Sein letzter Fall

Erschienen: Januar 2004

Bibliographische Angaben

  • Stockholm: Bonnier, 2003, Titel: 'Fallet G', Seiten: 498, Originalsprache
  • Köln: Random House Audio, 2004, Seiten: 6, Übersetzt: Dietmar Bär, Bemerkung: gekürzt
  • München: btb, 2006, Seiten: 536, Übersetzt: Christel Hildebrandt

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Susanne Hogl
Sein letzter Fall kann durchaus der erste sein...

Buch-Rezension von Susanne Hogl Jun 2004

... um mit dem Lesen von Hakan Nessers Büchern zu beginnen.

Soviel vorab: Nesser gelingt es hier sehr genau, eine für den ungetrübten Lesespaß ganz wichtige Balance zu halten. Er gibt dem Leser so viele Informationen wie nötig zur Vorgeschichte des Ermittlerteams um Van Veeteren , so dass Neu-Leser nicht das Gefühl bekommen, wie der "Ochs vorm Berg" zu stehen, ob gewisser Wissenslücken aus früheren Büchern. Er fügt diese Informationen aber auch so sparsam und gut dosiert ein, dass verwöhnte Nesser-Fans nicht das Gefühl des "Wiederkäuens" früherer Fälle bekommen.

Das Buch beginnt Ende der 80er Jahre. Van Veeteren und sein Team haben den Tod an Barbara Clarissa Hennan aufzuklären, die tot auf dem Boden eines leeren Swimmingpools gefunden wird. Ihr Mann rückt schnell ins Visier der Ermittler. Für Van Veeteren kein Unbekannter, er hat bereits die Schulbank mit ihm gedrückt und verbindet mit ihm äußerst unangenehme Erinnerungen. Mit Hochdruck arbeiten Van Veeteren und sein Team daran, das Motiv, das der Mann der Toten offensichtlich hatte, mit Beweisen zu untermauern. Für alle Beteiligten liegt es auf der Hand, dass nur der Witwer der Täter sein kann. Dazu kommt, dass Mrs. Hennan kurz vor Ihrem Dahinscheiden einen Privatermittler damit beauftragt hatte, ihren Mann zu beschatten. Doch so sehr sich alle nach Kräften bemühen, der Fall bleibt ungelöst und zurück bleibt für Van Veeteren das drückende Gefühl, einen Mörder laufen lassen zu müssen.

Van Veeterens alter Kampfgeist

15 Jahre später wird die Maardamer Kriminalpolizei erneut mit der lange zurückliegende Tat konfrontiert. In Van Veeteren erwacht sein alter Kampfgeist. Wird es ihm im zweiten Anlauf endlich gelingen, den Fall zu lösen?

Es fällt nicht schwer, dank der guten Beschreibngen Nessers, die Personen der Handlung vor dem inneren Auge lebendig werden zu lassen. Dazu trägt auch das Einfügen der privaten Probleme und Erlebnisse der Ermittler bei. Es"menschelt" sozusagen; die Schilderungen laufen jedoch der eigentlichen Handlung des Buches, der Lösung des Falls, zu keiner Zeit den Rang ab, wirken ergänzend und nicht störend.

Nesser läuft besonders zu Hochform auf, wenn er die Verzweiflung der Beteiligten beschreibt, die Verzweiflung darüber, sich ganz sicher zu sein, den Mörder entlarvt zu haben, aber diese Überzeugung einfach nicht beweisen zu können. Man spürt förmlich ihre Selbstzweifel darüber, vielleicht etwas übersehen zu haben. Man kann die Hilflosigkeit nachempfinden.

Nicht verschlingen - genießen!

Hakan Nesser hat eine Art mit der Sprache umzugehen, die unnachahmlich und so angenehm ist, dass man die Seiten nicht schnell, schnell verschlingen mag, sondern sie genießt, jeden Satz, jede Seite. Der Spannungsbogen ist dabei durchgängig hoch angesetzt und wird gehalten bis zum Schluß. "Sein letzter Fall" gehört auch nicht zu den Büchern, die man liest, weglegt und vergisst. Das Buch strotzt nicht vor Bluttaten und "magenumdrehenden" Grausamkeiten. Doch Nesser beschreibt auf ganz eindrucksvolle und nachvollziehbare Weise, was der gewaltsame Tod eines Menschen bedeutet.

