Ostfriesenwut

Erschienen: Januar 2015

Bibliographische Angaben

  • Frankfurt am Main: Fischer, 2015, Seiten: 669, Originalsprache

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Silke Wronkowski
Kluntje, Klaasen und (zahlreiche) Katastrophen

Buch-Rezension von Silke Wronkowski Mär 2015

Klappentextschreiber sind manchmal wirklich nicht zu beneiden. Zumindest solche, die ihren Job ernst nehmen und tatsächlich etwas, das sich auch zwischen den Buchdeckeln wiederfinden lässt, versuchen in ihrem Anheizer- und Kaufimpulsverstärkertext zu erwähnen. Mit seinem neunten Fall der Ostfriesen-Reihe macht es Autor Klaus-Peter Wolf niemandem leicht, in ein paar Sätzen zu beschreiben, worum es diesmal geht.

Ostfriesenwut. Wut. Jemand bringt aus Wut Menschen um, die einem anderen lieb und teuer sind, nur um ihn leiden zu lassen. Jemand will aus Wut das Trinkwasser der Region vergiften und mit dem erpressten Geld der großen Liebe helfen. Jemand will aus Wut den "Mörder" (seiner) ihrer Mutter umbringen. Und jemand ist wütend, weil (er) sie sich von Menschen, denen sie vertraut hat, hintergangen und allein gelassen fühlt. Letztere ist die Serienheldin Ann Kathrin Klaasen, die in diesem Roman das größte Päckchen zu tragen hat und auch am meisten erleiden muss.

Auf knapp 500 Seiten vermengt Klaus-Peter Wolf diese Mal so viele komplexe Handlungsstränge, das es gut und gerne auch zwei oder drei Romane hätten sein können. Mafiöse Verbrecherbanden, Menschenhandel, Porno- und Abhörskandale, terroristische Anschläge – gespickt mit Leichen, gebrochenen Nasenbeinen, lebensgefährlichen Krankheitserregern, Börsenspekulationen und wilden Verfolgungsjagden – nicht nur quer durch das (eigentlich) beschauliche Ostfriesland und seine Inseln, sondern sogar bis in die Landeshauptstadt. Da werden einige Wegkilometer gemacht.

Modern und geschickt vermischt Klaus-Peter Wolf dabei Realität und Fiktion, lässt hier via Facebook nach einer vermissten Person suchen, lässt einen Erpresser einen Flashmob initiieren, um die Polizei abzulenken. Und natürlich dürfen auch die detailreichen Beschreibungen von Land und Leuten – ob nun real existierender oder fiktiver Seriencharaktere – in Band neun der Reihe nicht fehlen. Und all dies wir gleichermaßen Fanherzen höher schlagen und Kritikerstimmen lauter werden lassen. In diesem Fall vielleicht zurecht, denn Ann Kathrin schrappt in Band neun hart an der Grenze des sympathischen mit ihren teilweise Rambo-haften Alleingängen.

Die Ostfrieslandkrimis sind mittlerweile ein Phänomen für sich. Bereits mit Erscheinen schraubte sich Ostfriesenwut an die Spitze der Spiegel-Bestsellerliste, wo es sich auch in der sechsten Woche immer noch tapfer zu behaupten weiß. Unaufdringlich schafft es der Autor auch "Neueinsteigern" ausreichend Informationen über sein Personal und die Umgebung zu vermitteln, ohne dabei Serienfans allzu sehr zu vergraulen. Dennoch gilt auch hier, wie für jede Krimireihe, die sich über fast ein ganzes Jahrzehnt erstreckt: Lesen Sie zuerst den ersten Band, um den gewünschten "Nach Hause kommen"-Effekt in vollen Zügen auszukosten. Spannend bleibt, was den Leser in Band zehn erwarten wird, wo einer der Reihen-Handlungsstränge mit diesem Band abgeschlossen wurde.

Ostfriesenwut

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Letzte Kommentare:
11.05.2018 07:47:57
Astrid R

Nachdem ich neulich durch Zufall auf diese Reihe stieß, hab ich einen Band nach dem anderen durchgelesen, allerdings mit deutlich abnehmender Begeisterung. Sprachlich finde ich sie schon zum Teil recht platt, aber was mich zunehmend nervt, ist die Charakterisierung der Personen. Klischeehafter geht es ja gar nicht. Der einzige Mensch, der mehrere Seiten haben darf, scheint Weller zu sein, alle anderen werden immer extremer und unglaubwürdiger. Dazu dieser Unfug, dass in jeder Geschichte eine, oder besser noch mehrere Hauptpersonen, persönlich involviert sind, das kann man mal machen, aber doch bitte nicht in jedem Band.Dazu kommen die unzähligen Einstreuungen von Künstlern, die keiner kennt und Cafés und Restaurants, die von der Publicity ordentlich profitieren dürften, das hinterlässt beim Lesen einen faden Beigeschmack.
Der vorliegende Band geht mir inzwischen so auf die Nerven, dass ich ihn abbrechen werde.

24.04.2018 14:10:20
Gabyquer

Dies war mein Erstes Klaus Peter Wolf Buch aus der Ostfriesenkrimi Reihe. Damals beim Stöbern in einer Bücherei als spannende Abendlektüre mitgenommen und ihn "verschlungen". Ich mag diese verschlungenen Verbindungen und wie sich dann hinterher alles fügt und aufklärt - das ist Klaus Peter Wolf in diesem Buch sehr gut gelungen. Daraufhin habe ich mir in kurzen Abständen die 8 "Vorgänger" gekauft und wie aus meinen vorherigen Kommentaren schon zu lesen: ich habe sie alle verschlungen!

30.03.2018 18:21:54
kritikaster

wie - bairisch formuliert - a solcha schoofscheiß auf die bestsellerliste des spiegel kommt, bleibt ein rätsel. der autor bringt immer neue personen, immer neue motive in die handlung, um zu verbergen, dass es hier an jeglicher logik mangelt. und wieso man für seine ann-kathrin auch nur einen funken sympathie aufbringen kann, erschließt sich mir nicht. eine neurotikerin mit vaterkomplex als hauptkommissarin, die über leichen zu gehen bereit ist, um den tod des vaters zu rächen. meine fresse... sagt man dazu in berlin. und das ganze auch noch im verschlafenen, friedlichen ostfriesland. unfassbar. und dass keiner dem autor sagt, DASS ER ALS VORLESER EINE ABSOLUTE NIETE IST, macht die sache auch nicht besser, endungen kennt der mann gar nicht, und mit einem so ausgeprägten, fehlendern ruhrpott-R die leute zu belästigen und hervorragenden sprechern, das brot auf die butter nicht zu gönnen - traurig, traurig, traurig.
allerhöchsten 10 punkte

05.02.2018 19:29:11
Waldgeist

Nr. 9 der Ostfriesenkrimireihe! Wie immer gute Unterhaltung. Natürlich sind die Kriminalfälle sehr weit hergeholt und stehen im Widerspruch zum sehr schönen - aber doch unbedeutenden - Ostfriesland. Aber wenn ich was Reelles lesen will, lese ich die Zeitung und keinen Krimiroman. Bei einem fiktiven Krimi muss man sich dann auch schon einmal auf außergewöhnliche Ereignisse einlassen können. Ich bin selber Ermittler und natürlich sind die Ermittlungsmethoden von Frau Klaasen unrealistisch, aber auch da bin ich großzügig, solange sie nicht fliegt und mit Superkräften die Welt rettet. Obwohl so ein wenig „Weltretten“ hätten wir ja jetzt schon! Im Werbezeitalter stören mich auch bestimmte Markenplatzierungen im Krimi nicht so sehr, da das Buch hierdurch dann wieder ein Stück in den reelen Rahmen zurückgeholt wird. Insgesamt nicht sein bestes Buch, aber ganz okay.

21.06.2017 15:29:48
simo

Dieser Ostfriesen Krimi ist einfach nur schlecht. Ich mochte die Krimis mit Ann Katrin bisher sehr gerne und so wie in diesem Krimi würde sie sich nie verhalten. Das ist eine komplette Demontage einer bisher lesenswürdigen Kommissarin. Evtl. wäre es besser nicht jedes Jahr ein Buch auf den Markt zu bringen, sondern wieder qualitativ gute Krimis zu schrieben, was der Autor durchaus kann.

