner Mumme alles bereinigt, was da so seitens des Bösen in den Weg kommt, dann wird großer Lese-Spaß geliefert. Die Fetzen fliegen gewaltig, da bleibt kein Auge mehr trocken. (Einige Male habe ich das Buch hochgehoben und geschaut, ob nicht Blut oder Geldscheinschnipsel herauskommen).

Die Lösung des Falls ist nicht überraschend, aber - jetzt genau auch wegen dieses Stakato-Schreibstils - ein echter Hammer. Die Kurzsätze fliegen einem nur noch so um die Ohren.

Jederzeit könnte ich diesen Stil nicht lesen, aber "Größenwahn" (bei mir als STERN-Buch Nr.3) hat große Freude bereitet.

Jetzt muss ich zur Entspannung mal keinen Krimi Lesen: "WILLY BRANDT - Erinnerungen" - ist angesagt - mit mehr Worten in den einzelnen Sätzen.
Ehrlich, da kommen 20, 30, 40 Worte und dann erst ein PUNKT!!!
Fast unglaublich nach der Geschichte von Lee Child.

Egal:
Für "Größenwahn" gebe ich satte 89 °.

26.06.2008 00:36:08
silverfox

Voll auf den Nerv getroffen,das Buch,der
Held,der Autor ! Mach was dagegen.
Klare,prägnante Sprache,flüssige,hochspannende Handlung. So gut lass ich mich gerne unterhalten. Und schon hat Jack Reacher einen Fan mehr.

06.05.2008 14:17:12
max hoelz

hallo nachtstrom, lincoln child ist "dutzendware", lee child aber nicht? Na, du lee-child-neuling, wir sprechen uns wieder, wenn du mehr von dem gelesen hast...
aber eines sollte jetzt schon klar sein: keine beleidigungen gegenüber james ellroy durch lee-child-vergleiche!

13.03.2008 08:33:47
nachtstrom

Lee Child habe ich lange nicht wahrgenommen- ich muß zu meiner Schande gestehen, weil ich ihn mit Lincoln Child, einem Teil des Dutzendware schreibenden Duos Preston/Child verwechselt habe. Ein fleissiger Couch-Teilnehmer hat mich vor kurzem mit dem "richtigen" Child angefixt, worauf ich mich dann gleich mal auf "Grössenwahn" gestürzt habe.

Jack Reacher ist ja anscheinend wirklich die literaturgewordene Version der Filmikone John Rambo! Ein Mann mit Militärvergangenheit, eigentlich ein ruhiger, durchaus netter Zeitgenosse, der hauptsächlich eins will: in Ruhe gelassen werden.
Wenn ihm allerdings böse Buben ans Leder wollen, schreckt er auch vor nicht vor äußerster Brutalität zurück. Darin erinnert er mich ein wenig an John Connolly's Charlie Parker, wenn Reacher auch (zumindest in seinem Debüt) nicht ganz so entgrenzt in Blut und Körperteilen zu waten scheint wie der finstere Parker.

Genauso straigth wie er seinen Helden modelliert hat, schreibt Lee Child: ungeschminkte, lakonische Sätze, die vorallem bei Action-Sequenzen wie eine Garbe aus einem Maschinengewehr auf den Leser einprasseln: darin erinnert er ein wenig an den Ellroy der späteren Phase (etwa ab "White Jazz"). Mich hat "Grössenwahn" jedenfalls auch ganz straight zum Jack Reacher- und damit auch zum Lee Child - Enthusiasten gemacht.

19.02.2008 14:42:36
Jörg Hennerkes

Das war mein erstes Buch über Jack Reacher, und ich muss sagen, dass es mir sehr gut gefallen hat,
Naturlich wird er als Held dargestellt, der alles herausfindet und dem schnell alles klar wird, aber mal ehrlich: Wollen wir nicht alle mal ein Held sein???

