Teuflische Versprechen

Erschienen: Januar 2005

Bibliographische Angaben

  • Augsburg: Weltbild, 2005, Seiten: 558, Originalsprache
  • Berg: AME, 2006, Seiten: 6, Übersetzt: Julia Fischer

Couch-Wertung:

85°

Leser-Wertung

-
Zum Bewerten, einfach Säule klicken.
 50° 100°

Zum Bewerten, einfach Säule klicken.

Bitte bestätige - als Deine Wertung.

Gebe bitte nur eine Bewertung pro Buch ab, um die Ergebnisse nicht zu verfälschen. Danke!

4 x 91°-100°
0 x 81°-90°
1 x 71°-80°
0 x 61°-70°
0 x 51°-60°
0 x 41°-50°
0 x 31°-40°
0 x 21°-30°
0 x 11°-20°
0 x 1°-10°
B:90.8
V:4
W:{"1":0,"2":0,"3":0,"4":0,"5":0,"6":0,"7":0,"8":0,"9":0,"10":0,"11":0,"12":0,"13":0,"14":0,"15":0,"16":0,"17":0,"18":0,"19":0,"20":0,"21":0,"22":0,"23":0,"24":0,"25":0,"26":0,"27":0,"28":0,"29":0,"30":0,"31":0,"32":0,"33":0,"34":0,"35":0,"36":0,"37":0,"38":0,"39":0,"40":0,"41":0,"42":0,"43":0,"44":0,"45":0,"46":0,"47":0,"48":0,"49":0,"50":0,"51":0,"52":0,"53":0,"54":0,"55":0,"56":0,"57":0,"58":0,"59":0,"60":0,"61":0,"62":0,"63":0,"64":0,"65":0,"66":0,"67":0,"68":0,"69":0,"70":0,"71":0,"72":0,"73":0,"74":0,"75":0,"76":0,"77":0,"78":0,"79":0,"80":1,"81":0,"82":0,"83":0,"84":0,"85":0,"86":0,"87":0,"88":0,"89":0,"90":0,"91":1,"92":1,"93":1,"94":0,"95":0,"96":0,"97":0,"98":1,"99":0,"100":0}
Wolfgang Weninger
Ein kurzweiliges Leseabenteuer ohne Regio-Klischee

Buch-Rezension von Wolfgang Weninger Mai 2005

Maria ist gefangen in einer Prachtvilla, wo sie den Gästen der Hausherren auch die absonderlichsten Sexwünsche erfüllen muss. Ohne Pass, ohne Geld, ohne Zukunft sind sie und ihre unter falschen Versprechen in den Westen gelockt worden, denn in Moldawien, Rumänien und anderen ehemaligen Ostblockstaaten konnte das Leben außer Hunger und Kälte nichts bieten.

Doch Maria hat noch nicht aufgegeben. Auf einer Einkaufstour für exquisites Outfit flüchtet sie durch die Hintertür. In der Panik, ihren Wächtern wieder in die Hände zu fallen, läutet sie an eine Tür. Es ist die Praxis der Psychologin Verena Michel und diese nimmt sich der verzweifelten Sexsklavin sofort an und versteckt sie in ihrer Wohnung. Maria braucht jedoch mehr als nur einen Unterschlupf. Verena Michel bittet ihre Freundin, die Anwältin Rita Hendriks um Hilfe und diese wiederum versucht Unterstützung beim Enthüllungsjournalisten Dietmar Zaubel zu bekommen, der ihr nahe legt sich mit der Polizeiermittlerin Julia Durant kurz zu schließen. Doch diese feiert gerade ihren Geburtstag und ist nicht erreichbar.

Dennoch macht Julia Durant noch am selben Abend Bekanntschaft mit Hendriks und Zaubel, allerdings anders als sie dies wohl gewollt hätte. Zaubel wird auf einer Bank im Park erstochen aufgefunden und Rita Hendriks Leiche liegt gefoltert und erdrosselt in ihrem Wohnzimmer. Die Frankfurter Kommissarin stößt bei ihren Ermittlungen auf die Spur von Verena Michel und Maria, doch auch die Verbrecher, Angehörige eines global agierenden Menschenschmugglerrings sind den beiden auf den Fersen.

Durant muss die gefährdeten Frauen aus der Schusslinie bringen, gleichzeitig aber alle Kräfte des Polizeiapparates mobilisieren. Dabei ergibt sich die Schwierigkeit, dass zu viele Menschen aus diesem Dunstkreis von den Verbrechern geschmiert werden und diese immer einen Schritt voraus zu sein scheinen, ohne Angst vor Verfolgung durch die Justiz haben zu müssen. In einen Sumpf aus Erpressung, Schmiergeld, Mord und Sklaverei taucht Julia Durant mit ihrem Restteam ein, ohne große Chance gegen die mafiösen Machenschaften etwas ausrichten zu können.

Andreas Franz hat einen weiteren Krimi um die sympathische Kriminalisten Julia Durant im Knaur-Verlag auf den Markt gebracht und dabei ein heißes Eisen angefasst, angesichts der Schauermeldungen aus den Medien, bei denen kein Tag vergeht, an dem die Leserschaft nicht mit grausigen Informationen gefüttert wird.

