Todeshauch

Erschienen: Januar 2004

Bibliographische Angaben

  • Reykjavík: Vaka-Helgafell, 2001, Titel: 'Grafarþögn', Originalsprache
  • Augsburg: Weltbild, 2004, Seiten: 364
  • Bergisch Gladbach: Bastei Lübbe, 2005, Seiten: 364
  • München: Süddeutsche Zeitung, 2006, Seiten: 266
  • Köln: Lübbe Audio, 2011, Seiten: 4, Übersetzt: Frank Glaubrecht, Bemerkung: gekürzt

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Thomas Kürten
Szenen einer Ehe

Buch-Rezension von Thomas Kürten Sep 2003

Manchmal schreitet man durch die Krimiabteilungen der Buchhandlungen und kann den Eindruck gewinnen, dass man nur einen skandinavischen Namen braucht, um in Deutschland erfolgreich Krimis zu verkaufen. Seit dem Erfolg eines Henning Mankell kann inzwischen fast jeder halbwegs erfolgreiche Autor aus Europas hohem Norden in Deutschland vermarktet werden. Sogar Autoren aus einem Land wie Island, wo selbst Bestseller nur selten Auflagen im fünfstelligen Bereich erreichen, werden inzwischen hier verlegt.

Aber ein Arnaldur Indridason darf einen ganz besonderen Eintrag auf seiner Visitenkarte vorweisen. Er ist der erste Autor, dem es gelungen ist, den Skandinavischen Krimi-Preis zwei mal infolge zu gewinnen. Der erste Sieg in diesem Wettbewerb gelang ihm 2002 mit "Nordermoor", mit "Todeshauch" knüpfte er 2003 daran nahtlos an. Niemandem ist das vorher gelungen, wenige nur sind überhaupt zwei mal ausgezeichnet worden. Sogar der in Deutschland immer wieder über den Klee gelobte Mankell hat die Keule nur einmal im Regal stehen. Nach dem wirklich großartigen "Nordermoor" lagen die Erwartungen an "Todeshauch" somit natürlich auf hohem Niveau.

Ein ganz klein wenig Hintergrundwissen

Um die Island-Krimis anzugehen, braucht man ein ganz klein wenig Hintergrundwissen. Ganz Island hat nur 280.000 Einwohner, wovon zwei Drittel in der Hauptstadt Reykjavik leben. Die Stadt ist in den letzten Jahrzehnten schnell gewachsen und in der Peripherie wird mehr und mehr Bauland erschlossen. Und in Island gibt es im Schnitt jährlich vier Morde. Wahrscheinlich ist die Dunkelziffer ein wenig höher, aber dennoch ist offensichtlich, dass ein Mordermittler hier viel Zeit haben dürfte.

Am Rande einer Baugrube wird ein menschliches Skelett entdeckt. Ein Armknochen ragt aus dem an der Seite aufragenden Erdreich. Da der einzige isländische Gerichtsmediziner im Urlaub außer Landes ist, bittet Kommissar Erlendur einen Archäologen um Hilfe. Dieser kann schnell einschätzen, dass die Knochen seit knapp 60 Jahren unter der Erde liegen und übernimmt die Ausgrabung. Um alle Spuren zu sichern, will er von oben die Grasnabe abtragen und sich langsam bis zum Skelett vorarbeiten. Das kann Tage dauern und garantiert dem Professor die erhoffte Aufmerksamkeit der Medien.

Ein Vermisster aus dem Zweiten Weltkrieg?

Währenddessen möchte Erlendur wissen, wer der oder die Tote sein kann. Stand hier einst ein Sommerhaus reicher Städter? Falls ja, wem gehörte es und wer wohnte hier, da in der Zeit des städtischen Wachstums akute Wohnungsnot herrschte und viele Menschen mit ihrem Wohnsitz nicht gemeldet waren. Oder könnte die britische und amerikanische Armee, deren Truppen auf der Rückseite des Berges während des Zweiten Weltkriegs stationiert waren, eventuell einen Kameraden zu jener Zeit plötzlich vermisst haben?

Als gerade die Ermittlungen beginnen, erhält Erlendur einen Hilferuf von seiner Tochter Eva Lind. Sie hatte gerade den Kontakt zu ihrem Vater wieder abgebrochen, weil er ihr zu viele Vorwürfe machte, da sie während ihrer Schwangerschaft weiterhin Drogen konsumierte. Er findet seine Tochter bewusstlos nahe eines Krankenhauses, das Kind ist tot zur Welt gekommen und die Mutter hat viel Blut verloren. Eva Lind kämpft mit dem Leben und wird von den Ärzten in ein künstliches Koma versetzt.

Kommissar Erlendur: wurzellos, geschieden und zwanzig Jahre ohne Kontakt zu Frau und Kindern

Die schwierige private Situation Erlendurs schildert Indridason bereits in "Nordermoor" in aller Breite. Wurzellos, geschieden und fast zwanzig Jahre ohne Kontakt zu Exfrau und Kindern. In "Todeshauch" werden dem Leser die Hintergründe verraten, als Erlendur am Bett seiner mit dem Tod ringenden Tochter sitzt. Die melodramatische Nebenhandlung verleiht dem Roman große tragische Würze. Aber nicht nur über den polarisierenden Erlendur, gegen den die Probleme eines Kommissars Wallander nicht mehr als ein Pickel im Gesicht eines Teenagers sind, auch über den Assistenten Sigurdur Oli spricht der Autor die Emotionen der Leser an. Wirklich meisterhaft flechtet er kapitelweise eine Rückblende ein, in der er Szenen eines aus der Bahn geratenen Familienlebens schildert: Ein Vater, der seine Frau schlägt und misshandelt und ihr vor den drei Kindern offen droht, die behinderte Tochter umzubringen.

