Ein verhängnisvolles Versprechen

Erschienen: Januar 2007

Bibliographische Angaben

  • München: Goldmann, 2007, Seiten: 450, Übersetzt: Gunnar Kwisinski
  • London: Orion, 2006, Originalsprache

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Wolfgang Weninger
Hier punkten die Fäuste

Buch-Rezension von Wolfgang Weninger Sep 2006

Myron Bolitar, ein ehemaliger Basketballprofi, der aus gesundheitlichen Gründen seine Karriere beenden musste, hat sich hochgearbeitet und führt eine Agentur, die Sportler und Schauspieler betreut. Eines Nachts nimmt er der Tochter seiner neuen Flamme und deren Freundin das Versprechen ab, nie mit betrunkenen Freunden heimwärts zu fahren, sondern ihn zu jeder Tages- und Nachtzeit anzurufen, damit er sie gefahrlos nach Hause bringen könne.

Das Mädchen Aimee, Tochter von Freunden, nimmt dieses Angebot wahr und obwohl Bolitar gerade nicht nüchtern ist, führt er die junge Frau zu einer vermeintlichen Freundin. Doch am nächsten Tag ist das Mädchen verschwunden. Genauso verschwunden, wie einige Zeit davor eine ihrer Schulkolleginnen, deren Vater der örtlichen Mafiaszene angehört. Beide Mädchen haben kurz vor ihrem Verschwinden am selben Geldautomaten eine größere Summe Geld abgehoben. Und das macht sowohl Myron als auch die Polizei stutzig. Da die Eltern Aimees Myron für das Untertauchen des Mädchens verantwortlich machen und er selbst auch ein schlechtes Gewissen hat, beginnt er zu ermitteln, wobei er nicht nur dem Mafiaboss in die Quere kommt ...

Im Goldmann Verlag ist Harlan Cobens "Promise Me" in der Übersetzung von Gunnar Kwisinski als "Ein verhängnisvolles Versprechen" für den deutschsprachigen Buchmarkt veröffentlicht worden. Und weil der Autor mit diesem Buch 2006 den ersten Platz in den amerikanischen Belletristikcharts erstürmt hat, sollten die 447 Seiten wohl auch bei uns die Erfolgsstory Cobens fortsetzen.

Zuerst muss sich der Leser mit der Figur des Myron Bolitar anfreunden, der sofort sympathisch wirkt, aber mit seinen bisherigen Frauen, die allesamt immer bildhübsch waren, kein Glück hatte. Die neue Flamme ist zwar laut Aussage von Myrons Freund nur drittklassig, aber als Randfigur in diesem Roman ist das eher von untergeordneter Bedeutung. Stärker zählen die Freunde bzw. Arbeitskollegen Bolitars, die samt und sonders nicht von dieser Welt erscheinen. Die Damen sind ehemalige Catcherinnen und Freund Win ist eigentlich nur reich und mit allen Wassern gewaschen, sei es nun Nahkampftechnik oder Spionage. Gegen ihn ist James Bond ein Waisenknabe und so tappt Myron prinzipiell ins gefährliche Fettnäpfchen und Win holt ihn dort wieder heraus. Aus dieser Sicht wirken die Personen eher wie fleischgewordene Comicfiguren und so hantieren sie auch, besonders, wenn es blutrünstig wird. Und das wird es in diesem Buch des Öfteren und vor Allem Mr. Bolitar darf ordentlich einstecken. Es gibt also genügend Action, wie man es bei Harlan Coben erwartet. Alle Leute, die nicht aus Myrons Dunstkreis kommen, sind dagegen richtige Fieslinge und folgerichtig total unsympathisch gezeichnet.

Dass daraus dann doch keine den Nachtschlaf raubende Lektüre geworden ist, liegt an der Geschichte selbst, die zwischendurch immer wieder nur dahinplätschert und keinen durchgehenden Spannungsaufbau bietet. Myrons gedankliche Beschäftigungen mit seiner Vergangenheit und seine Kontakte zu diversen Bekanntschaften sind flau und wirken wie aus einer schlechten Seifenoper. Dass die Lösung des Falles nicht ganz unerwartet ist, aber doch an den Haaren herbei gezogen wirkt, ist nur die Krönung der umständlich konstruierten Geschichte.

