Der Feind im Schatten

Erschienen: Januar 2010

Bibliographische Angaben

  • Stockholm: Leopard, 2009, Titel: 'Den orolige mannen', Originalsprache
  • München: Der Hörverlag, 2010, Seiten: 7, Übersetzt: Axel Milberg, Bemerkung: gekürzt
  • München: dtv, 2011, Seiten: 624

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Hakan von Enke, ehemaliger U-Boot-Kommandant und zukünftiger Schwiegervater von Wallanders Tochter Linda, gewährt dem Kommissar brisante Einblicke in eine politische Affäre: Fremde U-Boote drangen in den achtziger Jahren mehrfach in schwedische Hoheitsgewässer ein, wurden aber nie identifiziert. Von Enke hat dazu jahrelang recherchiert und glaubt sich einer Lösung nahe. Doch dann verschwindet er spurlos, und als kurz darauf auch noch Enkes Ehefrau als vermisst gilt, steckt Wallander bereits mitten in den Ermittlungen...

Der Feind im Schatten

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Letzte Kommentare:
19.05.2018 09:49:01
Jürgen

Auch dem wohlwollendsten Leser fällt es nicht leicht, sich mit der Hauptfigur zu identifizieren. Wallander ist ignorant, ungebildet, desinteressiert, kann nicht mit Kindern umgehen und trieft vor Selbstmitleid. Aber das Buch ist spannend und unterhaltsam geschrieben und erhöht mit immer neuen Wendungen den Thrill. Außerdem sind einige Nebenfiguren wie zum Beispiel die greise Kellnerin geradezu rührend. Fazit: die Hauptperson ist ein grässlicher egozentrischer Unsympath, das schmälert aber nicht die Qualität des Romans - ein Thriller, dem man (enimal angefangen) nicht mehr aus der Hand legen mag.

14.09.2014 10:46:41
Ireen Spycher

Wie immer ist Mankells Schreibstil ohne Fehl und Tadel. Das Buch spannend und auch ohne Leichen dazu da, nicht aufzuhören, wenn man mal angefangen hat. eigentlich war mir Wallander nie sehr sympathisch - obwohl ich ob seiner scharfsinnigen Ermittlungsarbeit den Hut ziehen muss - aber in diesem Buch finde ich den "alternden" Ermittlern doch schon fast jenseits von Gut und Böse! Seine Hundehaltung schreit geradezu nach dem Tierschutz und wenn es in Schweden gang und gäbe ist, einen Hund so zu halten - dann gut Nacht! Er selber hat mir die Freude am Buch ziemlich vergällt. Diese miesepetrige Art, dieses übersteigerte Selbstmitleid, diesen unfreundlichen Charakter - da hat Mankell ein ganz unschönes Alter gezeichnet! Deshalb auch nur eine 40

24.06.2014 23:08:41
David

Ich kenne Wallander nur unvollständig und bin mehr aus Zufall in dieses hier hineingeschlittert, ohne gar zu wissen, dass ich an dessen Ende angelangt bin.
Und ich bin sehr bewegt und berührt von Mankells Art zu schreiben. So sehr, dass ich hier sogar diesen Kommentar schreibe.
Die Krimigeschichte ist gut, aber das wirkliche Thema ist ein weitaus philosophischeres und wichtigeres, das ich nie und nimmer in dieser Tiefe in einer Krimi Reihe erwartet hätte.
Die Art, in der die Menschen hier ins Leben herein und heraustreten gibt viel zu denken und hält einen großen Schatz für den Leser bereit.
Als Vermächtnis, sowohl Wallanders, wie vielleicht auch Mankells selbst, ist dieses Buch unglaublich bereichernd.
Ich habe wie ein Schlosshund geweint und wusste kaum, ob nun aus Trauer, oder Freude.

Danke, Henning Mankell.

28.04.2014 14:00:41
shdr

Dieser Mankell ist nicht aus einem Guss.
Eine umständlich langsam sich hinziehende Geschichte, die dem Autor die Möglichkeit gab alte Ideen und Gedankenschnipsel als eine Art Resterampe zu verwerten ?
Das letzte Drittel des Romans ist schon
einigermaßen spannend , aber die ständigen
Einwürfe über Alterserscheinungen machen
das alles nicht so angenehm zu lesen.
Nur eingeschränkt zu empfehlen, 40°.