Rund um seine Paradeermittlerin werkelt ein ebenso sympathisches, wie menschliches Team, samt und sonders geprägt durch persönliche Schicksale, die nur eine verbissene Beschäftigung mit der Materie zulassen. Und diese Materie hat es in sich, bietet von der ersten Seite an Spannung und lässt den Leser mit den Guten in diesem Krimi mitfiebern. Die Ohnmacht der Ermittler gegenüber den Machenschaften des organisierten Verbrechens bekommt der Leser hautnah mit und nicht nur ein Mal stellt man sich bei der Lektüre die Frage, wie viel Wahrheit der Autor aus der Frankfurter Szene aufgegriffen hat und ob dies tatsächlich nur die Spitze eines Eisberges ist.

Die Thematik der Ereignisse in diesem Buch lassen wohl keinen anderen Schluss zu, als den, zu dem auch Andreas Franz in seiner Geschichte kommt. Ein Ende der unmittelbaren Geschehnisse bietet sich dem Leser wenig überraschend an, aber die Tatsache, dass hier nur ein Nadelstich gegen das organisierte Imperium der Verbrecher geführt werden konnte, enttäuscht, wie im wahren Leben.

"Teuflische Versprechen" ist ein Kriminalroman, den man schon nach den ersten Seiten nicht mehr aus der Hand legen mag. Trotzdem die Geschehnisse in Frankfurt angesiedelt sind, ist der Roman alles andere als ein Regiokrimi, denn die Geschichte könnte genauso gut in Glasgow oder Marseille spielen. Die straffe Handlungsführung wird nur durch die menschlichen Sequenzen unterbrochen, wenn etwa Durants Vater, ein Pfarrer, sich mit der geflohenen jungen Frau unterhält. Diese Zwischenspiele zerstören die Spannung jedoch keineswegs, hier sind sie Mittel und Zweck, um dem Leser gelegentlich auch sympathische Lesemomente zu liefern.

Der flüssige Schreibstil von Andreas Franz und sein Vermögen die Handlung packend zu verdichten, machen die 559 Seiten zu einem kurzweiligen Leseabenteuer, dass man auf jeden Fall empfehlen kann.

Teuflische Versprechen

Teuflische Versprechen

Deine Meinung zu »Teuflische Versprechen«

Hier kannst Du einen Kommentar zu diesem Buch schreiben. Wir freuen uns auf Deine Meinungen. Ein fairer, respektvoller Umgang sollte selbstverständlich sein. Danke!

Letzte Kommentare:
01.08.2017 14:47:17
Bärbel Wilke

Ein spannendes Buch! Meine erster Andreas Franz' Krimi, aber nicht der letzte.
Allerdings ist mir eine zeitliche Angabe aufgefallen, die nicht stimmen kann:
Im TV, Seite 427 beginnt das neue Kapitel mit der Zeitangabe 9.55 Uhr.
Zwei Seiten weiter auf Seite 429 erster Satz, verlässt Julia um kurz nach neun die Wohnung, wo sie sich um 9.55 Uhr noch ein Bad eingelassen hat.
Herr Franz, da haben Sie sich in der Zeit verzan

28.09.2016 11:22:03
wafdy

Dies war mein erstes Buch von Andreas Franz.
Als ich es gekauft habe, fragte mich die Verkäuferin ob ich den Autor kenne.
Als ich verneinte, sagte sie: "Na dann bis bald."
Genau so war es auch am nächsten Tag "Das Verlies" gekauft.
Zum Buch: Ich fand es sehr gut, spannend, fesselnd und leider auch nah an der Realität.
Habe mittlerweile fast alles von Andreas Franz gelesen, aber dieses Werk war wohl das beste.

02.11.2015 17:00:40
Sus90

Mein zweites Buch von Andreas Franz.
Sehr spannend, sehr fesselnd. Gut geschrieben. Sehr verständlich. Eine gute Geschichte mit mehreren Wandlungen in der Handlung. So wurde es nicht langweilig.
Hat mir sehr gut gefallen.
Auch regt es zum Nachdenken an, gerade was Korruption betrifft.
Dieses Buch würde ich definitiv weiter empfehlen.

