Mein ist die Rache

Erschienen: Januar 1992

Bibliographische Angaben

  • New York: Bantam, 1991, Titel: 'A Suitable Vengeance', Seiten: 371, Originalsprache
  • München: Blanvalet, 1992, Seiten: 477, Übersetzt: Mechthild Sandberg-Ciletti
  • München: Goldmann, 1994, Seiten: 478
  • München: Goldmann, 1995, Seiten: 477
  • München: Goldmann, 1998, Seiten: 477
  • München: Goldmann, 2002, Seiten: 478

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Wolfgang Weninger
High Society Stil mit Rosamunde Pilcher-Effekt

Buch-Rezension von Wolfgang Weninger Okt 2003

Zitat: "Eine ungewöhnliche Begabung unter den Krimiautorinnen, vergleichbar nur mit P. D. James und Ruth Rendell. Elizabeth George überzeugt mit ihrer psychologischen Einfühlungsgabe, ihrer Phantasie und dieser ausgeklügelten Geschichte."

So urteilt der Kritiker der Los Angeles Times über das Buch "Mein ist die Rache" von Elizabeth George.

Ich kenne besagten Kritiker nicht und wollte mir mein eigenes Bild von diesem hochgelobten Werk machen, das bei Bantam Books, New York unter dem Titel "A Suitable Vengeance" erschienen ist und von Mechtild Sandberg-Ciletti übersetzt wurde.

Tina Cogin, Peter, Justin Brooks, Sidney St. James, Lady Helen Clyde, Simon Allcourt-St. James, Cotter, Deborah, Thomas Lynley, Lord Asherton, das sind jetzt nur mal die hübschen Namen der handelnden Personen auf den ersten fünfundzwanzig Seiten und ich verspreche euch, von dieser Sorte hochadeliger britischer Sippschaft mit ihrer gesamten Familie, Anverwandte, Bekannte, Liebschaften, Feindschaften, inklusive der gesamten Bevölkerung der Grafschaft Howenstow auf Cornwall, kommen noch unzählige Namen und Personen ins Spiel. Mag sein, dass meine kleinen, grauen Hirnzellen adäquat zur Haarfarbe ausgeblichen und vertrocknet sind, aber selten noch habe ich mir beim Lesen so schwer getan, all die Personen und Handlungsstränge in die richtige Zuordnung zu bringen.

Da wäre also einmal dieser feudale Thomas Lynley, Earl of Asherton, seines Zeichens Kriminalbeamter. Und dieser liebt Deborah, eine Fotografin, die er zu einem Verlobungswochenende auf den Familiensitz Howenstow einladen möchte. Inklusive aller Verwandten und Bekannten natürlich. Deborahs Vater Cotter ist Hausdiener bei Simon St. James, einem behinderten Wissenschaftler der Forensik. Dieser liebt Deborah aber auch, muss aber unter Zwang auf sie verzichten, weil sein Freund Thommy eben das Girl ehelichen will.

Dann gibt es auf diesem hochherrschaftlichen Gut natürlich auch einen Verwalter, mit einer geschwängerten Tochter, deren Mann eine Zeitung betreibt und das Mädel vorne und hinten bescheißt. Lauter wirklich eklige Typen, aber das Schicksal muss ja irgendwann in dem Schmöker zuschlagen und genau diesen Journalisten trifft es als erstes. Die ganze, feine Gesellschaft findet ihn nach einem Theaterabend ermordet auf, wobei man ihm noch als besonders ätzende Zutat seines Gemächts beraubt hat. Jaja, einfach so mit dem Küchenmesser kastriert und die Bude auf den Kopf gestellt! Wer war denn das nun?

Plötzlich hat fast jeder ein Motiv. Irgendwie verbandeln sich die Schicksale der einzelnen Personen, zwirbeln sich zu Zöpfen, ineinander verschlungen, jeder hat schuld und alle könnten es gewesen sein. Da bleibt es nicht aus, dass noch der bzw. die eine oder andere das Zeitliche segnet und alle rangeln mit ihrem schlechten Gewissen, bis sich der ganze Zinnober nach 478 Seiten entwirrt.