21.04.2017 13:16:49
Agatha100

Lieber Herr Wolf,

ich finde es großartig, dass Sie sich hier persönlich zu Wort melden! Das ist wirklich aller Ehren Wert.

Aber: dosis facit venenum. Ich habe auch gerade "Ostfriesen-Wut" und noch davor "Ostfriesen-Tod" ausgelesen. Mein erster Wolf-Krimi war "Ostfriesen-Feuer". Hat mir gefallen; wie einige andere LeserInnen hier mag ich es auch, wenn eine Krimireihe ein gewisses Heimatgefühl vermittelt und wiedererkennbare Figuren aufgebaut werden.

In welcher "Dosis" dieses in die Geschichten eingebunden wird, stellt sich natürlich erst nach dem Lesen weiterer Bände heraus. Und spätestens beim dritten gelesenen Buch wurde es leider ein bisschen schal für mich.

Sie referenzieren zahlreiche krimischreibende Kollegen, aber die ganze Zeit frage ich ich: Wo bleibt die Verneigung vor Jacques Berndorf? Ja, er hat in Sachen Regionalkrimi einen Standard geschaffen, finde ich, und finde das auch belastbar.

Ich sag' es mal ganz hart: Etliche Sujets in den Klaasen-Krimis wirken leider abgekupfert. Nun ist es sicher ein Zufall, dass wir bei Ihnen auch die Situation "Ruhrgebiets-Geborener zieht in eine andere markante Gegend und schreibt dort jetzt Krimis" haben, ebenso wie bei Berndorf/Preute.

Aber in den Ostfriesen...-Krimis wimmelt es nur so von expatriierten Ruhris (ich meine das nicht despektierlich, ich mag den Pott sehr). Und die eingeflochtenen realen Personen, Orte, lokale ... : too much. Es wirkt auch auf mich wie eine sehr routinierte Werbekampagne. Es hat ein G'schmäckle.

Ich stamme aus der Osnabrücker Gegend, also gar nicht so weit entfernt von Ostfriesland, kenne Ostfriesland natürlich auch, besonders gut Wilhelmshaven, Fedderwarden und Schillig, weiß also, wovon Sie schreiben.

Mich ärgert all das allem vor dem Hintergrund, dass ich Ihren Schreibstil sehr mag, aber ein Stück weit kippen Sie das potentialträchtige ostfriesische Kind mit dem Bade aus, in dem sich allzuviel Gefühlsduselei und Lokalkoloritübersättigung befinden.

Ein bisschen weniger Bettina Göschl, deutlich weniger Ten Cate (das IST Werbung!), nicht noch mehr zugezogene Ruhris und weniger Personenkult um Ann Kathrin Klaasen, dafür "echte" Fälle, in denen die heißgeliebte Protagonistin mal "nur" ihren Job macht und nicht gleich selbst sehr tragisch das Ziel von Kriminellen ist - das wäre sehr wohltuend.

Just my three cups of tea (ich schreibe dies mit einer Tasse Thiele-Tee neben mir :-) )

18.04.2017 13:33:34
Marie-Luise Goerke

Mit "Ostfriesenwut" ist es der 9. Ostfriesenkrimi von K.-P. Wolf, den ich gelesen habe. Ja, es ist Unterhaltungsliteratur und diesmal war dieHandlung verschachtelt, aber dennoch spannend.
Was mich ein wenig stört, ist die Narrenfreiheit, die Ann Katrin Klaasen geniesst. Das ist doch völlig unrealistisch, das sie einfach nach Hannover fährt , nicht im Büro erscheint und sich nicht an ihre Dienstzeiten hält.
In Vorgängerbüchern sind ja ähnliche Alleingänge zu verzeichnen.
Auch wenn es einige Mängel und Ungereimtheiten in dem Buch gibt, wie auch in den Vorgängerbüchern,
lese ich sie doch ganz gerne.
Es ist eben Unterhaltungsliteratur und nichts Hochkarätiges.

15.09.2015 17:07:47
MCS

Lieber Jazzoxnpz,nun bist du hier also als Arno Nym unterwegs, obwohl wir doch längst wissen, wer du bist, lieber Kollege. Jetzt bin ich also geoutet als Kommentarschreiber und Pusher das Ganzen; und ich muss zugeben, ja, es stimmt. Jahrelang habe ich zu verheimlichen versucht (genau wie du, dass du gerne erfolgreich schreiben möchtest), dass ich der „Meistermacher“, der „Bestsellermacher“ bin. Enttäuscht bin ich allerdings in zweierlei Hinsicht: 1)Du hättest es doch eigentlich nicht so öffentlich heraus posaunen müssen, wo ich dir doch auch schon meine Hilfe hab zuteilwerden lassen; wenn ich dir schon deinen Rücken auf unserem Küchentisch wieder gerade rückte, lieber Rupert, dann behalte doch diese Interna für dich. Eine kleine Rücksprache hätte es bedurft und wir würden auch dich zu einem der angeblich meist gelesensten Autoren Deutschlands und darüber hinaus machen. Und da wären wir auch schon beim 2ten Punkt: ja ich gebe zu, dass ich der Kopf einer Organisation bin, die u. a. Bestsellerautoren installiert. Allerdings bestehe ich darauf, dass es nicht „Manfred Schmidt und Consorten“ heißt, sondern ... und Kohorten!!! Als ich es dir damals vertrauensvoll erzählte, Rupert, da schien es nicht nur in deinem Rücken, sondern auch im Kopf geknackt zu haben; daher wahrscheinlich der Verständnisfehler. Den Zusatz „... und Konsorten“ wollte ich natürlich als ein gewisses Understatement und mit einem Augenzwinkern verstanden wissen. In Wirklichkeit beschäftigen wir mittlerweile so viele Mitarbeiter, dass Kohorte nun echt untertrieben ist.
Wäre es sonst möglich, dass ich Gestalten wie diesen ominösen KP Wolf, den es real gar nicht gibt, in die obersten Spiegelränge schreiben bzw. kommentieren könnte, wie du so treffen konstatierst? Wohl kaum, lieber Rupert. Wir sind für so manchen Durchmarsch an die Spitze durch das Schreiben unserer positiven Kommentare verantwortlich: Nehmen wir den FC Bayern. Glaubst du denn in echt, dass der Verein diese Meistertitel errungen hätten, wenn wir uns nicht die Finger wundgeschrieben, „Grass gefressen“ und unsere Leserbriefe im Kicker platziert hätten. Die würden heute noch auf dem Bolzplatz an der Grünwalderstraße kicken.
Oder Berlusconi; was habe ich noch kürzlich mit meinem Freund Luigi darüber gelacht, wie wir in Cagliari auf Sardinien die Schnaps- oder soll ich sagen Limonelloidee entwickelten, diese Lichtgestalt der italienischen Politik in die höchsten Weihen zu schreiben. Glaubst du in echt, solch einen Typen hätte jemand normal gewählt?Aber du, Rupert, du hast es genau erkannt. Erst durch mich ist das Markenzeichen KPW zu dem geworden, was es heute ist. Und du legst ja auch deinen Finger direkt in die Wunde: natürlich hat der Typ keine Ahnung, natürlich werden die namentlich Erwähnten (ten Cate, dieser Maurer da, diese komischen Autoren...) zur Kasse gebeten; es gibt auch keine Leser in dem Sinne; alle gekauft! Die bekommen 10 Euro vor dem Buchladen in die Hand und müssen gezielt KPW-Bücher kaufen. Die liest ja auch keiner, niemand. Ebenso wenige kommen zu den Lesungen: Alles Betrug. In Wirklichkeit sind das Betriebsurlaube meiner Kohorten, ein paar großflächige Spiegel aufgebaut und schon wird die photographierte Personenzahl verdoppelt. Du, Rupert hast es erkannt. Was mich allerdings wundert ist, dass du jedes Buch negativ kritisiert und mit Faszination auf das nächste wartest, um es niederzumachen. Nun ja, jeder hat ein anderes Hobby. Jetzt habe ich aber genug aus dem Nähkästchen geplaudert. Zum Schluss möchte dir allerdings sagen: da du scheinbar selber gerne erfolgreich sein möchtest, vielleicht schon seit Jahrhunderten ein Büchlein bleiern in der Schublade hast, biete ich dir an: komm zu mir und zu meinen (!) Kohorten.Wir schreiben dich groß!!! Mit den besten Grüßen, der Macher Manfred Zehpunkt Schmidt und Kohorten

