Menschensöhne

Erschienen: Januar 2005

Bibliographische Angaben

  • Reykjavík: Vaka-Helgafell, 1997, Titel: 'Synir duftsins', Seiten: 294, Originalsprache
  • Bergisch Gladbach: Lübbe Audio, 2005, Seiten: 4, Übersetzt: Glaubrecht, Frank
  • Bergisch Gladbach: Bastei Lübbe, 2006, Seiten: 347, Bemerkung: Vollständige Taschenbuchausgabe

Couch-Wertung:

87°

Leser-Wertung

-
Zum Bewerten, einfach Säule klicken.
 50° 100°

Zum Bewerten, einfach Säule klicken.

Bitte bestätige - als Deine Wertung.

Gebe bitte nur eine Bewertung pro Buch ab, um die Ergebnisse nicht zu verfälschen. Danke!

2 x 91°-100°
3 x 81°-90°
0 x 71°-80°
0 x 61°-70°
0 x 51°-60°
0 x 41°-50°
0 x 31°-40°
0 x 21°-30°
0 x 11°-20°
0 x 1°-10°
B:90
V:4
W:{"1":0,"2":0,"3":0,"4":0,"5":0,"6":0,"7":0,"8":0,"9":0,"10":0,"11":0,"12":0,"13":0,"14":0,"15":0,"16":0,"17":0,"18":0,"19":0,"20":0,"21":0,"22":0,"23":0,"24":0,"25":0,"26":0,"27":0,"28":0,"29":0,"30":0,"31":0,"32":0,"33":0,"34":0,"35":0,"36":0,"37":0,"38":0,"39":0,"40":0,"41":0,"42":0,"43":0,"44":0,"45":0,"46":0,"47":0,"48":0,"49":0,"50":0,"51":0,"52":0,"53":0,"54":0,"55":0,"56":0,"57":0,"58":0,"59":0,"60":0,"61":0,"62":0,"63":0,"64":0,"65":0,"66":0,"67":0,"68":0,"69":0,"70":0,"71":0,"72":0,"73":0,"74":0,"75":0,"76":0,"77":0,"78":0,"79":0,"80":0,"81":1,"82":0,"83":0,"84":0,"85":0,"86":0,"87":0,"88":1,"89":0,"90":1,"91":1,"92":0,"93":0,"94":0,"95":0,"96":0,"97":0,"98":0,"99":0,"100":1}
Peter Kümmel
Gemächliches Tempo passend zur gedrückten Stimmung

Buch-Rezension von Peter Kümmel Dez 2004

Der isländische Autor Arnaldur Indriðason scheint eine Vorliebe zu haben für Verbrechen, deren Ursprünge weit in der Vergangenheit liegen. Um so schwieriger gestalten sich natürlich demzufolge die Ermittlungen, wenn kaum noch Zeitzeugen für relevante Ereignisse existieren oder diese bereits so alt sind, dass ihr Gedächtnis stark nachgelassen hat.

Den Ausgangspunkt bildet jedoch ein Mord in der Gegenwart. Der pensionierte Volksschullehrer Halldór wurde an einen Stuhl gefesselt, mit Benzin übergossen und samt seinem Wohnhaus über ihm verbrannt. Einzige Verwandte des Toten ist eine Halbschwester, die im Altersheim lebt, kaum noch Kontakt zu ihm hatte und nur mit kargen Aussagen über seine Vergangenheit und insbesondere über seine traurige Kindheit herausrückt. So konzentrieren sich die Ermittlungen zunächst auf die Schulen, an denen Halldór unterrichtete. Die zunehmende Gewaltbereitschaft der Schüler scheint dem alten Lehrer zu schaffen gemacht zu haben. Als der Verdacht aufkommt, dass Halldór sich an Schülern vergangen hat, vermuten die Ermittler dahinter das Mordmotiv.

Neue Erkenntnisse ergeben sich erst, als sich der Buchhändler Pálmi mit der Polizei in verbindung setzt. Dessen Bruder Daníel starb zum gleichen Zeitpunkt wie Halldór durch Selbstmord. Daniel war seit vielen Jahren schizophren und lebte in einer psychiatrischen Anstalt. Pálmi war nach dem Tod der Mutter seine einzige Bezugsperson und auch dessen Besuche waren nur spärlich. Um so überraschter ist Pálmi, als er erfährt, dass Daníel in der letzten Zeit öfter Besuch erhielt von seinem früheren Lehrer, dem ermordeten Halldór. Pálmi versucht, den Grund für dessen Besuche herauszufinden, die Pfleger haben aber nur etwas über Lebertrankapseln heraushören können.

Stutzig wird Pálmi dann, als auf Daníels Beerdigung ein früherer Mitschüler von Daníel auftaucht, der etwas davon erzählt, dass in den Lebertrankapseln gar kein Lebertran war. Mit diesen spärlichen Informationen wendet sich Pálmi an die Polizei, die nun hofft, über weitere Klassenkameraden an neue Erkenntnisse zu gelangen. Doch diese sind fast alle bereits in jungen Jahren oft durch merkwürdige Umstände ums Leben gekommen.

