Wallanders erster Fall und andere Erzählungen

Erschienen: Januar 2002

Bibliographische Angaben

  • Stockholm: Ordfront, 1999, Titel: 'Pyramiden', Originalsprache
  • Wien: Zsolnay, 2002, Seiten: 477, Übersetzt: Wolfgang Butt
  • München: dtv, 2004, Seiten: 425
  • Hamburg: Hörbuch Hamburg, 2005, Seiten: 3, Übersetzt: Ulrich Pleitgen, Bemerkung: gekürzt
  • München: dtv, 2010, Seiten: 425
  • Hamburg: Hörbuch Hamburg, 2007, Seiten: 3, Übersetzt: Ulrich Pleitgen, Bemerkung: gekürzt

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Lars Schafft
Gut, dass jetzt Schluss ist!

Buch-Rezension von Lars Schafft Aug 2003

Acht Fälle musste Kurt Wallander bewältigen, kämpfte gegen Axt-schwingende Heranwachsende, brutalst-möglich mordende Frauen und hackende Turbo-Anti-Kapitalisten, bis ihn Autor Henning Mankell in den verdienten literarischen Ruhestand schicken wollte. Für alle, die wissen möchten, wie der schwedische Kommissar der wurde, der er nach all den aufgeklärten und nichtgelösten Verbechen ist, hat Mankell "Wallanders erster Fall und andere Erzählungen" geschrieben. Eine Sammlung von Kurzgeschichten, angefangen mit Wallanders wirklich erstem Fall im zarten Alter von 21 Jahren bis hin zum Einstieg in den ersten Wallander-Krimi Mörder ohne Gesicht gute zwangig Jahre später. Ein Rückblick auf das Davor, der Versuch einer Erklärung: Wallander Episode I - und wie bei Star Wars ist die kritische Frage angemessen, ob dieses Buch seine Berechtigung hat.

Nachdem ich den Kommissar aus Ystad von den dänischen Stränden bis in die baltischen Staaten gefolgt bin, mit ihm gelitten, mit ihm gefiebert und ihn manchmal auch verteufelt habe, darf ich jetzt den Werdegang des Kurt W. verfolgen.

Tölpelhaft und unbeirrbar

Ich darf ihn begleiten in seinem ersten Fall - noch als Streifenpolizist - und zusehen, wie er sich zwar töpelhaft aber unbeirrbar, der Erklärung seines ermordeten Nachbarn nähert, und sich so für den Dienst bei der Kripo empfiehlt, aber auch fast erstochen wird.

Ich darf ihn auch am Heiligabend auf eine Routine-Streife folgen, wo er von einem Schwarzafrikaner zusammengeschlagen und Zeuge dessen verzweifelten Selbstmordes wird. Ich stürze mich mit Wallander in die Abgründe der schwedischen Gesellschaft, in der jeder noch so anonym, unscheinbar und klein wirkende Bürger wenn nicht eine Leiche im Keller, dann zumindest dunkelste Flecken in seiner Vergangenheit aufweist.

Nebenbei zofft sich Wallander fortwährend mit Freundin Mona und seinem immer eigenartiger werden "Alten Herrn", macht Karriere, wird schwermütiger, heiratet, wird Vater, trennt sich von Mona und scheitert an einfachsten Aufgaben, wie seine Wäsche gewaschen zu bekommen. Er löst seinen Vater aus einem ägyptischen Gefängnis frei, nachdem dieser auf die Cheops-Pyramide geklettert ist. Und er klärt auf, dass Heroin und Garn gar nicht so weit voneinander entfernt liegen, wenn es um ökonomische Aspekte geht.

Mankell bleibt der Antwort auf zahlreiche Fragen schuldig

Dies schildert Mankell alles im Zeitraffer und bleibt der Antwort auf zahlreiche Fragen somit schuldig. Alles, wirklich alles, ist genau so wie im ersten Wallander-Krimi Mörder ohne Gesicht wie im letzten Die Brandmauer. Wallander macht zwar seine Erfahrungen, doch entwickelt er sich vom Charakter her nicht weiter. Es ist alles einfach so und war es auch schon immer.

Woher sein Hang zum Schwermut kommt? Warum trennte sich Mona wirklich von ihm? Wie begründen sich Wallanders Sympathien für seinen Kollegen und Lehrmeister Rydberg? Wieso werden gerade die einschneidenden Momente in Wallanders Leben nicht beschrieben? Seine Heirat? Nebenbei erwähnt. Die Geburt seiner Tochter? Ist irgendwann passiert. Die Scheidung? War schlimm, aber vorbei. Und gerade das Verhältnis zwischen Wallander und dessen Vater schildert Autor Mankell sogar widersprüchlich, aber ohne Erklärungsversuche.

Mankell schreibt, wie Wallander ist. Schwierige Dinge schiebt er auf die lange Bank - oder noch schlimmer - übergeht sie wegen ihrer Komplexität.