Ja, und wie hat mir nun dieses Buch gefallen? Mäßig, kann ich dazu nur sagen. Vielleicht entspricht dieser High Society Stil mit Rosamunde Pilcher-Effekt nicht ganz meinen Lesegewohnheiten. Auch kann mich die aufgesetzte Dekadenz der handelnden Adeligen nicht unbedingt befriedigen, die unter dem Motto, wer Geld hat, der kokst oder hat einen anderen Vogel, nicht glücklich machen. Hier hat wirklich jeder eine absolute Macke. Mag sein, dass das Leben der dörflichen Prominenz, die wochentags London bevögelt, pardon bevölkert, und am Wochenende ihren Schleimbolzencharme untereinander spielen lässt, für mich zu weit hergeholt ist, so dass mich das Ambiente dieses Romans nicht befriedigen kann.

Was den Schreibstil von Frau George betrifft, ist er, zumindest in der Übersetzung, durchaus flüssig. Die Dame beherrscht ihr Handwerk und hat trotz der von mir angesprochenen, persönlichen Negativa einen konsequenten Spannungsaufbau produziert, der mit vielen Überraschungseffekten aufwartet. Leser, die von Anfang an miträtseln, wer den nun wirklich der Täter ist, bekommen hier gleich mehrfach Nahrung für ihren kriminalistischen Spürsinn. Ab der Hälfte des Buches hört man auch auf, ständig darüber nachzudenken, wer denn nun wer ist und bekommt die Figuren soweit in den Griff, dass man zügig und mit wachsendem Interesse bis zum Schluss durchhält. Wobei in typischer Goldenes Blatt-Manier der Schlusspunkt in der Frage gipfelt: "Kriegt er sie nun, oder nicht?" Aber das könnt ihr ruhig selbst herausfinden.

Mein ist die Rache

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Letzte Kommentare:
10.06.2018 17:17:26
Kollek

Begüterter Forensiker mit Handycap liebt Tochter des Hausbesorgers. Adliger Ermittler will sie ehelichen. Drogensüchtiger Bruder des Ermittlers braucht Geld ... Was für eine Ansammlung von Klischees der abgelegtesten Sorte. Den Stil fand ich hohl, die Story atmet den Glamour-Appeal eines Fortsetzungsromans aus der Gala. Hölzern und eindimensional!

27.11.2011 20:38:41
SukRam

Abgesehen von der Hintergrund-Geschichte, die wohl Fans der Reihe mit Begeisterung studieren, bietet dieser Krimi wenig aufschlussreiche Unterhaltung. Es wird mit stereotypen Figuren herumgeworfen, ohne deren Charakter näher zu beleuchten. Am Ende ist die Lösung so gut wie jede andere und auch wenig beliebig gewählt.

Meine Wertung: 78°

21.09.2009 10:47:04
Martina

Leider muss ich sagem, dass Mein ist die Rache für mich eine absolute Entäuschung war/ist. Ich weiss noch nicht, ob ich es schaffe, das Buch zuende zu lesen. Wahrscheinlich werde ich es wohl "querlesen", nur der Vollständigkeit halber.

Lynleys aristokratscher Hintergrund langweilt mich zu Tode, aber in den restlichen Büchern kannman ihn ja überwiegend ignorieren, da die Krimihandlung im Vordergrund steht und das Milieu anders ist. Aber hier - alle Ingredienzen, die man aus der Boulevardpresse zum Thema "englischer Adel" kennt: der koksende jüngere Bruder, die Partygirl/Fotomodell-Freundin, die ach so bodenständige Gräfin im Tennisdress (fehlen bloß noch die Jagdhunde oder die Gartenhandschuhe... eine richtige Klischee-Landadelige). Ich mag dieses Ambiente einfach nicht. :( Und mir fehlt Havers unsagbar, und mit ihr die "Yard" Atmosphäre.

Mein Fazit, zum Einschlafen. Sorry, Frau George.

