Das Moskau-Komplott

Erschienen: Januar 2010

Bibliographische Angaben

  • New York: G.P. Putnam's Sons, 2008, Titel: 'Moscow Rules', Seiten: 433, Originalsprache
  • Hamburg: Osterwold Audio, 2010, Seiten: 6, Übersetzt: Achim Buch
  • Hamburg: Osterwold Audio, 2011, Seiten: 6, Übersetzt: Achim Buch

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Jörg Kijanski
Aus dem Arbeitsalltag eines Agenten

Buch-Rezension von Jörg Kijanski Mär 2010

Der israelische Topagent Gabriel Allon befindet sich mit seiner jüngst angetrauten Frau Chiara in den Flitterwochen in Umbrien, wo er als Kunstrestaurator ein wertvolles Gemälde des Papstes auf Vordermann bringen soll. Doch die Urlaubsfreude wehrt nur kurz, denn nachdem im mondänen Wintersportort Courchevel ein russischer Journalist ermordet wurde, wendet sich dessen Vorgesetzter Boris Ostrowskij an den Mossad. Er verfüge über Informationen über eine große Bedrohung für Israel und die westlichen Staaten, möchte hierüber aber nur mit Allon sprechen. Dieser willigt letztlich ein und so wird über Umwege ein Treffen im Petersdom in Rom vereinbart. Trotz aufwendiger Sicherheitsvorkehrungen und einer Beschattung durch Spezialist Eli Lavon, stirbt der Journalist kurz vor dem vereinbarten Treffen an einer Vergiftung.

Nach dem Tod der beiden Journalisten steigt Olga Suchowa zur kommissarischen Chefredakteurin der unabhängigen Zeitung Moskowskij Gaseta auf. Allon erklärt sich bereit, diese in Moskau zu treffen, da sie das vermeintliche Geheimnis kennen muss. Unter höchst erschwerten Bedingungen kommt es zu einer Verabredung, die kurz vor der Wohnungstür der Suchowa mit einem Überfall durch zwei Bewaffnete endet. In letzter Not gelingt es Allon, die beiden Attentäter zu erschießen und da daraufhin seine Verhaftung unmittelbar bevor steht, gelingt es Suchowa nur noch, ihm ihre Quelle zu nennen: Elena.

 Wie die Journalistin Allon bereits vorab mitteilen konnte, gibt es Hinweise auf einen vom Kreml gedeckten Waffenhändler der gefährliche Flugabwehrraketen verkaufen soll. Womöglich an Al-Qaida oder einen seiner Ableger. Nachdem Allon eher zufällig vom russischen FSB, dem Innensicherheitsdienst, ins Ausland abgeschoben wird, klärt sich kurz darauf die Identität von Elena. Sie ist die Frau des berüchtigten Waffenhändlers Iwan Charkow. Durch das Abhören von dessen Telefonaten erfährt der israelische Geheimdienst von der Vorliebe Elenas für eine bestimmte Malerin. Da sich ein Gemälde dieser Malerin im Besitz eines ehemaligen britischen Militärangehörigen befindet, lädt man über ein bekanntes Auktionshaus Elena zu einer Besichtigung des Bildes auf einem abgelegenen Landgut ein, um dort mit ihr Kontakt aufnehmen zu können. Doch zu dem Treffen erscheinen nicht nur Elena und ihre unvermeidlichen Leibwächter, sondern auch ein Gast, der eigentlich im entfernten London an einer Besprechung teilnehmen sollte: Iwan Charkow…

 

Spiel nach den Moskauer Regeln, und vergiss nicht das Elfte Gebot. Du sollst dich nicht erwischen lassen.

 

Der Mord an der russischen Journalistin Anna Politkowskaja im Oktober 2006 hat den Autor offensichtlich ebenso beeinflusst wie einige andere reale Ereignisse anfangs des neuen Jahrzehnts. Unterdrückung der Pressefreiheit und illegale Waffengeschäfte mit Rückendeckung des Kremls sind die Grundlagen der im vorliegenden Roman aufgegriffenen Vergehen. Dabei stößt Gabriel Allon auf eine Bedrohung die weit gefährlicher ist als der Anschlag vom 11. September.

Das Moskau-Komplott ist eine mehr als gelungene Fortsetzung der Gabriel-Allon-Reihe, dessen Protagonist eigentlich nur seine Ruhe genießen möchte. Urlaub auf unbestimmte Zeit haben ihm seine Vorgesetzten versprochen, aber gegen ein kleines informelles Gespräch kann doch niemand etwas einzuwenden haben. Nur Allons Frau Chiara wittert den Braten, schließlich arbeitet sie selbst schon seit Jahren für den Dienst. So nimmt mit der Ermordung des Journalisten Ostrowskij die Geschichte langsam, aber sicher Fahrt auf und grenzt sich dennoch zumeist wohltuend von den üblichen 08/15-Agententhrillern ab.

