Darkness

Erschienen: Januar 2009

Bibliographische Angaben

  • London: Orion, 2007, Titel: 'The Wheel of Darkness', Seiten: 389, Originalsprache
  • Bergisch Gladbach: Lübbe Audio, 2009, Seiten: 6, Übersetzt: Detlef Bierstedt

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Michael Drewniok
Hohe Berge, tiefe Meere, flache Handlung

Buch-Rezension von Michael Drewniok Nov 2008

Nachdem er im mörderischen Kampf mit seinem wahnsinnigen Bruder an Leib und Seele Schaden nahm (vgl. die Trilogie Burn Case, Dark Secret und Maniac), zieht sich FBI-Agent Aloysius Pendergast - begleitet von seinem jungen Mündel Constance Green - für eine Weile in das abgelegene tibetanische Kloster Gsahrig Chongg zurück. Lama Thubten bittet ihn dort um seine Unterstützung: Aus der Schatzkammer des Klosters wurde das Agozyen gestohlen. Worum es sich bei dem uralten Artefakt handelt, ist den Mönchen nicht bekannt; der Überlieferung zufolge soll es dereinst die sündige Menschheit von dieser Welt tilgen.

Der Täter, ein englischer Bergsteiger, kann sich seiner Beute nicht lange erfreuen. Pendergast findet Jordan Ambrose brutal ermordet in einem Londoner Hotelzimmer. Das Agozyen ist verschwunden. Die Spur führt an Bord der "Britannic". Das brandneue Linienschiff - es ist das größte der Welt - steht vor seiner Jungfernfahrt. 2700 betuchte und einflussreiche Passagiere werden während der siebentägigen Seereise von Southampton nach New York von 1600 Besatzungsmitgliedern betreut. Der Mörder hat sich mit dem Agozyen unter sie gemischt.

Auch Pendergast und Constance schiffen sich ein. Möglichst unauffällig beginnen sie die in Frage kommenden Passagiere zu überprüfen. Eile ist geboten, denn Mitreisende beginnen spurlos zu verschwinden. Wenig später tauchen grässlich verstümmelte Leichen auf. Zu allem Überfluss beginnt ein leibhaftiger Dämon unter Deck umzugehen. Auf der "Britannic" macht sich Panik breit, Meuterei liegt in der Luft. Die Schiffsführung wird von der Situation überrumpelt. Eine bösartige Macht übernimmt buchstäblich das Steuer. Mit Höchstgeschwindigkeit steuert die "Britannic" auf die mörderischen Klippen der Carrion Rocks zu. Nur Pendergast könnte dem Einhalt gebieten, doch der steht längst im Bann des Agozyen ...

Mystery-Action, die den Bauch erfreut

Zum achten Mal gerät Aloysius Pendergast, der für das FBI tätig ist (das aber dieses Mal nie in Erscheinung tritt bzw. keine Einwände gegen einen Beamten hat, der viele Monate in einem tibetanischen Kloster meditiert, sich von einem Bergmönch als Reliquienjäger anheuern lässt sowie auf eigene Faust einen Serienkiller jagt), in ein Abenteuer, das weder dem gesunden Menschenverstand noch den Naturgesetzen, sondern ausschließlich den Regeln der Unterhaltung verpflichtet ist. Darkness - Wettlauf mit der Zeit klingt zwar nach einem dieser sinnfreien deutschen Titel, die übersetzten Thrillern gern übergestülpt werden, doch in diesem Fall trifft zu, was angedeutet wird: Ein düsteres Geheimnis muss gelüftet werden, damit eine Doppel-Katastrophe - der Untergang eines gigantischen Schiffes, gefolgt vom Untergang der Welt - ausbleibt.

Nach dem monumentalen, sich über drei Bände hin- und herziehenden Duell der Brüder Aloysius und Diogenes Pendergast kehrt das Autorenduo Preston & Child zu einer deutlich simpler gestrickten Handlung zurück. Wie Perlen auf einer Kettenschnur reihen sich mehr oder weniger spektakuläre Ereignisse. Die Chronologie bleibt gewahrt, es gibt keine Rückblenden oder Zeitsprünge. Auch topografisch geht es von Ort A nach B, dann nach C und so weiter. Für den Anschein von Dynamik sorgt eine Flut von Cliffhangern; die Handlung bricht im entscheidenden Moment ab, um zum nächsten Krisenpunkt zu springen.

