Schadenersatz

Erschienen: Januar 1986

Bibliographische Angaben

  • New York: Dial Press, 1982, Titel: 'Indemnity Only', Seiten: 244, Originalsprache
  • München; Zürich: Piper, 1986, Seiten: 271, Übersetzt: Uta Münch
  • München: Goldmann, 2003, Seiten: 317, Übersetzt: Uta Münch
  • München: Bertelsmann, 2006, Seiten: 317, Übersetzt: Uta Münch
  • München: Piper, 2018, Seiten: 320, Übersetzt: Uta Münch

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Ein mysteriöser Klient, ein spurlos verschwundenes Mädchen und ein toter Student am Küchentisch - und hinter all dem ein gigantischer Versicherungsbetrug, dessen Drahtzieher ganz oben in den Chefetagen sitzen. Als Privatdetektivin Vic Warshawski ihre Nase in diese Angelegenheit steckt, muss sie feststellen, dass die hohen Herren nicht mit sich spaßen lassen...

Schadenersatz

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Letzte Kommentare:
06.02.2012 21:48:42
M.Reinsch

Zuerswt war es eigenartig einen Krimi zu lesen, in dem die die Hauptfigur eine weibliche Detektivin ist. Gerade wenn die Story mehr in den "Hard Boiled" - Bereich abdriftet. Geholfen hat mir die Erzählweise in erster Person und der angenehme Schreibstil. V.I.Warshawski kann es recht gut mit ihren mänlichen Gegenparts in Sachen Ermittlung, Kaltschnäuzigkeit und Draufgängertum aufnehmen. Trotzdem (und das hat mich fasziniert), bleibt da immer noch eien Menge Weiblichkeit. Manchmal ist es fast schon verwirrend, wenn Sie im selben Atemzug über Verbrechen, Waffen oder Ähnliches Spricht um dann in Modefloskeln ab zu tauchen (für männliche Leser, völlig neue Terrains!). Der Fall an Sich, rollt sich nur sehr langsam auf und durch einen recht großen Personenkreis herrscht auch leichte Konfusion. Aber je weiter man liest, desto mehr zeigen sich die kleinen Details an die Fr.Paretzky gedacht hat und in der Art, wie Sie Diese dem Leser offenbart, wird man stärker in die Story eingebunden. Etwas traurig stimmt mich, dass Vickis Gegner aus der "Männerwelt" alle etwas sehr verweichlicht sind und somit fehlen eigendlich "echte" Gegner und der Showdown wirkt übertrieben.
Für ein Erstlingswerk aber trotzdem bemerkenswert und auch mehr als vorstellbar, das das amerikanische Versicherungswesen kaum mit dem Deutschen zu vergleichen ist!
85° Micha

24.12.2008 13:36:06
ABaum71

Wenn dieses Buch, wie von meinen Vorrednern beschrieben, das schwächste Buch der Serie ist, dann freue ich mich schon auf die nächsten Teile, die ich mir auf jeden Fall zulegen werde.
In diesem Buch klärt V.I. Warshawski einen Fall von Versicherungsbetrug auf der in die höchsten Kreise der Wirtschaft führt, und diese Leute scheinen nicht zu spassen. Was mit einem scheinbar harmlosen Auftrag zur Suche einer verschwundenen jungen Frau beginnt, steigert sich in einen Fall von höchster Brisanz in dem V.I. mehr als einmal um ihr Leben fürchten muss.
Natürlich finden hier viele Clichees Ihren Platz, das finde ich aber nicht so schlimm. Vielmehr hat mich die sympathische witzige Art V.I.´s begeistert, immer einen lockeren Spruch auf den Lippen und schlagkräftig dazu. Manch einer mag sagen , dass ich nicht sehr hohe Ansprüche an meinen Lesestoff stelle, das kann gut sein , aber dazu stehe ich auch.
Mir hat dieser erste Teil gut gefallen, nicht überragend, aber doch gut und angenehm einfach zu lesen.

04.08.2008 12:31:59
detno

Vom Sessel gehauen hat mich SCHADENERSATZ (ohne "s" in der Mitte) nicht. Die Heldin ist ja recht flott, aber das kann die Story nicht befügeln.
Die Handlung ist sehr durchsichtig und zieht sich wie Kaugummi in die Länge. Spannung kann da nicht aufkommen.