Das Buch bietet in dieser Hinsicht also nur Ansätze, gibt Fingerzeige, wo es einen klaren Blick schaffen sollte. Wer Mankell mag, wird mit "Wallanders erster Fall" krimi-technisch wie gewohnt bedient, obwohl manche Fälle doch arg bekannt vorkommen. Es fehlt oft der Aha-Moment, die Antwort auf die Frage nach dem "warum", zu trivial scheinen die Motive.

Ganz schlimm: Der Autor ist berechenbar geworden

All diese Punkte machen "Wallanders erster Fall" noch nicht zu einer schlechten Sammlung an Kurz-Krimis. Aber: Mankell ist hier etwas passiert, was man keinem Autor wünscht - er ist berechenbar geworden. Nach acht Wallander-Romanen überrascht einen im Grunde nichts mehr und gerade das symbolhafte an Mankells andauernden Wetterbeschreibungen, erzielt beileibe nicht mehr die gleiche Wirkung wie in den anderen Romanen des Schweden.

 

"Zehn Minuten nach fünf. Nieselregen. Böiger Wind aus Südwest."
- Wieder eine Leiche.
"Es nieselte. Das Thermometer zeigte vier Grad über Null. Noch war der Frühling in weiter Ferne."
- Wallander ermittelt.
"Es war windig und regnete. Die Straßenlaterne schwankte im Wind."
- Wallanders schlechte Laune hält an.

 

Es ist gut, dass jetzt Schluss ist mit Wallander. Dieses Buch war genau eins zuviel und verfehlt seine Intention nahezu komplett. Bleibt nur zu hoffen, dass es Mankell in seiner neuen Serie um Wallanders Tochter Linda gelingt, wieder Überraschungsmomente zu präsentieren und von eingetretenen Pfaden abzuweichen.

 

"´Das ist alles´, sagte er. ´Das ist alles was wir getan haben´. Dann drehte sich Wallander um und ging hinunter zum Strand. Nach kurzer Zeit hatte der Nebel ihn verschluckt."

 

Wallanders erster Fall und andere Erzählungen

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Letzte Kommentare:
23.04.2016 15:28:40
Riga

"Rena" beklagt die Fehler in den Romanen.
Herr Mankell hat einmal gesagt, dass er absichtlich Fehler einfügt um zu prüfen ob
der Leser genau liest. Könnten das womöglich diese Fehler sein?
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05.04.2016 12:56:17
Anke

Nachdem "Vor dem Frost" der absolute Reinfall war, bin ich nun wieder versöhnt.
Die Kurzgeschichten in diesem Buch sind absolut lesenswert, gut erzählt und werden jedem Wallander-Fan Freude bereiten. DAUMEN HOCH!
Sehr gut gefällt mir in dem Buch das Mengenverhältnis zwischen der "Privatperson Wallander" und dem "Polizist Wallander". Schon von Beginn an fiebert man als Leser mit und will dem guten Kurt beispielsweise einfach nur den Rat geben, die nervige Mona um Gottes Willen nicht zu heiraten...
Schade, dass mir jetzt nur noch als neues Buch "Mord im Herbst" bleibt.

28.03.2012 20:27:03
Rena

Mankell's Figur des Kurt Wallander liebt man oder hasst man, ebenso den Schreibstil. Ich selbst habe die Bücher gerne gelesen, allerdings nie in der richtigen Reihenfolge. Nun wollte ich das nachholen und dabei fielen mir die vielen Fehler auf, die sich zwischen "Mörder ohne Gesicht" und "Wallander's erster Fall" auftun.
"Mörder ohne Gesicht" galt als der Beginn der gesamten Reihe. Darin wird zum ersten Mal erwähnt, dass Wallander als junger Mann bei einem Messerangriff schwer verletzt wurde. In "Mörder ohne Gesicht" soll er 23 Jahre alt und auf Streife gewesen sein. In "Wallander's erster Fall" aber ist er 21, in zivil unterwegs und ermittelt auf eigene Faust. Auch war es keine Festnahme, sondern ein Angriff im Park.
In "Mörder ohne Gesicht" heißt es, Mona hätte sich vor drei Monaten von ihm getrennt, woraufhin er nach Dänemark floh und dort Weihnachten allein verbrachte. Die komplette Geschichte "Die Pyramide" aber handelt von dem Doppelmord an den alten Damen in Ystad; die Geschichte endet mit dem Telefonanruf in der Nacht um 8. Janaur 1990, der Beginn von "Mörder ohne Gesicht".
Ich lese Wallander sehr gerne und mag Mankell's Stil, aber solche groben Schnitzer in der Biographie finde ich katastrophal. Da grübelt man als Fan und berechnet die Jahresangaben, anstatt sich auf die eigentlich Geschichte einzulassen. Schade.

06.06.2011 20:35:45
Mariechenkäfer

mein letzter wallander, den ich gelesen habe. und zum glück hab ich ihn nicht als erstes gelesen. das buch war so langweilig und langatmig. die geschichten waren irgendwie zusammenhanglos. und die stimmungen und das melancholische von wallander ging mir einfach nur tierisch auf die nerven! man liest das buch und denkt, man bekommt von wallander in jungen jahren zu lesen, aber pustekuchen. es ist wie die anderen romane , nur langweiliger. das buch ist absolut nicht zu empfehlen.