 Natürlich geben sich die Geheimdienste (Israels, Englands, Frankreichs und Amerikas) die sprichwörtliche Klinke in die Hand, allerdings liegt hier eben die Stärke von Daniel Silvas Roman. Denn anders als im Mainstream des Genres üblich, legt Silva seinen Schwerpunkt auf die Darstellung der Zusammenarbeit der Dienste untereinander. Wie funktioniert die internationale Kooperation im Kampf gegen einen der einflussreichsten Waffenhändler, der offenbar von Moskau unterstützt wird? Dies wird, auf Kosten der einen oder anderen Actionsequenz, sehr detailliert beschrieben. Auch den sonst üblichen High-Tech-Firlefanz sucht man hier meist vergeblich, sieht man davon ab, dass es offenbar problemlos möglich ist, das Telefonnetz eines Moskauer Stadtteils bei Bedarf komplett lahm zu legen. So einfach kann das manchmal sein.

Der Spannungsbogen ist ordentlich und trotz zahlreicher genannter Gruppierungen wie dem "Schwert Allahs" oder den "Pfeilen Allahs" konzentriert sich der Plot nahezu ausschließlich auf das Duell zwischen den Geheimdiensten und dem Waffenschieber Charkow. Lediglich beim Finale muss man einen deutlichen Punktabzug geben, da hier etwas überraschend "Kommissar Zufall" bemüht wird (wenngleich im Nachhinein mit nachvollziehbarer Erklärung) und das Finale selbst etwas zu schnell abgespult wird.

Das Moskau-Komplott

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Letzte Kommentare:
03.11.2010 16:24:36
lenchen_196

Nach Moskauer Regeln?


„Das Moskau-Komplott“ ist das siebte Buch des erfolgreichen amerikanischen Autors Daniel Silva aus der Reihe „Gabriel Allon, der israelische Superspion“. Allerdings war es für mich das erste Werk von ihm. Es ist übrigens nicht nötig, die Vorgängerbücher zu lesen, um die Handlung des neuen nachzuvollziehen.
Nachdem Gabriel schon ein paar mal die Welt gerettet hat, wovon der Autor in seinen anderen Romanen schrieb, verbringt er seine Flitterwochen in einer Villa in Italien und restauriert dabei ein wertvolles Gemälde im Auftrag des Papstes. In dieser Zeit verbreitet der russische Oligarch und Waffenhändler Iwan Charkow sein Spinnennetz über die Welt und bereitet mittels seiner schmutzigen Geschäfte einen Terroranschlag vor, der das Ausmaß des 11. September weit überschreiten würde. Der israelische Geheimdienstmitarbeiter musste seinen Urlaub unterbrechen und sich wieder den Heldentaten a la James Bond widmen.
Das Buch liest sich leicht und ist spannend und gut strukturiert, die Handlung entwickelt sich rasch. Die Kapitel sind kurz, der Schreibstil ist nicht langweilig.

Es wird immer auf die „Moskauer Regeln“ hingewiesen, welche angeblich für die CIA-Agenten seinerzeit geschrieben wurden und immer noch aktuell sind. Ob sie überhaupt existieren? Daniel Silva konnte keine solchen schriftlichen Dokumente bekommen.
Allerdings fand ich, dass das Buch voller Klischees und Vorurteile ist, was übrigens für einen mittelmäßigen Spionen-Roman ganz normal ist. Silva schert alle über einen Kamm. Alle Russen sind böse und gierig, es herrscht in Russland keine Demokratie nach westlichem Standard (klar!). Die Journalisten sterben wie Fliegen, der ehemalige KGB (heute FSB) regiert das Land. Alle Moskowiter haben ihre Datschas und wollen nichts über Korruption im eigenen Land wissen; 99,9 Prozent wählen den neuen Präsidenten, der natürlich einer von den KGB-Leuten ist. Genauso ist Iwan Charkow einer von denen. Und seine Gattin, Elena, eine gehörige russische Frau, will plötzlich seine hinterlistigen Terror-Pläne brechen. Mithilfe des israelischen Agenten höchstpersönlich, dessen heiliges Angesicht der ganzen Welt bekannt ist.