Wie kein anderer versteht es Indridason, mit den Gefühlen seiner Leser zu spielen. Wohldosiert treibt er die Handlung in einem begeisternden Tempo voran, wodurch man das Buch nur ungern aus den Händen legen mag. Als sozialkritische Komponente baut er eheliche Gewalt und das Scheitern menschlichen Zusammenlebens, aber auch die Probleme von Urbanisierung und Landflucht im kargen Island ein. Er versteht es, mit überraschenden Wendungen zu arbeiten und die Spannung damit anzuheizen. Worüber das alles jedoch nicht hinwegtäuschen kann, ist der zu sehr konstruierte Kriminalfall. Wohl keine andere Mordkommission hätte die Zeit, einen sechzig Jahre zurückliegenden Kriminalfall zu untersuchen. Die Arbeit der Archäologen an der Grabungsstelle und damit die Feststellung der Identität des Opfers verzögert die Freilegung der Skeletts genau bis zu einem Moment, zu dem der Roman die höchstmögliche Dramatik erhält. Und die zurückhaltende Schilderung einer Zeitzeugin verschweigt ebenfalls bis zum Ende, wer eigentlich damals umgekommen ist und verscharrt wurde. Hier sind also gegenüber dem Vorgänger leichte Abstriche zu machen.

Keine Spannungsliteratur, aber hervorragende und fesselnde Unterhaltung

"Todeshauch" ist keine Spannungsliteratur, kann aber hervorragend unterhalten und vermag zu fesseln. Für ein mögliches Ende bietet der Roman zahlreiche Alternativen und wenn man glaubt, endlich durchschaut zu haben, welches Verbrechen eigentlich damals abgelaufen ist, dann könnte plötzlich doch wieder alles ganz anders sein. Indridason ist virtuos, weil er es versteht, mit den Lesern zu spielen. Seine Romane sind mehr als Krimis, sie können süchtig machen. Bleibt zu hoffen, dass wir mehr diesem Autor von der kleinen Insel im Nordatlantik und seinem schwermütigen Kommissar zu lesen bekommen.

Todeshauch

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Letzte Kommentare:
20.03.2017 11:15:24
mg11

Habe das Buch zum zweiten Mal gelesen. Eines meiner Lieblingsbücher, welches auch mit etwas Abstand beim zweiten Durchgang nichts an seinen Reiz verloren hat!! Mit 365 Seiten relativ kurz schafft es der Autor geschickt zwei Erzählstränge auf zwei Zeitebenen zusammenzuführen und nebenbei den Personen mit wenigen Sätzen dennoch eine Tiefe zu geben. Alles wirkt intensiv, nichts kommt oberflächlich daher.Die Geschichte rund um die fünfköpfige Familie wirkt wirklich beklemmend und düster. Auch das Schicksal des Ermittlers Erlendur und seiner Tochter ist verstörend.
In diesem Buch wird nichts übertrieben dargestellt, aber auch nichts beschönigt!
Klasse Buch! Top!

29.01.2016 16:17:56
Henriette H.

Ich bin ein großer Indridason-Fan, aber "Todeshauch" ist mein Lieblingsbuch von ihm, ich finde es noch besser als "Nordermoor".
Natürlich wundert man sich, dass Kommissar Erlendur soviel Zeit für die Aufklärung eines 60 Jahre alten Falles aufwenden darf, aber es gibt in Island eben wenig Morde. Außerdem ist der Kriminalfall hier nebensächlich- es geht um dysfunktionale Familien, nicht nur die aus der Rückblende, sondern auch um die des Kommissars. Dieser hat -auf andere Weise- als Vater ebenso versagt wie der brutale Kerl aus der Vergangenheit, von dem immer wieder erzählt wird. Ich finde die Auflösung sonnenklar, und sie ist zumindest für die Leserinnen eine Genugtuung, da braucht man keine Feministin zu sein.

31.03.2012 08:03:23
OmaInge

Mann-o-Mann... ich stehe noch voll unter dem intensiven Eindruck dieses Werkes.

Mein erster Kontakt mit Arnaldur Indriðason.

Anspruchsvoll.Beklemmend.Stark.

Die Familientragödie,die hier nach rund 60 Jahren, durch einen Zufall an die Oberfläche kommt.

Die Brutalität eines "Vaters"...

Das letzte Wort eines alten Mannes,der es im Sterben noch aufschreibt ...

Lange Zeit ist unklar,wem die Knochen zuzuordnen sind.Einem Soldaten, einem Einheimischen , einem Familienmitglied , der Verlobten eines Kaufmanns...?

Immer wieder gibt es plötzliche Wendungen und neue Erkenntnisse.

Meine Bewertung: 92 Grad

16.01.2012 13:03:50
tedesca

Teil 4 der Erlendur-Reihe führt uns in die Vergangenheit Islands, und zwar in die Zeit des 2. Weltkrieges, in der Engländer und Amerikaner auf der Insel stationiert waren. Erzählt wird die Geschichte einer Frau, die von ihrem Ehemann schwer misshandelt wird, ein Thema, das wohl nie an Aktualität verlieren wird.

Gleichzeitig leiden wir mit Erlendur, der am Krankenbett seiner Tochter seine eigene Vergangenheit aufrollt, versucht, mit seinem todkranken Kind ins Reine zu kommen.

Beide Erzählfäden sind gleichermaßen berührend, und auch an Spannung und Atmosphäre fehlt es nicht.

Wie immer liest Frank Glaubrecht das Hörbuch souverän und der Geschichte entsprechend, leider wird diese Serie ja nur gekürzt angeboten, man könnte ihm auch länger zuhören.

