Die Katze lässt das Mausen nicht

Erschienen: Januar 2003

Bibliographische Angaben

  • New York: Bantam, 2002, Titel: 'Catch As Cat Can', Seiten: 287, Originalsprache
  • München: Ullstein, 2003, Seiten: 303, Übersetzt: Margarete Längsfeld
  • Berlin: Ullstein, 2004, Seiten: 303

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Wolfgang Weninger
Wenn eine fette, graue Katze zu einer schwanzlosen Corgihündin ´Fettarsch´ sagt

Buch-Rezension von Wolfgang Weninger Okt 2003

Wenn eine unverschämte, fette, graue Katze zu einer schwanzlosen Corgihündin "Fettarsch" sagt, dann hat das mit Sicherheit einen wichtigen Grund, auch wenn das tierische Trio, dem auch die Tigerkatze Miss Murphy angehört, noch nicht wissen kann, dass der Fund des riesigen toten Helmspechts sich zu einem ausgewachsenen Kriminalfall mausert.

Grozet in den Blue Ridge Mountains Virginias ist der Wohnort der Posthalterin Mary Minor Haristeen, genannt Harry, die gemeinsam mit ihren Tieren den Helmspecht birgt und ihn dem Sattler und Hobby-Tierpräparator Don Clatterbuck zum Ausstopfen übergibt.

Damit könnten wir eigentlich das Thema Specht abschließen, denn Crozet erliegt gerade völlig den einbrechenden Frühlingsgefühlen und nichts ist wichtiger, als für die bevorstehenden Feste und Bälle den geeigneten Partner zu finden. Und so buhlen die kleinstädtischen Schönheiten um jedes noch so repräsentative und möglichst reiche Männerherz und im Gegenzug revanchiert sich die Männerwelt mit ihrem Werben um die ansehnlichste großbusige Blondine.

Dies geht selbstverständlich nicht ohne gewisse Rivalitäten ab, die von den Damen mit bissigen Kommentaren und von den Männern mit schlagfertigen Argumenten kommentiert werden. Und die ergänzenden Statements von Katze, Hund und Ratte tun ihr übriges dazu, den Kampf um das andere Geschlecht zum Highlight des alljährlichen Hartriegelfestes werden zu lassen.

Aber der Landalltag wird empfindlich gestört, als an Mirandas Uraltford die Radkappen geklaut werden. Diese finden sich zwar schnell bei den örtlichen Recyclingprofis, doch der Täter bleibt unerkannt. Bis zu dem Tag, an dem er als Dienstbote beim oben genannten Fest angeblich einen Mercedesstern geklaut hat. Doch es gibt wichtigere Ereignisse, die Polizei und Bevölkerung in Atem halten, denn einer der Abfallbeseitigungsbrüder gibt nach einer Tasse Kaffee völlig unspektakulär den Löffel ab, der offensichtlich mit Gift gefüllt war.

Harry, die Hobbyschnüfflerin, und ihr tierisches Kriminalistentrio kommen voll auf Touren. Kein Wunder, geschieht doch bald darauf das nächste Verbrechen, bei dem es sich der unbekannte Radkappendieb nicht nehmen lässt. hübsch aufgeknüpft an einem Ast zu baumeln. Und in seinem Lastwagen findet sich der tote Helmspecht neben seinem ebenso toten Präparator, dessen Loch im Schädel Polizei, Harry und das fellige Ermittlertrio zu kriminalistischen Höchstleistungen anspornen muss.

Rita Mae Brown aus Hanover, Pennsylvania, und ihre Co-Autorin, die Tigerkatze Sneaky Pie Brown, servieren uns im Ulllstein Verlag mit "Die Katze lässt das Mausen nicht" ein weiteres Kriminalabenteuer mit Miss Murphy und ihren Freunden. Auch wenn die Spannung nicht gerade Gänsehautniveau erreicht, ist die Umsetzung des ländlich-sittlichen Kleinstadtmilieus, gerade durch die Einbindung der tierischen Dialoge, ein gelungen humorvolles Lesevergnügen geworden.

Darüber hinaus ist hier nichts so einfach, wie es am Anfang aussieht. Es finden sich genügend überraschende Wendungen, die von Katze, Hund und Leser Mitdenken erfordern. Was gelegentlich an detektivischer Logik fehlt, wird mit köstlich bissigen Dialogen wett gemacht, die während des Lesens mehr als einmal zum Lachen reizen.

Das Buch erhebt sicherlich nicht den Anspruch, sich gängiger Krimiklischees voller hochgeistiger und forensischer Ermittlungsmethoden zu bedienen. Dafür finden wir unterhaltsamen, leicht lesbaren Krimispaß für die lockere Feierabendlektüre. Abseits ausgetretener Krimipfade lässt sich für Katz & Co deshalb eine deutliche Leseempfehlung ausmiauen, für all diejenigen, die einmal Lust haben, die literarische Killerjagd wider den tierischen Ernst anzutreten.