26.05.2009 21:03:11
ann-e

In diesem Buch aus der Inspector Lynley
Reihe steht der Kriminalfall eher im Hintergrund. Dennoch ein Muss für jeden Fan, da man viel über die Vergangenheit von Helen, Deborah und Co. erfährt.
Die Romanitk kommt natürlich auch nicht zu kurz, auch wenn E.G. gegen Ende hin meiner Meinung nach mit ihren Schilderungen ins Kitschige abdriftet.

02.02.2009 17:51:19
sabrina13582

Hier geht es in erster Linie um die Familiengeschichte des Thomas Lynleys. Erst an zweiter Stelle kommt der Mord. Ich fand es sehr interessant die einzelnen Charaktere (die ja meist alle in den anderen Büchern der Thomay Lylnley Reihe irgendwo mal wieder auftachen,) besser kennenzulernen und die ganzen Hintergründe zu erfahren. Wie gesagt der Mord erscheint mehr oder weniger nebensächlich, aber das Buch ist trotzdem durchweg spannend. Daher trägt dieses Buch mit "Roman" auch die richtige Aufschrift, da ich es auch nicht als Krimi bezeichnen würde.

19.10.2008 11:31:24
Urlin

Ich habe die beiden vorherigen Bücher gelesen und wollte jetzt mit dem nächsten anfangen und sehe auf dem Klappentext, dass sich jetzt plötzlich Lynley mit Deborah verloben will??? Im letzten Buch noch ist Deborak mit St.James verheiratet, hatte ein Fehlgeburt, Lynley versöhnt sich mit seiner großen Liebe Helen - und jetzt das? Bringt die Autorin hier einiges durcheinander? Ich werde es jedenfalls mal anfangen zu lesen-bin aber jetzt schon sehr skeptisch. Wenn man im Hintergrund einer Romanserie die Protagonisten verwechselt - na ja!

07.09.2007 23:07:12
Mareike Thomsen

Also ich habe mittlerweile schon einige Bücher von Lynley und Co. gelesen und muss sagen, dass dieser "Fall" einer der besonders heiklen ist. Besonders positiv ist der Einblick in die Familiengeschichte der Ashertons, der hier besonders richtig intensiv zum Vorschein kommt. "Mein ist die Rache" ist sehr spannend und man kommt gar nicht mehr von dem Buch weg. Ganz tolle Leistung! Ein großes Lob an Elizabeth George- allerdings nicht nur für dieses Buch!

01.08.2007 14:28:08
bijay

In diesem Buch steht der Anfang der Lynley Ära. Es geht hier nur nebenbei um den Fall, der dennoch sehr rätselhaft ist und einen immer wieder überlegen lässt, wer denn nun der Täter ist... Wie schon erwähnt kommen unzählige Motive zutage. An Spannung fehlt es nicht. Man kommt der Hauptfigur im Laufe der George Reihe immer näher. Ich las zuerst: Gott schütze dieses Haus. Und dieser Krimi war wirklich erschüttern, spannend, ausgezeichnet. Wer mehr über die Person Lynley und seinen Kreis erfahren will, für den ist "Mein ist die Rache" ein Muss.
Schöne Charakterstudien...

01.09.2006 23:38:29
Eva

Meiner Meinung nach der schwächste George Krimi. Man erfährt zwar viel von Lynleys Privatleben aber die Kriminalgeschichte ist sehr langweilig. Ich persönlich habe das Buch nicht zu ende gelesen. Schade!

14.06.2006 10:48:12
CatWoman55

Ich bin zwar auch eine Frau wie meine Vorrednerin, aber mein Herz begehrt in literarischer Hinsicht offenbar andere Dinge.

Diesen George-Roman jedenfalls fand ich schleppend und langweilig trotz all der durchgeknallten Figuren, die dieses Buch bevölkern.

Und das Liebesgesülze passt auch nicht. Entweder Krimi oder Herz-Schmerz-Schmalzer. Die Verbindung aus beidem ist Frau George nicht so ganz gelungen.

