Jetzt sind wir quitt (Payback / The Hunter)

Erschienen: Januar 1968

Bibliographische Angaben

  • Greenwich, Conn.: Fawcett Gold Medal Books, 1962, Titel: 'The Hunter', Originalsprache
  • Frankfurt am Main; Berlin: Ullstein, 1968, Titel: 'Jetzt sind wir quitt', Seiten: 151, Übersetzt: Brigitte Fock
  • Rastatt: Pabel, 1976, Titel: 'Jetzt sind wir quitt', Seiten: 146, Übersetzt: Heinz Nagel
  • Frankfurt am Main; Berlin: Ullstein, 1988, Titel: 'Jetzt sind wir quitt', Seiten: 151, Übersetzt: Brigitte Fock
  • Berlin: Ullstein, 1999, Titel: 'Payback', Seiten: 158, Übersetzt: Brigitte Fock
  • Wien: Zsolnay, 2015, Titel: 'The Hunter', Seiten: 192, Übersetzt: Nikolaus Stingl

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Jörg Kijanski
Hard-Boiled-Klassiker in neuer Übersetzung

Buch-Rezension von Jörg Kijanski Jul 2005

Zehn Monate ist es her, dass Parker bei einem Waffendeal von seiner Frau Lynn verraten wurde. Mal Resnick, der dem größten Verbrechersyndikats des Landes angehört, hatte Lynn gegen ihren eigenen Mann aufgehetzt. Es kam zu einer Schießerei und Lynn sowie Mal gingen davon aus, dass Parker tot ist. Doch Parker lebt, wurde wegen Landstreicherei festgenommen und landete mehrere Monate in einer Gefängnisfarm bevor ihm von dort die Flucht gelang.

 

"Es war eine Eigendynamik des Ganzen, das war alles. Achtzehn Jahre in ein und demselben Geschäft, ein, zwei saubere, schnelle, einfache Operationen pro Jahr, die übrige Zeit mit einer Frau, die er mochte, locker und entspannt in Urlaubshotels gelebt, und dann war ihm das alles auf einmal um die Ohren geflogen. Die Frau war weg, das Muster war weg, die Entspannung wasr weg, die saubere Schnelligkeit war weg."

 

Nun ist Parker zurück in New York und kennt nur ein Ziel: Rache an Mal. Lynn kann ihm nicht weiterhelfen, denn Mal lebt inzwischen unter einer ihr unbekannten Adresse. Die Frage, was aus Lynn werden soll, löst sich hingegen von selbst, da sie sich nach Parkers Rückkehr umgehend mit einer Überdosis Tabletten aus dem Leben verabschiedet. Parker nimmt die Suche auf, geht dabei rücksichtslos über Leichen und legt sich letztlich sogar mit dem Syndikat an ...

Eine Art literarischer Egoshooter aus dem Jahr 1962.

Donald E. Westlake (1933-2008), mit vielen Krimipreisen ausgezeichnet, startete 1962 unter dem Pseudonym Richard Stark die Parker-Reihe mit dem Roman The Hunter, welcher jetzt in neuer Übersetzung vorliegt. 17,90 Euro für knappe 200 Seiten sind allerdings ein stolzer Preis und wer von übertriebener Rache sowie Selbstjustiz nichts hält, der ist hier an der völlig falschen Adresse.

 

"So weit kämst du gar nicht. Hol tief Luft, und du bist tot. Sperr den Mund weit auf, und du bist tot."
"Ich sehe überhaupt keine Waffe."
Parker hob die Hände. "Hier siehst du zwei. Mehr brauche ich nicht."

 

Wer dagegen eine Vorliebe für Hard-Boiled-Thriller hat, der wird sich an dem Klassiker erfreuen können, wenngleich es – stark vereinfacht – auf die Frage hinausläuft, wie viele Leichen es am Ende des Romans geben wird.

 

"Sie werden vorbeikommen und Fragen stellen, und dann werden sie mich umbringen. Ich muss noch heute Nacht hier. Weg."
"Danke."
"Du musst dich nicht bedanken. Ich habe das nicht aus Liebe zu dir getan. Wenn ich mich geweigert hätte, hättest du mich umgebracht. So habe ich wenigstens ein paar Stunden Vorsprung."

 

Parker – ohne Vorname – ist ein Krimineller, der pro Jahr üblicherweise einen Auftrag durchzieht. Mit höchster Präzision und immer erfolgreich, ohne dabei Spuren zu hinterlassen. Dabei kann er sich auf die Schlagkraft seiner Hände verlassen, eine Pistole benutzt er nur in Ausnahmefällen. Parker ist kein Sympathieträger, wenngleich man mit ihm mitfiebert, da die anderen Figuren noch böser sind. Richard Stark kommt mit wenigen wohlformulierten Worten in seinen Sätzen aus, komplexe Schachtelsätze sind nicht seine Welt. Kurz, brutal und immer zielorientiert wie sein Protagonist beschreibt Stark den Rachefeldzug und gibt dabei in Rückblenden nach und nach ein bisschen von dem preis, was in den letzten Monaten schief gelaufen ist. So erschließt sich dem Leser zunehmend, warum Parker ohne Rücksicht auf Verluste auf Rache sinnt. Dies ist durchaus gekonnt gemacht, wenngleich große Überraschungen beziehungsweise Wendungen ausbleiben. Dafür gibt es knallharte Gewaltexzesse bis hin zu einem Finale, welches dann immerhin noch eine kleine "Überraschung" aufbietet.

1967 wurde The Hunter von John Boorman mit Lee Marvin verfilmt. Wer lieber zum Buch greift und die Parker-Serie noch nicht kennt, findet hier den Einstieg.

Jetzt sind wir quitt (Payback / The Hunter)

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