08.01.2011 23:59:51
Conan08

Mein erstes Wallander-Buch, was ich gelesen hatte.

Der gemütliche, locker-flockige Schreibstil von Mankell und die eigentümliche Ermittlungsarbeit, des damals noch jungen Inspektoranwärter haben mich inspiriert. Mir haben alle Kurzgeschichten/Fälle richtig gefallen. Schade war nur immer, dass sie so "kurz" waren. Deshalb schwang in diesem Buch stets die Vorfreude mit, die Fälle werden länger und länger, die Ermittlungen komplexer.

Insgesamt eine gute Einführung und ein gutes Kennenlernen rund um die Person "Wallander".

Mir hat dieses Buch sogar deutlich besser gefallen als Wallanders erster richtig großer Fall "Mörder ohne Gesicht". Das lag wohl in erster Linie an der Erfahrung des Schriftsteller Mankells mit den Kriminalromanen und der Figur Wallanders.

Fazit: Ein Wallander-Fan war geboren. Die Bücher sind alle 10 Klassen besser als sämtliche Wallander-Verfilmungen im Fernsehen.

02.07.2010 20:09:56
Kasia

Für mich ist dieses Buch nicht das Letzte, sondern das Erste der Mankell-Reihe. Jetzt habe ich (in Hinblick auf "Der Feind im Schatten) die ganze Reihe von neuen angefangen und somit mit "Wallanders erster Fall".
Ich weiß gar nicht, ob ein Fan (der ich bin und zwar wahrscheinlich einer der Größten) hier mitbewerten darf.
Ich finde diesen Einstieg in Wallanders Welt und seine Ermittlungen sehr gelungen. Obwohl ich die Geschichten ja schon kenne und die Bücher alle (bis auf das Letzte) schon gelesen und die Geschichten auch mehrmals als Hörbuch gehört habe, versinke ich jedes Mal darin.
Die Wallander-Reihe ist eine der besten Reihen, die ich je gelesen habe und ich kann sie ohne Einschränkungen wirklich empfehlen.
Ich denke, da ich einige kenne, die Wallander überhaupt nicht mögen, weil er ja immer so sehr auf eigene Faust handelt, er so schwermütig ist und irgendwie komisch (O-Töne), dass man ihn lieben oder hassen muss. Irgendwie passt sonst nichts dazwischen.
Und ich - ich liebe diese Geschichten!
Jede einzelne Geschichte in diesem Roman beschreibt das Mensch- und Polizist-Werden von Kurt Wallander. Und ich finde, dass man wissen muss, wie alles kam und wie alles so wurde, wie es ist.
Wer Wallander mal kennenlernen möchte, kommt an diesem Band nicht vorbei.

23.11.2009 10:49:27
LEeon MArtens

was soll denn das heißen, der Name wird nicht \'englisch\' ausgesprochen? Warum sollte das jemand tun? Ich halte diesen Satz für überflüssig.

Warum wird hier ein Buch ausführlich zusammengefasst, ein anderes in einen eigenen Artikel ausgelagert? Sofern die Inhaltsangabe bestehen bleiben soll, sollte daraus auch ein eigener Artikel werden. --Wolfgang Pohl 01:47, 18. Okt 2004 (CEST)

Ist erledigt, danke. --Wolfgang Pohl 01:06, 2. Nov 2004 (CET)

Man spricht ihn übrigends auch nicht \'deutsch\' aus, sondern mit Betonung auf der ersten Silbe. --Sth 20:41, 10. Nov 2004 (CET)

Also ich sage, man betont den Nachnamen auf der zweiten Silbe. Es gibt eine ganze Reihe schwedischer Namen, die so gestrickt sind: Lindell, Lysell, usw. und die betont man immer auf der zweiten Silbe. So spricht auch mein Schwedischlehrer den Namen aus..., könnte man sich mal überlegen, ob man den Artikel nicht dahingehend modifiziert --Soo 14:28, 1. Mär 2006 (CET)

Ich revidiere meine Aussage. Habe meinen Schwedischlehrer nochmal gefragt. Hier sein Kommentar: "Betoningen är på FÖRSTA stavelsen - Mankell själv vill ha det på det sättet och har uttryckligen yttrat sig i den riktningen fastän alla andra namn på -ell (Winell, Junell, Markurell etc.) uttalas med betoningen på den sista stavelsen - och egentligen också Mankell men på det viset är han ju ännu mer speciell vår Mànkell..." --> Also, Mankell hat sich ausdrücklich dazu geäußert. Mankell mit der Betonung auf der ersten Silbe! --Soo 13:38, 9. Mär 2006 (CET)

08.09.2009 18:14:02
CSIler

Dies war mein erstes Buch, welches ich von der Wallander-Reihe gelesen habe und ich bin etwas enttäuscht. Meine Kollegin hatte so geschwärmt davon.

