Grabkammer

Erschienen: Januar 2009

Bibliographische Angaben

  • New York: Ballantine Books, 2008, Titel: 'The Keepsake', Originalsprache
  • München: Limes, 2009, Seiten: 413, Übersetzt: Andreas Jäger
  • München: Blanvalet, 2011, Seiten: 416
  • München: audio media, 2010, Seiten: 6, Übersetzt: Mechthild Großmann

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Jochen König
Schmierseifenoper für Hobbyarchäologen

Buch-Rezension von Jochen König Dez 2008

In ihrem siebten gemeinsamen Abenteuer, das allzu viele kollektive Szenen gar nicht besitzt, werden Gerichtsmedizinerin Maura Isles und Detective Jane Rizzoli von Mumien, Schrumpfköpfen, Moorleichen und einer mysteriösen Archäologin auf Trab gehalten. Wenn sich dazu noch verhuschte Professoren, Verwirrungen in Liebesdingen, reiche Machtmenschen und echt gemeine Serienkiller gesellen, ist eine aufregende Zeit vorprogrammiert.

Alles beginnt ganz harmlos, mit dem Kellerfund einer Mumie, die sich als nicht ganz so antik entpuppt wie vermutet. Denn "Madam X" steckt ein Projektil im Bein, welches so gar nicht auf ein lange zurück liegendes Ableben hinweist.
In Windeseile wird aus der interessierten Beobachterin Maura Isles ein fleißiges Arbeitsbienchen, das einen Mord untersucht, der ein knappes Vierteljahrhundert zurückliegt und keine Jahrtausende. Und somit auch zum Fall für Jane Rizzoli und Kollegen Barry Frost wird.
Maura Isles bleibt in diesem siebten Auftritt erschreckend blass. Sie ist eine marginal exponierte Nebenfigur, die immer dann ein wenig rumschnippeln oder Beziehungsprobleme überdenken darf, wenn gerade Luft ist. Die ist zwar meist vorhanden, denn der Fall, bzw. die Mordfälle lösen sich quasi von selbst, aber Maura weiß nicht viel Wissenswertes mitzuteilen. Außer für einen müden und an den Haaren herbei gezogenen Spannungsmoment tritt sie kaum in den Vordergrund.

Ein labyrinthisches Museum, eine Mumie mit rätselhafter Vergangenheit, Geheimräume mit Schrumpfköpfen, da dürften eigentlich die drei Fragezeichen nicht weit sein. Doch weit gefehlt, aus der Schauermär mit detektivischem Hintergrund sollen sich düstere Familiengeschichten entwickeln, Beziehungsepisoden voller manischer Obsessionen. Dazu gruppiert sich noch ein stalkender Serienkiller aus der Plattitüdenkiste, eine dieser finsteren Gestalten, denen man schon in frühester Jugend an den Augen ansieht, dass es böse enden wird. Und genau so kommt es auch.
Trotz des nicht geringen Aufwands plätschert die Geschichte spannungslos vor sich hin, versucht zu punkten, indem Halbtote, Scheintote und ganz Tote sich ein wildes Stelldichein geben. Manchmal darf es auch ein garstiger Verwandter sein, der sich geschickt tarnt, um an vorderster Front agieren zu dürfen.
Gerritsen setzt diese Versatzstücke eher hilflos zusammen, scheut sich auch nicht vor langwierigen Exkursen in archäologische Spezialgebiete, in denen es um die Herstellungsdauer von Schrumpfköpfen und Moorleichen geht, verschwundene Armeen in der Wüste gesucht werden und Museumsarchivare ganze Särge verlegen. Sorgt das Rätsel um die wahre Identität der jungen und natürlich bildschönen Archäologin Josephine Pulcillo zunächst noch für bescheidenen Reiz - obwohl auch hier jedem Leser, der ein Buch mit dem ersten Kapitel beginnt, schnell dämmert, um wen es sich bei ihr handelt - vertändelt sich Gerritsen bald in harmlosen Plänkeleien, die meist damit zu tun haben, das jemand verschwindet und an anderer Stelle wieder auftaucht. Dass sich die Protagonisten bisweilen kreuzdämlich verhalten müssen, damit bestimmte Ereignisse eintreten können, gehört mittlerweile wohl zum Standard solch schwachbrüstiger Kriminalliteratur.
Grabkammer ist nicht mehr und nicht weniger als die durchschnittliche Folge einer belanglosen Krimi-Seifenoper, die nach Schema F gelangweilt abgespult wird. Die eingeflochtenen Beziehungsgeschichten sind von seltener Ödnis und Einfalt. Zu ganz großer Form läuft Gerritsen auf, wenn sie beschreibt wie sich Maura Isles in ungezügelter Liebe ihrem wankelmütigen geistlichen Beistand hingibt. Da wird mit "sündigen Küssen" das weite Feld des Kriminalromans endgültig verlassen und blanker Comedywahnsinn blitzt durch. Nicht gerade solcher der freiwilligen Natur.

