Wo kein Zeuge ist

Erschienen: Januar 2006

Bibliographische Angaben

  • New York: HarperCollins, 2005, Titel: 'With No One as Witness', Seiten: 630, Originalsprache
  • München: Blanvalet, 2006, Seiten: 787, Übersetzt: Ingrid Krane-Müschen & Michael J. Müschen
  • Augsburg: Weltbild, 2007, Seiten: 797
  • München: Goldmann, 2008, Seiten: 797
  • München: Goldmann, 2016, Seiten: 797

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Sabine Reiß
Lynley auf ganz neuem Terrain

Buch-Rezension von Sabine Reiß Mär 2006

Dass die Existenz von Serienkillern nicht nur den USA vorbehalten ist, das ist hinlänglich bekannt. Val McDermid zeigt mit ihren Profiler-Krimis par excellence, dass Good Old England nicht ganz so beschaulich ist, wie andere Autoren dies zuweilen vermitteln möchten. Elizabeth George betritt damit jedoch neues Terrain, war es ihrem Superintendent doch bisher vorbehalten, Einzeltäter mit einem relativ klaren Motiv aufzuspüren. Doch nun zieht eine Reihe von Mordfällen das Augenmerk der Bevölkerung auf sich.

Die Leichen von vier Jugendlichen wurden bisher gefunden, doch die einzelnen örtlichen Polizeistationen, in deren Distrikte die Opfer aufgefunden wurden, hatten bisher keinen Zusammenhang gesehen und die Fälle nach kurzer Ermittlungszeit zu den Akten gelegt, da es sich bei den ersten drei um gemischtrassige Jungen handelte (was natürlich nicht offiziell als Begründung diente). Erst beim vierten Mord wird Scotland Yard in Person von Superintendent Lynley und seinem Team eingeschaltet. Dieser agiert im Moment kommissarisch als Chief Superintendent, da sein Chef noch nicht von seiner Schussverletzung genesen ist.

Probleme über Probleme

Sein derzeitiger Chef, Assistant Commissioner Hillier, vermutet zurecht, dass die Presse der Londoner Polizei die Hölle heiß machen wird. Um dem entgegenzutreten und die Journalisten ruhig zu stellen, benutzt er einen Mitarbeiter aus Superintendent Lynleys Team, den schwarzen Detective Sergeant Winston Nkata (übrigens frisch befördert), und lässt ihn bei jeder Pressekonferenz als Alibi-Schwarzen auftreten. Ferner zieht er ohne Absprache mit seinem leitenden Beamten eine Art Profiler hinzu. Mit einem weiteren, seiner Ansicht nach genialen Schachzug, will er die Berichterstattung lenken und lädt einen Journalisten ein, die Ermittlungen hautnah mitzuverfolgen. Lynley fällt es immer schwerer, einen kühlen Kopf zu bewahren und Hillier nicht persönlich anzugreifen.

Eine Spur führt zu einem Jugendzentrum, in dem straffällig gewordene Jugendliche resozialisiert werden sollen. Die Zeit drängt, denn schon wird eine fünfte Leiche gefunden, die den Beamten jedoch noch mehr Rätsel aufgibt. Der Täter scheint von seinen bisherigen Ritualen abgewichen zu sein.

Das Buch wiegt für zwei

Martin Suter sagte unlängst in einem Interview in ttt: "Schreiben hat sehr viel damit zu tun, Dinge wegzulassen, zu abstrahieren." Elizabeth George sieht dies offensichtlich anders. Bei oberflächlicher Betrachtung möchte man meinen, sie hätte sich vorgenommen, jeweils die Länge ihres vorherigen Buches zu übertreffen. Lange hält die Autorin dies jedoch nicht mehr durch oder die Leser bleiben weg, denn jetzt schon jetzt klagen sogar Fans über die Weitschweifigkeit. Mit 795 Seiten (der Vorgängerband Wer die Wahrheit sucht umfasste 734 Seiten) wiegt dieses Buch soviel wie zwei und entsprechend lange liest man daran. Erstaunlicherweise macht sich keine Langeweile breit, zumindest nicht für den, der den Whodunits englischer Tradition zugeneigt ist, obwohl sich die Ermittlungen in die Länge ziehen.

Immerhin bietet uns die Amerikanerin sechs Leichen und einen Profiler in einer Nebenrolle. So schreibt man einen Serienkiller-Krimi auf die langsame Art, ganz anders als die bereits erwähnte Val McDermid, die viel rasanter und direkter an dieses Thema herangeht (siehe ihre Tony Hill/Carol Jordan-Reihe, die schließlich auch in England spielt). Hier gehen die Uhren noch anders. Die detaillierte Erzählweise basiert auf jeden Fall nicht auf tausenden von Nebensächlichkeiten, sondern dient dazu, die Charaktereigenschaften der einzelnen Personen von verschiedenen Seiten gründlich zu beleuchten.

Ich schätze, auch dieses Buch aus der Lynley/Havers-Reihe wird polarisieren. Eines ist klar: Es ist wirklich nur für geduldige Leser geeignet, doch außer der Länge gibt es meines Erachtens nur noch einen Kritikpunkt, der etwas schwerer wiegt: Ein Überraschung gelingt der Autorin bei der Enthüllung des Täters nämlich nicht wirklich, die Auswahl bei den Verdächtigen ist einfach zu gering. Ansonsten bietet sie wieder einmal ihre Erzählkunst auf und schildert das persönliche Schicksal ihres Protagonisten sehr anrührend und ebenso eindringlich wie das Unglück der Opfer.

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Letzte Kommentare:
03.11.2014 16:04:10
RobRaven

Alles in Allem eine sehr lesenswerte Geschichte.
Ärgerlich sind dann immer wieder auftretende Schreibfehler.
Wie z.B. auf Seite 151 letzter Absatz, wo er die Milch aus der "MIRKOwelle nimmt und es wenig später an der HAUtüre klingelt.
Es kann ja mal passieren, aber das gute alte Korrekturlesen ist wohl aus der Mode.

09.09.2014 17:40:51
sawil

Ich finde das Buch ist spannend und wird auch trotz der länge nicht langweilig.
Die Andeutung der Tragödie auf dem Klapptext fand ich allerdings viel zu offensichtlich. Auch das Ende gefiel mir nicht, aber die Protagonisten und deren Lebensumstände werden meiner Meinung nach sehr gut beschrieben, so dass es leicht ist sich in die Personen einzufühlen.

15.12.2012 19:11:59
Livenfly

Ich verstehe nicht, warum die Anzahl der Seiten ein Negativ Kriterium darstellen soll - zumindest nicht, wenn diese Seiten von EG geschrieben werden. Ich freue mich besonders auf dicke Bücher, sind sie doch Garant für viele kurzweilige Lesestunden !
Wegen des Ausgangs des Buches war ich jedoch jahrelang im EG Boykott, der erst vor kurzem beendet wurde.

09.07.2012 00:58:26
kianan

Insgesamt sehr spannend und einfallsreich geschrieben und daher empfehlenswert. Jedoch hat es mich sehr geärgert, dass allen noch so kleinen Hinweisen sofort nachgegangen wird - nur nicht ob ein Einbruch gemeldet wurde, bei dem Silbergegenstände (die bei einem Mordopfer gefunden wurden) geklaut wurde. Die Einbruchsopfer haben sich sehr viel später von selber gemeldet. Das hätte sicherlich 20 - 30 % des Buches "gespart" und damit wäre mein einziger, aber "punkteabzugsfähiger" Kritikpunkt des etwas Langwierigem weggefallen.

