Gnadenlos

Erschienen: Januar 1995

Bibliographische Angaben

  • New York: G.P. Putnam’s Sons, 1993, Titel: 'Without Remorse', Seiten: 639, Originalsprache
  • Hamburg: Hoffmann & Campe, 1995, Seiten: 750, Übersetzt: Ulli Benedikt
  • München: Heyne, 1996, Seiten: 876, Übersetzt: Ulli Benedikt
  • München: Goldmann, 2003, Seiten: 825, Übersetzt: Ulli Benedikt
  • Augsburg: Bechtermünz, 1999, Seiten: 748
  • München: Goldmann, 2008, Seiten: 825
  • München: Heyne, 2012, Seiten: 876

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John Kelly, ehemaliger US-Marine und Spezialist für riskante Missionen, erhält den Auftrag, amerikanische Geiseln aus Nordvietnam herauszuholen - eine beinahe aussichtslose Mission, zumal Kelly sich gerade durch einen privaten Rachefeldzug in Lebensgefahr gebracht hat. Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt, und der geringste Fehler könnte sein letzter sein...

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Letzte Kommentare:
12.06.2015 10:24:46
Edith

Ein sehr spannendes (Hör-)Buch, das einen immer wieder vor die Frage stellt, ob man Selbstjustiz tolerieren kann oder nicht. Mord als Rache? Mord, um die Gesellschaft vor kriminellen Subjekten zu schützen?

Auch der Konflikt USA - Vietnam wird entsprechend dargestellt: haben die Vietnamesen keine Streitkultur oder wehren sich sich nur gegen die Invasoren?

Dietmar Wunder ist meiner Ansicht nach einer der besten Sprecher - dennoch leidet meiner Ansicht nach das Hörbuch etwas darunter, dass Szenzenwechsel quasi ohne Punkt und Komma gesprochen werden. Man ist geanklich noch in der einen Szene - wundert sich, was da grad abgeht und kriegt erst zwei/drei Sätze später mit, dass man grad schon wieder auf der anderen Seite der Weltkugel ist.

Ich finde, wenn man ein Buch in ein Hörbuch umsetzt, müsste dem mehr Rechnung getragen werden, dass man Absätze nicht sehen kann!

09.06.2013 15:04:46
Eglfinger

Klappentext:

John Kelly, ehemaliger US-Marine und Spezialist für riskante Missionen, erhält den Auftrag, amerikanische Geiseln aus Nordvietnam herauszuholen – eine beinahe aussichtslose Mission, zumal Kelly sich gerade durch eine privaten Rachefeldzug in Lebensgefahr gebracht hat. Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt, und der geringste Fehler könnte sein letzter sein…

Inhalt:

John Kelly hat seine Ehefrau bei einem Autounfall verloren. Als er sich einige Monate später erneut verliebt stößt er auf einen Ring von Drogen- und Mädchenhändlern. Als er erfährt, was mit diesen jungen Mädchen angestellt wird, schwört er Rache. Er will den Ring auffliegen lassen und die Mädchen befreien. Doch auf einmal muss er nach Nordvietnam und eine Mission leiten, bei der es darum geht, bereits tot geglaubte US-Soldaten aus einem geheimen Gefängnis zu befreien.

Der Autor:

Thomas Leo Clancy Jr. (* 12. April 1947 in Baltimore, Maryland) ist ein US-amerikanischer Schriftsteller, der unter dem Namen Tom Clancy schreibt und besonders für seine Politthriller bekannt ist.

Clancy ist zudem Mitbesitzer eines Baseballteams, der Baltimore Orioles.

Thomas Leo Clancy Jr. wurde in Baltimore, Maryland geboren. Er besuchte die Loyola Blakefield Highschool in Towson, Maryland und schloss diese 1965 ab. Nach der Highschool wollte er zum Militär, fiel aber bei der Augenuntersuchung für das Reserve Officer Training Corps durch. Bevor er seinen ersten Roman veröffentlichte, leitete er einige Zeit lang eine unabhängige Versicherungsagentur, die dann von einer Gruppe von Investoren aufgekauft wurde. Clancy heiratete 1969 seine erste Frau Wanda. Die Ehe wurde 1999 geschieden. 1993 schloss er sich einer Investorengruppe an, die die Baseball-Mannschaft Baltimore Orioles kauften. 1998 wollte er außerdem die Minnesota Vikings kaufen, dieses scheiterte jedoch an der Kaufsumme.
Am 26. Juni 1999 heiratete er die Journalistin Alexandra Marie Llewellyn, die er 1997 kennenlernte. Alexandra ist die Tochter von J. Bruce Llewellyn, einem reichen amerikanischen Geschäftsmann, der Clancy mit dem ehemaligen US-Außenminister Colin Powell bekannt machte.
2008 wurden die Rechte an Tom Clancys Namen an den französischen Softwarehersteller Ubisoft verkauft. Dieser darf den Namen für seine Produkte verwenden.

