Das Kappenstein-Projekt

Erschienen: Januar 1997

Bibliographische Angaben

  • Dortmund: Grafit, 1997, Seiten: 185, Originalsprache

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"Ein Serienkiller treibt in Münster sein tödliches Unwesen. Dabei scheint er es auf grüne Kommunalpolitiker, die ein großes Bauprojekt in Kappenstein ... befürworten, abgesehen zu haben. Aus diesem Grund engagiert die grüne Stadtkämmerin Wilsberg als Leibwächter. Der tritt den neuen Job jedoch nicht an, ohne selbst ermittlerisch aktiv zu werden. Versteht sich von selbst, dass er schon recht bald tief in die verzwickte Sache hineingezogen wird. (Kaufen & Sparen)

"Diesmal erwischt es zwei grüne Kommunalpolitiker in der Bischofsstadt.« (Kirche + Leben)

Vom ZDF als "Wilsberg und der Schuss im Morgengrauen" verfilmt.

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Letzte Kommentare:
27.05.2012 18:26:59
andrepolis

Mein zweiter Wilsberg-Roman, von dem ich absolut angetan bin. Nicht nur Wilsberg ist in diesem Fall involviert, auch sein bester Freund Stürzenbecher hat wieder Grund zum Lachen. Aber alles der Reihe nach: Wilsberg ist wieder um seine Tochter bemüht und arbeitet als Aushilfskraft in der Detektei , die ihm selbst gehört hat. Und auf einmal bekommt er einen Job als Schwarzarbeiter: Er wird Leibwächter der Stadträtin. Warum? Weil ein Serientäter, zunächst scheinbar ziellos, Politiker aus den Reihen der münsterschen Grünen umbringt, nach dem "Zehn kleinen Negerlein Prinzip". Nach diversen Fragen und Antworten Spielchen kann Wilsberg den Fall nach und nach lösen und bekommt ein nettes Happy End.
Ich habe es tatsächlich genossen, diese Idee den Movie-Park als "Franchise-Unternehmen" in die Nähe von Münster zu transferieren. Die damit aufkommenden Probleme und Meinungen hat Kehrer hier eindrucksvoll niedergelegt. In wie weit diese Pläne tatsächlich mal bestanden, mag ich mir gar nicht vorstellen. Fakt ist, dass der charmante Georg Wilsberg hier eher auf einer Art Siegerstrasse ist, denn als Verlierer hier ist. Sehr sympathisch, könnte man öfter lesen...

21.07.2011 17:03:04
Klaus-Günther Beck-Ewerhardy

Wieder ist Georg Wilsberg ohne Lebenspartnerin, wohl aber mit Mitbewohner mit wechselnden Partnerinnen, da Imke mit Sara ausgezogen ist und er einen Teil seiner Wohnung an einen jungen Mann vermietet hat, der ein sehr abwechslungsreiches und durchaus lautes Liebesleben zu führen pflegt. So arbeitet Georg sehr motiviert im Außendienst, da es dort in der Regel etwas ruhiger ist.

Eines Tages bekommt er einen Anruf der grünen Stadtkämmerin, die nach der Ermordung zweier Parteigenossen um ihr Leben fürchtet und nun einen dezent auftretenden Leibwächter benötigt. Aus verschiedenen Gründen ist ihre Wahl auf Georg gefallen und als sie auch noch bereit dazu ist, Georg in seiner „Freizeit“ nach dem Mörder suchen zu lassen und ihn schwarz zu bezahlen, willigt dieser ein.

Wie gewohnt auf vergleichsweise wenigen Seiten sehr komplex und interessant erzählt, voller scharfem Witz gegen bestimmte Zweige der politischen Linken und gegen den Provinzialismus der Münsteraner Politik. Locker leichte Krimiunterhaltung mit einem vergleichsweise überraschenden Ende.