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Wolfgang Weninger
Marke Tatort

Buch-Rezension von Wolfgang Weninger Aug 2008

Nach dem sehr ansprechenden Krimi Ostfriesenblut bringt der Autor Klaus-Peter Wolf erneut seine Kommissarin Ann Kathrin Klaasen in gefährliche Nähe zu einem Serienkiller und hat im Fischer Taschenbuch Verlag bereits das Ostfriesengrab ausgehoben.

Das tödliche Szenario beginnt im Park von Schloss Lütetsburg, wo er eine bildhübsche Frau malerisch mit Eisenstangen am Baum drapiert und die Nackte mit den Blüten der Rhododendronsträucher verschmelzen lässt. Ihre Kleidung und ihre Habseligkeiten lässt er mit einer verschlüsselten Nachricht in einem Päckchen für die Kommissarin zurück.

Ihre Ermittlungen führen Ann Kathrin Klaasen zu einem brutalen Kleinganoven, dem die Tote angeblich eine Delle in den Wagen gefahren hat, den Schaden aber nicht bezahlen wollte und deshalb wurde an ihr ein Exempel statuiert. Aber leider halten sich die sonst so smarte Kommissarin und ihr gegenwärtiger Lebensabschnittpartner Frank Weller nicht an den vorgeschriebenen Amtsweg und so kommt der Übeltäter wieder frei. Und prompt gibt es die nächste Leiche, also muss der Verdächtige erneut eingefangen werden.

In der Zwischenzeit hat Frau Klaasen nichts Besseres zu tun, als sich von einem Freund ihres Freundes, der ein echter Künstler ist, nackt malen zu lassen, um Frank an seinem Geburtstag zu überraschen. Nur leider deucht Ann Kathrins Gespielen, dass der Künstler eventuell der Killer ist und er platzt mit einem Sonderkommando in die gute Stube, just als Ann Kathrin ohne Hüllen mit einem Fuß im Sarg steht, während der Pinselguru ihre Rundungen auf die Leinwand bringt und auch der Verdacht gegen den Künstler wird entkräftet.

Im Folgenden bauen Ann Kathrin Klaasen und Frank Weller weiterhin so viel Mist, dass eine Dienstfreistellung das Mindeste ist, was der Polizeichef anordnen kann und so wird auch die Stimmung in der trauten Zweisamkeit ordentlich vergiften, während Ann Kathrin und Frank zusehen müssen, wie der Täter ein weiteres Mal zuschlägt. Aber was ein echter Kriminalist ist, lässt sich von Nichts aufhalten und ermittelt weiter ...

Abgesehen davon, dass die Mordgeschichten rund um die Elemente Erde, Feuer, Wasser und Luft und deren künstlerische Darstellung längst von anderen Autoren verarbeitet wurden, ist auch die Umsetzung der kriminalistischen Arbeit mit der gekonnten Präsentation im Vorgängerband nicht zu vergleichen. Anstatt konsequent ihren Beruf nachzugehen, verwickeln sich die Ermittler zunehmend in privaten Problemen, die ihre Sichtweise beeinträchtigen. Allerdings tun sie dies nicht in schreiberisch emotionaler Form, wie man es von skandinavischen Krimis kennt, sondern eher in schnapsgeschwängerten Mitleidsarien und literarischer Selbstzerfleischung. Dadurch werden die Figuren vielleicht menschlicher, aber die Polizeiarbeit leidet deutlich.

Darüber hinaus versucht der Autor Klaus-Peter Wolf wieder den Leser durch falsche Spuren in die Irre zu führen, aber diesmal gelingt es ihm nicht sonderlich gut, denn er lässt in seiner Nebenhandlung den Psychopathen viel zu ausführlich zu Wort kommen, womit er zwar die Ermittler nervt, aber den Leser nicht täuschen kann.

