Ruhe sanft in Oxford

Erschienen: Januar 2011

Bibliographische Angaben

  • London: Headline, 2005, Titel: 'Oxford letters', Seiten: 313, Originalsprache
  • Bergisch-Gladbach: Bastei Lübbe, 2011, Seiten: 384, Übersetzt: Ulrike Werner-Richter

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Wolfgang Weninger
Oxford zum elften

Buch-Rezension von Wolfgang Weninger Nov 2010

Wenn ich mir in unserem Krimi-Couch-Autoren-Porträt ansehe, wie viele Kate-Ivory-Krimis seit 1993 aus der Feder von Veronica Stallwood bereits ins Deutsche übersetzt wurden, dann handelt es sich bei Ruhe sanft in Oxford um den elften Aufklärungsfall der jungen Dame, die sich, wie ihre Schöpferin, hoffnungsvoll dem Schreiben von Büchern widmet. Dass diese Kate Ivory dabei, wie zufällig, immer über irgendwelche Verbrechen stolpert, die unbedingt von ihr aufgeklärt werden müssen, ist schon fast selbstverständlich, sonst hätte sie keine Berechtigung auf unserer Couch jährlich mit einem neuen Kriminalfall vertreten zu sein, wo doch ansonsten Oxford so ein ruhiges Pflaster sein soll.

Kates Mom Roz widmet sich in der Rente dem Ankauf von Häusern, die sie renoviert und weiter veräußert, womit sich bei ihr und ihrer Partnerin ein ordentlicher Batzen Geld angesammelt hat. Als in Oxford ein seltsames Paar auftaucht und sich mit der geschäftslustigen Dame anfreundet, nimmt das Unglück seinen Lauf. Plötzlich dominieren der salbungsvolle Marcus Frazer und seine gesundheitsbewusste Frau Ayesha deren Leben und krempeln es völlig um, was der Gesundheit der ansonsten rüstigen Dame alles Andere als zuträglich ist.

Nicht nur Kate spürt den plötzlichen körperlichen und seelischen Abbau ihrer Mutter. Auch deren Freundinnen, die plötzlich nicht mehr willkommen sind, fürchten um deren Leben. Kate beginnt im Vorleben der Freemans zu recherchieren, denn ihr dünkt, dass die neuen Freunde ihrer Mutter nach dem Leben trachten könnten und sich dabei deren Barschaft unter den Nagel reißen möchten. Als just während der ersten Ermittlungen Drohungen gegen Kate auftauchen und ihre Katze ermordet wird, weiht die beunruhigte Schriftstellerin ihren neuen Freund von der Londoner Polizei ein, der allerdings keinen Grund zur Handhabe sieht, solange nichts Ernstes passiert. Dann muss eben Kate die Kohlen alleine aus dem Feuer holen …

Dass wir gerade bei britischen Produktionen immer wieder mit den skurrilen Charakteren und derem vielzitierten Humor konfrontiert werden, ist für Freunde des Inselkrimis genau der Punkt, warum sie solchen Erfolg haben. Wenn man aber, wie Veronica Stallwood im vorliegenden Buch, Skurrilität und Humor mit Schwachsinn und schwachem Slapstick verwechselt, dann wird das Ganze nur mehr peinlich. Ruhe sanft in Oxford könnte ein richtig netter Landhaus-Krimi sein, wenn die Figuren nicht so deutlich überzogen wären und die Handlungen der Hauptdarstellerin nicht durchdacht sondern lediglich impulsiv sind. Die ganze Geschichte ist ohnehin nicht besonders originell und von Spannung kann keine Rede sein, aber wenn es dann wenigstens stimmungsvoll angesiedelt wäre und ein wenig Oxford-Flair vermitteln könnte, sähe man über die deutlichen Schwächen im Handlungsaufbau gerne hinweg, auch wenn die 350 Seiten , die Ulrike Werner-Richter übersetzt hat, über weite Strecken vorhersehbar sind.

Warum diese Krimiserie so viele Fortsetzungen findet, ist schier unverständlich, wenn man es an diesem Buch misst. Der einfache Schreibstil ist zwar prädestiniert für leichte Lektüre, aber wenn der Inhalt nicht im Mindesten fesseln kann, nützt auch die gute Lesbarkeit nichts. Viel mehr als ein großes Gähnen konnte dieser Roman nicht hervorrufen und das schließt die Auflösung von Ruhe sanft in Oxford ein. Aber es steht zu befürchten, dass Kate Ivory noch mehrfach auf der Krimi-Couch Platz nehmen wird.

Ruhe sanft in Oxford

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