08.08.2015 14:41:03
Manfred Rathunde

ANDREAS FRANZ „Teuflische Versprechen“ ,Knaur‘

Das Andreas sich manchmal sehr weit aus dem Fenster lehnt, ist eine Eigenschaft, die ihn als Autor richtig sympathisch macht. Und er geht seine Wege konsequent zu Ende. „Teuflische Versprechen“ ist so etwas, wie ein Höhepunkt in seinem Schaffen, legt er sich doch mit allen Großen dieser Welt an, egal ob es ein jugoslawischer Kriegsverbrecher und -gewinnler ist, der, mit allen Wassern gewaschen, mit deutschen Honoratioren schmutzige Geschäfte tätigt, die von und mit ihm profitieren wollen oder es genau dieses Pack ist, das eben mit solchen Geschäften, wie Menschen-, Drogen- und Waffenhandel, einschließlich des Missbrauchs von Menschen, auch von kleinen Kindern, mal so richtig die Kohle macht. Und nach außen hin aber den Familienalltag präsentiert und sich als blütenreinweiße Weste darstellt und noch den Schutz dieser degenerierten Gesellschaft genießt. Politiker, Ärzte, Anwälte, alles gestandene Leute. Nach diesem Roman wird selbst der Papst vom Glauben abfallen und der Dalai Lama eine Selbsthilfegruppe für Drogenkonsumenten gründen. Ist schon komisch, wenn Leute zu Hilfe für missbrauchte Kinder aufrufen, wenn aus dem eigenen Dunstkreis genau die Leute kommen, die eben diese Kinder zu Müll verarbeiten. Herr Franz schert zwar nicht alle über einen Kamm, aber hier sagt er gewissen menschenverachtenden Kreisen doch einen Krieg an, den wir in „unserer Demokratie“ nicht gewinnen können. Aber Mut zum Schreiben hatte er, alle Achtung. Julia Durant hat zwei Morde auf dem Tisch, ein ihr bekannter Journalist, der garantiert nicht für das heutige „Staatsfernsehen“ gearbeitet hätte, und eine Anwältin für Familienrecht, die versucht hat, sich vor ihrem Tod, mit der Kommissarin in Verbindung zu setzen. Dazu kommt eine junge Frau, Maria aus Moldawien, die in einem Bordell gefangen gehalten wurde, fliehen konnte und Menschen traf, die Zivilcourage hatten. Die Zusammenhänge zieht Andreas Franz ganz schnell sehr eng. Für diese Flucht mussten zwei Menschen sterben. Jetzt beginnt eine Situation, die den Ermittlern, wie eine Flutwelle, über den Kopf hinwegbrausen wird, aber Franz wär ja nicht Franz. Obwohl er seine Teams, sehr gern und oft, vor unlösbare Aufgaben stellt, wie hier ja auch und sie im Hagelschauer der Ereignisse hängen lässt, steht er hier, ausnahmsweise, voll hinter seinen „Mitarbeitern“. Gegen alle Vernunft geht die Mannschaft Berger zum Kampf gegen einen Gegner über, der sich lächelnd der Presse stellt und sich moralisch aufspielt, als wäre er von Gott gesandt und dabei sind sie nur Menschen- und Kinderschänder, Betrüger und Lügner, die unser Leben zu einer Ramschware degradieren. Beispiele gibt es viele. So bleibt die SOKO so klein wie möglich, um undichte Stellen so weit als möglich aus zu schließen. Ein V-Mann wird in die Menschenhändlerriege eingeschleust und dessen Leben ist keinen Pfifferling mehr wert, wenn auch nur der Hauch des Verdachtes auf ihn fallen sollte, genau wie das von Maria, wenn sie gefunden werden würde. Selbst das SEK wird erst in letzter Minute eingeweiht. Andreas Franz bürdet seinen Leuten viel Verantwortung auf und die tragen, das auch ohne Murren, auch wenn mit viel Frust, nur wer hätte das nach den Erkenntnissen nicht. (MRD)

ISBN 978-3-426-63831-7 559 Seiten 8,95€ (D)

14.11.2011 20:22:31
Literaturgirl

Ich hab da doch noch mal ne frage...
wollten die jetzt mitten im buch andeuten, dass dieser müller auch da mit drinsteckt in der ganzen sauerei, wir aber daraus schließen sollen, wie leicht man unbemerkt ein doppelleben führen kann oder wie ? da fahr circa eine seite, wo ein gespräch mit müller und seinem angestellten oder so war...

24.05.2010 15:43:51
Diana

das war mein letzten buch aus der julia reiche und zugleich ein krönender abschluss. es war spannend bis zum schluss, sehr gut beschrieben und ich empfehle es jedem leser. ich freue mich schon auf das nächste buch.bin mal gespannt, wie es heissen soll. [ mir fehlen noch 53 zeichen zu den 300 ^^] Diana

08.05.2009 15:36:17
Liane Hof

ich fand das Buch echt spannend. Am liebsten sind mir die brutalen Mordbeschreibungen. das Thema liegt sehr nah an der Realität, ich finde es gut, darüber offen zu sprechen. Insgesamt hält das Buch die Spannung die meiste Zeit über. Davor las ich KALTES BLUT, was echt suder war. Die "ER" Teile vom Mörder aus, find ich klasse! Das Ende ist absolut Grausam und superspannend.
Zum EMPFEHLEN

25.04.2009 14:35:53
A.Meuer-Wettekamp

Ich habe das Buch kaum aus der Hand gelegt. Die Handlung war sehr spannend und packend. Die Abgründe, die sich hier auftun, lassen einem das Blut in den Adern gefrieren. Auch wenn es nur fiktiv ist, wer weiß, in welche Machenschaften unsere Politiker, Polizisten, Justiz und Konzernmanager und andere an den Schaltstellen der Macht verstrickt sind. Eine echt beängstigende Vorstellung

18.02.2009 17:52:41
Bubu

Für Krimi-Fans ein muß !
Für mich war es der 8. Durant-Krimi und auf "Tödliches Lachen" freu ich mich jetzt schon. Die Thematik scheint mir der der Realität sehr nah zu sein. Wieviele junge Frauen, Mädchen und Jungen werden Jährlich vermisst und was ist mit ihnen geschehen ??? Eine Frage auf die ich lieber keine Antwort geben möchte.