21.04.2006 22:31:19
Ally

"Mein ist die Rache" fand ich als Buch an sich ziemlich gut. Einfach nett und schön, so richtig das, was ein Frauen-Herz begehrt. Jedenfalls meins!
Die richtige Menge Lovestory gewürzt mit einer ordentlich verstricken Krimi-Story und dazu noch komplizierte Familienbande. Für die Namen musste auch ich mir in diesem Fall im Buchdeckel eine kleine Skizze anfertigen um einen Überblick zu behalten wer denn nun mit wem und wieso etc., aber wenn man die Leute erstmal alle "kennengelernt" hat, dann ist es doch relativ einfach.

Natürlich, wie viele schon sagten kein typischer Roman aus dieser Reihe, aber dennoch ein lesenswertes Buch.

Ally

21.04.2006 22:30:01
Ally

"Mein ist die Rache" fand ich als Buch an sich ziemlich gut. Einfach nett und schön, so richtig das, was ein Frauen-Herz begehrt. Jedenfalls meins!
Die richtige Menge Lovestory gewürzt mit einer ordentlich verstricken Krimi-Story und dazu noch komplizierte Familienbande. Für die Namen musste auch ich mir in diesem Fall im Buchdeckel eine kleine Skizze anfertigen um einen Überblick zu behalten wer denn nun mit wem und wieso etc., aber wenn man die Leute erstmal alle "kennengelernt" hat, dann ist es doch relativ einfach.

Natürlich, wie viele schon sagten kein typischer Roman aus dieser Reihe, aber dennoch ein lesenswertes Buch.

Ally

12.09.2005 22:19:51
Gloria

"Mein ist die Rache" fällt im Vergleich zu den anderen Krimis von EG sicher etwas aus dem Rahmen, da es nicht das sonst übliche Gespann Havers-Lynley zu bieten hat, ich denke jedoch, das jeder Fan es gelesen haben sollte, da es eine schöne Hintergrundbeschreibung des guten Lord Asherton aka Thomas Lynley bietet und auch Licht in die verwirrende Drei- nein Vierecksbeziehung zwischen Lynley, Deborah, Helen und St. James bringt. Ich würde es jedoch nicht für EG Einsteiger empfehlen, da man das ganze Können dieser Autorin am besten kennenlernt, wenn Lynley und Havers auf ihre unvergleichliche Art zusammenarbeiten. Ich habe irgendwie mittendrin angefangen und brauchte dann auch erstmal einige Bände, um rauszukriegen wer wann wie mit wem und warum nicht. Deshalb ist als Einstieg meiner Meinung nach "Gott schütze dieses Haus" ideal-wenn man in der Reihenfolge des Erscheinungsdatum liest klären sich die meisten Fragen von selbst!

07.06.2005 15:13:39
Marie Claire

Das Buch hat mir gefallen. Die Familiegeschichte und die verschiedene Charaktere waren spannend beschrieben .

Die Suche nach dem Mörder wurde etwas verwirrend dargestellt was die Spannung beeinträchtigte.

Es gab viele Wege und zu viele Verdächtige. Viel zu viel!

Die Liebesgeschiechte fand ich einfach süß...ein Hauch von Zärtlichkeit, sehr schön...

10.04.2005 11:37:33
Ane

Ein Buch, das mir nicht unbedingt im Gedächtnis bleiben wird.

Die Familiengeschichte fand ich ziemlich langweilig, und auch die eigentliche Jagd nach dem Mörder hat mich nicht wirklich gefesselt.

Der Vergleich mit Rosamunde Pilcher ist leider nicht allzu weit hergeholt (obwohl da meines Wissens keine Transsexuellen vorkommen :-))

06.04.2005 20:04:39
Ladykiller

Ich habe dieses Buch als zweites gelesen und finde, dass es sich doch sehr von den übrigen Lynley/Havers- Romanen unterscheidet. Um die Verhältnisse der Protagonisten zu klären legt George hier sehr viel Wert auf die Geschichte der Lynleys, wodurch das Buch für mich eher Familiensaga- Charakter hat. Dennoch ist auch die Aufklärung des Mordes hier spannend erzählt und für Fans von Lynley ist es einfach unerlässlich die Vorgeschichte zu kennen. Schade nur, dass Havers hier noch nicht richtig mitmischt...

