Alles rot

Erschienen: Januar 2014

Bibliographische Angaben

  • Wien: Folio, 2014, Seiten: 288, Originalsprache
  • Köln: Bastei Lübbe, 2016, Seiten: 320, Originalsprache

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Sabine Bongenberg
Spannend wie eine EU- Verordnung

Buch-Rezension von Sabine Bongenberg Sep 2014

Irgendwann musste es ja mal passieren: Der Fluch und der Segen der Europäischen Union, der auch seine Schatten auf die Schicksale seiner Protagonisten wirft, musste thematisiert werden. Sicherlich kann man sich jetzt fragen "Warum musste er in einem Krimi thematisiert werden?" Damit wären wir aber auch schon bei der Kernfrage dieses Buches: Warum musste es geschrieben werden?

Die Journalistin Mira Valensky lernt auf einer Recherche-Reise nach Zypern die Leiterin der EU-Taskforce Dagmar Wieser kennen. Leider ist die Bekanntschaft nicht von langer Dauer, denn schneller als in der EU die Hand eines durchschnittlichen Erwachsenen umgedreht wird, ist die arme Dagmar auch schon gemeuchelt. Erschlagen von einem in der EU hergestellten Objekt – wohlgemerkt. Innerhalb der EU ist die Stimmung gerade nicht die beste, da sich Finanzkrisen und Arbeitslosigkeit in diversen EU-Staaten die Hand reichen und so liegt der Verdacht nahe, dass die EU-Angestellte durch EU-Gegner von der EU ins Jenseits befördert wurde.

Sicherlich treibt die verschwenderische Nutzung des Kürzels der Europäischen Union hier bereits den ersten Lesern eine zarte Röte ins Gesicht, doch sollten sich diejenigen, die sich zur Lektüre dieses Buches entschließen oder vielmehr aufraffen, auf wesentlich härtere Kaliber einstellen. Das natürlich über einen Buchumfang von 265 Seiten.

Eva Rossmann stellt in ihrem neuesten Mira-Valensky-Krimi den Leser auf eine harte Probe. Schon der Einstieg in den Krimi über eine moderne Aufführung des "Othello" – ganz im Sinne der EU, denn jeder Schauspieler spricht den Text in seiner Muttersprache – trägt zum ersten irritierten Stirnrunzeln bei. Hier begegnet Mira einem alten Bekannten, der erstmals die Verbindung zur späteren Ermordeten herstellt. Auf einer Recherche-Reise nach Zypern lernt die Journalistin dann tatsächlich die Taskforce-Leiterin kennen und schätzen, ist nach kurzer Bekanntschaft ob des gewaltsamen Todes gramgebeugt und ermittelt auf eigene Faust, da die zypriotische Polizei ja offensichtlich nichts auf die Reihe bekommt. Diverse Flugreisen zwischen Zypern und Wien oder Brüssel und Wien sind nicht dazu geeignet, Spannungsmomente zu erschaffen und so sehnt der Leser eine kommunistische Machtergreifung herbei, die ja der Titel Alles rot implizieren könnte und die vielleicht dann doch noch ein bisschen Aufregung in die langatmige Handlung hauchen könnte.

Interessante Lektüre bietet das Buch nur in den äußerst kurzen Momenten in denen das Privatleben der Heldin geschildert wird. Dass diese aber dringend ihren Hausarzt bezüglich ihres Alkoholkonsums konsultieren sollte, muss auch einmal gesagt werden.

Liebe Leserin und lieber Leser, wenn Sie sich also tatsächlich gepflegt langweilen wollen, dann laden Sie sich doch einfach die Verordnung (EWG) Nr. 2081/92 des Rates vom 14. Juli 1992 zum Schutz von geographischen Angaben und Ursprungsbezeichnungen für Agrarerzeugnisse und Lebensmittel herunter. Die ist immerhin kostenlos zu bekommen und langweilt nicht weniger.

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Letzte Kommentare:
12.08.2017 15:58:23
vjeverica

sehr langatmiges Buch. Mir viel zuviel EU. Ich schätze ja die Fr.Rossmann an und für sich sehr, aber "es zaht si"

Die politische Einstellung der Mira - oder sollte ich sagen, von Fr.Rossmann? kommt viel zuviel durch. Ist ja kein Sachbuch, sondern ein einfacher Krimi, der sollte politisch IMHO völlig neutral gehalten werden.

Ach ja - und die Mira sollte mal ihren Alkoholkonsum überdenken. Z.B. 3 kleine Rotweinflascherln im Flieger und dann auch noch Fahrt mit einem Mietwagen, sogar in unbekannter Gegend. (Wobei ich allerdings auch generell gegen Alk-Fahrten bin)

Naja - sooo schlecht ist das Buch dann ja auch wieder nicht, wie es jetzt klingt, obwohl ich schon eindeutig Besseres von Fr. R. gelesen habe.

20.07.2016 18:58:41
trafik

Ganz so schlimm ist es aber nicht liebe Krimicouch. Da habt ihr schon oft andere Bücher hochgelobt, die weit schlechter sind.
Natürlich könnte das Buch ein wenig spannender sein.
Für mich ist es ein solider Sommerkrimi, den man im Urlaub gut lesen kann.
Und noch etwas zur Kritik der Krimicouch.
Warum soll die Hauptdarstellerin ein Problem mit dem Alkohol haben. Okay, sie mag gutes Essen und dazu guten Wein. Was ist da falsch daran. Liebe Sabine schau einmal in die Fortgehlokale was da alles getrunken wird. Dies ist wirklich furchtbar und machen die meisten aber mit. Aber am Abend zwei, drei Achterl Wein. Aufwachen und bitte realistisch und fair bleiben.