Ostfriesenfalle

Erschienen: Januar 2011

Bibliographische Angaben

  • Hamburg: Jumbo, 2011, Seiten: 3, Übersetzt: Klaus-Peter Wolf

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Lars Schafft
<a>Schluss mit der Idylle!</a>

Buch-Rezension von Lars Schafft Jul 2010

So lässt sich die Klippe "Regiokrimi" auch umschiffen: Man siedelt einen Teil der Handlung in einer internationalen Metropole an. New York hat sich dafür Klaus-Peter Wolf in seinem fünften Ostfriesenkrimi um Kommissarin Ann-Kathrin Klaasen ausgesucht. Aber keine Sorge: Fans der Serie müssen auf Kleinstädte, Inseln und Deiche nicht verzichten. Wolf bleibt seiner Linie treu.

Ostfriesenfalle beginnt am Big Apple. Klaasen und ihr Kollege wie Lebensgefährte Weller sind in mehr oder weniger geheimer Mission über den Großen Teich geflogen, um für ihren Chef eine Personalie zu verifizieren: In einem New Yorker Restaurant soll Markus Poppinga gesichtet worden sein – nur ist dieser seit Jahren tot und hängt als Diamant am Hals seiner Mutter.

Szenenwechsel, zurück an die Nordsee. Dort hält die Kollegen ein Autounfall mit Todesfolge auf Trab. Die junge Tote kann nicht identifiziert werden, ihre Spur führt die Ermittler aber bald in ein Haus eines großartigen Wissenschaftlers - der diese dort wohl über Jahre gefangen hielt. Tja, und dann ist da noch ein recht mysteriöser Krimineller namens "Terminator", der der Kripo einen gehörigen Strich durch die Rechnung machen will und vor keinem Mittel zurückschreckt...

Klaus-Peter Wolfs neuester Roman ist vielleicht einer seiner komplexesten der Ostfriesen-Reihe. Er springt von Kapitel zu Kapitel in Ort, Handlung und Erzählperspektive. Insbesondere jene Passagen, wo der "Terminator" (gleichwohl ein etwas unfreiwillig komischer Name) aus seiner Sicht erzählt, stechen auf bedrückende Art und Weise hervor. Worum es letztendlich in Ostfriesenfalle geht – das Klonen von Menschen – bleibt so über fast die Hälfte des Buches im Unklaren, wodurch Wolf es aber gelingt, die Spannung kontinuierlich aufzubauen. Und da Wolf sein Handwerk schlicht und einfach sehr gut beherrscht, führt er alle losen Fäden gekonnt zusammen.

Jedoch muss die Frage erlaubt sein: Ist das nicht alles too much? Bombenexplosionen, Geiselnahmen, das Klonen von Menschen und ein Berufskiller, der sich auch noch "Terminator" nennt, ein krasser Showdown mit allem Drum und Dran – das alles im so beschaulichen Ostfriesland? Hier kreischen die Möwen, dort fliegt ein Wohnhaus in die Luft, hier wird eine Torte in den Ofen geschoben, nebenan eine Frau vergewaltigt. Gerade diese Kontraste machen Ostfriesenfalle aus und belehren den Leser eines besseren, der einen gemütlichen, nicht sonderlich belastenden Krimi zum Tee mit Klüntjes erwartet hatte.

Vielmehr erinnert Klaus-Peter Wolf mit seiner Erzählweise, der Beschreibung der oftmals aufreibenden Polizeiarbeit en detail und der privaten Missstände der Polizisten und dem Einbruch der "großen" Kriminalität in die Idylle an Henning Mankells Wallander-Romane – Ystad und Schonen sind ja nun ebenfalls nicht gerade urban. Womit sich die Frage nach Regiokrimi erübrigt.

Wolf kennt sein Metier und sein Revier - und Menschen. Gerade deswegen ist Ostfriesenfalle nicht nur für Liebhaber von Klaasen & Co., sondern auch für Einsteiger mit einem kleinen Faible für das Norddeutsche eine überdurchschnittlich fesselnde wie oftmals auch dank Wolfs Sicht des Außenstehenden auf Marotten und Eigenarten der Friesen vergnügliche Lektüre, in der weder Action noch Zoten und Pointen fehlen.