08.02.2005 15:40:07
Rainer

Ich habe dieses Buch jetzt als erstes gelesen. Allerdings fand ich die ersten 70-80 Seiten nicht so doll.Nachdem ich mich sozusagen eingelesen hatte ging es aber. Dann hat mir der Krimi gefallen. Etwas weniger Herzschmerz hätte es aber auch getan.

10.01.2005 14:00:54
Kerima

Ich habe schon lange nach einer neuen Buchreihe einer interessanten Autorin gesucht und in Elizabeth George gefunden.
Wie mein Vorkommentator muss ich gestehen, dass ich das Buch nach ein paar Seiten erst einmal weglegte, aber dann wieder hervorholte um von neuem zu beginnen!!! Es fesselt mich seit dem und ich bin überglücklich, wenn ich mit dem nächsten Band weitermachen kann!

03.11.2004 17:14:24
Charlot L.

Ich habe dieses Buch als erstes dieser Reihe gelesen und fand es recht gut. Ich muss allerdings gestehen, dass ich es zu Anfang so langweilig fand, dass ich es für ca. drei Wochen aus der Hand legte zund als ich es wieder las nicht mehr mit den Namen zurechtkam. Nach ein paar Seiten ging es allerdings (wieder). Ich muss sagen, dass ich einige Personen stark "überzeichnet" fand, z.B. Mick Cambrey. Außerdem war mir der gesellschaftliche Kontrast etwas zu übertrieben dargestellt. Eine Frage zum Verständnis: Lynleys Mitarbeiterin, eine gewisse Barbara, von der hier dauernd gesprochen wird, habe ich in dem Werk nicht entdecken können, obwohl hier mehrmals geschrieben wurde, sie passe nicht nach Howenstow, was ja heißt, sie müsste in diesem Band vorkommen, oder ging es da um einen anderen Band, der auch auf Howenstow spielt? Alles in allem fand ich aber die Schilderung der Beziehungen zwischen Lynley, St.James und Deborah am spannendsten. Nun da ich weiß, dass es auch in einigen weiteren Bänden um jene Personen geht, werde ich mir diese Bände wohl zulegen :)

09.09.2004 10:01:53
bruna

ich gestehe: dies war mein aller erstes buch von EG und ich hatte eigentlich absolut kein problem mit den namen.

mir haben sowohl die art des erzählens wie auch die geschichte selbst so gut gefallen, daß ich nun mit dem ersten buch der serie begonnen habe um mich bis zum bitteren ende durch zu lesen *g*

16.08.2004 16:10:16
Burkard

Ich fand den Roman spannend und flüssig zu lesen. Allerdings schien mir einiges weit her geholt zu sein.

05.04.2004 00:32:58
Anja S.

Auch hier ist der Krimi-Couch Kommentar viiiiiiel besser als das Buch, in dem ja nun wohl der Kitsch die Feder fuehrte (ja, ja, Herz reimt sich auf Schmerz). Ich habe einen sehr vergnueglichen Nachmittag zugebracht, besagten Kritiken zu lesen.

02.04.2004 18:34:39
Birgit

Genial wie die Autorin derart viele psychologische Studien ihrer Protagonisten meisterhaft in eine spannende, voll Überraschungen steckende Mordermittlung integriert.

02.03.2004 10:53:37
Helga

Es war mein erstes Elizabeth George Buch und ich habe es auch als 1.Fall gelesen und nicht als 4.Fall (wie meist angegeben), weil es ja angeblich erst später veröffentlicht wurde.

Das erste Drittel ist etwas schleppend, weil über die ganze Familie etc. erzählt wird. Dann passiert der erste Mord und von da an wird es spannender und ab der Hälfte will man dann gar nicht mehr unterbrechen, denn da überschlagen sich dann fast die Ereignisse.

Sehr gut gefallen haben mir die Protagonisten, die alle sehr sympathisch sind und die einzelnen Charaktere sind wirklich interessant und abwechslungsreich dargestellt.