In beeindruckend ruhiger Art und Weise, so wie man sich das Leben in Island vorstellt, beschreibt Indriðason das grausame Verbrechen und die Ermittlungen. Der Leser ist dabei von Anfang an klar im Vorteil, denn er erlebt nicht nur parallel die beiden Geschehnisse, die für die handelnden Personen erst viel später einen Verknüfungspunkt erfahren, sondern wird in kurzen Kapiteln auch in ein abgeschottetes Haus geführt, in dem die Drahtzieher für das Verbrechen irgendwelchen mysteriösen Geschäften nachgehen.

Nachdem bereits die Fälle Nummer drei, vier und fünf mit großem Erfolg in Deutschland veröffentlicht wurden, liegt nun mit Menschensöhne endlich auch der Debütroman der Serie um Kommissar Erlendur Sveinsson in deutscher Übersetzung vor. Was dabei überrascht, ist, wie gespannt das bislang eigentlich als recht unkompliziert angesehene Verhältnis zwischen Erlendur und seinem engsten Mitarbeiter Sigurður Óli am Anfang war.

Thematisch finden wir auch in diesem ersten Fall wieder die bekannte Einsamkeit vor und befinden uns auch wieder vor allem in den unteren gesellschaftlichen Schichten. Geprägt wird das Buch von Jugendlichen, deren soziales Umfeld und das frühere Schulsystem ihnen apriori jegliche Chancen verwehrt, das so sehr gewünschte "normale Leben" leben zu können. So herrscht über den gesamten Handlungszeitraum hinweg eine sehr gedrückte, oft melancholische Stimmung, aus der das kleine Happy-End wie ein Lichtblick herausragt.

Die Stimmungen seiner Charaktere hat der Autor wieder hervorragend erfasst. Beeindruckend dabei vor allem die Beschreibung der Sehnsüchte eines Schizophrenen, der fast sein ganzes Leben in einer geschlossenen Anstalt und oft unter Medikamenteneinfluß verbringen muß. Gut vermittelt wird aber ebenso die Ablehnung seiner Kontaktpersonen ihm gegenüber, die meist auf deren Hilflosigkeit beruht.

Was man bei Indriðason jedoch vergeblich sucht, ist eine Lösung des Falles mittels Indizien und Kombinationsgabe. Nein, das Geschehen löst sich nach und nach von selber auf durch die Aussagen von Beteiligten. Trotz all seiner Gemächlichkeit leidet der Roman keineswegs unter fehlendem Tempo und wird zu keinem Zeitpunkt langweilig.

Menschensöhne

Menschensöhne

Deine Meinung zu »Menschensöhne«

Hier kannst Du einen Kommentar zu diesem Buch schreiben. Wir freuen uns auf Deine Meinungen. Ein fairer, respektvoller Umgang sollte selbstverständlich sein. Danke!

Letzte Kommentare:
09.11.2017 11:30:10
maggus

Ich vermisste beim Lesen dieses Buches den hier so häufig gelobten Tiefgang. Die angesproche Thematik wurde angesprochen, um sie dann bar jeglichen Tiefgangs wieder fallen zu lassen - selbiges gilt für mich für die Zeichnung der Charaktere - an manchen Stellen fand ich den Inhalt gar absurd.

Ich habe ob der Bewertungen einiges erwartet und meine Erwartungen wurden leider nicht erfüllt - daher keine Empfehlung. Eventuell werde ich Indridason zu einem späteren Zeitpunkt noch einmal mit einem anderen Buch eine Chance geben, allerdings halte ich das zum aktuellen Zeitpunkt für wenig wahrscheinlich.

20.09.2016 16:18:27
Henriette H.

Dieses Buch ist eher Science-Fiction als ein Kriminalroman, aber dennoch sehr spannend, trotz vieler Ungereimtheiten. Besonders der Schluss ist sehr unwahrscheinlich-um es mit Shakespeare zu sagen: "Ein Wunder bleibt's, dass dies so glücklich endigt."
Die genaue Beschreibung der Charaktere und die eindringliche Schilderung sozialer Missstände sind aber schon ebenso gelungen wie in den späteren Romanen des Autors.
Für mich ist Indridason einer der besten Krimi-Autoren des frühen 21. Jahrhunderts, das zeigt sich auch in diesem Erstling.

12.02.2015 18:34:55
Anneja

Hm, so viele gute Kritiken hier, dass man sich kaum traut, Gegenteiliges zu behaupten. Ich finde das Buch bis auf einige wenige Passagen eher ärgerlich. Atmosphärisch hat es mich sehr angesprochen, da beherrscht der Autor anscheinend schon sein Handwerk. Tristesse, wohin die Phantasie reicht. Ich mochte das. Aber das war's auch schon. Die Zeichnung der Charaktere ist schwach bis nicht vorhanden. Am meisten verärgert haben mich die sehr undifferenziert dargestellen Aufhänger Psychiatrie, Pädophilie und Klonen von Menschen. Eben nur Aufhänger und kein Tiefgang, passagenweise fast schon Bild-Zeitungs-Niveau. Also, wenn man diese Themen schon als Aufhänger benutzt, dann doch bitte mit mehr Tiefgang. Und dann diese unsägliche Ende: Also, es geht im gesamten Roman um Unterschichten-Schulkinder, denen man heimlich und experimentell Speed verabreicht hat. Alles in Ordnung soweit.. Aber dann DIESES Ende! Im Ernst? Wirklich? Deutschstämmiger - das Nazi-Klischée musste wohl sein? - Pharmamagnat klont Menschen und denkt, er sei damit ein Segen für die Menschheit. Und schon wieder ein Aufhängerthema, das sowas von undiffernziert durchdacht daherkommt. Und das auf den letzten paar Seiten! Zuerst die Psychiatrie, dann - wie wunderbar - die Pädophilie - ich vergaß - und am Ende das Klonen von Menschen. Und der Protagonist lebt am Ende happily ever after mit seinem geklonten 2-jährigen Bruderetwas in trauter Gemeinschaft. Nee, also da war ich schlichtweg not very amused! I would rather NOT!