12.12.2007 15:19:43
Thomas Jerschke

Das Buch ist echt hard-boiled! Absolut klasse und rasant beschrieben.
Jack Reacher ist ein echter kleiner Rambo.
Aber ein sehr intelligenter Mensch. Der Roman ist flüssig in der Ich-Form geschrieben und es mangelt nicht an Spannung und Action. Hoffentlich verfilmt man die Reihe bald, die nachfolgenden Teile sind nämlich auch echt super!

25.10.2007 17:38:03
hippilein

Es ist ein gutes und "schnelles "Buch. Die Charaktere und die Handlung zwingen einen zum Weiterlesen. Obwohl der Held Reacher sehr perfekt wirkt, ist er nicht unsympathisch. Im Gegenteil man möchte mehr von ihm wissen und mehr mit ihm erleben. Erschreckend fand ich die Story , die ,so denke ich ,leider sehr realistisch ist. Korruption bis in die höchsten Kreise und selbst das Sicherheitssystem ist nicht minder beteiligt. Diese Tatsache ist schon nachdenkenswert. Das Buch ist auf jeden Fall nicht mein letzter Reacher, den ich lesen werde.

15.10.2007 15:30:25
Kerstin

Ein wahrlich gigantisches Netzwerk aus Mord, Verrat und Verschwörung spinnt sich hier um einen kleinen Ort in Georgia und durch Zufall wird Reacher da mit hineingezogen … schon bald wird es für ihn sogar zu einer persönlichen Sache, doch mit Hilfe von ein paar vertrauenswürdigen Einwohnern deckt er diese groß angelegte Vertuschungsaktion mit einem Knall auf!

08.05.2007 14:43:37
Werner

Ein Bekannter gab mir den Tip ,dieses Buch zu lesen.
Ich war angetan von Jack Reacher und freue mich auf das nächste Buch von Lee Child.
Das Buch kann ich nur empfehlen.

03.05.2007 23:25:44
frolleinvomamt

Versuche schon seit gestern zu schreiben, dass ich das Buch gelinde gesagt nicht so toll fand.
Und dann werde ich jedesmal abgewatscht, dass ich unerlaubte Wörter verwendet hätte.
Kann es sein, dass hier ein "Nur-Pro"-Filter draufsitzt? ;-)

22.03.2007 17:14:13
Luca

Mein erstes Buch von Lee Child.Im gegensatz zu meiner vorschreiberin war mir der Held nicht "zu perfekt"sondern genau richtig.
Auch die Story hat es in sich,ich werde sicher noch viele Jack Reacher Romane Lesen.

07.12.2006 11:59:37
Jennyy

Ich stimme Andreas zu: Die Hauptperson war mir ebenfalls zu perfekt. Den ersten Teil des Buches habe ich verschlungen-war richtig spannend und flüssig zu lesen. Nach der Hälfte fand ich es dann etwas zäh.
Trotzdem gute Story. Von mir gibts 70

23.11.2006 23:42:54
T.Reffer

Jawoll, schlagt sie tot, die Bösen dieser Welt!! Das Buch gehört ins Marschgepäck eines jeden US-GIs. Jedem Manne seine Faustfeuerwaffe - endlich auch in Doitschland!

20.11.2006 10:38:31
jeffVienna

"Größenwahn" wie eine Dampfmaschine - ständig unter Druck. Keine Zeile erscheint überflüssig. Der Roman gibt eine außergewöhnlich hohe Geschwindigkeit vor, mit der man allerdings locker mithält.
Tolles Buch, sicherlich nicht mein letztes von Lee Child!

09.10.2006 08:53:35
Andreas

Ich glaube, in dem Buch gibt es keine Kommata, da nur mit kurzen Hauptsätzen, ohne Nebensätze gearbeitet wird. Daher ein "schnelles" Buch.