Der größte Nachteil des Romans ist allerdings, dass eine kriminalistische Telenovela nach spätestens einer Stunde - inklusive Werbepausen - überstanden ist. Für das wenig nachdenkenswerte Buch, das nicht mal ein Schrumpfköpfchen geistig überfordern würde, braucht man rund das Vierfache an Zeit. Hat dann aber immerhin die niedergeschriebene Anleitung zur Hand, wie man lästig gewordene Feinde, Freunde, Verwandte und Angetraute im Moor konservieren oder bei Bedarf als schmucke Accessoires um den Hals tragen kann. Zumindest in Teilen.

Grabkammer

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Letzte Kommentare:
26.01.2014 02:43:55
steve006

Flott geschriebene Story, bei der das Blut aus dem Buch tropft!
Wer seine Ansprüche herunterschraubt hat Lesespaß ohne Ende, die Geschichte nimmt ihren Gang, der Leser staunt und wundert sich, was so alles in der Archäologie abgeht und zum Schluß werden die Täter auch noch abserviert.
Also spannende Unterhaltung ohne allzu großen Anspruch an den Intellekt des lesenden Publikums.

04.06.2013 13:27:45
Rubi

Vor kurzem erst habe ich Tess Gerritsen entdeckt und mir binnen 3 Wochen 6 ihrer Krimis als Hörbücher zugelegt und "verschlungen". Grabkammer war wieder ein sehr gutes Werk, wenn ich auch nicht 100% zufrieden bin. Allerdings meckere ich wirklich nur auf höchstem Niveau. Generell fand ich die Story sehr spannend und interessant, man lernt einiges über Mumifizierung und andere Konservierungsarten von Leichen, was ich keinesfalls eklig sondern einfach aufschlussreich finde. Die persönlichen Schicksale aller Protagonisten werden wie gewohnt herausgearbeitet und tragen einen großen Teil zur Bindung des Lesers (oder Hörers) an die Figuren bei. Ich mag es bei Gerritsen, dass immer wieder vertraute Personen auftauchen, mal mehr, mal weniger im Mittelpunkt stehen, man aber doch immer wieder das Gefühl hat, einen alten Bekannten wieder zu treffen. Die Handlung selbst fand ich streckenweise ein wenig konfus, was sich am Ende aber dann doch ziemlich logisch aufklärt. Der Schluss überrascht dann sowieso nochmal, fügt sich aber doch passend in die Gesamthandlung ein. Ein bisschen zu kritisieren habe ich die zeitweise Langatmigkeit, es gibt einige Passagen, in denen nicht wirklich etwas passiert, aber im Großen und Ganzen fand ich Grabkammer doch ganz gut.

07.03.2012 20:24:14
BernieBaer

Besser als Blutmale ist dieses Buch auf jeden Fall. Man kann also festhalten, dass die Talsohle überschritten ist.

Allerdings kann auch Folge 7 mich nicht so richtig begeistern. Man vergleicht es halt immer mit den ersten Werken dieser Reihe.

Mit dem Mephisto-Club hatte ich ja schon bei Blutmale Probleme, leider ist auch bei Grabkammer noch leicht präsent.

Hoffentlich wird Totengrund wieder deutlich besser.

Ich vergebe hier 68 Grad.

22.11.2011 21:02:19
Tony

Ich frage mich, ob Tess Gerritsen es wirklich so nötig hat, die Spannung eines Buches durch mehr und mehr Perversitäten aufzubauen . Zumal die Spannung dadurch kaum wächst, sondern das Buch ehe abstoßend wirkt. Bei dem Buch hatte ich stets das Gefühl, dass der Autorin einfach die Phantasie ausgeht. Diese Lücken wollte sie mit der ausgefallensten Brutalität füllen. Im Allgemeinen war es kein zu schlechtes Buch, aber es wird - meiner Meinung nach - nicht zu ihren Besten gehören. Die ersten ca. 150 Seiten waren für mich nur ekelerregend. Später hat sich das mehr oder weniger gelegt und ich habe das Buch zu Ende geschafft. Dieses Buch bleibt für mich allerdings nur als ein Teil der Rizzolli-Isles-Reihe - mehr nicht. Wer die ganze Reihe vollständig liest, soll auch dieses Glied der "Kette" kennen.