12.10.2013 23:28:27
Nadir36

Der erste Teil der wieder heiß gewordenen isländischen Cold-Case-Fälle mit dem Ermittler-Duo Erlendur und Sigidur Oli, das sich in diesem Fall erst finden muss.
Den Start trägt der Schwung des ersten Versuchs, die Rückblicke auf Kindheit und Jugend der Versuchskaninchen aus der Klasse 6F ist, wie auch beim Leipziger Studentenidyll in Kältezone, der ansprechendste Teil. Den klassischen Showdown mit echtem Bösewicht und Todesgefahr bis zum letzten Atemzug wird man auch hier vergeblich suchen.
Insgesamt dümpelt die Handlung doch sehr gemächlich dahin, auch wenn die Aufklärung eines Doppelselbstmords mit einem Kinderschänder als Täter und Opfer sicherlich der letzte Schrei in den Neunzigern gewesen sein muss. Internationale Großkonzerne als eigentliche Täter im Hintergrund gehören ebenfalls zum Standard des skandinavischen Krimis, am Ende bleibt nicht viel mehr als das große Gähnen.
(less)

20.03.2013 15:47:33
kuba1971

Hat mir gut gefallen. Der Roman ist düster und beklemmend. Die Geschichte wird zügig aber dennoch fesselnd erzählt. Der Schluss ist für meinen Geschmack etwas zu dick aufgetragen aber trotzdem schlüssig bzw. zufriedenstellend. Hier und da sind mir einige Übersetzungsfehler aufgefallen, die das Lesevergnügen jedoch nicht negativ beeinflusst haben. Fazit: Kein Meisterwerk aber auf jeden Fall ein gelungener Auftakt. Ich werde die Reihe um Kommissar Erlendur Sveinsson mit Sicherheit weiterverfolgen.

kuba1971

19.12.2012 19:01:43
kianan

Menschensöhne ist für mich ein sehr spannend geschriebener Krimi, in dem auch kritische Themen angesprochen werden. Ich habe mit den zwei Kriminalinspektoren Erlendur und Oli sowie dem Bruder Palmi des verstorbenen Dani mitgefiebert auf der Suche nach der Wahrheit hinter dem Selbstmord von Dani und dem Tod dessen ehemaligen Lehrers Halldor durch einen Brand. Die Spannung blieb immer gleich hoch.

Ein wenig gestört hat mich, dass einem so kühlen und organisierten Täter einige leichtsinnige Fehler unterlaufen und er Beweise hinterlässt und in diesen Fällen ausgerechnet nicht so kalt und konsequent handelt wie sonst auch. Mehr kann ich an dieser Stelle nicht sagen, da ich sonst viel von der Spannung nehmen würde.

Ebenfalls war ich von dem Ende ein wenig enttäuscht, da es mir doch etwas zu überzogen war und mich nach Science-Fiction erinnerte. Weniger wäre besser gewesen.

Dennoch hat mir der Krimi gut gefallen und mich in seinen Bann gezogen. Daher: trotz einiger Abstriche, aus meiner Sicht ein guter Serienauftakt, der neugierig auf mehr macht. Ich werde mir das nächste Buch der Serie kaufen.

04.02.2012 10:57:03
taube54

Bei einer Island-Rundreise wurden uns die Bühr von Arnaldur Indridason vorgestellt und als alte Krimileserin habe ich mir "Menschensöhne" gleich nach dem Uraub gekauft. So habe ich mit dem Anfang begonnen und inzwischen fast bis zu den aktuellen Werken durchgelesen.
Indridason gehört inzwischen zu meinen Favoriten.
Menschensöhne hat mich begeistert, die Art Indridason verschiedene zeitliche Ebenen zu verknüpfen und eine Spannung zu halten ohne viel Gewalt und brutales Blutvergießen. Auch die immer wieder neuen Aspekte der isländischen Kultur, Politik und Wirtschaft, die Indridason einfließen lässt, beigeistern mich und machen neugierig auf mehr.
Sehr interessant und sympathisch finde ich auch, dass es am Ende keinen Bösen gibt, der in Handschellen abgeführt wird. Das Leben ist eben nicht immer schwarz oder weiß.
Von Vorteil ist es allerdings, wenn man das Land kennt und zumindest eine Ahnung hat, wie die Islänische Sprache klingt. Bekannte von mir haben oft Probleme mit der Isländischen Schreibweise. Man könnte sich wünschen, dass bei der Übersetzung auf die isländischen Sonderzeichen verzichtet worden wäre.
Aber vielleicht wäre es auch einfach ein Grund, dieses wunderschöne Land zu beschen.