Wäre Harlan Cobens Schreibstil nicht so angenehm flüssig und sein Vermögen, Situationen und Handlungen zu beschreiben, nicht so ausgeprägt kurzweilig, müsste man diesem Buch eine unterdurchschnittliche Wertung verpassen. "Ein verhängnisvolles Versprechen" kann mit Sicherheit bei den Freunden der amerikanischen Actionthriller punkten, denn bei diesem Roman punkten die Fäuste deutlich gegenüber dem Hirnschmalz.

Ein verhängnisvolles Versprechen

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Letzte Kommentare:
30.12.2012 12:16:57
US-Fan

Den Anfang des Buches fand ich etwas mühselig und langweilig, aber das änderte sich sehr schnell und die Handlung wurde immer spannender.Auch die Darstellung der Figuren fand ich sehr gelungen und lebendig, so dass ich alles vor meinen Augen sah.Einige Vorkommnisse könnte man zwar zunächst als überflüssig bezeichnen, da sie letztendlich nicht im Zusammenhang mit dem Fall standen, aber genau das ist es auch, was die Sache realistisch macht. Im realen Alltag eines Detektives oder Polizisten haben auch nicht alle Begegnungen etwas mit dem Fall zu tun.Natürlich stößt man in dem Buch auch auf die ein oder andere Schwachstelle, aber die findet man in jedem Buch, wenn man danach sucht. Den perfekten Roman, an dem man nichts zum Kritisieren findet, gibt es sowieso nicht.Ich hab das Buch gefunden, da es irgendjemand wohl vergessen hatte oder mit Absicht liegen lassen hatte. Aber auch wenn ich es gekauft hätte, hätte ich es nicht bereut. Mir hat es gefallen und ich werde von dem Autor noch mehr lesen.

12.07.2012 05:53:48
Jazzy

Der erste Teil der Geschichte war wirklich spannend. Was hätte man nicht alles aus diesem Stoff machen können!
Leider wurde die Geschichte im zweiten Teil ziemlich verworren und unglaubwürdig.
Die Charaktere nach meinem Geschmack lächerlich . ein Killertransvestit und ein Held, der Studenten das Rauchen abgewöhnen möchte . na klar doch!
Der Showdown wurde unnötig in die Länge gezogen.
Der Schluß war nur noch peinlich.
Sorry, das war mein letzter Coben. Er möge es mir verzeihen.

17.04.2012 12:30:02
tedesca

Mein erstes Buch von Harlan Coben und höchstwahrscheinlich auch mein letztes. Eine sympathische Hauptfigur allein macht halt noch keinen guten Thriller. Dazu gehört ein gewisses Maß an Spannung, und das fehlt vollständig, ein paar echte Highlights, die waren auch nicht vorhanden, und vor allem eine Handlung, die nicht komplett an den Haaren herbeigezogen ist, wie es hier der Fall ist. Und der glaubhafte Teil ist dermaßen abgedroschen, dass man mit dem gefallenen Mädchen nicht einmal mehr Mitleid aufbringen kann.

Detlief Bierstedt liest wie immer sehr gut, dem verdankt das Hörbuch die 60°, sonst wären es nur 40° geworden. Schade! Ich hatte mir einiges erwartet, das ist in keiner Weise erfüllt worden.

08.07.2011 14:38:06
Christian

Es stimmt schon, dass der Thriller gerade in Bezug auf Myrons "Privatleben" ins Seifernopernhafte abzusinken droht. Allerdings kommt gerade hier auch mitunter Komik ins Spiel, die meiner Ansicht nach auch diese Passagen noch retten kann. Wer Hörbücher mag, hat jetzt übrigens die Möglichkeit, das Buch kostenlos als Hörbuch zu hören - eingelesen von Bierstedt in Bestform: http://goo.gl/AR0zB

30.09.2009 13:57:50
mabu

Mit Sicherheit muss man schon den Humor mit dem Autor teilen, aber ich habe mich wieder mal köstlich amüsiert! Die Charaktere sind dermaßen übertrieben dargestellt und trotzdem sehr glaubhaft. Das ist schon eine Kunst. Im Übrigen freue ich mich sehr über die vielen Tipps von Mr. Coben, was die Kunst des Zweikampfes betrifft und hoffe, ich werde eines Tages aus ihnen Nutzen ziehen können.
Selbst bei Passagen, wo nicht allzu viel passiert, schafft es der Autor, trotzdem fesselnd zu schreiben.
Sehr empfehlenswert für den geneigten Leser mit Hang zum trockenen Humor, der aber auch Spannung als nicht unerheblichen Teil eines guten Krimis zu schätzen weiß.
Eine lustige 95° für Harlan!

