Fragen Sie den Papagei

Erschienen: Januar 2008

Bibliographische Angaben

  • New York: Mysterious Press, 2006, Titel: 'Ask the Parrot', Originalsprache
  • Hamburg: Jumbo, 2008, Seiten: 4, Übersetzt: Dietmar Wunder
  • London: Quercus, 2007, Titel: 'Ask the Parrot', Originalsprache
  • München: dtv, 2010, Seiten: 253

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Michael Drewniok
Eine Lawine unterhaltsamer Verbrechen

Buch-Rezension von Michael Drewniok Jul 2008

Nach einem gescheiterten Bankraub findet sich Berufsverbrecher Parker ohne Auto, Papiere und Geld irgendwo in der Provinz des US-Staats New York wieder. Die Polizei ist ihm hart auf den Fersen aber er hat Glück: Der arbeitslose Tom Lindahl hat die Nachrichten verfolgt und von der Verfolgungsjagd gehört. Die Anwesenheit eines erfahrenen Kriminellen sieht er als Wink des Himmels: Seit Jahren plant er die Rennbahn, für die er einst gearbeitet hat, bis man ihn feuerte, zu berauben. Da er den Mut nicht aufbringt, sucht Lindahl einen Komplizen. Diese Rolle übernimmt wohl oder übel Parker, der Geld für die Fortsetzung seiner Flucht benötigt.

Die Rennbahn wird ausgekundschaftet, der Coup geplant. Doch Schwierigkeiten stellen sich ein: Lindahl ist ein wankelmütiger Charakter, der bald bereut, sich mit einem eiskalten Verbrecher wie Parker zusammengetan zu haben. Die Polizei durchkämmt unerbittlich die Gegend und nagelt Parker fest. Dann tauchen auch noch die tumben Brüder Cal und Cory Dennison auf, die Parker nach seinem Phantombild als einen der flüchtigen Bankräuber erkannt haben und hartnäckig ihren Anteil an der längst verlorenen Beute fordern.

An Probleme gewohnt und entschlossen, sich Lindahls Plan zu eigen zu machen, treibt Parker den Überfall auf die Rennbahn voran. Wie es seine Art ist, trifft er gewisse Vorkehrungen für den Notfall, von denen sein Komplize nichts erfährt - eine kluge Entscheidung, denn der Tag des Raubs ist für alle Beteiligten reich an unerwarteten und manchmal mörderischen Überraschungen ...

Ein unerwartetes Wiedersehen bereitet doppelte Freude

Deutsche Krimifreunde benötigen manchmal einen extrastarken Geduldsfaden: Dreißig Jahre hat es gedauert, bis hierzulande ein neues Abenteuer des hartgesottenen Berufsverbrechers Stark erschien! Zwar gönnte auch Verfasser Richard Stark 1974 seinem Anti-Helden eine 23-jährige Pause, doch seit 1997 ist Parker wieder aktiv - und seine Rückkehr auf den hiesigen Buchmarkt überfällig!

Dem österreichischen Zsolnay-Verlag verdanken wir die unerwartete Wiederkehr; wenn alles gut geht, d. h. Parker neue (oder alte) Leser findet, soll es sogar weitergehen mit anderen Titeln der Reihe. Wie dieses Wunder zu Stande kommt in einer deutschen Krimiwelt, die von wortschwalligen Lady-Krimis, genialischen Metzel-Orgien und vatikanischen Munkeleien dominiert wird, bleibt vorerst unklar. Liegt es am Erfolg der Hard-Case-Crime-Serie des Rotbuch-Verlags, dass der schwarze Krimi zumindest in abgeschwächter, die Konvention wahrender Form seine Renaissance erlebt?

As time goes by ...

Denn richtig schwarz, d. h. schmerzhaft und provozierend an Regeln und Normen oder gar an Tabus kratzend, ist Fragen Sie den Papagei nicht. Der 23. Parker-Roman bietet in erster Linie Unterhaltung. Stark schreibt schnell, routiniert oder besser ausgedrückt: ökonomisch. Seine kleine, gar nicht feine Geschichte hat er voll im Griff; kein Wunder, denn er leistet seinen Job nun seit mehr als einem halben Jahrhundert und versteht ihn. Literarische Höchstleistungen sind sein Anliegen nicht. Deshalb ist der "neue" Parker kaum anders als der alte, der zwischen 1960 und 1974 sein Unwesen trieb.