15.11.2011 15:31:14
tedesca

Auf Empfehlung einer Freundin hin, die weiß, dass ich Skandinavienkrimis sehr gerne mag, hab ich mich zu einer neuen Serie hinreissen lassen. Und bin froh darüber! "Menschensöhne" ist ein Buch, in dem es um viele berührende Themen geht, die mit Tiefgang aber ohne Schmalz und Kitsch behandelt werden. Ethische und moralische Fragen um das Recht des Menschen auf Einzigartigkeit und Individualität tun sich auf. Wo die Grenzen zum Missbrauch liegen, stellt diese Geschichte sehr klar dar, ebenso die vielfachen Motivationen dafür.

Die Hauptfiguren in diesem ersten Teil der Erlendur-Reihe sind eigentlich die Opfer und Täter und viel weniger die Ermittler. Diese stellen sich langsam vor, bleiben aber bis zum Schluss recht schemenhaft und im Hintergrund. Was darauf hoffen lässt, dass der Autor noch ein paar Dinge im Ärmel hat, die er mit der Zeit in den Folgebüchern auslassen wird.

Alles in allem ein solider Krimi mit dem speziellen nordischen Flair, das als Hörbuch (leider nur gekürzt erhältlich) von Frank Glaubrecht als Sprecher noch mit viel Gefühl zusätzlich verstärkt wird. Ein spannendes Hörvergnügen, das mich gleich dazu veranlasst hat, Teil 2 auf den iPod zu laden.

09.11.2010 00:29:47
TinT79

Arnaldur Indridason gelang mit diesem ersten Fall ein furioser Einstieg in die Krimireihe um Kommissar Erlendur. Spannung und die Ungewissheit um die Person des Mörders halten den Leser in ihren Bann. Spannung, Nervenkitzel und totale Übermüdung sind mit diesem Buch garantiert. Also ran und selbst lesen.

04.11.2010 11:50:00
Susannah

Island, Gegenwart. Halldór, ein ehemaliger Grundschullehrer wird ermordet - verbrannt in seinem eignen Haus. Gleichzeitig stürzt sich der schon seit Jahren psychisch kranke Daniel in seiner Klinik in den Tod. Zwei Fälle, die auf den ersten Blick wenig gemeinsam haben. Während Kommissar Erlendur mit seinen Kollegen nach dem Brandstifter sucht und dabei unangenehme Wahrheiten über Halldór entdeckt, macht sich der Bruder des toten Daniel selbst auf die Suche. Langsam verbinden sich die vielen Fäden und offenbaren eine Verschwörung, die weit über das vorstellbare hinaus geht ...

Ein Krimi, der nur langsam in die Gänge kommt. Doch wer auf den ersten Seiten nicht das Handtuch wirft, wird belohnt. Das gemächliche Tempo steigert sich langsam aber sicher, wächst sich zu einer sehr guten Geschichte heraus. Erste Einblicke in die Privatsphäre von Komissar Erlendur und eine zauberhafte Beschreibung der rauen Natur Islands runden den Krimi ab, der mit einem bombigen Finale aufwartet.
Auch wenn "Menschensöhne" aufgrund des etwas schwachen Anfangs nicht die volle Punktzahl erhält - mir hat es Lust auf die Fortsetzungen gemacht!

16.06.2009 07:42:17
detno

Man sollte mit diesem ersten Erlendur-Roman anfangen und dann erst die folgenden Werke lesen. Ich habe MENSCHENSÖHNE als fünftes Buch von Arnaldur Indridason verschlungen und muss leider feststellen, dass das Erstlingswerk gegen die späteren Krimis abfällt und deren Klasse (noch) nicht erreicht.

Die Figur von Erlendur bleibt noch blass, was bei einem Erstlingswerk aber nicht verwunderlich ist. Aber Erlendur kann auch nicht einmal mit guten Ermittlungsergebnissen punkten, denn die wahren Zusammenhänge decken andere Personen auf, vorrangig Palmi, dessen Bruder Selbstmord beging, und Kiddi Kolke, der als Schüler einer absoluten Chaotenklasse keine Lebertrankapseln mochte.

Die Geschichte verliert zum Ende des Buches an Glaubwürdigkeit, da das "große Motiv" plötzlich ein ganz, ganz anderes ist als lange vermutet.

Nach diesen kritischen Anmerkungen aber die klare Aussage: Ein überaus spannendes Buch mit einer sehr sauber herausgearbeiten Beschreibung der Bewohner des Landes. Island ist keine idyllische Insel im Nordmeer. Auch dort sind Armut, Suff, Prostitution und miese Typen zu finden.

84° von mir.

04.03.2009 17:07:52
vfl1848er

ein Krimi der sich von Seite 1 bis zur letzten Seite steigert.Zwar spielt der Kommissar Erlendur nicht die Hauptrolle die ich von einer Hauptfigur kenne, aber seinen Charakter lernt man soweit kennen , das man gespannt sein kann auf die folge Krimis!!
Die Story ist aktuell in unserer Zeit obwohl es zunächst auf ein ganz anderes hinzuläuft.
Etwas schade ist der Schluss im Sinne der Gerechtigkeit.
ich werde mir die Folgekrimis holen und lesen ein guter Autor empfehlenswert

11.12.2008 12:17:09
Manfred

Das Buch hat mich doch etwas enttäuscht. Nachdem ich von meinen ersten beiden Erlendur-Krimis begeistert war, hatte ich mir hier deutlich mehr versprochen. Es kommt fast nie Spannung auf und die Thematik ist am Ende aus meiner Sicht sehr unrealistisch. Die anderen Bücher von Indridason sind klar besser!