07.03.2011 16:57:07
fr_putz

Todeshauch war das erste Werk von Indridason, welches ich gelesen habe. Es hat mich auf eine ganz eigene Art gefesselt. Ich hatte sofort den Eindruck, dass dieses Buch den Atem Islands verströmt, wie man es sich vorstellt, wenn man, wie ich, noch nicht tatsächlich dagewesen ist. Irgendwie melancholisch und düster, der baumlosen, fast menschenleeren Landschaft mit kargem Weideland, dunklen, kahlen Bergen und abgelegenen Gletschern und der langen dunklen Polarnacht entsprechend. Diese düstere Stimmung verbindet sich mit einer eigenartigen Faszination, die dazu führt, von dem Buch gefesselt zu werden.
In einer Baugrube am Stadtrand von Reykjavik wird ein Skelett gefunden, und die wenig beschäftigte Mordkommission der Kripo von Reykjavik hat anscheinend alle Zeit der Welt, diesen weit in die Vergangenheit reichenden Todesfall aufzuklären. Dabei werden auch die schrecklichen Schicksale einiger Menschen sichtbar, die unter dem Familienterror eines herzlosen und gewalttägien Mannes und Vaters zu leiden hatten.
Neben der Tatermittlung wird der Leser auch mit dem traurigen privaten Schicksal des Chefermittlers Kommissar Erlendur weiter vertraut gemacht. Hier hat es der Leser, der die vorangegangenen Werke noch nicht gelesen hat, etwas schwer. Jedoch wird klar, dass Erlendur geschieden ist. Er hat seine Familie verlassen. Seine Ex-Frau kam nie über diese Trennung hinweg und hasst Erlendur abgrundtief und unversöhnlich. Seine beiden Kinder sind auf die schiefe Bahn geraten, und Erlendur macht sich Vorwürfe, ob sein Verlassen der Familie wohl die Ursache dafür ist. Während der Ermittlungen erreicht Erlendur ein Hilferuf seiner Tochter. Diese hat trotz Schwangerschaft weiter Drogen genommen und bringt ihr Kind tot zur Welt. Er findet seine Tochter bewusstlos, bringt sie in ein Krankenhaus und bangt um ihr Leben.

01.02.2011 11:56:46
Anita Stenke

Einfach wunderbar! Der Schreibstil Indridasons ist klasse, der Krimi "Todeshauch" nicht mehr aus der Hand zu legen. Neben "Engelsstimme" (welcher mein erster war und mich gleich zum Kauf weiterer Indridason Bücher veranlasst hat) und "Kältezone" einer meiner Favoriten! Stille Spannung um ein Skelett das verbuddelt wurde und Erlendur und seine Kollegen in die (dramatische) Vergangenheit um den Fund zurückführt.
Mal sehen, was für Kostbarkeiten Herr Indridason mir in "Frostnacht", "Kälteschlaf" und "Freveloper" servieren wird. Ich freu mich drauf!!!

11.11.2010 20:19:55
TinT79

Und er schafft es wieder! Arnaldur Indridasons „Todeshauch“ ist obwohl in der Vergangenheit spielend, einfach packend. Der vierte Fall von Kommissar Erlendur Sveinsson beginnt in der Gegenwart einer neu entstehenden Siedlung des immer weiter wachsenden Reykjaviks und führt ihn und seine Kollegen von der Kripo Reykjavik immer tiefer in die Vergangenheit zweier unterschiedlicher Familien und ihren mysteriösen und grausamen Geheimnissen. Mit feinem Gespür und akribisch genauen Recherchen gelingt es Erlendur das Bild von einer Leidensgeschichte zu erstellen, die bereits über fünfzig Jahre zurückliegt und aus der es kaum noch Augenzeugen gibt. In dieser Vergangenheit schwelgend muss er zurück in der Gegenwart den Todeskampf seiner eigenen Tochter auf der Intensivstation erleben und ergründet, angefacht durch das Zusammentreffen mit einem Medium, die Tiefen seiner eigenen Vergangenheit.
Ein Krimi der die Vergangenheit in die Gegenwart holt und gekonnt in Szene setzt.

27.03.2010 11:45:31
tegulila

"Todeshauch" war mein erstes Arnaldur-Buch und nachdem ich auch alle bisher erschienen anderen gelesen habe, steht es auf Nummer zwei hinter "Kälteschlaf".
Auch "engelstimme" und "todesrosen" waren großartig, "Menschensöhne" war das welches mir am wenigsten zusagte. Nichtsdesto trotz ist diese Art von Krimi sicherlich eher für leise Seelen. Keine Alptraumnächte drohen.
Erlendur beeindruckt mich in seiner direkten Art und sein Autor mit Übersetzter pflegen einen Stil, den man mögen muss, aber wenn. dann.

14.01.2010 13:39:51
missmarple1510

Zuerst habe ich mich ein bißchen schwer getan, aber danach konnte ich das Buch einfach nicht mehr aus der Hand legen. Ich habe mich richtig in die Familie hineinversetzen können, so gut war es beschrieben. Von mr aus hätte das Buch noch viel mehr Seiten haben können und ich war richtig traurig, als es dann zu Ende war.

Sehr guter Schreibstil und wirklich hautnah erzählt.

Mein Fazit: 100 %. Einfach toll!

22.12.2009 18:08:13
NomisBlackPearl

Also, es ist ein schönes Buch zum lesen, aber irgendwie ohne wirkliche Spannungsmomente, es plätschert irgendwie einfach so dahin.
Was aber nicht heissen soll dass es nicht gut ist, nur trifft es meinen Geschmack nicht so wirklich.
Auch der Vergleich mit Mankell finde ich nicht passend.
Ich werde das Buch mit 70 Grad bewerten.

08.08.2009 01:23:31
Alex

Mir hat das Buch ebenfalls sehr viel Lesevergnügen bereitet, besonders weil ich es an verregneten Tagen im Skandinavien-Urlaub gelesen habe :-)

Es erinnerte mich sehr an Kältezone, welches ich zuvor gelesen habe, ist aber meiner Meinung nach deutlich besser (viel weniger Klischees). Spannung baut sich meiner Meinung nach zum Ende hin auf, da lange Zeit unklar bleibt welches Mitglied der "Problemfamilie" denn hier nun begraben liegt.

Enttäuscht war ich von den letzten Seiten des Buches, nachdem Täter und Opfer bereits bekannt sind. Was ein nachdenkliches Happy End werden sollte, wirkt allzu aufgesetzt.

Man kann Indridason nicht mit Mankell vergleichen, wohl aber die Kommissare Erlendur und Wallander! (depressiv, kaputte Familie, Bindung zu krebskrankem Lehrmeister). Welchen der beiden man sympathischer findet, muss jeder selbst entscheiden.

PS: Der Witz ist nur, dass wenn man einen Autor besonders hervorheben will, man immer sagt: er ist besser als Mankell. Das ist mir schon bei mehreren Autoren aufgefallen. Wenn das wirklich stimmen würde, dann müsste man aber Indridason mit Nesser vergleichen :-P
Das tut niemand...