Die Geschichte ist gut.
Was mich allerdings ein bisschen störte: Mir war die Hauptperson etwas zu perfekt. Nicht nur, dass jede körperliche Auseinandersetzung locker gewonnen wird. Auch hat beweist Jack Reacher für meinen Geschmack etwas zu viel Durchblick. Beispielhaft möchte ich nur auf die auferzwungene Suchaktion kurz vor Schluss verweisen, wo Reacher mit ganz spärlichen Informationen aber trotzdem zielsicher einen Gesuchten ausfindig macht - das war m.E. des Guten zuviel.
Mich erinnert Reacher daher ein wenig an Rambo.

Trotzdem - ein guter Gesamteindruck - 88 Punkte.

15.04.2006 13:47:48
Alexander

Ich fand dieses Buch ebenfalls nicht schlecht. Es ist handwerklich solide und gut recherchiert. Lee Child schafft es hervorragend den Leser von der ersten Seite an zu fesseln. Besonders gut an dieser Geschichte fand ich,dass gezeigt wurde wie leicht ein bisher unbescholtener Typ aus der oberen Mittelschicht in hochkriminelle Umtreibe verwickelt werden kann, nachdem er seinen Arbeitsplatz aufgrund von Rationalisierungsmaßnahmen verloren hat. Gestört hat mich an diesem Buch nur die hemmungslose Brutalität und dieses Übermaß an Action. Ich finde, hätte daß Buch ca. 100 Seiten weniger und damit ein paar Actionszenen weniger gehabt, wäre es ein noch größeres Lesevergnügen.

18.02.2006 19:38:06
Stephan

Auch ich habe lange Zeit nicht gelesen bis zu dem Zeitpunkt als mir meine Tante dieses Buch schenkte. Ich widmete die größte Zeit meines Urlaubs diesem Buch und es hat sich gelohnt. Ein Klasse Buch das keine Langeweile aufkommen lässt.. Nur zu empfehlen.. Habe mir gerade den nächsten Jack Reacher Thriller bestellt.

30.01.2006 09:43:20
Marcel

Ein sehr guter Thriller, der vor allem durch seine humor- und kompromisslose Erzählung zu beeindrucken weiß. Keine außergewöhnliche Story und Wendungen, sondern guter "alter" Thrill mit einem Protagonisten Marke Charles Bronson.

Einziger Wehrmutstropfen...ich finde Lee Child schafft es nicht den Personen ein echtes Gesicht zu geben. Ich zumindest konnte mir keine einzige Person des Buches vor Augen vorstellen. Stattdessen ist allerdings die Beschreibung der Umgebung, der Städte, der Plätze sehr gut gelungen. Niemals zuvor konnte ich mir die Schauplätze besser vorstellen als hier.

Fazit: kein Meisterwerk, aber sehr nahe dran.

06.01.2006 16:03:20
Jane

Schon allein der erste Satz hat mich neugierig gemacht, das erste Kapitel war super und das gesamte Buch spannend und fesselnd. Eins der wenigen Bücher, wegen denen ich eine Nacht durchgelesen habe! Nur zu empfehlen!!

02.01.2006 00:08:12
Pepa

Dieses Buch hat meine "Lesekrise" beendet ...und ich habe nun große Lust auf die gesamte Jack Reacher-Reihe bekommen. Wer ebenfalls meint schon zu viele Krimis/Thriller gelesen zu haben, sollte diesem Buch trotzdem (oder gerade drum ;-)) eine Chance geben...
99°