10.03.2014 17:12:26
Brigitte Schmelzer

Brigitte zu Henning Mankell: Der Feind im Schatten
Das eigentliche Thema dieses letzten Wallander, Spionage nach allen Regeln der Kunst ist fantastisch. Es hat mich sehr berührt. Auch fand ich das Ende sehr gut und auch konsequent. Mankell führt den Leser zum Schluss ja genau dort hin.Was mich an diesem Buch "tierisch" genervt hat, ist sein Problem mit dem Alter. Ich bin 68 Jahre und fühle mich geistig wie körperlich fit. Es nutzt ja auch nichts, die Trauer, dass man den letzten Lebensabschnitt begonnen hat kann mit dieser Darstellung und dieser Anschauung nur in die Demenz führen. Er wartet ja geradezu darauf, endlich alt zu sein. Dieses Buch werde ich meinen Kindern, 42 und 45 Jahre genau aus diesem Grund nicht empfehlen. Schade! Herrn Mankell wünsche ich alles Gute, der ja nun leider wirklich sehr krank geworden ist.

03.11.2013 10:19:40
Karin

Habe so wie einige andere dieses Buch sehr genossen. Eines stimmt für mich, man kann es nicht überfliegen, es will gelesen werden. Bei vielen negativen Kritiken habe ich aber zwei mögliche Erklärungen für die Ablehnung: wir alle dachten, dass Spionage maximal den muslimischen Raum betrifft - doch nicht uns, das haben wir doch schon seit 1989 hinter uns. Und noch etwas ist mir aufgefallen: viele der hoch gehypten Krimis sind geradezu bluttriefend, die Morde ungewöhnlich grausam und abstossend. Die Wirklichkeit ist viel weniger dramatisch aber vielleicht gerade deswegen viel grausamer. Und Mankell schreibt über diese ganz normale Welt.

03.09.2013 23:16:34
psychologische struktur

Mankell hatte schon besser Ideen. Ich liebe Mankell wirklich, aber dieses Buch ist leider ziemlich langweilig, ich habe viele Seiten doppelt gelesen, weil es so uninteressant war, daß ich nichts mitbekommen habe...leider. Auch das Ende konnte keine Erleuchtung bringen. Schade. Aber Mankell hat sonst sehr gelungene Geschichten erfunden: Immerhin, man liebt Wallander und fühlt sich auch in diesem Buch sehr mit ihm verbunden.

27.01.2013 13:43:57
Thomas Schmitt

Habe das Buch geschenkt bekommen, war eine spitzen Idee. Habe noch nie, bis auf einige wenige Ausnahmen, einen so guten Mankell zu lesen bekommen. Ich kann dieses Buch nur weiterempfehlen. Aus meiner Sicht ist Mankell eine gute Möglichkeit des Abschieds aus der Wallander Saga gelungen. Eigentlich schade das es nun Enden muß.

04.12.2012 13:34:54
Frank Albrecht

Ein wirklich guter Wallander, habe das ganze Buch verschlungen !!! Habe letztens gesehen dass er jetzt verfilmt wurde und im Januar in Schweden im TV zu sehen sein wird ! Freue mich schon auf die deutsche Ausstrahlung, hoffentlich läßt sie nicht zu lange auf sich warten ! !
Wirklich sein letzter Fall ??? Ich hoffe nicht, könnte mir gut vorstellen dass er als Pensionär noch mal in einen Fall reinschlittert !!

25.09.2012 13:09:24
EllyB

Heyo,

ich habe gerade die 100. Seite passiert. Bis hierhin habe ich alles "verschlungen"! Die anderen Wallander-Geschichten habe ich zügiger gelesen, aber das lag nur und einzig und allein daran, dass ich jetzt ein kleines Kind habe...
Ich bin schon jetzt hineingezogen und kann das Buch kaum aus der Hand legen. Liegt wohl auch daran, dass ich selbst ein U-Boot-Freak bin. Kommt dann noch ein (eventueller?) Landesverrat hinzu, bin ich absorbiert.
Gerade die Tatsache, dass hier zwar alles ein wenig langsamer läuft, finde ich sehr angenehm. Kommt wirklicher Polizeiarbeit nahe. Außerdem gab es das in all den anderen Wallander-Büchern auch! Dieses Buch ist mithin ein echter Wallander-Krimi, so, wie ich sie alle kannte!
Ich sitze mittlerweile an meiner Arbeit und meine Gedanken möchten immer wieder abschweifen. Zu Haakan von Enkes Arbeitszimmer. Was hat sich verändert? Wieso ist die eine Schublade voller Unordnung???
Wallander-Geschichten leben von diesem Innehalten, sich umsehen und nachdenken, was den Menschen ausmacht, der hier lebt und arbeitet. Was könnte anders sein, was passt nicht ins Bild?
Einmalig. Nur schade, dass dies das letzte Buch über Wallander sein wird... aber ein verdienter Unruhestand ist für ihn vielleicht auch nicht zu verachten. Mit seinem Hund Jussi in seinem Haus da draußen in Schonen.
Tolles Werk, 1 a!