Nicht so hanebüchen wie üblich

Die einfache Dramaturgie ist der Story angemessen. Darkness funktioniert deutlich besser als die künstlich aufgeblähte Vorgänger-Trilogie. Preston & Child spinnen ein recht dünnes Garn, dem der Verzicht auf allzu übertriebene und dadurch ins Lächerliche abgleitende Knalleffekte guttut. Der Plot ist bewährt; schließlich bedient sich das Autorenduo seiner schon seit vielen Jahren. Darkness ist wieder ein Remake von Relic (dt. Das Relikt), dem ersten und mit Abstand besten Band der Pendergast-Serie. Das "American Museum of Natural History" wird durch die "Britannic" ersetzt, in deren Stahlrumpf es ebenso verwinkelt und unübersichtlich zugeht. Die Führung des Schiffes ist untereinander uneins, es wird gemobbt und gemauschelt. Ein Monster schleicht durch die Gänge, bis sich die feine Gesellschaft in einen tobenden Mob verwandelt, der sich selbst effektiver meuchelt als jede Bestie. Darüber schwebt mehr als ein Hauch von Titanic in der Seeluft, was Preston & Child gar nicht leugnen, sondern selbst mehrfach ansprechen; er sorgt für zusätzliche Gänsehaut, die nicht eigens heraufbeschworen werden muss.

Von außen ist keine Hilfe zu erwarten, der Ort des Geschehens ist isoliert, denn ein Schiff auf hoher See bleibt ein auf sich gestellter Mikrokosmos, was es zu einem klassischen und immer wieder gern genutzten Schauplatz macht. Die "Britannic" ist zu allem Überfluss so gut gegen (terroristische) Attacken aller Art geschützt, dass sie sich partout nicht lahmlegen lässt, als der Wahnsinn auf der Kommandobrücke regiert.

Bis es soweit ist, gilt es für den Leser manche Flaute zu überstehen. Um auf die vertraglich vereinbarte Seitenzahl zu kommen, scheinen die Autoren tüchtig Stroh dreschen zu müssen. Absolut ohne Belang für das eigentliche Geschehen ist u. a. eine endlos ausgewalzte Episode, die sich um die Entlarvung an Bord aktiver Falschspieler dreht. Viel zu viel Zeit investieren Preston & Child außerdem in die Biografien von Figuren, die nur Futter für das Monster sind.

Auch dass ein Handlungsstrang in Tibet spielt, lässt Unbehagen aufkommen. In der Tat kommen uns Preston & Child einmal mehr mit dem Langbart-Klischee der übermenschlichen Weisheit meditierender Himalaya-Mönche. Mit exotischen Ritualen lassen sich Seiten füllen, und es klingt bedeutsam, wenn die Autoren einige tibetische Sprachbrocken einfließen lassen. Faktisch langweilen solche Luftnummern, alldieweil Konsequenzen stets ausbleiben. Die Mönche von Gsahrig Chongg wirken nicht wirklich weise - geschickt fassen sie Binsenweisheiten in möglichst kryptische Worte. Selbst das vorgeblich allmächtige Agozyen begnügt sich damit, einen Ozeanliner zu verwüsten. Das Ende der Welt bleibt wieder einmal aus.

Agent auf neuen Pfaden?

Agent Pendergast war im Konflikt mit seinem Bruder Diogenes (der in Darkness einen Gastauftritt hat; in der Mystery-Märchenwelt von Preston & Child gilt der Tod als reversibler Faktor ...) vom exzentrischen und eigenwilligen Ermittler zum tragischen Übermenschen mutiert: aufdringlich geheimnisvoll, ausgestattet mit überragenden geistigen Fähigkeiten, die ihn zur Konstruktion eines virtuellen "Gedächtnis-Palastes" befähigen, geschlagen mit einer bizarren Familiengeschichte, die beinahe außerirdisch anmutet, unermesslich reich und fähig, mit immer neuen Talenten und Fähigkeiten aufzuwarten. In Darkness schalten Preston & Child einen Gang zurück. Die Figur Pendergast bekommt wieder Bodenkontakt, was ihr gut bekommt. Weiterhin schüttelt Aloysius Genialitäten aus den Ärmeln seines feintuchigen Anzugs, doch er ist nicht mehr seine eigene Karikatur.