Die weiteren Fälle dieser Serie sind daher für mich vorprogrammiert.

26.02.2004 02:21:41
Sefauchi

Der Roman hat mir bisher am besten gefallen, mehrere interessante Geschichten, welche nebeneinander verlaufen und doch gekonnt miteinander verflochten werden. Allerdings wäre vielleicht nicht unbedingt nötig gewesen, das sowieso vom Schicksal gebeutelte Opfer noch zu entmannen, der Roman wäre auch ohne das ausgekommen, ebenso ohne die Vergewaltigungsszene.
Was den Film angeht: Ich fand ihn gut, natürlich gibt es Änderungen, einige dieser ließen sich auch nicht vermeiden. Da bereits nach der ersten Romanverfilmung (Gott schütze dieses Haus) die St. James aus der Reihe gestrichen wurden und Lady Helen im Gegensatz zu den Romanen als Profilerin dargestellt wird, fehlte ja zum einen die erste Verlobte (Deborah) und somit die Fotografin, nun diese kann Sydney (sonst Model) übernehmen, da wie schon gesagt kein St. James mehr auftritt, macht sich Syney als Lynley\'s Cousine ganz gut, und deren Liebhaber brauchte man ja schließlich als zweites Opfer, noch ein Plus für Sydney. Und der Rest der Familie ist, soweit ich mich erinnere, komplett angetreten. Havers war sicherlich etwas deplaciert auf Howenstow, aber da St. James fehlte, war sie als zweite Ermittlerin gut zu gebrauchen. Ich muss sagen: Clever gelöst! Aber die St. James hätte ich gern in den Filmen gesehen.

16.02.2004 18:03:21
Christina Musculus-Stahnke

Wesentlich besser als die Verfilmung und zeitlich der erste aller Lynley und Havers-Romane. Sicherlich dank adliger britischer Figuren nur etwas für Menschen, die auch zB Dorothy Sayers gerne gelesen haben. Zwei sachliche Hinweise: Havers taucht hier erst in den letzten Kapiteln auf und nicht als Teilnehmerin der Verlobungsfeier, da sie noch mit einem anderen Inspector zusammenarbeitet. Sydney ist die Schwester von St. James und nicht von Lynley. Da muss der erste Kritiker aber ganz schön gepennt haben, wenn ihm das nicht aufgefallen ist.
Den Roman habe ich nach der Verfilmung ein zweites Mal gelesen mit einem Abstand von bestimmt acht Jahren. Im großen und ganzen hat der o.g. erste Kritiker mit seiner Bewertung Recht.

08.02.2004 17:21:43
maery

Letzte woche kam die Verfilmung des Romans. Wie ich nun erfahren habe verhält es sich so, dass Mein ist die Rache die Vorgeschichte für alle anderen Romane darstellt. Ich habe leider nur den Film gesehen. Ist es dann so, dass Linley nicht mit Havers in diesem Fall areitet? habe ich das richtig verstanden? weil sie ja erst in "gott schütze dieses Haus" anfangen miteinander zu arbeiten.

25.01.2004 18:13:12
Christine Finkmann

Wer noch nichts von E G gelesen hat sollte mit diesem Buch anfangen. Denn hier liegt der Grundstein für die weiteren Beziehungsprobleme bei Linley, Helen, St. James und Deborah. Ausserdem ist das Buch super spannend. Ich habe jetzt alle Bücher von Linley gelesen und leider zu letzt dieses. Es ist eines meiner Favoriten.

17.12.2003 17:29:36
mo

ein wirklich tolles buch,dass bis zum ende spannend bleibt und im laufe der geschichte nur wenige fehler durchblicken lässt!!

18.07.2003 12:47:57
SanneS

Ich habe mir "Mein ist die Rache" bis zum Schluss der Reihe aufgehoben. Ein abschließendes Highlight war es aber nicht. Die vielen Personen sind zumindest anfangs sehr verwirrend und die ganze Szenerie liegt einem Nicht-Engländer, Nicht-Adligen wohl doch etwas zu fern.
Insgesamt solide Arbeit, aber um die Geschichte zwischen Linley, St.James und Deborah zu verstehen muss man es nicht gelesen haben.