Ostfriesenfalle

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Letzte Kommentare:
12.04.2018 15:49:32
Gabyquer

Ich bin auch von diesem Fall, der nun sogar nach New York ausschweift begeistert. Es geht schon soweit, dass ich beim Familien- Kaffeetrinken meine Tante, Cousine und Freundin von den Ostfriesenkrimis vorgeschwärmt und angesteckt habe. Ich finde mit Klamauk hat das ganze nichts zu tun. Für mich gehört es dazu. Wenn es nicht so witzig geschrieben wäre, würde mir glaube ich was fehlen. Die Fälle so spannend und ich kann mich nur wiederholen: ich kann die Bücher schwer aus der Hand legen. Von mir gibt es ebenso eine klare Leseempfehlung !!

26.02.2016 23:04:30
Kasia

Ein halbes Jahr VOR meinem ersten Ostfrieslandurlaub bekam ich mein erstes Klaus-Peter-Wolf-Buch geschenkt, welches ich ein halbes Jahr NACH meinem Urlaub erst gelesen habe und festgestellt habe, dass ich in Norddeich und Norden gewesen bin und die gleichen Bäckereien und Cafés wie die Kommissare besucht habe. Nun lese ich "Ostfriesenfalle" und stelle fest, dass die Kommissare in New York in genau das gleiche Hotel eingecheckt haben, wie ich vor einigen Jahren... Ich weiß, interessiert an dieser Stelle vermutlich keinen, aber mich motiviert es unheimlich, weitere Bücher von Klaus-Peter Wolf zu lesen, um ggf. andere Parallelen festzustellen :-)
Auch wenn das Thema vielleicht ein wenig "phantastisch" daher kommt, finde ich nicht, im Gegensatz zu einigen meiner Vorkommentatoren, dass es zu überzogen oder klamaukartig rüberkommt. Überhaupt nicht. Ich finde, dass die Geschichte ziemlich gut erzählt wird und ob es so etwas nicht in der Realität gibt, das würde ich nicht beschwören wollen!
Die Geschichte von Ann-Kathrin und Frank interessiert mich. Auch die anderen Charaktere lerne ich mit jedem weiteren Buch, welches ich lese immer besser kennen. Und ich mag sie alle irgendwie!
Von mir gibt es an dieser Stelle eine klare Leseempfehlung. Ich freue mich auf weitere Bücher von Klaus-Peter Wolf!!!

28.10.2015 11:40:30
rolandreis

In Ann Kathrin Klaasen's fünften Fall kam sie einer Organisation, die Menschenklone als Ersatzteillager für anfällige Reiche herstellte, auf die Schliche. Schaf Dolly kennen wir ja alle, aber das war dann doch ein wenig weit hergeholt für einen Krimi. In diesem Buch fand ich einiges überzogen, zum Beispiel sind teilweise die Handlungen der Charaktere nicht immer nachvollziehbar. Auch stört mich das Ende. Dachte ich im vierten Fall noch, dass wäre eventuell ein Cliffhanger für Band 5, so stellte ich diesmal fest, dass dem nicht so ist. Anscheinend ist das Wolf's Stil, die Enden so abrupt abzuschließen. In Summe begeisterte mich dieses Buch nur mäßig.

06.10.2014 21:51:22
Oliver Schmidt

Von Ostfriesenangst war ich enttäuscht. Aber ich wollte Wolf noch eine Chance geben! habe Ostfriesenfalle gelesen - und es nicht bereut! Buch hat mich sehr gefesselt, bin zügig durchgekommen und hab die Portion Unglaubwürdigkeit in Sachen Klonen, die es da sicher geben mag, gerne in Kauf genommen...zumal sie aufzeigt, was vielleicht noch eines Tages da alles auf uns zukommen könnte.
Fazit: Ich werde bald meinen Wolf-Hattrick angehen!