An seine Seite tritt zum ersten Mal mehr oder weniger selbstständig Constance Green, bisher eher lästig als lebendiger Schatten der Vergangenheit und später Jungfrau in Not, die von Diogenes Pendergast primär deshalb gepiesackt wurde, weil er damit seinem Bruder eins auswischen konnte.

Als ausgezeichnete Entscheidung erweist sich der Verzicht auf ausgelaugte Figuren wie den Knurr-Cop Vincent D'Agosta oder den rasenden Reporter Bill Smithback. Preston & Child lieben ausgiebige Querverweise zwischen ihren Werken und kombinieren gern ihre Hauptfiguren neu. In Darkness werfen sie diesen Ballast ab. Pendergast und Green bleiben unter sich.

Darkness wird als Roman seine Leserschaft spalten. Was die eine Seite im Bruderkampf zu spektakulär im Sinne von übertrieben fand, wird die andere dieses Mal vermutlich vermissen. Klammert man den direkten Vergleich aus, kann man Darkness unterhaltsam genug finden, um dem Autorenduo das fortgesetzte Breittreten bekannter Elemente zu verzeihen.

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Letzte Kommentare:
11.06.2016 20:23:51
Tony de Vil

Nicht überzeugend und meines Erachtens in der Leisergunst viel zu hoch bewertet. Zu Beginn ist man geneigt, das Buch beiseite zu legen. Danach zumindest spannend genug, wenn auch viel zu lang - Auswalzung einer Asphaltdecke von Straßen ähnlich - um dabei zu bleiben.
Störend vor allem sprachliche Schwächen, die ich auch der mangelhaften Übersetzung zuschreibe. Etliche Wortwiederholungen, stereotyper Satzbau und fehlende Variabilität in der Personenbezeichnung sind mir störend im Lesefluss.
Das Ende wirkt zu abrupt und lustlos erzählt ... wie wenn man feststellt: ist zu lang geworden, jetzt aber schnell das Ende zelebrieren.
Fazit: Gut, aber nicht sehr gut ... es bleibt Trivialliteratur. Ein guter Übersetzer hätte daraus mehr machen können. Schade!

22.08.2012 13:42:33
Nina.Jan

Spoiler:
Diese Rezension enthält KEINE Spoiler!

Titel:
Das Buch trägt den Titel „Darkness – Wettlauf mit der Zeit“ (2008). Der Originaltitel lautet „The Wheel of Dakness (Das Rad der Dunkelheit)“. Das Buch gehört zu einer Reihe von Krimis rund um Special Agent Pendergast. Es ist mir absolut unbegreiflich wieso man einen Teil des englischen Titels übernommen hat – aber nicht den gesamten – und dafür einen deutschen Halbsatz angehängt hat. Immerhin handelt es sich beim Inhalt des Thriller tatsächlich um einen Wettlauf mit der Zeit.

Autor:
„Darkness – Wettlauf mit der Zeit“ wurde von einem Autorenduo bestehend aus Lincoln Child und Douglas Preston geschrieben. Beide Autoren stammen aus Amerika und sind international bekannte Schriftsteller, die schon viele Werke veröffentlicht haben.

Bei der Recherche für eines seiner Bücher lernte Lincoln Child den Autor Douglas Preston kennen. Ihr erster gemeinsamer Roman rund um Special Agent Pendergast erschien 1995. Lincoln Child verfasste seinen ersten eigenen Roman erst 2002.

Douglas Preston machte sich bereits 1986 als Schriftsteller selbstständig. 1994 schaffte er mit seinem Roman „Jenny“ den großen Durchbruch. Seit 1995 schreibt er gemeinsam mit Lincoln Child an den Pendergast-Thrillern.

Cover:
Das Cover zeigt eine silberne Schiffsschraube auf rabenschwarzem Grund. Vermutlich eine Anspielung darauf, dass der größte Teil des Buches auf einem Kreuzfahrschiff spielt und das Buch immerhin „Darkness“ wie „Dunkelheit/ Schwärze“ heißt.

Zusammenfassung:
Special Agent Aloysius Penergast will nach dem Tod seines Bruders in einem tibetischen Kloster Frieden und Erleuchtung finden. Seine Bekannte Constance, deren Vergangenheit sie ebenfalls plagt, wird gemeinsam mit Pendergast im Kloster aufgenommen und betreut. Doch schon bald verschwindet eine sagenumwobene, angeblich todbringende Reliquie aus den innersten Kreises des Klosters.