Mittlerweile weiß der Leser von Ostfriesenkiller und Ostfriesenblut auch schon sehr gut, dass Ann Kathrin sofort jegliche Beherrschung verliert, wenn es um den mysteriösen Tod ihres Vaters geht und auch im dritten Teil macht sie davon keine Ausnahme. Diese und ähnliche Details lassen Ostfriesengrab zum Abklatsch werden, die an Serienkrimis Marke Tatort erinnern, was bei Klaus-Peter Wolf nicht verwunderlich ist, schreibt er doch auch dafür Drehbücher.

Schreiberisch muss man dem Autor keinerlei Mängel anmerken. Die Dramaturgie ist zielsicher erarbeitet und der Spannungsbogen schwingt sich leicht nach oben bis zum reißerischen Ende. Wer schon beide Bücher gelesen hat, wird auch dieses Buch lesen (wollen) und kann sich an dem stimmigen Landschaftsszenario erfreuen und bekommt einen brauchbaren Durchschnittsschmöker, der leider die hohe Qualität des Vorgängers nicht erreichen kann. Solche starken Schwankungen findet man bei fast allen Autoren, die jährlich mindestens einen Nachfolger auf den Buchmarkt werfen müssen.

Ostfriesengrab

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Letzte Kommentare:
10.04.2018 11:51:19
Gabyquer

Wow ... noch ein weiterer spannender Fall! Mir gefällt es sehr, dass die Ostfriesenkrimis als "Reihe" erscheinen und man die privaten Entwicklungen der Kommissare .. miterlebt. Ich leide und fühle mit den Personen. Ich Schreibe hier nicht über die Fälle im einzelnen um niemanden die Vorfreude zu nehmen - macht Eure eigenen Leseerfahrungen, ich kann sie euch nur empfehlen!!!

21.05.2015 11:33:37
Lisa Gruenhoff

Ich habe mit Ostfriesengrab begonnen. Es war mein erster Wolf und inzwischen habe ich alle verschlungen und fiebere dem naechsten entgegen. Er ist mein Lieblingsautor geworden. In dieser ostfriesische Welt, die er erzaehlt, fuehle ich mich zu hause. Ich kenne die Figuren ... Sie werden zu Freunden. Selbst den Macho Rupert mag ich. Welche Familie hat kein schwarzes Schaf? und er bringt so viel Spass in die Geschichten durch seine unkorrekte Art.
Ann Kathrin ist wie eine Freundin fuer mich. Ich kann ihre Gedanken und Gefuehle nachvollziehen.
Inzwischen habe ich auch eine Lesung von Klaus-Peter Wolf besucht. Ich hatte Glueck im Urlaub an der Kueste konnte ich ihn und seine Frau Bettina Goeschl live erleben.
Es war ein grossartiger Abend.

19.09.2014 16:49:37
sprotte

Ich habe in den letzten Jahren kein schlechteres Buch gelesen! Völlig abstruse Handlung, Dialoge und Verhaltensweisen der Protagonisten kindisch und flach. Es war mühsam, bis zum Schluss durch zu halten.
Die ersten beiden Bände der Reihe waren durchaus lesenswert, so dass ich hoffe, dass der Autor diesen Tiefpunkt alsbald verlässt.

06.07.2014 04:14:26
Volker Grafe

Ich liebe Lokal-Krimis. Aber das hier ist eine herbe Enttäuschung. Der Autor hat wohl eine Vorliebe für psychopatische Figuren (Täter wie Kommissarin). Diese Klaasen wäre schon längst entlassen nach ihren eigenmächtigen "Einsätzen".
Auch die Romanze Klaasen/Weller wirkt unrealistisch.
Da sind mir "Große Jäger" aus Husum (Nygaard) und "Angermüller" aus Lübeck (Danz) wesentlich lieber.
Das wirkt hier alles ein bisschen wie ein Serienroman aus der BILD.