19.09.2011 13:19:31
manni

Verschleisserscheinungen machen auch Tess Gerritsen zu schaffen. Wenn ich bedenke wie rasant die ersten Thriller der Serie daher kamen. "Hausfrauenkrimi" ist die richtige Umschreibung für die aktuelle Fliessbandproduktion der Autorin. Immer der gleiche Käse, dämliche Dialoge. das habe ich links und rechts alles schon gelesen. Schade für diese ehemals sehr spannende Krimiserie. 50 Punkte, mehr nicht, leider.

17.08.2011 20:15:26
M-L

Mir hat das Buch gut gefallen. Wie immer ist es sehr spannend aufgebaut,aber Frau Gerritsen läßt sich auch Zeit, ihre Personen zu entwickeln und den großen Konflikt von Maura aufzuzeigen. Die Archäologie finde ich sehr spannend und sie ist gut in diese Geschichte eingebaut. Ich habe es nicht bereut, mir dieses Buch zu kaufen.

08.08.2011 09:10:40
HeJe

Super!
Also mir hat das Buch richtig gut gefallen. Ich war zuvor etwas skeptisch, weil die Jane/Maura - Reihe etwas schwankend ist, was den Wow-Effekt angeht. Aber dieses Buch war wieder einmal Wow!

Es ist ein spannendes Werk, das zwar von Archäologie geprägt, aber nicht vollends eingenommen ist. Die Idee der Story ist interessant, der Schluss nochmal richtig rasant.

Mir gefällt, wie Tess Gerritsen ihren beiden Darstellerinnen ihren Schreibstil "anpasst": Bei Jane, der toughen Polizistenmutter (Gott sei Dank geht es weniger um das Muttersein) schreibt sie präzise, ohne Umschweife, klar und deutlich. Super! Und bei Maura, der einsamen, (liebes-)traurigen Gerichtsmedizinerin, passt Frau Gerritsen sich an ihre Darstellerin an: Es ist zäher, oft auch eintöniger vom Sprachgebrauch, plötzlich gar nicht mehr so klar und deutlich. Und das liebe ich! Bravo Frau Gerritsen!

Für dieses Buch gibt es 85 Grad!

07.04.2011 10:22:26
Henriette

In einem Bostoner Museum wurde eine alte ägyptische Mumie gefunden. Eine Sensation. Sie soll im Krankenhaus mit professioneller Technik untersucht werden. Dr. Maura Isles dar und soll an dieser Untersuchung teilnehmen. Doch zum Schrecken aller entpuppt sich die Mumie als einbalsamierte Tote aus der Neuzeit.
Bei genauer Untersuchung des Museumskellers entdeckt Jane Rizzoli Schrumpfköpfe, wovon einer auch noch nicht sehr alt ist.
Die junge Archäologin Josephine Pulcillo ist Mitarbeiterin des besagten Museums. Und sie gerät in das Visier von Jane Rizzoli. Jane beginnt, Josephine zu überprüfen. Es gibt genug Lücken und Hindernisse, die Jane keine Ruhe lassen.

Ich gestehe, dass ich die Jane-Rizzoli-Reihe von Tess Gerritsen liebe. Nicht, weil es eine weibliche Ermittlerin ist. Ich mag, wie Jane Rizzoli und Maura Isles dargestellt werden. Sie sind berufstätige Frauen in doch etwas außergewöhnlichen Berufen. Jane ist „nebenbei“ verheiratet und Mutter. Übt sie ihren Beruf mit Euphorie aus, fühlt sie sich von ihrem Kind weit entfernt. Maura ist heimlich liiert mit einem katholischen Priester, was für sie natürlich völlig unbefriedigend ist.

Zurück zur Geschichte. Ich war völlig fasziniert, wie Tess Gerritsen diese Morde und Toten im Bereich der Archäologie umgesetzt hat.
Der Schreibstil war leicht und verständlich.
Tess Gerritsen hat von Beginn an Spannung aufgebaut, die sich auch bis zum Ende gehalten hat.
Die Entwicklung der Geschichte meinte ich schon zwischendurch zu erkennen, doch dann gab es immer wieder unvorhergesehene Ereignisse, die alle Vorahnungen zunichtemachten.