20.07.2011 21:20:03
Reinhard

Die Redaktion der Krimi-Couch scheint den Kommentar von Mana dankenswerterweise gelöscht zu haben. Auch ich bin darüber gestolpert und habe mich sehr geärgert. Zu Manas Gunsten will ich mal annehmen, dass er/sie den Hinweis, den Täter nicht vorab zu verraten, übersehen oder im Eifer des Gefechts nicht daran gedacht hat.Das Buch selber hat mir im Großen und Ganzen gut gefallen. Das Thema Serienmord ist sorgfältig und ohne übermäßige Effekthascherei behandelt. Zwei Punkte aber stören mich doch:1) Das modische Eindreschen auf die Pädophilen. Barbara Havers bezeichnet sie als "Monster", "Stück Dreck" und ähnliches, und die Autorin unternimmt nichts, sich von diesen Äußerungen zu distanzieren. Auch ein Pädophiler ist ein Mensch, der sich - wie jeder andere auch - seine Veranlagung nicht selber ausgesucht hat. Wie er damit umgeht, ist eine andere Sache. Um Missverständnisse zu vermeiden: ich selbst bin nicht pädophil. Nicht, weil ich so moralisch wäre, sondern einfach, weil ich diese Neigung nicht besitze, was nicht im Mindesten mein Verdienst ist.2) Der Zufall spielt eine zu große Rolle. Nicht nur, dass der Zauberkünstler mehr oder minder zufällig ins Gesichtsfeld der Ermittler gerät. Noch unglaubwürdiger finde ich die Rolle der Person, die in Kapitel 30 verhaftet wird. Das ist nicht jemand, der durch die Fahndung selber ins Visier der Polizei geraten wäre, sondern jemand, der aus gänzlich anderer Richtung auftaucht und sich dann am Ende, welch Überraschung, als wichtige Gestalt im Umkreis der Taten herausstellt. So etwas kommt in Büchern recht häufig vor. Leider nur dort.

11.07.2011 11:33:09
Chrkri

Mir hat das Buch sehr gut gefallen, obwohl ich leider vorher den Kommentar von Mana gelesen habe, indem sie/er die Auflösung bekanntgibt. Wer sich die Spannung erhalten will bitte Manas Ergüsse nicht lesen.
Das :
"Und bitte nehmen Sie anderen Lesern nicht die Spannung, indem Sie den Täter bzw. die Auflösung verraten "dürfte sie/ er nicht gelesen bzw. absichtlich ignoriert haben.
So was ist absolut ärgerlich, ich werde keine Kommentare der krimi-couch mehr lesen, bevor ich mit dem Buch fertig bin, was eigentlich dem Zweck entgegenspricht.

21.06.2011 19:25:46
Mana

Wo kein Zeuge ist, war mein erstes Buch von Elizabeth George und bis auf das Ende, fand ich es ein sehr gutes Buch und daher kaufe ich mir bestimmt noch eines! Als sich am Ende herausstellte, dass Kilfoyle der Mörder war, war dies keineswegs überraschend, aber es hätte auch genauso gut Veness sein können! Abgesehen vom Ende ein durchaus empfehlenswertes Buch!

27.02.2011 13:03:40
Kasia

Ich wundere mich oft über die Bewertungen der anderen Leser. Manchmal kommt es mir vor, als hätte ich ein ganz anderes Buch gelesen.
Denn "Wo kein Zeuge ist" ist definitiv einer der "besseren" Elisabeth George-Romane und Inspector-Lynley-Havers-Fälle.
Ich habe die fast 800 Seiten in 2,5 Tagen durchgelesen und war wie ein Junkie auf Entzug, wenn ich mal eine (Essens-/Schlafens-) Pause einlegen MUSSTE. Ich konnte jeden Satz, jede Situation nachempfinden und mich in den Fall hinein versetzen.
Die Geschichte mit den ermordeten Jungen war für mich sehr ergreifend und packend. Dazu noch die persönlichen Probleme von Havers und die von Lynley. Schade, dass meine Vorgängerin sich über den Tod einer der Nebenpersonen "gefreut" hat. Ich fand die Dame immer ziemlich "erfrischend" und sie tat dem Inspektor ziemlich gut.
Zum Glück sind die Geschmäcker ja verschieden. Für meinen persönlichen "besten" Elisabeth George gebe ich 90°

23.09.2010 15:28:46
Carmen

Ich finde diesen Roman eher bescheiden in der Lynley-Havers-Reihe, aber man muss Mrs. George wirklich dankbar sein, dass eine bestimmte Person endlich das Zeitliche gesegnet hat. Dieser Mensch ist mir wirklich von Beginn an mit dem zickigen und pseudosozialen Getue gegen den Strich gegangen. Es kann jetzt also wieder besser werden. Und überhaupt - wahre Verbundenheit kann es eh nur zwische Lynley und Havers geben. Ihr werdet`s sehen!!

31.03.2010 22:09:17
Uwe

Ich kenne viele Örtlichkeiten aus diesem Krimi prsönlich und bin immer wieder fasziniert, wie genau die Beschreibungen von George sind. Sie fängt wirklich jedes Körnchen Stimmung ein. Fliegen Sie nach London, lesen Sie eine der Tatorbeschreibungen und suchen Sie dann den Ort auf. Es wird Ihnen vorkommen, als wären Sie schon dort gewesen. Soviel zur Detailverliebtheit, die hier manche Kritiker stört. Ebenfalls fasziniert hat mich, wie hier ein schmerzhafter Verlust beschrieben wird. Dieses Loch, die Leere, das Nie-Wieder. Dass das Buch nebenbei noch ein spannender Krimi ist, ist für mich hier nur eine Draufgabe.

31.10.2009 23:56:57
marco

dieser fall wird nicht nur der tiefpunkt im leben von inspektor lynley, sonder ist auch der bisherige tiefpunkt in der schriftstellerischen arbeit von frau george! es tut mir sehr leid, aber ich kann die zum teil sehr positive bewertung überhaupt nicht nachvollziehen. ich bin der festen überzeugung, wäre dies das erstlingswerk eines autors, kein verlag hätte es gedruckt!
wie kommt es, dass eine autorin, die einige erstklassige romane verfasst hat auf einmal einen solchen flop hinlegt? ein thriller über einen serienkiller verlangt nun mal einen anderen stil, als eine klassische who-done-it-novel. die große stärke von frau george, ein familiendrama aus unterschiedlichen blickwinkeln zu beleuchten, geht hier nicht auf. stattdessen wird ein temporeicher stil verlangt und eine handlung, die auch schonmal eine überraschende wendung nimmt. beides ist nicht die sache von elisabeth george. stattdessen beschreibt sie mit brutaler langatmigkeit jedes detail der ermittlungsarbeit und "foltert" den leser mit kleinlichen ränkespiele bei scotland yard (die angesichts des ernst der lage nicht sonderlich realistisch wirken). man kann nur hoffen, dass frau george bald wieder zu ihrer alten stärke zurück findet.