25.06.2014 13:38:10
Silsmaria2004

Ich habe dieses Buch nicht zu Ende lesen können...es tut mir um die guten Ideen leid, die ich jetzt verpasse. In den ersten beiden Bänden hat es mich noch nicht gestört, dass Weller und Klaasen nicht auf Augenhöhe miteinander sind, da ich das den "zarten Bande", die zwischen den beiden entstehen, zugeschrieben habe und dadurch in allem die Vorgehensweise etwas zurückhaltender ist. Ich mag auch grundsätzlich Krimis, in denen ich etwas über das Innenleben der Ermittler erfahre, wenn es "menschelt" und man das Gefühl hat, es wird nicht nur eiskalt ein Fall gelöst , der keine Spuren hinterlässt.
Es ist hier jedoch für meinen Geschmack zuviel davon vorhanden. Und hier wirkt Weller wie ein treudoofer Dackel neben einer toughen, aber traumatisierten Klaasen, die überall die Mörder ihres Vaters sieht. Vielleicht schaffe ich es eines Tages , diese Stellen zu überblättern, denn die eigentliche Geschichte muss wohl gut sein, wie ich diversen Kommentaren entnehme...

21.06.2014 09:08:07
Schnippi

Der Fall ist spannend und lässt sich fließen und zügig lesen.Schnell fällt auf, das wieder viele innere Konflikte bei den Hauptpersonen beschrieben werden (weniger wäre wohl mehr gewesen). Es nervt teilweise. Den Mörder hat man relativ schnell im Auge...obwohl immer wieder Zweifel gestreut werden. Die Gedankenwelt des Mörders und sein Motiv sind gut (und nachvollziehbar) beschrieben. Das Ende ist allerdings (wenn man die Ausschweifungen im gesamten Buch betratet) sehr abrupt und plötzlich. Hier hätte ich mir ein paar Seiten mehr gewünscht.

12.01.2012 16:00:35
dorit arning

ein wahnsinnsbuch, welches ich erst widerwillig begann und dann nicht mehr weglegen wollte...
ich war auf dr suche nach etwas kurzweil ..gefunden habe ich ein buch.
das mir lust macht auf noch viel mehr von diesem autor.habe eben gesehen, dass es von wolf auch kinderbücher gibt, mein sohn wird sich freuen

04.11.2010 22:06:39
Arent Aigopsi

es ist ein merkwürdig mystischer Krimi. manchmal sehr düster, dann wieder zum Brüllen komisch. Der Autor hat es geschafft, mich voll mitzunehmen in seine Welt. Die Kommissarin ANN kATHRIN kLAASEN ist eine irre Ermittlerfigur. Sie macht Fehler, blamiert sicvh, hat Abgründe und den Mut Fehler zu machen. Vielleicht mag am sie deshalb so sehr. Ich habe mich dabei erwischt immer auch Angst um sie zu haben. Nie geschieht das Erwartete oder zumindest nicht so wie man dachte. Klaus Peter Wolf schreibt filmisch. Es entstehen Bilder im Kopf des Lesers. Zumindest in mir ist ein Kinofilm vom Feinsten abgelaufen.

15.09.2010 17:37:25
Andrea

Meiner Meinung nach der schwächste Krimi aus dieser Reihe. Und zwar aus folgendem Grund: Die Morde haben alle was mit "Kunst" im weitesten Sinne zu tun. Und genau zu diesem Zeitpunkt hat Ann Katrin nix anderes vor, als sich nackt portraitieren zu lassen und mit Weller und dessen Töchtern einen Malkurs zu belegen. Von da an war mir klar, wer der Mörder ist. Aber Wolf geht es mal wieder ums "Warum", um das Aufzeigen seelischer Abgründe, um die Logik eines Täters, die nur für diesen selbst nachvollziehbar ist. Wenn es das einzige oder erste Buch dieser Art gewesen wäre, hätte es mir vielleicht besser gefallen, aber nach dem ditten Band drängt sich mir der Gedanke nach "Schema F" auf. Auch die künstlerische Darstellung von Morden in Bezug auf die Elemente ist nichts Neues. Schade. Aber den Rest der Serie werde ich trotzdem noch lesen. Schon alleine deshalb, weil der Ostfrieslandurlaub so schön war...