Besonders die ersten 2 Erzählungen sind nach meiner Meinung nicht wirklich spannend. Waren irgendwie nicht wirklich Krimis.
Es war danach irgendwie voraus zusehen, dass Wallander jedesmal "eine drauf bekommt".

Obwohl Wallander im Laufe des Buches immer älter, reifer wird und er natürlich immer mehr Erfahrungen sammelt, stellt er sich manchmal doch wie ein blutiger Anfänger an und macht Fehler (die ihm das Leben kosten könnte.)

Die Erzählungen "Der Mann am Strand", "Der Tod des Fotografen" und "Die Pyramide" sind sehr gut geschrieben und auch spannend aufgebaut.
Deswegen werd ich die Wallander-Reihe auf jedenfall noch lesen.
Mal sehen, wie sich die Figur "Kurt Wallender" noch entwickelt.

10.07.2009 14:03:05
Ticva

Das Buch ist unterteilt in Kurzgeschichten, was ich anfangs nicht wusste.
Es sind 5 an der Zahl, die Wallanders Leben bei der Polizei zeigen, wie er vom Streifenpolizisten zum Kommissar wird.
Die verschiedensten Fälle werden beschrieben und nebenher erfährt man auch das Wichtigste aus seinem Privatleben.
Nun verstehe ich auch, weshalb er einen jahrelangen Streit mit seinem Vater hat und worum es dabei geht. Sowie Lindas Wege, die sie immer wieder über den Haufen warf, bevor sie das wird, was in den normalen Romanen irgendwann zur Sprache kommt...

Wallander hat einen kriminalistischen Instinkt, auf den er sich immer verlassen kann, genial!
Was mir sehr an Wallander gefällt, dass man bei ihm richtig mit dabei sein darf. Auch wenn er ein Gefühl hat, dem er dann nach geht, oder andere Erkenntnisse. Man darf als Leser immer dabei sein, nicht wie bei anderen, wo man zum Schluss vor einer Verhaftung steht und erst hinterher in kurzen Sätzen lesen darf, wie die Ermittler denn darauf kamen.

Bis auf den Kommissar, der Wallander in seinem Beruf als Kriminalist eingewiesen hatte, wird kein Kollege etwas besser vorgestellt. Mankell belässt es bei Kleinigkeiten wie etwa einem, der sein Lehrer war in Kriminalfällen und regelmäßig Rückenschmerzen hat, oder die Empfangsdame, die Enkel hat und sehr fürsorglich ist.
Mehr erfährt man grob gesagt nicht, was vielleicht daran liegt, das es sich um Kurzgeschichten handelt.
Erst im letzten Fall "Die Pyramide" geht der Autor mehr auf manche Kollegen von Wallander ein und stellt sie etwas genauer vor.
Da ich noch den Roman "Mörder ohne Gesicht" habe, bin ich gespannt, ob die Personen im näheren Umfeld von Wallander dort etwas anschaulicher vorgestellt werden.

Im ersten und letzten Fall gibt es wenige Kapitel.
Die 3 Geschichten dazwischen sind um einiges kürzer und der Autor dachte sich vielleicht, dass diese dann keine Kapitel bräuchten.
Die ersten drei Geschichten wurden nur aus Wallanders Sicht in der Erzählform geschrieben.
Im vierten und fünften Fall fängt die Handlung aus Sicht des Opfers an.
Auch ist mir aufgefallen, dass Mankell sehr auf die Uhrzeiten in seinem Roman achtet. Es wird immer genau beschrieben, wann Wallander etwas vor hat. Zumindest ist mir das jetzt bei Wallander extrem aufgefallen.

Allerdings kam in diesem Buch irgendwie nie eine richtige Spannung auf. Was, wie schon erwähnt, vielleicht auch an der Kürze der Fälle liegt. Da kann sich, meiner Meinung nach, eine Spannung gar nicht richtig aufbauen.
Da ich aber "Mörder ohne Gesicht" ebenfalls da habe, werde ich mir schon noch ein schärferes Bild der Spannung in einem normal langen Roman von Mankell machen können.

Fazit:
Eine tolle Einführung, um sich ein Gesamtbild von dem heranwachsenden Wallander machen zu können.
Da aber durch die Kürze der Geschichten keine Spannung aufkam, bekommt das buch nur 3 von 5 Sterne von mir.