Elly

06.08.2012 15:16:12
manni

Spannender und tieftrauriger Abschied von Kurt Wallander. Ich bin im selben Alter wie die Romanfigur und habe alle Folgen gelesen. Auf den letzten Seiten mußte ich schon schwer schlucken, aber ein Tränchen habe ich schon vergossen. Wie habe ich diese Romanfigur und seine Geschichten in all denJ ahren genossen und verschlungen.
Jetzt ist Ende und gut ist. Eine absolut glaubwürdige Abschiedsvorstellung von Mankell für Wallander. 80°!

24.04.2012 18:25:26
Manoman

Es ist erstaunlich, wie Mankell ein Berufsleben beschreibt, wie er einfdühlsam mit den Gefühlen dieses grntigen, aber doch liebenswerten Polizisten umgeht. Ich bin im ähnlichen Alter und finde mich manchmal angesprochen. Die ruhige Ermittlungsarbeit, manchmal chaotisch anmutend überrascht mich als Leser, mir ist nicht langweilig beim Lesen.

21.04.2012 00:13:28
hapesu

Es tut mir leid, aber ich kann die negativen Kritiken über diesen letzten "Wallander" in keiner Weise nachvollziehen. Ich habe natürlich alle anderen Bücher aus der Wallander - Reihe auch gelesen und kann daher verstehen, dass der/die eine oder andere Leser/in die "ÄKtschen" der Vorgängerromane vermißt. Aber deswegen ist dieses Buch doch keineswegs ohne Spannung! Es ist in meinen Augen eine gelungene, einfühlsame Rückblende auf ein langes Berufsleben, die manchem etwas langatmig oder düster vorkommen mag - möglicherweise muss man dafür erst selber ein gewisses Alter erreicht haben, um dies zu verstehen und zu schätzen.

Wenn ich den Enttäuschten einen Rat geben darf: werft dieses Buch nicht in die Mülltonne, sondern legt es etwas weiter hinten in Euer Bücherregal und lest es in ein paar Jahren noch einmal aufmerksam und ohne Vorbehalte. Wer dann immer noch nicht mehr begriffen hat, als dass Wallander einen Hund hat, sollte vielleicht in Zukunft besser auf Romanheftchen im Stil von Jerry Cotton zurückgreifen.

17.04.2012 08:36:08
Jocool53

Nach der letzten Seite des Buches entstand ein großes Loch. Das ist mir noch nie passiert. Aber es waren Jahre mit Wallander und seinem Leben, als Buch und auch als Film. Um dieses Buch zu verstehen sollte man die Bücher vorher gelesen haben.
Aber ich habe eine Hoffnung, vielleicht macht Mankell mit Linda weiter, warum nicht!

07.04.2012 22:30:13
Michael

Ich kann mich Gila - und noch einigen Anderen hier - nur anschließen ("zu keiner Zeit spannend und am Ende musste ich feststellen, dass selbst das 'überraschenden' Ende mir vollkommen gleichgültig war"), ich habe "Der Feind im Schatten" nur der Vollständigkeit halber zu Ende gelesen ... unmotiviert, hölzern und alterstrüb.

25.03.2012 23:42:33
Gila

In Anbetracht einiger Kritiken die ich im Vorfeld zu diesem Buch gelesen habe, zögerte ich sehr mit dem Buch zu beginnen. (Da ich aber auch alle anderen Wallander-Krimis gelesen habe, konnte ich den letzten Band nun doch nicht auslassen.) Ich befürchtete das mich die Story zu sehr enttäuschen würde.
Dies Befürchtung hat sich jedoch in jeder Hinsicht bestätigt. ...langatmig, zu keiner Zeit spannend und am Ende musste ich feststellen, dass selbst das "überraschenden" Ende mir vollkommen gleichgültig war. Alles, was in Erinnerung bleibt ist, dass Wallander mal gut und mal schlecht geschlafen hat, einen Hund hat und alt wird... Leider die pure Zeitverschwendung!!