Pendergast verspricht den todbringenden „Schatz“ wohlbehalten zurückzubringen. Die Spur führt ihn nach London. Dort startet die Britannia, ein Luxus-Schiff, zu ihrer Jungfernfahrt nach New York. Mit an Bord ist auch der Dieb, der sich inzwischen als berechnender Mörder entpuppte. Pendergast und Constance mischen sich unter die Passagiere der Britannia, um so die Reliquie und den Mörder ausfindig zu machen. Ein tödlicher Wettkampf gegen die Zeit beginnt. Und schon bald schlägt der Mörder erneut zu...

Kritik:
Die Erzählung beginnt gemütlich mit der Beschreibung der Lebensweise tibetischer Mönche. Wer den Charakter Aloysius Pendergast noch nicht kennt, wird mitten in die Geschehnisse hinein katapultiert. Neue Leser können nicht verstehen, wieso sich ein Special Agent in einem Kloster befindet. Der Grund dafür ist Inhalt des vorangegangenen Buches und für die restliche Story nicht wichtig. Man kann die Pendergast-Romane also auch in beliebiger Reihenfolge lesen.

Der Schreibstil ist anfangs recht ausschmückend und weitschweifig. Die Geschichte kommt jedoch spätestens auf dem Kreuzfahrtschiff in Schwung und entwickelt sich von da an zu einem rasanten Thriller. Mich hat der Kontrast zwischen dem Kloster-Teil des Buches und dem Schiff-Teil sehr fasziniert. Vielleicht hat der eine Autor den ersten und der andere Autor den restlichen Teil geschrieben. Jedenfalls treffen innerhalb des Buches zwei komplett unterschiedliche Welten aufeinander, die auch in einem anderen Schreibstil erzählt werden. Ungewöhnlich und Faszinierend! Sowohl das Mönch-Leben als auch das Luxus-Leben wird gut beschrieben und ist anscheinend ausführlich recherchiert worden. Man bemerkt das Interesse der Autoren für die Lebensweise und die Reliquien aus anderen Kulturen.

Die Story von „Darkness“ ist durchweg spannend und kommt am Ende zu einem finalen Höhepunkt. Es geht dabei hauptsächlich um die Suche nach der geheimnisvollen Reliquie aus Tibet. Diese soll angeblich hochtödlich und dazu verwendet werden die Erde von allem „Übel“ der Menschheit zu reinigen, um einen Neuanfang zu ermöglichen. Dieses Element des Buches weist einen Hauch „Fantasy“ auf, der aber gut zur Atmosphäre des Thrillers passt. Mir gefallen solche weit hergeholten Mytery-Elemente allerdings weniger.

Als störend empfand ich ab und zu die Wortwahl der Übersetzung. So wurde „Constance“ beispielsweise ständig als „Mündel“ von Pendergast bezeichnet. Der Begriff ist nicht nur sehr irreführend, dem Leser wird leider auch nicht erklärt, wieso Constance das „Mündel“ von Pendergast ist. Einen Rückblick auf die vorangegangenen Bücher hätte ich mir an dieser Stelle schon gewünscht. Ein Satz zur Erklärung hätte gereicht. So konnte ich zwar die gesamte Geschichte ohne Einbuße genießen, aber diese kleine Frage bleibt für mich dennoch offen.

Der Thriller ist gut, aber nicht herausragend, geschrieben und sehr spannend. Der Leser bekommt interessante Einblicke in die Welten zwischen Kloster und Luxus-Liner. Wem Hintergrundwissen über die Charaktere wichtig ist, sollte die Pendergast-Romane in der richtigen Reihenfolge lesen.

20.08.2012 11:24:16
Tavalero

Darkness – Wettlauf mit der Zeit, ist ein Typischer Special Agent Pergast Roman. Wie immer muss Agent Pendergast einen mysteriösen Fall lösen. Leider haben es Douglas Preston und Lincoln Child, diesmal nicht geschafft die Qualität der anderen Romane zu erreichen. Zu viele Seiten scheinen nur geschrieben worden zu seinen, um die Seiten vollzukriegen. Auch ist der mystische Part der Geschichte, etwas zu mystisch geworden, aber das ist nur meine persönliche Meinung. Alles in allem ist Darkness – Wettlauf mit der Zeit, der bisher schwächste Pendergast Roman. Wenn es kein Pergast Roman gewesen wäre, hätte ich ihn nicht zu Ende gelesen.