Dabei leugnet Stark nie die Tatsache, dass inzwischen das 21. Jahrhundert angebrochen ist. Es manifestiert sich vor allem, um Parker das ohnehin harte Leben als Verbrecher noch schwieriger machen: Die moderne Kommunikationstechnik hat der Polizei dank Handy, Computer und Internet ausgezeichnete Kontroll- und Überwachungsmöglichkeiten verschafft. Nicht einmal die 4.000 Dollar, die Parker von der Bankraub-Beute abzweigen konnte, kann er verwenden, denn die Nummern der Geldscheine wurden elektronisch erfasst und die Liste im ganzen Land verbreitet.

Auch die Provinz ist technisch ´aufgerüstet´. Ein zuverlässiger Verbündeter ist Parker indes geblieben: Der Mensch ist sich seiner neuen Möglichkeiten nicht unbedingt bewusst. Straßensperren sind schnell organisiert, doch kontrolliert wird von gelangweilten Polizisten, denen der agile und abgebrühte Parker deshalb wieder diverse peinliche Schnippchen schlagen kann.

Verbrechen ist kein Job für Amateure

Parker ist ohnehin ein Überlebenskünstler. Das muss er auch sein, denn nach einem langen Leben als Verbrecher hat er es nie dauerhaft zu Geld gebracht. Immer wieder ist er deshalb zu neuen Überfällen gezwungen. Professionalität und Erfahrung sind ihm dabei nur bedingt hilfreich, da er in der Regel mit Komplizen arbeiten muss. Der Mensch ist auch als Gangster chronisch unzuverlässig, das hat Parker lernen müssen. Sein gefangen gesetzter Kumpan aus dem Bankraub singt wie eine Nachtigall, sobald die Polizei ihn am Schlafittchen hat. Der aktuelle Komplize ist sogar noch gefährlicher.

Tom Lindahl ist kein Verbrecher. Er dachte nur, er könne einer sein, nachdem ihm übel mitgespielt wurde. Ausgerechnet Parker führt ihm vor Augen, wie sehr er sich irrte. Ein echter Krimineller ist ein Mensch ohne die Skrupel, die den "normalen" Zeitgenossen im Angesicht gesetzlicher Vorschriften und moralischer Normen erfassen. Parker ist im Vergleich zu Lindahl ein Raubtier, wie diesem bald klar wird. Er hat einen Pakt mit dem Teufel geschlossen, denn nachdem Parker die Chancen gesehen hat, die ihm Lindahls Partnerschaft beschert, gedenkt er diese keineswegs zu beenden.

Wie Parker auf gesetzestreue Bürger wirkt, demonstriert Stark im ersten Kapitel des dritten Buchteils. Bisher schrieb er aus Parkers Perspektive, nun lässt er Parker durch die Augen eines Mannes beobachten, der ihm in die Quere kam. Diesem Pechvogel und zugleich dem Leser wird klar, dass Parker sowohl ein krimineller Profi als auch ein Killer ohne psychopathische Züge ist: Wenn man sich ihm fügt, wird man überleben.

Natürlich sind auch die Dennison-Brüde Parker nicht wirklich gewachsen. Er kennt solche Männer, die eher dumm und brutal als kriminell sind, nur zu gut. Cal und Cory sind gefährlich aber sie haben keine Ahnung, wie dicht Parkers Hand am versteckten Revolver liegt, wenn er sich mit ihnen auseinandersetzt. Er wird ihn ohne Zögern benutzen, während sie drohendes Gerede und Imponiergehabe vorziehen.