16.08.2009 20:06:50
Alexander

Na also, endlich wieder ein packender Fall fuer Havers und Lynley - nach den zwei Vorgaengertiteln eine ware Erloesung!
Vieles wurde hier schon (negativ) erwaehnt, wie die typischen ausfuehrlichen Erlaeuterungen und Charakterstudien - ich finde in diesem Buch ist es ertraeglich.
Die Entwicklungen in Lynleys Privatleben find ich sehr mutig - ich bin gespannt wie es weiter geht (naja, wer hier bei KC guckt kanns nachlesen...).
Was mich stoerte ist die mangelnde Aufloesung bzw. Erlaeuterung des Taetermotivs. Ein Teil folgt im naechsten Buch, aber was treibt den Serientaeter tatsaechlich an? Und die bemuehten Sexszenen sind nicht ueberzeugend sondern wirken wie auf Anraten (durch Lektor etc.) widerwillig eingesetzt.

Alles zusammen ergibt 88% und Vorfreude auf den naechsten Titel.

19.04.2009 19:45:42
Otto Quaing

Das Buch beginnt ja ganz interessant und verspricht eine spannende Tätersuche. Dann bekam ich aber immer mehr das Gefühl, dass E. George alles tut, um ja nicht zum Ende zu kommen. Das Lesen der Details zu Personen oder Orten, der ständige Konflikt zwischen den Beteiligten machte zuletzt keine Freude, sondern war nur noch anstrengend. Da gibt es eine Reihe von Krimis, in denen Charaktere sehr genau beschrieben werden, was aber nicht langweilig wird, weil es zur Handlung und Motiv- und Tätersuche dazugehört. Bei diesem Buch war es nervig. Schade!

12.04.2009 23:11:46
swigl88

Super Krimi!

Gut, spannend und mitreissend aufgebaut vom Anfang bis kurz vor Schluss!
Der ganze Handlungsablauf und die Personen sind sehr ausführlich beschrieben! Dadurch bekommen die Charaktere ein Gesicht und man ist in der Lage sich in die einzelnen Personen hineinzuversetzen! Bei den Ermittlungsarbeiten wird einem ein Hinweis nach dem anderen vor Augen geführt, wodurch das Buch, trotz seiner Länge, sehr übersichtlich ung logisch aufgebaut ist!

Die Ermittlungen führen über alle möglichen Ecken und Kanten bis sie sich zu einem großen Ganzen vereinen!

Wie gesagt bis kurz vor Schluss ein super Buch!
Allerdings bin ich vom Ende dahingehend enttäuscht, dass dieses für meinen Geschmack eindeutig zu kurz kommt!
Permanent wird alles detailiert geschildert, doch hier bleiben meiner Meinung nach zu viele Fragen offen!

Während des Romans hätte man besser einige Seiten einsparen können und diese zur ausführlichen Abschlusserklärung verwenden können!

Ich hätte 90 vergeben! Durch den Schluss werdens aber immer noch 85!

Dieser Roman ist meiner Meinung nach sehr empfehlenswert!

04.04.2009 19:10:07
AnnK

Dies war das erste Buch, das ich von Elisabeth George gelesen habe und ich muss sagen:"Ich bin begeistert."
Ich finde es toll, dass die Personen so ausführlich beschrieben werden und auch die Handlung ist klasse.
Ich habe das Buch in kürzester Zeit durchgelesen und konnte es kaum aus der Hand legen.Sicher gibt es weitaus spannendere Krimis, aber die Art und Weise wie die Schriftstellerin die Handlung, die Personen und den Schauplatz nahe bringt, finde ich großartig und ich werde mir auf alle Fälle ein weiteres Buch von ihr kaufen.

27.03.2009 22:38:03
dora

Wie meine Vorgänger schon geschrieben haben, ist dieser Roman mit fast 800 Seiten sehr dick und dementsprechend umfangreich. Trotzdem, wenn man wie ich die Engländer und das Land dazu liebt, wird man nicht enttäuscht. Vom Erzählstil her eher ruhig, Charaktere sind liebevoll beschrieben und sympathisch.
Freue mich schon auf das nächste Buch dieser Reihe!

26.03.2009 08:07:55
Willibert

Endlich, muss ich sagen bin ich mit dem Buch durch. Ausschweifende Beschreibungen zu Personen und Orten ziehen den Roman endlos wie einen Kaugummi. Es gibt keine wirklichen Überraschungen und Spannungen und das Ende kann auch wirklich niemanden vom Hocker hauen.

Die Elzabetzh George Vorliebe zu London könnte meine Berufsrettung werden. Verliere ich mal meine Job - ich könnte Taxifahrer in London werden so ausführlich sind teilweise die Ortsbeschreibungen bei Tag und Nacht.

21.01.2009 19:53:38
sabrina13582

Dies ist zwar der dreizehnte Teil der Inspector Lynley - Reihe, für mich war es aber das erste Buch von Elizabeth George. Was mir als erstes auffiel, war, das die Charaktere sehr ausführlich beschrieben wurde. Zum Teil fand ich es klasse aber ab und zu auch etwas langweilig. Meiner Meinung nach hätte man viele viele Einzelheiten (nicht nur was die Charaktere anbelangt sondern auch die Ermittlerarbeit) einfach weglassen können und das Buch wäre trotzdem gut geworden. Es war zwar spannend aber gelegentlich zog sich doch alles etwas zu sehr hin, was etwas ermüdend war. Dafür war das Ende um so spannender und richtig fesselnd. Wer auf detaillierte und genau nach zu vollziehende Ermittlerarbeit steht, sollte sich meiner Meinung nach, dieses Buch auf jeden Fall kaufen. Wer schnelle Szenenwechsel und die Ermittlerarbeit etwas zügiger mehr mag, sollte es sich nochmal überlegen, ob es sich wirklich lohnt dieses Buch anzuschaffen.

21.01.2009 11:29:36
Jutta Pirzer

Nach dem Vorgängerbuch "Wer die Wahrheit sucht", das entsetzlich langweilig und weitschweifig war, ist dieser Krimi wieder wirklich gut und spannend.Barbara Havers nervt zwar auch ein wenig, aber was solls.Nur Lynleys Privatleben hätte ich mir anders gewünscht, weil man sich schon überlegt, ob diese Serie nun weiter geführt wird.

15.01.2009 08:48:58
Jessy

Eure Kriterie im Prositiven wie im Negativen habt ihr alle schon erwähnt deswegen möchte ich mich nicht wiederholen. Nur eine sache fand wo mit ich überhaupt nicht gerechnet habe. Das der Proviler ein Kind "ausversehn" umgebracht hat. Der Mörder war schon schnell rauszulesen. Aber trozdem klasse Buch!

01.01.2009 12:44:49
ocean

ein serienkillerbuch von einer serienschreiberin.
streng nach kochrezept geschrieben, reicht das fuer die bestsellerlisten, aber nicht fuer ein gutes buch.

von den handwerklichen fehlern sei hier nur der schlimmste erwaehnt:
die handlung spielt zwischen dem 10.dezember und mitte januar, weihnachten und sylvester finden aber nicht statt (was gerade beim sonstigen 'barbara-fruehstueckt-schokoladenmuesli'-stil etwas verwunderlich ist ;-))

fuer das geld und die lesezeit kauft man sich besser antiquarisch 5 victor gunn romane...