25.08.2014 12:35:00
Volker Grafe

Das ist nun wirklich Klamauk hoch 3. Passt als Fortsetzungsroman in die BILD-Zeitung.
Kann diesen Autor nicht mehr ernst nehmen.
Wenn ich wirklich Kurioses lesen will, dann lese ich gleich Kommissar Wolf und Mamma Carlotta.
Hatte gedacht, nachdem die Historie um ihren Vater "gelöst" war, wird es etwas normaler - aber weit gefehlt. Dieser Autor wird erst einmal in die Ecke gestellt.

22.07.2014 20:59:52
Schnippi

Wieder spannend, packend und flüssig geschrieben. Es kommt keine Langeweile auf.
Auch wenn die Geschichte weit hergeholt scheint, fesselt sie bis zum Schluss.
Die einzelnen Charaktere sind wieder (wenn auch überspitzt) gut beschrieben.
Man kann sich in ihr tun und denken gut hinein versetzen, auch wenn man zwischendurch denkt, solche Menschen gäbe es nicht. "Es gibt nichts, was es nicht gibt".
Kurzweilige und fesselnde Literatur --- der nächste Fall wartet schon auf mich.

04.05.2012 11:27:22
Su Ellen

Klaus-Peter Wolf erzählt gesellschaftlich relevante Stoffe und manchmal geht er dabei sehr weit. Ob seine beschreibung von Zuständen sich als unrealistisch oder visionär entuppen wird, steht noch lange nicht fest. Jedenfalls konfrontiert er seine Leser mit Fragestellungen statt Antworten zu geben. Ich liebe diese Kriminalromane. Sie machen eindeutig süchtig.

30.04.2012 13:41:08
Pam

Als Friesin hoffe ich, dass sich nicht alle durchgeknallten Psychos in Ostfriesland vereinigen.
Als Frau weiß ich nicht, ob ich der Beziehung von Ann-Kathrin und Frank eine Zukunft gebe. Irgendwie geht sie zu sehr ihre Wege und er dackelt ihr nach wie ein kleiner Hund. Verwechselt er da Bewunderung mit Liebe?
Ich bin gespannt auf den sechsten Fall. Vielleicht ist er ja etwas realistischer!

19.03.2012 18:01:18
tom_ate

Den positiven Meinungen meiner Vorschreiber kann ich mich nicht anschließen.

Wahrscheinlich liegt es auch daran, dass ich nicht gelesen, sondern das Hörbuch gehört habe. Da die Geschichte auf "nur" drei CDs gekürzt wurde, sind mit ziemlicher Sicherheit wichtige Textpassagen unter den Tisch gefallen.

In keinem der bisherigen Ostfriesen-Krimis von Klaus-Peter Wolf ist mir das so krass aufgefallen.

So gibt es zu Beginn einen "Terminator", der seine Feinde weltweit in 24 Stunden aufspürt. Als der Super-Killer gebraucht wird kommt er nicht. Sang- und klanglos ist er von der Bildfläche verschwunden.

Der Plot ist überladen, unrealistisch und gerade im normalen Polizeialltag unglaubhaft.

Ann Kathrin Klaasen und Frank Weller sind nicht aus dem Holz geschnitzt, aus dem Weltenretter à la James Bond und Superman gebastelt werden.

Ich hoffe, die neue "Ostfriesenangst" ist wieder ein solider und sachlicher Krimi.

28.02.2012 22:09:29
Niculina Kamber

Dieses Buch ist spannend geschrieben. Es ist interessant und man kommt sehr gut draus. Man hat das Gefühl, dass man Jede/r kennt. Man ist beim lesen nicht verwirrt.
Dieses Buch ist sehr Empfehlenswert.
Ich habe auch schon alle anderen Ostfriesen-Bücher gelesen. Das waren die besten Krimis die ich je gelesen habe.

31.08.2011 10:59:11
Mike

Ich habe alle Ostfriueslandkrimis von Klaus-Peter Wolf gelesen und Ostfriesenfalle ist meiner Meinung nach sein bestes Buch. Ein großes Thema, gut recherchiert, unterhaltsam und spannend erzählt, ach was sage ich, spannend?
Das ist ein Hochgenuß. Echte Spannungsliteratur mit literarischem Anspruch und Tiefgang. Da gibt es keine flachen Charakteren, nach kurzer Zeit glaubt man, die Personen wirkliuch zu kennen. Ixch erwarte mit Sehnsucht den nächsten...