Also, lesen, lesen, lesen und genießen!

Sein letzter Fall

Sein letzter Fall

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Letzte Kommentare:
13.10.2014 20:31:21
Anke

Ich schließe mich den meisten Kommentaren meiner Vorredner an und mache es kurz:

100°

"spannend, unterhaltsam, köstlich, ein Genuss zu lesen"


Kleiner Hinweis: Wenn man die VV-Reihe noch nicht kennt, unbedingt komplett in richtiger Reihenfolge von vorne bis hinten lesen, dann ist es perfekt!
Viele Grüße!

27.04.2011 16:55:55
Bummelwutz

Bei Hakan Nesser bin ich Späteinsteiger, „Sein Letzter Fall“ ist erst das zweite Buch von ihm, das ich gelesen habe. Inhaltlich fand ich es sehr spannend und mitreißend und entgegen den Empfehlungen meiner Vorredner habe ich es doch verschlungen. Ich bin ein Sucht-Typ und kann einfach nicht anders. Sprachlich hat Nesser die Fähigkeiten, die es braucht, eine Spannung aufzubauen und, was noch schwieriger ist, bis zur letzten Seite zu halten.Die überraschenden Wendungen im Plot führen selbst beim erfahrenen Krimileser dazu, dass linke und rechte Hirnhälfte hin und wieder die Plätze tauschen, was dem Lesevergnügen nur zuträglich ist.In meinen Augen enthält der Roman nur einen einzigen winzigkleinen Wermutstropfen: Der Showdown erinnert mich ein wenig an einen Hollywood-Action-Streifen. Aber selbst das ist bei einem packenden Krimi nicht automatisch fehl am Platze. Sehr gelungen fand ich die letzen Seiten des Romans, mit denen Nesser den Kreis seiner Erzählung sehr menschlich und beinahe rührend schließt.
Für mich ist VVs letzter Fall der beste Krimi, den ich bisher gelesen habe.

19.12.2009 14:37:43
Dirk Hannappel

Nesser gelingt es wie immer sehr gut, emotionale Stimmungen der Beteiligten, besonders von VV aufzufangen und zu beschreiben. Diese ständige Ungewissheit und Zerissenheit begleitet und fesselt den Leser durch das ganze Buch. Ich persönlich mag VV, seine Zweifel, Selbstzweifel, seinen Hang zu schönen Dingen des Lebens und natürlich seine Berufung. Eine Gabe mit der er völlig uneitel lebt, fast kämpferisch.
Für mich ein spannendes Buch, gut geschrieben und eines, was immer zum
Nachdenken und Sinnieren anregt. Nicht nur über den "Fall" an sich, sondern auch über das Leben an sich. Und wie jeder einzelne damit umgeht.

27.08.2009 10:58:58
U. Ditz

Ein Meisterwerk moderner Kriminal-Literatur. Ich habe jede Seite genossen, ich liebte die Spannung. Die Geschichte selbst finde ich originell. Man hat im Laufe des Lesens einen Verdacht, wie die Lösung aussehen könnte, wird immer wieder aber in Zweifel gebracht, ob die eigene Vermutung auch stimmt.

Hakan Nesser hat ein ganz großes Werk vorgelegt.

29.11.2008 14:33:03
Realsatiriker

Mein erster Nesser und damit zwangsläufig auch mein erster van Veteeren. Soviel vorweg: beide machen Lust auf mehr. Der Charakter des Hauptkommissares - verzeihung Antiquares - ist ausgereift was für mich immer eine der Haupteigenschaften eines wirkliche gelungenen Krimis ist. Insofern reiht sich VV nahtlos in die Liste von Brunetti, Rebus etc. ein.

Der Plot selbst besticht eher durch seine Sachlichkeit und menschliche Tiefe. Die Unzufriedenheit eines nicht gelösten Falles ist fast greifbar. Allerdings bin ich dann irgendwann doch auf die richtige Lösung des Falles gekommen und fand diese - einziger Kritikpunkt an diesem Romasn - schon ein wenig weit hergeholt, zumal eine solche "Schlamperei" eigentlich nicht zu dem Ermittler VV passt.

Totzdem ich werde mir die ersten neuen Werke von Nesser zu VV holen und lesen. Mein erster Fall -leider sein letzter - hat Lust auf mehr gemacht.

