Kälteschlaf

Erschienen: Januar 2009

Bibliographische Angaben

  • Reykjavík: Vaka Helgafell, 2007, Titel: 'Harðskafi ', Seiten: 295, Originalsprache
  • Bergisch Gladbach: Lübbe Audio, 2009, Seiten: 4, Übersetzt: Walter Kreye
  • Köln: Bastei Lübbe, 2011, Seiten: 380

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An einem kalten Herbstabend wird an Islands geschichtsträchtigem See von Þingvellir die Leiche einer jungen Frau gefunden. Auf den ersten Blick ein Selbstmord, doch Kommissar Erlendur wird misstrauisch, als ihm der Mitschnitt einer Séance zugespielt wird. Kurz vor ihrem Tod hatte sich die Frau an ein Medium gewandt. Trotz seiner tiefen Skepsis gegenüber spiritistischen Praktiken geht Erlendur den Hinweisen nach und rührt dabei an ein gut gehütetes Familiengeheimnis, das die Jugend dieser Frau überschattet hat. Kann Erlendur ohne die Hilfe von Sigurdur Óli und Elinborg herausfinden, weshalb das Leben dieser Frau ein so tragisches und abruptes Ende nahm? In seinem achten Fall wird Kommissar Erlendur mit übersinnlichen Phänomenen konfrontiert - und mit spukartigen Erinnerungen an seine Kindheit ...

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Letzte Kommentare:
10.04.2016 12:14:06
Urs Mugwyler

Ein leiser und absolut packender Krimi. Der Einstieg ist ungewohnt und lässt noch nicht erahnen, wie spannend sich die Geschichte entwickelt. Während sich der Hauptstrang erst nur wie ein leises Lüftchen daherkommt, entwickelt er sich bald zu einem atmosphärisch dichten, eiskalten Wind. Auch die Nebenstränge werden vorzüglich und Nachvollziehbar ausgelegt, spannend gestrickt und zu Ende gebracht.
Teilweise unverständlich sind vorgehende Kommentare. Der Hauptprotagonist wird als Person für einmal glaubwürdig und differenziert miteinbezogen. Das Privatleben ist ein Teil des Lebens und ist für die Geschichte auch wichtig, zeigt warum er so handelt. Es bringt den Mann als Person in die Geschichte macht den Plott erst schlüssig.
Ich habe das Buch gelesen. In einem Tag. Es war mein Erstes von ihm und werde die anderen sicher auch lesen.

17.08.2015 17:10:06
Matthias

Ich kann und muss mich leider auf das mal wieder gekürzte Hörbuch beziehen. Wie schon in den Hörbüchern zuvor wurde hier viel zu viel gekürzt und komplette Handlungsstränge fehlen. Die persönliche Entwicklung von Elendur findet quasi nicht statt und auch die Handlungsstränge der anderen beiden Ermittler fehlen komplett.

Walter Kreye ist eine Umgewöhnung, die auch am Ende des Buches leider immer noch nicht passend erscheint.

Leider "zerstört" hier die gekürzte Hörbuch-Ausgabe die Serie. Ich werde wenn überhaupt auf die restlichen Bücher wechseln.

05.01.2014 16:01:31
vjeverica

Ich habe mir nun all die Meldungen durchgelesen und war verwirrt, dass Erlendurs Kollege die meiste Ermittlertätigkeit gemacht haben soll?! Habe ich da was missverstanden? Kürzlich habe ich dieses Buch - allerdings als Hörbuch - konsumiert. Für mich war bei den Ermittlungen Erlendur so ziemlich allein auf weiter Flur, abgesehen von einige Malen, wo er auf (Ex)Kollegen zugriff, wie den befreundeten Taucher.
Mich persönlich störte der Vorlesende absolut nicht, dass es jem.anderer war - er hat seine Sache gut gemacht, IMHO.
Mich hat das Ende absolut unbefriedigt hinterlassen. Diejenigen, die das Buch bereits kennen, werden sich schon denken können, warum - es geht mir da um den Gatten der Verstorbenen.
Aber was solls - das Buch war gut und hat mir großteils sehr gut gefallen, mich 4 CDs lang in seinen Bann gezogen.