23.08.2011 14:12:34
jenta

Durch Zufall bin ich auf den ersten Band dieser Reihe gestoßen und habe innerhalb kürzester Zeit alle bisher erschienen Bücher um Ann Kathrin Klaasen verschlungen. Leider bin ich zunehmend enttäuscht. Zwar werden die Orte in Ostfriesland und Umgebung liebevoll beschrieben und, da ich selber aus Ostfriesland komme, fühle mich ein bisschen zu Hause, doch leider entwickeln sich die Hauptakteure nicht weiter. Sie bleiben stehen, wo sie auch schon im ersten Band waren, sie lernen nicht, scheinen gar nicht mehr mit dem, was vorher geschehen ist, verbunden zu sein. Auch stimmen Ereignisse aus der Vergangenheit nicht über ein, mal ist Ann Kathrins Vater erschossen worden, als sie 15 war, dann hat er seinen Enkel noch kennen gelernt (der ist erst 14) und mit dem vierjährigen Ostfriesentorte gegessen...Dazu kommt, dass man schon 100 Seiten vor dem Ende den Mörder kennt, nur muss er noch gefasst werden, es dreht sich nur noch darum, ob die Kommissare auch den Täter zu fassen bekommen. Das ist sehr langatmig beschrieben. Lieber möchte ich bis zum Schluss mitfiebern können, wer der Täter ist, nicht ob er gefasst wird.Dazu kommt, dass sich viele Aussagen und Ausdrücke immer wiederholen, den Verhörgang von Ann Kathrin Klaasen kennt man nun wirklich nach einer Erklärung, der muss nicht jedes ausführlich beschrieben werden, zumal sie erst ein Verhör durchgeführt hat, bei dem der Leser dabei war. Ständig muss sie ihre Probleme "eindeichen" und sämtliche Personen laufen wie eine "abgezogene Handgranate" durch die Gegend. Schade, da der Autor selbst in diesem Buch einer Akteurin, die als Krimifan beschrieben wird, die Worte in den Mund legt; sie möge nicht, wenn Autoren sich immer wiederholen.
Auch die Story an sich ist für das kleine Ostfriesland doch etwas zu groß und weit hergeholt.

23.08.2011 14:12:31
jenta

Durch Zufall bin ich auf den ersten Band dieser Reihe gestoßen und habe innerhalb kürzester Zeit alle bisher erschienen Bücher um Ann Kathrin Klaasen verschlungen. Leider bin ich zunehmend enttäuscht. Zwar werden die Orte in Ostfriesland und Umgebung liebevoll beschrieben und, da ich selber aus Ostfriesland komme, fühle mich ein bisschen zu Hause, doch leider entwickeln sich die Hauptakteure nicht weiter. Sie bleiben stehen, wo sie auch schon im ersten Band waren, sie lernen nicht, scheinen gar nicht mehr mit dem, was vorher geschehen ist, verbunden zu sein. Auch stimmen Ereignisse aus der Vergangenheit nicht über ein, mal ist Ann Kathrins Vater erschossen worden, als sie 15 war, dann hat er seinen Enkel noch kennen gelernt (der ist erst 14) und mit dem vierjährigen Ostfriesentorte gegessen...Dazu kommt, dass man schon 100 Seiten vor dem Ende den Mörder kennt, nur muss er noch gefasst werden, es dreht sich nur noch darum, ob die Kommissare auch den Täter zu fassen bekommen. Das ist sehr langatmig beschrieben. Lieber möchte ich bis zum Schluss mitfiebern können, wer der Täter ist, nicht ob er gefasst wird.Dazu kommt, dass sich viele Aussagen und Ausdrücke immer wiederholen, den Verhörgang von Ann Kathrin Klaasen kennt man nun wirklich nach einer Erklärung, der muss nicht jedes ausführlich beschrieben werden, zumal sie erst ein Verhör durchgeführt hat, bei dem der Leser dabei war. Ständig muss sie ihre Probleme "eindeichen" und sämtliche Personen laufen wie eine "abgezogene Handgranate" durch die Gegend. Schade, da der Autor selbst in diesem Buch einer Akteurin, die als Krimifan beschrieben wird, die Worte in den Mund legt; sie möge nicht, wenn Autoren sich immer wiederholen.
Auch die Story an sich ist für das kleine Ostfriesland doch etwas zu groß und weit hergeholt.