Ein Bösewicht für alle

Wieso liegt ein Mensch, der so emotionsfrei und zweckgerichtet denkt, redet und handelt wie Parker, dem Leser so stark am Herzen? Es mag ein gewisser Neid dahinterstecken, der wiederum in der Sehnsucht wurzelt, wenigstens manchmal so ungerührt außerhalb der Normen zu agieren, die nicht immer nur Stütze, sondern oft Zwang und Bürde sind.

Außerdem gefällt die Professionalität, mit der Parker zu Werke geht. Wer leidet nicht manchmal unter der Knute inkompetenter Vorgesetzter, unter unerquicklichen Kollegen und anderen lästigen Zeitgenossen? Parker führt kein einfaches Leben, doch Kompromisse, die der Durchschnittsmensch im Alltag täglich eingehen muss, sind sein Ding definitiv nicht. Als Krimineller wirkt Parker wie ein Balletttänzer. Leichtfüßig und durchaus elegant bewegt er sich durch seine düstere Welt. Er weiß, was zu tun ist, überrascht mit unerwarteten aber zweckdienlichen Einfällen. In der Krise behält er die Nerven; er hat das alles mehr als einmal erlebt und bewahrt die Ruhe.

Parker ist durch und durch amoralisch. Ein Mörder ist er nicht, auch wenn diverse Leichen seinen Weg säumen. Er will und muss nicht töten aber er tut es, wenn es nötig ist, ohne sich darüber graue Haare wachsen zu lassen; es gehört zum Job. Lindahl fragt ihn, ob dies "Ganovenehre" sei. Parkers Antwort: "Nein, ich meine, ein Profi ist ein Profi." (S. 254) So einfach ist das für ihn. Kein Wunder, dass es leicht fällt Parker zu lieben ...

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Letzte Kommentare:
18.02.2013 17:06:20
Eglfinger

Parker ist auf der Flucht, verfolgt von einer Meute Polizisten mit Spürhunden. Reiner Zufall, dass er auf Tom Lindahl stößt, einen ressentimentgeladenen Außenseiter, der ihm nicht nur eine Fluchtmöglichkeit und einen Dach über den Kopf bietet, sondern auch eine profitable, wenngleich nicht ungefährliche Geschäftsidee.

Das Buch beginnt an der Stelle, an der „Keiner rennt für immer“ aufgehört hat. Nach dem Überfall auf einen Geldtransporter befindet Parker sich auf der Flucht und trifft auf Tom Lindahl, einen Einsiedler, der mit einem Papagei zusammenlebt. Tom Lindahl wurde vor drei Jahren von seinem Arbeitgeber, einer Pferderennbahn, gefeuert und lebt von einer geringen Berufsunfähigkeitsrente. Als Lindahl auf Parker trifft, ahnt er sofort, dass er es mit einem der Verbrecher zu tun hat, die gerade überall von der Polizei gesucht werden. Er beschließt Parker von seinem Plan zu erzählen, die Pferderennbahn zu überfallen, damit er mit dem erbeuteten Geld von diesem gottverlassenen Ort verschwinden kann. Parker, der in der Klemme steckt und Geld und Hilfe für seine Flucht gebrauchen kann, beschließt ihm zu helfen. Eigentlich wäre das Ganze ein Kinderspiel, wären da nur nicht die vielen Polizisten und die Bewohner der Stadt, die entweder Verdacht schöpfen oder Helden spielen möchten und Parker in die Quere kommen.

Wie immer hält sich Stark nicht lange mit Beschreibungen auf und zieht seine Story bis zum Ende durch. Nur im letzten Viertel scheint er auf den ersten Blick ein wenig den Faden zu verlieren, aber er arbeitet dort dann mit Perspektivwechseln und knüpft somit die losen Enden wieder schlüssig zusammen. Dies führt dazu, dass ein wenig mehr Spannung aufgebaut wird, dennoch finde ich das Buch nicht so spannend, wie den ersten Teil „Keiner rennt für immer“. Ich vergebe dieses Mal nur 65 von 100 Punkten.