Meine Meinung:

Bevor ich anfing, das Buch zu lesen, hatte ich ein wenig die Befürchtung, dass es vielleicht so trocken sein könnte, wie Bücher von Robert Ludlum oder Frederick Forsythe. Doch das hatte sich gleich nach wenigen Seiten erledigt. Der Schreibstil ist sehr flüssig und trotz der vielen Handlungsorten und Personen kommt man nicht durcheinander. Hinzu kommt, dass vieles sehr gut recherchiert ist und man noch einiges dazu lernt. Auch die Protagonisten sind sehr gut dargestellt und alle haben ihre eigene Persönlichkeit. Die Spannung wird von der ersten Seite aufrecht erhalten und immer wieder gibt es Wendungen, mit denen man nicht rechnen konnte. Man fiebert regelrecht mit den einzelnen Personen mit, so dass es mir manchmal schwer fiel, das Buch aus der Hand zu legen.

Mein Fazit:

Lesenswert und absolut empfehlenswert.

25.11.2012 15:55:23
Stefan83

Wer im Bereich der Spionage- und Politthriller nach literarischem Nachschub sucht, wird meistens recht schnell über den Namen Tom Clancy stolpern, der wohl wie kaum ein Zweiter dieses Genre in den 80er und 90er Jahren geprägt und mitbestimmt hat. Fast alle seine Romane haben sowohl die amerikanischen als auch die europäischen Bestsellerlisten gestürmt, Verfilmungen wie „Jagd auf Roter Oktober“ oder „Das Kartell“ sowie Dutzende PC-Spiel-Ableger sorgen dafür, dass er auch heute noch in aller Munde ist. Und das obwohl Clancy selbst in den vergangenen Jahrzehnten nur noch wenig zu Papier gebracht hat, was, gleich aus mehreren Gründen, nicht von wenigen deutschen Lesern begrüßt wurde. Denn Fakt ist: Clancys Romane sind ein steter Zankapfel und alles andere als unumstritten. Sein unverhohlener Militarismus und der oftmals überbordend pathetische Patriotismus stoßen mitunter bitter auf, die detailverliebten Beschreibungen von Waffengattungen, Militärhierarchien und Einsatzplanungen stehen im scharfen Kontrast zur der eher den Krieg ablehnenden Konkurrenz. Clancy ist ein Konservativer durch und durch. Wie sein Hauptprotagonist Jack Ryan ein Relikt des Kalten Krieges, das sich mit der neuen Situation in der Welt augenscheinlich nur schwer auseinandersetzen kann und will. Und das merkt man leider auch seinen neuesten Werken an.

„Gnadenlos“, im Original 1993 erschienen, ist einer der letzten guten Romane aus Clancys Feder. Und das nicht nur, weil sich der Autor hier (zumindest für seine Verhältnisse) mit dem Technik-Blabla weitestgehend zurückhält und sich auf die Zeichnung der Figuren besinnt. Tom Clancy zeigt in diesem Buch auch noch einmal, warum er, trotz stilistischer Mängel und zweifelhafter Gesinnung, zu den Besten seines Fachs gehört.

Im Mittelpunkt der Geschichte, welche in den frühen 70er Jahren und vorwiegend in Baltimore spielt, steht ein für Ryan-Fans alter Bekannter: John Clark, hier noch John Terence Kelly, hochdekorierter Ex-Navy-Seal und Vietnam-Veteran, der sich nach dem Unfalltod seiner Frau auf eine ehemals vom Militär besetzte Insel zurückgezogen hat und nur gelegentlich bei Unterwassersprengungen als Taucher aushilft, bis ihm ein neuer Auftrag angeboten wird. Gemeinsam mit einer ausgewählten Einheit von Soldaten soll er 20 in Nordvietnam gefangene US-Soldaten befreien, welche die Regierung, die die laufenden Friedensgespräche nicht gefährden will, offiziell bereits für tot erklärt hat. Für Kelly, der immer noch unter dem Verlust seiner Frau leidet, eine willkommene Aufgabe, die ihm zusätzlich durch eine neue Bekanntschaft versüßt wird. Pam, eine junge, drogenabhängige Prostituierte, ist in letzter Sekunde einem brutalen Zuhälter- und Drogenschmugglerring entkommen, und sucht nun Unterschlupf bei dem Einzelgänger. Doch das Glück der beiden währt nicht allzu lange. Beim Versuch Näheres über Pams Peiniger in Erfahrung zu bringen, wird die junge Frau entführt und brutal ermordet. Kelly überlebt schwer verletzt. Körperlich und seelisch angezählt hat er nun nur noch eins im Sinn: Rache.

