Das englische Mädchen

Erschienen: Januar 2014

Bibliographische Angaben

  • New York: HarperCollins, 2013, Titel: 'The English Girl', Originalsprache
  • München: Pendo, 2014, Seiten: 544, Übersetzt: Michael Bayer
  • München: Piper, 2015, Seiten: 544, Übersetzt: Michael Bayer

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Andreas Kurth
Rustikale Hilfe für einen guten Freund

Buch-Rezension von Andreas Kurth Mai 2014

Gabriel Allon will endlich mit seinem Leben als Geheimagent abschließen und nur noch malen. Allerdings glaubt keiner seiner Freunde und Kollegen, dass es wirklich so kommt. Es bedarf jedoch eines besonderen Impulses, um den alten Fuchs zum wiederholten Male zu reaktivieren. Der äußerst vertraulich überbrachten Bitte des britischen Premierministers, nach dessen entführter Geliebten zu suchen, kann sich Allon allerdings nicht verschließen. Er macht sich zunächst ohne sein Team auf die Suche und nutzt alte Kontakte auf der Insel Korsika, wo das Mädchen entführt wurde. Durch die Hilfe seiner früheren Widersacher kann Allon schnell eine heiße Spur aufnehmen, doch als er scheinbar vor der Lösung des Falles steht, wird die Sache richtig kompliziert. Jetzt braucht er die Zustimmung seiner Vorgesetzten und die Hilfe seines Geheimdienstes, um in einer gefährlichen Operation dem verbündeten Vereinigten Königreich zu Hilfe zu eilen - aber vor allem, um eine junge Frau zu retten.

Plot weicht vom sonst bekannten Schema ab

Daniel Silva lässt auch in seinem jüngsten Thriller um Mossad-Altmeister Gabriel Allon und sein eingespieltes Team den israelischen Geheimdienst alle seine gut geölten Register ziehen. Der Plot weicht allerdings vom sonst bekannten Schema durchaus ab, denn zunächst geht es um ein entführtes Mädchen. Immerhin ist die junge Frau, die eine steile Karriere im Apparat der englischen Regierungspartei - ob Labour oder Konservative bleibt offen - hingelegt hat, die heimliche Geliebte des britischen Premierministers.

Man kann nun trefflich spekulieren, wie realitätsnah eine solche Geschichte ist. Der Part mit der Geliebten eines Regierungschefs - geschenkt. Dass so etwas der Realität entsprechen könnte steht wohl außerhalb jeden Zweifels. Aber würde ein befreundeter Geheimdienst bei der Suche nach dem Entführungsopfer helfen? Glaubwürdig ist auf jeden Fall, dass der britische Premierminister darüber nachdenken würde, außerhalb seiner eigenen Polizei- und Geheimdienstapparate nach Hilfe zu suchen. Schließlich ist das Geheimhalten der Affäre für ihn nicht nur eine familiäre, sondern auch eine hochpolitische Frage.

Verflechtung von Politik und Energiewirtschaft als Thema

Wer die von Daniel Silva in seiner Reihe kontinuierlich und mit viel Hingabe entwickelte Figur des Gabriel Allon bereits kennt, wird sich bei der Lektüre nicht wundern, dass sich der alte Fuchs der Bitte aus Großbritannien nicht verschließt. Und als ihn sein Weg von Korsika über Marseille ins Luberon geführt hat, steckt er emotional schon viel zu tief drin, um jetzt noch aus der ganze Sache aussteigen zu können. Mehr sei hier aus dramaturgischen Gründen nicht verraten.

Es geht - wie immer in den Agenten-Thrillern von Daniel Silva - um Mord, Entführung, Folter, Erpressung. Aber es geht auch um die neue Rolle Russlands unter der scheinbar zementierten Regierung alter KGB-Seilschaften, die jetzt nur anders genannt werden. Kaum verwunderlich, dass es dabei um Energie und Politik, also eigentlich um die Verflechtung beider Sektoren, geht.

Interessante Einblicke in den britischen Polit-Betrieb

Wie bei den meisten Vorgänger-Bänden gilt auch hier: Wer solche Geschichten nicht mag, sollte die Finger davon lassen. Wer spannende Erzählungen über Agenten, ihre Tricks und Probleme, und über alles was dazu gehört, gerne liest, wird von Daniel Silva auf gleichbleibend hohem Niveau unterhalten. Das Buch fand ich wieder einmal spannend von Beginn an. Silva versteht es immer wieder, seine Leser mit ungeahnten Wendungen zu überraschen. Die Einblicke in den britischen Polit-Betrieb fand ich außerordentlich interessant, und die Weiterentwicklung der Protagonisten tat ein Übriges.

Kritiker mögen einwenden, der Autor folge seinem weitgehend bekannten Schema. Das mag stimmen, ist für mich aber Teil seines Erfolgsrezeptes. Besonders interessant ist dieses Buch im Hinblick auf die Zukunft der Figur Gabriel Allon. Hier wird so einiges angedeutet und am Schluss eingeleitet, aber darüber werde ich nichts verraten. Diesen Lesegenuss mögen sich die Leser des spannenden Thrillers selbst erschließen - es lohnt sich.

Das englische Mädchen

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Letzte Kommentare:
21.02.2016 22:03:09
Harry A

Daniel Silva lässt seinen Helden, Gabriel Allon, wieder in ein schier auswegloses Abenteuer stürzen. Allerdings ist es dem Autor gelungen mit dieser Geschichte nicht einfach an das Erfolgsschema der vergangenen Stories anzuknüpfen. Vielmehr lebt dieses Buch von schnellen Wendungen, neuen Orten, und einer guten Performance. So muss ein Spionagethriller sein.

26.09.2014 18:01:57
Oldman

Gabriel Allon hat schon in anderen Büchern die Welt gerettet, die Plots sind immer völlig unglaubwürdig, jedoch schreibt der Autor auf einem gleichbleibenden ordentlichen Niveau. Dieses Buch seines Serienhelden ist tatsächlich etwas besser als die anderen. Eine interessante Story mit überraschenden Wendungen, die Handlung spielt in mehreren Ländern und ist abwechslungsreich. Offensichtlich wird eien weitere Figur eingeführt, von der die Leser noch etwas erwarten können. Ein nicht überragendes aber lesenswertes Buch aus der Allon-Serie, nur das Ende ist etwas kitschig geraten.