Die Jungfrau im Eis

Erschienen: Januar 1986

Bibliographische Angaben

  • London: Macmillan, 1982, Titel: 'The virgin in the ice', Seiten: 220, Originalsprache
  • München: Heyne, 1986, Seiten: 251, Übersetzt: Dirk van Gunsteren

Couch-Wertung:

75°

Leser-Wertung

-
Zum Bewerten, einfach Säule klicken.
 50° 100°

Zum Bewerten, einfach Säule klicken.

Bitte bestätige - als Deine Wertung.

Gebe bitte nur eine Bewertung pro Buch ab, um die Ergebnisse nicht zu verfälschen. Danke!

1 x 91°-100°
0 x 81°-90°
0 x 71°-80°
0 x 61°-70°
0 x 51°-60°
0 x 41°-50°
0 x 31°-40°
0 x 21°-30°
0 x 11°-20°
0 x 1°-10°
B:95
V:0
W:{"1":0,"2":0,"3":0,"4":0,"5":0,"6":0,"7":0,"8":0,"9":0,"10":0,"11":0,"12":0,"13":0,"14":0,"15":0,"16":0,"17":0,"18":0,"19":0,"20":0,"21":0,"22":0,"23":0,"24":0,"25":0,"26":0,"27":0,"28":0,"29":0,"30":0,"31":0,"32":0,"33":0,"34":0,"35":0,"36":0,"37":0,"38":0,"39":0,"40":0,"41":0,"42":0,"43":0,"44":0,"45":0,"46":0,"47":0,"48":0,"49":0,"50":0,"51":0,"52":0,"53":0,"54":0,"55":0,"56":0,"57":0,"58":0,"59":0,"60":0,"61":0,"62":0,"63":0,"64":0,"65":0,"66":0,"67":0,"68":0,"69":0,"70":0,"71":0,"72":0,"73":0,"74":0,"75":0,"76":0,"77":0,"78":0,"79":0,"80":0,"81":0,"82":0,"83":0,"84":0,"85":0,"86":0,"87":0,"88":0,"89":0,"90":0,"91":0,"92":0,"93":0,"94":0,"95":1,"96":0,"97":0,"98":0,"99":0,"100":0}
Wolfgang Weninger
Von einer Seite zur nächsten Haken schlagend

Buch-Rezension von Wolfgang Weninger Mai 2003

Bürgerkrieg herrscht anno domini 1139 in England und plündernde Soldaten ziehen durch das Land, das rund um die verarmte Stadt Worcester liegt. Die Bevölkerung flüchtet in den Norden und sucht in Klöstern, Burgen und Abteien Zuflucht vor den Wirren. Auch in der Abtei von Shrewbury, wo Bruder Cadfael, der medizinkundige und kriminalistisch veranlagte Benediktinermönch lebt, ist jeder Platz im Hospiz belegt und täglich versuchen Menschen vor der grimmigen Kälte des nahenden Winters hierher zu gelangen.

Bei einer Versammlung der Mönche im Kapitelsaal des Klosters St. Peter und St. Paul in Shrewsbury berichtet Bruder Herward, der Unterprior des Benediktinerklosters von Worcester über das Verschwinden zweier jugendlicher Adeliger, die dem Kloster zur Obsorge übergeben wurden. Ermina Hugonin, fast achtzehn Jahre alt und ihr dreizehnjähriger Bruder Yves Hugonin mussten nach erbitterten Kämpfen ihr Heil in der Flucht suchen. Nur eine umfassende Suche, gemeinsam mit dem Sheriff von Shrewsbury, kann für die jungen Menschen eventuell Hilfe bedeuten und natürlich beteiligt sich auch unser tapferer Bruder Cadfael, der allerdings seine eigenen Wege geht und dabei in einem zugefrorenen Bach, die Leiche eines Mädchens eines jungen Mädchens findet. Ist es Ermina Hugonin? Oder handelt es sich bei der zweifelsohne ermordeten jungen Frau um Nonne Schwester Hilaria, die es als ihre Pflicht ansah, die ihr zur Obhut übergebene Ermina zu begleiten?

Ellis Peters hat in ihrem 1982 erschienenen Roman "Die Jungfrau im Eis" ein weiteres Mal den kultigen Benediktinermönch Bruder Cadfael auf die Reise geschickt und spielt mit gewohntem Geschick auf ihrer Klaviatur voller Irrnisse und Wirrnisse, die den Leser von einer Seite zur nächsten Haken schlagend mit ihrem geschichtlichen Flair faszinieren.