15.11.2008 14:32:48
Swen Piper

Wenn auch im eigentlichen Sinne kein klassischer Kriminalroman, so doch ein Buch das ich kaum aus der Hand legen konnte. Das Buch wirkt sehr authentisch und daher wirkt seine Geschichte lange nach. Mir hat das Buch besser gefallen als Nordermoor! Im übrigen trifft die Kritik von Thomas Kürten des Pudels Kern.

01.10.2008 21:59:36
picatcho

Für mein Empfinden ist dass nicht wirklich ein Krimi. Ich würde das Buch so in die Ecke, Drama, Familiendrama, Familiengeschichte stellen. Ich fand es spannend geschrieben, zwei pararell, zu unterschiedlichen Zeiten, laufenden Geschichten welche gut miteinander verknüpft werden. Die Auflösung wird nicht wirklich mit akribischer Polizeiarbeit und Ermittlungen erzielt, sondern ergibt sich so laufend aus verschiedenen Gesprächen. Das ist eine Vorgehensweise, Schreibweise, die man von Arnaldur kennt.
80%, mir hatts gefallen!

01.08.2008 04:03:02
WelpeMax

Ein weitere Krimi aus der Reihe Kommissar Erlendur und ein weiteresmal wieder ein spannendes Buch. Neben der kriminalistischen Story, die bis in die Vergangenheit reicht, ist auch wieder die Problem im privaten Bereich Zentrum des Interesses und diese Kombination aus hartem Kern und menschlicher Schwäche macht die Serie interessant ! Hartes Thema !

22.06.2008 20:19:01
elli

Vorher habe ich noch nie etwas von Islandkrimis gehört,den Autor nicht gekannt.Aber nach zwei tollen Büchern bin ich ein Fan geworden.Endlich mal ein Ermittler der auch ein Privatleben hat ,das auch noch gut beschrieben wird.
Die Fälle sind gut erzählt.Wenn man einmal angefangen hat,möchte man das Buch nicht mehr aus der Hand legen.Man kan den Schriftsteller meiner Meinung nach nicht mit Mankel vergleichen,denn Mankel schreibt etwas lebhafter und nicht ganz so düster.

21.06.2008 11:27:12
Krimimaus

Meine beiden ersten Bücher von I. waren Nordermoor und Engelstimmen. Da ich beide Bücher sehr gut fand, war meine Erweartung an Todeshauch sehr hoch. Und - ich bin nicht enttäuscht worden. Ein durch und durch gut geschriebenes Buch!
Es stimmt schon, dass in diesm Buch die Lösung schon ziemlich schnell klar wird, aber das schadet meiner Meinung nicht.
Kurz gesagt: Eine spannende leicht zu lesende Lektüre, sehr empfehlenswert!
Und auch nicht mein letztes Buch von Indridason!

28.05.2008 10:05:15
Jochen Kuthe

Spannung Pur!
Einer der besten Krimis die ich je gelesen habe. Von der ersten bis zur letzten Seite ist es und bleibt es spannend.
Ich habe nun sechs Bücher von Indridason gelesen. Er hält die Spannung aufrecht. Der Einblick in die isländische Welt ist sehr interessant und erfrischend anders. Wer Island selbst erlebt hat, wird die Atmoshäre in den Büchern wiederfinden.
Werde ich nach einem Buchtip gefragt, empfehle ich Todeshauch. Tödliche Intrige ist ein anderes seiner Bücher, welches seine Art zu schreiben gut darlegt und auch sehr spannend.
Als Krimistimme Islands vertritt Arnaldur Indridason sein Land mit Bravour!

03.04.2008 16:23:05
Tadeus

Ich fand "Engelsstimm schon große Klasse, ehe ich "Todeshauch" las.Mag sein das die Story ein wenig arg konstruiert wirkt, was aber an der Fähigkeit des Autors denLeser zu fesseln nichts ändert.Der pessimistische Grundton ist ein wenig störend, so abgrundtief sch...kann das Leben selbst auf einer abgelegenen Insel wie Island nicht immer sein.Ich wage mal eine Provokation,...Indridasson ist einen Tick besser als Mankell...

12.02.2008 00:36:42
Rolf.P

Wer dachte Arnaldur Indridason könnte sich nach seinen zwei fantastischen Krimis ( Nordermoor und Todeshauch) nicht steigern wird eines besseren belehrt.
Wieder hat Indridason eine spannende Geschichte mit überraschenden Wendungen entwickelt. Aber Vorsicht, das Weltbild des Autos ist ein sehr Pessimistisches. Die meisten seiner Protagonisten (einschließlich des Kommissars) sind Menschen mit seelischen Deformationen.
Harter Stoff - aber äußerst spannend.

20.01.2008 08:48:42
Pinguin

Großartig! Der Autor spielt mit der Wut des Lesers, ganz große Klasse. Nach den ersten beiden, sehr guten Krimis des Isländers, ist hier noch mal eine Steigerung erfolgt.

23.11.2007 20:04:48
Arndt Schäfer

ganz, ganz große klasse - selten ein so gelunges buch gelesen - anschließend mußte ich erst einmal tief luft holen - hat mich schon recht nachdenklich gemacht, zumal es solche fälle mit sicherheit auch in der realität gibt! sehr zu empfehlen!

02.11.2007 14:09:40
Katharina

Gutes Buch, die Storry ist mal was anderes, gute Idee, klasse Umsetzung.
Hat mir gut gefallen.
Es war das erste Buch was ich von ihm gelesen habe, ich habe mir noch 2 andere gekauft, und freue mich darauf sie zu Lesen.
Auf jedenfall zu empfehlen!
Von mir gibts 82!

15.10.2007 13:34:53
Rabea

Echt toll erzählt! Die Vergangenheit wird parallel zur Gegenwart erzählt und so spannend, dass man über das Ende doch immer noch erstaunt ist. Allerdings kann man schon wütend werden über so manche Handlungen und traurig zugleich, wie Menschen sich gegenseitig benehmen.

Wer Krimis mag muss den gelesen haben!