20.12.2008 17:49:15
Donia

Für mich ist es bisher auch das beste Buch überhaupt. Wunderbar gezeichnete Hauptdarsteller, subtile Spannung und eine Handlungsdichte, die ihresgleichen Sucht. Die Erzählkunst von EG ist einfach verehrungswürdig. Ich fand es spannend von der ersten bis letzten Seite und ein paar 100 Seiten mehr hätten mich auch nicht gestört. Hatte das Buch in 2 Tagen durch, wobei ich wirklich 1 Nacht durchgelesen habe und gar nicht erst ins Bett bin. Weiter so!

16.09.2008 14:20:26
Kaffee.schwarz

Mein erstes Buch von Elizabeth George. Vielleicht weil ich ihre Schreibweise nicht gewöhnt war, fand ich das Buch ziemlich langatmig. Dafür ist das Ende umso fesselnder & dramatischer. Lynlys seelischer Konflikt ist so verstörend, dass es wirklich fraglich ist, ob er weitermachen wird. Ich bin gespannt & hoffe, es kommt bald eine Fortsetzung mit Lynley & Havers.

15.06.2008 10:41:49
fant12

Spannendes Buch, ja, schon, aber das Ende finde ich sehr verstörend - vor allem, wenn ich jetzt wieder so lange auf eine Fortsetzung warte - oder gibt es die dann etwa nicht??? "What came before he shot her" ist ja "nur" die Vorgeschichte... Seufz. Bitte, Elizabeth George: Schneller schreiben!

22.04.2008 11:13:42
ChrissiW

Ich fand das Buch klasse und habe es in kürzester Zeit verschlungen. Besonders Havers hat mir richtig gut gefallen.

Nur diese ewigen und wie so oft nicht nachvollziehbaren "Problemchen" von Helen haben die Lesefreude etwas getrübt. Wie kann man sich denn nur so lange und unermüdlich über das Auswählen von Taufkleidung aufregen und anderen damit auf die Nerven gehen? Dieses "Problem" wurde viel zu oft und lange zum Thema. Das hat mich schwer genervt. Hm, aber das Helen-Problem haben wir ja nun hinter uns. Sorry, wenn ich hier bestimmt nun einigen auf den Schlips trete, die traurig über Helens Ableben sind, aber ich persönlich bin echt froh, dass die Frau endlich Geschichte ist.

Ich hoffe natürlich, dass die Lynley-Reihe noch lange weitergeht und hoffentlich (!) dauert sein Geheule über Helens Verlust nicht allzu lange. Ich fand schon das ganze Auf und Ab und Lynleys ewige Sorgenmacherei bezüglich der Hochzeit der beiden richtig nervig. Genug ist genug! Jedenfalls für meinen Geschmack.

Ansonsten ist der Roman absolut lesenswert und die Figuren sind sehr faszinierend dargestellt. Ein Buch, was man ungern aus der Hand legt.

02.11.2007 11:25:30
Nini

Ich habe "Wo kein Zeuge ist" im Original (also auf englisch) gelesen und konnte mich teilweise nicht davon losreißen. Die Geschichte hat mich sehr gefesselt und als das ganze Drama um Helen begann, hab ich geheult wie ein Schlosshund, weil EG die Gefühle von Thomas einfach so intensiv beschrieben hat. Ich kann es kaum erwarten wie es weiter geht, wie er das ganze verkraftet, ob er doch noch mal zum Yard zurück geht und auch wie sich Barbaras und Winstons Leben entwickeln, sowohl in beruflicher als auch in privater Hinsicht. "What came before he shot her" habe ich mir zwar auch gekauft aber noch nicht gelesen.

29.08.2007 10:58:13
Ludger2208

Ein Tip für Fans der ersten EG-Krimis, denen die Bücher zu umfangreich werden: Nach Nie sollst du vergessen lese ich nur noch den "Hauptstrang", also die Abschnitte, in denen die bekannten Protagonisten Lynley, Havers, Nkata etc. agieren und nicht mehr die eingestreuten Betrachtungen und Handlungen irgendwelcher Dritter, und sei es des Täters. Plötzlich wird es wieder ein lesbarer "whodunit"!

13.08.2007 13:35:59
Bio-Fan

Ich habe lange überlegt, ob ich hier noch meinen "Senf" hinzugeben muss. Doch als E.George-Fan der ersten Stunde kann ich meine Enttäuschung nicht zurückhalten. Nachdem ich schon mit "Wer die Wahrheit sucht" so meine Schwierigkeiten hatte, ist dieses hier erst einmal mein Letztes. Die hunderte von Seiten lange Ermittlung fand ich nur ermüdend und spannungslos. Aber dafür kenne ich die Beschaffenheit eines jeden Müslikekses, den Barbara Havers zu sich genommen hat.
Erschwerend kam noch die schwache Leistung des neuen Übersetzerduos hinzu.
Hätte der Klappentext nicht zuviel über Lynleys Schicksal verraten, hätte ich das Buch vorzeitig aus der Hand gelegt

16.07.2007 15:04:38
Phillip

Beim ersten Griff zum dreizehnten Lynley im Buchladen schwante mir schon böses, angesichts dieses erneuten Brockens der Lady of Crime. Erstaunlicherweise entpuppte sich der Krimi keineswegs als so zäh wie die beiden Vorgänger. Serienmörder, sozial Schwache, die eine kriminelle Karriere starten, ein Polizeichef, der nicht taugt... Alles Sachen, die für den erfahrenen Krimileser nichts neues sind.

Dass der Täter aus dem Kreise dieser Jugendauffangstelle kommen muss, wird auch schon sehr bald klar. Den Haken, den Mrs. George mit dem Profiler schlägt ist unerwartet aber auch nichts neues. Das herausragende an diesem Krimi ist nur wie sie es beschreibt. Der geneigte Leser ist zu jeder Zeit in der Lage sich in die Protagonisten hineinzuversetzen. Ob es nun die ungestüme Art von Barb oder Panik in der Ulrike sich befindet, ob der Gefahr in der sich ihr Jugendzentrum befindet.

Aber das Entscheidende ist nicht die mühsame Aufklärung der Morde sondern: Was passiert denn nun mit Lynley? Welche Tragödie ereilt ihn? Nur dem Naiven ist nicht schon nach nur hundert Seiten klar, was passiert. Und es passiert unweigerlich und niemand wird es verhindern. Dies wäre dann für mich der Moment gewesen, das Buch aus der Hand zu legen. Es in den Schrank mit den Ungelesenen oder Fehlkäufen zu legen. Aber das würde dann auch nichts ändern.

Wo kein Zeug ist ist ein Buch, das, obwohl Elizabeth George immer auf höchstem sprachlichen und dramaturgischem Niveau geschrieben hat, ein aus der Reihe herausragender Roman. Auch nach dem Lesen der letzten Seite bekommt man es nicht so schnell aus dem Kopf.

Volle Punktzahl!
Setzten!

16.07.2007 10:59:56
queenodt

Nach den letzten beiden Büchern, wieder ein richtig spannendes Werk.
Auch wenn oft der Zufall zur Hilfe gerufen wird, denn wenn ich's richtig verstanden habe, wurde Lynley ja für den Täter erst angreifbar, nachdem die persönliche Tragödie des Inspector's zufällig eintrat.

Ohne jetzt anderen das Lesevergnügen nehmen zu wollen. Der erwachsene ganz in schwarz gekleidet, der denn Kopf von der Kamera wegdreht, war doch nicht identisch mit dem Serientäter, oder?