02.09.2015 08:56:33
Jazzoxnpz

Product-Placement stört den Lesefluss und nervt

Ich frage mich schon seit langem, was dran ist, an den Spiegel Bestsellerlisten. Beziehungsweise, warum Bücher dort erst auftauchen, wenn der Autor längst über den Zenit ist. Ich fand die Ostfrieslandkrimis mal ganz witzig, aber das Ganze ist schlichtweg auch mal ausgereizt. Die Handlung völlig überkonstruiert und viel zu verschachtelt. Die Sprache ist einfach schwach und um hier auch konstruktiv zu sein, empfehle ich Eric Berg, das Nebelhaus oder das Küstengrab. Über den Plott kann man auch hier trefflich streiten, aber der spielt sprachlich in einer ganz anderen Liga.
Zudem finde ich es mittlerweile nur noch inflationär und abgedroschen, dass in fast jedem Krimi der Kommissar selbst, seine Frau, seine Mutter sein Opa oder irgendwer anders selbst involviert ist. Und ein Mörder, der sich durch eine Gesichts OP verändert hat, damit er sich an einer Kommissarin rächen kann, er überlegt aber noch gemeinsam mit dem Leser in epischer Breite: ob er „ihr nur beruflich schaden soll oder sie dann doch umbringen will“ sorry, das ist eines deutsch Aufsatzes nicht würdig.
Zum Thema Product-Placement: Ich finde das so etwas nicht in einen Roman gehört. Es ist mir auch völlig schnuppe, ob das im Fernsehen auch so ist oder nicht. Ich zahle Geld für ein Buch und möchte davon nicht belästigt werden. Es ist mir auch egal, ob Herr Wolf Geld dafür bekommt oder einfach nur seine Spezis und Amigos nach dem Prinzip des gegenseitigen Händewaschens unterstützt. Es ist einfach viel zu viel stört den Lesefluss und nervt. (Gute PR erkennt man nicht als solche). Letztlich denke ich aber, dass Manfred C. Schmidt und Konsorten hier auch die Kommentare schreiben und das ganze pushen.

29.07.2015 01:05:28
Eule Buer

Für mich sind die Ostfriesenkrimis einfach Unterhaltungsliteratur. Ich verstehe hier einige Nutzer nicht. Warum regen sie sich so darüber auf, daß einige realexistierende Orte, Personen, Einrichtungen usw. in den Büchern von Herrn Wolf erwähnt/genannt werden? Dann dürfte man ja auch nicht mehr fern sehen. Da fahren Autos rum, deren Logo nicht abgeklebt ist. Sind dann die Filme von diesen Marken gesponsort? Ach, Beispiele gibt es so viele. Und wer sich über angebliche Werbund und über das Niveau der Ostfriesenkrimis aufregt, der braucht sie doch nicht lesen. Auch wenn ich Herrn Wolf nicht persönlich kenne, obwohl ich in Gelsenkirchen wohne, bin ich doch der Meinung, daß er kritikfähig ist. Mit Sicherheit kann er es vertragen, wenn man sagt oder schreibt, daß einem die Bücher nicht gefallen. Aber muß man ihn über das anonyme Internet so dermaßen runtermachen? In seinen Büchern, egal in welchem, gab es auch für mich Stellen, die mich genervt haben, aber ich kann meine Kritik auf höfliche und freundliche Art rüber bringen. Die Krimi-Couch ist für mich ein Platz, an dem sich Leser fair über Bücher austauschen. Und wie ich gelesen habe, hat sich sogar Herr Wolf zu Wort gemeldet. Und besser geht es ja wohl nicht! Da hat man die Gelegenheit, sich mit dem Autoren auseinanderzusetzen - f a i r -, dann sollte man diese Gelegenheit auch auf f a i r e Art nutzen. Ich habe fertig! Und ehe ich auch noch eins auf den Deckel bekomme, nein, diese Aussage ist nicht von mir, aber ich weiß von wem. Und wenn Herr Wolf meine Worte lesen sollte: Hallo Herr Wolf, ich grüße Sie mit einem herzlichen "Glück auf!" aus Gelsenkirchen.

12.07.2015 09:10:47
Kerstin Linton

Lieber Herr Wolf,
ich bin in Norddeutschland aufgewachsen und lebe seit 25 Jahren in Australien. Immer wenn mich das Heimweh packt, lese ich einen Kuestenkrimi und ich finde es wunderschoen mich an die Orte meiner Kindheit zu erinnern.
Ostfriesenwut hat allerdings nur "Wut" in mir ausgeloest. Ein spannender Anfang aber dann viele verwirrende Geschichten, die eigentlich nichts mit dem Wesentlichen zutun haben und das Ende des Romans ist so kurz abgehandelt.
Leider das letzte Buch fuer mich aus dieser Serie.

07.07.2015 15:02:47
Jens FROMM

Sehr geehrter Herr Wolf!
ich habe gerade die letzte Seite von Ostfriesen Wut gelesen! Ich habe dieses Buch ( ja ich lese noch gedruckte Bücher ) nicht aus den Händen legen können! So realitätsnah, so spannnend und gut recherchiert, lässt es einen direkt in den Fall eintauchen. Der Fall zieht einen mit ins Geschehen, man kommt sich wie ein Teil der Freunde von Ann Kathrin Klaasen vor und lebt förmlich in der Story! Ein Buch, dass ich nur empfehlen kann, denn es fesselt einen von Anfang bis Ende! Leider kommt erst Anfang 2016 der nächste Fall in die Buchhandlungen!

24.05.2015 17:24:21
Hajo tom Brook

Eine kleine Anmerkung zum Kommentar von Lisa Gruenhoff:
Man könnte jetzt episch darüber philosophieren, wer denn nun dümmer ist:
Diejenigen, die dank Intellekt und Wissen dazu imstande sind, sich mit der so ganz besonderen Art Literatur Herrn Wolfs dezidiert auseinanderzusetzen und sie präzise einzuordnen oder diejenigen, zumeist weiblichen Konsumenten, die diese "Werke" de facto in irgendeiner Weise für große Literatur halten.
Tatsache ist, dass nicht nur die Geschmäcker, sondern gerade bei den Rezipienten, resp. primär Rezipientinnen von Wolfs Romanen auch die gestellten Ansprüche SEHR differierend sind!
Schön, dass dafür dann u. a. auch die Wolf´sche Trivialliteratur existent ist.

22.05.2015 19:37:02
Sabine Bock

Lieber Herr Wolf,

für mich sind Ihre Ostfriesenkrimis einfach hervorragend - ich habe schon alles gelesen - auch die isländischen - aber seit ich meinen ersten Ostfriesenkrimi "Ostfriesenfeuer" gelesen habe - bin ich infiziert. Habe natürlich bereits "Ostfriesenwut" gelesen. Die Mischung stimmt einfach!
Na ja und jetzt lese ich "Ostfriesenmoor" und freue mich bereits auf "Ostfriesenschwur", der im Februar 2016 erscheinen wird.
LG aus Bielefeld von Sabine - ein neuer Fan
Restaurant "Minna" war ich übrigens schon lecker essen!

21.05.2015 09:58:56
Lisa Gruenhoff

Je erfolgreicher Klaus-Peter Wolf wird, um so duemmer und heftiger werden die Angriffe auf ihn, leider auch hier auf der Krimicouch. Seine vielen Leserinnen, zu denen ich auch gehoere, wird das nicht abschrecken.
Ich liebe diese Buecher und freue mich auf jeden neuen Band.
Ich habe darin auch schon einige gute Krimitips bekommen, weil er immer wieder seinen Kommissar Weller Krimis lesen laesst.
Weiter so, Klaus-Peter Wolf, lass dich nicht von den Miesmachern irritieren.