14.10.2007 12:38:31
attujna

ein durchgehend gut lesbarer krimi. leider auch mit einer handlungssträhne, die mir sehr zu herzen ging und zeitweise wut emporsteigen ließ. leider blieben einige fragen für mich offen, aber das passiert mir meistens. ist aber nicht schlecht, regt die phantasie an. kann es nur empfehlen, vielleicht an einem kalten wintertag mit aussicht auf einen schneesturm.

28.09.2007 09:56:00
kings.kleine.leseratte

Das war/ist mein erstes Buch von Arnaldur Indridason und ich war begeistert. Bin bis jetzt aber noch nicht dazu gekommen weitere zu lesen ! Es ist super geschrieben ... ich habe mir fest vorgenommen weitere zu lesen !!!

16.05.2007 01:01:18
Schneefrau63

Todeshauch war mein erstes Buch von Indridason und hat mich veranlasst, weitere zu kaufen. Ich fand es einfach nur gut. Habe es in einem Rutsch durchgelesen. Die Namen sind schwer zu lesen und auch schwer zu behalten. Und auch die Duzerei hat mich am Anfang gestört, aber man gewöhnt sich schnell daran. Die Geschichte selbst hat mich streckenweise echt betroffen, gar wütend gemacht. Kann das Buch absolut empfehlen.
Danach habe ich "Gletschergrab" von I. gelesen, was eine ganz andere Richtung einschlägt, aber nicht weniger interessant war. Ebenfalls absolut lesenswert. Freue mich schon auf die weiteren Bücher von I.
LG Schneefrau63

10.03.2007 22:32:11
m@x

Ein absolut gutes und spannendes Buch
Nach Mankells Wallander und Dithfurths Stachelmann eine ganz neue Erfahrung.
In Island war man noch nie, und auch die Historie dieses kleinen Landes ist eine völlig neue Erfahrung.
Muss man einfach gelesen haben!
Man wird süchtig nach MEHR !!

14.10.2006 12:39:59
Kasia

Es war mein zweites Buch von Indridason und ich werde mir weitere Bücher kaufen müssen (schon um zu wissen, wie es mit seiner Tochter weitergeht).
Ich fand das Buch sehr gut. Ich lese Krimis schon seit Jahren (früher als Kind schon am Liebsten die Drei ??? oder TKKG ;-)))) ) und als ich dieses Buch gelesen habe, hab ich mich nach so vielen Jahren das erste mal gefragt, weshalb ich die leichten, angeblich heiteren Frauenromane à la Hera Lind nicht vorziehe. Warum ich mir jedes mal dieses Elend, diese menschlichen Abgründe antue?
Die Antwort ist: Ich weiß es nicht. Ich weiß nur eins: Es ist ein sehr sehr gutes Buch gewesen.
Die menschliche Tragödie in dem Ganzen hat mich schon sehr nachdenklich und sehr traurig gestimmt.
Ich weiß, dass auch hier das Gute wieder gesiegt hat. Aber der Weg war mal wieder ziemlich steinig und lang.
Das Buch läßt sich leicht lesen.
Es verschafft eine ganz bestimmte Atmosphäre. Alles ist dunkel und kalt. Der Wind weht und man ist als Leser mittendrin.
Ich finde diesen Kommissar nicht sonderlich symphatisch aber das muss er auch nicht sein. Er hat gute Arbeit geleistet und nur das zählt.
Dieses Buch bleibt bestimmt in meinem Kopf und meinem Herzen.
Ich kann es wirklich empfehlen.

22.08.2006 17:03:35
Mari

Todeshauch war mein erstes Buch von diesem Autor und ganz bestimmt nicht das letzte. Ich war von Anfang an gefesselt und habe beim Lesen gar nicht gemerkt, wie die Zeit vergeht.
Die Handlungsstränge führen im fortgeschrittenen Stadum logisch zueinander. Auch ich habe oft zum nächsten kursiven Abschnitt vorgeblättert. Kurzum: unbedingt empfehlenswert !!!

08.08.2006 18:06:14
Enigma

Ich habe auch die anderen Romane der Erlendur-Reihe gern gelesen, aber ich muss sagen, dass "Todeshauch" für mich der beste von ihnen ist. Die Geschichte, vor allem die des historischen Handlungsstrangs, ist absolut fesselnd und ruft beim Leser (bei mir zumindest) starke Emotionen und Anteilnahme hervor. Umso befriedigender ist dann der Schluss...
Ein rundum gelungener Roman, den ich jedem empfehlen möchte, der gern Krimis mit "historischer Komponente" (wie z.B. "In a dry season" von Peter Robinson) liest.

30.07.2006 19:50:47
jeb

Ein typischer "Erlendur". Die Erzählung besteht wie - fast - immer aus zwei Erzählsträngen. Einer spielt in der Gegenwart der andere in der Vergangenheit. Allerdings konnte ich dem "Schwerpunkt" häusliche Gewalt nichts abgewinnen. Es werden einfach nur Plattitüden von der handelnden Personen heruntergeleiert. Das was sich an geschichtlichen und landeskundlichen Themen findet, ist nicht neu und größtenteils im ersten Roman ("Menschensöhne") enthalten und ist somit reine Wiederholung. Ansonsten ordentlich zu lesen. Aber bei weitem der schwächste Indridason den ich gelesen habe.

18.07.2006 13:35:16
Nadine Jerke, themenguide.de

Arnaldur Indridason schafft es mit diesem Buch, eine Geschichte, die nicht neu ist, so spannend darzustellen, dass der Leser von „Todeshauch“ sofort gefesselt wird. Die raffinierte Erzählweise des Autors – und seine parallelen Handlungsstränge, lassen keine Zeit zum durchatmen. Ein weiterer großartiger Krimi des isländischen Autors. Unbedingt lesenswert!
Nadine Jerke, themenguide.de

07.07.2006 18:12:32
Rebecca

Also ich fand diese Buch einfach nur super! Das Kursive kenkt zwar erst ein bisschen ab aber dann ist man gefesselt von der Familiemgeschichte. Am Anfang hatte ich einige Probleme die Personen auseineanderzuhalten und mich mit dem Schreibstil von ihm anzufreuneden aber denn fand iochs klasse! Lese drad Gletschergrab hoffe wird genauso....