27.07.2008 17:47:07
WelpeMax

Ich denke das ist noch mal für die Fans die gern noch mehr über Wallander lesen wollten, ist natürlich nicht perfekt aber dennoch kurzweilig ein gutes Buch 78°

31.10.2007 23:54:10
Swen Piper

Man könnte das Buch auch überschreiben „Wie alles anfing“, das wäre wohl treffender. Die fünf Kriminalerzählungen sind sicher nicht Mankell’s Meisterwerk, aber insbesondere „Wallanders erster Fall“ und „die Pyramide“ überzeugen. Ich fand das Buch kurzweilig und interessant. Mankell vorzuwerfen er würde sich wiederholen und eingetretene Pfade benutzen ist ebenso billig, wie falsch. Was erwartet Lars Schafft vom schwedischen Wetter? Karibische Schwüle und Sandstürme? Wer den übrigen Büchern der Wallander -Serie etwas abgewinnen konnte, wird hier gut bedient. 81°

18.02.2007 03:08:45
Martin

Ich schließe mich den meisten Leser an. Das Buch ist zwar nicht so gut wie die anderen Wallander-Romane, aber dennoch ist es für einen echten Wallander-Fan ein Muß.
Von den Erzählungen hat mir "Die Pyramide" und "Wallanders erster Fall" am meisten gefallen.
Ich habe das Buch innerhalb von 2 Tagen durchgelesen und fand es interessant zu erfahren, wie Wallander seine ersten Fälle löst.
Zum größten Teil Empfehlenswert!

03.02.2007 14:19:27
Andreas Oracle

Vileicht ist das Buch nicht gut .
Aber es gibt neue Bücher die dise bezeichnung
nicht verdinen.
Ich habe alle Krimis gelesen und bin zur der Ansicht das es eignlich nur Drei arien von Verbrechn
gibit(Mord ,Raub,Köperveletzung).
Wer daraus Achrt Romane macht ist auf alle felle nicht Einfaltlos.

14.10.2006 17:55:54
Markus

Mir hat "Wallanders erster FAll" insgesamt gut gefallen. Lediglich die zweite Geschichte fiel etwas ab, aber die Pyramide und der Tod des Fotografen fand ich spannend zu lesen. Verglichen mit den acht Wallander-Romanen ist dieser Band natürlich kein herausragender Höhepunkt, aber gute Urlaubslektüre.

08.03.2006 17:19:08
Michaela

Ich fands gut, mal von den Anfängen von Wallander zu lesen. Auch, wenn man mehr hätte draus machen können. Ich denke, jedem Wallander-Fan wird es gefallen, auch wenn es an die anderen Bücher nicht ranreicht. Es hat mir sogar so gut gefallen, dass ich gleich im Anschluß nochmal Mörder ohne Gesicht gelesen habe (wobei allerdings auch gleich ein paar Ungereimtheiten auffallen ........aber macht ja nix :-))

27.01.2006 23:08:50
Olaf

Nachdem ich alle Wallander - Romane gelesen habe, kann ich nicht verstehen warum das Buch nur 43 ° von der K-C bekommen hat. Natürlich war es nicht so ein kracher wie die anderen Bücher, aber ich fand es trotzdem klasse etwas von Wallanders anfängen zu lesen. Auf jedenfall ist das Buch ein muß für jeden Wallander Fan !

06.01.2006 16:17:49
Niklas

Es hat mich gefreut,dass Mankell noch dieses Buch rausgebracht hat. Die vier Geschichten und der Kurzroman sind spannend und auch schön zu lesen.Besonders interessant auch Wallanders Beginn als Polizist.Wallander-Fanswird dieses Buch gefallen,obwohl die eigentlichen acht Romane besser sind. Der KC-Wertung kann ich mich nicht anschließen(zu hart),obwohl einige Kritikpunkte z.T. schon richtig sind.

05.09.2005 20:43:24
Garrulus

Ein guter Kriminalroman und das sind die meisten von Henning Mankell lebt nicht zuletzt von der Schilderung der Personen, des Umfelds und der Umwelt. Das beherrscht Mankell perfekt (Wieso würden sonst so viele Leute nach Ystad pilgern wollen?). Und zu so etwas braucht es Platz! Da reicht eine Kurzgeschichte nicht aus. Darum sind alle diese Geschichten einerseits zu kuratmig und unvollständig und andererseits gleichwohl voller Wiederholungen. Henning Mankell hätte besser einen neuen Roman über die Jugendjahre des Kurt Wallander geschrieben. Der Versuch, sein ganzes Leben vor dem ersten Roman in Kurzgeschichten darzulegen, muss misslingen. Schade um den missratenen Abschluss. Hätte dem mir so sympatischen Kurt Wallander einen besseren Abgang gegönnt.

16.07.2005 16:24:07
Marie

Mankells Stärke sind eher die langen, breit ausgemalten Geschichten, kurzes Erzählen scheint ihm nicht zu liegen. "Tod eines Fotografen" gefällt mir am besten, erinnert an die Romane.
Wenn ich einen Krimi lesen will, interessiert mich das Privatleben des / der Ermittler erst an zweiter Stelle, daher finde ich es nicht weiter schlimm, dass man immer noch nicht weiss, warum Kurt und Mona geheiratet haben.

31.05.2005 08:58:19
Karlheinz Wedl

"Wallanders erster Fall" - sehr schlecht gemacht, mit vielen schlecht pointierten Stellen. Hinzu kommen Passagen, die sich öfter als zweimal wiederholen.
Beispiel: (Auszug)
"....Willander nahm fast gleich ab..."
Diese Szene kommt - wie gesagt - mehrmals vor und beschreibt, wie Willander ein Telefongespräch entgegennimmt.
Auf gar keinen Fall sollten Sie den denselben Fehler machen, den ich machte: Lesen Sie vorher nicht Krimi-Weltliteratur, wie z.B. Werke von Raymond Chandler. Sie werden dann von diesem Werk sehr enttäuscht sein!