22.09.2005 20:48:20
b.neumann

Sätze wie aus der Kalaschnikow: kurze Feuerstöße. Unverhofft. Tödlich.
Nur der "Trendsetterin" Anja S. (s. unendlich viele kluge Erstkommentare hier im Forum) verdanke ich das Lesen dieses fulminanten Krimis, der wahrlich Spitze ist! Wenn "Größenwahn" nicht so oft von ihr erwähnt worden wäre, hätte ich Jack Reacher in diesem Leben wohl nie wahrgenommen.
Zur Sache: Wieder einmal ein "Veteran" der G.I.\'s, der mit Guerilla-Erfahrung und unendlich vielen Tricks in kaltblütiger Manier (jetzt aber auf der "guten" Seite stehend) als Robin Hood der Geächteten aber so richtig tot macht. Der Buchtitel läßt zwar recht schnell Schlußfolgerungen zur Ursache des Grauens zu, aber spannend ist es bis zum Schluß.
Und auch wieder was dazugelernt speziell über die amerikanische Währung, welches bei richtiger Antwort von G. Jauch-Aspiranten ein Raunen bei den Zuschauern garantieren würde.
FAZIT: 97 Grad, so in der Nähe von "Die purpurnen Flüsse", "Der Blinde von Sevilla", Schule des Schweigens", "Abrechnung in Las Vegas"..........
P.S.: als Nächstes freut sich George Pelecanos nun endlich, endgültig aus dem Dornröschenschlaf geweckt zu werden. "King Suckerman" scheint ein vielversprechender Einstieg zu sein.
Na, lesen wir mal.

22.08.2005 17:55:51
Kai

Lee Child ist der Tritt in die Weichteile des üblichen Krimi-Liebhabers. Hart, schnörkellos, technisch 1A recherchiert, Freunde der realistischen Action werden nicht zu kurz kommen. Plotpoints, Dialoge, Action und Typus entsprechen dem Filmgenre des Actionthrillers, respektive der "24" Serie mit Kiefer Sutherland. Hier wird hart geschrieben, professionell kombiniert und eiskalt und lakonisch ausgeführt.
Jack Reacher ist der Hardboiled der Gegenwart. Endlich fern ab von unverarbeiteter Mutter-Sohn-Komplexe und im Stillstand mündender Charakterstudien anderer Autoren, endlich keine Serienkiller jagenden Gerichtsmediziner, sondern ein echter Eisenfresser, der sich auch für toughe Oneliner nicht zu schade ist. Macht Spaß und liest sich so durch!

05.05.2005 20:11:41
yvonne

Ich habe das Buch auf dem Wühltisch bei den verbilligten Büchern gefunden und muss sagen, selten habe ich so ein gutes Buch erwischt!!! Hat sich gelohnt. Auch der Stil ist mal ein bisschen unkonventioneller. Spannend bis zum Schluss! Klasse!!

29.03.2005 18:53:03
MiBu

Auch mir wurde das Buch von meiner Buchhandlung empfohlen. Ich muß sagen das es sich wirklich lohnt zu lesen - der Spannungsaufbau ist genial und fesselnd.
Die Hauptfigur angenehm kantig.
Da freut man sich schon voller Hochspannung auf den nächsten Band.

01.01.2005 15:37:25
Tieger

Ich habe dieses Buch von einer Buchverkäuferin empfohlen bekommen und dieser Tipp hat sich gelohnt! Ein Krimi mit Suchtfaktor! Der nächste Band ist schon bestellt. Faszinierender Blickwinkel auch, wenn es eher ungewöhnlich ist, dass der "Gute" mehr Menschen tötet, als die "Bösen".Aber was sein muss, muss wohl sein.......

18.12.2004 13:20:32
mücke

Auch in den anderen Romanen gelingt es Child den gesetzten Standard zuhalten.Ich habe besonders die Situationseinschätzungen und bürokratischen Abläufe genossen,etwas im Fernsehen,Film und Ludlums ;)
zu kurz kommt..

29.05.2004 06:39:48
CBG

Dieser erste Band der gesamten Reacher-Reihe ist zugleich der beste. Es geht bereits in voller Hochspannung auf der ersten Seite los und hoert bis zum Schluss nicht auf. Echt klasse!!!

03.05.2004 12:37:18
Bossmann

Das Buch ist absolut spannend, immer wieder neue Wendungen und baut die Spannung total auf. Ein absoluter Gewinn.

14.05.2003 00:34:26
Anja Schade

Wahnsinnig spannend, vielleicht ist Jack Reacher etwas zu sehr Superman, aber dennoch sollte man nicht abneds zu lesen anfangen...
98 grad