02.04.2006 19:39:09
Edda

Todeshauch ist einer der besten Krimis, welchen ich bis jetzt gelesen habe. Der Autor versteht es eine Stimmung zu erzeugen, welche es schafft einem die Kehle zu zuschnüren.Ich habe des öffteren vorgeblättert,um zu sehen wie lang das kursiev geschriebene Kapitel noch dauert. Und zum Schluß freut man sich bzw. hofft das es so endet wie es endet.Mikkaela lebt noch und Tomas hat mich im Gespräch mit Erlendur zum weinen gebracht.Großartig!!!!!

16.03.2006 17:41:17
evachen89

sehr sehr spannend und interessant zu lesen!teilweise ähnelt das buch zwar "in einem heisen sommer" von Peter Robinson.. durch die ausgrabungen und blicke in die vergangene zeit. aber es ist ein genial geschriebener krimi! für einen krimi leser ein muss ;)

19.02.2006 18:46:44
Jorid

Jeder Mensch, der häusliche Gewalt aus eigener Erfahrung kennt, kann dieses Buch nur unglaublich spannend finden. Ich bin entsezt darüber, dass es Menschen gibt, die dieses Buch langweilig finden. Güte - müsst Ihr doch alle eine glückliche Kindheit gehabt haben.

Für alle, die dieses Phänomen nicht kennen, lässt der Autor die Personen im Buch sprechen. Sie reden so über ihre Emotionen wie jemand, der in dieser Situation steckt, niemals sprechen würde, es aber Jahre später durchaus so klar formulieren könnte. Insofern ist dieses Buch einfach nur erste Klasse, nicht konstruiert, sehr nah an der Realität und für alle, die ihr Wolkenkuckucksheim einmal verlassen wollen gutes und intelligentes Lesefutter.

Für mich eines der besten Bücher, die ich je gelesen habe!

27.12.2005 00:22:14
snoozer

Dieses Buch gefiel mir nicht.

Wenn ich etwas lese, wo Krimi draufsteht, erwarte ich auch irgendwie, dass Krimi drin ist.
Dieses Buch ist aber mehr ein Familienroman und die Kriminalgeschichte sehr nebensächlich.
Noch dazu ist der Kriminalfall furchtbar konstruiert und die "Auflösung" schon sehr früh absolut vorhersehbar. Die Spannung ist da ziemlich nahe Null.

Ok, die Familiengeschichte ist in Ordnung, die Schilderungen von Island gut, der Schreibstil in Ordnung, hat mich aber auch nicht vom Hocker gerissen.

Also meinen Geschmack triffft das absolut nicht und mehr als 20° will ich da nicht geben.

04.12.2005 09:45:55
Burkhard Rudat

Die emotionale Dichte und der Einblick in menschliche Tiefen lässt diesen Krimi von Indridason wieder einmal zu einem unvergesslichen Erlebnis werden. Er läßt die einzelnen Personen lebendig erscheinen und man leidet mit ihnen mit.
Das Buch macht nachdenklich und bewegt zu tiefem Nachdenken, da sich ähnliche Schicksale in unserer Umgebung abspielen könnten. Wer sich diesen Gedanken öffnet, wird seine Beziehung zu den Menschen um sich herum überdenken.

11.11.2005 22:28:34
Christine

Schön, auch mal was über Island zu erfahren, der Autor versteht es den Leser in diese unbekannnte Welt "mitzunehmen". Der Roman ist gelungen und macht teilweise betroffen, da sich solche Schicksale mit Sicherheit auch heute noch all zu oft abspielen. Mir gefällt der Schreibstil, war bestimmt nicht das letzte Buch von Indridason das ich lesen werde.Indridason kann auf jeden Fall mit Nesser, Holt, Mankell & Co mithalten.

02.09.2005 08:51:58
Pascal

Auch mein 2. Indridason nach Nordermoor zieht mich nicht in den Bann wie das Gros der Leser.
Der Teil in diesem Buch, der in der Vergangenheit spielt, die Familientragödie, wurde sehr intensiv geschildert. Das war Gänsehaut pur.
Die Ermittlung in der Gegenwart hat mich ermüdet. Am schlimmsten finde ich jedoch die Personen. Erlendur ist für mich ohne Gesicht. Ich habe kein Bild von ihm vor Augen. Ich weiss nicht, ob ich ihn sympathisch finden soll, oder nicht. Von seinen Kollegen kommt bei mir ausser den Namen überhaupt nichts an.

Als Fazit, nach beiden Büchern, muss ich ganz klar sagen, dass ich den Hype um diesen Autor absolut nicht nachvollziehen kann und er für mich weit hinter Autoren wie z.B. Nesser, Fossum oder Mankell liegt.

29.07.2005 13:07:39
Stefan

Todeshauch entwickelt im Laufe der Zeit eine Tiefe auf der psychologischen Ebene, die nicht konstruiert wirkt. Die Charaktäre sind lebendig und vorstellbar. Ohnmächtige Wut und die Hoffnung auf ein besseres Leben liegen ganz eng zusammen. Sehr eindrucksvoll werden Abgründe geschildert. Im ganzen werden drei Familiengeschichten exemplarisch für unterschiedliche "Schichten" einer Gesellschaft erzählt. Die Trauer und Einsamkeit lauert überall.

07.05.2005 21:20:11
mark

Selbst für mich als Junggesellen war dieser Krimi wieder ein großes Leseerlebnis. Indridason versteht es meisterhaft, uns mit einfachen Worten in menschliche Abgründe mitzunehmen, ohne zu werten. Sie sind einfach da. Sie sind menschlich! "Todeshauch" ist eigentlich ein Familienroman, in dem mehrere Familien und Personen sich ihrer Vergangenheit stellen müssen, sollen, können oder eben nicht können. Aber auch ein intelligenter Krimi, der den Leser geschickt immer wieder in falsche Richtungen des Rätsels um eine siebzig Jahre alte Leiche führt und in dem es dem Autor wie in "Nordermoor" gelingt zwischen knallhartem Realismus und mystisch-mythischer Bildern zu pendeln. GROSSARTIG!!!!