03.03.2011 21:05:53
kjz

Der Band gehört nicht zu den Stärksten in der Pendergast-Reihe. Irgendwie hat man das Gefühl, dass die Autoren halt per Vertrag jedes Jahr einen neuen Thriller mit mindestens xxx Seiten abliefern müssen und deshalb auch manches strecken, um die Seiten zu füllen. Trotzdem (oder gerade wegen) dieser \'Verzögerungstaktik\' bleibt der Spannungsbogen erhalten, da haben Preston/Child als Autoren viel Erfahrung. Das Ende kam mir etwas abrupt, so als ob der Roman dann noch ganz schnell zum nächsten Publikationstermin fertiggestellt werden musste.

12.12.2010 03:57:30
Alexandra

Bis zu diesem achten Band habe ich die Romane von Preston/Child in einem Stück gelesen.
In allen Büchern tauchen "Klassiker" auf, hier das Thema der "Titanic" und auch "Der Untergang der Poseidon".
Als LeserIn erlebt man geradezu die Kreuzfahrt der "Britannia" mit, wunderbar der Einstieg und das Ende des Romans in Tibet.
Wie auch immer man die Geschichten von Preston/Child beurteilen mag, es wird NIE
langweilig!

23.09.2010 12:14:14
authorhans

Wenn ihr mich fragt, so glaube ich, hat das Autoren-Duo Preston-Child sein Pulver schon vor Jahren verschossen. DARKNESS ist sicherlich spannend und kurzweilig, doch hebt es sich nicht mehr vom "Durchschnitts- thriller" hervor wie ältere Werke wie RIPTIDE, MOUNT DRAGON oder auch RELIC. Was man den beiden aber nicht abstreiten kann ist, dass sie ihre Stories stets bis ins Detail recherchieren; so sind die Thriller von Preston-Child stets etwas für Lernwillig.

24.02.2010 17:31:17
Netha

Aufmerksam auf dieses Buch bin ich durch das schlichte aber für mich interessante Cover geworden. Eine Schiffsschraube auf dunklem Hintergrund. Ebenso durch Mundpropaganda von Freunden und Bekannten, die meinten, dass die beiden Schriftsteller einen sehr guten Schreibstil haben.
Und ich bin nicht enttäuscht worden.

Der Diebstahl eines Kultgegenstands aus einem tibetischen Kloster ist der Auslöser für einen neuen Fall von FBI-Special Agent Aloysius Pendergast.
Unterstützt wird der Serienheld von seinem Mündel Constance Greene. Hauptschauplatz der actionreichen Story ist der Luxusliner "Britannia", auf dem Passagiere und Besatzung im wahrsten Sinne dem Untergang geweiht sind. Hier kommen die Helden nämlich dem gestohlenen Gegenstand - einem mystisch-religiösen "Mandala" - auf die Spur und müssen ihr Leben riskieren, um nicht nur das Schiff, sondern gleich die ganze Welt vor dem Untergang zu retten.

Abgesehen von einer überflüssigen und in die Länge gezogenen Nebenhandlung um die Entlarvung von sogenannten "Kartenzählern" beim Blackjack, wird die Spannung Kapitel für Kapitel erhöht und der Leser in eine fesselnde Story gezogen. Die Protagonisten wurden mir sehr gut vorgestellt, sodass ich sie vor meinem inneren Auge sehen konnte. Bei den Orten war dies zwar nicht so der Fall, aber das hat mich nicht weiter gestört. Auch wenn am Ende nicht alle Fragen restlos geklärt werden, bleibt der Leser keineswegs enttäuscht zurück, ich habe mich sehr gut unterhalten mit diesem Werk.

Es kann nicht schaden, den Vorgänger "Maniac" zu kennen, wird an einigen Stellen in "Darkness" doch Bezug auf diesen Roman genommen. Unbedingt erforderlich ist es jedoch nicht.

Ein spannender, flüssig zu lesender Thriller.

Dieses Buch bekommt von mir vier von fünf Sternen.