06.01.2010 17:45:19
thomas kurz

Eigentlich mag ich keine deutschen krimis: Ich dachte immer deutsche Autoren seien Langweiler. Dann schenkte mir meine Freundin auch noch einen Krimi von einem Autor, der in Ihrer Schgule war. Himmel! Ihr zu liebe habe ich die ersten paar Seiten gelsen, aber dann war ich baff. Das ist bester Lesestoff. Ein astreiner Thriller.
Dieser Wolf sollo ja noch mehr geschrieben haben. Ich werde es mir besorgen. Derr Geheimtipp ùeberhaupt

26.12.2009 13:09:09
Maria-Luise

Selten habe ich so ein schlechtes Buch gelesen. Ich habe es zu Ende gelesen,weil ich immer noch hoffte, es würde spannend oder einfach nur besser. Schade, bei einer Lesung in unserer Schule (Kinderbuch) habe ich den Autor kennengelernt. Ich fand ihn sehr sympathisch, mir gefiel seine Erzählweise. Und dann so ein Buch. zum Glück habe ich es mir nur ausgeliehen, hätte ich es gekauft, hätte ich mich über das herausgeworfene Geld geärgert. Ich wußte schon sehr früh , wer der Täter ist. So doof wie sich Frau Klaassen benimmt kann sich eigentlich keine Frau und besonders keine Kommissarin aufführen.
Das Buch war eine einzige Enttäuschung

14.10.2009 10:21:01
kai will

ein Wahnsinnsbuch! Die Kommissarin ist nicht perfekt sondern ein richtiger Mensch, man möchte mit ihr befreundet sein.
Der Leser weiß immer mehr als sie und das macht für mich einen großen Teil des Lesevergnügens aus. Man fragt sich einfach nur wer war es,man nimmt als Leser Anteil am Seelenleben des Täters. Vieles was er tut ist schlüssig und man erschrickt ein bißchen, wenn man merkt, dass man selbst etwas von diesem Täter in sich selbst hat. Mir sind viele Situationen in meinem Leben eingefallen, die mich fast zum Mörder gemacht hätten. Fast. Ein Spitzenkrimi. Ich freue mich schon auf den nächsten Ostfrieslanbdkrimi von Klaus Peter Wolf

12.10.2009 10:29:50
marlies Bauer

Ostfriesengrab ist ein gruselig, spannender Thriller. Klaus Peter Wolf spielt der ostfriesischen Kommissarin Ann Kathrin Klaasen übel mit, sie tut einem fast leid beim Lesen. Er benutzt den Humor um die düstere Wirklichkeit in der herrlichen Landschaft konkret zu definieren.
Wolfs Ostfrieslandkrimis sind eine ganz eigene Liga. Sehr empfehlenswert als Spannungsöliteratur mit psychologischem Hintergrund.

10.10.2009 18:42:11
Silberfee28

Zum Inhalt:
Im Park von Schloß Lütetsburg wird eine weibliche Frauenleiche gefunden. Kunstvoll drapiert in die Büsche des Parkes.
Nach kurzer Zeit entdeckt man eine weitere Leiche in den Dünen von Norderney. Welcher irre Serienkiller versucht die vier Elemente durch seine Morde zu kopieren? Kann Ann KAthrin Klaasen -vom Dienst suspendiert- ihrer besseren Hälfte und Kollegem Weller bei der Lösung des Falles helfen ?

Meine Meinung zum Buch:
Ich finde diesen Band nach den beiden ersten Bänden deutlich schlechter.
Leider weiß man als geübter Leser nach 2/3 des Buches schon wer der Täter ist, was bei den anderen beiden Bänden nicht der Fall war.
Die Person Ann Kathrin KLaassen wirkt in diesem Band teilweise sehr unrealistisch und manchmal schon unglaubwürdig( Welche Kommisarin gibt einem Unbekannten 50 Euro für einen Namen?).
Dominiert wird die Geschichte immer wieder von den persönlichen Problemen der Kommisarin, angefangen von dem ehemaligen Ehemann,über die gescheiterte Beziehung zu ihrem Kind bis hin zum Tod ihres Vaters. Ein paar Probleme machen jeden Polizisten menschlich keine Frage,aber hier wurde meiner Meinung nach deutlich übertrieben.
Die Story um die Morde selber wurde gut inszeniert und auch konsequent und spannend weiter geführt.
Schade ist -wie bereits erwähnt- das der Leser sehr früh die Identität des Täters kennt, trotzdem will man als Leser noch wissen wie es mit dem Täter weitergeht und was aus ihm wird. Ich finde das sollte aber nicht die Hauptmotivation zum Lesen sein, daher gibt es an dieser Stelle Abzüge in der Wertung.

