Der Willy ist weg

Erschienen: Januar 2001

Bibliographische Angaben

  • Hamburg: Rotbuch, 2001, Seiten: 286, Originalsprache
  • Hamburg: Rotbuch, 2004, Seiten: 286, Originalsprache
  • Berlin: Rotbuch, 2009, Seiten: 316, Originalsprache
  • Zürich: Unionsverlag, 2010, Seiten: 311, Originalsprache

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Deutscher Krimi-Preis 2002, 3.Platz national

In Mülheim wird eine berühmte Burger-Kette sabotiert. Ein reiches Mädchen auf Drogen kommt in Amsterdam unter die Räder. Und ein Millionenerbe wird aus der gleichen Villa entführt, die Privatdetektiv Krystof Kryszinski und der Rockergang Stormfuckers als Heim und Basislager dient. Stress mit Nazi-Bikern, Zuhältern und Fast-Food-Philosophie ist angesagt.

"Ein urkomischer Krimi mit vielen eigenwilligen Figuren und einem klaren Ziel: Angriff aufs Zwerchfell." (Der Bücherfreund)

"Das Beste, was die deutsche Krimi-Produktionen derzeit zu bieten hat". (Bayrischer Rundfunk)

Der Willy ist weg

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Letzte Kommentare:
28.05.2014 23:26:13
Anne Damm

Schwermütige, ernste Krimis gibts bei weitem genug, sprachlich Dürftige oder lahm Übersetzte, an Pelzen Herbeigezogene und Unlogische ebenfalls.

Dazu zählt dieser Krimi nicht.

Wer Freude an pfiffigen Formulierungen und Vergleichen und gut pointiertem Humor hat, sollte sich den "Willi" nicht entgehen lassen.

Wers nicht liest, ist selbst schuld.

Gruß, Anne

29.03.2014 07:24:54
Andrea

Ja, der "Willy" ist wieder einmal schreiend komisch. Eine Rockergang, die in McD Wache schiebt - in Hemden mit kurzem Arm, Deetlef, und am Ende mit alten Hamburgern nach einer kleinen Rotznase wirft. Seit Jahren verschenke ich 3 JJ Romane an alle Freunde und auch Nicht-Freunde und ich kenne niemanden, der sie nicht lieben würde.

15.04.2011 20:46:46
Herr Lazaro

Ganz große Kunst! Und unglaublich komisch, dabei mit Schwung, Tempo und viel Originalität erzählt, z.B. wie die Gang eingesteht, dass sie die Bullen gerufen haben, um ihr Domizil, nämlich Willys Industriellenvilla, gegen die Eierköppe verteidigen zu lassen, und sich vor Lachen kaum noch einkriegen können...
Oder die Beschreibung von Schisser und seiner RD 350, einfach ganz groß.
Und es gibt den Willy wieder aktuell zu kaufen, der Züricher Unionsverlag hat eine Taschenbuchausgabe in seiner Metro-Reihe herausgebracht.

17.08.2010 18:50:10
el Tacco

Mal was anderes. Der junge Kristof ermittelt diesmal in den 80er Jahren.

Irgendwer hat nach einem Gelage den Willy entführt, oder er sich selbst. Das weis keiner so genau. Nun heißt es den Willy zu finden und dabei geraten Kristof und die Stormfuckers mit Nazis, Menschenhändlern und der Mafia aneinander. Eine prickelnde Kombination.
Nebenher muss Kristof auch noch für einen zukünftigen Filialleiter eines Fast-Food-Ladens (die mit dem M) herausfinden, wer sich an den teuren Werbungen randalierenderweise zu schaffen macht.

Am ende klebt man förmlich an diesem Buch fest. Des weiteren bietet er alles, was einen guten Juretzka-Krimi ausmacht. Sehr empfehlenswert.

Von mir gibts 95°

15.10.2009 11:15:52
Frank

Krystof Kryszinski ermittet wieder. Zwischen Mülheim und Amsterdam wird er mit allerlei zwielichten Gestalten konfrontiert (wobei, eine Lichtgestalt ist er auch nicht unbedingt). Das geht von chinesischen Menschenhändlern über rechtsradikale Motorradgangs bin hin zu der Mafia. Und irgendwie hat er mal wieder mit allen Ärger.
Doch als aktives Mitglied der "Stormfuckers", seiner eigenen Gang, ist er durchaus Kummer gewohnt.
Als dann auch noch "Willy" das Gangmaskottchen entführt wird, eskaliert das Geschehen kapitelweise. Fieberhaft versuchen die Stormfuckes das Geld (und die Täter) aufzutreiben, wobei sie auch vor Allianzen mit ihren Todfeinden nicht zurückschrecken. Denn je mehr Körperteile Willys ihnen zugeschickt werden, je weniger Zeit bleibt ihnen.
Juretzka hätte einen viel höheren Bekanntheitsgrad verdient. Die Geschwindigkeit mit der er den Leser durch die Story treibt ist atemberaubend. Niemals kommt auch nur ein Hauch von Langeweile auf, die Personen sind zwar durchaus skurill - aber glaubwürdig gezeichnet.
Der spezielle Ruhrpott-Humor seiner Bücher ein weiterer Riesenpluspunkt, da dieser nie in Albernheit oder Selbstzweck ausartet.
Das ist Unterhaltung pur auf einem sprachlich hohen Niveau, eingebettet in einen spannend erzählten Kriminalfall.
Ganz großes Kino.
100%