[B]Fazit:[/B] Ich vergebe für diese spannende Unterhaltung fünf von fünf Sternen. Es hat alles an diesem Krimi gestimmt.

02.02.2011 02:53:37
Esther P.

das war nix !
da ich bereits alle anderen Rizzoli/Isles Romane gelesen habe, und auch alle für sehr gut befunden hatte, hab ich dann auch dieses gelesen und mich hinterher gefragt : warum ?
das private Geplänkel der beiden Damen kennt man ja nun schon, aber mittlerwele nimmt es überhand, und das sollte dann eher was sein für die Seifenoper-Couch.de oder ähnlichem Kram.
Spannung gab es in diesem Buch nicht wirklich , und die Motive der Täter erscheinen so unglaubwürdig erklärt dass man sich beim lesen leicht fragen kann was der Mist soll. vielleicht gehen nach so vielen Bänden auch einfach die guten Ideen aus bei Frau Gerritsen, man weiß es nicht, aber ich hoffe dass im Nachfolgeband die guten Ideen wieder zurück kehren.

09.08.2010 12:21:25
*Tina*

Mir hat "Grabkammer" wieder besser gefallen, als der Vorgänger "Blutmale". Die Dialoge waren weniger plakativ, es gibt zwar nach wie vor Wiederholungen, die ermüden und der Spannung abträglich sind, aber sie befinden sich in einem akzeptablen Rahmen. Dass Barry Frost auftaut, gefällt mir sehr gut, auch, dass das Liebes"drama" um Maura und Daniel nicht so im Zentrum steht, finde ich sehr erholsam. Das Buch finde ich sehr spannend, die Handlung ist nicht vorhersehbar, auch wenn die immer wieder gemachten Andeutungen, die gemacht werden, auf die weiteren Entwicklungen schließen lassen - was aber gut rüber kommt, man will wissen, wie\'s jetzt wirklich ist.
Ich habe auch alle anderen Tess Gerritsen-Krimis gelesen und ich finde, das Buch passt gut in die Reihe. Jane ist ein Charakter, der für mich sehr viel an Charme gewonnen hat (verglichen zB mit dem ersten Teil).

30.07.2010 07:41:38
rolandreis

Bei mir hat es einige Zeit gedauert, bis ich in die Geschichte eintauchen konnte. Das erste Drittel des Buches plätscherte für mich so dahin, wobei es bzgl. Rizzoli / Isles auch von Vorteil ist, wenn man die vorherigen Bücher kennt. Dann aber wurde die Geschichte zunehmend spannender, wobei ich sehr schnell einen richtigen Verdacht hatte. In Summe erhält die Geschichte von mir 80 von 100 Punkte.

31.05.2010 12:53:10
nina

Ich mag die Rizzoli/Isles Reihe sehr gern, aber leider war das Buch nicht der Hit. Es kam sehr selten Spannung auf und mit der ersten Hälfte habe ich mich dementsprechend schwer getan. Der Charakter Josephine war an sich nicht schlecht, aber ich hätte gern mehr von Jane und Maura gelesen. Wobei mich diese Priester(liebes)geschichte um Maura langsam nervt. Eine Entscheinidung von Frau Geritssen diesbezüglich wäre nicht schlecht. Ansonsten freue ich mich auf das nächste Buch und hoffe, dass es etwas mitreissender ist.

31.01.2010 18:48:20
BonitaBillo19

Ich fand es super. Zwar nicht so gut wie die Ersten, aber es können ja auch nicht alle gut sein.
Für Krimi-Fan´s aber auf jeden Fall zu empfehlen, auch wenn man meiner Meinung nach die ersten Teile gelesen haben muss!Denn dann ließt sich das ganz viel zusammenhängender und man kann auch mit der Priester-Affäre von Dr. Maura Isles etwas anfangen.

27.12.2009 16:40:25
Margitta

Nachdem ich gerade mit einem sehr gemächlich daherkommenden Krimi fertig geworden bin,habe ich mich schon sehr gespannt an Tess Gerritsen\'s -Grabkammer gemacht.
Um es Kurz zu machen-Er hat alle meine Erwartungen erfüllt.Das Dr. Isles nicht so oft vorkam und sogar etwas deplaziert wirkt hat dem Erzählfluß nicht\'s anhaben können.Ich wurde Bestens und Spannend unterhalten und warte auf das nächste Buch mit Spannung und Ungeduld.