07.08.2011 19:11:36
MH

Bei „Ostfriesensünde“ hatte ich mich ja ausgiebig gewundert, dass es in Ostriesland so viele psychopathische Serienkiller gibt, jetzt, nachdem ich „Ostfriesenfalle“ gelesen habe, ist mir da einiges klarer geworden. Wenn der gewöhnliche Serienmörder unten rechts in Deutschland anfängt, sein Handwerk auszuüben, ist es eigentlich nur eine Frage der Zeit, wann er links oben, also in Ostfriesland ankommt. Wenn er dann in Norddeich auch noch die Fähre nach Juist oder Norderney verpasst, hat Ann Kathrin Klaasen natürlich leichtes Spiel (diejenigen, die die Fähre nicht verpassen, werden dann von Onno Tjaden erwischt). Der geneigte Leser merkt schon, dass ich trotz starker Bedenken auch Band 5 der Reihe gekauft und gelesen habe, ein Serientäter also. Auch „Ostfriesenfalle“ bietet wieder reichlich Serientaten, aber diesmal kommt es noch dicker. Diesmal verlassen wir den Bereich des wenigstens einigermaßen plausiblen und wenden uns dem Phantastischen zu, der Krimi mutiert zum Thriller. Ich hatte schon mal Werke dieser Art gelesen (geschenkte Bücher liest man ja anstandshalber), in denen in Schweden Leichen wieder lebendig werden (Lindquist) oder tiefgekühlte Vampire am Südpol aufgetaut werden (Masello). Hat mir nicht gefallen. Und jetzt auch noch Ähnliches in Ostfriesland. Der „Krimi“ beginnt mit einer abenteuerlichen Theorie, die zwar möglich, aber absolut unrealistisch ist und der Leser fragt sich die ganze Zeit, welche logische Erklärung sich hinter der Theorie verbirgt. Ähnlich dürfte es dem Auto beim Schreiben gegangen sein. Ihm ist aber nichts Plausibles eingefallen. Das Klonen von Menschen dürfte heute technisch möglich sein, im großen Stil geklonte Menschen als Ersatzteillager zu produzieren, erfordert aber einen großen Mitwisserkreis, der eine dauerhafte Geheimhaltung unmöglich macht (das ist auch der Haken an der Verschwörungstheorie, die NASA habe die Mondlandung im Studio gefilmt).
Den nächsten Osfriesenthriller, in dem die Außerfriesischen in ihrer fliegenden Teetasse in Norden landen und von der SOKO „Otto“ und Ann Kathrin Klaasen dingfest gemacht werden, werde ich mir schenken. Schade, weil ich die handelnden Personen eigentlich mag.

06.08.2011 19:02:51
Manfred Meyers

ich habe auch alle krimis dieser serie gelesen. die ostfriesenfalle hat mir nicht gefallen. eine abstruse geschichte mit völlig durchgeknallten charakteren: ruprecht spinnt, frank weller spinnt, prof. okupenko spinnt, frau speck spinnt, ubbo spinnt.
solche menschen gibt es nicht und so denken und funktionieren menschen auch nicht! schade, da fehlen dem autor wohl ideen aus dem wirklichen leben.