Warum hat Elena plötzlich über Nacht entschieden, ihren Mann zu verraten? Bisher war sie mit ihrer Ehe immer zufrieden, dabei hat sie ja gewusst, womit ihr Mann seine Millionen verdient und hat dieses Leben der Neureichen in vollem Gange genossen. Es gibt keine Antwort. Das klingt für mich nicht überzeugend, der Autor zeigt nicht einmal die Gedanken und Überlegungen seiner Figuren. Oder warum hat sich Oberst Bulganow für die Rettung eines israelischen Agenten entschieden? Der wahre Held dieser Geschichte läuft irgendwie ganz am Rande der Handlung und ist nur eine blasse Gestalt, ohne Gesicht und fast ohne Worte. Oder entspricht er nicht dem Bild des Autors, welches er uns über Russen malt? Keine Charaktere sind detailliert beschrieben, es folgen nur die Heldentaten, eben ein Spionage-Thriller. Das scheint mir jedenfalls zu platt.
Die Idee des Romans ist nicht ganz durchdacht, es gibt so viele Widersprüche, die bei einem Profi-KGBler wie dem ehemaligen General Iwan einfach lächerlich sind. Wieso konnte Elena die höchstgeheimen Telefongespräche ihres Mannes mithören? So könnte jeder Bedienstete im Haus gleich alle Geschäftsdetails des Waffenhandels belauschen und an Sicherheitsdienste beliebiger Staaten weiterverkaufen. Wieso wurde die Wohnung ihrer Mutter in Moskau nicht verwanzt? So konnte sie mit der Mutter ganz offen über ihre Pläne sprechen und keiner hat etwas davon mitgekriegt. Es gibt viel mehr solche Unstimmigkeiten...

Aber Ende gut, alles gut. Für alle, die einen spannenden aber nicht tief durchdachten Spionage-Thriller aus dem „russischen“ Leben lesen möchten, ist dieses Buch als leichte Kost empfehlenswert. Es liest sich leicht und schnell. Aber nicht alles, was der Autor erfunden hat, muss man ernst nehmen. Die Moskauer Regeln sind doch anders!

03.06.2010 11:50:47
charlotte_30

Ein außergewöhnlicher Thriller, der durch die epochale Handlung überzeugt. Silva gelingt es den Spannungsbogen bis zum Ende zu halten. Geheimagent Gabriel Allon begibt sich auf eine Reise nach Russland und erfährt dort, dass die Machenschaften des Kalten Krieges noch lange nicht überwunden sind, Korruption und Geldgier prägt eine Gesellschaft ohne Mittelschicht. Beeindruckend waren die Ortsbeschreibung, wenn man die Straßen von Moskau erlebt hat, fühlt man sich beim Lesen dorthin zurückversetzt, das Haus an der Uferstraße strahlt immer noch ein Unbehagen aus, wenn man dieses sieht. Jenes Haus ist der perfekte Kontrast zu der Lieblichkeit die das Anwesen in Umbrien ausstrahlt und genau dieser Gegensatz wird durch die Charaktere in den Figuren fortgeführt.
Allon muss die Welt retten und ist in dieser Mission auf sich selbst gestellt, er muss Entscheidungen treffen, die von seinen Chefs abgelehnt werden und dennoch erreicht er sein Ziel. Silva verbindet in interessanter Schreibweise politische Ereignisse, die er für seine Handlung fiktionalisiert und die dennoch erkennbar bleiben. Der Rückgriff auf die Kunst scheint in den modernen Thrillern ein beliebtes Motiv zu sein. Die Figur des Allon wird am Schluss noch einmal vorgestellt und dadurch wird diese Figur greifbarer.

16.05.2010 18:47:00
ggraaz

Leider kann ich mich der positiven Kritik meiner Vorredner (ähh -schreiber) nicht anschließen. Ich fand den neuen Silva einfach nur langweilig und vorhersehbar. Abgesehen davon, dass diesmal die bösen Araber durch böse Russen ersetzt worden sind, sehe ich keine Entwicklung in dieser Serie. Es ist eben alles wie gehabt... leider!

01.05.2010 12:13:36
Bellexr

Schau Dich nicht um, Du bist nie ganz allein – Die Moskauer Regeln

Während seiner Flitterwochen in Umbrien wird der israelische Geheimdienstler Gabriel Allon vom russischen Chefredakteur Boris Ostrowskij um ein Treffen in Rom gebeten. Grund hierfür ist die Ermordung einer seiner Journalisten, Aleksandr Lubin, der einer äußerst brisanten Geschichte über Waffenschmuggel auf der Spur war. Etwas unwillig sagt Gabriel zu. Als er jedoch in Rom eintrifft, wird Ostrowskij vor seinen Augen ermordet. Seine Neugier ist geweckt und ein Hinweis führt ihn zur Journalistin Olga Suchowa nach Moskau, die ihm ihre Informantin verrät. Hierbei handelt sich um Elena Chakrowa selbst, die Gattin des Milliardärs und Waffenhändlers Iwan Charkow, der sich nicht davor scheut, hochgefährliche Waffen an terroristische Zellen zu verkaufen.