03.02.2013 14:56:53
haefler

Vielleicht ist dies weniger ein typischer Krimi als mehr parallel laufende Erzählstränge unterschiedlicher Psychogramme. Für meinen Geschmack werden den Dialogen des Protagonisten mit seiner Tochter zu viel Text gewidmet, ohne dass dies von allzu grosser Relevanz zu sein scheint. Trotzdem alles in allem spannend.

17.12.2012 16:51:45
tedesca

Teil 8 der Erlendur-Reihe lässt erahnen, dass der alte Komissar wohl bald das Zepter an seinen Kollegen und Assistenten Sigurður Óli weitergeben wird, denn dieser ist in diesem Fall derjenige, der den Großteil der Ermittlungsarbeit leistet und den Fall trotz seiner Wirrnisse letztenlich vollständig aufklärt. Was auch daran liegen mag, dass er etliche der involvierten Personen schon aus seiner Schulzeit kennt und durch sie immer tiefer in einen Skandal hineingezogen wird, der die Grenzen Islands bei weitem überschreitet. Wenig Action, dafür eine melancholische Grundstimmung und ein wirres Netz aus persönlichen Beziehungen kennzeichnen dieses Buch, das qualitativ lückenlos an seine Vorgänger anschließt.

Mich persönlich hat es irritiert, das es als einziges der Serie nicht von Frank Glaubrecht gelesen wird. Walter Kreye macht seine Sache zwar gut, aber er spricht die isländischen Namen etwas anders aus und überhaupt bin ich halt ein Gewohnheitstier. und freu mich drauf, dass die Folgeteile wieder von der mir bekannten Stimme vorgelesen werden.

17.09.2012 10:03:10
Schneeglöckchen

"Kälteschlaf" ist ein wunderbar leiser Krimi, der mir sehr gut gefallen hat. Beharrlich ermittelt Kommissar Erlendur in einem aktuellen Fall, der offiziell abgeschlossen ist. Desweiteren ermittelt er in zwei 30Jahre alten Vermißtenfällen. Alles auf eigene Kappe. Diese Ermittlungsarbeit ist leise und klug. Der Autor hat die Dialoge interessant gestaltet, weil sie Erlendur immer ein kleines Stückchen weiterbringen und den Leser auch.Zwischendurch sind immer Stücke vom Privatleben des Kommissars eingestreut, aber nicht so oft und soviel, daß sie vom eigentlichen, um das es geht, ablenken.Für mich ein wunderbarer, lesenswerter Krimi. Es war mein erster Indridason, wird nicht mein letzter bleiben.
Selbstverständlich ist er nicht vergleichbar mit der Story um z.B. Lisbeth Salander. Aber das muß für mich ja auch nicht sein. Es müssen doch nicht alle skand. Krimis von gleicher Art sein.

05.03.2012 14:56:23
Solitaire

Tut mir leid, aber mich hat "Kälteschlaf" kalt gelassen, denn im Vergleich zu anderen skand. Autoren war das eine sehr laue Kost. War mein erster Indridason, den ich gelesen habe und ich bin schwer am Überlegen, ob ich noch einen anderen Band von ihm lesen werde.Die Geschichte zog sich zäh dahin, immer wieder unterbrochen von Erlendurs unverarbeitetem eigenen Familiendrama - nein, da muss ich sagen, sind mir eine Lisbeth Salander oder ein Harry Hole oder die liebenswert-chaotische Dora Gudmundsdottir viel lieber.