08.07.2003 17:30:22
Anja Schade

Unertraeglich kitschig!!!
20 grad

04.07.2003 12:53:46
Joachim

Das Buch ist vor allem dann interessant, wenn man die drei vorher erschienenen Folgen aus dieser Reihe kennt, und sich deshalb für die Vorgeschichte interessiert. Mir hat es gut gefallen. ABER: Die Familienzusammenhänge und die damit verbundenen Probleme sind etwas arg dick aufgetragen.

13.06.2003 16:15:35
sonja nagel

Man muß "am Ball bleiben", um die Zusammenhänge zu behalten. Aber das Buch hat mir gefallen: die Beobachtungen sind differenziert und sprachlich treffend wiedergegeben. Die Autorin schreibt mit viel psychologischem Einfühlungsvermögen, vor allem, was die menschlichen Beziehungen betrifft. Die Verbindung zwischen Liebesroman und Krimi gefällt mir. Es gibt immer wieder Überraschungen, daher ist das Buch spannend. Nur noch länger dürfte es nicht sein, sonst verliert man wirklich den Faden ...

06.05.2003 18:15:53
Pauli

Dieses Buch war wohl von Anfang an nicht geplant und ich denke es mußte erscheinen, weil unser Held Thomas Lynley im ersten Buch "Gott schütze dieses Haus" so sehr seiner ehemaligen Geliebten Deborah hinterher läuft. Es ist die Auflösung der Andeutungen und Unklarheiten. Trotzdem empfand ich das Buch als eine interessante Bereicherung der EG-Reihe und spannend bis zum Schluss.

21.04.2003 11:47:06
Petra

Ich habe das Buch gelesen und denke, man braucht viel Zeit dazu, um die einzelnen Personen und ihre Verbindungen untereinander nicht aus den AUgen zu verlieren. Der Schluß war etwas, na ja, simpel.
Petra

01.03.2003 00:14:26
Sybille Petersen

Die anderen Buecher von Elizabeth George haben mir besser gefallen. Die Autorin hat gut daran getan die Figur der Barbara Havers weiterzuentwicklen, so kommt ein erfrischender Spritzer "Proletariat" in den adeligen Kluengel um Tommy Lynley und seine noblen Freunde.

22.02.2003 20:41:27
Wang Yuxin

A suitable vengeance war mit Abstand das schlechteste Buch, das ich bisher von Frau George in die Hände bekommen habe. Der Roman funktioniert wohl ausschließlich, wenn man die Faszination der Amerikanerin für den britischen Adel teilt, wo alle ihren treu ergebenen Butler haben und sich übers Wochenende in ihre Landhäuser mit Roten Salons zurüchziehen.
Die langgezogenen Liebesleiden des Inspektor Lynley machen die Sache nicht spannender.
In den anderen Bänden habe ich die Spannung zwischen dem High-Society-Inspektor und seiner spröden Kollegin Havers genossen, die in dieser Geschichte leider nur am Rande vorkommt.
Schade, Frau George.

25.01.2003 10:19:15
Carolin Stiehl

Ich bin gerade dabei, es zu lesen. Die vielen Namen erstmal zuzuordnen hat mit auch einige Probleme bereitet. Unglaublich spannend ist es auch (noch) nicht. Aber der Schreibstil ist sehr gut, sodass - jedenfalls bei mir - trotzdem keine Langeweile aufkommt. Irgendwie will man ja doch wissen, wer's war...

29.12.2002 13:19:06
Anika Nagel

Ich musste dieses Buch für die Schule lesen. Vielleicht bin ich ein schlechter Leser, aber ich bin nur zur 39 Seite gekommen und zwischendurch dreimal eingeschlafen. Nun habe ich mich entschloßen eine Inhalsangabe aus dem Internet zu holen. Alle meinen , dass Buch sei gut. Kann ja sein, aber der Anfang ist auf jeden Fall langweilig.