12.12.2010 17:25:30
mylo

Auch dieses Buch vom Profi-Gangster Parker der aus einer aussichtslosen Fluchtsituation in ein weiteres kriminelles rasantes Abenteuer stolpert wo er souverän die Oberhand, die Regie der Ereignisse beeinflusst und keine noch so überraschende Wendung in auch nur im geringsten aus der Fassung bringt. Ständige Spannung, ja sogar ein Schuss unterschwelliger Humor geht es Seite für Seite, Kapitel für Kapitel im kurzweiligen Lesespaß voran.
80 Punkte und die Vorfreude auf das nächste Buch.

14.08.2010 11:13:02
markus.albrecht

Richard Stark (oder Donald E. Westlake) hat zweifelsfrei mit \'Parker\', der keinen Vornamen benötigt einen wunderbaren, kaltschnäutzigen und extrem coolen Krimihelden geschaffen, wie er selten in der Literatur vorkommt.
Fast wie Sekundenstil wird hier die Geschichte Parkers auf der Flucht beschrieben und seine Bemühungen, sich vor der ausgeschwärmten Polizei zu vestecken.
Man erfährt, dass nach einem Bankraub einiges schief gegangen sein muss und Parker wäre nicht Parker, wenn er nicht schon am nächsten Coup arbeiten würde. Zusammen mit Tom Lindahl, der Parker Unterschlupf gewährt und nicht lange braucht, bis er merkt, dass er sich da einen skrupellosen Verbecher ins Haus geholt hat, geht die Geschichte ihren Gang.
Man wird bestens unterhalten und der Erzählstil ohne jede Schnörkel und Füllsel kann einen ins Schwärmen bringen.
Jedoch drängt sich einem der Verdacht auf, dass man nicht um die anderen Romane Starks herumkommen wird.
Und das ist - wie schon von anderen Rezensenten geschrieben - ein teures, aber mit alergrößter Sicherheit ein lohnendes Vergnügen.
Ich lese weiter!

14.07.2010 18:14:01
koepper

„Fragen sie den Papagei“ ist ein starkes Buch. Der Autor erzählt schnörkellos, geradlinig ohne Abschweifungen eine gute Geschichte. Der Dreh – man versetzt sich in die Rolle von Parker, den Profigangster. Die Spannung baut sich genau aus diesem Grunde auf. Man fiebert, ob ihm, umgeben von Dilletanten, der Coup gelingt. All zu viel durchkreuzt den eigentlich einfachen Plan. Richard Stark berichtet emotionslos, er lässt den Figuren auch keine Zeit sich groß zu entwickeln. Mit dem ersten Satz des Krimis ist man mitten in der Geschichte, mit dem letzten Satz hört sie auf – kein Wort zu viel. Das macht die Stärke des Buches aus. Stark moralisiert nicht, er erzählt ohne gehobenen Zeigefinger. Ein ungewöhnliches Buch weil es nicht aus der Sicht der „Guten“ – der Cops geschrieben wird sondern aus der Sicht Parkers „des Bösen“ der die Sympathie des Lesers hat. Empfehlung.

30.11.2009 07:10:43
hankhauser

@ThrillerFreund

Ganz genau meine Meinung. 16.90 für Paperback irgendwas und maximal zwei Tage Lesevergnügen?! Ich bin froh das die Romane neu erscheinen, aber die Reihe ist definitiv zu gut und definitiv zu teuer. Ist im grunde glatte Erpressung und warum muss man hier unbedingt dreihundert Zeichen eingeben. Ich war bei 217 schon fertig... und überhaupt, waren das wirklich 300 Spartaner, oder haben die aufgerundet?

25.02.2009 11:22:30
top28

Über den Inhalt eines Krimis zu schreiben, verbietet sich von selbst. Allerdings machen die Stationen Parkers in "Fragen Sie den Papagei" einiges klar.Bankräuber auf der Flucht hilft einem Mann zu Gerechtigkeit und hinterlässt einige Leichen ohne sie selbst getötet zu haben.
Anfangs eine typische Kriminalgeschichte OHNE Ermittler, aber nach der Hälfte beginnt Stark sein phänomenales Werkzeug als Erzähler auszupacken und auch einzusetzen.Die Perspektiven wandeln sich und auf einmal wird die Frage nach Gerechtigkeit neu gestellt, das ist große Kunst und macht aus einem guten, ein ganz besonderes Buch.
Kalt, mit einer unerträglich steigenden Nähe zu den Figuren erzählter Krimi.