In einem gnadenlosen Einmann-Feldzug rechnet er mit den Gangstern ab, während die Polizei ihm, auch dank korrupter Bullen, zusehends mehr auf die Spur kommt und auch der gefährliche Einsatz in Vietnam immer näher rückt …

Sind sonst die verzweigten Gänge Langleys oder die hellerleuchteten Büros des Weißen Hauses die Bühne der Clancy-Romane, zeigt „Gnadenlos“ erstmalig die Schattenseiten der Vereinigten Staaten. Und ganz im Gegensatz zum Vorzeigepatrioten und Saubermann Jack Ryan, dessen Gutmenschentum besonders in den letzten Werken kaum mehr erträglich war, begegnet uns mit John Kelly eine Figur, die weit glaubhafter daherkommt. Bereits in jungen Jahren auf Gehorsam gedrillt, muss sich eine bis hierhin regimetreue menschliche Waffe plötzlich mit den Fehlern des Systems auseinandersetzen. Erstmalig sieht er Armut, Gewalt und Korruption aus erster Hand, sieht er das Versagen des Lands, für das er getötet hat. Statt mit den üblichen politischen Ausnahmezuständen wird der Leser in „Gnadenlos“ mit einer sehr persönlichen Frage konfrontiert: Was würdest du tun, wenn alles, was du liebst, Dir auf grausame Art und Weise genommen wird – und du fähig wärst, es ihnen heimzuzahlen?

Tom Clancy hat es über weite (bei mehr als 800 Seiten auch manchmal zu weite) Strecken geschafft, das Thema Selbstjustiz zu behandeln ohne es zu glorifizieren. Kelly zweifelt zwar nie an dem was er tut, setzt sich aber immer wieder damit auseinander, versucht Mensch zu bleiben, während er unmenschliche Dinge tut, um der Gerechtigkeit zum Sieg zu verhelfen. Das er genau das letztlich nicht tut, zeigt sein Gegenspieler Emmet Ryan. Vater vom hier noch blutjungen Jack und Polizist bei der Mordkommission, der alles daran setzt, den geheimnisvollen Killer dingfest zu machen.

„Gnadenlos“ ist eine düstere, oftmals ekelerregend blutige und drastische Rachegeschichte, die an den vielen Schauplatzwechseln krankt, welche zwar die Essenz der Clancy-Romane bilden, hier aber unnötig das Tempo verschleppen. Neben dem rasanten, unheimlich packenden Alleingang Kellys fallen die anderen Handlungsstränge deutlich ab, wenngleich wir dabei einigen Personen begegnen, die später noch eine gewichtige Rollen zu spielen haben. Darunter Ryans-Mentor James Greer, Robert „Bob“ Ritter und der Agent „Cassius“. Für die Großstadtjagd hätte es aber all das nicht gebraucht. Ebenso wenig den Vietnam-Einsatz, der den eigentlichen roten Faden nicht wirklich voranbringt und einfach zu viele langatmige Passagen aufweist, um in den Bann zu ziehen. Wie immer meistert es Clancy dann aber hervorragend, das alles am Ende zu verknüpfen.

„Gnadenlos“ ist nicht nur der chronologisch erste Roman aus dem Ryan-Universum, sondern auch der beste Einstieg in die (Männer-)Welt von Tom Clancy. Wer bereits hier mit den vielen Figuren und Nebengeschichten überfordert ist, kann gleich die Finger von allen weiteren Büchern lassen.

16.10.2012 13:59:33
lalale

es ist ein guter typischer us thriller drogenkartelle und so weiter alles ist vorhanden eine brühwarme empfelung für jeden crime liebhaber .Die Geschichte ist in guter Struktur mit wechselnden Schauplätzen geschrieben. Zu keiner Zeit reisse der Spannungsfaden ab, wer Clancy schätzt, zumindest bis "Ehrenschuld", der muss dieses Buch gelesen haben.

28.12.2010 09:39:57
Cuxi058

Zwar ist dieses Clancy-Buch ein klassischer US-Thriller (Vietnam, Drogenkartelle, Heldenhaftigkeit müssen vorkommen); dennoch hat mich das Buch so gefesselt, dass ich zur Zeit das sechste Mal durch die Geschichte des jungen John Terrence Kelly (in späteren Clancy-Romanen wächst er in weitere Hauptrollen) durchpflüge.
Die Geschichte ist in guter Struktur mit wechselnden Schauplätzen geschrieben. Zu keiner Zeit reisse der Spannungsfaden ab, wer Clancy schätzt, zumindest bis "Ehrenschuld", der muss dieses Buch gelesen haben.

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