17.09.2008 22:11:51
picatcho

Das Buch kann von Anfang an bis zum Schluss die Spannung halten. Die Protagonisten sind sympathisch und die ganze Geschichte kommt ohne viel Blutvergiessen aus. Arnaldur hat einen flüssigen, unkomplizierten Schreibstil, zum Teil mit etwas Humor bespickt! Das Buch hat ein gemächliches Tempo, nicht rasant, dafür keine Durchhänger.Mir hats gut gefallen!

16.09.2008 15:10:19
Patrick

Ich stand letzthin in der Buchhandlung und suchte einen skandinavischen Thriller. Ich wollte einen neuen Autor / eine neue Autorin kennenlernen. Neben mir meinte eine Dame, ich solle mal die Roman von Indridason lesen. Sie hätte bisher alle veschlungen, die Geschichten seien hervorragend geschrieben und teilweise sehr realitätsnah. Gesagt, getan, ich kaufte mir den ersten Fall von Erlendur. Die Dame hatte recht!Der Roman ist sehr gut geschrieben. Mir gefällt der Schreibstil von Indridason. Es gelingt ihm, die Geschichte beklemmend, beinahe düster, zu schreiben. Auch die Charakterisierung von Erlendur finde ich hervorragend - wenn auch ein wenig "Wallander-like". Besonders gut gefällt mir die Beziehung zwischen Erlendur und Sigurdur Oli - die können nicht mit, aber auch nicht ohne einander.Die Story ist spannend, logisch und der Kern der Geschichte stimmt ziemlich nachdenklich. Vielleicht ist das Ganze ein wenig an den Haaren herbeigezogen und zu SciFi-lastig - mir gefällt es.Fazit: Ein super Einstand, sehr empfehlenswert. Ich freue mich auf die weiteren Fälle von Erlendur.

24.07.2008 15:35:36
WelpeMax

Es war mein erstes Buch und ich gebe 95° dies Buch ist schon stark geschrieben, Experiment hin oder her, aber ich bin glücklich nicht erst die rezensionen zu lesen, meiner Meinung wird da einiges schon vorweggenommen, deswegen lese ich sie wie jetzt erst wenn ich es gelesen habe! Ich finde dieses Buch kann man von der Stimmung her gut vergleichen mit der heutigen Zeit, denn sicherlich gibt es einige Schüler die sich als Looser fühlen, nur ist im Buch extremer ausgearbeitet, das Buch hat alles was man haben muss um mich zu begeistern !

09.07.2008 22:27:28
ABaum71

Der Erstling der Erlendur Reihe.
Das Buch halte ich für sehr gelungen, obwohl Kommissar Erlendur und sein Team hier eigentlich nur eine Nebenrolle spielen. Der Fall wird eigentlich von Palmi und Johann, Bruder und Freund von Daniel, der sich zu Beginn des Buches das Leben nimmt, verfolgt und gelöst.
Zur gleichen Zeit wird Haldor, der alte Lehrer von Daniel und Johan, in seinem Haus Opfer eines Brandes. Mord oder geplanter Selbstmord ? Die Antwort auf diese Frage versuchen Kommissar Erlendur und Sigurdur Oli herauszufinden. Die Spur führt wieder einmal in die Vergangenheit, in eine Zeit , wo an den Schulen Islands als Gesundheitsvorsorge Lebertranpillen an die Schüler verteilt werden. Aber was hat es mit diesen Pillen auf sich, und warum wird eine Schulklasse die als "Looserklasse" bezeichnet wird, auf einmal Leistungsstärkste Klasse der Schule ? Und dann wären da noch die vielen rätselhaften Todesfälle der Klassenkameraden von Daniel.
Die Lösung lässt sich zwar ziemlich schnell erahnen, aber Arnaldur Indridason setzt der Lösung noch eine Krone auf, die einen schon an einen SF-Roman erinnern lässt.
Was ich sehr interessant fand, ist die recht angespannte Beziehung von Erlendur zu Sigurdur Oli, die man in den späteren Romanen ja durchaus als freundschaftlich bezeichnen kann.
Die ganze Story ist spannend erzählt, und lässt einem manchmal regelrecht einen Schauer auf der Haut spüren, und ein nettes Happy End hat der Autor dann auch noch für den Leser bereit.
Als Erlendur Fan unbedingt lesen, aber als Einstieg in die Erlendur-Reihe vieleicht nicht erste Wahl. Eine Steigerung ist in den nächsten Büchern auf jeden Fall zu erkennen.
Wenn Arnaldur Indridason dieses Buch wirklich als Experiment bezeichnet hat, dann muss man dieses auf jeden Fall als gelungen bezeichnen.

02.02.2008 18:48:17
Rolf.P

Dieses Frühwerk lässt bereits erahnen, dass der Autor sich zu einem hervorragenden Kriminalschriftsteller entwickeln wird.
Zwar ist das Buch ungeheuer spannend, aber teilweise stilistisch noch nicht so ausgefeilt wie seine späteren Bücher. Obwohl das Ende weniger gut gelungen ist, lohnt es sich auf jeden Fall aufgrund der konstanten Spannung das Buch zu lesen!
Gerade allen Fans von Kommissar Erlendur kann man nur zu diesem Buch raten.