Fazit: Bis zum zweiten Band hätte ich das bald erscheinende Buch blind gekauft , da ich aber hier eine deutliche Verschlechterung erkennen kann gehe ich nun das nächste Buch mit gemischten Gefühlen, und werde es nur bedingt empfehlen.

17.08.2009 18:12:16
frank m

Schon nach den ersten Sätzen hatte der Autor mich. Ostfriesengrab ist ungeheuer dicht erzählt. Ein knallharter Psychothriller in einer poetischen Sprache. Dazu köstlöiche Szenen, bei denen ich herzhaft lachen musste.
Für mich der Krimi des Jahres. Nach vielen Enttäuschungen endlich mal wieder reichtiger Lesestoff !

01.08.2009 22:31:12
Stephan

Ich kann mich den vorherigen Kommentaren nur anschließen.

Aber ich muss mich immer wieder fragen wieso man einen dritten Teil als erstes kauft. Schaut Euch doch mal die Bücher an und fragt den Buchhändler Eures Vertrauens. Das fällt mir immer wieder auf. Wie könnt Ihr von Charakteren sprechen, vor allen Dingen von denen der Hauptpersonen, wenn Ihr gar nicht die Entwicklung verfolgt. Das ist doch dann nur oberflächliches blabla. Lest in der Reihenfolge !

25.07.2009 15:06:28
Christel Münzinger

Ich habe Klaus Peter Wolfs "Ostfriesengrab" unter idealbedingungen gelesen. In einem Strandkorb in Norddeich. Ich war begeistert und gestehe gern, dass dieses Buch meinen Urlaub verändert hat. Ich habe den Schlosspark Lütetsburg besucht, bin auch einmal mit der Frisia nach Norderney gefahren und habe mir die Weisse Düne angesehen. Das alles ist detailgenau wie im Roman beschrieben. Da kriegt man eine Gänsehaut. Besonders gefallen mir die ausgefeilten Charakteren in den Klaus PeterWolf Krimis. Ich habe mir inzwischen auch OstfriesenKiller Und Ostfriesenblut gekauft. Auf die Krimicouch wurde ich übrigens durch ihn aufmerksam. Hinten in den Büchern sind Zitate von der Couch. In den Büchern wird den Hauptpersonen mächtig zugesetzt. Ann Kathrin Klaasen und Weller können einem manchmal richtig leid tun, der Autor schont sie nicht und bringt in seinen Figuren das Beste und Wertvollste aber eben auch das Schlimmste zum Vorschein. Sie werden alle an ihre größte Angst und ihr größte Sehnsucht geführt. Ja, so sollen Krimis sein, saftig und voller Leben!

22.07.2009 12:33:46
hortensie

Ich bin ganz platt, wieviele Leute "Ostfriesengrab" hier positiv bewerten. Ich habe das Buch in den Mülleimer befördert. Am schlimmsten ist, was der Autor seinen Ermittlern antut. Klaasen und ihr Liebhaber-Kollege wurden mir von Seite zu Seite wegen erwiesener Inkompetenz und klischeehafter Privatprobleme immer unsympathischer. Und die Idee mit Luft, Erde, Wasser unf Feuer ist von Dan Brown überzeugender umgesetzt. Und dann dieser Titel "Ostfriesengrab"?! Was soll das denn heißen? Alles nur ein Witz?