Danke für eventuelle Aufklärung!

25.06.2007 21:30:47
Tanja

Ich persönlich fand dieses Buch sehr gelungen. Es war das erste Buch, das ich von Elizabeth George gelesen habe und ich möchte unbingt weitere lesen!
Ich finde es sehr genial geschrieben, da man nich weiß wer der Täter ist und dies auch wirklich erst am Ende des Buches erfährt.

06.06.2007 10:47:57
Carola

Auch ich musste am Ende weinen.
Ich empfinde es als ein sehr gelungenes Buch. Obwohl, meiner meiner Meinung nach, in diesem Buch das Erste mal zu spüren ist, dass die Autorin Amerikanerin ist. Das beste? Nein, es gibt durchaus bessere von ihr, es ist gelungen. Ich habe allerdings das Glück, oder das Pech?, Blind zu sein, und die Bücher als Hörbücher zu beziehen. Bei einem guten Leser, oder einer guten Leserin ist jedes Buch von Anfang an spannend, und dieses gehörte dazu.
Findet Lynley wieder zu Scotland Yard? ICh hoffe doch sehr. Ich warte ungeduldig auf das nachste Hörbuch.

29.05.2007 13:54:16
Günter Zech

Die E. G. Kriminalromane begeistern mich seit Jahren sehr.Sonst warte ich immer auf die Taschenbuchausgabe,aber dieses mal holte ich Wo kein Zeuge ist sofort.
Vorweg ich bin zum ersten mal von einem E.G. Krimi enttäuscht und quälte mich durch diese Story.
Meine Frau hörte bei Seite 200 auf und sagte sie liest dieses Buch nicht zuende.
Die gewohnte flüssige deutsche Übersetzung von Mechtild Sandberg-Ciletti fehlt total.
Ich bin ein Fan von Inspector Lynley,aber die Übersetzung durch das Neue Duo
Ingrid Krane Müschen und M. Müschen ist so zähflüssig wie die Sereinkiller - Story .
Langweilig und diesesmal wirklich 300 Seiten zu viel.
Ich wünsche mir beim nächsten Roman wieder Mechild Sandberg- Cilette als Übersetzerin

22.04.2007 20:36:10
Chrissi

Wieder ein unglaublich schönes und vor allem spannendes Buch von E. G.!
Ich konnte das Buch gar nicht mehr weglegen!!!!Mir wurde alles egal ,Hauptsache ich konnte diese Buch zu Ende lesen! Ich hoffe ,es erscheint bald wieder ein neues Buch, weil ich unbedingt wissen muss, wie es mit Lynley weitergeht....

04.04.2007 10:23:53
Doro

Ich bin ebenfalls ein großer EG-Fan und als ich "Wo kein Zeuge ist" im Regal der Buchhandlung sah, mußte ich das Buch einfach kaufen! Ich musste mich im Urlaub auch zwingen, das Buch nicht in drei Tagen durchzulesen, sondern es immer wieder wegzulegen, damit es zumindest für 10 TAge reicht ...
Nach dem schwachen Wer die Wahrheit sucht hat mich dieses Buch wieder sehr gefesselt, am meisten vielleicht die Tragödie um Th. Lynley. Die Auflösung des Falles war gar nicht so wichtig, obwohl ich die Story gut entwickelt fand.
Irgendwie finde ich die Reihe um Lynley und Havers nun abgeschlossen - es kann eigentlich nichts mehr wirklich Neus und Überzeugendes im Privatleben der Hauptfiguren passieren, das ja in jedem Band einen breiten Raum eingenommen hat. Noch ein Band, der quasi zeitgleich mit dem jetztigen spielt (was ich schon erstaunlich genug finde) - das was es dann wodhl, will sich EG nicht unglaubwürdig machen.

20.03.2007 14:41:59
Meli

Viele schreiben das sei Elizabeth Georges bester Krimi, das kann ich nicht so nicht empfinden. Habe lange gebraucht (ca. 200 Seiten) bis ich zu dem Punkt kam an dem ich nicht mehr aufhören wollte zu lesen. Auch mir fehlte am Schluss etwas der Nervenkitzel und der Mord durch den extra eingeschalteten Profiler Robson finde ich etwas sehr weit hergeholt.
Gefesselt hat mich diesmal die persönliche Geschichte von Thomas Lynley, obwohl auch ich mich frage ob dies nicht etwas übertrieben ist. Will EG aufhören mit der Lynley-Reihe, oder hat sie einfach gemeint dass ein so attraktiver Kommissar wieder "frei" für die Damenwelt sein sollte?

11.03.2007 21:55:41
Emma

Ich musste am ende weinen und konnte gar nicht mehr aufhören. Ach, warum nur?
das buch zieht sich lange hin und ich musste mich zwingen weiter zu lesen. Allerdings muss man es als E.G.-Fan lesen auch jedoch nur weil es (wahrscheinlich) der letzte Band ist. Schade, dass es vorbei ist. obwohl die ersten Bücher eindeutig die besseren waren.

20.02.2007 15:20:01
Kincaid

Viele Kommentare, die über dieses Buch geschrieben wurden, drücken das gleiche aus, was ich empfinde, wenn ich an Wo kein Zeuge ist denke! Es war das 1. Mal, dass ich beim Lesen eines KRIMIS weinen musste, und so betroffen vom persönlichen Schicksal des Protagonisten Th. Lynley war, dass ich mich zwingen musste, nicht Seiten zu überblättern, nur um weiter zu lesen, wie Lynley mit dieser Tragödie fertig wird!! Also, von einem eigentlichen Krimi kann man hier kaum noch sprechen, oder??? Trotzdem empfand ich dieses Buch wie einen Urknall und bin gespannt ob es weitergeht und wie es weiter geht!!!

03.02.2007 18:58:27
Christiane Jakoby

Mit Wer die Wahrheit... hatte ich vom persönlichen Dramenspektakel des Deborah/St.James/Lynley- Dreiecks wirklich die Nase voll. Ich bin froh, dass dieses Buch wieder ein Krimi ist, obwohl Frau George kräftig in die Tragikkiste greift. Insgesamt geht die Tendenz meiner Leselust ihrer Bücher wieder nach oben.

03.01.2007 23:37:37
Susi

Ich habe auch alle Bücher von EG gelesen und ich bin auch wieder von diesem Buch begeistert. Von mir aus könnten ihre Bücher noch mehr Seiten haben, da man ständig dran gefesselt wird und einfach noch mehr über diese Geschichten erfahren möchte. Sie hört manchmal einfach zu abrupt auf, so das einem noch die ein oder andere offene Frage bleibt. Was ich ihr allerdings sehr, sehr übel genommen habe, ist die persönliche Tragödie von Lynley. Mir kamen noch nie die Tränen in einem EG Buch, aber das war echt too much. Ich habe sogar Seiten, die die Aufklärung der Morde betrafen, erstmal einfach überblättert, weil ich unbedingt wissen wollte, wie es mit Lynley weitergeht.So spannend die Suche nach dem Mörder war, aber die Tragödie von Lynley hat dies absolut in den Hintergrund gestellt. Aber sie ist und bleibt die beste Schriftstellerin für mich!