27.08.2009 13:22:23
Hollareiduljo

Das war mein erster Gerritsen-Krimi, und ich hab ihn als Hörbuch genossen (es war auch mein erstes Hörbuch überhaupt). Ich weiß ja nun nicht, wie das Buch sich liest, aber in Bezug auf das HB kann ich die Meinung des Krimicouch-Kritikers nicht teilen, ebensowenig wie ich den Kommentar hier von \'dieschlaue\'(?) nachvollziehen kann (die gute Dame hat wohl offenbar ein anderes Buch gelesen...?).
Mechthild Großmanns rauchige Stimme passt für eine Geschichte dieser Art sehr gut, allerdings muss ich \'tedesca\' recht geben - Großmanns Interpretation von Dr. Pulcillo klingt irgendwie weinerlich, ja sogar leicht dümmlich. Trotzdem hab ich die immerhin 6 CDs an einem Nachmittag/Abend am Stück durchgehört. Ich fand die Geschichte spannend und unterhaltsam. Okay, es ist bestimmt nicht die ganz schwere, intelligente Kost - die Figuren haben ganz klare Schwächen, die Geschichte hat ihre Plattheiten. Aber die archäologischen Details fand ich persönlich recht interessant (ich wusste z.B. nicht, was eine \'Zanza\' ist). Alles in allem fand ich das HB gut und werde demnächst ein gedrucktes Buch der Serie \'nachlegen\'. Danke, Mrs. Gerritsen, für ein paar wirklich spannende und unterhaltsame Stunden!

15.08.2009 22:48:15
Schrodo

In einem alten Museum wurde im Keller eine Mumie gefunden, die nun per CT untersucht werden soll. Man findet jedoch schnell heraus, dass es sich keineswegs um eine altägyptische Mumie handeln kann, denn die Dame kat eine Kugel im Bein und ist noch nicht sonderlich lange tot.
Mumifizierte Leichen, Schrumpfköpfe und zu guter letzt noch eine Moorleiche im Kofferraum, damit müssen sich die Serienheldinnen Maura Isles und Jane Rizzoli in ihrem siebten Fall herumärgern.
Es beginnt mit einem spannenden Plot wobei der Spannungsbogen bis zum Ende anhält. Das Buch ist wie immer bei Frau Gerritsen, gut und flüssig zu lesen und außerordentlich unterhaltsam. Es gelingt ihr immer wieder mühelos, den Leser sofort an die Geschichte zu binden.
Einzig im Bezug auf die Motive der bösen Buben bleiben noch einige Fragen offen. Die Auflösung ist vielleicht etwas zu einfach gestrickt, da auch viele Zufälle nötig waren um die Ermittlerinnen auf die richtige Spur zu führen. Allerdings sind das nur kleine Nuancen die der Story nicht schaden. Insgesamt gesehen ein weiteres lesenswertes Buch dieser Autorin.

04.08.2009 15:26:49
clare1512

Also ich kann die Bewertung des Krimi-Couch Kritikers nicht ganz verstehen.
Sicher es gibt bessere Bücher von Frau Gerritsen, aber als Rizzoli-Isles-Fan, muß man es gelesen haben.
Ich fand es spannend und flüssig geschrieben. Auch störte mich nicht, daß das Privatleben zur Sprache kam.
Sicher es ist nicht zu vergleichen mit den beiden ersten aus der Reihe, aber es gibt schlechtere Bücher von Frau Gerritsen.
Von mir gibt es 80 %

22.07.2009 11:12:54
tedesca

Das 7. Buch aus der Rizzoli-Isles Reihe hat mir nicht schlecht gefallen. Interessant war auf jeden Fall das Thema der Leichenkonservierung als Mumie, Schrumpfkopf oder Moorleiche, auch wenn die entsprechenden Details natürlich nicht gerade magenfreundlich waren. Die Geschichte an sich war eigentlich bis zum Schluss recht spannend, auch wenn viele der Erkenntisse der Ermittler eigentlich auf Zufällen basierten.

Gut fand ich, dass wenig über das Privatleben der Hautpfiguren - vor allem das von Maura Isles - geschrieben wurde, denn das nimmt zum Teil ja wirklich Soap-Opera-Formen an, und sowas brauch ich nicht bei einem Thriller.