Auch in diesem Buch sind die Personen liebevoll bis ins kleinste Detail beschrieben und der Leser erringt eine genaue Vorstellung davon, wie hart und gefährlich die Zeiten auf den Straßen und in den Wäldern vor fast neunhundert Jahren waren. Dabei baut die Autorin geschickt ihre Spannung auf und versteht es bis zum Schluss, immer noch eine Überraschung aus dem Ärmel zu ziehen. Die Charaktere verfügen über so viel Eigenleben, dass jede für sich schon Mittelpunkt eines Romans sein könnte, aber Bruder Cadfael in seiner raffiniert detektivischen Art ist natürlich das Um und Auf dieser Geschichte.

Dabei liefert Ellis Peters, zusätzlich zur leicht antiquierten und deshalb bestens passenden Sprache, auch noch genügend Actionsequenzen, die einem Ritterfilm von Steven Spielberg zur Ehre gereicht hätten. Bruder Cadfael darf also nicht nur Hirn, sondern auch Mut und Kraft beweisen, bis ihm die überraschende Lösung nach 252 Seiten gelingt. Kein Wunder also, dass sich das britische Fernsehen den Erfolgsstories um Bruder Cadfael angenommen hat und ein Teil der knapp 20 Romane auch verfilmt wurde. Leider sind diese noch nicht bis zu uns gelangt, denn wenn die Filme so gut gelungen sind, wie die Romane, wären sie ein echter Leckerbissen für Fans von Krimi- und Historienfilmen.

Auch zu dieser Episode aus dem klösterlichen Leben im Mittelalter fällt die Leseempfehlung eindeutig aus.

Die Jungfrau im Eis

Die Jungfrau im Eis

Deine Meinung zu »Die Jungfrau im Eis«

Hier kannst Du einen Kommentar zu diesem Buch schreiben. Wir freuen uns auf Deine Meinungen. Ein fairer, respektvoller Umgang sollte selbstverständlich sein. Danke!

Letzte Kommentare:
16.10.2008 15:26:23
tassieteufel

"Die Jungfrau im Eis" ist wieder ein spannender Cadfael Krimi, der diesmal in der benachbarten Abtei Bromfield stattfindet. Im Winter 1139 flammt der Konflikt zwischen
König Stephen und Kaiserin Maud erneut auf, bei einem Überfall auf die Stadt Worchester verschwinden 2 adlige Kinder, und der Abt des Klosters in dessen Obhut
sie lebten läßt die Vermißten im ganzen Umland suchen. Cadfael, der in eine benachbarte Abtei gerufen wurde, um einen schwer kranken Bruder zu pflegen, stößt unter-
wegs auf die Leiche eines jungen Mädchens und wird wieder einmal in einen verzwickten Fall verwickelt.

Ellis Peters versteht es meisterhaft mit wenig Worten die einzelnen Charaktere zu beschreiben, dabei ist jede einzelne Person liebevoll gestaltet und man kann sich von
jedem einzelnen ein gutes Bild machen. Die Spannung im Buch wird bis zum Ende hin stetig gehalten, außerdem versteht es die Autorin gut, geschickte Wendungen
einzubauen, die man so nicht erwartet hätte und dem Geschehen immer wieder einen anderen Verlauf geben.
Auch in diesem Buch erfährt man wieder ein wenig mehr über Cadfaels Vergangenheit und darf sich am Ende mit ihm freuen, als sich ihm ein unerwartetes Glück
offenbart.
Fazit: ein weiterer spannender Fall für den Detektiv in der Mönchskutte der ganz eindeutig Lust auf mehr macht.

25.09.2007 16:36:25
Geroellheimer

Dies ist einer der Romane bei dem ich mich etwas schwer getan habe regelmäßig weiterzulesen. Zwar nicht unspannend,aber irgendwas hat gefehlt. Nicht das er langeilig wäre, eher langwierig.

13.09.2005 15:31:11
Ulli

Eigentlich schade. Aber vielleicht setzte das Buch mehr Kenntnis der Landessprache voraus, als dem nicht geneigten Leser zur Verfügung stand?
Dieser Krimi ist wie stets auf angenehme Weise altmodisch, Peters weiß mit wenigen Strichen die handelnden Figuren zu charakterisieren. Jenseits der Krimihandlung erfahrt man zudem ein bißchen mehr über Cadfael, bevor er Mönch wurde.
Alles in allem ein spannender Krimi, der mit leichter Hand vergangene Zeiten schildert und Figuren zu Leben erweckt, die man ins Herz schließt.

17.01.2004 09:38:51
konrad walters

Meine Meineung zu dem Buch ist es ist der schlechtest geschrieben Mittelalter krimi den ich nicht zu ende gelesen habe