27.04.2015 19:32:38
Heiko Eujen

Als "alter Ostfriese" habe ich selbstverständlich so ziemlich alle Ostfriesenkrimiautoren "durch" - von Hansjörg Martin über Sandra Lüpkes und Theo Reisdorf bis Klaus-Peter Wolf.Über Frau Lüpkes und Herrn Reisdorf möchte ich hier jetzt nicht reden - aber sehr wohl über Herrn Wolf und seine Krimis mit seiner Protagonistin Frau Klasen.Irgendwo im "Ostfriesland-Magazin" hat sich Wolf als Erben von Hansjörg Martin hinsichtlich der Ostfriesenkrimis hochgelobt. Na ja, Ostfriesland-Magazin, vertreten durch seinen Herrn Bloem? Hat dort denn niemand mal H. Martin gelesen oder warum lässt man Wolf sonst diese Selbstbeweihräucherung durchgehen? Sowas abstruses wie "Ostfriesenwut" hätte sich Martin nie abgerungen. Und das soll's dann auch gewesen sein - das war mein letzter Wolf-Krimi!

18.04.2015 12:14:17
Hajo tom Brook

Rattert da schon wieder die Marketing-Maschine oder müssen sich jetzt alle boshaften Kritiker (und natürlich Neider!) aufgrund des nun endlich von ihm aufgeklärten grundlegenden "Missverständnis" bei Herrn Wolf entschuldigen???

Ich fürchte leider Ersteres.

Für diejenigen, die es noch nicht gemerkt haben oder für die, welche die passende Stelle aus den Ostfriesenkrimis gerade nicht parat haben, wird auch im Kommentar erneut explizit namentlich erwähnt, wem Herr Wolf "eine wichtige Rolle" bei der Bereicherung des kulturellen Lebens in der aktiven Musikszene Ostfrieslands zugesteht.

Natürlich darf dabei litaneihaft auch wieder einmal Bettina Göschl nicht fehlen, zufällig mit Herrn Wolf verheiratet und ebenfalls in die Promo auf Gegenseitigkeit (siehe ihre Internet-Seite, "Wenn mein Mann einen neuen Krimi schreibt" mit einer Huldigung ihres "Humphrey-Bogart-Verschnitt", "Ostfriesenlandkrimi-Extrablatt";, "YouTube"-Video etc., etc., etc.) auf formidable Weise involviert.

Es ist, gerade was die sich ständig repetierende Huldigung der Moritaten seiner Ehefrau anbelangt, die platte, plumpe und unmotivierte Erwähnung derselben um jeden Preis und zu jeder (unpassenden!) Gelegenheit, die Herrn Wolfs unbeholfenes Marketing für den Leser so nervig macht.

Das Radio wird eingeschaltet und selbstverständlich dudelt bei egal welchem Sender wieder einmal zufällig Kinderliederndes von B. Göschl.

Mein Gott, wer soll denn das glauben???

Wenn ich im Norden (oder auch anderswo) das Radio einschalte, dudeln da eben NICHT spontan die Kinderlieder Ihrer Ehefrau, das ist doch irrationales, kommerzielles Wunschdenken, Herr Wolf!

Alle Herrn Wolf nahestehenden und seines Erachtens nach förderungswürdigen Kriminalschriftsteller werden natürlich auch namentlich mit abgefrühstückt; Herr Wolf braucht das Geld ja nicht mehr so unbedingt und da fallen von seinem reich gedeckten Tisch selbstverständlich auch ein paar Brosamen für sie ab.

Es geht Herrn Wolf seiner eigenen Aussage nach primär um die Darstellung der Welt seines Ostfrieslands.wer es noch nicht wusste, auch kostenlose Handyapps führen nun in diese, seine ureigene kommerzielle Welt.

Und, nicht zu vergessen, "Es gibt Stadtführungen zu den Schauplätzen.". Und dort kann man, oh Zufall über Zufall, die Wolf´ schen Werke erwerben, wer hätte das gedacht???

So hat nicht nur der Betreiber der Lokalität qua zugeführtem Publikumsverkehr etwas davon, sondern auch, man glaubt es kaum, der Autor!

Da sich Herrn Wolf seinem Bekunden nach vorrangig auch als Mentor der kulturellen ostfriesischen Szene sieht, stellt er uns deren großzügig erweiterten Horizont in seinen Elaboraten gleich mit vor:

Da wären namentlich benannte, ihm wohlgesonnene Zeitungsredakteure, ein Maurer (Handwerker kann man immer brauchen...), schön, wenn eine Hand die andere wäscht.

Marzipan von "ten Cate", hundertfach in seinen Büchern auf das Nervigste promotet und dieses von der betr. Konditorei als Support umgekehrt natürlich auf der Internet-Seite des Unternehmens nicht nur mit einer eigenen, bebilderten "krimiflyer.pdf" gewürdig, sondern auch ergänzt um den dezenten Wink mit dem Zaunpfahl "Zusätzlich haben wir auch die Ostfriesenkrimis in der Auslage".wer hätte nur einen Gedanken daran verschwendet?

Restaurants und deren Betreiber, bei denen es sich Herr Wolf offenbar gerne schmecken lässt.wer würde da nicht sarkastisch ketzern "Geht das auf´s Haus???".

Ein großes Fotoservice-Unternehmen (hupps, der Betriebssitz liegt gar nicht in Ostfriesland...), ein namentlich bezeichneter Aufsteller von WC-Häuschen an Autobahnen, hin zur expliziten Benennung von Herrn Wolf handverlesenen Zahnärzten und deren Praxissitz, all´ dies "bereichert" Ostfrieslands Kultur.

Wir sehen, die Wolf´sche ostfriesische Kulturlandschaft ist eine offenbar eminent große, auch wirtschaftlich betrachtet allumfassende und (für ihn wörtlich zu nehmen...) in jeder Beziehung lukrative Perle im Norden.

De facto bekommen wir hier Cross-Marketing vorgeführt, nur eben nicht die subtile par excellence Variante, hier wird vom Autor grob mit dem Vorschlaghammer zugehauen.

Klaus-Peter Wolf hat, das zeigt u. a. gerade auch sein Kommentar in entlarvender Weise, in weitreichendster, verquaster Form Marketingpraktiken verinnerlicht und seine in dürftiger, abstruser und konfuser Handlung angesiedelten "Romane" im wesentlichen zu plumpen Werbeträgern gemacht. Natürlich sichert ihm diese Massenware ein durch seine eigene prekäre Historie bedingt mehr als langersehntes auskömmliches Einkommen dank treuer, jubillierender Erstbewerter und mehr oder weniger clever geköderter Buchkäufer.

Er muss nun aber konsequenterweise auch damit leben, dass von Kritikern der literarische Anspruch seiner Bücher legitim dahin korrigiert wird, wo er hingehört:

In die hinterste Schmuddelecke der Trivialromane.

Thriller, Herr Wolf, geht anders. vielleicht einmal wirklich in Island nachschauen, Indridason wäre da zu empfehlen.