15.03.2005 13:21:15
belle

Man könnte nun ja vermuten, dass Mankell sich nun, da er Wallander auf\'s Altenteil versetzt hat, noch ein paar schlichte Geschichten aus den Fingern gesogen hat, um die Lesergemeinde zufriedenzustellen. Doch so einfach hat es sich der Autor hier sicherlich nicht gemacht. Mir haben diese Geschichten sehr gut gefallen, wesentlich besser sogar als manch eine Brandmauer oder ein zurückgekehrter Tanzlehrer. Die Kurzkrimis wirken sehr glaubhaft, brauchen keine extreme Brutalität, um Spannung zu erzeugen. Wirklich lesenswert.

03.03.2005 19:45:32
Leseratte

Als außerordentlicher Kommisar Wallander Fan freute ich mich auf dieses Prequel. Erhoffte ich mir doch Antworten auf Fragen, welche in der Reihe noch unbeantwortet geblieben sind, bzw. nur angedeutet worden. Ein Beispiel hierbei ist beispielsweise die Trennung von Mona. Doch nach dem Lesen dieses relativ kurzen Romans, oder vielmehr des Geschichtenbandes machte sich bei mir Ernüchterung breit. Gezeigt wird der Aufstieg eines zunächst etwas unbeholfenen Streifenpolizisten, der sich durch seine Hartnäckigkeit und seine einzelgängerischen Aktionen zum Kommisar hocharbeitet. Doch viel Neues lernt man leider nicht kennen. Die jungen Züge des Kommissars wurden nicht exakt herausgearbeitet. Man sieht kaum einen Unterschied zum Wallander des letzten Falles. Die Engstirnigkeit, Verbissenheit und eigenbrödlerische Art waren schon beim jungen Kommisar vorhanden. Einige Fälle erscheinen mir als belanglos. Die Ehe mit Mona und die Krisen, die schon beim ersten Fall zu erkennen sind, werden von Episode zu Episode nur als Beiwerk benutzt. Eine wahre Verbindung zu den Romanen um den späteren Wallander ist nur am Ende dieses Werkes sichtbar. Und zwar die Verbindung zum Fall "Mörder ohne Gesicht"

Als Kriminalsammelband mag dieser Band noch akzeptabel sein; echte Wallander-Fans dagegen könnte hier eine echte Enttäuschung blühen.

13.01.2005 22:26:09
Mister $

Ich kann mich der KC-Wertung nicht anschließen. Das Buch ist gut und nicht "einer zu viel".

Wer sich richtig für Wallander interessiert, wird das Buch mögen, 100%ig.

Das Niveau von z.B. "Mörder ohne Gesicht" wird nicht ganz erreicht, aber das begründet noch lange nicht so eine niedrige Wertung.

20.10.2004 19:39:43
Merlin

für leseratten, die gern schwedisch lernen wollen: die einzelnen fälle aus diesem buch gibt es in kleinen paperback versionen in einfachem schwedisch. ideal zum lernen. schaut mal bei ebay. oder meldet euch bei mir, wenn ihr was drüber wissen wollt.

05.08.2004 18:47:58
André Neumann

Mit Erschrecken stelle ich fest, dass sich viele Leser der Wallander-Reihe auf dieser Seite darüber beklagen, welche Versprechen Mankell mit "Wallanders erster Fall" nicht eingehalten (vor allem möchten anscheinend Viele mehr über den privaten Wallander wissen, z.B. Hochzeit , Scheidung). Anscheinend ist vielen gar nicht aufgefallen, welche zeitlichen Abstände sich zwischen den insgesamt neun Büchern befinden (das sind immerhin 20 Jahre). Und wie sollte Mankell es bitte auch noch schaffen, neben den teilweise sehr aufwändigen Handlungen noch näher auf den privaten Wallander einzugehen. Das ist alles gar nicht möglich. Mankell ist es gelungen einen grundlegenden Überblick über den Kommissar, auch im privaten Bereich, zu geben. Aber das Hauptaugenmerk liegt ganz klar auf der Fortführung und Aufklärung der einzelnen Fälle. Hätte sich Mankell auf die Beschreibung des Privatlebens Wallanders konzentriert, wäre es ihm nicht möglich gewesen, Krimis zu schreiben.

Alles in allem ist die Wallander-Reihe mehr als gelungen und findet auch durchaus in "Wallanders erster Fall" einen würdigen Abschluss. Mankell berichtet kurzschnittig aus den verschiedenen Episoden des Lebens von Kurt Wallander und außerdem legt Mankell einen erhöhten Wert auf die Beziehung zwischen Wallander und dessen Vater. Alle Aufeinandertreffen von Wallander jr. und sen. sind äußerst unterhaltsam und auch der von Mankell beabsichtigte Humor bleibt nicht verborgen.

