Eine Reise nach Genf

Erschienen: Januar 1993

Bibliographische Angaben

  • München: Goldmann, 1993, Seiten: 250, Originalsprache
  • München: Goldmann, 2001, Seiten: 250, Originalsprache
  • Hillesheim: KBV, 2017, Seiten: 281, Originalsprache

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In einem Genfer Hotel wird die Leiche eines bekannten deutschen Politikers gefunden. Sechs Jahre später sind die Hintergründe des Falls noch weitgehend ungeklärt. Dem in der Eifel lebenden Journalisten Siggi Baumeister lässt die Affäre keine Ruhe. Er reist nach Genf und sticht in ein Wespennest - und erfährt am eigenen Leib, dass der Tod des Politikers nicht die letzte Gewalttat sein soll...

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Letzte Kommentare:
05.07.2010 17:02:56
buecherleben

Der Politiker Waterman wurde 1987 tot in der Badewanne des Hotels Beau Rivage gefunden...war es Mord? Oder Selbstmord? Baumeister auf der großen internationalen Bühne!

"Eine Reise nach Genf" muss eigentlich ein wenig losgelöst aus der Baumeister Reihe betrachtet werden. Siggi ermittelt zwar in gewohnter Weise, jedoch wurde das (Früh-)werk Berndorfs geschrieben (4. Band), wo er selbst noch nicht ganz so genau wusste, welch erfolgreiche Serie er hier schreiben wird. Und das ist auch gut so.

Für mich einer der besten Bände aus der Reihe. Preutes Vorbild le Carré kommt hier durch und so entsteht ein echter Spionage/Politthriller, lange bevor Müller vom BND vom Autor kreiert worden ist. Das liegt aber auch mit Sicherheit am Fall der hier zu lösen ist und der jedem halbwegs politisch Interessierten bekannt vorkommen dürfte.
Dieser Politiker(Selbst-/mord) beschäftigt Kriminale, Detektive, Staatsanwaltschaft, Verschwörer,Presse uvm. noch heute. Baumeister rollt diesen Fall aus persönlichen Gründen wieder auf und reist nach Genf...

Neben der gewohnt guten und soliden Recherche ist Baumeister noch "unverbraucht" und einen Tick härter, rebellischer und schneller als in den späteren Bänden. Mehr Macho, mehr Tempo.

Die Geschichte hat aus meiner Sicht zwei sehr interessante Facetten:

1. die Story ist so real und stimmt -bis auf einige Namen- mit den tatsächlichen Ermittlungen und Begebenheiten überein

2. wie sehr sich die Figur Baumeister noch vom späteren (gereiften) Serienheld unterscheidet, auch wenn einige Grundsätze schon erkennbar sind. Vieles aber doch noch anders von ihm gesehen wird: so kann er sich überhaupt nicht vorstellen mit der Polizei zusammen zu arbeiten und will eigentlich alleine recherchieren, weil er das immer macht.
Wie alle Baumeister-Fans wissen, sind diese so später überhaupt nicht mehr zu finden und kehren sich ins Gegenteil.

Natürlich lässt der Autor dann im Laufe des Krimis seiner Fantasie immer mehr freien Lauf, aber auch hier sind genügend gängige Theorien zum (Selbst-)mord an Uwe Barschel zu finden.

Ein früher Höhepunkt der Baumeister-Serie, ein echtes Juwel. Siggi hat hier noch Ecken und Kanten und ein ungeschliffeneres Profil. Und es ist ein richtig großer Fall, den jeder kennt oder von gehört hat. Er bietet unendlich viele Verschwörungstheorien. Baumeister ermittelt ausserhalb seiner geliebten Eifel, ein Hochgenuß!

09.08.2009 20:42:04
RolfWamers

Barschel war dabei aus dem Ruder zu laufen. Er wusste Dinge, die man nur wissen darf, wenn man den Mund häöt. Ja, so könnte es gewesen sein. Wie in dem Buch über den Henker der Bundesrepublik stockt einem der Atem. Alles nur Phantasie ??

Spannend und gut erzählte Geschichte. Nur die schöne Stadt Genf wird arg gefleddert.

05.03.2007 12:32:13
thereader

Einfach top! Und sehr nahe an der Wahrheit...wenn man die neuesten Bücher liest die sich mit der Barschel Affäre befassen...

Siggi im Beau Rivage...klasse.

Weiter so!

28.12.2006 20:01:07
Swen Piper

Tja, da hat der gute alte Berndorf aber einen kräftigen Schluck aus der Barschel-Affären-Pulle genommen. Was mich recht überrascht, dass diesbezüglich überhaupt keine Erläuterungen in dem Buch zu finden sind. Trotz frappierender Übereinstimmungen mit dem Skandal des Ex-Ministerpräsidenten von Schleswig-Holstein gelingt es Berndorf, zu mindestens teilweise, den Leser an Buch zu fesseln.

31.01.2006 09:06:40
Eckhard Weber

Als absoluter "Eifel" - Fan, war
ich von diesem Buch etwas enttäuscht. Aber nur wegen den
"Kleinigkeiten".. die Katzen, die Nachbaren, das Leben auf dem Land; diese Beschreibungen sind in dem Buch leider etwas zu kurz gekommen. Die Handlung bzw. das Thema waren aber mal wieder sehr gut. ( Es ist das 16. Buch des Autors, das innerhalb von 1 Jahr gelesen habe ). Ich hoffe es folgen weitere.

17.05.2004 18:00:53
ina goedert

Dieses Buch ist eine sehr spannend erzählte Nachforschungsgeschichte mit einem tollen Ende der das Buch würdig abschließt.

25.09.2003 10:54:03
franz morgenschweis

die Anlehnung an die Eifel-Krimis ist sehr stark. Man erwartet es aber auch wenn man die Aufklärung des Falles durch Siggi Baumeister erwartet. Die Spannung steigt von Kapitel zu Kapitel.

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