02.01.2007 18:42:16
Nadia

Ich lese e.george-romane schon seit jahren und war bisher auch immer mehr oder weniger zufrieden. als sehr ungeduldiger mensch liegen mir langatmige bücher überhaupt nicht, und bei manchen aus dieser reihe war das nun leider der fall.. bei DIESEM buch jedoch (das ich übrigens in 3 tagen gelesen habe) störte mich jede kleine ablenkung, jedes telefonklingeln, weil ich dadurch nicht weiterlesen konnte. für mich der absolut beste EG-Roman.... traurig nur lynley's schicksal..... wie bereits jemand anders schrieb: der erste krimi, bei dem ich am schluss weinen mußte...allerdings: auch mir fehlte das WARUM des täters, denn bei so viel psychologie im roman hätte der psychologische aspekt des täters durchaus näher aufgegriffen werden können; aber sonst: absolut klasse krimi...

29.12.2006 22:29:46
Antje

Ich habe alle Bücher von E.G. gelesen, deren Qualität leider tatsächlich immer weiter gelitten hat...Bei diesem Buch ist endlich mal wieder Spannung drin, wobei am Ende absolut nicht klar rauskommt, weshalb die Person diese grausigen Morde überhaupt begangen hat. Was mich am meisten gestört hat ist, was die Autorin Lynley an privaten Tragödien zumutet. Nicht genug, dass er seinen besten Freund verkrüppelt und ihm die Braut ausgespannt hat, mit der er über mehrer Bände hinweg immer wieder herzzereißende Diskussionen über das Eheglück führt - nein, was Lynley (und dem Leser!) hier zugemutet wird, schlägt dem Fass wirklich den Boden aus!!! Schade!

17.12.2006 22:16:11
mellib1409

Ich habe dieses Mal etwas länger gebraucht, um mich in dieses Buch einzulesen und habe den gewissen Nervekitzel vermisst, welcher sich vor der Auflösung einstellt.
Die eigentliche Kriminalgeschichte spielte sich eher im Hintergrund ab.
Es ist nicht das beste Buch von EG, aber ich bleibe weiterhin eine treue Leserin.

13.12.2006 12:39:39
Bobo

Ich habe bisher alle Bücher der Lynley-Reihe gelesen. Neben sehr guten gab es natürlich schon in der Vergangenheit welche, die in Relation etwas abfielen. Mit diesem Teil komme ich aber irgendwie gar nicht klar. Starker Anfang, guter Spannungsaufbau. Der Mittelteil ist langatmig. Die persönlichen Geschichten sind ja noch ganz nett, der Ermittlungsteil zieht sich unnötig in die Länge. Ich lese ja schließlich einen fiktiven Roman und nicht eine Dokumentation über langweilige Routinearbeit der Polizei. Es gibt genügend Stilmittel, um einen Zeitsprung zu beschreiben. Dann das Ende: Der eigentliche Fall ist nur noch Nebensache, nur noch die persönliche Ebene Lynley existiert. Dann doch ein dramatisches Finale abere ohne die sonst so hervorragende Erläuterung und Aufbereitung.
Die Bücher werden ja immer dicker. Quantität ist aber nicht alles. Wenn schon, dann hätte man im Mittelteil sparen können um am Ende beiden Handlungssträngen genügend Platz einzuräumen.

11.12.2006 14:17:22
Marion

Nach sehr sehr guten Büchern aus der reihe lynley/havers - darunter naturgemäß stärkere und immer mal wieder auch schwächere - sollte e.g. die Serie meiner Meinung nach tatsächlich abschließen. Ich glaube nicht, dass es aus dieser Richtung noch viel zu holen gibt. mit ihrem schriftstellerischen Talent kann E.G. es sicher schaffen, auch anderen Charakteren leben einzuhauchen und wieder mit neuen Büchern begeistern.

09.12.2006 22:23:25
Frank

EG und die beiden Charaktere Lynley/Havers sind mir über die letzten 15 Jahre zu sehr guten Bekannten geworden und sowohl die eigentliche Story (mit zugegeben manchen Längen) als auch die persönliche Beziehungsebene waren überdurchschnittlich! Leider wurde aus meiner Sicht völlig ohne Grund ein Hauptcharakter sinnlos geopfert, was ich EG schwer übel genommen habe. Jedoch werde ich schon alleine um der Fortsetzung der persönlichen Geschichten von Lynley/Havers das nächste Buch lesen. War übrigens das erste mal, dass ich wegen eines Buchs geweint habe.

24.11.2006 22:54:53
Adrenalin

Ich fand das buch von der ersten seite an absolut super. es ist zwar lang aber durchgehend (fast!) spannend. Man erfährt viel über die privaten Hintergründe der Hauptdarsteller so das sie mir nochmal vertrauter vorkommen. Der Schluss war für mich ein schock ich glaube dies war der letzte Fall für lynley . Ich hoffe nicht!
Mir hat am Schluss die Sicht des täters gefehlt, das WARUM?
Ich kann es jedem empfehlen.

18.10.2006 09:46:26
Verena

Naja! Ich bin ein wirklich großer Fan von EG und ihren Büchern, aber von diesem Buch bin ich etwas enttaüscht. Es ist stellenweise sehr langatmig und ich musste das Buch auch mal aus der Hand legen. Das ist mir bei allen anderen Romanen von ihr nicht passiert. Dennoch möchte ich gerne noch mehr lesen von Lynley und Havers und hoffe, dass das nicht das Ende ist.

11.10.2006 05:42:39
Conny Carmichael

Ich war einfach nur begeistert, nachdem ich George einige Jahre ignoriert habe , bin ich mit diesem Titel wieder eingestiegen und mir ist aufgefallen das sie weitaus ausgefeilter formulieren kann wie zb eine Gerritsen, die im Vergleich ( ich lese gerade Schwestermord wirklich flache Bücher schreibt. Der aktuelle George Titel hat mich von der Dichte her nie gelangweilt,und das Thema blieb auf über 700 Seiten durchweg interessant. Einzig Ulrike von Colossus ist mir stellenweise etwas auf den Nerv gegangen, aber das war vielleicht gerade die Intention der Figur :)
Mein Fazit : Rundum empfehlenswert und ich werde Frau George wieder verstärkter im Auge behalten

30.09.2006 21:44:59
ni.koko

Dieses Buch ist für mich eines der Besten aus der gesamten E.G. Reihe!! Wie vielleicht bei jedem guten Buch gibt es für den einen oder anderen Leser immer mal ein paar Seiten, die einem als zu langstreckig erscheinen. Sei´s drum.
Das Ende fand ich sehr traurig und doch gelungen. Ich hoffe sehr auf eine Forstsetzung!?!?

29.09.2006 22:02:53
kaddi

Ich glaube nicht, dass "Wo kein Zeuge ist" der letzte Band dieser Reihe ist. Weswegen sollte EG sonst in What came before he shot her die Tat aus Sicht des Täters schildern ? Da wird in 1-2 Jahren ein neuer Band auf den Markt kommen, ich bin mir sicher (und hoffe es ganz stark).

11.09.2006 11:35:32
Tina

Ich fand dieses Buch auch eines der mitreissendsten der Lynley/Havers Reihe, auch wenn ich die Umstände durch die eine Hauptperson ums Leben kam zu konstruiert, im Gegensatz zu den anderen Handlungssträngen.
Alles in allem hebe ich aber sehr mit gelitten, da mir die beiden sehr ans Herz gewachsen sind.
Hoffentlich gibts mehr..vielleicht heiratet Lynley ja nun Havers (hehe...;-)

09.09.2006 22:07:56
male

Ich fand das Buch insgesamt zu überladen.
2 Tote weniger und der Schluss nicht ganz so dramatisch, hätten der Geschichte -meiner Meinung nach- gut getan. Wobei es am Ende dann doch die Person getroffen hat, die m.E. in den Romanen am Meisten genervt hat.