07.02.2009 23:58:32
Cthulhu

Richard Stark - Fragen sie den Papagei

Dies war mein erster Parker-Roman, den ich gelesen habe. Es soll ja noch 22 weitere geben.

Parker war mir auf Anhieb sympathisch. Und der Schreibstil ebenfalls. Kurze Sätze. Ohne psychologische Tiefgänge und sonstiges Gefasel. Parkers Dialoge bestehen aus höchstens fünf Wörtern. Und er duscht nicht ständig.
Parker befindet sich auf der Flucht nach einem Banküberfall und findet Unterschlupf bei einem Typen mit einem Papagei, der nicht sprechen kann, und der schon seit langem die Einnahmen einer Pferderennbahn klauen will, allein aber zu feige ist, um diesen Coup durchzuziehen. Mit Parker sieht er die Chance, seinen Traum zu verwirklichen.

Trotzdem ist das kein Krimi, den ich ein zweites Mal lesen werde. Irgend etwas fehlte, ich weiss auch nicht was.

Gebe 85° (Cthulhu 5)

08.01.2009 15:34:52
ThrillerFreund

Der Autor heißt Stark. Und stark ist auch sein Roman. Morbide, voller aberwitziger Wendungen, sehr spannend. Und die Figuren erst - unglaublich. Muß man gelesen haben. Ich ärgeremich, daß ich nicht schon früher von Richard Stark erfahren habe. Allerdings habe ich auchKritik: 16,90 Euro für ein Taschenbuch mit 250 Seiten ist ein starker Preis. Das ist hart an der Grenze. Muß das so teuer sein? Andere Verlage nehmen doch auch nicht soviel Geld für ihre Taschenbücher!

08.01.2009 15:34:04
ThrillerFreund

Der Autor heißt Stark. Und stark ist auch sein Roman. Morbide, voller aberwitziger Wendungen, sehr spannend. Und die Figuren erst - unglaublich. Muß man gelesen haben. Ich ärgeremich, daß ich nicht schon früher von Richard Stark erfahren habe. Allerdings habe ich auchKritik: 16,90 Euro für ein Taschenbuch mit 250 Seiten ist ein starker Preis. Das ist hart an der Grenze. Muß das so teuer sein? Andere Verlage nehmen doch auch nicht soviel Geld für ihre Taschenbücher!

08.01.2009 07:58:21
Stefan83

Richard Stark. Lange Zeit war der Name aus den Regalen der Buchhandlungen verschwunden. Und mit ihm viele Bände aus der bereits seit Beginn der 60er Jahre laufenden Parker-Reihe. Nun beginnt der Zsolnay-Verlag mit Fragen Sie den Papagei, dem letzten Roman, den Richard Stark (der eigentlich Donald E. Westlake heißt) vor seinem Tod am 31.12.2008 auf Papier gebracht hat, die Wiederentdeckung des Autors.

Grund genug für mich mal einen näheren Blick drauf zu werfen und zu schauen was dran ist, an all den Lobeshymnen, die unter anderem von Literaturkollegen wie John Banville, Stephen King und Ed McBain auf Richard Stark gesungen werden. Um es vorneweg zu sagen: Den Begeisterungssturm der oben genannten Autoren vermag ich leider nicht zu teilen.