19.08.2008 16:15:57
Dani

Ich habe jetzt mit diesem Buch( leider wohl ersteinmal das letzte aus dieser Reihe) angefangen und war schon nach ein paar Seiten irritiert. Da ich die anderen Bände vorher gelesen habe, dachte ich auch, das dieses daran anknüpft. Aber Pustekuchen. Auf einmal eine andere Frau und einen 19jährigen Sohn! Wo kommt der her? Das es die Bände 4-7 in Deutschland (noch) nicht gibt, finde ich sehr Schade, denn somit fehlt die Hälfte. Ansonsten hab ich wieder sehr viel Spaß beim lesen gehabt.
Daumen hoch!!!

03.08.2008 22:16:45
dk

Nun ja ich liebe Myron und noch mehr diesen draufgängerischen Win. Ich habe alle Bücher aus der MB Reihe gelesen und fand am besten den Insider. HappyEnd gibt es natürlich überall, aber dass die Jes einen anderer geheiratet hat und MB mit ner 6,8 ausgeht, fand ich ganz schön traurig. Ehrlich gesagt hat es mich wirklich mitgenommen.

03.08.2008 20:44:00
sue82

Leider der (vorerst?) letzte Teil um Myron Bolitar und leider fehlen uns in Deutschland noch einige Teile um die Reihe komplett abzuschliessen. Das einige Teile fehlen merkt man beim lesen, da sich die Figuren weiter entwickelt haben. Die Geschichte ist wieder einmal gespickt mit witzigen Dialogen und flüssig zu lesen aber nur Durchschnitt im Gegensatz zu den vorangegangenen Teilen. 80°

02.01.2008 08:35:01
Nadine

Dies war mein erstes Buch von Couben und ich muss sagen, dass mir das Buch ziemlich gut gefallen hat. Aus diesem Grunde habe ich mich auch gleich schlau gemacht, ob es aus dieser Reihe mehrere Büche gibt. Mir gefällt die Rolle des Myron Bolitar. Die Verbindung zu Win fand ich sehr interessant. Win ist offensichtlich ziemlich kalt und abgeklärt. Diese Härte gefällt mir und er ist immer für Bolitar da. Hoffentlich erklärt sich diese innige Verbindung in den vorherigen Büchern in dieser Reihe. - Hab ja leider mit dem letzten angefangen.
Das Buch liest sich in jedem Fall sehr flüssig und die Sprüche passen so richtig in diese Welt.
Daumen hoch 90 Grad

11.08.2007 17:22:27
todo11

Wer die Charaktere kennt und mag, dem wird dieses Buch sicher auch gefallen. Allerdings ist es meiner Meinung nach nur durchschnittlich im Vergleich zu den anderen Romane aus der Reihe. Die Geschichte ist ist nicht so fesselnd wie man es von Coben gewohnt ist und die Wendungen am Schluss sind auch nicht ganz rund. Für alle Myron Bolitair-Freunde ist es aber interessant zu erfahren, wie sich die Charaktere weiterentwickelt haben.

27.07.2007 21:06:08
kissace

Was mir an diesem Buch besonders gefällt sind die Dialoge.. oft total witzig ( wenn man diese Art Humor mag ) und zudem schön flüssig zu lesen.. Dies war mein erstes Buch von Coben und mit absoluter Sicherheit nicht das letzte.
Klar ist dieser Roman typisch amerikanisch mit Superheld usw. aber trotzdem ist es klasse mit vielen Wendungen und unterhaltsam. Daumen hoch 91 Grad

04.02.2007 19:34:54
A. Jost

Wie gut kennen Eltern ihre Kinder? Und wie viel Entfremdung oder Misstrauen kann eine Familie aushalten? Diese Fragen fand ich fast spannender als den eigentlichen Fall - wie auch einige andere der merkwürdigen Beziehungen in diesem Buch. Manches ist vielleicht ein wenig klischeehaft dargestellt, aber es gibt einige so spannende Stellen, dass mich das Buch dennoch sehr gefesselt hat. Allerdings könnte der Autor vielleicht auf den pathologischen Gewalt- und SChmerzzufüger verzichten. Und hoffentlich ist die Übersetzung besser, als es der Titel des Buches vermuten lässt - "verhängnisvoll" ist ein für meinen Geschmack zu abgenutztes Wort und trifft auch nicht das, was das Versprechen für die Hauptfigur mit sich bringt. Die englische Ausgabe ist aber empfehlenswert.