Richtig gut gelungen finde ich, wie am Ende gezeigt wird, dass Lynley und Havers doch Welten trennen und sie um ihren Freund (Lynley) weint.

Wäre ein anrührendes, offenes Ende für die Lynley/Havers-Reihe...

09.09.2006 17:46:57
iwo

Jeder, der einen Beruf hat, in dem er mit Hierarchie zu kämpfen hat, wird das in dem neuen Roman von E. George sehr eindringlich beschrieben wiederfinden. Das ist mir mehr nachgegangen als das spektakuläre Ende, das ich viel zu dramatisch gewollt fand. Ich fürchte, die Autorin will sich damit abseilen und die Serie beenden. Was ich schade fände, ich würde gerne noch mehr von Linley und Havers lesen...

28.08.2006 12:01:08
Aischa

Ein wunderbares Buch, auch wenn ich meine, manchen Bruch zu früheren Darstellungen erkannt zu haben und auch, wenn es zunächst etwas langatmig losgeht. Seltsam nur, dass wir so wenig über die Geschichte des Mörders erfahren.

Dagegen finde ich die alten Protagonisten sehr schön gezeichnet und entwickelt und hoffe, dass es weiter geht.

In einem muss ich mich einer Vorschreiberin anschließen: Diese grottenschlechten Verfilmungen, die jede Handlung und jeden Charakter einer Figur vergewaltigen, müssen endlich aufhören. Ein Vorbild für gute Romanverfilmungen ist doch auf dem Markt: Minette Walters!

27.08.2006 09:20:52
E.G.-Fan

Einfach nur KLASSE!!! Also ich kenne alle Bücher aus dieser Reihe von E.G. und befinde dieses Buch als das Beste. Es ist atemberaubend, spannend und rundherum gelungen geschrieben. Keine überflüssigen Details, nur so viele wie nötig. Und zeigt Sie auch mal Probleme bei dem sonst so (fast) immer im guten Rampenlicht stehendem Lynley auf und endlich ist auch mal wieder mehr privates zwischen Havers und Lynley vorhanden.
Die Seitenzahl des Buches übersteigt zwar die anderen schon, aber mal ehrlich: ich finde das gut nicht nach kürzester Zeit schon wieder mit einem guten Buch fertig zu sein. Ein Genuss an Buch kann nicht lang genug sein. Also hat die Länge auch was positives und langweilig wurde es auf keinen der 795 Seiten!

24.08.2006 11:37:45
Karin S.

Diese Buch ist einfach atemberaubend und man möchte es gar nicht mehr aus der Hand legen (obwohl es für die Handgelenke eine erhoffte Wohltat wäre) und wenn das Buch zu Ende gelesen ist, ist man traurig, dass es schon vorbei ist.
Ihr Stil ist etwas ganz außergewöhnliches. Ihre detailgenaue, lange Schreibweise überrascht mich jedesmal von Neuem. Ein anderer Schriftsteller wäre damit überfordert aber bei E.G. liest es sich ganz einfach und ohne unnötige Passagen, die den Leser ermüden.
Ich habe beinahe alle ihre Bücher gelesen und da bekommt man mit wie die Figuren leben, lieben und leiden, man kann sich direkt in sie hineinversetzen und kann erahnen was sie fühlen und denken, und deswegen waren die Geschehnisse in diesem Buch sehr traurig und erschütternd für mich.
Ich hoffe, es kommt noch mehr von E.G.!!

20.08.2006 00:05:13
Paula

In diesem Buch ist alles drin! Wenn man einmal die anfänglichen Längen verziehen hat, wird man mit Spannung, Dramatik und herrlich tragikomischen Einblicke in Havers Leben belohnt.
Man liest zum Beispiel, dass Lynley und Havers wieder fast wie früher agieren, sich aber auch jeweils Gedanken über ihre weitere Laufbahn machen und dies auch in gewohnter Manier miteinander diskutieren. Und erst der Kampf zwischen Hillier und Lynley - hier wird das Wort "Antisympathie" richtig ausgelotet.
Klar, am Ende sollte man schon eine Packung Taschentücher parat halten. (Um ehrlich zu sein, ich fand es schon ein bisschen fies, dass EG Lynley förmlich den Boden unter den Füssen wegschreibt... -)
Alles im allem war der 13. im Vergleich zum 12. Teil ein echtes Lesevergnügen!

P.S.: An alle. die irritiert waren über das Auftauchen von Lynleys Schwester Judith. Sie wird wirklich nur kurz in "Mein ist die Rache" erwähnt; und sein Schwager starb durch einen Mord, wobei übrigens Lynley zu den Verdächtigen zählte. Lynley kam sogar 5 Tage in Haft dafür - das ist übrigens der einzige Makel in seiner Dienstakte. Lynley erzählt diese Episode aus seinem Leben auf einer Autofahrt mit Havers und zwar in "Gott schütze dieses Haus".

18.08.2006 15:07:17
Anne

Die ersten 300 Seiten sind laaaahm..... Dann geht aber "die Post ab"! Die Gefühle der Protagonisten sind sehr zum nachempfinden. Und wir bekommen wirklich das ganze Spektrum der Gefühle geboten! Wut über ungerechtigkeiten und Unvermögen am Arbeitsplatz, Freude, Entsetzten, Trauer - you name it! Als ich mit Tränen in den Augen am Ende angekommen war, kam mir der Gedanke dass dies der letzte EG sein wird. (Ich wusste nichts von vorherigen Spekulationen). Schade, aber passt schon so.

15.08.2006 22:21:27
Simone Reibert

Auch ich fand das Buch klasse. Aber wie schon eine Leserin vor mir stört mich dieser Schwager (?) auf den ständig hingewiesen wird. Und welche Schwester? Es war doch immer nur von einem Bruder die Rede, oder? Habe ich was verpasst und wenn in welchem Buch ging es darum?
Ansonsten ein spannendes Buch mit einem wirklich traurigem Ende.Geht die Reihe weiter?

13.08.2006 13:56:31
girfro1

Nach knapp 800 Seiten weiß der geneigte Leser wieder ein bisschen mehr über die Schwächen aber auch Stärken der Hauptpersonen Lynley/Havers sowie deren privaten Verhältnissen bzw. Tragödien. Das das ungleiche Duo nebenbei auch noch einen Serienmörder fasst, ist fast selbstverständlich als auch nebensächlich. Wie schon an anderer Stelle erwähnt, ist diese Story sehr langatmig und wirklich nur etwas für geduldige Leser. Nichtsdestotrotz ein nettes Buch aus dieser Reihe.

30.07.2006 20:54:09
Connie Tillmann

Habe alle Bücher aus der Reihe mit Lynley und Havers gelesen und war immer begeistert, wie sich die Handlung langsam und sorgfältig entwickelt hat. Wer sich wirklich Zeit nimmt, lernt Personen, Handlungsstränge und Motive kennen, die Elizabeth George in intelligenter Weise vermittelt.