17.04.2015 23:24:40
Klaus-Peter Wolf

Liebe Leserinnen und Leser, liebe Freunde der Ostfriesenkrimis!
Ich möchte gerne etwas klarstellen: Immer häufiger werde ich im Netz angegriffen und meine Bücher und meine Art zu schreiben werden als "Werbung" bezeichnet.
Dies ist ein grundlegendes Missverständnis.
Ich erzähle eine Welt. Es ist mein Ostfriesland. Alles gibt es wirklich. Die Restaurants. Die Plätze und Cafes. Wie auch viele Menschen.
Dies ist meine Art, des realistischen Schreibens. Alles ist für Leser überprüfbar. Es gibt sogar kostenlose Handyapps, die zu den Orten führen.
Für die einen Menschen ist dies Werbung, für die anderen wird Literatur hier zu einem erlebbaren Ereignis. Nur Täter und Opfer sind erfunden. Alles andere ist da. Es gibt sogar Stadtführungen zu den Schauplätzen.
Natürlich profitiert Ostfriesland davon. Und - wen stört es?
Würden meine Bücher besser, wenn Örtlichkeiten nicht genannt werden würden?
Ich habe dreissig Jahre darunter gelitten, dass deutsche Verleger und Kritiker der Meinung waren, Spannungsliteratur könne in Deutschland nicht geschrieben werden, sondern müsse aus den USA kommen oder aus Skandinavien.
Mir wurde sogar ernstaft vorgeschlagen, ich solle meine Bücher in den USA spielen lassen und unter einem englischen Pseudonym schreiben.
Ich wollte das aber nicht und habe mich - mit einigen Kollegen - gegen diese dummen Ansichten gewehrt. Lange waren die Bestellerlisten für die anderen, die "internationalen Autoren".
Wir waren "nur" die Regiokrimischreiber.
Jetzt haben meine Bücher und die einiger Kolleginnen einen Siegszug angetreten, der noch vor Kurzem unmöglich schien.
In der ostfriesischen Welt, die ich erzähle, spielen auch viele Künstler eine wichtige Rolle. Musiker wie Jan Cornelius. Otto Groote. Die Band Action-B.
Ja, selbst der Norddeicher Shantychor. Und natürlich auch die Kinderliedermacherin Bettina Göschl. Sie alle gehören hier hin, bereichern mit ihren Konzerten das kulturelle Leben.
Erwähne ich sie, wirft man mir vor, Werbung für sie zu machen...Hallo?
Ist es schlimm, schadet es irgendwem, wenn die Welt erfährt, dass wir hier eine aktive Musikszene haben?
Und selbstverständölich kommen auch meine Kolleginnen und Kollegen, die Kriminalschriftsteller vor. Ostfriesland ist reich an solchen Talenten. Manfred C.Schmidt. Christiane Franke. Regine Kölpin. Peter Gerdes... Ich kann sie gar nicht alle aufzählen, aber in meinen Büchern spielen sie mit.
Wo gibt es mehr Kriminalschriftsteller als bei uns? In Island möglicherweise... Klar googeln Leser von mir diese Namen und entdecken so mach gutes Buch...
Einige bedanken sich sogar in Emails dafür.
Wem das alles nicht passt, der kann doch getrost etwas anderes Lesen. Gibt doch genug, in denen Ostfriesland und seine Künstler nicht vorkommen. Wer meine Bücher kauft, weiss, was ihn erwartet...Ich werde ganz verläßlich meine ostfriesische Welt erzählen, natürlich mit beliebten Figuren wie dem Maurer Peter Grendel, dem Journalisten Holger Bloem und dem Konditor Jörg Tapper.
Sie gehören genauso dazu, wie Rupert, Ubbo Heide oder Ann Kathrin Klaasen.
Eine Leserin schrieb mir, jeder neue Roman ist für mich wie ein nach Hause kommen. Wie schön so soll es sein.
Herzlich Klaus-Peter Wolf

15.04.2015 15:22:17
Frank Erkelenz

Achtung (Satire): Dieses Product Placement für die Ehefrau des Autors (Bettina Goeschl), Restaurants incl. Speisenempfehlungen etc. wird durch gelegentliche Krimihandlung unterbrochen.

Ich liebe Klaus-Peter Wolfs Romane eigentlich seit anno tuc (Dosenbier und Frikadellen), insbesondere seine Ostfriesenkrimis. Aber die ständige, extrem sackgängige Schleichwerbung geht zu Lasten des Krimis, der früher so genau gezeichneten Charaktere und vor allem der Leselust.

Daher leider: RTL 2-Niveau statt gewohntem Krimi-Vergnügen. Hab nach 250 Seiten aufgehört und auf Horst Eckert gewechselt. Eine gute Entscheidung.

14.04.2015 17:20:17
Hajo tom Brook

Genau, Frau Schäfer etc., Sie habe ich hier schon schmerzlich vermisst!
Ihr Alter Ego "S. Kaminski" aka "Rupert" hat sich ja schon gleich initial am 31.03.2015 als Supporting-Act in vorderster Startreihe verewigt.
Schön, dass Sie sich extra die Mühe machen, auch auf dieser Plattform meine Thesen, hier am 12.04.2015 veröffentlicht, so dezidiert zu bestätigen.Natürlich nehme ich es mir als Freiheit heraus, zum Schutz meiner Persönlichkeit vor geifernden Netzwerkern neben "Carpe Diem" ein weiteres Pseudonym "Hajo tom Brook" zu verwenden, so what?
Sie betreiben mit Ihren multiplen 5-Sterne-Bewerter-Persönlichkeiten in Ihrem Netzwerk auf den diversen Plattformen doch nichts anderes!
Wer im Glashaus sitzt, sollte nicht mit Steinen werfen.
Lediglich die Motivation unterscheidet uns beide ganz wesentlich und deutlich voneinander:
Meine ist die investigative, analysierende und aufklärende Arbeit.
Ihre die Manipulation.

14.04.2015 08:49:20
Simone Schäfer

Ich habe alle Klaus-Peter-Wolf-Romane gelesen. Nicht nur die Kultkrimireihe der Ostfriesenkrimis, sondern auch alte Schätzchen wie „Traumfrau“ oder „Samstags, wenn Krieg ist“. Und ich kann voller Freude sagen, er wird immer besser.
Nach „Ostfriesenfeuer“ hielt ich keine Steigerung mehr für möglich, doch er hat es geschafft, mit „Ostfriesenwut“ nicht nur einen Kriminalroman zu erzählen, sondern ein großes Gesellschaftspanorama, ja, er liefert ein Röntgenbild. In einer aus den Fugen geratenen Welt, in der die alten Regeln nicht mehr funktionieren, kämpft ein Häufchen tapferer Ostfriesen um die eigene Existenz. Ein Konditor, ein Maurer und ein paar Polizisten stemmen sich dem Wahnsinn entgegen. Sie machen Fehler, sie irren sich, sie zanken sich und halten am Ende doch zusammen wie eine Pferdeherde bei Gewitter.
Vielleicht mag ich diese Romane deswegen so sehr. Es sind so normale Menschen, mit ihren Problemen und Schwierigkeiten. Sie erinnern mich an die eigene Familie und ich mag selbst das schwarze Schaf, den Macho Rupert, und möchte ihn nicht missen, weil er in so manch schwieriger Situation für Heiterkeit sorgt, wenn er mal wieder mit seinen Sprüchen ins Fettnäpfchen tritt.
Inzwischen habe ich mir auch ein paar Hörbücher zugelegt, die von Klaus-Peter Wolf selbst eingelesen werden und bei langen Autofahrten lasse ich mir meinen Lieblingsszenen von ihm nochmal vorlesen.
Deutschlands dienstältester Hörspielproduzent, Ulrich Maske, sagte in einem Interview über Klaus-Peter Wolf: „Seit „Ostfriesenwut“ dürfte endgültig klar sein, dass im Alphabet der profiliertesten Spannungsliteratur neben Highsmith, Larsson und Mankell auch Klaus-Peter Wolf steht.“ Da nennt Herr Maske meine vier LieblingskriminalschriftstellerInnen in einem Zug.
Es ist schon faszinieren zu sehen, wie aus „Regiokrimis“ schließlich internationale Bestseller wurden.
In „Ostfriesenwut“ verfolgt Klaus-Peter Wolf gleich zehn verschiedene Handlungsstränge, die aus unterschiedlichen Perspektiven erzählt werden und schließlich zu einem großen Ganzen zusammenlaufen. Das mag so manchen Leser überfordern, wenn ein raffiniert gebauter Plot nicht mit einfachen Lösungen daherkommt. Ständig werden nicht nur seine Figuren, sondern auch seine Leser vor Entscheidungen gestellt. Was würde ich tun? Ist es richtig? Ist es falsch? Hätte ich Freunde, die mir in so einer Situation zur Seite stehen?
Mittlerweile habe ich als Fan auch einige Schauplätze besucht und an einer Krimi-Stadtführung in Norden teilgenommen. Natürlich habe ich bei ten Cate gesessen und einen Kaffee getrunken, bin über die Osterstraße und den Neuen Weg gegangen und hatte das Gefühl, mich in einer Romankulisse zu befinden, denn all das gibt es wirklich. Die Schwanen-Apotheke, vor der das Kind entführt wurde, die Polizeiinspektion am Markt, die aussieht wie ein Knusperhäuschen – hier ist ein Ort zu Literatur geworden. Der Boden vibriert geradezu für Fans, wenn sie hier spazieren gehen.
Ich habe sogar als krönenden Abschluss Peter Grendels gelben Bulli auf der Norddeicher Straße gesehen und musste einfach ein Handyfoto machen und es gleich an meine Freundinnen schicken. Ja, auch den Maurer gibt es wirklich!
Ich las in der Zeitung eine Aussage vom Sparkassendirektor Türck, der sagte: „Klaus-Peter Wolfs Ostfriesenkrimireihe ist längst zu einem wichtigen Wirtschaftsfaktor für die ganze Region geworden.“
Ist das nicht toll?
Es ist ihm nicht nur gelungen, in einem Land, in dem angeblich kaum noch gelesen wird, Literatur zu einem gesellschaftlichen Ereignis zu machen und gleichzeitig sein geliebtes Ostfriesland, eine sonst recht vernachlässigte Region in Deutschland, in den Mittelpunkt internationalen Interesses zu stellen.
Da lehne ich mich als langjähriger Fan doch entspannt zurück und freue mich, denn auch ich hatte daran einen Anteil – wie viele meiner Freundinnen habe ich „angefixt“ und zu Fans gemacht, als die Bücher noch nicht in den Bestsellerlisten waren und die meisten Buchhändler mit großen Augen geguckt haben, wenn man einen Ostfriesenkrimi haben wollte. Nur selten hatten sie die da, meist musste man sie bestellen.
Inzwischen liegen sie stapelweise in den Läden und Klaus-Peter Wolf hat fast überall einen eigenen Tisch.
Hier gibt es auch sehr viele negative Rezensionen und kopfschüttelnd habe ich gesehen, dass Carpe Diem, der sich manchmal auch Hajo tom Brooks nennt, und noch andere Pseudonyme hat, Klaus-Peter Wolf hier mit seinem Hass verfolgt und hämische Kommentare unter jede positive Rezension setzt und versucht, die Bücher schlecht zu reden. Da steckt jemand so viel Energie in eine Sache, dass mir das verdächtig vorkommt. Wenn ihm die Bücher nicht gefallen, warum kauft er sich dann jedes Mal den nächsten Kriminalroman? Er weiß doch, dass all das, was ihm nicht gefällt, wieder darin vorkommen wird. Die Schauplätze, die Menschen, all das, was ihm Übelkeit bereitet, aber hunderttausende Leser auf der ganzen Welt erfreut.
Die öffentlichen Steinigungen finden heutzutage im Internet statt. Sie sind anonym und gefahrlos für den Täter, aber dafür nicht weniger verabscheuungswürdig.