19.03.2012 18:35:08
Krimi_Mimi_91

In Anbetracht einiger Kritiken die ich im Vorfeld zu diesem Buch gelesen habe, zögerte ich sehr mit dem Buch zu beginnen. (Da ich aber auch alle anderen Wallander-Krimis gelesen habe, konnte ich den letzten Band nun doch nicht auslassen.) Ich befürchtete das mich die Story zu sehr enttäuschen würde.
Dies Befürchtung hat sich jedoch in keinerlei Hinsicht bestätigt.
Ich bin im Grunde genauso begeistert von "Der Feind im Schatten" wie von allen anderen Wallander-Büchern auch. Obwohl ich zugeben muss, dass die Gedanken von Kurt Wallander sich sehr um das älter werden drehen.
Alles in allem aber ein gewohnt runder Kriminalroman von Henning Mankell, der sich "in einem Rutsch" lesen lässt!

10.03.2012 11:25:04
Frank Buschmann

Ein echtes "Alterswerk" - leider nicht im guten Sinne, finde ich. Melancholisch, schwerfällig und fast überhaupt nicht spannend. In "Die Brandmauer" hatte sich sowas schon angedeutet: Wallander erscheint als ein uralter 60-jähriger zwischen Depression und Diabetes, der in Selbstmitleid versinkt, nur noch an Krankheit, Tod und die Vergangenheit denkt und fast nebenbei einen schwierigen Spionagefall bearbeitet, sozusagen als Polizist auf Dauerurlaub. Nicht sehr glaubwürdig. Mankell wollte offensichtlich noch mal einige Stationen aus Wallanders Geschichte Revue passieren lassen, bevor er ihn in die Alzheimerdämmerung entlässt, aber all das wirkt auf mich unangenehm pathetisch und egozentrisch. Der mit Abstand schwächste Wallander-Roman und nach all den großartigen Vorgängern kein "würdiger" Abschluss. Sehr schade.

26.02.2012 12:57:39
mas13

Ein großer Abschied! Es sind vor allem die Rückblenden, die Erinnerungen von Wallander, die mich gefesselt haben. Das langsame Abschiednehmen! Das Buch ist tatsächlich "anders", aber dadurch in einem besonderen Masse auf den Protagonisten bezogen. Mankell lässt sich, dem Leser Zeit, sich and en Gedanken zu gewöhnen, dass es nach dem "Feind im Schatten" nicht mehr so sein wird, wie es mit Kurt Wallander gewesen ist.
Selbstverständlich auch wieder eine starke Story.

26.02.2012 12:44:54
DianeW

ein langsamer Abschied von Kurt Wallander, irgendwo ein typischer ... eigensinnig, eigenbrötlerisch wie immer ermittelt Wallender in einem persönlichen Fall. Die Geschichte ist nicht unspannend hat aber auch seine Längen. Besonders die Erzählungen über die ganzen U-Boote sind - für mich - sehr anstrengend zu lesen gewesen. Ein Wallander Fan sollte das Buch unbedingt lesen, das Ende hat mir gut gefallen, weil auch das zum Typ Wallender passt, leise und in seiner eigenen Welt. Wer kein Fan ist, kann es auch auslassen. Wie einer meiner Vor"schreiber" hoffe auch ich auf eine Fortsetzung durch Linda.

14.01.2012 10:41:16
Pati

Die spannung ist nicht wirklich da. Wallander als Einzelgänger unterwegs da es eine Persöhnliche sache ist, schade. Mir fehlte das Taem da sie auch schon ihren festen Platz hatten bisher.
Der Politische Hindergrund war vorhanden aber es fehlte die leidenschaft von Mankel.
Wallanders Geschichte geht schleichend und weiterhin unbefriedigt düster zu ende.