08.09.2011 23:59:50
mylo

Dieses Buch gehört für mich zu einem der Besten aus der Erlendur-Reihe. Indridason schafft hier einen Krimi der zunächst nicht als solcher erkennbar ist, ja man erkennt nicht mal (zunächst) wo da ein Kriminalfall sein könnte. Am Ehesten lassen die Vermisstenfälle ein Verbrechen vermuten, aber da lag keines vor. Bei dem vermeintlichen Selbstmord entwickelt sich zunächst über ein vermutetes verwerflichem Verhalten langsam das zunächst wahrscheinliche und letztlich tatsächliche Verbrechen. Im Grunde werden da schon tiefe menschliche Abgründe aufgezeigt.
Das ganze Blut, Berge von Leichen aber einem hervorragenden Erlendur. 90 Punkte

18.04.2011 10:09:33
Klaus Pitsch

Endlich einmal ein Krimi, wo es nicht um Serienkiller oder den ständig im Hintergrund lauernden Kindesmissbrauch geht. Keine Hektik der Polizeiarbeit mit diversen Beziehungsproblemen lenkt vom Fall ab. Ruhig und gelassen zieht Erlendur seine Recherchen durch. Diesen mit seinen privaten Problemen zu kennen ist natürlich ein Vorteil.
Auch wenn die Vater - Kinderbeziehung etwas strapaziert wird, passt der verlorene Bruder hervorragend in die Thematik .
Ob der Fall überhaupt ein Fall ist, bleibt lange unklar. Erlendurs obsessive Suche nach Vermissten wird in die Story bestens integriert. Kein Hauch von Action zielt auf vordergündige Spannung. Trotz des esoterischen Hintergrunds bleibt die Geschichte logisch und psychologisch nachvollziehbar. Man muss aber schon Geduld haben, um diesen Island - Krimi genießen zu können.

12.04.2011 11:46:04
martin

wo indridason draufsteht, ist auch indridason drin (zumindest was die erlendur-reihe angeht). und das ist sehr gut so. habe nicht umsonst auf die taschenbuchausgabe gewartet, wurde nicht enttäuscht. die fälle um erlendur lesen sich äußerst leicht und wer einen hang zur schwermütigen nordischen krimiliteratur hat, wird in indridason einen ihrer meister finden. 95 grad.

05.04.2011 21:47:08
Horwen

Ich habe bisher alle Bücher von diesem Autor gekauft und gelesen. Alle Bücher finde ich sehr spannend und Klasse.
Bin jetzt gespannt auf Frevelopfer, dieses ist leider noch nicht als Taschenbuch erschienen! Schade.
Hoffentlich gibt es noch viele Bücher von diesem Autor, der in seiner Figur des Kommissars Elandur eine gute Figur geschaffen hat.

14.03.2011 13:29:47
manni

Indridason hat "Kälteschlaf" raffiniert um Erlendurs Privatleben und seinem,in diesem Fall ,etwas ruhigen Polizeidienst gestrickt.
Wer allerdings die Vorgeschichten nicht kennt, kann die "Privaterzählstränge" nicht mehr nachvollziehen. Die Erlendur Geschichten lesen sich aber flott hintereinander weg, also warum nicht mal mit dem ersten Teil anfangen, es lohnt sich,
Lesevergnügen pur ist garantiert und ich habe mich schon bei dem Gedanken ertappt
mal einen Islandand-Kurzurlaub-Abstecher zu unternehmen, auf Erlendurs Spuren sozusagen.

06.03.2011 01:50:53
Lesemaus

Endlich habe vor drei Tagen dieses Buch in den Hänen halten dürfen und schon war es auch wieder durchgelesen. Auch wenn wirklich früh erkennbar ist, auf was das ganze letzendlich hinausläuft, ist es dennoch sehr gut geschrieben.
Auch wie die Fälle qausi "zusammentreffen", war genial gemacht.
Ich freu mich riesig auf den 9. Band der Reihe!!!

Fazit: Empfehlenswert und 99,5°

21.09.2010 20:15:42
Harry

Mein erstes Buch über Indridason und finde es eigentlich gar nicht schlecht. Äußerst spannend, und eigentlich interessant, mal ein Blick aufs Island zu werfen. Demnächst werde ich andere Bücher von dieser Autor lesen. Schreibt hervorragend, die Hintergründe, wie María wirklich gestorben war, und was vor dem Mord passiert ist, beeindruckend. Andere Autoren hätten das bestimmt auch gemacht. Ein Blick in die Vergangenheit zu werfen ist äußerst grandios!
Hoffentlich sind die anderen Bücher von ihn ebenfalls hervorragend. Dieses Buch gehört zur mein Favoriten des Autors.