18.11.2007 13:57:03
Stefan83

Nachdem bereits einige Fälle von Erlendur mit großem Erfolg in Deutschland veröffentlicht worden sind, liegt mit „Menschensöhne“ nun auch Arnaldur Indridasons Debüt-Roman in deutscher Übersetzung vor. Wie in seinen Nachfolgern, so frönt der Autor auch hier seiner Vorliebe für Mordfälle, dessen Ursprünge weit in der Vergangenheit liegen. Hat diese Art des Storyaufbaus bei den späteren Bänden gut funktioniert, wirkt es in seinem ersten Kriminal-Roman noch recht unausgegoren. So wird unter anderem die eigentliche Hauptfigur Erlendur nur grob ausgearbeitet und lässt noch jegliche Tiefe vermissen. Gedanken, Gefühle und Lebensumstände bleiben weitesgehend verborgen, was es dem Leser schwer macht eine Verbindung zu dem Charakter herzustellen. Stattdessen steht Palmi, der jüngere Bruder des schizophrenen Selbstmörders, im Mittelpunkt. Er ist es, der im eigentlichen Sinne die Polizeiarbeit leistet und nach und nach die Wahrheit ans Licht bringt. Es sind aber keine Ermittlungen im eigentlichen Sinne, denn das Geschehen löst sich eher im Laufe des Buchs von selbst auf, und weniger mittels irgendeiner Form der Kombinationsgabe. Zudem passiert dies alles sehr schleppend und gemächlich, was dem Spannungsaufbau nicht gerade zuträglich ist. Im Gegenteil: Die gedrückte, melancholische Stimmung lässt, im Verbund mit einigen zu offensichtlichen Hinweisen des Autors, nur streckenweise richtigen Lesespaß aufkommen. Dabei mangelt es dem Plot durchaus nicht an guten Ideen. Diese werden jedoch zu selten konsequent zu Ende geführt, wodurch viel Potenzial ungenutzt bleibt. Erst im letzten Drittel vermag das Buch mit einigen Wendungen zu überraschen, wenngleich der eigentliche, sciencefictionähnliche Schluss einen bitteren Nachgeschmack hinterlässt. Was sich Indridason hier gedacht hat, wird wohl sein Geheimnis bleiben. Insgesamt ist „Menschensöhne“ das durchschnittliche Erstlingswerk eines guten Autors, der mit seinen Nachfolgern bewiesen hat, dass er es besser kann.

16.06.2007 09:26:33
latinaa

Habe gestern nun endlich das erste Buch dieser Reihe zu Ende gelesen. Ich denke es wird bestimmt nicht mein letztes sein. Am Anfang war ich einwenig skeptisch, in der Mitte des Buches hat man dan viele Hintergrundinformationen erhalten, die zur Lösung von Erlendurs Fall beigetragen haben. Ein sehr düsteres Buch, das mich wirklich in den Bann gezogen hat. Die menschlichen Abgründe die dieses Buch zum Vorschein bringt sind kaum fassbar. Der Schluss des Buches ist für einige wohl ziemlch weit hergeholt, was ich verstehen kann. Allerdings ist die Wissenschaft in der heuigen Zeit auf einem Stand der zwar nicht von SF zeugt, aber gleichermassen doch ungemein ist. Meiner Meinung nach für ein Erstlingswerk ein doch gelungenes Buch.

09.05.2007 12:13:46
trantor

Das war mein bisher drittes Buch von Indridason. Und genau wie die zwei vorhergehenden hat es mich ungemein gefesselt. Ich kann mich der Rezension der KC nicht ganz anschließen: ich finde das Tempo nicht allzu gemächlich. Die Story entwickelt sich flott und logisch - mit einigen überraschenden Wendungen. Die einzige Kritik, die ich anbringen muss: Die Person von Erlendur ist in diesem ersten Roman noch nicht ganz so psychologisch genau gezeichnet wie in den nachfolgenden Büchern. Ansonsten - unbedingt empfehlenswert!

08.05.2007 08:07:33
Penelope

Als ich am Ende des Buches angelangt war, musste ich doch erst mal schlucken:
die Brisanz des Romans wurde mir bewusst und der Fakt, dass Indridason herrlich "einfach" aber mit Nachwirkung zu schreiben vermag. So war ich einerseits erschüttert und andererseits wiederum auch begeistert ob der gelungenen Verflechtung "verschwiegener" Themen - und das in einem Krimi.
Die Figur des Ermittlers Erlendur:
passend - sympathisch gezeichnet, trotz oder gerade wegen seiner menschlichen Eigenheiten überzeugend gezeichnet.
Für den ersten Band einer Reihe ein sehr gelungener Einstieg!