20.10.2011 22:42:55
Reinhart Hönsch

Das Buch ist ein trauriges Buch. Es beschreibt nicht den Wallander, den wir kennen. Das ganze Umfeld ist negativ. Wallander ermittelt alleine, er ist im Urlaub. Keine der Personen aus den vorherigen Fällen ist beteiligt. Seine Tochter Linda hat ein Kind und arbeitet nicht. Nyberg taucht einmal auf, um sich für immer in die nordischen Wälder Schwedens zu verabschieden. Ebba aus der Rezeption ist pensioniert und lebt in Malmö. Mattison ist der einzige, der noch dabei ist, aber nicht an dem Fall teilnimmt, gegen Ende des Buches heisst es, dass auch er sich aus dem Polizeidienst zurückzieht. Stephan ist überhaupt nicht mehr erwähnt. - Dagegen erinnert sich Wallander an fast alle seine alten Fälle, er besucht Orte, die in der Vergangenheit von Bedeutung waren. Seine Ex-Frau taucht wieder auf als Alkoholikerin. Sein zweite Liebe aus Riga besucht ihn, um sich zu verabschieden, sie hat Krebs. Auf der Rückfahrt stirbt sie bei einem Autounfall. - Und schon während des Handlungsablaufes erfahren wir, dass Wallander Gedächnislücken hat, die sich häufen und verschlimmern. Am Ende.Wie gesagt, ein trauriges Buch, es fehlt die Spannung der vorigen Fälle, H. Mankell philosophiert und kommentiert poilitische Situationen in Schweden, wie er das sonst nicht gezeigt hat. Hier folgt er einem Schema der 12 Romane um Kommissar Beck, wo die Autoren Maj Sjöwall und Per Wahlöö in den letzten 2 Büchern mehr Sozial- und Gesellschaftskritik anbringen als in den vorherigen Erzählungen. - Eine Hoffnung bleibt: Auf den letzten Seiten lässt Mankell Linda sagen, dass sie wieder arbeiten will, da sie als Mutter ungeduldig wird. Vielleicht gibt es einen neuen Roman um Linda im alten spannenden Stil wie um ihren Vater?

17.06.2011 20:26:18
silke

Ein echter spannender Henning Mankel bzw Wallander! Ja, Wallander wird alt und noch nachdenklicher. Es wird wie gewohnt vielschichtig und politisch. Durch dieses Buch wird die Geschichte um Wallander rund. Ich bin froh auch das letzte Buch mit "Kurt" gelesen zu haben. Gleichwohl ich auch ein wenig wehmütig bin. Ich hoffe es geht mit Lind weiter...

24.05.2011 08:19:29
Marcus Sickel

...langatmig, zu keiner Zeit spannend und am Ende musste ich feststellen, dass selbst das "überraschenden" Ende mir vollkommen gleichgültig war. Alles, was in Erinnerung bleibt ist, dass Wallander mal gut und mal schlecht geschlafen hat, einen Hund hat und alt wird... Leider die pure Zeitverschwendung!!

03.05.2011 14:34:57
Petra

Was kann ich über dieses letzte Buch der Wallander-Reihe sagen?Gewohnt flüssige Schreibweise, die natürlich auch eine gewisse Spannung aufkommen lässt. Die - auch am Schluss - offenen Handlungsfäden sind schlüssig und zu verkraften, allerdings für mich persönlich etwas unbefriedigend.Wallander ist ins Alter gekommen u. eine Krankheit klopft an seine Tür. Sein melancholischer Lebensrückblick ist das herausragende und sympathische an diesem Buch!Als moralische Botschaft scheint mir dieses Buch mit erhobenem Zeigefinger sagen zu wollen: interessiere Dich mehr für Politik!!!Diese Botschaft kommt jedoch nicht wirklich an, denn auch Mankell schildert realistisch, dass schlimme Machenschaften in jeglichem Lager anzutreffen sind. Also, warum soll ich mühsam nach dem geringeren Übel suchen???

17.01.2011 13:48:52
Karin von Dellemann

Dieses letzte Wallander-Buch ist wirklich ein Abschluß, anders hätte man diese Lebensgeschichte kaum enden lassen können.
Ein bißchen holprig kommt der Krimi oder der Polit-Thriller daher, was letztendlich aber auch auf das Ende verweist, eigentlich ist dies Buch wie ein Schwanengesang aufgebaut. Dass deshalb manches offenbleibt, ist angesichts des Endes auch wiederum nicht verwunderlich. So wie diese Krankheit Löcher im Kopf aufweist, so habe ich die Löcher im Buch geschluckt.
Auf alle Fälle hat Mankell mir schöne Weihnachtsferien beschert, vielen Dank.