25.01.2010 14:18:14
Kom_Ombo

Der Anfang des Buches ist sehr spannend geschrieben und man muss immer weiter lesen, weil man glaubt, nur so schnellstmöglich zu erfahren, was es mit allem auf sich hat.

Leider aber endete meine Lust auf dieses Buch kurz nach der Hälfte ... es zog sich irgendwie in die Länge und wurde viel zu merkwürdig, um glaubwürdig zu sein.

Ich mag die Schriftsteller und deren Hauptfigur "Agent Pendergast", aber alles bisher gelesenen Bücher von Preston & Child, haben mich mehr überzeugt, als dieses.

19.01.2010 20:14:22
Dalei Ich

An „Maniac“ kommt das Buch nicht heran. Vielschreiberei scheint sich auszubreiten. Das Thema ist top, doch ist die Umsetzung irgendwie nicht gelungen. Auch wenn man Constance Green und Agent Pendergast kennt, so hätte ich mir mehr persönliche Gespräche der beiden gewünscht. Man darf gespannt sein, wie es mit dem Baby des Mündels weitergeht.

17.02.2009 17:18:33
Todo

Na ja!
Ich kann mich den beiden Vorschreibern nicht so ganz anschließen.
Ich habe bisher alle Pendergast-Romane gelesen und muss sagen, der neueste hat mich auch wieder nicht vom Hocker gerissen.
Der Grundgedanke klingt vielversprechend und beginnt mit dem fernöstlichen Kloster wirklich gut. Danach flacht das Ganze aber deutlich ab und auch das Szenario mit dem Luxusliner wirkt unrund. Pendergast bietet nicht wirklich Neues und die Verknüpfung der Handlungsstränge gelingt nur mäßig.
Das Buch ist nicht schlecht, aber mehr wie 65% würde ich nicht geben.
Von der Qualität der ersten Pendergastromane wie "Relikt" und "Formula" sind die beiden ein ganzes Stück entfernt.
Die beiden Autoren werden immer mehr zu Vielschreibern und vernachlässigen Qualität und Innovation.

24.01.2009 18:41:04
Rinquinquin

Dieses Buch habe ich regelrecht gefressen. Die eigentliche Handlung - die Jungfernfahrt auf einem Luxusliner nach New York - und natürlich die mörderischen Aktivitäten Einzelner sind so interessant beschrieben, ich konnte kaum aufhören zu lesen. Eins zog das andere nach sich und man ist ständig gespannt, was noch passieren wird. Selbstverständlich gehört es bei den Autoren dazu, auch im Mystischen zu fischen, es hätte mich auch gewundert, wenn es hier nicht so gewesen wäre. Doch das gehört einfach auch zu Pendergast. Das Buch war für mich ein Genuss.

31.12.2008 11:35:49
Thomas71

Pod von endergast ist zurück... und wie... nach den Geschehnissen, die zum Tod von Diogenes Pendergast geführt haben, haben sich Aloysius und sein Mündel Constance Green in ein tibetisches Kloster zurückgezogen, in dem kurz vorher ein geheimnisvolles Objekt entwendet wurde. Pendergast macht sich auf die Jagd nach dem Dieb, während Constance im Kloster weiterermittelt. Nach einer kurzen Verfolgungsjagd, an deren Ende Pendergast die Leiche des Diebes, nicht aber das gestohlene Objekt, findet, treffen sich der FBI-Agent und sein Mündel in England wieder und schiffen sich auf dem größten Ozeankreuzer der Welt ein, weil der mutmassliche Mörder dieses Schiff als Fluchtmittel benutzt...
Wiedereinmal schafft es das amerikanische Autorenduo von der ersten Zeile an, seine Leserschaft zu fesseln. Die für Pendergast-Romane typische Mischung von Action, Spannung und Mystizismus zündet sofort. Besonders schön finde ich, dass die Rolle der Constance Greene im Vergleich zu den früheren Romanen deutlich ausgebaut wurde. Durch die weitgehende Eingrenzung der Handlung auf einen einzigen Schauplatz kommt es diesmal leider nicht zu Auftritten von liebgewonnenen Sidekicks wie Vincent D´Agosta und auch von den neu eingeführten Figuren hat leider keine das Format für einen weiteren Auftritt. Allerdings hat der tote Diogenes einen kleinen, aber wichtigen Gastauftritt in der Geschichte...
Wer Pendergast liebt, wird auch mit Darkness seine "helle" Freude haben, auch wenn das ein Widerspruch zu sein scheint. Neueinsteigern sei geraten, mit den früheren Abenteuern des eigenwilligen FBI-Agenten anzufangen...