Die Katze lässt das Mausen nicht

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Letzte Kommentare:
30.10.2011 12:14:28
Markus

Bevor ich den mittlerweile 10. Band der Serie um Mrs. Murphy, Pewter und Tucker gelesen habe, habe ich mir einige Meinungen und Rezensionen durchgelesen. Vielfach wurde \'Die Katze lässt das Mausen nicht\' als der spannendste und lustigste Band der Reihe angepriesen, deshalb habe ich mir den Tierkrimi gleich mal gekauft und gelesen.
Der spannendste und beste Krimi der Reihe ist es meiner Meinung nach nicht (die ersten beiden Bände \'Schade, dass du nicht tot bist\' und \'Ruhe in Fetzen\' wird RMB wohl nicht mehr übertreffen können), aber würde ich ein Ranking machen, wäre dieses Buch definitiv auf den vorderen Plätzen wieder zu finden. In ihrem neuen Fall währt die Frühlingsidylle im beschaulichen Städtchen Crozet, Virginia, nur kurz an, denn plötzlich werden die Radkappen von Miranda Hoggendobbers Ford Falcon gestohlen. Als kurze Zeit später auch jemand ermordet wird, ist das Chaos perfekt.
Ich fand diesen Band wieder herrlich erfrischend, und die Spannung kam auf jeden Fall nicht zu kurz. Man kann ein klein wenig ahnen, wer zu den \'Bösen\' dazugehört und wer nicht, trotzdem kamen bei der abschließenden Aufklärung viele neue und überraschende Details dazu. Was mir auch sehr gut gefallen hat, ist die Tatsache, dass sich die Figuren auch im 10. Teil der Mrs. Murphy Serie weiterentwickeln: so begraben Harry und BoomBoom Craycroft nach und nach das Kriegsbeil und es gibt auch (endlich!) einen neuen Mann im Leben von Harry Harristeen ...

Fazit: Vielleicht nicht der beste, aber zweifelsfrei ein sehr guter Band der Serie um Mrs. Murphy & Co. Unbedingt lesen!

09.03.2011 17:15:04
Suskai

Wieder ein großartiger Roman von Rita Mae Brown. Das Buch hat Spannung und ist mit einer feinen Prise Witz gewürzt. Es ist zwar in diesem Buch von ihr durch aus schnell möglich auf den Mörder zu kommen, aber auf Grund der interessanten Nebenhandlungen ist dies überhaupt kein Problem. Ich bin zwar auf den Mörder gekommen, aber der Grund für den Mord liegt nicht so leicht auf der Hand.
Es ist auch hier wieder ein typischer Rita Mae Brown. Super für Fans. Wer die Tiere liebt, wird auch dieses Buch förmlich verschlingen.

27.11.2009 15:54:02
D.M.

Ich habe viele Bücher von Rita Mae Brown gelesen, aber dieses ist mit Abstand mein Lieblingsbuch, ein perfekter Schmöker für die Hängematte. Ich liebe es immer wieder nach Crozet entführt zu werden. Vor allem die Kommentare der Tiere über Menschen und der Kampf der Katzen gegen den Blauhäher einfach nur Klasse, ich kann dieses Buch einfach nur empfehlen

05.12.2005 19:18:36
Maren S.

Ich habe diesen Krimi gerade heute zum 4. mal gelesen und bin noch immer begeistert, nicht nur das die Tiere in jedem der Krimis eine wichtige "Aufklärungsgabe" haben, auch wären die Krimis ohne Mrs. Murphy, Tee Tucker, Pewter, Simon (das Opossum), Tomahawk, Gin Fizz und Poptart (die 3 Pferde) von Harry undenkbar. "Die Katze lässt das Mausen nicht" ist ein weiterer Lieblingsroman von mir, kann ihn nur wärmstens empfehlen

08.01.2005 18:46:39
Martin F.

Ich bin von diesem buch einfach begeistert es ist immer wieder spannend von den neusten Abenteuern der Mrs. Murphy zu lesen. Mein erstes Buch " Die Katze richt Lunte" habe ich durch zufall auf einem Flohmarkt gefunden! seit dem ist bei mir ein echtes Murphyfieber ausgebrochen!!!:)

07.01.2005 22:58:20
Sandra

Dieses Buch ist anfangs zwar nicht so toll, wird aber mit der Zeit immer lustiger& spannender.Vor allem die Tiere sind sehr gerissen.Die Personen haben mir auch sehr gefallen weil jede eine sehr starcke Persönlichkeit hat.Mir gefällt dieses Buch sehr
!!!!

08.01.2004 12:45:48
SilkeS.

Dieser Krimi hat mir wieder besser gefallen wie der letzte!
Er hatte wenigstens wieder etwas von einem Krimi
Man gewinnt auch die Personen lieb, denn sie sind toll rübergebracht!

15.07.2003 08:12:08
Vera

Ein super tolles Buch!! Spannend bis zuletzt! Man kann das lesen nicht lassen.
Viel Spass :o))))

20.03.2003 17:27:27
Cinderella

Ich habe bereits alle Bücher dieser Autorin und ihrer Katze gelesen, aber dieses ist mit Abstand das Beste. Ausnahmsweise weiss man vor der wirklich vorletzten Seite nicht, wer nun der Täter war. OK, man kann es ahnen, aber, ätsch, es passt zum Schluss doch nicht. So ging es mir jedenfalls. Tolles Buch, spannend geschrieben und witzig obendrein. Krimis müssen nicht blutrünstig, grausam und horrorartig geschrieben werden, um zu unterhalten.