30.09.2010 20:46:03
Kasia

Die letzte Seite ist gelesen, das Buch ist zu und es bleibt nur Trauer, dass dies der letzte Auftritt für Kurt Wallander war.
Aus menschlicher Sicht hätte ich gerne mehr von ihm gelesen, ihn noch begleitet, wenn er seine letzten vielleicht 10 Jahre lebt, seine Enkeltochter aufwachsen sieht, Linda bei ihren Ermittlungen berät. Aber nun ist alles aus und vorbei und ich freue mich, dass man Bücher und auch Reihen immer wieder lesen kann, weil das Buch ein tolles Medium ist!
Und dieses Buch hier ist auch toll!
Manchmal fällt es mir doch schon ziemlich schwer gewisse Inhalte nachzuvollziehen. Das hatte ich bei diesem Buch teilweise auch. Vor allem, als es um die U-Boot-Geschichten ging, die sehr detailiert und sehr fachlich waren und die politische und historische Seite der Geschichte, auch wenn sie für mich sehr interessant war.
Was die Kriminalgeschichte an sich anbetrifft so muss ich sagen, dass ich sie sehr spannend und dramatisch fand, da es sich in diesem Falle um Lindas zukünftige Schwiegereltern handelt.
Ob die Geschichte total logisch und ausgeklügelt ist kann ich nicht sagen, denn ich fand alles daran interessant und konnte das Buch kaum aus der Hand legen.
Für mich als Leser und Kenner aller Wallander-Romane war es eine tolle Reise mit Kurt. Alle wichtigen Personen, die Wallanders Wege je gekreuzt haben, alle Fälle, die ihm (und uns) besonders nah gegangen sind, wurden hier in diesem Buch erwähnt.
Alles, was wichtig war, hat hier in dieser Erzählung seinen Abschluss gefunden.
Auch wir als Leser hatten Zeit - nicht nur Kurt Wallander - uns von den Figuren zu verabschieden. Es bleiben, zumindest aus meiner Sicht, keine Fragen offen.
Wir wissen, wie es weitergeht mit den Menschen, die uns über viele Jahre ans Herz gewachsen sind.
Ich bin ganz melancholisch und denke, dass dies auch noch ein wenig anhalten wird.
Ich hoffe auf mehr von Mankell. Vielleicht wieder auf so einen tollen Ermittler wie Kurt Wallander, der so viele Eigenheiten und so viel Persönlichkeit mitbringt und uns prächtig unterhält ...
Es war und ist eine tolle Reihe. Gibt Kurt Wallander trotz teilweise ziemlich schlechter Bewertungen (nicht nur, was dieses Buch anbetrifft, sondern auch bei den anderen Büchern) eine Chance.
Es lohnt sich wirklich!!!

19.08.2010 08:06:33
Chr. Brauns

Eines vorab: Dieses Buch macht nur Sinn wenn man die meisten andern Wallander Romae gelesen hat! Ohne grundlegende Vorkenntnisse von den Personen und Orten macht das Buch in weiten Teilen keinen Sinn.Lange hat mich kein Buch mehr so gefesselt wie dieser Wallander! Es ist eigendlich kein Krimi sondern ein Buch das Adieu sagt! Der Krimi mit der Spionagegeschichte ist nur der Rahmen in der sich das Drama Kurt Wallander zu seinem erschreckenden Ende hin zubewegt.
Es ist düster, erschreckend und noch schwerer als die andern Wallanderrome die man kennt. Das Ende ist ab der Hälfte des Romanes mehr und mehr sichtbar und je weiter man vorblättert um so mehr fürchtet man die letzte Seiten. Das Buch ist eigendlich eine Reise vom Beginn der Wallander Romane bis zum Schlusspunkt. Es werden fast alle Romane der Vergangenheit angeschnitten: Hunde von Riga, Mittsommermord oder die weisse Löwin werden angespochen, tauchen als Orte oder gar Personen wieder auf. Man merkt schnell, dass dieses der definitive Abschluss der Wallander-Reihe ist. Ein schwermütiger Rückblick mit einer Aussicht die nicht schön ist.Der eigendlich Plot ist bestenfalls Durchschnitt, teilweise blödsinnig und wirr. Aber das stört nicht, da dieser Roman kein Krimi sein will sondern einfach nur ein ulimatives Ende der Romanfigur Kurt Wallander.Für Fans und Kenner vo Kurt Wallander ein absolutes MUSS - Für Neu- oder Quereinsteiger eigendlich unlesbar und, sofern man die andern Romane auch lesen will, unbauchbar!10 von 10 PunktenAdieu Kurt, adieu Ystad

