Keines natürlichen Todes / Eines natürlichen Todes

Erschienen: Januar 1936

Bibliographische Angaben

  • London: Gollancz, 1927, Titel: 'Unnatural Death', Originalsprache
  • Wien; Leipzig: Tal, 1936, Titel: '... eines natürlichen Todes', Seiten: 220, Übersetzt: A. F. von Bringen
  • Berlin: Aufwärts, 1939, Titel: '... eines natürlichen Todes', Seiten: 96
  • Bern: Scherz, 1951, Titel: '... eines natürlichen Todes', Seiten: 191
  • Tübingen: Wunderlich, 1975, Titel: 'Keines natürlichen Todes', Seiten: 303, Übersetzt: Otto Bayer
  • Tübingen: Wunderlich, 1979, Titel: 'Keines natürlichen Todes', Seiten: 313, Übersetzt: Otto Bayer
  • Bern; München; Wien: Scherz, 1980, Titel: 'Eines natürlichen Todes', Seiten: 188
  • Reinbek bei Hamburg: Rowohlt, 1981, Titel: 'Keines natürlichen Todes', Seiten: 265, Übersetzt: Otto Bayer
  • Bern; München; Wien: Scherz, 1997, Titel: 'Eines natürlichen Todes', Seiten: 188
  • Reinbek bei Hamburg: Rowohlt, 2000, Titel: 'Keines natürlichen Todes', Seiten: 265, Übersetzt: Otto Bayer
  • Frankfurt am Main: Fischer, 2005, Titel: 'Eines natürlichen Todes', Seiten: 174, Übersetzt: Otto Bayer

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Lord Peter Wimsey untersucht den Tod der alten Dame. Herzversagen jedenfalls war es ganz sicher nicht...

Keines natürlichen Todes / Eines natürlichen Todes

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Letzte Kommentare:
13.12.2014 11:27:04
crispinfan

Nachdem mich die Krimi-Ladys öfters enttäuscht haben, ist „Unnatural Death“ meine erste Sayers-Lektüre, und ich frage mich, wie Übersetzer mit Lord Peters flapsigem Sprachgebrauch und mit dem Kalauer „roaming catholic“ (für „Roman catholic“) fertiggeworden sind.

Bei den meisten AutorInnen wäre die Story todlangweilig: Herzversagen einer alten Dame, bei dem nichts auf „Fremdeinwirkung“ deutet, wie auch beim späteren Tod ihres ehemaligen Hausmädchens. Aber der Leser weiß, dass in der Gattung Krimi ein Mord vorliegen muss, und je mehr sich die Verdachtsmomente häufen, je mehr Zeugen berichten, desto höher steigt die Spannung. Sogar, dass ich nach zwei Buchdritteln den größten Teil der Lösung ahnte, tat der Spannung der Geschehnisse keinen Abbruch!

Die Autorin füllt nämlich einen relativ simplen Plot mit Leben aus: etliche Szenenwechsel, neue Figuren und deren Erlebnisse, die immer aufwändigeren Tricks der gejagten Person, dazu eine gute Dosis „menschliche Wahrheiten“ und Humor. Elizabeth George schreibt im Vorwort (2003), Dorothy L. Sayers erzähle immer über eine komplexe Welt jenseits der unmittelbaren Krimihandlung. Und erzählerisch/stilistisch ist Frau Sayers tadellos.

Beispiel: Zum Zweck eines falschen Alibis braucht Sayers eine Zeugin, die für jemand Anderen alles tut; menschlich glaubhaft macht sie das durch einen großen interessanten Dialog über Freundschaft und Liebe – wobei Sayers sogar den deutschen Begriff „Schwärmerei“ gebraucht! Enttarnt wird dann diese Falschaussage recht plump, indem jemand rein zufällig den sog. Beichtspiegel der Zeugin findet; andererseits ist es für mich eines der witzigsten Kapitel, wenn sich Sayers über den altertümlichen Katholizismus so eines Sündenregisters mokiert und wenn die Finderin, eine extrem rechtschaffene Altjungfer, größte Nöte zwischen Wissbegierde und Gewissen ausficht.

Dabei wahrt die Autorin stets bestimmte Grenzen: Die Tricks von MörderIn bleiben gerade noch „wahrscheinlich“, die Figuren sind nicht nur skurril um der Skurrilität willen (wie in manchen Regionalkrimis), sondern entspringen einer ironischen Welt- und Lebenserfahrung (ausgenommen vielleicht Lord Peter und sein Hausstab, wofür sein Freund, der Inspektor, aber recht blass bzw. „nondescript“ erscheint.) Wenn die Autorin deshalb nie so anarchisch über die Stränge schlägt, wie das Crispin, Innes oder Carr zeitweise tun, kann man das als Vorteil oder als Nachteil werten.