04.07.2008 21:16:35
Dani

Das buch von AF war sehr gut, es passt auch sehr gut, da ich denke, dass es im wirklich Leben oft so zugeht. Wieviel Frauen kommen jedes Jahr illegal nach Deutschland und werden zur Prostitution gezwungen? Oder was für Leute gehen dort hin? Sicher keine "normalen" Leute bzw. meist Stinkreiche, die von ihren Frauen nicht genug bekommen?

29.02.2008 10:33:50
Toyota

Teuflische Versprechen war mein 2. Buch von Andreas Franz und ich bin auch von diesem Buch begeistert. Es reißt eine Thematik an, die darüber nachdenken lässt, wie es in unserem Rechtsstaat eigentlich wirklich zugeht und mit welchen Machenschaften die Obersten ihr Ziel verfolgen und zu welchen Handlungen diese dann auch fähig sind.

18.08.2007 19:19:38
Bernd Sommer

Es ist ausgesprochen interessant, zu welchen emotionalen Reaktionen sich Hermann Vater ( "zum Kotzen", "Frechheit" ) hinreisen lässt. Er hat sicher seine Gründe dafür. Dem Autor wurde von mir kein Antisemitismus unterstellt, ich stellte aber die Frage, welche Rolle Juden in seinen Büchern zugewiesen wird. Diese Frage wurde meinerseits durch Belege aus zwei Franz-Romanen untermauert. Hermann Vater bedauert, was in Deutschland angeblich nicht gestattet sei und scheint sich vor dem Verfassungsschutz zu fürchten. Auch hierfür wird er Gründe anführen können. Die mail von Herrn Vater belegt, in welche Abgründe man blickt, wenn gewisse Themen offen angespochen werden. Als jemand, der seit Jahren mit Juden und Jüdinnen zusammenarbeitet, sage ich klar und eindeutig: Es gibt kein Tabu im Blick auf die ethische Qualifizierung von Menschen aufgrund ihrer religiösen oder ethnischen Herkunft. Jüdische, islamische, atheistische oder christliche Deutsche sind schlicht freie Bürger dieses Landes und unterliegen denselben, durch unsere Verfassung formulierten, Normen.
Fragwürdig hingegen wird es, wenn Juden in Kontexten von russischer Mafia und der Theorie einer "Weltverschwörung" so thematisiert werden, wie Franz dies tut. Natürlich fehlt auch nicht der böse Mossad, der einen ehemaligen Agenten in eine Menschenhändlerfirma hineinzwingt. Indem der Autor derartige Szenarien konstruiert, verletzt er nicht etwa ein - gar nicht existentes - Tabu, sondern artikuliert deckungsgleich jene Ressentiments, die gegen Juden - nicht nur in Deutschland - nach wie vor und leider zunehmend - vorhanden sind. Sorry, Herr Vater, ich und andere bleiben wie gesagt an der Sache dran. Wir bleiben frech, auch wenn dies Ihnen nicht gefällt. Wir mögen unser Land und wollen nicht, dass unter dem Deckmantel der Unterhaltung unterschwellig Ressentiments kommuniziert werden, die einfach nur unappetitlich sind. Deutschland hat bessere Krimiautoren verdient. Wir werden sehen.

