Das verlorene Gedicht

  • Goldmann
  • Erschienen: Januar 1998
  • 14
  • New York: Scribner, 1997, Titel: 'Dreaming of the Bones', Seiten: 350, Originalsprache
  • München: Goldmann, 1998, Seiten: 413
  • München: Goldmann, 2000, Seiten: 413
  • München: Goldmann, 2003, Seiten: 413
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Peter Kümmel
51°1001

Krimi-Couch Rezension vonMai 2003

Ein überdurchschnittlicher, aber nicht überragender Krimi

Nachdem ich von Band 2 der Kincaid/Gemma-Reihe von Deborah Crombie ziemlich enttäuscht war, bekam ich nun den 5. Band in die Hände. Die beiden Protagonisten der Serie sind die beiden Mitarbeiter von New Scotland Yard Superintendant Duncan Kincaid und Sergeant Gemma James.

Ich merkte ziemlich schnell, dass sich da in den beiden Büchern, die mir chronologisch fehlen, einiges getan hat. Kincaid und Gemma sind nun nicht nur bruflich ein Paar, sondern auch privat. Auch einige Bekannte aus Alles wird gut tauchen wieder auf: Sid, die Katze der verstorbenen Jasmine Dent, ist nun bei Kincaid eingezogen und auch vom Major, Kincaids Nachbar, ist wieder zu lesen.

Und wieder geht es um einen Fall, der Duncad Kincaid persönlich betrifft. Lange Jahre hat er nichts von seiner geschiedenen Frau Victoria McClellan gehört. Doch plötzlich meldet sie sich bei ihm und bittet ihn um Hilfe. Die Dozentin für englische Literatur schreibt an einer Biografie über die Dichterin Lydia Brooks, die sich vor einigen Jahren das Leben nahm. Doch Vic glaubt nicht an Selbstmord. Sie stösst bei ihren Nachforschungen auf einige Ungereimtheiten und hofft, Duncan könne ihre weiterhelfen. Doch diesem fehlt die Handhabe. Als ihn plötzlich die Nachricht vom Tode seiner Ex-Frau ereilt, ist er schockiert. Es stellt sich heraus, das Vic vergiftet wurde. Nun vermutet Duncan Zusammenhänge mit dem Tod von Lydia Brooks und beginnt zusammen mit Gemma auf eigene Faust zu ermitteln. Die Hinweise führen ihn zu Lydias Ex-Mann sowie einigen von Lydias Ex-Kommilitonen.

Dem Leser wird bald klar, wie schon im Band "Alles wird gut" geht es wieder um ein dunkles Geheimnis in der Vergangenheit. Doch diesmal wird das Ganze besser angelegt. Entgegen dem 2. Band, wo die Lösung plötzlich auf dem Präsentierteller lag, wird der Leser Schritt für Schritt in die Zusammenhänge von Lydias Studentenzeit eingeführt. Kaum zu glauben, welch schriftstellerische Weiterentwicklung Deborah Crombie innerhalb von 3 Büchern gemacht hat. Das, was ich in meiner Meinung zu "Alles wird gut" noch kritisiert habe, das fehlende Entwirren von geknüpften Fäden, das mangelnde Spurenlegen, wird von Debohrah Crombie hier gut gelöst.

Sehr klischeehaft die Geschichte vom verlorenen Sohn (mehr will ich dazu nicht verraten), aber eben darauf ausgelegt, im nächsten Band weiterentwickelt zu werden.

Mein Urteil über dieses Buch: Ein überdurchschnittlicher, aber nicht überragender Krimi. Wenn jemand gerne Serienkrimis liest, wird sicher nach zähem Beginn der Reihe sein Lesevergnügen haben.

Das verlorene Gedicht

Deborah Crombie, Goldmann

Das verlorene Gedicht

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