Die schwarze Seele des Sommers

Erschienen: Januar 2008

Bibliographische Angaben

  • Palermo: Sellerio, 2006, Titel: 'La vampa d'agosto', Originalsprache
  • Bergisch Gladbach: Lübbe Audio, 2008, Seiten: 4, Übersetzt: Gerd Wameling
  • Bergisch Gladbach: Bastei Lübbe, 2010, Seiten: 286, Übersetzt: Moshe Kahn

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Es ist August, die Sonne brennt, alle sind im Urlaub - bis auf Commissario Montalbano. Und nun soll er auch noch eine am Meer gelegene Villa suchen, weil Freunde aus dem Norden dort ihre Ferien verbringen wollen. Das ist schnell erledigt, alle sind zufrieden - bis zu dem Tag, an dem der Sohn der Urlauber plötzlich spurlos im Innern der Villa verschwindet. Als Montalbano sich auf die Suche begibt, stellt sich heraus, dass sich unter dem Fundament des Gebäudes ein zweites Haus befindet, von dessen Existenz niemand etwas wusste. Während der Junge bald wohlbehalten wiedergefunden wird, findet Montalbano die Leiche einer Frau, die seit sechs Jahren als vermisst gilt. Doch das ist erst der Anfang einer dunklen Reise in die Vergangenheit...

Die schwarze Seele des Sommers

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Letzte Kommentare:
30.03.2018 18:19:42
trafik

Das tolle an diesen Büchern ist die Beschreibung der Personen in Sizilien. Gemütlich, schlitzohrig, sympatisch und viele andere Eigenschaften einer Kleinstadt in Italien. Der Krimi selber hat mir diesmal nicht so ganz gefallen. Zuviele Leerläufe und eher langweilige Geschichten um ein Zwillingsschwesternpaar.
Aber trotzdem sind diese Krimis sehr guter Lesestoff für den Sommer.

30.08.2016 20:14:48
JoeRoberts

Grundsolider Krimi aus der empfehlenswerten Reihe um den sizilianischen Commissario Salvo Montalbano. In "Die schwarze Seele des Sommers" kommen Camilleris unbestrittenen Stärken als Erzähler zum Tragen, mit Humor und konstanten Seitenhieben auf das politische Klima in Italien wird auch dieser Fall um den vor vielen Jahren an einer jungen Frau begangenen Mord geschildert.

In manchen seiner Bücher gelingt es Camilleri besser zu kaschieren, dass seine Krimis oftmals eher Vehikel für seine von (beissender) Ironie und Altersmilde geprägten Sicht auf Italien und die Welt sind - der vorliegende Roman gehört in dieser Hinsicht eher zu den gelungeneren. Der Fall hat eine originelle Eröffnung (Montalbano findet die Leiche der jungen Frau in einem von ihm an Freunde vermittelten Ferienhaus und verschweigt dies seinen Freunden gegenüber), zeichnet sich durch zahlreiche Wendungen aus und hat - wie so oft bei Camilleri - ein gerechtes, wenn auch vielleicht nicht gesetzesgetreues Ende.

Kommt zwar nicht an fantastische Vorgänger wie "Das kalte Lächeln des Meeres" oder "Der Hund aus Terrakotta" heran - es scheint so, dass er "nur" alle vier bis fünf Romanen zur Höchstform aufläuft - aber Camilleris liebenswürdig kauzigen und (nicht nur) kulinarisch unkorrumpierbaren Commissario zu folgen, bereitet auch dieses Mal wieder kurzweiligen Lesespaß.

20.08.2012 16:55:20
Margie

Camilleri vermag einem wirklich die Mentalität der Sizilianer zu vermitteln. Der Krimi beginnt harmlos, die dazwischen eingefügten Rezepte sind sehr verführerisch und regen zum Nachahmen an.
Die Spannung wird langsam aufgebaut und langsam gesteigert. Man kann sich das Ferienhaus wirklich vorstellen. Dass es dann wirklich eine Zwillingsschwester gibt, die ihn so in ihren Bann zieht ist eine zusätzliche Steigerung. Absolut lesenswert!

31.07.2010 00:32:50
loewenschreck

Uff!! Ich habe nicht "gelesen", sondern die Hörfassung mit dem Schauspieler Gerd Wameling "verschlungen"! Unglaublich,wie er mit verstellten Stimmen den zahlreichen Figuren "Leben verleiht"! Spannung pur ... mit einem Hauch von skurrilem Humor und sizilianischen Spezialitäten! Sehr zu empfehlen . Warnung: kann "süchtig machen"!