Natürlich hat die gesamte Wallander-Reihe auch Schwachpunkte, aber eben diese kann man dem Autor, der immerhin die Bücher über einen sehr langen Zeitraum geschrieben hat (rund 10 Jahre) nachsehen.

Eine Sache sticht jedoch hervor und stellt mit Sicherheit eine nicht von der Hand zu weisende Problematik dar: Wallander entwickelt sich nicht weiter im Verlauf der zwanzig Lebensjahre zwischen "Wallanders erster Fall" und "Die Brandmauer". Er hat bereits mit 21 Jahren das gleiche kriminalistische Gespür wie 20 Jahre später! Das hätte verhindert werden können!

Noch eine Sache: Vor der Leistung eines Autors mit der Kreation einer so großen Kriminal-Reihe mit so großem Erfolg sollte man zumindest ein wenig Hochachtung haben und sich nicht, wie teilweise weiter oben geschehen, durch unsachliche Kommentare hervortun. Denn dies hat Henning Mankell auf keinen Fall verdient.

Weiterhin: Wenn man nur 1 oder 2 Wallander-Romane gelesen hat, sollte man sich mit Rundumschlägen und Verallgemeinerungen stark zurückhalten, denn schließlich kann man sich nur allgemein äußern, wenn man alle Wallander-Romane gelesen hat.

13.07.2004 17:49:47
leseratte

schlechte nachrichten:

habe mal beim verlag angefragt, wann nun einen neues buch mit wallander oder einer anderen personen ( Linda ) scheinen soll.

laut aussage des verlages ist 2005 kein buch in aussicht !!! der zeit schreibt mankell an einem theaterstück bzw. wird einen art dokomentation erscheinen über afrika.

persönlich bin ich sehr enttäuscht, nachdem ich nun alle bände gelesen habe und man natürlich wissen will, wie es weiter geht. vielleicht hate er aber eine schaffenspause nötig, so wie HITZFELD ( ehemaliger FC Bayren Trainer ! ) und ist genauso wie ER einfach ausgebrannt!!!

Ich hoffe baldigst auf einen Fortsetzung mit Wallander oder Linda und Co. !

Am besten wäre, Mannkell würde gleich 2 Bücher heraus bringen.

11.07.2004 19:01:39
Nina

Ich glaube, Mankell hat dieses Buch geschrieben, weil Wallanders Persönlichkeit viele Fragen aufwirft- die der Leser beantwortet haben will- aber eigentlich nicht beantwortet haben muss.
Gerade diese unbeantworteten Fragen und die individuelle Persönlichkeit machen die Wallander Romane so interessant und den Hauptdarsteller so sympatisch. Schließlich bekommen wir bei den Menschen, die wir im Leben begegnen, auch keine Antworten auf Persönlichkeitsmerkmale oder Deteils über Situationen.
Mankell hat wohl nicht umsonst mit der Figur Wallander mit über 40 jahren begonnen.
Ich werde aus dem Grunde Wallanders erster Fall nicht lesen.

07.07.2004 23:43:10
chiliman

Mein Fehler war, dass "Wallanders erster Fall" mein erstes Buch von H. Mankell war.
Sorry, aber ich habe einen Autor noch nie schlechter schreiben sehen! Obwohl ich weiß, dass die anderen Romane von Mankell viel besser sein sollen, werde mich nie dazu durchringen können, einen weiteren zu lesen!! Die Geschichten hätte ich ja selber niederschreiben können, da kam nichts, aber auch gar nichts Überraschendes, Packendes. Alles wiederholt sich, die Formulierungen immer gleich, kein Detailreichtum! Von Brillianz kann ich da überhaupt nichts erkennen. Vielleicht ist auch einfach die Übersetzung schlecht, aber das kann nicht der einzige Grund sein. Ich zitiere frei: "Wallander stand am Ort des Geschehens. Es musste einfach mehr dahinterstecken. Er schrieb alle 3,5 Fakten auf seinen Notizblock und malte eine Pyramide. Dann fuhr er heim, legte sich ins Bett und stand am nächsten Morgen..oh Wunder... wieder auf....." bla bla bla. Ich lach micht tot. War er da 15 Jahre, als er das Buch geschrieben hat?? Ich verstehe gar nicht wie der Babsi (siehe oben) das Buch "sehr, sehr gut gefallen" haben kann! Das ist doch kein Buch, das ist reine Zeitverschwendung. Also dann, nix für Ungut ihr H. Mankell-Fans :)

01.05.2004 22:14:18
Dr. Gunthard Niederbäumer

Als Abschluss der Wallander-Serie finde ich es nicht so schlecht, wenn auch die anderen Bücher in dieser Serie deutlich besser sind. Die Erklärungen welche versprochen sind, erfolgen jedoch nur sehr bedingt.

29.03.2004 00:00:18
daniel mores

naja, ich war nicht so enttäuscht.
ich habe natürlich besseres von ihm gelesen, aber irgendwie hat er mir mit mit diesem "prequel" einen wunsch erfüllt. wie hat alles angefangen. wie war er früher.
literarisch auch nicht auf dem standard der anderen werke, ich glaube er hat wirklich seine alten skripte ausgekramt und diese nur kurz aufpoliert um veröffentlichen zu können.

dennoch fand ich die idee dahinter gelungen. fans und serien-fetischisten sei das werk an\'s herz gelegt.