14.08.2007 23:18:10
Hermann Vater

Ich habe mittlerweile alle R O M A N E von Franz gelesen, auch "Das Syndikat der Spinne" und "Teuflische Versprechen". Aber da hat Bernd wohl ein bisschen zu viel gelesen oder lesen wollen, ich habe jedenfalls nichts gefunden, was in irgendeiner Weise antisemitisch oder rechtsextremistisch ist. Im Syndikat beschreibt Franz in exzellenter Weise die Strukturen des organisierten Verbrechens und er macht auch vor einem Tabuthema nicht halt, indem er sich mit Menschen jüdischen Glaubens beschäftigt. Er tut dies jedoch kontrovers, ich erinnere mich an einen heftigen Dialog zwischen der s y m p a t h i s c h e n Kommissarin Julia Durant und dem doch eher u n s y m p a t h i s c h rübergebrachten Journalisten Kuhn.
Von diesem Dialog ausgehend meint Bernd wohl, dass die scharfen und sicher unangebrachten Worte Kuhns die Meinung des Autors widerspiegeln. Warum, frage ich mich da? Hätten die beiden denselben Dialog über die ach so bösen Moslems geführt, keinem wäre das sauer aufgestoßen. Selbst wenn er über Christen so geschrieben hätte, so what?!
Lächerlich wird das Ganze, wenn hier vom kleinbürgerlichen Stammtisch oder den Protokollen der Weisen von Zion gesprochen wird! Und was zum Teufel soll das mit dem Verfassungsschutz?!
Franz schreibt recht ausführlich über einen Generalstaatsanwalt jüdischen Glaubens, der so scheint es, eine eher dubiose Rolle spielt. Dann stellt sich aber heraus, dass er gar nicht so übel ist, wie zunächst vermutet und er von seinem "Ziehsohn" aufs Kreuz gelegt wurde. Julia Durant rettet seine Haut und er bedankt sehr charmant dafür.
Ich finde es fast eine Frechheit, dem Autor hier Antisemitismus zu unterstellen, ich habe jedenfalls keinen herauslesen können. Das Buch ist von der ersten bis zur letzten Seite spannend und authentisch.
In "Teuflische Versprechen" habe ich ebenfalls keine antisemitischen oder rechtsextremistischen Äußerungen finden können. Ich glaube, das Wort Jude oder jüdisch kommt darin gar nicht vor oder ich habe es überlesen. Ich habe aber den Eindruck, dass Bernd dem Autor gerne etwas unterstellen möchte, was das weiß wohl nur er selbst.
In Deutschland ist offenbar alles erlaubt, nur bitte, bitte, bitte, nehmt niemals das Wort Jude in den Mund, sonst seid ihr alle gleich ganz weit rechts. Sowas finde ich zum kotzen!!! So, das war´s, auch wenn ich noch viel mehr schreiben könnte.

12.08.2007 19:26:51
Bernd

Dann lassen Sie uns doch eine Diskussion darüber beginnen, welche Rolle der Autor in seinen Romanen Juden zuordnet! Nicht nur in Teuflische Versprechen sondern auch im Syndikat der Spinne sind Juden - im Kontext russischer Mafia - entweder Schurkentypen, auf jeden Fall aber reich, raffiniert, unsympathisch und Anhänger einer grausamen Thora (Auge um Auge, Zahn um Zahn). Und einem sympathischen Journalisten wird vom Autor wohl dessen eigene Meinung in den Mund gelegt: der Holocaust ist Vergangenheit und damit basta. In diesem Kontext kommt bei Franz sogar die Metapher einer "Weltverschwörung" mehrfach vor - wer oder was lässt hier grüßen: der kleinbürgerliche Stammtisch oder die Protokolle der Weisen vom Zion?
Franz beweg sich durchaus haarscharf an jener Grenze, die vom Verfassungsschutz als beobachtenswert betrachtet wird - denn Ähnliches findet sich wortidentisch in rechtsextremistischen Publikationen. Ich bleibe jedenfalls in jeder Hinsicht an der Sache dran.

30.06.2007 23:37:25
lenara28

Den Kommentar von Ulla kann ich in vielen Punkten nicht nachvollziehen, aber ich habe es auch zum Vergnügen und Abschalten, nicht als Schulprojekt gelesen ;-)

Dafür ist mir die Ähnlichkeit zu Michel Fridmann auch bereits nach Lesen der etwa ersten 120 Seiten ins Auge gestochen, schön, dass es nicht nur mir so ging. Könnte ja doch Methode 'hinter stecken.

Ansonsten ein super Buch. Was auch mir Angst macht ist, dass wohl auch viel Wahrheit drin steckt. Das hat mir schon beim Lesen von "Das Todeskreuz" Schauder über den Rücken laufen lassen. Gut, dass man als Normalbürger von dem allen nichts mitbekommt...

30.06.2007 23:36:45
Anne Taeschner

Den Kommentar von Ulla kann ich in vielen Punkten nicht nachvollziehen, aber ich habe es auch zum Vergnügen und Abschalten, nicht als Schulprojekt gelesen ;-)

Dafür ist mir die Ähnlichkeit zu Michel Fridmann auch bereits nach Lesen der etwa ersten 120 Seiten ins Auge gestochen, schön, dass es nicht nur mir so ging. Könnte ja doch Methode 'hinter stecken.

Ansonsten ein super Buch. Was auch mir Angst macht ist, dass wohl auch viel Wahrheit drin steckt. Das hat mir schon beim Lesen von "Das Todeskreuz" Schauder über den Rücken laufen lassen. Gut, dass man als Normalbürger von dem allen nichts mitbekommt...

03.06.2007 02:32:42
Jürgen Eckardt

Hallo,
die Figur des Oberschurken Marco Martini alias Ulrich ... zeigt beachtliche Parallelen zu Michel Friedmann, dem ehemaligen stv. Vorsitzenden des Zentralrates Deutscher Juden. Der hatte auch seine Talkshow, war eine moralische Instanz und ihm wurden Kokainmissbrauch und Kontakte zu Zwangs-Prostituierten aus Osteuropa vorgeworfen. Und genau wie Marco Martini trat er von seinen Ämtern zurück und war schon nach einem halben Jahr wieder da. Siehe hier: http://de.wikipedia.org/wiki/Michel_Friedman
Es wunderet mich dass hier keine Diskussion darüber geführt wird.