01.08.2011 18:03:47
Eviwunsch

Ostfriesenfalle war mein erster Wolf Roman -empfohlen von einer Freundin, die zu dem harten Kern seiner Fans zählt und sich jedes Buch vorbestellt, und gleich nach erscheinen liest.
Ich hatte einen spannenden Kriminalroman erwartet, aber bekommen habe ich viel mehr. "Ostfriesenfalle" ist sauber recherchiert, klar geschrieben und voller überraschender Wendungen. Nie geschieht das, was man erwartet. Die Personen sind so gut herausgearbeitet, dass man sie nach kurzer Zeit zu kennen glaubt. Überhaupt gefällt mir die psychologische Genauigkeit und Schärfe der Beobachtung.
Ich habe mir jetzt "Ostfriesenkiller" gekauft. Meine Freunden nennt das Buch ihre "Einstiegsdroge".

01.08.2011 11:30:45
schredder66

All die Lobhudeleien zu Klaus-Peter Wolf und seiner "Ostfriesenfalle" irritieren mich: Die "Ostfriesenfalle" war eine Falle!“Ostfriesenfalle” war das erste Buch, das ich von Klaus-Peter Wolf gelesen habe bzw. das ich aktuell lese – ich bin kurz vor dem Showdown. Ob es mein letztes Buch von Wolf sein wird? Keine Ahnung: Die nächste Buchbestellung wird keinen Titel von Herrn Wolf beinhalten.Ich hatte eine spannende bzw. spannend erzählte Geschichte erwartet. Trotz des durchaus interessanten und aktuellen Themas, bekam ich eine – in meinen Augen - mit Absurditäten gespickte und von wenig glaubwürdigen Charakteren getragene Story geboten.Spannung? Habe ich nicht erlesen können. Es gab durchaus einige spannend ge- und beschriebene Passagen, die mich gefesselt haben – aber es waren, bei insgesamt 448 Taschenbuchseiten, zu wenige solcher Lichtblicke.Harlan Coben´s „Von meinem Blut“ wartet mit einem sehr ähnlichen Thema auf – ja, es ist sogar noch etwas absurder und unglaubwürdiger als „Ostfriesenfalle“. Aber es ist sehr kurzweilig und spannend geschrieben – ein echter Pageturner.Wolf´s Schreibstil in „Ostfriesenfalle“ behagt mir nicht – ich hatte desöfteren den Eindruck, dass mein Lesefluss stockt, obwohl ich konzentriert las. Auch ausschweifende Beschreibungen nichtssagender bzw. mit der eigentlichen Geschichte nicht im Zusammenhang stehender Handlungen, finde ich ermüdend und ärgern mich. Ich muss z.B. nicht wissen, welche Zutaten man für eine Ostfriesentorte benötigt und wie sie zubereitet wird. Solche Info könnten meinetwegen im Anhang stehen.Leseempfehlung? Von mir leider nicht.

15.07.2011 11:04:27
Crimefreak

Fesselnd von der ersten bis zur letzten Minuten. Das war mein erster Krimi von Klaus-Peter Wolf. Er hat mich von der ersten bis zur letzten Minute gefesselt.eine Minute denkt man der ist der Täter im nächsten Augenblick denkt man, nein der. es ist klar geschrieben und dennoch verworren.

Ann Katrin Klaasen und Weller haben einen unverwechselbaren Charme. Die Ermittlungsmethoden von Klaasen sind klasse, ehrlich durch die Blume oder direkt.
Die Kulissen der Klaus-Peter Wolf Romane kann man sich bildlich vorstellen, da es sie in Wirklichkeit gibt.

Mein Fazit ein Krimi mit Suchtfaktor.

09.06.2011 15:14:35
Biggi-Ahlers

Ich habe alle Ostfriesenkrimis von Klaus-Peter Wolf gelesen, aber die "Ostfriesenfalle" ist für mich bisher das Sahnehäubchen !

Hier stimmt für mich einfach alles.
D.h. nicht, dass ich damit die anderen Krimis von ihm abwerten möchte. Auch diese hielten mich von Anfang bis Ende in steter Spannung. Aber ich konnte das Buch auch mal aus der Hand legen, ohne dass ich dann ganz hibbelig wurde, weil ich unbedingt wissen wollte, wie es weitergeht.

Ostfriesenfalle hat aber genau den Punkt bei mir getroffen. Atemlose Spannung bis zuletzt. Ich sass oft müde und unkonzentriert am Schreibtisch und wollte trotzdem nur eins: weiterlesen !