07.01.2007 21:33:39
kue

Der Startschuss der Krimi-Reihe um den gegenwärtig vielleicht schwermütigsten Kommissar lässt Potenziale nur sehr verschwommen erkennen.
Erlendur bleibt hier nur ein Schatten von dem, was er in später folgenden Teilen dieser Serie wird. Auch die anderen Polizisten aus seinem Team bleiben sehr blass. Die Leidensgeschichte Erlendurs Kinder wird nur am Rande erwähnt.
Es sind andere Kinder, die hier an den Rand der Gesellschaft rutschen oder aber sich viel zu früh aus dem Leben verabschieden. Während die Polizei die Ermittlung in zwei Todesfällen aufnimmt wird der Leser vom Autor ein wenig an der Nase herum geführt: Der Autor lenkt die Handlung auf ein lange zurückliegendes Verbrechen an Kindern einer Schule in einem sozialen Brennpunkt. Und auch die Polizei scheint auf einmal zu vergessen, weswegen man überhaupt die Ermittlungen erst aufgenommen hat. Ohne belastbare Beweise macht man sich schließlich auf den Weg zum Showdown.
Unter dem Strich ein Roman, den ich dem oberen Durchschnitt zuordnen würde. Der Verlag hat gut daran getan, die Erlendur-Reihe zunächst mit den meisterhaften "Nordermoor" und "Todeshauch" zu eröffnen. Ein wenig Bange ist mir um den zweiten Teil der Serie, der immer noch nicht auf deutsch erschienen ist. Wäre man chronologisch vorgegangen, wage ich zu behaupten, dass der Verlag eine Veröffentlichung des dritten Bandes wegen mangelnder Nachfrage nicht mehr gewagt hätte.
Wertung: 68°

03.10.2006 22:43:19
klapauzius

Ich bin froh, dass es nicht mein erstes Buch war von diesem Autor: Mir waren es zu viele Mordgründe und etwas zuviel SciFi für einen Krimi. Auch die Lösung und die Konsequenzen fand ich enttäuschend, obwohl einige Charaktere (Palmi, Johann) sehr angenehm waren. Als Einstieg in diese Reihe nicht der Hit, da waren die anderen Bände spannender. Allerdings frage ich mich bei dieser Reihe die ganze Zeit, ob Island wirklich so depressiv und morbide ist, wie es in diesen Büchern scheint?

04.09.2006 13:37:24
Marion

ich kann mich im grossen und ganzen nur anschliessen. "menschensöhne" ist sicherlich um klassen besser, als so manch andere krimis, die ich gelesen habe, aber sicherlich nicht das beste von arnaldur. aber ich finde es toll, wie er seine personen und die stimmungen beschreibt. und auf jeden fall hat er sich gesteigert - oft ist ja gerade das erste buch nicht das beste und besser, der schriftsteller steigert sich, als er wird immer schlechter.
wenn man arnaldur gerne liest, ist "menschensöhne" sicher ein lesenswertes buch über eine interessante geschichte in einem interessanten land.

04.09.2006 13:15:36
heinrich

ich habe das Buch gerade durch -mein 4. aus der "Erlendur-Reihe". Natürlich, es ist nicht so elegant gechrieben wie die anderen Folgen. Nachteilig ist das zu späte Erscheinen des Buches auf dem deutschen Markt, weil das zentrale Thema inzwischen etwas abgenutzt ist. Ansonsten fand ich es wieder atmosphärisch dicht. Das die Polizisten nur die zweite Geige spielen, mindert nicht das Lesevergnügen.

10.07.2006 16:01:00
Björn S.

die anderen erlendur-bücher sind um längen besser (nordermoor, todeshauch), aber dieses werk ist auch nicht uninteressant - leider stellenweise etwas zu dick aufgetragen

08.01.2006 19:21:20
Markus

"Menschensöhne" isb sehr spannend geschrieben und läßt sich geradezu in einem Rutsch lesen. Ein echtes Vergnügen. Ich muß allerdings den Kritikern recht geben, die das Ende etwas überzogen finden. Die Hauptfigur des Erlendur war mir scohn aus "Engelsstimme" bekannt, ein Buch, das ich besser fand. Jedenfalls werde ich noch weitere Bücher von Indridason lesen.

29.10.2005 20:03:00
Andreas Theune

Ohje was für eine ausgelutschte Geschichte. Da lässt sich das Buch gut und spannend an, eine Stimmung wird gut aufgebaut und vorallem die Sitaution um Daniel und Palmi sehr gut erzählt. Die Lösung die dann präsentiert wird kann man zuerst noch akzeptieren auch wenn sie reichlich konstruirt scheint.
Das Ende macht aber wirklich alles kaputt und lässt den Roman unnötigerweise auf das Niveau eine Scifiction C Films absinken. Sehr viel billiger als hier kann man das alte Klischee vombösen Wissenschaftler und seinen Machenschaften nicht aufwärmen.

Zum Glück hat Idriasson in seinen späteren Werken auf derart reißerischen Mist verzichtet.

24.07.2005 14:28:27
Martin

Mein Vorteil ist vielleicht der, daß ich dieses Buch als erstes von Indridason gelesen habe. Ich fand es echt klasse und werde mir deshalb auch die anderen "reinziehen". der Schluß war zwar etwas SF-Mäßig, aber trotzdem spannend bis zur letzten Seite.

02.07.2005 23:35:05
Helga

Tja, was soll ich dazu sagen. Es ist ein äußerst ruhiger Roman, ohne Spannung und auch ohne große Ermittlungen. Eher düster gehalten, auch von den einzelnen Personen her, die dem ärmeren Milieu angehören und daher ist auch für sie die Zukunft ziemlich chancenlos.

Mir hat dieser 1.Teil nicht so gut gefallen. Habe vorher schon "Nordermoor" gelesen und das war wesentlich besser. Vor allem hat sich dieser Fall eigentlich auch ohne Polizeiermittlung aufgeklärt, einfach nur durch die Nachforschung anderer Personen. Irgendwie kein typischer Krimi. Ich hoffe, dass die weiteren Fälle wieder besser sind.

