Krimi-Sommer:
Lesetipps der Redaktion

Heiße Buchtipps für den Urlaubskoffer

Die Urlaubs- und Reisezeit steht an. Egal wo es hingeht - ob an den Strand, in die Berge, auf den Campingplatz am See, auf große Kreuzfahrt oder einen kleinen Städtetrip – ein gutes Buch darf natürlich nicht fehlen, oder?

Wir haben uns in der Redaktion umgehört und gefragt: "Welcher Krimi kommt bei dir in diesem Sommer in den Urlaubskoffer?" Auf dieser Seite findet ihr unsere ausgewählten Krimi-Lesetipps für die heißen Tage. Welches Buch nehmt ihr mit? Welchen Krimi oder Thriller würdet ihr euren Freunden und Bekannten empfehlen? Wir freuen uns auf Eure persönlichen Lesetipps im Forum.

Michael Drewniok

packt in seinen Koffer:

"Der Inselcop von L. A." von Michael Connelly: Die Insel Santa Catalina vor der kalifornischen Küste der USA wird in den Sommermonaten von Touristen förmlich gestürmt. Detective Sergeant Stilwell von der Inselpolizei bekommt es außerdem mit Mord und Verschwörung zu tun: Klassischer Polizei-Krimi vor Urlaubskulisse, sauber geplottet und längenfrei erzählt - das Werk eines wahren Autorenprofis, der mit diesem Roman eine neue Serie einleitet.

"Mord an der Riviera" von John Bude: Detective Inspector Meredith von Scotland Yard verfolgt an der französischen Côte d'Azur einen aus England geflohenen und nun hier tätigen Banknotenfälscher. Darüber hinaus kommt es zu einem ‚unmöglichen‘ Mord, der den Kriminalisten in seinem 16. Fall fordert: Aus der „guten, alten Zeit“ (1952) stammender und alle beliebten Konventionen und Klischees des ‚gemütlichen‘ britischen Rätselkrimis aufbietender Roman; vielleicht kein Klassiker, aber unterhaltsam.

"Der Tod wartetvon Agatha Christie: Auch in einst exotischer Umgebung - hier ist es das noch englisch kontrollierte Palästina und Jordanien vor dem Zweiten Weltkrieg - wahrt Meisterdetektiv Hercule Poirot nicht nur die Form, sondern behält im Fall eines Mordes, den nur ein Mitglied der kleinen Reisegesellschaft begangen haben kann, die Übersicht: Die berühmte Autorin kannte sich vor Ort aus und schuf einen ihrer großen spannenden Rätselkrimis, der die Vergangenheit auf mehreren Ebenen aufleben lässt.

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Monika Wenger

packt in ihren Koffer:

"Die Medici-Morde" von David Hewson: Die Lektüre dieser mit viel Lokalkolorit gespickten Geschichte erfordert Präsenz. Nicht nur wegen der vielen verschachtelten Sätze. Auch wegen der vielen Details der Medici-Morde. Sie begleiten die eigentliche Handlung, die Mordermittlung und gleichzeitig ist der Roman eine Stadtführung durch Venedig.

"Eine vorbildliche Tochter" von Federico Axat: Federico Axat ist eine überraschende Entdeckung und sein Psychothriller überzeugt. Gewieft baut er ein Netz aus Lügen und Intrigen auf und zeigt die Macht der Manipulation – sowohl im Elternhaus als auch im Umfeld einzelner Personen.  

"Die Witwe" von Helen Flood: Es sind vor allem die psychologischen Elemente, welche den Roman ausmachen. Dieses Nebulöse, ohne dass man als Leser genau weiss, was Fakt ist und wohin das Ganze führen wird. Einerseits ist es ein Familiendrama und andererseits ein Kriminalfall. 

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Thomas Gisbertz

packt in seinen Koffer:

"Happy birthday, Türke" von Jakob Arjouni: Den zynischen Privatdetektiv Kemal Kayankaya bei seiner Mörderjagd durch das sommerlich heiße Frankfurt zu begleiten, ist ein unvergessliches Lesevergnügen. In seinem Hardboiled-Krimi von 1985 entlarvt Arjouni mit einem tiefenscharfen Blick gesellschaftskritische Themen wie Rassismus, Migration und Vorurteile und begegnet ihnen mit viel Sarkasmus, Wortwitz und pointierten Dialogen. Sein lebendiger, schnörkelloser Schreibstil lässt Gewalt ebenso authentisch erscheinen wie seine tiefgründigen Figuren. Ein wunderbarer Roman eines herausragenden Autors, den man einfach gelesen haben muss.

"Heaven`s Gate" von Daniel Faßbender: Ein Kriminalroman wie gemacht für den Sommer. Lehnen Sie sich zurück und lassen Sie die Handlung des Romans wie einen sonnigen Tag auf Surogao einfach auf sich zukommen, während sich der surfende Privatdetektiv Caruso auf die Suche nach einem jungen Mann macht. Faßbender nimmt den Leser mit auf eine temporeiche, ungewöhnliche Verbrecherjagd vor einer atemberaubenden Kulisse. Beste Unterhaltung ist garantiert.