29.12.2008 21:12:19
sue82

Von der ersten bis zur letzten Seite ist dieses Buch spannend. Als Leser fühlt man sich mittendrin und das Buch lässt sich nur sehr schwer aus der Hand legen und verschlingt es in kürzester Zeit.

Pendergast ist zurück und wieder in Höchstform egal ob am Schauplatz eines Mordes oder an einem BlackJack Tisch im Casino eines Kreuzfahrtschiffes.

Den Autoren gelingt es eine Brücke zu schlagen zwischen dem mysterischen und dem abenteuerlichen. Das gelingt so gut, das es einen bis auf die letzte Seite fesselt und man voller Ungeduld auf den neuen Band wartet.

27.12.2008 15:28:52
K.-G. Beck-Ewe

Nachdem mit “Maniac” die reiheninterne Trilogie um die Auseinandersetzung zwischen den beiden Pendergastbrüdern beendet wurde, sind Agent Pendergast und sein Mündel Constanze Greene rechtschaffen ausgelaugt und ziehen sich in ein abgelegenes tibetanisches Kloster zurück, in dem Agent Pendergast bereits einen Teil seiner persönlichen Ausbildung erfahren hat – und wo er für sich und für Constanze nach den Erfahrungen mit Diogenes nun Reinigung und Heilung erhofft.

Doch ganz so einfach soll es nicht kommen, denn im Rahmen der Umstrukturierungen nach dem Tod des letzten Lamas des Klosters ist ein geheimnisvolles Objekt – der Agozyen - ver-schwunden, ein Objekt, das der Legende nach das Ende der Menschheit herbeiführen kann. Es war in diesem Kloster aufbewahrt worden und auf unbekannte Art und Weise von einem ge-retteten Bergsteiger entwendet worden. Von den Mönchen bekommt Agent Pendergast den Auftrag, dieses Objekt – von dem niemand wirklich weiß, wie es aussieht und was es ist – wieder zu finden und ins Kloster zurück zu bringen.

Nach einer ziemlich zügigen Verfolgung durch den Tibet nach China und schließlich nach Rom findet Agent Pendergast schließlich die Leiche des Diebes in einem Hotelzimmer und einen Hinweis darauf, dass der Agozyen sich bald zusammen mit seinem neuen Besitzer an Bord eines neuen Linienschiffs befinden wird, dass in nur wenigen Stunden von London aus seine Jungfernfahrt nach New York antreten wird. Im allerletzten Moment schaffen er und Constanze es, an Bord des Schiffs zu kommen und beginnen sofort mit der Suche nach dem Agozyen und seinen illegitimen neuen Eigner. Doch dieser hat das fragliche Objekt bereits in Augenschein genommen und dieses begonnen, seine unheilvolle Mission in der Welt zu erfüllen.

Die auf Luxus und Entspannung getrimmte Atlantiküberquerung entwickelt sich immer mehr zu einer schneller und schneller werdenden Geisterbahnfahrt durch ein sturmgepeitschtes Meer, während Agent Pendergast und sein unbekannter Gegner wie zwei Raubtiere im Schiff umeinander kreisen und zumindest Letzterer dabei sehr beeindruckende Kollateralschäden erzeugt.

Neben der eigentlichen Handlung, die sehr stark mystizistische Elemente beinhaltet, lernt man als Leserin oder Leser eine ganze Menge über das Leben und Arbeiten auf Linien- und Kreuz-fahrtschiffen und vor allen Dingen über die Bedingungen unter denen die ungesehen Bediensteten auf diesen Schiffen ihr Dasein fristen. Was eigentlich ein gutes Argument dafür darstellt, auf solchen Schiffen nicht mitzufahren.

Die Geschichte selbst ist nicht ganz abgeschlossen, weil einige Handlungslinien am Ende – auf der letzten Seite – erst angeschnitten werden, so dass eine abschließende Beurteilung eigentlich erst nach dem Lesen des nächsten Bandes Sinn zu machen scheint, aber soweit ist dieser neue Handlungsbogen – wenn man Mystizismus nicht ganz ablehnt – durchaus interessant und weckt Interesse auf die Fortsetzung.