Alles wird gut

Erschienen: Januar 1995

Bibliographische Angaben

  • New York: Scribner, 1994, Titel: 'All Shall Be Well', Seiten: 243, Originalsprache
  • München: Goldmann, 1995, Seiten: 288, Übersetzt: Mechtild Sandberg-Ciletti
  • München: Goldmann, 1996, Seiten: 285
  • München: Goldmann, 2010, Seiten: 286

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Peter Kümmel
Deborah Crombie muss sich noch einiges abschauen

Buch-Rezension von Peter Kümmel Mai 2003

Auf den Umschlagseiten wird Deborah Crombie mit Elizabeth George verglichen. Da ich von deren Büchern begeistert bin, bin ich schon mit einer gewissen Vorfreude und Erwartungshaltung an das Buch gegangen. Doch, um es vorwegzunehmen, ich wurde enttäuscht.

"Alles wird gut" ist der zweite Krimis von Deborah Crombie. Ihre beiden Helden, das sind Duncan Kincaid, Superintendent von New Scotland Yard, und Sergeant Gemma James, seine Mitarbeiterin.

Diesmal ermitteln die beiden in einem Fall, der zunächst gar kein Fall zu sein scheint. Kincaids Nachbarin, Jasmine Dent, mit der dieser gut befreundet war, stirbt nach langer Krankheit an Krebs. Stutzig wird Kincaid erst, als eine Freundin von Jasmine erzählt, dass diese vorgehabt hatte, sich durch Selbstmord zu erlösen. Tatsächlich wird als Todesursache eine Überdosis Morphium festgestellt. Doch anhand einiger Indizien glaubt Kincaid nicht an diese Theorie. Er vermutet Mord.

Die Verdächtigen sind an einer Hand abgezählt:

  • Theo, der Bruder von Jasmine, Begünstigter ihrer Lebensversicherung
  • ihre Freundin Margaret, die Haupterbin
  • deren Freund Roger, der weit größeres Interesse an der Erbschaft zeigt
  • ihre Pflegerin Felicity Howarth
  • und der Major, ein weiterer Hausbewohner

Motive gibt es anhand des Testaments der Toten genügend, doch warum sollte es jemand so eilig gehabt haben, dass er nicht den sowieso bald eintretenden Tod von Jasmine Dent abwarten konnte? Kincaid findet das Tagebuch der Toten, dass sie seit ihrer Kindheit führte. Anhand dessen hofft er auf die Lösung des Falles zu kommen. Doch diese Lösung wird auf den letzten Seiten aus dem Hut gezogen wie das Kaninchen vom Zauberer.

Die Schilderung der Charaktere von Kincaid und Gemma, über deren Privatleben man hier einiges erfährt, lässt für die weiteren Bände noch einiges erhoffen.

Über den Aufbau von Spannung, das Legen von falschen Fährten und die logische Entwirrung der geknüpften Fäden kann sich Deborah Crombie aber z.B. bei Elizabeth George oder auch den großen alten Damen der Kriminalliteratur wie Agatha Christie oder Patricia Highsmith noch so einiges abschauen.

Ich habe jetzt noch zwei weitere Bände aus der Reihe vorliegen. An die werde ich mit weit weniger Euphorie herangehen. Mal sehen, wie sich die beiden Hauptfiguren weiterentwickeln und ob Deborah Crombie es schafft, spannendere Werke vorzulegen.

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