18.08.2010 13:43:34
Tami

Der Krimi ansich ist eher mau, wenig Spannung, viele offene Fragen und ein krasses Ende. Jedoch der Abschied von Kurt Wallander: große schriftstellerische Klasse! Für jeden Wallander Fan ein absolutes Muss! Auf keinen Fall als Einstieg zu empfehlen. Schade, dass die Reihe zu Ende ist. Kurt wird mir fehlen!

05.07.2010 23:13:01
Carsten Bauer

Ich musste heute tatsächlich eine große Runde gehen, um mich von dem Ende Kurt Wallanders zu erholen. Wie unfassbar traurig ich war und muss mich meinen Vorschreibern anschließen: es ist, als wäre ein guter Freund gegangen.
Ich fand den Roman einfach grossartig, als Abschluss der ganzen anderen Romane ein würdiger Roman.
Schade, diese Figur zu verlieren.
Vielleicht sieht man sie noch mal in Lindas Erzählungen wieder.
Ach, wie er sich doch immer auf Klara gefreut hat...ich glaub, ich geh noch mal eine Runde spazieren...

02.07.2010 09:42:13
lieschen1

Klasse !
Da ich alle Wallander-Bücher mit großer Begeisterung gelesen habe, habe ich mich sehr auf dieses Buch gefreut.
Wie man es von Mankell kennt:
fesselnd geschrieben!
Gut finde ich, das viel über Kurt und Linda geschrieben wurde und daß Mona und Baiba wieder auftauchen.
Auch die Rückblicke auf frühere Fälle!
Das Ende hat mich schon sehr traurig gemacht. Es ist wirklich so, als wenn man einen Freund verliert.
Von mir gibt es 93 °.

25.06.2010 07:42:56
marianne

Ach, auch eine laue Handlung kann mich nicht abschrecken! Das Buch gibt von Anfang an eine Ahnung, daß Wallander
zu Ende geht. Die Stimmung ist so von
Abschied geprägt, man ahnt eigentlich, daß Wallander sich von sich verabschiedet. Ein trauriges Buch.
Aber trotzdem finde ich dieses Ende genau passend für Wallander. Anders
könnte die Vita nicht enden.
Ich finde es genial. Kompliment für diesen
Abgang, Herr Mankell

23.06.2010 13:28:44
drunterhose

Wo bleibt die Kritik?
-> Zur Wertung:
Als Krimi im eigentlichen Sinne: 6,5/10
(Plot kommt schwer in Fahrt, teils unglaubwürdig, aufgesetztes und für mich unbefriedigendes Ende)
Als Wallander-Roman: 9,5/10
(Wallanders Abschied, sehr viele Erinnerungen, schöne Darstellung des Charakters -> es werden Erinnerungen wach)
Insgesamt macht das: 8/10

15.06.2010 11:25:05
Alex

Kann mich zum großen Teil der Meinung von Christian anschließen: Für diejenigen, die alle Vorgänger-Romane gelesen haben, ist das Buch ein Muss, weil es etliche Bezüge zu früheren Fällen gibt. Überraschenderweise tauchen beinahe verschollen geglaubte Menschen wie Mona und Baiba wieder auf, dagegen fehlt jede Bemerkung über den Verbleib von wichtigen Nebencharakteren wie Ann-Britt Höglund, Ove Hansson, Lisa Holgersson oder Stefan Lindman. Vielleicht wir deren Verschwinden ja nochmal in einem weiteren Buch was dann zwischen Nummer 10 und Nummer 11 spielt geklärt, zumindest hoffe ich das.

Was die Krimihandlung angeht, die ist diesmal durchaus etwas lau. Vielleicht liegt es daran, dass Wallander diesmal kaum ein Berater zur Seite steht, da er den Fall ja unbedingt in seinem Urlaub lösen muss (auch eine ziemlich traurige Beschäftigung, früher ist er wenigstens nach Skagen gefahren). Ein kleiner Trost für die deutschen Fans: Wallander stattet Berlin einen Besuch ab, auch wenn er die meiste Zeit in einem Oranienburger Hotel und auf einem Schöneberger Balkon verbringt.
Für Wallander-Einsteiger auf jeden Fall nicht geeignet!