17.04.2007 16:55:33
Jutta Pirzer

Ich habe fast alle Andreas-Franz-Krimis gelesen, "Teuflische Vesprechen"hat mir richtig Angst eingejagt, weil ich mir durchaus vorstellen kann, dass alles sehr der Wahrheit entspricht, ich könnte mir sogar vorstellen "wer" diejenigen sind! Nur etwas geht mir in den Durant-Krimis sehr auf die Nerven: das ständige Salami-Brot mit Gürkchen der Durant. Kein Wunder, dass sie meist schlecht drauf ist.

17.01.2007 12:22:22
Prof. Dr. Siegmar Brandt

Bis zum Moment der Gründung der Soko
ist das Buch sehr lesenswert, es wird
ein erhebliches Spannungspotenzial auf-
gebaut und der Leser will begierig der
weiteren Handlung folgen.
Ab dem o.g. Moment löst sich die Handlung
leider zunehmend von der Realität (was
für sich allein gar nicht so schlimm wäre),
aber es entsteht gleichzeitig von Episode
zu Episode der Eindruck, das die Hand-
lung auf ein schnelles Ende der Geschichte
getrimmt wird; es werden Zufälle eingebaut,
die einfach zu konstruiert wirken - das
Ende der Geschichte ist relativ früh voraus-
sehbar.
Offensichtlich hat sich der Autor bei dem
hohen gesellschaftskritischen Anspruch,
den er anfangs selber formuliert, am
Ende ziemlich verhoben.

Trotzdem freue ich mich über die zufäl-
lige Entdeckung des Autors; vier seiner
Romane habe ich über den Jahreswech-
sel mit großem Genuss gelesen.
Vielleicht mache ich jetzt einfach mal
eine Pause.

22.10.2006 15:19:18
Désirée

Sehr geehrter Herr Franz,

In den letzten 2 Wochen habe ich ihre Bücher "Teuflische Versprechen" und "Tödliches Lachen" gelesen und war tief beeindruckt.Ihre Bücher regen wirklich zum Nachdenken an.Auch die Gedankengänge der Personen finde ich sehr interessant.Auch wenn so manch einer die nähere Beschreibung des Privatlebens der Personen insbesondere das von Julia Durant kritisiert, finde ich es gut,da man so sehen kann ,dass auch Polizisten keine Übermenschen sind.Mein Lieblingscharakter ist Hauptkommissarin Durant,da man sich sehr gut in sie hineinversetzen kann und somit gut ihre gefühle nachvollziehen kann.Insegamt kann man sagen ,dass zumindest alle Durant-Krimis ausgezeichnet und sehr spannend sind und sich so mancher Schüler sicher darüber freuen würde einen solchen Krimi anstatt eines langeweiligen standart-Buches als Klassenlektüre zu lesen.Auch wenn am Anfang sehr viele Personen auftauchen , die man noch nicht kennt, lernt man diese Personen sehr schnell kennen.Von daher ist das kein Problem.Ich hoffe es erscheinen noch viele Julia Durant Krimis, in diesem Sinne machen sie weiter so Herr Franz!

21.10.2006 20:33:01
Susanne

Wau, ich weiss nicht so recht was ich sagen bzw. schreiben soll. ich habe das buch soeben fertig gelesen, spannend, aber auch sehr beeindruckend geschrieben. wenn davon nur 10 % wirkichlichkeit ist, kann einem angst und bange werden. ist unsere gesellschaft und das "öffentliche" leben wirklich so. laut der homepage des autors steckt viel realität in diesem buch. alleine deshalb ist es absolut lesenswert und es regt doch stark zum nachdenken an! mich hat es schon sehr bewegt, anders kann ich es nicht sagen!

21.09.2006 12:51:29
Susanne

Es ist wieder ein typischer Andreas Franz. Spannend!!!!
Nach einigen gelesenen Julia-Durant-Romanen fällt mir hier positiv auf: sie isst nicht mehr dauernd Salami-Brot und Gurken :-). Das Privatleben der einzelnen Personen rückt in diesem Buch in den Hintergrund, was mir persönlich sehr gut gefällt (in anderen Romanen wurde mir stellenweise zu viel Privates hervorgehoben).
Die "erzählte Geschichte" kommt sehr authentisch rüber.
Fazit: sehr empfehlenswert, was ich generell von A.Franz behaupten kann.

08.06.2006 12:16:12
ulla

Sehr geehrter Herr Franz,

Im Schulunterricht haben wir vor kurzem Ihren neusten Roman „Teuflische Versprechen“ gelesen. Nachdem wir ihn im Unterricht besprochen haben, möchte ich mich nun zu Ihrem Buch äußern:


Im Großen und Ganzen gefällt mir das Buch ganz gut. Das Lesen des Romans ist mir anfangs nicht ganz leicht gefallen, da viele Personen auf einmal auftauchen (Seite 7-15, 10 Personen). Viele überflüssige Textstellen findet man vor allem auf den ersten Seiten, diese machen das Buch zu einem eher unübersichtlichen und langweiligem Lesen.
Die familiären Verhältnisse der Polizeibeamten sind erschreckend. Ich glaube nicht, dass alle Polizisten Eheprobleme oder Selbstfindungsprobleme vorweisen, so wie Sie es in Ihrem Roman, zum Beispiel an Julia Durant (S. 50 folgende) deutlich gemacht haben.
Der Zeitraum des Romans ist nicht gut gewählt. Sie hätten ihn über mehrere Wochen festlegen sollen und nicht nur eine Woche. Dies lässt das Buch etwas unrealistisch wirken. Ich glaube nicht, dass auch die besten Kriminalkommissare einen solchen Fall in einer Woche gelöst hätten, nicht mit so viel Hintergrundwissen.
Die genauen Erläuterungen jeder einzelnen Person finde ich gut, da man sich so ein genaueres Bild machen und sich mehr in die Personen hineinversetzen kann. Meine Lieblingsfigur in diesem Buch ist Maria, da sie trotz ihres schweren Schicksals, die Situation gut meistert.
Sehr gelungen sind Ihnen auch die detaillierten Darstellungen der Morde an Frau Hendriks und Herrn Zaubel. Es lief einem regelrecht ein Schauer über den Rücken (S. 124ff und S.174ff).
In der Mitte des Romans beginnt es langsam interessant zu werden, wobei auch hier viele überflüssige Textstellen auftauchen. Die Gespräche in dem Roman sind teilweise nicht gut gelungen, da sie uninteressant sind und das Lesen unnötig erschweren.
Das Thema gefällt mir gut, da ich finde, dass solche Themen in Deutschland viel zu wenig und selten an die Öffentlichkeit geraten. Man kann deutlich erkennen, dass Sie sich mit dem Thema Frauenhandel ausführlich beschäftigt haben, was in den Gesprächen mit Maria und Frau Hendriks mehrmals zum Ausdruck kommt. Auch die einzelnen und detaillierten Ermittlungen über das ganze Geschehen der Kommissare sind gut gelungen. Ich denk, dass Sie die Echtheit des organisierten Verbrechens gut getroffen haben. Ich kann mir gut vorstellen, dass es so auch in der Realität geschehen könnte, da sich das organisierte Verbrechen immer weiter ausbreitet. Außerdem glaube ich auch, dass viel Politiker und Polizeibeamte immer korrupter werden und für Geld Ihre Karriere oder auch Familie aufs Spiel setzen würden. Dies beginnt ja schon bei unseren Politikern, die sich in Sitzungen einschreiben, diese wieder verlassen nur um möglichst viel Geld zu scheffeln. Diese Beschreibungen über das organisierte Verbrechen in Ihrem Buch sind Ihnen sehr gelungen.

Was ich außerdem nicht so gut finde sind die Nebenfiguren. Ich bekam das Gefühl, dass sie nur in dem Buch auftauchen um es länger wirken zu lassen, was nicht unbedingt positiv ist.
Im Gegenteil, auch diese nicht gut gewählten Personen machen den Roman zu einem eher zähen Buch.

Besonders gut gefällt mir der Epilog, in dem Sie noch einmal das gute und freundschaftliche Verhältnis zwischen Julia Durant, ihrem Vater und Maria zum Ausdruck bringen. Man hätte jedoch noch veranschaulichen können, wie sich die Familie von Maria in dieser Zeit gefühlt hat.
Trotz dieser negativen Aspekte meinerseits, würde ich Ihr Buch weiter empfehlen, mit dem Hinweis, dass man viel Zeit und vor allem Geduld braucht, bis man auf die wirklich spannenden und interessanten Textstellen trifft. Durch das Kürzen mehrerer Textstellen, besonders auf die Gespräche im Polizeirevier bezogen, wäre das Buch spannender und lebhafter. Alles in Allem ist Ihnen das Buch gut gelungen und ich denke, dass es viele Diskussionen veranlasst.

16.05.2006 18:40:27
Outlaw

Schliesse mich meiner Vorkommentatorin an, ein wirklich sehr gutes Buch. Der Autor hat hier bewiesen das er ein heißes Eisen anpacken kann und noch Formen. Die Realität ist gar nicht fern. Erschreckend!
Werde mir noch weitere Werke zulegen. Bis jetzt bin ich sehr positiv beeindruckt von seinen Werken.

05.02.2006 20:00:02
Katja

Das Buch ist der absolute hammer!!!! Von Anfang an bis Ende Spannend. Und vorallem es läßt sich sehr gut lesen. Ich hätte nie gedacht das ich so begeistert von einem Schriftsteller werde, aber ich hab es gelesen und wußte das ist er bin jetzt dabei mir alle Bücher zu kaufen ich kann es gar nicht erwarten das nächste zulesen und hoffe wenn ich sie alle gelesen habe das bis dahin schon das nächste drausen ist

26.12.2005 16:42:34
Nina

Das Buch Teuflische Versprechen zeigt mal wieder das Können des Autors! Das Thema ist sehr realitätsnah und lässt einem auch beim und nach dem Lesen nachdenken!Ich finde das Buch einfach super! Andreas Franz ist einfach ein geborener Kriminalromanschreiber!