10.04.2005 17:34:57
Axxelli

Todeshauch ist nicht nur Krimi, sondern auch ein Ausflug in die Welt sozialer Mißstände die es sicher auch hier & heute noch gibt. Wer in diesem Sinne keine Ader dafür hat, der hat auch weniger vom Krimi. Ich würde mich nicht wundern wenn diese Buch für Junggeselln nicht so atracktiv ist wie für mich als Familienvater oder weibliche Vertreter mit ihrem sozialen Gespür. Ich glaube,es ist unser Mitgefühl was auch dieses Buch zu einem besonderen Leseerlebniß macht von vielen anderen Aspeckten wie z.B. der isländischen Atmosphäre ganz zu schweigen.Wie auch Nordermoor, war das Buch in 24 std. gegessen. Leider, denn ich wäre gerne noch ein bisschen in Island geblieben.

19.03.2005 12:39:38
Metin Alparslan

Ja, dieses Buch ist nur am Rande ein Krimi und doch geht es um einen Kriminalfall. Der Anfang ist oft belegt, man kennt ihn sogar aus der alten Quincy-Serie, aber parallel entwickelt sich eine eigene Geschichte, mit der man zunaechst nichts anzufangen weiss. Nach ca. 100 Seiten wird einem dann klar was es mit der Parallelgeschichte auf sich hat. Danach fragt man sich eigentlich nur noch wie die Parallelgeschichte endet. Der Kommissar bleibt im Hintergrund, obwohlviel von ihm erzaehlt wird. Dieser Krimi ist nicht für Leute, denen es mehr um viele Tote, Serienmorde oder action geht. Es ist ein ruhiger Krimi, der aber trotzdem sehr spannend ist und einen bis zum Ende fesselt. Es zeichnet sich ein Familiendrama ab, welches durch neue Forschungen der Polizei zutage kommt. Ich empfele dieses Buch alle denen die sagen: Nicht jeder Krimi ohne action muss langweilig sein. Ich bewerte das Buch wie die Redaktion: 92 Punkte.

11.01.2005 19:44:04
333

ich habe mit dem buch angefangen und finde es bis jetzt noch sehr spannend so wie es aufgebaut wird es ein viel versprechendes Buch sein. Ich freue mich schon darauf es zu lesen tschüss baba meine freunde die das kommentar lesen.

03.01.2005 12:34:23
edi

Na ja, eigentlich muß den isländischen Polizisten ja ziemlich fad sein, wenn sie sich mit 60 Jahre alten Toten herumschlagen müssen..auch das Buch ist ziemlich fad, zwar nicht total uninteressant, aber doch eher lau

03.01.2005 10:23:45
phi99auc

Ich bin echt erstaunt, dass "Todeshauch" zu einem der besten Krimis 2004 gewählt wurde. Ich fand es einfach nur unsagbar grottig - total vorhersehbar und langweilig. Der einzig spannende Erzählstrang ist die Beziehungsbeschreibung zwischen Erlendur und seiner Tochter Eva Lind. Auf dessen Fortführung kann man wirklich gespannt sein.

18.12.2004 19:42:10
M:S:

Das Buch ist klasse.
Begründung!? Ein klasse Buch braucht keine Begründung. Es ist einfach gut! :)
Die Handlung ist gut, die Spannung ebenfalls. Die Charaktere sind klug gewählt, also was will man mehr.

Raus aus dem Sessel, aber in den Buchladen, Todeshauch schnappen, wieder rein in den Sessel und das Buch lesen!

07.12.2004 01:47:54
Andreas Theune

Bis zur Hälfte fand ich das Buch unheimlich schwer zu lesen. Der Stil des Autors ist nicht gerade Actiongeladen und der Zusammenhang zwischen den handlungssträngen ist unklar. Außerdem scheint das Buch wenige überraschungen bereit zu halten. Die zweite Hälfte des Buches entschädigt dann aber stark, da der Spannungsbogen endlich gespannt wird und die verschiedenen Fäden elegant zusammenlaufen. Ich finde nicht, dass die Athmossphäre Islands für einen Krimi prädestiniert ist, aber der Autor viel aus der Handlung gemacht. Ich habe schon vieles gelesen was mir weniger gefalllen hat.

07.12.2004 00:18:43
bridget gilmore

dies ist ein sehr geniales buch...besonders die langsam konstante steigerung der spannung ist beeindruckend...ich konnte es nicht aus der hand legen...
jetzt muss ich mir dringend die anderen bücher von arnaldur besorgen...wow!

25.11.2004 18:08:41
monika

Ich habe das Buch in der Bücherei ausgeliehen, weil es ausgezeichnet wurde.Den Autor kannte ich nicht.
Der Kommissar und sein Umfeld sind gut beschrieben, aber ich muss sagen, ich habe etliche Kriminalromane gelesen, die viel spannender waren und mir besser gefallen haben.Das Buch habe ich an einem Nachmittag ausgelesen.
Gut, das es nur geliehen war und nicht gekauft.

24.10.2004 14:06:13
Andrea

Wow! Das beste Buch, das ich seit langem gelesen habe!!! Hat mir viel besser gefallen als "Nordermoor". Der Wechsel der Zeiten macht es besonders spannend, und es läßt viel Raum für eigene Spekulationen. 100°

07.10.2004 16:58:55
Frank

Das Buch hat mir sehr gut gefallen,konnte gar nicht mehr aufhören zu lesen.Bin mal gespannt wie die anderen beiden sind.Bin ja eigentlich ein großer Mankell-Fan,habe aber schon alle Wallanderromane gelesen.Deswegen muß ganz ehrlich sagen,es gibt auch andere spitzen Autoren.

08.09.2004 22:49:07
Marie

Kann man nach einem Schriftsteller süchtig werden ? Bei Arnaldur Indridason ist meine Antwort : JA! "Todeshauch" hat mir so gut gefallen wie "Nordermoor". Traurig ist nur, dass ähnliche Schicksale sich im wirklichen Leben abspielen.

04.09.2004 22:20:58
Uli

Ich fand das Buch äusserst spannend. Von der ersten bis zur letzten Seite. Besonders mitgenommen haben mich das Schicksal der Familie. Richtig leid tat mir die Person Simon.
Ich hab das Buch heute morgen um halb eins weg gelegt und musste erst mal tief durchschnaufen.
Ich habe Nordermoor gelesen und war begeistert. Ich freue mich schon auf Engelsstimme.