12.04.2015 19:18:04
Hajo tom Brook

Und für alle die Klaus-Peter Wolf Netzwerker, die der Meinung sind, nun, wie auf anderen Portalen auch, hier gegen mich Gift und Galle aufgrund meiner unten stehenden Bewertung spucken zu müssen, einmal explizit analytisch mit Empfehlungen an "Susanne Kaminski", aka "Rupert", aka "S. Schäfer", aka "Jule Kranz" das Folgende:

Nach einer kleinen Auszeit in meiner alten Heimat im Norden, unmittelbar in der Nähe von Ann Kathrin Klaasen (da gibt es übrigens ein herrliches Refugium, mit einem Swimmingpool ganz oben auf dem Dach bla bla bla, klar, logisch, natürlich kenne ich persönlich auch den Besitzer des Hotels „…….. Einhalt, Einhalt, keine Werbung, lach!) melde ich mich gerne wieder; dieses Mal, um mich in voller Aufrichtigkeit beim Autor und diversen seiner 5-Sterne-Bewerter/Kommentatoren für die Erkenntnisse und Einsichten zu bedanken, die sie mir freundlicherweise gewährt haben. Sie alle haben so sehr förderlich zu meiner Arbeit beigetragen!

Es ist mittlerweile sattsam bekannt, dass rund 30% der Bewertungen auf Portalen gefakt sind. Man bedient sich dazu adäquater Mittel wie professioneller Agenturen, spezieller Software oder aber auch eines durchaus sehr wirksamen selbstkreierten Netzwerkes. Ein solches Netzwerk ist umso effizienter, je feiner es geknüpft ist und je länger es historisch bereits Bestand hat. Dies impliziert auch einen verlässlichen, festen Zusammenhalt der Kernmitglieder. So kann im notwendigen Casus schnell, spontan und durchaus auch im wahrsten Sinne des Wortes massiv reagiert werden, sollte Unheil in Form unerwünschter Produktkritik oder unliebsamer Kommentare dräuen. Selbstverständlich wird nicht nur reagiert, sondern parallel dazu mit umfassenden Maßnahmen die Umkehr des drohenden Negativ-Effektes herbeigeführt.

Ich beschäftige mich nicht nur als Rezipient und Rezensent mit Literatur, sondern darüber hinaus auch mit dem literarischen Umfeld und hier in letzter Zeit verstärkt mit dem Phänomen der um sich greifenden Manipulation und deren Methoden in den gängigen Bewertungsforen. Die offensichtlich stattfindenden Prozesse sind mal subtiler angelegt, mal jedoch auch von einer geradezu naiven, durchschaubaren Art.

Klaus-Peter Wolf ist hier in meinen Focus geraten, weil ich seine Bücher nicht nur de facto gelesen habe und meine diesbezüglichen Kritiken ehrlich und wahrhaftig so gemeint sind, sondern weil gerade bei ihm erstaunlich viele Kriterien, die Argwohn erregen müssen, zum Tragen kommen. Bei meiner Rezension von „Ostfriesenwut“ habe ich bewusst nicht mit wenigen Sätzen, sondern in expliziter Weise den Roman kritisiert. Wie von mir erwartet, wurde dies rasch überwiegend als „Nicht hilfreich“ bewertet. In logischer Konsequenz rutscht dadurch die Kritik auf der betr. Seite nach hinten und gerät so aus dem unmittelbaren Blickfeld, in meinem Fall ans absolute Ende. Umgekehrt werden natürlich gerade die jubilierenden, umfangreichen 5-Sterne-Bewertungen durch „Hilfreich“-Klicks nach vorne gepusht. Dies stellt die gängigste und simpelste Art der Reaktion eines Netzwerkes dar.