05.03.2009 18:39:53
Uwe Riemer-Becker

Liebe Mitleserinnen und Mitleser,
liebe Forenbetreuerinnen, - betreuer

ich bin seit langem auf der Suche nach »Jörg Juretzka: Der Willy ist weg« und finde ihn in keinem Antiquariat. Vielleicht kann mit eineR auf diesem Weg weiterhelfen und es mir ausleihen oder - noch besser - verkaufen.

Danke!
tschüs
uwe riemer-becker

20.08.2008 01:40:28
Rolf.P

Jörg Juretzka lesen ist, wie einen Slapstick-Film gucken. Nicht mehr weiterlesen können, weil man sich vor Lachen gerade mal wieder wegschmeißen muss, kommt öfter vor.
Krystof Kryszinski muss sich (und tut es auch) in altbewährter Manier durch den Ruhrpott - und zu geringem Teil auch durch das von ihm "heiß geliebte" Holland - schlagen. Eine Burgerkette wird erpresst, er soll eine reiche Tochter zurückholen und dann ist auch noch Willy weg...
Die Stormfuckers als Mac-Buletten-Aushilfen ist so ziemlich das beste, was ich in den letzten Jahren gelesen habe. Juretzka spielt mit Ruhrpott-Charme und Sprache ohne das das Kolorit trieft. Hart aber herzlich präsentiert er Verlierer, die irgendwie keine sind und dass alles mit unverschämtem Witz und eigenem Spaß am fabulieren.
Hier erfährt der inzwischen vom Krystof Kryszinski Fan zum Juretzka-Süchtigen mutierte Leser nicht nur, was es mit den Stormfuckers auf sich hat, die ja bereits einige Auftritte in den anderen beiden Büchern hatten, sondern auch, wie der Interessanteste aller Ruhrpottdetektive zu seiner Carina kam.

Kaufen, kaufen, kaufen! Jörg Juretzka soll reich und berühmt werden, denn dann findet er vielleicht ein paar Nachahmer und der deutsche Krimi ist doch noch zu retten.

28.11.2007 13:57:21
kamocolo

Ein super Buch!! Wer sich mal einen sehr guten Krimi fernab von blutigem Gemetzel und deprimierender Gesellschaftsstudie gönnen möchte ist mit "Der Wiiy ist weg" bestens versorgt.
Wer selbst die 80er-Jahre erlebt hat, fühlt sich garantiert sauwohl.
Das soll nicht heißen, dass es hier nicht zur Sache geht. Trotzdem habe ich mehrmals Tränen gelacht, obwohl ich eigentlich der Meinung bin, dass Krimi und Witz nicht zusammengehören. Juretzka lesen macht einfach sehr viel Spass.
Tolle Sprache, super Ideen!!

02.02.2006 16:32:47
SteveO

„Der Willy ist weg“, Juretzkas dritte Folge der Kryszinski-Reihe, ist ein Prequel der beiden bis dato erschienenen „Prickel“ und „Sense“. Der Leser lernt hier den jungen Kryszinski kennen, mitten in den Achtzigern und dementsprechend von Schnauzbärten, Nackenspoilern und neonfarbenen Ballonseide-Jogginganzügen umgeben, was dem ohnehin unkonventionellen Kriminalroman das i-Tüpfelchen aufsetzt. Frisch aus dem Knast, 14 Monate Bewährung im Nacken und dennoch bei seiner ermittlerischen Tätigkeit dem Gesetz niemals näher als bestenfalls einer gewissen Grauzone, beackert Kristof Kryszinski zwei Fälle samt Nebenschauplätzen parallel, was sein Zeitmanagement mitunter auf eine harte Probe stellt.
Kriegt von mir glatte 100%

06.06.2005 08:13:19
Pascal

Ein sensationelles Buch. Der Witz, die Charaktere, die Geschwindigkeit, die Sprache und die Dialoge erzeugen grossartige Bilder.

Falls das Zwerchfell Pause hat, muss man sich eingestehen, dass es auch ein grossartiger verzwickter Krimis ist. Vorallem die Auflösung ist grandios und regt zu längerem nachdenken an.

Besser als Prickel.

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