23.02.2004 11:12:01
Jan

Sein Glück, daß er das als letztes Buch veröffentlicht hat, um die Lücken in Wallanders Leben zu füllen. was für eine schwachsinnige Idee das war, braucht man nicht auszuführen...

15.02.2004 12:00:30
janosch

Eine wirkliche Enttäuschung.

Hält dem Anspruch, den die vorhergehenden Bücher aufgebaut haben, in keiner Weise stand.

Schade, Henning Mankell!

30.12.2003 02:38:27
Vivian

das buch ist etwas anders und nicht so schoen zu lesen. di faelle sind bei weitem nicht so gut entwickelt wie in allen anderen buechern. Mankells Wallander buecher sind komplett auf den eigentlichen fall ausgerichtet nicht so sehr auf persoenlichkeiten. Trotzden finde ich den stil von Mankell schoen wenn man an Krimi buechern intersessiert ist.

27.11.2003 20:59:28
Krimimaus

Ganz meine Meinung...nichts aber auch gar nichts wird - wie im Vorwort angedeutet - erklärt oder auch nur näher darauf eingegangen. Nicht die Ereignisse aus dem Privatleben, nicht die beruflichen. Wallander bleibt vom ersten bis zum letzten Fall ein Schwerenöter. Er löst seine Fälle, aber er zerbricht daran und man weiß eigentlich nicht genau warum. Die ersten ein, zwei, drei Wallander-Romane liest man noch gerne. Der Rest ist eben einfach da. Und zum Schluß möchte man ihn eigentlich ins Seniorenheim bringen, wo man ihm wenigstens seine Wäsche richtet...Achja und warum bitte verhält sich ein einundzwangzigjähriger Wallander genauso wie der fünfzigjährige? Hatte dieser Mensch nicht einmal in der Jugend einen Funken Esprit und Lebenswillen???

03.05.2003 17:37:50
Babsi

Also mir hat dieses Buch sehr, sehr gut gefallen! Es war ein Mal etwas anderes als die vorhergehenden Romane. Kurze, prägnante Fälle kombiniert mit dem schwierigen Privatleben des Kurt Wallander. Vor allem die Passagen mit seinem Vater sind sehr amüsant.

26.02.2003 19:09:26
guva

Als Abschluss der Reihe ist das Buch ok, cleverer ist es - hat man noch kein Buch von Kurt Wallander gelesen - dieses als erstes zu lesen. Schade fand ich, dass bei der Veröffentlichung nicht die unbedigt die richtige Reihenfolge eingehalten worden ist.

18.01.2003 16:09:42
pet

Für mich auch hier gewohnte Mankell-Qualität. Gerade die kurzen Geschichten machen einen guten Eindruck. Einzig die längste Story des Buches "Die Pyramide" fällt ein wenig ab. Zu wenig mitreißend und arg konstruiert.

12.01.2003 21:25:16
Silke

Mir war beim Lesen dieses Buches, als würdeich einen "normalen" Henning Mankell-Roman nur in ziemlich geraffter form lesen. Es bleiben aus, die ewig of wiederkehrenden Gänge zum Kaffeautomat oder Gedanken, wie das man nach sounsoviel Dienstjahren nichts behält außer ein Loch im Schuh.
Aber Wallander ist und bleibt wie er ist. Ein schwermütiger unselbständiger Kriminalkommissar!

28.12.2002 13:26:05
Sidelight

Kann mich dem oberen Artikel nur anschließen. Es war das schwächste der Wallander-Bücher. Ärgerlich ist vor allem das Vorwort Mankells mit seiner Überzeugung, nahezu unbewußt sozial- und gesellschaftskritische Romane über die europäischen Unruhen der 90iger geschrieben zu haben. Schade, dass Mankell mit dieser (verfehlten) Intention den bis dahin interessanten Charakter Wallanders überladen hat. Im Zusammenhang mit diesem Anspruch läßt Mankell seine Wallander-Figur eher naiv und weltfremd erscheinen, wenn Wallander als sogenannter "Top-Kommissar mit angeborenen Ermittlungsinstinkt" lediglich wiederholt bestürzt feststellt, dass Menschen auch im verschlafenen Schonen tatsächlich in der Lage sind, sich gegenseitig umzubringen. Fragt man sich doch, ob die beschriebenen Kriminalfälle tatsächlich Ausdruck der politischen Unruhen Europas waren oder ob Wallander sich damals als Streifenpolizist falsche Vorstellungen von den Arbeitsinhalten einer Mordkommission gemacht hatte.

11.11.2002 22:35:30
Stephan Vogt

Das Buch ist super. Genau wie alles von Mankell. Die oben geschilderte Meinung, daß es jetzt gut sei, teile ich nicht. Mankell ist spannend wie immer !!