Dass ich in anderen Sayers-Büchern Lord Peters Sippe kennenlernen muss, erscheint mir eher als Drohung. Lesen möchte ich sie nur auf die Garantie, dass sie mindestens so spannend und interessant sind wie „Unnatural Death“ – oder wie ein guter John Dickson Carr...

24.12.2007 14:07:48
sara Blum

Das Ende ist genial wie einfach und sehr moralisch. Ich liebe DL... Es hat sich gelohnt. Zuviel verraten wird nicht, aber ich kann sagen, dass er genial ist und auf jeden Fall gelesen werden muss.

05.07.2007 13:06:29
sara blum

also wirklich:


Gotobed - geh ins bett oder andere Namen bringen mich zum kichern ohne Ende. Das ist urkomisch, nicht?

lese es gerade, mal sehen wies endet...

11.04.2005 23:25:17
Ingrid

Miß Climpson, Bunter, auch der ehrenwerte Freddy ...
einfach hinreißend.
Aber man sollte wirklich alle D.L. bzw. Lord Peter-Bücher in chronologischer Reihenfolge lesen, sonst sind sie nur der halbe Spaß.

25.01.2005 22:12:09
Lucie

Von Anfang an spannend und intelligent geschrieben. Erstklassiger Cosy-Krimi, da gibt es nichts zu rütteln. Man mag das Buch gar nicht mehr weglegen, unbedingt empfehlenswert! Darf sich durchaus einem Vergleich mit Christie stellen.

03.10.2004 18:39:40
Alexander Theßeling

Der gute Elmar scheint keinerlei Gespür für den Reiz von englischen Krimis zu haben. Wenn ihm die Romane von Sayers nicht gefallen, dann soll er doch aufhören sie zu lesen. Für mich persönlich gehören die Romane dieser Schriftstellerin seit jaahren zu der Lektüre, die man immer wieder gern zur Hand nimmt, weil einem die handelnden Persoen schon zu guten Freunden geworden sind. (Natürlich nur die positiven Figuren.) (Pastor Venables zum Beispiel oder der Ehrenwerte Freddie Arbuthnot.)

10.09.2004 11:53:40
Liz

Herrliches Buch. Erstaunlich, dass Arni es als das schlechteste bezeichnet. Meiner Meinung nach ist es sehr stark. Die Verknüpfung mit der Rechtssituation in England, die Einführung von "Miss Climpson\'s Büro" und schlussendlich die überraschende Auflösung des "wie" und "wer" empfinde ich als äusserst gelungen!
Ich empfehle jedem Krimifan, die Kritik von Elmar (sorry aber "Meinung" trifft\'s nicht!) zu ignorieren und sich nicht um das Lesevergnügen zu bringen. Aber Achtung: Wimsey Krimis können süchtig machen!
Zum Abschluss noch eine Empfehlung an Elmar: meinst Du nicht, dass Du in diesem Forum fehl am Platz bist? Versuchs doch mal im literarischen Quartett wo es um elitäre Literatur geht. Du bist hier eindeutig unterfordert. Wir gehören zur unterklassigen Kaste von Freude-am-Lesen Menschen. Leider ist unser Intellekt ungenügend um ein "todlangweiliges" Buch zu lesen, nur damit man es danach in der Luft verbal zerreissen kann.
Un noch ein letzter Tip: Vor Gebrauch der "abschicken" Taste sollte man seinen eigenen schriftlichen Erguss nochmals durchlesen, die Tippfehler, bzw. Buchstabenverdreher sind doch peinlich für eine derart belesene Person.

04.07.2004 13:16:04
Elmar

Todlangweilig, noch öder als alle ihre anderen Bücher. Woher sayers ihre Repuattion hat, ist mir schleierhaft. Die angeblich so \'psychologischen\' Figurenporträts sind klischeehaft, die Dialoge mäandern ziellos dahin, ein Plot ist nichtmal ansatazweise erkennbar.

25.11.2003 12:15:17
Arni

Ich bin über die hohe Bewertung verblüfft. Ich empfand den Roman als ihren schlechtesten.

21.05.2003 16:26:56
nadja

ich finde das buch sehr gut!
nur zu empfehlen!
eine glatte 1!!!