Kritisch muss ich allerdings auch anmerken, dass das Thema Kindesmissbrauch in allen Krimis(nicht nur bei George) mittlerweile zu oft behandelt wird.Obwohl es in der Realität sicher äußerst wichtig ist!!!

Da ich mich an die Regel halten will, nichts über Spannung oder Täter zu verraten will ich zum Schluss ketzerisch leise denken, dass es viel Schlimmeres gibt, als das jemand aus der näheren Umgebung von Lynley stirbt.Diese Person ging mir schon die letzten beiden Bücher auf den Keks, vielleicht ist es George ebenso ergangen.
Hoffen wir auf Neues, vielleicht hören Lynley, Havers und Nkata bei Scotlard Yard auf und werden private Ermittler?? Wäre doch nicht schlecht, oder?
Was eröffnen sich da für Möglichkeiten! Evtl. wird Lynley wieder so sympathisch wie früher.
Auf jeden Fall glaube ich nicht, dass Elizabeth George ihre Protagonisten einfach so aufgibt.
Das neue Buch über den jetzigen Mörder kann man sich eigentlich schenken, wer will denn wirklich alles soooo genau wissen, ist doch Fantasie, oder??

29.07.2006 11:28:10
Funkel

Wow! Nachdem auch ich das letzte Buch nicht unbedingt als Glanzleistung betrachtet hatte, war ich skeptisch, was den neuen Band anging. Aber ich wurde positiv überrascht. Endlich wieder Spannung, endlich wieder Havers, endlich wieder ein echter George. Und am Ende habe ich geheult wie ein Schlosshund...

28.07.2006 09:53:56
Maike

Was mich die ganze Zeit während des Lesens beschäftigte: Es wird ständig auf den Tod von Lynleys Schwager hingewiesen, aber ich kann mich beim besten Willen nicht daran erinnern, das Buch dazu gelesen zu haben (ich habe alle der Lynley/Havers Reihe). Gibt es das überhaupt? Bei Mein ist die Rache es doch um was anderes, oder? Und der letzte Band ist das doch hoffentlich nicht wirklich ...

16.07.2006 20:11:57
Leserin aus Wien

"What came before he shot her" ist zwar der nachfolgeband von "with no one as a witness", beschäftigt sich aber mit der geschichte des mörders aus "with no one as a witness". scheint so, als wäre "no one as a witness" wirklich der letzte band der reihe

03.07.2006 16:06:00
Daniela

Ich muss mich Caro anschließen: endlich! Trotzdem: musste das denn wirklich sein? Eine etwas plumpe Aufklärung innerhalb der letzten Seiten, eine kleinwenig seichte Erklärung und zu guter Letzt auch noch Lynleys private Tragödie. DAS hätte nicht sein müssen (was machen wir denn jetzt? wir hatten uns doch so gefreut!).
Dank jedoch an Havers, die uns wenigstens eine kleine Konstante innerhalb der George gegeben hat....

03.07.2006 11:34:30
mel

Ich finde, dass es ein wirklich gelungenes Buch ist. E.G. hat wieder einen spannungsgeladenen Krimi abgeliefert, der trotz der Serienmörder-Taten englisch ist.

Ich bin nur gespannt, ob es tatsächlich noch eine Fortsetzung geben wird.

29.06.2006 22:19:34
Caro

Endlich endlich endlich - also nach dem letzten Krimi von E. George war ich kurz davor, keine weiteren mehr zu lesen. Es war langatmig, schwer verständlich, da wirr, etc. Aber ich habe dann doch wieder einmal mehr nicht widerstehen können, als "Wo kein Zeuge ist" erschienen ist. Und ich muss sagen: Krimi-Gott sei Dank, dass ich es getan habe. Dieses Buch knüpft an die alte, fast schon vergessene George an. Sie hat ihren Stil verändert, sich auf die neue Welle eingeschossen, von wegen Serientäter und so. Aber es ist wirklich gut. Zum ersten Mal konnte ich herzhaft lachen, denn es hat sich eine humorvolle Betrachtung eingeschliche. Vor allem, was Barbara Havers betrifft. Sie wird so komisch und doch kompetent dargestellt, dass man einfach merkt, was für eine schrille PErsönlichkeit sie ist. Ihre Vorliebe für ungesundes Essen, ihre Abhängigkeit der Zigaretten, endlich wird eine skurile Havers dargestellt, die einem aber auch leid tut, weil sie so gnadenlos hilflos dargestellt wird, was ihre Daseinsform betrifft. Und doch hat sie wieder den richtigen Riecher. George trifft in ihrer Sprache in diesem Krimi die Zeit, dieses neue Lebensgefühl. Das schrille Ausgeflipptsein. Die Hilflosigkeit. Der Kampf um das Überleben. Die neue Sprache. Der Versuch, alles zu toppen, was je dagewesen ist und gleichzeitig die Unmöglichkeit, noch anders als alles bisher dagewesene zu repräsentieren. Klar, ist alles Geschmackssache, aber mir gefällt dieses Buch sehr. Es trifft den Zeitgeist sehr gut. Ich wünsche mir nur, dass diese grottenschlechten Verfilmungen endlich aufhören würden.

26.06.2006 08:50:13
Sabrina

Bisher war ich immer ein sehr großer Fan und habe die Bücher in der ersten Erscheinungswoche unverzüglich mit samt allen Buchstaben inhaliert. Leider war das 12. der Reihe für meinen Geschmack schon sehr langatmig und brachte nur wenige, kriminalistisch wertvolle Aspekte mit sich. Zu dem Zeitpunkt habe ich mich schon gefragt, ob die 700 Seiten wirklich alle notwendig waren... Aber dieses Mal ?! 450 Seiten wären m.E. absolut ausreichend gewesen. Was vielleicht auch daran liegen mag, dass nach einem Drittel bis kurz vor Schluss nichts mehr passiert.

Wie meine Vorrednerin schon gesagt hat, was ist denn aus den klassischen Krimi-Elementen geworden. Alle Aspekte eines richtigen guten Krimis fehlen hier. Früher haben mich die Bücher am Schluss immer noch überraschen können. Umgehauen hat mich diesmal gar nichts. Vielleicht war dieses Buch trotzdem einen Hauch besser als das letzte, aber ich befürchte die richtig guten Zeiten sind vorbei. Ob ich unter diesen Umständen die Finger von einem nächsten lassen kann – bestimmt nicht. Es könnte ja sein, dass Sie wieder besser wird.. ?!

23.06.2006 13:17:08
Karin FL

Ich habe das Buch auf englisch gelesen und bekam den Eindruck, eine andere Autorin vor mir zu haben. Ich meine, noch nie zuvor dieses extrem verkürzte Strassenenglisch bei ihr gelesen zu haben. Zudem war es eine Anbiederung an die herrschende Psychowelle - von der ich die Nase schon lange voll habe. Ein verrückter Täter ist natürlich praktisch, da müssen die Zusammenhänge nicht unbedingt logisch sein.

Spannend war es, doch ehrlich gesagt, so langsam sehne ich die klassischen who-dunnits zurück, in denen die Motive eines Täters schon ein wenig interessanter sein müssen

23.06.2006 12:05:02
Marion Tanzer

Ich bin ein großer George-Fan und habe alle Bücher über Lynley gelesen. Dieses Buch jedoch war eindeutig das beste wobei man nur hoffen kann, dass es eine Fortsetzung geben wird!