13.11.2005 14:05:10
Sarah

"Teufliche Versprechen" Ein super Buch, von meinem liebligs Autor!!! Danke!!!
Ich denke man muss mehrere Buecher von A. Franz gelesen haben...
wenn ich hier so etwas lese, wie "man konnte keine Beziehung zu den Darstellern aufbauen" oder "flache Story"... Dann tut es mir einfach nur leid, denn ich freue mich immer wieder was von Julia und Ihrem Team zu lesen, denn Ihre Persoenlichkeiten entwickeln Sie von Buch zu Buch!
Ist doch toll, dass Julia zum Schluss einen Mann kennenlernt nach dem Sie das letzte mal auf einen Chirogen reingefallen ist, der sich zum Serienkiller entpuppt hatte!

Mir geht es jetzt auch so, dass ich mir die Leute, denen ich auf der Strasse begegne, genauer ansehe, natuerlich mit einem laecheln, denn es war ja eben doch nur ein Buch!
Man sollte auch weitehin an das Gute im Menschen glauben!

So und nun schimpft nicht mehr so doll,sondern kauft Euch lieber noch ein oder zwei Buecher von A. Franz dazu.

Ich freu mich schon auf die naechsten spannenden Storys!

20.10.2005 10:29:28
kiki

spannend...und man denkt im krimi drin zu sein aber man wird auf der straße viel rumschauen ob der jenige im zug auch zu solche organisationen gehört oder der gegenüber in einem cafe oder einer unseren politiker
angenehm zu lesen ...leicht...

06.08.2005 13:40:06
kue

Kurzweilig? Ja! Dieses Buch ist wunderbar leichte Unterhaltung und die Seiten huschen einem nur so durch die Hände. Der Schreibstil ist betont flüssig, allerdings dürfte mit Formulierungen wie "Er tut die CD in die Stereoanlage" auch das Niveau umfassend beschrieben sein...

Aber ein Leseabenteuer??? Da bin ich komplett anderer Meinung. Auf 560 Seiten passiert nichts unvorhersehbares. Keine Überraschung, keine Wendung läßt Franz zu. Und dann der Fall an sich... Montags verschwindet Maria, Mittwochs werden zwei Menschen umgebracht, dann formiert sich in Windeseile eine Mini-SOKO, die bereits am Freitag einen Mann in die Unterwelt schleusst und Sonntags eine große Razzia macht. Schon irgendwie erstaunlich... Die Spannungskurve fand ich äußerst flach; der Autor hat vergessen den Roman anständig zu würzen.

Die Charaktere bleiben ebenfalls flach, auch hier keine Weiterentwicklung. Im wesentlichen bedienen sie Klischees, eine Julia Durant könnte wenigstens mal auf dem McDonalds-Parkplatz ihren Müll auf den Boden werfen - nein, sie steigt aus und bringt ihn zum Müll. Ein Maulwurf in der kleinen SOKO hätte dem ganzen gut getan... aber dann wäre der Autor vielleicht mit 1000 Seiten nicht ausgekommen.

Mein Fazit: betont mittelmäßiger Krimi: 55°

26.07.2005 09:29:14
pet

Nach dem doch recht schwachen "Mord auf Raten" hat sich Andreas Franz wieder auf das besonnen, was er am besten kann: flüssig schreiben und den Leser fesseln, indem er Mitleid und Hass erzeugt.

Obwohl man von vornherein weiß, wie das Buch ausgehen wird - denn ständig wird betont, daß man gegen das organisierte Verbrechen keine Chance haben wird - klebt man in gebannter Erwartung an den Seiten.

In Punkto Spannung wird man nicht enttäuscht, doch bleiben große Überraschungen leider aus.

10.07.2005 22:59:26
milla

Mit seinem neusten Durant-Krimi hat Andreas Franz wieder einen echten Pageturner vorgelegt, der sich mit den Themen Menschenhandel, organisierte Kriminalität und Zwangsprostitution befasst. Durch die lebensnahe Erzählweise und den eingestreuten Ereignisse aus dem realen Leben bekommt der Leser das Gefühl, an einer tatsächlichen Ermittlung teilzunehmen, die jedoch wie wahrscheinlich auch im richtigen Leben nur ein Tropfen auf den heißen Stein der organisierten Kriminalität ist. Zurück bleibt ein Gefühl der Wut und der Ohnmacht und des hoffnungsvollen Nichtglaubenwollens, inwieweit tatsächlich die hier geschilderten Zustände Realität sind. Alles in allem spannende Unterhaltung, die zum Nachdenken anregt und ein gelungenes Wiedersehen mit Julia Durant und ihrem Team!

03.06.2005 22:59:01
Stefanie Lindemann

Für meinen Geschmack ist das Buch,
insbesondere in bezug auf Personen und
Schauplätze, sehr oberflächlich, trotz der
559 Seiten! Leider kommt die Spannung auch etwas zu kurz, was aber vielleicht
daran liegt, dass man aufgrund der Oberflächlichkeit keine richtige Beziehung zu den Darstellern aufbauen kann und sie einem deshalb auch irgentwie egal sind.