Die Rezensioln von Lars Schaft sagt eigentlich alles. Das kann ich besser mit meinen Worten gar nicht wiedergeben.

Und mir gefiel auch die Aussage von Martin Franz:
[...].ein autor der sich aber auch in die kleinste figur seiner romane reinkriegt -ein riecher für die kleinsten nebensächlichkeiten hat/obwohl es gibt bei ihm keine nebensächlichkeiten - weil alles das ganze puzzel ist und wenn der stein noch so klein um so feiner arbeitet er darann und wird immer pingeliger bis alles passt- ein autor der spaß auf seine neuen romane und prokekte macht. ein kreativer und bessesener von seiner arbeit aber der dabei das leben immer im mittelpunkt stellt all das machen seine romane aus[...]

So ist es !

Ich lebe selber in Ostfriesland. Zufällig sogar in der gleichen Stadt wie der von mir sehr geschätzte Autor und wenn ich Bücher von ihm lese, dann fühle ich mich noch mehr mit ihm ( bzw. seinen Protagonisten) und Ostfriesland verbunden.
Man kennt ja, wenn man dort lebt, fast jeden Stein und Stock und ich kann wirklich alles an Ort und Stelle nachschauen, nachempfinden, wenn mir danach sein sollte ;-)

Abschliessend möchte ich sagen, dass das Buch mich auch in Bezug auf die Thematik "klonen oder nicht" nachdenklich gemacht hat.

Und es sorgte schon für lebhafte Diskussionen im Freundeskreis.

Ein spannendes, nachdenklich machendes und interlektuell - ja, das meine ich wirklich so - ansprechendes Buch.
100 °

03.05.2011 15:11:55
Thommy191968

"Ostfriesenfalle" - ein weiterer toller Krimi von Klaus-Peter Wolf. Ich bin echt begeistert, wie es Wolf schafft, Situationen, Zusammenhänge und Menschen so zu beschreiben, dass sie wirken, als wären Sie aus einer "realen" Situation ausgeschnitten und in diesen Roman eingefügt worden. Aber genau das ist eine Stärke des Autors und macht ihn so lesenswert. Ann Kahrin Klaasen löst wieder einen Fall, der in einen aktuellen Mantel gehüllt und mitten aus dem Leben geschildert ist.
Auch in Süddeutschland kommt hier ein super Nordsee-Feeling auf! Danke Klaus-Peter Wolf für tolle Lesestunden. Ich freue mich schon jetzt auf die "Ostfriesenangst". 98 Grad für dieses tolle Werk - absolut lesenswert!

02.05.2011 14:29:41
blauauge

Für mich das beste Buch in der Serie um Ann Kathrin Klaasen!!
Rundum stimmig und nachvollziehbar.
Wieder einmal ist es Klaus-Peter Wolf gelungen, Szenarien zu beschreiben, die man fast nicht glauben kann, die aber Seite um Seite dichter werden, man kann sich ihnen nicht verschließen, obwohl man vieles gar nicht wissen möchte.
Und doch weiß man tief im Innersten:
GENAUSO ist der Mensch und möglicherweise könnte ich selbst so reagieren. . .
Das ist es, was den Reiz seiner Bücher ausmacht!

23.02.2011 18:12:04
Anja Röbbel

Habe alle Bücher der Ostfriesen-Serie gelesen und liebe sie !
Es gibt wenige Schrieftsteller die mich an ein Buch fesseln, Herr Wolf hat das bereits mit dem ersten Buch geschafft "Ostfriesenkiller"
Danach habe ich mir die Bücher Ostfriesenblut und Ostfriesengrab gekauft,auch wieder Meisterwerke! Dann mußte ich ein halbes Jahr warten und habe dem Erscheinungstermin von Ostfriesensünde entgegen gefiebert. Auch wieder ein Volltreffer. Das neue Buch Ostfriesenfalle lese ich zur Zeit und trauere der letzten Seite wieder entgegen, weil dann heißt es wieder warten bis das Neue kommt.
Ich kann nur sagen 100% Suchtpotenzial, ich bin schon süchtig!!
Danke für diese Bücher !!!Danke für viele schöne,spannende Stunden und die Flucht aus dem Alltag !