Bewertung: 95°

24.06.2010 11:52:29
Frank S.

Ich war von "Frostnacht" sehr enttäuscht, nachdem ich zuvor nahezu alles von Indridason gut gefunden hatte. "Kälteschlaf" hingegen hat mich wieder voll und ganz überzeugt - neben einer gut erzählten Geschichte kommt eine literarische Qualität hinzu, die ich beim Autor bisher so noch nicht wahrgenommen habe. Der Umgang mit einem nicht einfachen Thema ist ihm sehr gut gelungen; Maria wird nicht nur nicht vorgeführt, sondern ist sogar die einzige Sympathiefigur. Bin beeindruckt und gespannt auf den nächsten Erlendur! Wertung: 95 Prozent.

01.02.2010 09:12:57
klein_my

Ich habe auch viele Bücher von dem Autor gelesen. Jedoch fand ich Kälteschlaf wesentlich besser als Frostnacht. Allerdings hat mir die "richtige" Ermittlungsarbeit gefehlt, es war alles nur vage.das zwischenmenschliche des Kommissars und der zerbrochene Ehe, die Kinder etc. war sehr ausführlich dargestellt und hat mir einen besseren Einblick gebracht. Das Bild von Erlendur als Mensch wurde mir dadurch gut vermittelt. Aber so richtig Spannung wurde nicht aufgebaut und irgendwann war schon Klar, wo sich alles hinbewegt. Ich bleibe dem Autor trotzdem treu und hoffe das das nächste mich doch ein wenig mehr fesselt.

28.12.2009 22:29:51
Dani P.

Ich habe bereits alle Bücher von Arnaldur Indridason gelesen und dieses fand ich das schwächste Buch! Schade, aber ich bleibe dennoch treu, denn auch wenn es das Schwächste aller seine Bücher jetzt war, war es im Vergleich zu anderen Krimis anderer Autoren gut.
von mir gibt es für dieses Buch 80 Grad

13.10.2009 18:35:11
Chris Brauns

Wertung des Hörbuches:
Der Sprecher, Walter Kreye, schafft es leidern icht das Buch glaubwürdig und stimmgewaltig rüber zu bringen! Gegen den bisherigen Sprecher, Frank Glauchbrecht, ist Kreye max 4. Wahl! Teilweise ohne Punkt und Koma gelesen, keine Betonungen und kaum "Stimmenvielfalt" - macht das Hören sehr, sehr schwer!

Das Buch selber ist der 8. Fall aus der Erlendur Reihe und zugleich der schwächste von allen! Spätestens zu Mitte des HB weiß man wie der Hase läuft und ab da wird es zäh wie Leder! War bereits "Frostnacht" schwach, so topt "Kälteschlaf" diese s nochmal um längen! Schade, aber es hat den Eindruck das die Erlendur Reihe langsam aber sicher am Ende ist!
Fazit: Nix dolles aus dem schönen Island!

12.10.2009 23:46:37
JimKnopf

Mein "erster" Arnaldur Indridadson und gleich für gut befunden. Was mir sehr gut gefällt ist die "leichte Schreibe" des Erzählstils. Trotzdem sind die Figuren meiner Meinung nach sehr authentisch und bieten viel Tiefgang.

Ein Buch was man auch öfters lesen kann. Bin schon am nächsten dran (Kältezone).

04.09.2009 22:44:11
R.Bradneck

An einem kalten Herbstabend wird an Islands geschichtsträchtigem See von Pingvellir die Leiche einer jungen Frau gefunden. Auf den ersten Blick ein Selbstmord, doch Kommissar Erlendur wird misstrauisch, als ihm der Mitschnitt einer Séance zugespielt wird.
Kurz vor ihrem Tod hatte sich die Frau an ein Medium gewandt. Trotz seiner tiefen Skepsis gegenüber spiritistischen Praktiken geht Erlendur den Hinweisen nach und rührt dabei an ein gut gehütetes FamiliengeheimniS, das
die Jugend dieser Frau überschattet hat...