08.07.2009 15:05:58
tatort germany

Wieder eine Pflicht, solange es den Leser nicht stört, mehr Privatinfos als Ermittlungsarbeit mitzuverfolgen. Denn schon in der Mitte des Buches ist sonnenklar, wer der Täter ist. Immer diese Kunst...Ein Kritikpunkt bleibt: Auch wenn Ann als mitgenommen und am Rande des Nervenzusammenbruchs beschrieben wird, ist die Szene mit dem grundlos erfolgten Angriff auf den Ordnungsbeamten einfach zu lang geraten. Aber meinerseits ergeht eine Kaufempfehlung!

16.05.2009 22:48:19
Krüger,Ingeborg

Ostfriesengrab ist ein ganz ausgezeichneter Kriminalroman. Er hat Sprachwitz, Situationskomik, Szenen, wie die im Polizeiauto, die brüllend komisch sind: Ein besseres Verhör als das mit der "Arschlochfrisur" habe ich noch nicht gelesen. Aber das Buch ist wie eine Achterbahnfahrt. Nach dem Spass kommt das Grauen. Hier gibt es keine heile Welt. Wolf benützt die Urlaubsidylle Ostfrieslands um uns den Riss zu zeigen, der durch unsere eigenen Seelen geht. Und plötzlich fühlen wir uns seinen Mördern sehr ähnlich und irgendwie verbunden... Ich habe mir auch Ostfriesenblut gekauft (als Hörbuch) von ihm selbst gesprochen. Ich wollte es im Bett hören, aber es wurde mir zu gruselig, zum Einschlafen ist das nichts, ehr zum Wachbleiben bei langen Autofahrten.

13.05.2009 08:12:58
m.zug

Den Namen Klaus Peter Wolf kannte ich nur von einigen hervorragenden Tatorten. "Abgezockt" oder "Janus" hehoeren zu den besten Tatort Folgen, die ich kenne. Er ist so etwas wie die Edelfeder der ARD. Aber seine Ostfrieslandkrimis toppen alles, was es an deutscher Kriminalliteratur gibt. Und ich bin ein Vielleser. Ostfriesengrab ist ein grosses Werk, voll duesterer Atmosphaere. Aber der beste Ostfriesenkrimi von ihm ist ihne Frage "Ostfriesenblut". Sein Meisterwerk.

11.05.2009 08:23:34
alp

martin alp
ich war noch nie in ostfriesland. es scheint eine moerderische gegend zu sein, wenn man klaus peter wolf traut. auf jeden fall sind seine krimis spitzenklasse. das ist ganz grosse spannungsliteratur mit sehr ausdifferenzierten charakteren. Wolf gehört neuerdings zu meinen Lieblingsautoren. Seine Kommissarin an Kathrin Klaasen ist ein weiblicher Maigret

18.04.2009 17:52:10
Thommy191968

Der Krimi "Ostfriesengrab" war wieder ein sehr gut geschriebener Roman. Es ist spitze, wie Klaus-Peter Wolf es schafft, die ostfriesische Landschaft und Küste in diesem Roman lebendig werden zu lassen und auch die handelnden Personen in dieser Landschaft zum Leben zu erwecken. Er schafft es, die Klischees auf liebevolle Art und Weise anzudeuten, ohne sie ins Lächerliche zu ziehen. Der kriminalistische und auch der persönliche Handlungsstrang werden super dargestellt und wunderbar miteinander verwoben. Die Lösung des Falles ist genial. Aus meiner Sicht der beste von drei sehr guten Romanen. Ich gebe diesem Roman 98 Grad und freue mich auf den vierten Roman mit Ann Katrin Klaasen.