Geschickt verknüpft Daniel Silva in seinem vorliegenden Spionagethriller Fakten und Fiktion zu einer äußerst rasanten Story, die trotz geringem Actionanteil überaus spannend erzählt ist und zum Schluss sogar in Sachen Spannung noch einmal richtig anzieht. Man merkt deutlich, dass der Geschichte ein fundiertes Wissen der Thematik zugrunde liegt. Und auch, wenn man eine ungefähre Vorstellung vom Ausgang des Thrillers hat, ist der Weg dorthin sehr unterhaltsam und informativ. Dem Autor gelingt es mühelos, eine Geschichte zu zeichnen, die von Anfang an schlüssig und zu jeder Zeit absolut nachvollziehbar und verständlich ist.

Hintergrund des Buches sind illegale Waffengeschäfte, Korruption und das Machtgefüge im heutigen Russland, bei dem der neue russische Geheimdienst FSB überall seine Finger mit im Spiel zu haben scheint. Typisch ist wieder einmal, dass der Russe an sich wieder als lärmend, machtbesessen, Wodka trinkend und mit Geld protzend dargestellt wird, allerdings gibt es dann doch noch in dieser Hinsicht den ein oder anderen Lichtblick.

Seinen Protagonisten Gabriel Allon stellt Daniel Silva anfangs etwas unterkühlt, aber durchaus sympathisch dar. Frisch verheiratet möchte er eigentlich lieber seine Zeit mit seiner Frau Chiara und dem Restaurieren eines Bildes für den Vatikan verbringen, als sich nach Rom zu begeben, um einen möglichen Informanten zu befragen. So nach und nach lernt man Gabriel dann als einen sehr gewissenhaften, sturen, mutigen und äußerst intelligenten Agenten mittleren Alters kennen. Seiner Frau Chiara, die ebenfalls beim israelischen Geheimdienst arbeitet, ist nur eine Nebenrolle vergönnt. Facettenreich hat der Autor auch die Figur des Iwan Charkow gezeichnet, der dem Leser als ein sehr undurschaubaren, kaltblütigen und impulsiven Machtmenschen beschrieben wird. Couragiert, mutig und sympathisch ist der Charakter von Elena Charkowa angelegt, die eine Schlüsselrolle im "Moskau-Komplott" spielt.

Fazit: Daniel Silvas neuester Spionagethriller bietet eine komplexe, gut durchdachte und bis zum Ende hin sehr rasante und spannende Story mit einem etwas eigenwilligen, hochintelligenten und sympathischen Protagonisten.

06.04.2010 16:17:00
subechto

Gabriel Allon rettet die Welt

Wieder ist Kunstrestaurator und Mossad-Agent Gabriel Allon im Einsatz, diesmal gegen die "Russenmaffia", die den russischen Journalisten Alex Lubin sowie dessen Boss Boris Ostrowskij, den Chefredakteur der Gaseta, ermordet hat. Aber was hat der neureiche Multimillionär Iwan Borisowitsch Charkow damit zu tun, den der Journalist beobachten sollte?

Mit Das Moskau-Komplott hat Daniel Silva erneut einen rasanten Polit- &
Spionagethriller geschrieben - wie immer - über ein ganz aktuelles Thema: Gier,
Korruption und alte Seilschaften der neuen russischen Machthaber. Und wie schon in Das Terrornetz spielt abermals ein wertvolles Gemälde eine Schlüsselrolle.

Und so ist auch die junge amerikanische Geheimagentin Sarah wieder mit dabei.
Letztlich geht es jedoch um Waffenhandel für den internationalen Terrorismus und die Unterdrückung der Pressefreiheit in Russland - mit allen Mitteln, gerne auch durch Mord!

Schade nur, dass Spionageromane immer "Komplott" heißen müssen: nach diversen Ludlums und Forbes\' nun München-Komplott von Schorlau und Moskau-Komplott von Silva. Im Original heißt das Buch "Die Moskauer Regeln", was ich viel treffender
finde. Denn bereits die Spione des altehrwürdigen John le Carré haben sich nach diesen Regeln verhalten.

Schreiben kann der Autor jedenfalls. Daniel Silva war jahrelang Top-Journalist
des CNN. Und so habe ich auch diesen hochspannenden Thriller in einem Rutsch
verschlungen. Im direkten Vergleich hat mir jedoch der Vorgänger, Das
Terrornetz, in dem - wie der Titel schon sagt - dasselbe Problem behandelt wird,
einen Tick besser gefallen.

Deshalb "nur" 4 von 5 Sternen, dennoch sehr empfehlenswert!