Fragen Sie den Papagei ist ohne Zweifel ein lesenswertes Stück Literatur, der richtige Funke wollte bei mir aber bis zuletzt nicht überspringen, was jetzt bei einer Story, die man so schon wohl mehr als einmal gelesen hat, auch nicht weiter verwunderlich ist. Diese sei kurz angerissen:

Im Stile der klassischen Samstagnachmittagserien des US-Fernsehens springt der Leser direkt ins Geschehen. Parker, von dem man bis heute nicht seinen Vornamen weiß, ist nach einem Bankraub auf der Flucht und wird von Hunden quer durch die Wälder des Staates New York gehetzt. In dieser ausweglosen Lage trifft er auf den alten Einsiedler Tom Lindahl, der ihn sofort als den flüchtigen Bankräuber erkennt und dennoch beschließt diesem zu helfen, um sich einen seit jeher gehegten Traum zu erfüllen. Lindahl, dem sein einsames Dasein immer mehr zusetzt und der sich vom Leben ungerecht behandelt fühlt, plant schont lange einen Raubzug gegen die alte Pferderennbahn, in der er bis zu seinem Rentenantritt gearbeitet hat. Nun, mit Parker an seiner Seite, sieht er sich in der Lage diesen oft verworfenen Plan in die Tat umzusetzen. Doch schon bald wird ihm klar, dass er einen Pakt mit dem Teufel geschlossen hat.

Der letzte Parker-Roman ist, man hört es wohl schon aus der Inhaltsangabe heraus, ein typischer Vertreter des Krimi-Noir. Stark spart mit Worten, schreibt knapp, direkt und ohne große Umschweife. Mithilfe vieler Schauplatzwechsel treibt er die Handlung voran und schafft es dabei trotzdem die einzelnen Personen detailliert zu zeichnen. Allen voran natürlich Parker, der in jeder Situation Herr der Lage und der Mann mit dem Überblick zu sein scheint. Mittels geschickter Manipulation spannt er, dem keine Schwäche verborgen bleibt, gleich mehrere Personen für seine Zwecke ein und schlägt der Polizei damit immer wieder ein Schnippchen. Und die Frage die den Leser bis zum Schluss bei der Stange hält, ist, ob diese genial-böse Figur mit seinen Schachzügen durch- und davonkommt. Richtige Spannung kommt, so war es zumindest bei mir, dabei zwar nicht auf, aber allein das tolle Ende und die knappe Sprache entschädigen für vieles. Was es näheres mit dem Titel auf sich hat, soll übrigens hier nicht verraten werden. Nur soviel: Er ist mehr als gut gewählt.

Insgesamt ist Fragen Sie den Papagei ein kurzweiliges, aber auch nicht übermäßig sensationelles Leseerlebnis, das in erster Linie von der gelungenen Figurenzeichnung und dem Namen des Autors lebt, von dem ich mir aber insgeheim mehr erhofft hatte.

24.11.2008 12:39:43
Moshe Katzenschwanz

Das Beste, das ich seit langem gelesen habe. Klare, ökonomische Sprache
ohne jedes Geschwafel.
Saubere Psychologie ohne
Schwarz-Weiß-Malerei.
Unprätentiös, unsentimental.
athmosphärisch dicht, starker Plot, spannend!
Eine Renaissance des "roman noir"
für das 21. Jahrhundert.
Es wurde auch hohe Zeit, dass einneuer Wind weht im Lande "Krimi".
Für alle, die nach Abwechslung suchenvon Mankell und Nesser, George und Walters, eine echte Alternative.
Moshe

10.10.2008 22:01:36
Schrodo

Parker, die Hauptperson der Geschichte, ist auf der Flucht vor den Cops. Er trifft zufällig Tom der ihm hilft und ihn vor der Polizei versteckt. Gemeinsam planen sie die Wetteinnahmen eine Pferderennbahn zu stehlen.
Dass allerlei unvorhergesehenes passiert versteht sich von selbst. Aber Parker, dieser emotionslose, amoralische und absolut logisch handelnde Gauner meistert jede Hürde…ohne Rücksicht auf Verluste. Dass man mit Parker, den Räuber und Mörder bangt, zeigt nur welch überzeugende schriftstellerische Leistung der damals schon 73 jährige Richard Stark mit diesem Buch erbracht hat. Ach ja, der Originaltitel heißt auch „Fragen sie den Papagei“. Von diesem Papagei handelt Kapitel acht im dritten Teil des Buches. Allein schon diese drei Seiten sind den Preis dieses Buches wert.
für mich gute 91°

11.08.2008 22:42:10
lolo

ich finde dieses buch leider misslungen
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