08.08.2004 20:50:19
Ka1

Dieses Buch hat mich zutiefst beeindruckt.
Vor allem das in Rückblenden erzählte Familiendrama erschüttert und fesselt einen. Ein genialer Roman...........

02.08.2004 17:45:54
Carsten Gietmann

Auf andere Weise als der Vorgänger weiß "Todeshauch" zu fesseln. Durch zahlreiche Hintergrundschilderungen und Gedankengänge erfährt der Leser viel Neues über die drei ermittelnden Polizeibeamten, insbesondere natürlich über Erlendur. Der ständige Wechsel zwischen der Ermittlungsgeschichte und den Rückblicken stellt für den Leser eine gute Möglichkeit dar, die Geschichte des Mordes noch genauer nachempfinden zu können. Dass man auf diese Weise dem Täter vermeintlich schnell auf die Schliche kommt, stört wenig. Denn das Buch überzeugt besonders auf sozialer Ebene und ließ mich es binnen weniger Tage verschlingen. Anders als "Nordermoor", trotzdem wärmstens zu empfehlen. Warte sehnsüchtig auf die Fortsetzung!

26.06.2004 14:37:29
Max

Hier ist von "großer Literatur" die Rede und von viel Spannung und von genialem Buch und ähnlichen Superlativen! Dem kann ich mich nicht anschliessen!
Die weitere Handlung des Buches ist nach ca. 30 Seiten absolut vorhersehbar, zwar nicht im Detail, aber vom Prinzip her. Der Mangel an Handlung wird mit ellenlangen Schilderungen aus Erlendurs und Sigurdur Olis Privatleben übertüncht und auf den letzten 60 Seiten sorgt ein künstliches Verwirrspiel nicht für Spannung (denn der Ausgang ist längst klar!), sondern für ein dickeres Buch! Nordermoor hat mir um einiges besser gefallen...
Nebenbei bemerkt: die brutalsten Schilderungen ehelicher Gewalt sind meines Erachtens lediglich reisserisch und absolut unnötig. Nicht die sprachlichen Feinheiten, sondern die bloße Schilderung der Grausamkeiten haben mich persönlich erschreckt. Ein Buch wird nicht dadurch spannend, dass es grausam ist, eine Story nicht dadurch tief, dass sie ausschweift und ein Buch nicht dadurch gut, dass es mehr als 300 Seiten hat wo 200 ausreichen...

08.06.2004 23:41:40
Björn

von der ersten bis zur allerletzten seite fesselnd! hab es in einem rutsch durchgelesen - erstklassig! möchte unbedingt mehr davon lesen

02.06.2004 20:36:50
Birgit

Todeshauch war ebenso genial wie Nordermoor!Kann es kaum erwarten,bis 2005 Gletschergrab und im September 04 Engelsstimmen rauskommt!!! PS: Ab Mitte Juni kann man einen englischen Roman von indridason "jar city" über den deutschen Büchermarkt bestellen.

22.05.2004 02:30:41
Andreas

Todeshauch ist bei mir eines der am schnellstgelesenen Bücher.Es ist sehr spannend in einem Zug durchzulesen.Die Szenen einer Ehe` sind aber so brutal dargestellt das man Schilderungen anderer Morde ,auch anderer Autoren, als normales Beiwerk sehen kann.

17.05.2004 03:14:50
Anja S.

Ein beklemmendes Buch, mehr Familiendrama als Krimi. Eindringliche Rueckblenden, die die Gewalt in Ehe und Familie so schildern, dass man mitleidet. Auf etwas andere Weise ebenso gut wie Nordermoor. Hoffentlich gibt es bald noch mehr Buecher des Autors!!!

08.05.2004 21:02:39
Otto Quaing

Ein Buch, das mich von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt hat. Ein Thriller, der mir keine Pause gönnte, so eindringlich schildert der Roman das Schicksal der Menschen.

08.04.2004 11:42:44
Alexander

Auch Todeshauch ist weltklasse! Die Art wie Indridason schreibt ist so packend, dass man das Buch gar nicht mehr auf die Seite legen möchte. Man kann nur hoffen, dass bald ein neues Werk von ihm erscheint.

07.04.2004 02:19:00
Josefine

Mir fiel das lesen von Todeshauch deutlich schwerer als bei Nordermoor. Die Spannung kam erst im laufe der Geschichte auf. Nichtsdestoweniger ein herrvorragendes Buch!!!

05.04.2004 13:12:42
Jana

Man möchte meinen, dass es keinen deprimierenderen Kommissar als Kurt Wallander gibt. Aber weit gefeht, Erlendur schlägt ihn um Längen!!!
Ansonsten ist "Todeshauch" erste Sahne, noch besser als "Nordermoor". 100%

28.03.2004 12:41:35
Horst-Uwe Beysiegel

Eine beklemmende, aufwühlende Geschichte - Leser, die sich darauf einlassen, leiden mit. Ein Krimi? Viel mehr als das! Ich meine: große Literatur.

08.03.2004 08:57:57
adi

um einiges besser als nordermoor. bedrückendes und beklemmendes familiendrama. ungeheuer gut beschrieben

06.03.2004 21:16:20
Stephan Vogt

Indridason steht Hanning Mankell in nichts nach. Spitzenliteratur, bei der man das Buch gar nicht mehr zur Seite legen möchte. Ich hoffe auf mehr spannende Romane mit dem Kommissar, der viele Parellelen zu Mankells Kurt Wallender aufweist.

02.03.2004 15:06:12
Michael Drewniok

Sollte Indriðasons Originalverlag noch gesucht sein:

Vaka-Helgafell
Suðurlandsbraut 12
108 Reykjavík
E-Mail: vaka@edda.is
Internet: www.vaka.is

13.01.2004 11:32:56
Liesbeth Botman

Meine Herren,
Ich suche die originale Islandisches Verlag. Wir sind ein Holländisches Verlag und sind auch interessiert in dieser Schriftsteller.
Viele Grüsse,

18.09.2003 16:47:06
Eirikur Olafsson

Indridason´s bester Krimi. Noch besser als "Nordermoor".