24.05.2010 08:46:07
Christian

Für Wallander-Fans ist das Buch ein Muss. Mankell versteht es mal wieder meisterhaft, persönliche Beziehungen darzustellen, die Charaktere lebendig zu machen. Dass dabei verschiedene Rückgriffe in die Wallander-Vergangenheit ein wesentliches Element ausmachen, ist für alle Nicht-Kenner wohl etwas lästig, alle Fans nehmen aber lebhaft an diesen Erinnerungen teil.
Als Krimi bzw. Thriller ist die Geschichte lange Zeit gut, der Spannungsaufbau ist hervorragend und fesselt den Leser an das Buch, das in der eigentlichen Thriller-Handlung durch die beschriebenen persönlichen Geschichten allerdings in die Länge gezogen wird.
Das durchaus überraschende Ende wirkt dann allerdings aufgesetzt und weder inhaltlich noch vor allem dramaturgisch schlüssig. Viele Fragezeichen der vorherigen Handlung werden mit einem Federstrich abgetan (immerhin größtenteils nicht stillschweigend...), plausible Erklärungen für das Verhalten der Täter/Opfer sind teilweise nicht erkennbar. Mankell hat offensichtlich persönliche Überzeugung deutlich über den Inhalt gestellt - bei aller erzählerischen Klasse schmälert das das zu 90% große Lesevergnügen am Ende erheblich.
Als erzählte Wallander-Geschichte bekommt das Buch 95°, als Krimi/Thriller jedoch bestenfalls 65°.

18.05.2010 12:33:22
Barbara Iller

Da ich alle Wallander-Bücher kenne war ich sehr gespannt auf dieses neue. Meine Erwartungen wurden mehr als übertroffen. Es ist grandios zu lesen und man kann einfach nicht aufhören. Ich hatte das Buch in 2 Tagen durch und habe alles andere liegengelassen um endlich zu erfahren wie sich das ganze auflöst. In der Mitte des Romans hatte ich schon einmal den Gedanken gefaßt, dass hier in eine falsche Richtung ermittelt wird. Es hat sich ja dann auch bestätigt. Leider bleiben ein paar Fragen offen. Wie kam der Stein zum Amerikaner, wer war in Wallanders Haus, wer war der mysteriöse Beobachter? Ich bin allerdings von dem Schluß mehr als geschockt!

11.05.2010 21:16:24
vargas

Mein erster Wallander und sicher auch mein letzter - das Buch zieht sich wie ein Strudelteig.
Mindestens die Hälfte des Buches handelt von Abstechern in die Vergangenheit bzw Treffen Wallanders mit irgendwelchen letztlich unbedeutenden Randfiguren, wirklich sehr mühsam.

Die Krimihandlung ansich beginnt gar nicht so schlecht, verliert sich aber irgendwann in der allgegenwertigen Melancholie, ewig gleichen Themen zwischen Wallander und seiner Tochter (sollen wir streiten - ja? nein?) und diversen belanglosen Gesprächen.
Am Ende wirkt die ganze Geschichte jedenfalls arg konstruiert und die Motive der handelnden Personen bleiben mehr oder weniger "im Schatten" (letzendlich also - ungewollt - sogar ein passender Buchtitel ;) ).

Überhaupt kommt mir vor, Mankell wollte viel zu viele Themen gleichzeitig aufgreifen (Kalter Krieg, Spionage, U-Boote, Doping in der DDR, diverse Krankheiten sowie körperliche und psychische Behinderungen usw.) und hat sich dabei ordentlich verrannt.

Fazit: für Wallander- Liebhaber vielleicht ein passender Abschluss der Serie, für Nicht-Kenner aber absolut nicht zu empfehlen!

04.05.2010 22:24:13
Gabriele

Henning Mankell hat wieder eine spannende Geschichte ersonnen, die mich von der ersten Seite an so fesselte, dass ich das Buch kaum aus der Hand legen mochte. Hausarbeit, Tageszeitung, alles musste warten, selbst beim Essen lag das Buch parat, und der letzte Bissen war kaum verzehrt, schon hatte ich das Buch wieder in der Hand. Genau so erging es mir mit den früheren Büchern von Henning Mankell.
Das Ende ist traurig und hoffnungslos und es ist mir ein wenig so, als wäre ein guter Freund von uns gegangen.