Empfehlenswert auf jeden Fall für Gerritsen-Fans, die auch den Rest der Serie gelesen haben, es würde sich aber auch auf sich allein gestellt gut lesen lassen.

Mechthild Großmann liest auch diesmal wieder recht anregend, wobei sie einmal mehr manchen Frauen eine sehr weinerliche Stimme gibt, was ich ein Bisserl störend finde, aber nicht so, dass ich das Hörbuch nicht empfehlen würde.

13.07.2009 19:52:54
Dotti18

Mal wieder ein Tess Gerritsen Buch das ich wie eine Wahnsinnige verschlungen habe. Endlich hatte ich mal ein Wochenende Zeit für mich und dementsprechend fix war das Buch schon wieder durchgelesen.

Ich empfand es wieder als sehr spannend obwohl ich auch schon bessere Bücher von ihr gelesen habe.

Aber: man muss es definitiv gelesen haben!

Der nächste Gerritsen-Schmöker wird definitiv mein sein! :)

29.06.2009 13:37:16
Charlotte

Vor 10 Minuten hab ich das Buch durchgeschmökert aus der Hand gelegt. ^^

Die Gänsehaut ist bei mir nicht zu kurz gekommen, - genau so wenig wie die kalten Schauer, die mir dann und wann den Rücken hinunter liefen.

Obwohl das Buch viele interessante Fakten über ägyptische Archäologie beinhaltet (,was mich persönlich sehr interessiert) und somit reichlich HIntergrundwissen bietet um sich gänzlich in diesen Fall von Jane und Maura hinein zu versetzen, muss ich leider sagen, dass es mich nicht sonderlich vom Hocker gerissen hat.
Das lag allerdings weder an der Schreibweise, noch an der Geschichte - sondern schlicht und ergreifend am Aufbau der Handlungen.
Es erinnerte mich in vielen Passagen an "Blutmale" - von daher konnte man die noch ausstehenden Handlungen teilweise erahnen.

Aber wenn Sie das ändern können Mrs. Gerritsen - dann wird ihr nächstes Rizzoli-Iles-Buch sicher wieder ein 100%-Kracher

Für "Grabkammer" gibts von mir nur 80%

28.06.2009 16:42:05
Steffi0303

Die Grabkammer hat mir als eingefleischter Tess Gerritsen Fan sehr gut gefallen, die Spannung war auf alle Fälle gegeben, und ich fand es mal was ganz außergewöhnliches um welche Mordfälle es sich handelte.

Das einzige was ich ein bisschen zu beanstanden habe, da es ja der 7. Band der Rizolli / Isles Reihe war, kam mir Maura etwas zu kurzgehalten vor, ich hätte gern mehr von Maura gelesen.

Auch das Privatleben von Jane, rückte in diesem Band etwas in den Hintergrund, aber allen im allen war es ein sehr gutes spannendes Buch, ich bin nicht enttäuscht es mir gekauft zu haben.

90 Prozent für die Grabkammer!

26.06.2009 00:30:16
Naela

nach Leichenraub eine gelungene Verbesserung. Spannend, unabsehbar und fesselnd. Hat mir sehr gut gefallen. Und wie bereits erwähnt weniger blutrünstig als andere Romane. Auch das Ende ist sehr angenehm zu lesen und es bleiben keine offenen Fragen. Gänsehaut war trotzdem an einigen Stellen unvermeidbar. Von mir ein: Daumen rauf!

22.06.2009 15:48:02
LadyMiriam

Eine scheinbare antike Mumie entpuppt sich als Mordopfer, ein Schrumpfkopf in einer Geheimkammer im Keller des Museums und eine Moorleiche im Kofferrraum der Museumsangestellten Josephine Pulcillo…… Das sind die Tatsachen, mit denen sich Jane Rizzoli und Berry Frost diesmal befassen müssen. Wie passen die Ereignisse zusammen? Und was haben die Zettel mit den Hinweisen an bzw. in den Toten zu bedeuten?

Ein spannender Krimi, der zum Glück nicht ganz so blutrünstig ist, wie manch anderes Werk der Autorin.

Mir hat das Buch gut gefallen

17.06.2009 12:07:09
11mg

@ dieschlaue

Bitte lass deine schlechte Stimmungsmache sein!!
Warum liest du überhaupt Krimis/Romane, wenn du an keinem einzigen Buch gefallen hast und alle Bücher rigoros mit 0° bewertest??