"Die Toten von Marnow" von Holger Karsten Schmidt: Gluthitze, eine brutale Mordserie, ein Hamburger Pharmakonzern, eine Klinik in Mecklenburg-Vorpommern und alte politische Seilschaften. Das sind die Zutaten für einen extrem temporeichen, spannenden, aber auch emotionalen und tiefgründigen Kriminalroman, wie ihn nur Holger Karsten Schmidt schreiben kann. Der Autor entwirft ein wunderbares Kopfkino, wenn sich das Ermittlerduo rund um das idyllische Marnow an der Mecklenburgischen Seenplatte während des Jahrhundertsommers 2003 auf Verbrecherjagd begibt.

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Sabine Bongenberg

packt in ihren Koffer:

"The Bodies" von Sam Lloyd: Ich habe bisher von Sam Lloyd die Romane „Der Mädchenwald“, „Sturmopfer“ und „Sie sieht, was du tust“ gelesen und ich kenne kaum Thriller, die seinen Romanen im Hinblick auf Spannung - aber auch auf Gefühl - das Wasser reichen können. Der Roman „The Bodies“ ist bisher noch nicht in deutscher Sprache erschienen. Gut, dass ich ihn auch auf Englisch lesen und verstehen kann...

"The white crow" von Michael Robotham: Robotham ist einer der wenigen, der genauso gute Thriller wie Lloyd schreiben kann. Ich hatte seine Heldin Philomena McCarthy bereits in dem spannenden Roman „Wenn du mir gehörst“ kennengelernt und war von ihr begeistert. „Die weiße Krähe“ gibt es auch auf Deutsch, aber ich möchte in englischer Sprache lesen.  

"From a far and lovely Country" von Alexander McCall Smith: Seit meiner ersten Afrika-Reise ist sie immer dabei: Precious Ramotswe, erste weibliche Detektivin Botsuanas und ihre manchmal eigenwilligen Unterstützer. Wenn andere in Sachen Mord und Totschlag ermitteln, sucht sie manchmal nur nach der Lösung für das Rätsel der Kürbisse, die immer wieder an ihrer Haustüre auftauchen. Ich finde die Bücher bezaubernd. Einige wurden auch in die deutsche Sprache übersetzt. Das Neueste, das ich gefunden habe, ist der Roman „Schweres Erbe für Mma Ramotswe“ erschienen im März 2014 vom Heyne Verlag. 

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André C. Schmechta

packt in seinen Koffer:

"Der Tod auf dem Nil" von Agatha Christie: Ein Klassiker, den ich insbesondere durch die wunderbare Verfilmung mit Peter Ustinov in der Rolle des Hercule Poirot ins Herz geschlossen habe. Der atmosphärische und clever erzählte Whodunit ist immer wieder lesens- (und sehens-)wert. Die "Queen of Crime" wählt einen Raddampfer, während seiner Fahrt auf Afrikas berüchtigtem Wasserweg, als Schauplatz eines Verbrechens.

"Die Yakuza-Prinzessin" von Akira Otani: Der im Juli erschienende Thriller hat bereits erste internationale Preise eingheimst. Die eigentlich durch Kurzgeschichten und Videospiele bekannt gewordene japanische Autorin schickt in ihrem Roman-Erstling zwei Frauen in einen brutalen Kampf. Ich bin sehr neugierig auf Setting und Plot, hoffe dabei dass Akira Otani nicht nur rau und blutig vorgeht, sondern auch eine emotional aufgeladene Atmosphäre mit starken Figuren schafft.

"Die Hitze" von Jane Harper: Das Debut der australischen Autorin hat international für viel Aufsehen gesorgt und liegt schon länger auf meinem Bücherstapel. Ihr Thriller spielt während einer extremen Dürre, welche das ländliche Städtchen Kiewarra heimsucht und der Bevölkerung zu schaffen macht. Eines Tages wird eine Farmerfamilie erschossen aufgefunden. Auch auf der Krimi-Couch hat das Werk eine stattliche Gradzahl erreicht. Vielleicht hebe ich mir "Die Hitze" doch lieber für einen eiskalten Winter auf? 

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Karsten Kloß

packt in seinen Koffer:

"Sommerfeldt Solo" von Klaus-Peter Wolf: Der Auftakt der neuen Sommerfeldt Reihe. Schon seit Jahren sind die Sommerfeldt Romane von Klaus-Peter Wolf ein fester Bestandteil meines Sommerurlaubs an der See. Seit dem mehr als schockierenden Ende des letzten Bands von „Ein mörderisches Paar“ bin ich gespannt, wie es weitergehen wird um den Arzt, der keiner ist.  

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Fotos: istock.com / Sasithorn Phuapankasemsuk

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