17.02.2011 22:10:46
Christiane34

Auch bei diesem Buch von Klaus-Peter Wolf wurde ich definitiv nicht enttäuscht. Ich habe das Buch in nur einem Tag durchgelesen.
Fasziniert bin ich immer wieder von den Details die die Charaktere glaubwürdig machen.
Details die den Plot erst zu dem werden lassen was er ist.
Vor allem aber kommen mir die Hauptfiguren vor als wenn ich sie kennen würde. Mit ganz viel Feingefühl beschreibt der Autor jeden noch so kleinen Charakterzug.
Vor allem die Kommissarin Ann Kathrin Klaasen ist mir ans Herz gewachsen, fast unvorstellbar das sie eigentlich nur eine Figur in einem Buch ist.
Zur Story: was so harmlos anfängt entwickelt sich zu einem unglaublichem Plot der einem den Atem stocken lässt.
Dank der Protagonisten und der tollen Story ein unglaublich spanendes Buch mit hohem Unterhaltungswert.
Das einzig schlechte, das nächste Buch von Klaus-Peter Wolf kommt erst wieder im nächsten Jahr.
Von mir: 99 °

17.02.2011 00:50:51
Martin Franz

klaus -peter wolf -ja was soll ich sagen.habe gefühlte 100 bücher von ihm gelesen und jedesmal dachte ich - genau martin jetzt liest du eins so etwas schreibt er nie wieder- und was passiert?immer wenn ich dann bei tallia oder krüger bin und wieder eine neuerscheinung von k.-p.w. in die hand halte-tja dann kann ich es kaumm schnell genug zur kasse schaffen /bezahlen und zu hause bei einer tasse kaffe /oder auch mal beim guten Pils -anfangen zu lesen.ein autor der sich aber auch in die kleinste figur seiner romane reinkriegt -ein riecher für die kleinsten nebensächlichkeiten hat/obwohl es gibt bei ihm keine nebensächlichkeiten - weil alles das ganze puzzel ist und wenn der stein noch so klein um so feiner arbeitet er darann und wird immer pingeliger bis alles passt- ein autor der spaß auf seine neuen romane und prokekte macht. ein kreativer und bessesener von seiner arbeit aber der dabei das leben immer im mittelpunkt stellt all das machen seine romane aus.man muß seine schreibweise einfach lieben.

16.02.2011 14:58:58
Gabi Omonsky

Obwohl am Nabel in Deutschland angesiedelt, bin ich ein Fan der Krimis rund um Aurich, Norden und den ostfriesischen Inseln. Beim Lesen schmecke ich die Meerluft, das Matjesbrötchen und lutsche gedanklich an den Zuckerstangen für den Ostfriesentee. Ann Kathrin Klaasen ist mir zur Freundin geworden und ich leide und fiebere jedesmal bei ihren Fällen mit schweißnassen Händen der Auflösung entgegen.
Habe gestern angefangen "Ostfriesenfalle" zu lesen - mit dem Ergebnis, daß ich meinen Haushalt, Haushalt sein ließ und gefesselt das Buch bis um 20:00h durchlesen musste - nur unterbrochen von einer kleinen Essensaufnahme und Pinkelpause. Ich finde, daß die Krimis von Klaus-Peter Wolf immer dichter, spannender werden. Die Aktualität der Fälle spricht für sich.
Natürlich plaudere ich an dieser Stelle nichts aus - ich sage nur, einen Tag frei nehmen und lesen, lesen, lesen.

20.09.2010 15:08:26
Lola

Hallo!
Ich ahbe das Buch "Ostfriesenfalle noch nicht gelesen, aber ich habe es mir schon bestellt :)
Ich finde das Buch hört sich sehr geheimnissvoll an und ich freue mich schon aufs lesen :D
Ach ja noch eine frage könnteet ihr mir bitte eine fertige I N H A L T S A N G A B E schicken. Das wäre sehr nett von euch