11.03.2009 20:41:51
keindiesel3

Endlich mal ein Regiokrimi in dem die Landschaft wirklich mitspielt und unverwechselbar ist. Ich liebe Ostfriesland und ich bin ein Krimifresser. Klaus Peter Wolfs Reihe ist also allererste Sahne für mich. Man hört die Nordsee, riecht das Watt und erkennt die Menschen. Er führt sie nicht als tumbe Idioten vor, sondern zeigt sie in ihrer Zerrissenheit und wir spüren dass sie Ebbbe und Flut in sich haben, weil die Küste sie geprägt hat.
Klaus Peter Wolf hat tiefe Einblicke in die Polizeiarbeit in den Wahnsinn des Kripoalltags. Seine Erfahrungen mit Ausbildern vom BKA und LKA zahlt sich aus. Ostfriesengrab ist ein handfester Krimi keine deutsche Lightkost. Wolfs Ann Katrin Klaasen und ihr überforderter Kollege Weller halten jeden Vergleich mit Serienfiguren aus den USA stand. Sie können im internationalen Rennen locker mithalten.

11.03.2009 18:34:09
clare1512

Schade,
leider kann ich den meisten Vorkritikern
nicht zustimmen.
Hatte mich so auf das neue Buch gefreut und wurde leider enttäuscht.
Stimme Pumsmogul und dem Kritiker der Krimi-Couch zu.
Lieber mal eine Pause machen, als jedes Jahr ein Buch, daß mit seinen Vorgängern nicht mithalten kann.
Zuviel langweilige Zweierbeziehung, zuviel "wer ist Papis Mörder?" zuviel hin und her.
Hoffen wir, daß es beim nächsten Mal besser wird.

26.02.2009 08:55:01
Christiane34

Ich habe mich gefragt, nach den letzten beiden Büchern um Ann Katrin Klaasen, ob eine Steigerung überhaupt noch möglich ist. Ja, eine Steigerung ist möglich.
Auch hier hat Klaus Peter Wolf wieder einen wunderbaren Kriminalroman geschaffen. Kruzweilig, mit unglaublichem sparchlichem Talent gelingt es KPW den Leser zu fesseln und ihm die Protagonisten dieses Buches nahe zu bringen, ja, beinah so nahe das man meint sie so gut zu kennen wie die beste Freundinn.
Durch das ganze Buch ziehen sich Spuren von falschen Fährten, die verwirren, aber niemals zu sehr.
Wer gut aufpaßt wird die Spur zum echtem Täter entdecken können, aber die Spannung bleibt immer bestehen.
Sicher kommt auch hier das privat Leben unserer Heldin nicht zu kurz, dies ist aber nicht störend, wie in vielen andern Kriminalromanen, es ist untrennbar mit der Haupthandlung des Krimis verbunden.
Manchmal handelt Ann Katrin Klaasen so, das man ihr sagen möchte, nein, mach das anders. Mit jedem Wort leidet, liebt und lebt man mit dieser Frau.
Fast möchte ich den Autor bitten, hören sie nicht auf zu schreiben, an diesen Büchern kann man sich nicht satt lesen.

24.02.2009 16:04:01
ossizwölf

Die Art und Weise wie Ann Kathrin Klassen sich den Verbrechern nähert, kann man nur hirnverbrannt und völlig verrückt nennen, oder man versteht sie wie ich, und hält ihren Weg für genial. Was Klaus Peter Wolf sich da ausdenkt ist so sehr weiblich, so instinktgeleitet, dass ich mir kaum vorstellen kann, wie ein Mann solche Bücher schreibt und so viel von der weiblichen Seeekle - und ihren Abgründen -weiß. Manchmal erkenne ich mich selbst in Abnn Kathrin und ich bin keine Kommissarin! Ostfriesengrab ist ein faszinierendes Psychogramm. Ein unglaublich guter, spannender Krimi