29.03.2005 17:08:37
Klaus

Wenn Menschensöhne als erster Indridason-Roman in Deutschland veröffentlicht worden wäre, dann wäre er wohl nicht wirklich ein Erfolg geworden. Meines Erachtens kann sich der Autor hier nicht entscheiden, ob er einen SF-Roman oder einen Krimi schreiben will. Letztlich misslingt ihm beides. Die Erlendur-Fälle 3-5 sind um Klassen besser und auch die Handlung erheblich glaubwürdiger. Menschensöhne ist nur was für Fans, alle anderen sollten zumindest nicht die Hardcover-Ausgabe kaufen, sondern lieber auf das Taschenbuch warten.

25.03.2005 23:25:42
Brutus

In meinen Augen ist es das bis dato schwächste Buch von A.I., was aber auch daran liegt das er gerade mit Nordermoor ein sehr hohes Niveau erreicht hat.

Ich finde die Geschichte recht vorhersehbar und nur an wenigen Stellen spannend oder atmosphärisch dicht.

Mich haben die einzelnen Persönlichkeiten nie von ihrer "Echtheit" überzeugen können.

Schade eigentlich!

23.03.2005 00:23:43
Eiríkur Sturla Olafsson

Eins sollte man vielleicht erwähnt haben. Indriðason hat selber mal bei einer Lesung gesagt, er hätte Menschensöhne geschrieben nur um herauszufinden, ob er überhaupt ein Buch schreiben könnte. Das Buch war also von seiner Seite ein Experiment, das meiner Meinung nach sehr gelungen ist...Grüezi

17.03.2005 16:44:21
Werner

Bin wohl in der Minderheit bei "Menschenöhne". Oft ist der erste Roman eines Autors sein bester, bei Arnaldur sind die folgenden für mich um Klassen besser. Menschensöhne hat eine wirklich konstruierte und manchmal sogar unlogische Geschichte. Dazu reden die Menschen in diesem Buch die ganze Zeit über sich selber so, als wären sie ausgebildete Diplom-Psychologen. Die blicken so gut durch, daß man sich die ganze Zeit fragt, woran die eigentlich gescheitert sind. Und das "Happy-End" ist das Ende eines Hollywood-B- Pictures. Hat Ian Wilmut mit Klon-Schaf Dolly auch Ausflüge gemacht ?
Ich glaube, daß A. zu recht für dieses Buch keinen Preis bekommen hat. Aber für Nordermoor und Todeshauch dafür absolut zu recht.

15.03.2005 08:39:54
Tobi

Hallo,

meiner Meinung nach das zweitbeste Buch nach Nordermoor, zwar etwas futuristisch aber von der Sache her spannend.
Hat jemand eine Ahnung ob schon ein Erscheinungstermin für den zweiten Erlendur-Fall geplant ist? Habe mich vor über einem Monat an Luebbe gewand, bisher aber keinerlei Reaktion...

07.03.2005 11:09:27
Doreen

Hallo Indridason-Leser!
Bei amazon.de habe ich "Menschensöhne" schon vor Tagen erstanden. Dort gibt es auch schon günstige, gelesene Exemplare! Also ran an der PC und bestellen! Nächsten Tag ist es schon da! Ich habe das Buch fast ausgelesen und ich muss sagen, dass es sehr spannend ist!
Lasst euch überraschen!

28.02.2005 19:23:43
Uli

Einfach ein klasse Buch. Der Debütroman von Indridason hat mich echt zu Tränen gerührt. Die armen Jugendlichen. Herzzerreißend sind die Schicksale der Jungen. Und in dem Pharmakonzernbesitzer findet sich ein echtes A... Ich habe diesen Roman in zwei Nächten verschlungen und bin begeistert. Die Person Erlendur ist einfach eine meiner Lieblingsfiguren. Neu war mir, dass das Verhältnis zwischen ihm und seinem Kollegen so aggressiv war. Ich bin ja mal gespannt, wie sich das löst. Ich geh jetzt hier mal davon aus, dass Band 2 auch irgendwann erscheinen wird.

22.02.2005 10:33:32
Renate

Diese Buch ist gestern am 21.0205 erschienen. Amazon versendet auch schon. Ich wünsche viel Spass beim Lesen, ist glaube ich der erste Band.Leider nur als Hardcover - auf das Taschenbuch müssen wir wohl noch warten

Liebe Grüsse REnate

21.02.2005 23:56:27
Eiríkur Sturla Ólafsson

Dieses Band erscheint erst in März und ist deshalb noch nicht im Handel. Es ist das erste Buch von Indriðason. Du hast gesagt, du hättest 3 Bänder von ihm. "Gletschergrab" ist das vierte und ist vor kurzem erschienen, also kannste das erstmal kaufen...Grüezi, Eiríkur Ólafsson

16.02.2005 20:54:16
Christel Fidelak

Wer kann mir sagen, wo dieses Buch *Menschensöhne* in Deutsch jetzt zu erhalten ist, ich habe bisher 3 Bände von Arnaldur Indridason und möchte dieses eine Band auch haben. Leider habe ich es bisher noch nirgends gefunden. Für eine kurze Antwort wäre ich sehr dankbar. Mit freundlichen Grüßen
Christel Fidelak