Die Schwingen des Todes

Erschienen: Januar 2003

Bibliographische Angaben

  • New York: Warner, 2002, Titel: 'Stone Kiss', Seiten: 390, Originalsprache
  • München: Bertelsmann, 2003, Seiten: 415, Übersetzt: Franca Fritz & Heinrich Koop
  • München: btb, 2005, Seiten: 415
  • München: btb, 2008, Seiten: 415

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Sabine Reiß
Die jüdische Seite New Yorks

Buch-Rezension von Sabine Reiß Mai 2003

Die Romane von Faye Kellerman sind nicht nur Krimis, sondern zeichnen sich darüber hinaus noch durch den Hintergrund ihrer Figuren aus. Der Protagonist Peter Decker ist Detective bei der Polizei von Los Angeles. Er lernte seine Frau Rina, eine orthodoxe Jüdin, bei einer polizeilichen Ermittlung kennen. Da er adoptiert wurde, erfuhr er erst zu diesem Zeitpunkt, dass auch er von Geburt an Jude ist. Inzwischen praktiziert er seine Religion und pflegt auch lockeren Kontakt mit einem seiner Halbbrüder.

Decker ist im vorliegenden 14. Band der Serie einmal nicht in seinem eigenen Revier tätig, sondern begibt sich nach New York, da ihn sein Halbbruder Jonathan um Hilfe gebeten hat. Dessen Schwager Ephraim wurde in einem Hotelzimmer ermordet aufgefunden. Zu allem Übel kommt noch hinzu, dass er anscheinend zum Zeitpunkt seines grausamen Todes nicht allein war, sondern seine fünfzehnjährige Nichte Shaynda bei ihm war, die nun verschwunden ist. Peter übernimmt die ihm gestellt Aufgabe zunächst widerwillig, aber pflichtgemäß, und rät der Familie, sich einen Anwalt zu nehmen. Seine Spürnase erwacht, als er das Gefühl hat, dass etwas vor ihm verborgen wird. Hat der Onkel etwa seine Nichte missbraucht? Lebt sie noch oder wurde als Zeugin des Mordes vielleicht ebenfalls umgebracht?

Der Mafia auf der Spur?

Nach und nach verlängert er seinen Aufenthalt in New York und begegnet bei seinen eigenen Ermittlungen sogar einer Person aus seiner eigenen Vergangenheit, dem Kriminellen Chris Donatti, der freiwillig seine Position ganz oben an der Spitze des organisierten Verbrechens aufgegeben hat, aber trotzdem nicht ganz saubere Geschäfte am Laufen hat. Und dieser Mann hat am Ende Deckers Leben in seiner Hand...

Die Autorin vermittelt dem Leser mit dem Umfeld, in dem sie diesen Roman angesiedelt hat, einmal mehr sehr viel Wissenswertes über das Judentum und zeichnet ein Bild der Lebensweise einer modernen orthodoxen Familie. Der Gegensatz zu den chassidischen Juden, die sehr konservativ leben, wird am Beispiel von Deckers Verwandtschaft in diesem Roman besonders deutlich herausgestellt. Überhaupt ist dies neben den sympathischen Figuren, die einem im Laufe der Zeit auch ans Herz gewachsen sind, der große Pluspunkt der Serie. Action sucht man in ihren Romanen meist vergeblich, obwohl dieses Mal ein kleiner Showdown eingebaut wurde, was ich als absolut neutral bewerte.

Begeisterungsstürme bleiben aus

Obwohl man merkt, dass Faye Kellerman weiß, worüber sie schreibt, fesselt ihre Story freilich nicht kontinuierlich. Der Plot wirkt teilweise recht konstruiert, z.B. die Einmischung Rinas in die Angelegenheit oder das Auftauchen von Chris Donatti, dessen Gebaren doch recht merkwürdig ist, auch wenn Frau Kellerman seine Motive mehr als einmal erklären möchte. "Die Schwingen des Todes" ist gerade aufgrund dieser Konstellation wieder einmal ein mäßiges Buch aus der Serie, dass sich teilweise ein wenig zäh liest, aber dennoch nicht langweilt. Es bietet Abwechslung von der sonstigen Seriekost und liegt als 14. Fall auch bei der Bewertung zwischen seinem Vorgänger und seinem Nachfolger.

Die Schwingen des Todes

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Letzte Kommentare:
17.12.2006 13:23:46
C.Rose

Ich war begeistert, da es konsequent war in dem Stil der anderen Decker-Lazarus-Bücher. Es sollte jedoch nicht außerhalb der Reihe gelesen werden, da Vorkenntnisse über Personen und anderen Geschehnissen wichtig sind für den Leser, um Handlungen einordnen zu können. Bin gespannt auf den nächsten Fall.

29.11.2006 08:40:52
Pia-Lotta

Es war mein erstes Buch von Faye Kellerman, und es wird bestimmt nicht mein letztes sein. Etwas kompliziert fand ich zu Anfang die Familienverhältnisse, mit denen man sich als neuer Leser erst mal auseinandersetzen muß. Das Ende hat mich etwas enttäuscht, es wirkte ein wenig arg konstruiert. Alles in allem aber ein lesenswertes Buch, durchaus zu empfehlen.

27.08.2004 11:40:31
K.-G.Beck-Ewerhardy

Spannend, interessant, mit weit reichenden Einblicken in die „normale“ und die orthodoxe jüdische Kultur in den Vereinigten Staaten. Sicherlich lesenswert. Für Kellermann-Fans auf jeden Fall ein Buch, das man haben muss.