Weder Stieg Larrsson, noch Nick Stone, noch Tess Gerrittsen hast du mehr als 0° gegeben. Wie kann das sein. Überhauppt gelesen oder wolltest du nur mal einen Aufmerksamkeit erregen? Dazu gibt es viele andere Seiten im www.

09.06.2009 15:56:33
mimikrimi

Sehnsuchtsvoll erwartet,aber bei weitem nicht die Spannung,wie in ihren vorherigen Romanen,wie Chirurgin, Blutmale. für mich war Mauras Liebe zu Pater Brophy nur Ablenkung. Warscheinlich erwarte ich zu viel.Es liest sich gut und spannend ist es auch, aber muß Frost auch noch Eheprobleme bekommen? Das Herzklopfen beim Lesen hat gefehlt,wobei die die Story top ist.

24.05.2009 21:43:18
Regina

Ich habe auch mit Spannung auf den neuen Tess-Roman gewartet. Er ist gut, aber man ist schon verwöhnt - dann enttäuscht er ein bißchen, leider. Dabei hat der Fall, alles was einen guten Klasse-Krimi auszeichnet, die Toten sind sehr gruselig...alleine die Idee dazu lässt einen schon írgendwie schaudern.

Die Auflösung ...naja, hmm, ich verrate nix, ist klar, aber mir hätte da doch etwas mehr Power gefallen, einiges wirkt recht konstruiert.

Warum z.B. Herr Sansone plötzlich auftaucht, ist mir genauso unklar wie Steffen, anscheinend wird der Mephisto-Club noch eine größere Rolle spielen oder er persönlich, auch wenn Maura gerade Daniel sehr liebt...aber es kommt weder an "Blutmale" ran, noch an die Vorgänger. Dabei finde ich den Plot als solchen spitze. Also Daumen hoch mit leichter Vorwarnung, kein Superknüller, aber in Ordnung.

24.05.2009 20:06:25
Emmi

Ich habe jetzt die letzten beiden Tage gelesen, habe ja zwei Jahre drauf hingefiebert und ich muss sagen ganz nett aber leider nicht das was man von Tess Gerritsen gewöhnt ist.
Es fehlt ganz klar die Spannung und die aufregung...nette Lektüre aber das war es dann auch.
Vielleicht wra meine Erwartung auch etwas zu hoch, hatte insgeheim darauf gehoft das das ganze an Blutmale anknüpft.

18.05.2009 23:45:19
Alice

Ich habe das Buch grade zu ende gelesen und ich muss sagen es war wieder klasse. Sie schreibt einfach wunderbar und bis hält die Spannung bist zur letzten Seite. Einfach toll. Schade das man immer so lange auf neuen Lesestoff warten muss:-(
Und zu Steffen vielleicht bahnt sich da ja eine glückliche Beziehung an;-)

22.02.2009 18:03:42
Anja S.

Ich habe -als eingefleischter Tessie Fan- mir das Buch bereits im Original besorgt. Leider hat es mich nicht vom Hocker gerissen. Gewiss ist es spannend und hat einige originelle Ideen, aber es scheint als wollte die Autorin zu viel von ihrem anthropologischen College Wissen in einem Buch unterbringen.
"Schwesternmord" oder auch "Die Chirurgin" oder "Der Meister" waren deutlich besser.

28.01.2009 15:51:27
Steffen

Habe mir das Buch schon reingezogen. Es ist für meinen Geschmack leider nicht von der gleichen hohen Qualität, wie die vorherigen - man wird halt verwöhnt. Trotzdem ist es lesenswert und spannend und hat auch wieder die eine oder andere Überraschung parat. Für mich nicht so richtig nachvollziehbar war, warum dieser Mr. Sansone (aus "Mephisto Club") wieder auftaucht, bestens über den Fall informiert ist und Tips gibt. Aber lies selbst

19.01.2009 16:57:32
Gussi

Ich bin schon sehr gespannt, die 6 Bücher vorher gefielen mir sehr gut! :) Auch wenn es wohl kaum möglich ist, hoffe ich, dass die Spannung noch mehr steigt- wo ich doch jetzt schon kaum noch einschlafen kann.. ;) 400 Seiten geballte Action und Wissen, die einen nicht schlafen lassen und hinter jeder Tür einen Andrew Capra oder Warren Hoyt vermuten lassen!