Eine undankbare Frau

Erschienen: Januar 2013

Bibliographische Angaben

  • Oslo: Cappelen, 2009, Titel: 'Varsleren', Seiten: 267, Originalsprache
  • Berlin: Bloomsbury, 2013, Seiten: 288, Übersetzt: Gabriele Haefs

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Johnny Beskow liebt es, Unfug zu treiben. Täglich bringt er seine Mutter auf die Palme oder verschreckt heimlich die Nachbarn, indem er falsche Todesanzeigen in die Zeitung setzt oder Tierblut über schlafende Babys schüttet. Bald treibt der misanthropische Junge es so weit, dass der alternde Kommissar Sejer sich des Falles annimmt. Noch während der laufenden Ermittlungen überschlagen sich die Ereignisse, und Johnny Beskow begeht einen fatalen Fehler.

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Letzte Kommentare:
31.05.2014 21:08:09
Mezzebill

Ich hatte schon fast vergessen, welch großartige Schriftstellerin Karin Fossum ist. Ihr tiefes Eindringen in die Psyche von Tätern und Opfern lässt einen das Buch schon nach kurzer Zeit nicht mehr aus den Händen legen. Dazu kommt der sympathische Kommissar Sejer, dem man sich wünscht zu begegnen, wenn Einem etwas Schlimmes passiert.
Von mir gibt es 100 Punkte!

07.04.2014 09:40:38
Peter Faeso

Karin Fossums neuer Roman „Eine undankbare Frau“ fängt idyllisch an: Es ist ein heller Sommertag, Karsten und Lily Sundelin haben sich eben geliebt und essen nun eine herrliche Blätterteigpastete. Die acht Monate alte Margrete schläft friedlich in ihrem Wagen unter einem Apfelbaum. Wie die Eltern kurz darauf nach ihr sehen, ändert sich mit einem Schlag alles: Blutverschmiert liegt die Kleine in ihrem Wagen, für Karsten und Lily bricht eine Welt zusammen: „Die Grundmauer hatte Risse bekommen, kleine Verwerfungen, die weiter wuchsen und die ihr Leben mit dem Kollaps bedrohten.“ Wer hinter diesem Anschlag steckt, erfährt der Leser bereits auf Seite 35: Es ist Johnny Beskow, 17-jährig, ein Hänfling, der vater- und lieblos bei seiner alkoholkranken Mutter aufwächst. Rastlos fährt er auf seiner Suzuki Estilete durch die Gegend, ausgerüstet mit rotem Flügelhelm und Handschuhen mit Totenkopf. Halt gibt ihm einzig sein Grossvater, den er regelmässig besucht. Was diesem Johnny Beskow an sadistischen Streichen und makabren Scherzen in den Sinn kommt, macht den Inhalt des Romans aus. „Ich kann die ganze Gemeinde unsicher machen“, sagt sich Johnny, und das trifft auch zu; nicht verraten werden darf hier, was Gunilla Mork, Sverre Skarning, Astrid und Helge Landmark, Evelyn und Francis Mold, Else Meiner und schliesslich Theo Bosch an Grausamkeiten zu ertragen haben. Grausamkeiten, die Leben zerstören und bewirken, dass die Menschen „kurz vor der Detonation“ stehen. Und dennoch gelingt es Karin Fossum, dieser grossartigen Menschenkennerin und –gestalterin, beim Leser sowohl Verständnis für die Opfer wie für den Täter zu wecken. Ebenfalls nicht verraten werden darf, welch grauenhaft Eskalation die Untaten im Roman erfahren und welche überraschenden Wendungen der Schluss enthält. Karin Fossum schafft es, den Kriminalfall aufzulösen, wie wir das bei einem Krimi erwarten dürfen, und gleichzeitig viele Fragen offen zu lassen. Sie gibt einerseits Einblick in das Innerste des Täters, wie sie das bereits bei „Der Mord an Harriet Krohn“ gemacht hat, und lässt anderseits Wichtiges in der Schwebe, wie das in „Stumme Schreie“ der Fall war. Karin Fossum erweist sich so als eine der innovativsten und kreativsten Autorinnen, welche dem alten Muster Krimi verblüffend neue Facetten abgewinnen kann. Ihre Romane bewegen sich nahe an der Realität entlang und auf Unwahrscheinlichkeiten und Übertreibungen verzichten, für welche ihre Kollegen Jo Nesbo und Arne Dahl bekannt sind. Die Kommissare Sejer und Skarre bleiben in diesem Roman eher im Hintergrund; eine wunderbare Stelle ist allerdings Sejer und seinem Enkel Matteus gewidmet, ein Glanzstück über Wahrheit, Lüge und Intuition. Wenn eine Kritik erlaubt ist, so ist es die an der Übersetzung des Titels „Varsleren“ in „Eine undankbare Frau“ – keine Ahnung, was sich da Übersetzer und Verlag gedacht haben. Ich gebe 99 von 100 Punkten.