Das Rätsel der schwarzen Lotusblüte

Erschienen: Januar 2003

Bibliographische Angaben

  • New York: St. Martin’s Minotaur, 2001, Titel: 'Black Lotus', Seiten: 341, Originalsprache
  • Bergisch Gladbach: BLT, 2003, Seiten: 603

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Japan im Jahre 1691 christlicher Zeitrechnung: Bei einem verheerenden Brand kommen drei Mitglieder der einflussreichen Sekte »Schwarze Lotusblüte« ums Leben. Schon bald wird Brandstiftung als Ursache vermutet, und auch eine Verdächtige ist schnell bei der Hand, denn ein Waisenmädchen wurde beim Verlassen des Tatortes beobachtet. Für Sano Ichirô wäre der Fall damit fast beendet, würde nicht seine junge Frau Reiko ernst zu nehmende Zweifel an der Schuld des Mädchens äußern. Sie stellt eigene Ermittlungen an, die in eine andere, weitaus bedrohlichere Richtung führen ...

Das Rätsel der schwarzen Lotusblüte

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Letzte Kommentare:
23.11.2008 20:47:22
mase

Beeindruckend. In meinen Augen wird Rowland immer besser. Dieser sechste Teil ist der erste, bei dem ich sagen würde, dass er mehr Krimi denn Histo ist. Darum kann ich meinem „Vorschreiber“ „v-lee“ nur zustimmen. Rowland hat die historischen Bräuche zugunsten des Plots etwas zu Recht gebogen, aber das hat dem Roman nur gut getan.

Auf dem Gelände einer einflussreichen Sekte werden in der Asche eines nieder gebrannten Hauses drei Leichen gefunden. Eine Schuldige ist schnell zur Hand. Eine junge Frau wird bewusstlos am Tatort gefunden und hat die Erinnerung an die letzten Stunden verloren.

Während der Ermittler des Shogun an die Schuld der Frau glaubt, erweicht diese das Herz seiner Frau, so dass diese in die andere Richtung ermittelt, um die Unschuld der Verdächtigen zu beweisen.

Zwangsprostitution, Vergewaltigung, Sklavenarbeit, medizinische Versuche an Kindern, Entführung, Folter, Mord, Verschwörung, Sektenwahnsinn und Massenmord sind nur einige Vergehen, mit denen es Sano und seine Mannen zu tun bekommen. Umso schwerer, dass seine Frau vermeintlich gegen ihn arbeitet.

Dieses Buch birgt ein richtiges Spektakel und hat mir ernorme Unterhaltung geschenkt.

Volle Punktzahl.

07.09.2004 16:28:08
v-lee

Gerade habe ich die letzte Seite des Buches gelesen, und ich muss ehrlich sagen: Spätestens während der letzten ca. 80 Seiten konnte ich diesen Augenblick kaum mehr abwarten. Man spürt förmlich wie sehr es die Autorin eilte zur Auflösung all der Verstrickungen und damit zum Ende zu kommen. Leider gelang ihr das nur allzu konstruiert und ohne die Sorgfalt und Raffinesse, die die erste Hälfte erwarten lässt. Nun bin ich zwar Ethnologe, würde mich aber nicht als ausgewiesenen Japanologen bezeichnen. Zu diesem historischen Setting habe ich aber schon einiges Besseres gelesen. Die Darstellung der Frauen in dem Roman würde ich bspw. als unrealistisch und allzu sehr geprägt von neuzeitlicher Interpretation beschreiben, die verschiedenen Gesellschaftsschichten des feudalen Japans werden zwar angedeutet, kommen aber nicht klar genug heraus. Insbesondere die Protagonisten sind zu platt und stereotyp geraten – trotz oder vielleicht gerade wegen des Versuches ihnen Menschlichkeit einzuhauchen. Einige kleinere Logik- und Sinnfehler, die mich persönlich einfach zur Weißglut trieben, werden andere Leser sicher nachsichtiger bewerten. Aber die gerade ab der zweiten Hälfte manchmal redundante und unbeholfen wirkende Sprache dürfte jedem Leser auffallen - IMHO. Vielleicht liegt es auch an der Übersetzung… Auf Fortsetzungen werde ich für meinen Teil verzichten - trotz meiner Vorliebe für das mittelalterliche Japan.

16.04.2004 13:28:02
Uwe Wäldchen

Ich rate, die Bücher der Serie in der chronologischen Reihenfolge zu lesen. Man muss sich manchmal ein wenig durchbeissen, aber insgesamt sind alle Romane der Serie sehr gut, unterhaltsam und auch spannend geschrieben. Am Ende wartet meist eine überraschende Lösung.