Wichtig sind natürlich die Kernfiguren des Netzes, die zum einen mit dem Erscheinen der Bücher begeisterte Initial-Rezensionen abliefern, zum anderen aber auch mit Kommentaren und Folgerezensionen unter anderer Identität entscheidend dazu beitragen, das Bewertungslevel hochzuschrauben, resp. zumindest auf akzeptablem Niveau zu halten. Nehmen wir exemplarisch „S. Kaminski“, aka „Rupert“ (nachdem die identische Initial-Huldigung von „S. Kaminski“ zur Bucherscheinung später gelöscht wurde…), aka „S. Schäfer“ (wie sich die Email-Adr. doch so schön mit der von S. Kaminski gleicht und ergänzt…), aka „Jule Kranz“ ( die Frau Heimann mit dem „diagnostischen Ohr“ vom 12.04.2013, Sie erinnern sich, Frau Kranz…?), auf unterschiedlichen Portalen werden gleichlautende Jubel-Bewertungen abgegeben und sich mit Vehemenz in Kommentaren unerwünschten Kritikern entgegengeworfen. Das Rüstzeug dazu hat frau sich bekennenderweise auf Seminaren des Autors geholt. Die Rezensionshistorie zeugt von treuer Gefolgschaft im Netzwerk.
Weil gerade die Kommentare eine so außerordentlich wichtige Rolle spielen, da sie ein weites Feld für die supportende Crowd bieten, Verfasser negativer Kritiken in die Schranken zu weisen und persönlich anzugreifen, resp. im Idealfall sogar die Rücknahme oder Zensur deren Rezensionen oder Kommentaren zu bewirken, legte ich auch hier den Finger in die Wunde. Ich musste mich noch nicht einmal großartig mit kleinen eigenen Kommentaren als Agent Provocateur betätigen, um das Netzwerk zu aktivieren. Bei den meisten 5-Sterne-Erstbewertern, gerade die mit den zweizeiligen, auffälligen Promo-Floskeln, erfolgte naturgemäß keine Reaktion. Bei den zu identifizierenden, zum Kern des Netzwerks gehörenden Akteuren stach ich jedoch letztendlich in ein Wespennest.
Teils amüsant und unbeholfen, vorwiegend aber mit entlarvender und erschreckender brachialer Methodik wurden umgehend die von mir momentan beleuchteten Manipulationstechniken angewandt:
In der Quintessenz wurden mir immer wieder Neid (ggf. ob eigener literarischer Unfähigkeit), Selbstbeweihräucherung, Unsachlichkeit, aufreizend intellektueller Verriss vorgeworfen, aber sich rasch weiter potenzierend auch Scheitern auf ganzer Linie prognostiziert, mit dem Boomerang-Effekt gedroht und verabscheuungswürdiges Handeln, üble Hasstiraden und als Krönung vom Autor und seiner Crowd sogar eine ultrarechte Geisteshaltung unterstellt.
Ein Kommentator (genau, Herr Urs van´t Lütjepad) stilisierte mich unter Anrufung des Herrn als offenbare Ausgeburt seiner ur(s)eigenen Albträume zu einem wohl nur noch entfernt menschenähnlichen fiktionalen Monster hoch, mit aus den Augen sprühendem puren Hass.
Danke für so viel Phantasie!
Leider führt diese dann vielfach genau zu dem gewünschten Effekt, dass Negativ-Bewerter Ihre Rezension zurückziehen oder idealerweise damit oder mit ihren Kommentaren der Zensur zum Opfer fallen.
Wie plump hier u. a. die zensierend gewünschte Restriktion des Meinungsforums herbeigeführt werden soll, zeigt sich darin, wie sich auf putzige Weise Kommentatoren des Netzwerkes gegenseitig theatralisch darin hochschaukeln, nie, aber auch so was von nie wieder bei der entsprechenden Plattform zu bestellen, wenn sie denn etwas so Böses wie negative Kritiken und Kommentare zulässt!
Die Drohkulisse des Netzwerks verfehlt ihre Wirkung de facto nicht:
Potentielle Kritiker werden gründlichst abgeschreckt, weil sie sich nicht den öffentlichen Sanktionen der Crowd aussetzen wollen. Die letzte noch gelistete Negativbewertung datiert vom 02.04.2015 her, eine zeitlich Nachgeordnete wurde durch Druck des Netzwerks bereits entfernt. Hätten Autor Wolf und seine Netzwerker einmal auf die bisher abgegebenen Bewertungen dieser gelöschten Rezensentin geschaut, hätten sie festgestellt, dass die betr. Dame aufgrund eines offenbar jüdischen Hintergrundes mit absoluter Sicherheit nicht in die ihr vehement vorgeworfene rechte Schmuddelecke gehört… Ist Ihnen das nicht peinlich, Herr Wolf? Einer meiner Kommentare, in dem ich mich entschieden gegen die grobmotorische Einordnung auch meiner Person ebenfalls durch den Autor persönlich und sein Netzwerk in die gleiche ultrarechte Ecke verwahrte, fiel auch der Zensur zum Opfer. Dafür gab es aber eine Inflation von bis heute neun neuen, teils sehr umfangreichen 5-Sterne-Beurteilungen, darunter natürlich wieder, wen sollte es wundern, mit dem ausführlichsten Elaborat die bekannte „S. Schäfer“…..Honi soit, qui mal y pense…Entschuldigung, „Ein Schelm, wer Böses dabei denkt“…meine kleine Reminiszenz an den durch mich offenbar auch in „Harnisch“ gebrachten, Literaturwissenschaft studiert haben wollenden Gymnasiallehrer für Deutsch, der possierlicherweise an einer Haupt- und Realschule Mathematik und Sport unterrichtet….
Schaut man sich dann noch einmal an, wer möglicherweise hinter der jubiläumsträchtigen 50sten 5-Sterne-Bewertung steckt, könnte man wirklich ins Grübeln kommen, ob hier nicht etwa der Autor selbst mit trotzig erhobenem Haupt und den Kritikussen stolz entbotener doppelter Namensnennung agiert, um sich ein besonderes Geschenk zu machen???
Ein empfehlenswerter Blick auf den sich bei näherer Nachschau offenbarenden wahren Kaufrausch an Uhren, Unmengen transportabler Trinkbehältnisse, Outdoor-Equipment sämtlicher Couleur, Nahrungsergänzungsmitteln, Koch- und Küchenutensilien etc., etc. mit floskelhaften Bewertungen lässt nicht nur profan den Rückschluss auf doch zumindest in deutlich ausreichender Weise gegebene monetärer Mittel zu, sonder zaubert auch angesichts der durchaus stimmigen Produktauswahl ein Schmunzeln in das Gesicht.
Schaut man sich nun die Bewertunskommentare einmal explizit an, wird aus dem Schmunzeln ein breites Grinsen…fern vom eigentlich beurteilten Produkt finden sich immer wieder mehr oder weniger beiläufige explizite Benennungen bereits vorhandenen eigenen anderweitigen Besitzstandes und weiterer favorisierter Konsumgüter…mehr kann Marketing… Entschuldigung…Werbung doch nicht verinnerlicht worden sein.
Das kommt einem irgendwie doch aus irgendeiner Bücherreihe bekannt vor…
Schlussendlich verbindet mich trotz meiner absolut legitimen konträren, kritischen Betrachtungen ganz versöhnlich doch eine Gemeinsamkeit mit den bezeichneten 5-Sterne-Akteuren:
Wir alle sind in großer, gespannter Vorfreude auf Band 10!
Ich kann es kaum erwarten.

12.04.2015 19:07:25
Hajo tom Brook

"Kriminalromane sind kein trivialer Scheiß":
Zitat Klaus Peter Wolf

So, so, Herr Wolf, warum führen Sie dann mal wieder Ihr eigenes Zitat ad absurdum???

Die Rezeptur dieses Wolf'schen Fließband"krimis" ist (thematisch global abgreifend...) wie folgt:

Obligatorischer Mord, böse Börsianer nebst Gattin, Terror qua Genozid durch Gift im Trinkwasser, drohender transatlantischer Datengau, eine Prise Gustl Mollath, Korruption, organisiertes Verbrechen, V-Männer, Pornostreaming, Abhörskandal, final abgeschmeckt mit Frauenhandel (1989er Revival...?).

Figuren, die auf das Unglaubwürdigste zunehmend degenerieren und gar behandlungsbedürftig erscheinen.

Holpernde, teils unbeholfen kindlich (oder doch eher kindisch) anmutende Erzähl- und Ausdrucksweise.

Und, sonst wäre es kein echter Wolf, wieder einmal grausigstes Product-Placement.

Das Endergebnis ist erwartungsgemäß, die Kritiken sind unisono.

Mir stellt sich die Frage nach dem "Warum?".

Natürlich nimmt ein Autor Zeitbezug, greift Aktualitäten auf und flicht sie in seine Geschichten mit ein, aber doch als Komposition sich sinnhaft einordnender, werkbezogener Komponenten und nicht als verworrene Verwurstung gewesener Schlagzeilen, die nun auf Teufel komm raus in einen großen Topf geworfen und nach dem Motto "Reim dich oder ich fress dich" grob verquirlt werden. Wen wundert es, dass statt "Haute cuisine" eher banalste Eintopfpampe dabei herauskommt.

Wolf's Protagonisten und Antagonisten sind mittlerweile nicht nur simpelster Schwarz-Weiß-Malerei entsprungen, er fährt seine Figuren auch sukzessive, aber mit Vehemenz an die Wand. Es ist, als ob er ganz offenbar das Interesse an ihnen verloren hat. Die Charaktere werden je nach fortschreitender Anlage immer psychotischer, infantiler, unglaubwürdiger und realitätsferner. Eingebettet in einen glaubwürdigen Plot mag dies durchaus noch räsonabel sein, in Wolf's abstrusen und konfusen Handlungszweigen ist dieses destruktive Element keinesfalls nachvollziehbar.