Aus der STERN-Reihe ist dieser Band 9 einer der schwächsten Romane.

21.06.2008 14:42:33
Bio-Fan

Das erste Buch einer Reihe dient in der Regel dazu, den Schauplatz des Geschehens und die Protagonisten vorzustellen. In "Schadenersatz" konzentriert sich das Geschehen um die Privatdetektivin V.I. Warshawski, die in Chicago tätig ist. Nicht nur wegen des Verständnisses ist es von Vorteil, mit Band 1 zu beginnen, sondern auch, weil die Erwartungshaltung nicht so hoch ist als wenn man schon spätere (bessere) Folgen gelesen hat.
Hier-in diesem Falle muss man auch noch berücksichtigen, daß Paretsky das Buch Anfang der 80er Jahre geschrieben hat. Was heißt -gemessen am heutigen Standard von Thematik und Tempo- geht es eher geruhsam und bieder zu.
Was mich fasziniert hat, war zum einen die Gesamtatmosphäre und dann die Figur der V.I.W. Schlagkräftig und wortgewandt löst sie ihren ersten Fall. Eine Heldin, sympathisch und unprätenziös, macht Lust auf weitere Folgen.
Den Daumen hoch! 80 Grad

28.09.2007 13:33:10
Chris.

Kurz zusammengefasst: starke Protagonistin, schwaches Buch. Es fehlt an Spannung, Echtheit, Originalität. Erinnert an Sue Grafton mit ihrer Kinsey M., nur in den 1990ern und nicht ganz so gelungen.
Wertung: 60°

07.06.2006 10:10:41
Mile

Das Buch ist eigentlich nur eine Aneinanderreihung von Cliches.
Auch wenn man Bücher nicht mit Filmen vergleichen sollten, hatte ich von der ersten Seite an das Gefühl, dass hier einfach ein schlechter "B-Movie"-Kriminalfilm nacherzählt wurde.

Und ich finde auch, dass es das schlechteste Buch in der Sternreihe ist.

03.03.2006 19:21:34
pitty

Mit Abstand das schwächste Buch der Reihe. Es liest sich nur stockend, alles wirkt hölzern und gestückelt. Inwieweit dies auf die übersetzung zurückzuführen ist, vermag ich nicht zu beurteilen. Doch ist die story selbst ebenfalls nicht sorgfältig durchdacht.

28.11.2004 12:09:06
Robert Minder

Ich habe mir die deutsche Übersetzung (Goldmann, Taschenbuchausgabe 2003) zu Gemüte geführt und ich muss sagen, dass ich schwer enttäuscht bin. Auf der Buchrückseite schlägt die Frankfurter Rundschau die Werbetrommel und kommt dabei zum für mich absolut schleierhaften Urteil: „Ein vielschichtig konzipierter Roman, in dem alles stimmt: Timing, Tempo, Plot, Dialoge und Charaktere.“ Der Plot ist nicht schlecht, da kann ich mich einverstanden erklären. Der Rest ist schlicht und einfach Lobhudelei. Die Charaktere sind flach und unglaubwürdig. Sowohl Dialoge als auch Timing und Tempo liegen immer einen bis zwei Ticks neben dem gerade noch erträglichen.

Mein Urteil: Die Autorin ist in diesem frühen Krimi offensichtlich noch nicht auf der Höhe ihres Fachs. Auf jeden Fall hat mich V.I.Warshawski in ihren späteren Fällen um einiges mehr überzeugt.

Möglicherweise liegt das Problem aber auch bei der Übersetzerin Uta Münch. Man müsste mal das Original „Indemnity Only“ gegenlesen, aber damit werde ich meine Zeit nicht auch noch vertrödeln, das ist mir schlicht zu blöd.

Daran, dass deutsche Übersetzer/Innen von Waffen keine, aber auch nicht die geringste Ahnung haben, hat man sich ja langsam gewöhnt. Dass aber „Holster“ mit tödlicher Präzision und unbeirrt, trotz aller Hinweise, immer noch und immer wieder mit „Halfter“ übersetzt wird, geht mir fürchterlich auf den Geist. Die Leute sollten sich besser an Pferdezeitschriften halten.