22.02.2009 12:09:38
Simone Schäfer

Ich bin ja bekennender Klaus-Peter-Wolf-Fan, folglich hatte ich „Ostfriesengrab“ lange vorbestellt und habe mich fast ein Jahr darauf gefreut.
Es hat sich gelohnt! Gleich der erste Satz hat mich voll in den Text gezogen:
„Eigentlich, dachte Ann-Kathrin Klaasen, müsste ich dem Mörder dankbar sein. Ich wäre sonst nie um diese Jahreszeit hierher gefahren.“
In „Ostfriesengrab“ lotet Klaus-Peter Wolf seine Kommissarin Ann Kathrin Klaasen noch tiefer aus. Er führt sie an ihre größte Angst und hin zu ihrer größten Sehnsucht. Das Ganze liest sich, als würde er neben einem stehen und die ganze Geschichte erzählen. Vielleicht kommt dies Gefühl bei mir aber auch daher, weil mein Mann mir inzwischen zu Weihnachten das Hörbuch „Ostfriesenblut“ geschenkt hat und ich jetzt, wenn ich die Sätze lese, immer Klaus-Peters Stimme im Ohr habe.
Er legt Fehlspuren, wiegt die Leser in Sicherheit und zieht einem dann wieder den Teppich unter den Füßen weg.
Von der Szene, wie Ann Kathrin in den Park zurückgeht und sich nachts nackt auf die Wiese legt, um nachzuvollziehen, wie der Mörder sein Opfer hier umgebracht hat, habe ich geträumt. Obwohl ich „Ostfriesengrab“ nicht so düster empfand wie „Ostfriesenblut“ oder „Ostfriesenkiller“, hat mich das Buch doch sehr erschreckt. Kein anderer Krimiautor kann so glaubwürdig aus der Sicht von Psychopathen schreiben wie Klaus-Peter Wolf. Das Irre scheint plötzlich logisch und nachvollziehbar, das Böse logisch. Das Böse hat bei ihm eine Magie, der man sich kaum entziehen kann. Manchmal geraten Gut und Böse auch durcheinander. Man erwischt sich dabei, auf der falschen Seite zu stehen.
Diesmal spielt er Ann Kathrin Klaasen wirklich übel mit. Ich habe mit ihr mitgelitten bis zum Schluss.
Der nächste Ann-Kathrin-Klaasen-Roman soll „Nebelmeer“ heißen. Ich habe ihn bereits bestellt.
Von mir 100 Punkte!

17.02.2009 09:33:48
krimimaus

Ein wahnsinnsbuch. Merkwürdig lyrisch, ja poetisch. Ungewöhnlich für einen Krimi. So entstehen Fallhöhen, die Wolf geschickt nützt um den Leser abstürtzen zu lassen. Das Grauen an der Küste kriecht einem in die Wäsche. Seit Ostfriesen Blut bin ich Fan der Kommissarin ann Kathrin Klassen. So gut können deutsche Krimis sein!

13.02.2009 18:59:11
Pumsmogul

Mit viel Vorfreude erwartet - deshalb war die Enttäuschung besonders groß. Viel Bekanntes abgekupfert, sprachlich eher schlicht, verliert sich das neueste Werk Wolfs in den Scharmützeln der langweiligen Zweierbeziehung der Kommissarin. Kann an die beiden Vorgänger nicht dran tippen. Wer etwas Spannendes zum Schmökern sucht, wird woanders fündig.

12.02.2009 18:36:41
Lux Aloys

Endlich!
Durch Zufall haben wir heute das neue Buch von Klaus Peter Wolf gesehen und sind damit sofort nach Hause,Telefonkabel raus und losgelesen.

Das Buch wurde für März von uns erwartet,wie in Buch Ostfriesenblut angekündigt.Umso besser, es ist schon da!!

Wer, so wie wir in Ostfriesland Urlaub macht oder sich auch so dort auskennt, erkennt alle Stationen der Kommissarin Ann Kathrin wieder. Toll beschrieben. Fast jeden Ort haben wir wiedererkannt, aufgesucht oder selber getestet (Teestube in Greetsiel) . Die Bücher sind mehr als fesselnd,spannend,schaurig geschrieben. Von der ersten Seite an ist man selber im Geschehen und der Kommissarin ganz nah! (Seitdem liegt bei uns ejne Flasche D. und zwei Originale Gläser dieser Schnapsfabrik bei uns im Gefrierfach und wir sind ganz "Kommissarin".
Von diesen Büchern werden Sie lange,lange sprechen und weiterempfehlen. Versprochen.
Gruß S. und A. Lux