Herr Wolf ist in erster Linie ein clever (Selbst-) Vermarkter. Wie im übelsten Tele-Shopping wird auch im neuen Band auf das Nervigste alles und jeder verwurstet, zu dem Herr Wolf gerne seine Relation promoten möchte. Umgekehrt erfährt natürlich auch der Autor im Gegenzug z. B. auf Internet-Seiten der Vermarkteten wiederum seine Würdigung. Mit dem von Wolf behaupteten ostfriesischen Lokalkolorit hat das nicht im Geringsten etwas zu tun, sondern ist schlicht sich in ödester Weise repetierendes, tumbes und deplaciertes Product-Placement und Pseudo-Authentizität. Schon gemerkt, Herr Wolf, Ostfriesland hat tatsächlich auch Landschaft und originäre Menschen und Eigenheiten???

Das Highlight im Panoptikum der Peinlichkeiten ist zweifellos wieder das litaneihafte Marketing, Wolf's kinderliedernde Ehefrau B. Göschl betreffend. Wie soll man es noch beschreiben, dreist, dumm, deplaciert, unbeholfen oder einfach nur lächerlich?

Es ist recht evident, dass es mit schleichender Vorankündigung durch die Themenreihe hindurch offenbar nicht mehr Wolf's Intention ist, mit Anspruch zu schreiben. Selbst er muss merken, dass im Vergleich zu seinen mittlerweile völlig lieblosen Fließbandproduktionen sogar Groschenromane à la "Jerry Cotton" in Richtung Literaturnobelpreis rücken.

Der Autor hat es finanziell nicht mehr nötig, weiter zu schreiben, monetärer Antrieb kann es also nicht sein. Vielleicht ist Herrn Wolf einfach nur langweilig geworden und wir sind nun alle Zeuge eines Experimentes oder Spieles:

"Wie weit kann ich gehen, wie weit kann ich es treiben, bis auch der Letzte meiner Stammleser die Segel streicht und mir von der Fahne geht?".

Einmal sich den Spaß gönnen und vielleicht als Reminiszenz an selige Politträume ein System demontieren, und sei es das Eigene?

Ich fürchte, der Prozess könnte ein Längerer werden, denn auch ich musste wie andere schon die Erfahrung machen, dass sich gerade bestimmte Stammleser und Teilnehmer seiner Seminare par force ungehörigen Kritikern gegenüber für ihr Idol mit Fulminanz in die Bresche werfen. Auffällig dabei ist eine erwähnenswerte Gemeinsamkeit, die sie alle offenbar eint:

Dem delinquenten Kritikus wird verblüffend häufig unterstellt, selbst nur eine bedeutungslose, von Neid zerfressene gescheiterte literarische Existenz zu sein, deren Spitzweg'sches Abbild man sich übers Sofa gehängt hat.

Honi soit qui mal y pense.

31.03.2015 21:06:00
Susanne Kaminski

„Ostfriesenwut“

„Du glaubst, dass du mich jagst, dachte er. Aber das ist ein Irrtum, meine Liebe. Ich bin der Jäger und du bist das Wild. Du hast mir einmal zuviel ins Handwerk gepfuscht. Ich bin dir noch etwas schuldig für die zerschossene Kniescheibe. Diesmal wirst du es nicht überleben. Wenn das hier vorbei ist, werde ich in der Karibik am Strand kühle Drinks schlürfen, während du, liebe Ann Kathrin, längst in ostfriesischer Erde begraben sein wirst.“

Wir werden es lesen…

Ein Jahr geht schnell vorbei - sagen viele...-,
aber ein Jahr „Wartezeit“ auf den – oder die verknüpften – neuen Fälle von Ann Kathrin Klaasen kann endlos sein und dieses Jahr dauert einfach doppelt so lang.
Mittlerweile – nach acht Bänden Ostfrieslandkrimis des Autors Klaus-Peter Wolf – ist mir die Protagonistin Ann Kathrin Klaasen sehr ans Herz gewachsen. Ich fiebere dem Erscheinen des neuen Buches entgegen und nun ist es endlich soweit!
Ich halte die „Ostfriesenwut“ in meinen Händen!

Böse Stimmen werden laut – ob das mittlerweile ein „Abklatsch“ oder eine „Wiederholung wird?
NEIN…..!
480 Seiten geballte Spannung und eine irre Verknüpfung der Geschehnisse erwarten mich und ich tauche in die Kriminalgeschichte ein.

Nach den ersten zehn Seiten muss ich zwar eingestehen, dass ich nicht mehr die Nordsee „rieche“, aber ich diese unbändige Wut spüre und auch empfinde. Diese Wut ist unglaublich. Sie lässt mich nicht mehr los und ich gehe voll mit Ann Kathrin los.
- WAS IST GESCHEHEN ??? –
Der Autor Klaus-Peter Wolf hat es innerhalb weniger Seiten geschafft, mich in den absoluten Bann zu ziehen. Das Fieber, welches mich ergriffen hat, als Ann Kathrin Klaasen großes Unheil von ihrer eigenen Dienststelle zugefügt wird, hat mich fast ohnmächtig werden lassen vor Wut!
Ann Kathrin Klaasen stellt eine Theorie auf, die einfach fatal erscheint und doch der tatsächlichen Realität entspricht. Der einzige, der ihr glaubt ist Weller. Sie geht durch ein Martyrium – immer verfolgt von ihren Erkenntnissen dass sie – selbst von ihrem ehemaligen Chef Ubbo Heide – hinters Licht geführt wurde und nichts mehr im Polizeidienst ist, wie es sein sollte. Wer sind die „Drahtzieher“ – was soll vertuscht werden? Niemand glaubt ihr und um sie „mundtot“ zu machen, zieht man sie kurzerhand auf obskure Weise aus dem Verkehr. Korruption, Verbundenheit, Geld – viel Geld -, Machenschaften, Karrieresucht, Mobbing, falsche Spiele, was spielt eine Rolle?
Unermüdlich – eigentlich gehetzt und voll Wut – verfolgt Ann Kathrin Klaasen ihr Ziel und deckt Abgründe auf, die gar nicht zu verstehen sind.
Wunderbar versteht der Autor dieses Gewirr von Emotionen und kriminellen Handlungen miteinander zu verknüpfen.
Zum ersten Mal in all den Fällen wird mir der Kollege Rupert – der Kollege, den jeder hat, den aber niemand braucht -, sympathisch. Auch das schafft der Autor sehr gut, seinen Lesern zu symbolisieren. Ruperts Verhalten Ann Kathrin gegenüber zeigt, wer in brenzligen Situationen zu einem steht. Obwohl er Ann Kathrin eigentlich hasst, zeigt er großes Herz und bedingungslosen Einsatz, und lässt seine Kollegin nicht hängen.
An Ruperts Stelle tritt nun die verhasste neue Dienststellenleiterin, Polizeioberrätin Jutta Diekmann. Eine karrieresüchtige, emotionslose Zicke, die wohl in ihrem Erscheinungsbild jedem Leser geläufig sein wird. Einen Kollegen wie Rupert kennt man, aber eine Chefin, wie diese Zicke, kennt man leider auch.

Der Autor Klaus-Peter Wolf gestaltet brisante Themen, rückt sie ins rechte Licht und gibt einen Einblick in das ungeheuere, -kaum glaubhafte-, Gebären der heutigen Gesellschaft.
Schonungslos und offen, aber gut verpackt in seinem Roman, stellt der Autor reale Gegebenheiten dar. Erschreckend ist, dass dieses Gewirr zwar in einem Roman dargestellt wird, aber explizit tatsächlich so vorkommt.

Zitat:
Dies ist ein Roman. Ich habe in einer real existierenden Kulisse eine von mir frei erfundene Handlung angesiedelt. Alle Dialoge und Aktionen von Personen sind meiner Phantasie entsprungen und haben in Wirklichkeit nie stattgefunden…
(Klaus-Peter Wolf)

Fazit:
Für mich ist „Ostfriesenwut“ der „Favorit“ unter den Ostfriesen-Krimis von Klaus-Peter Wolf.

Ein gutes Buch ist wie ein Topf Honig.
Einmal angefangen, klebt man daran fest, bis es aus ist.
(Winnie Puuh)

Danke Klaus-Peter Wolf für diesen tollen, spannenden, süchtig machenden Krimi und die Erkenntnis, dass die Wahrheit und das Gute immer siegen.

Die Vorfreude auf „Ostfriesenschwur“ ist Dir gewiss!!!