13.09.2008 17:28:23
bocki

das war der beste mögliche abschluss.

nesser schreibt - meiner meinung nach als einziger zeitgenössischer krimiautor - nicht nur intelligent, spannend und zynisch, sondern auch lyrisch. höchstes suchtpotential.

ich weiß nicht, wie ich ohne VV überhaupt weiterleben soll... ich probiers mal mit barbarotti..


->bocki

11.03.2008 01:14:25
Rolf.P

So etwas kommt eben dabei heraus, wenn jemand schreiben kann.
Da findet man dann statt grob hingehauener Klötze ein reifes, ausgefeiltes Handwerk. Hakan Nesser hat eine Art mit der Sprache umzugehen, die unnachahmlich und so angenehm ist, dass man die Seiten nicht schnell, schnell verschlingen mag, sondern sie genießt, jedes Wort, jeden Satz, jede Seite. Dieser Wortschatz ist unvergleichlich.
Wo andere eine Seite schreiben, genügen Nesser 3 Zeilen. Die so oft bemängelte Langatmigkeit empfinde ich als Realismus. Das Leben ist nicht dauernd hochspannend dramatisch und das demonstriert Nesser brillant. So etwas kommt eben dabei heraus, wenn jemand schreiben kann.
Jedem Freund anspruchsvoller Spannungsliteratur sei dieser Krimi anempfohlen!

13.01.2008 11:26:06
bg

Seht Euch bloß nicht die entsetzlich langweiligen Verfilmungen der Nesser-Romane an. Das verdirbt die Lust auf seine Bücher.
Schade eigentlich, aus Schweden kommen sonst sehr spannende Mankell-Verfilmungen.
In Schweden wird wahrscheinlich in der Film- und Fernsehindustrie genau so gekunkelt wie in Deutschland. Nepotismus - er lebe hoch. Wie kommt sonst der Lahmarsch von van Veeteren-Darsteller ins Fernsehen.

21.07.2007 11:18:34
Jana

The best at last, kann ich dazu nur sagen... ich gebe selten (eigentlich nie) 100°, diesmal habe ich es getan! Der würdigste aller Abschlüsse einer hervorragenden Krimiserie. Bye bye vV!!!

08.07.2007 22:20:14
mezzovoice

Hört Euch die Hörbuchfassung an. Sie wird gelesen von Dietmar Bär und ich kann nur sagen: Fantastisch und spannend. Bär schafft es, unaufgeregt zu lesen und die Spannung hochzutreiben.

05.07.2007 13:49:37
Gordon Shumway

ich bin mit großen Erwartungen an das letzte buch gegangen und muss sagen, dass diese überhaupt nicht erfüllt wurden. die erste hälfte des Buches ist absolut kein bisschen spannend und gleicht eher einem Tatsachenbericht. im letzten drittel kommt dann ein wenig Spannung auf, welche den Anfang des Buches leider nicht wieder gut machen kann. schade eigentlich, die Vorgänger waren wirklich gut zu lesen!

P.S.: bitte in den Kommentaren nicht die Wendung des Buches verraten, wie es einige bereits getan haben...

29.05.2007 13:23:07
Pascal

wenn - das Buch 100 Seiten kürzer gewesen wäre - dann Hammer.

Ein weiterer guter Nesser, aber nicht überdurchschnittlich. Die Schachpartien waren doch ermüdent. Leider war ich mir schon bald sehr sicher, wie der Mord an der Frau ausgeführt worden ist und ich sollte recht behalten.

Es fällt mir auch schwer, vorzustellen wie zwei Rentner immer wieder zur Fallbesprechungen der Kripo eingeladen werden.

Es gibt weitaus bessere Krimis der VV-Reihe.

19.05.2007 21:48:52
latinaa

Habe das Buch heute endlich fertig gelesen. War am Anfang nicht ganz schlüssig, ob ich wirklich das Buch in der Hand habe, von dem alle reden. Die Wendung am Schluss war gut, ganz klar. Ich hoffe ich habe das Ende auch wirklich verstanden.. Möchte aber nichts verraten, daher halte ich mich zürück mit meinem Kommentar.
Teilweise sicher eher langatmig. Die Protagonisten sind sehr schön beschrieben. Am Schluss konnte ich nicht anders als immer weiter zu lesen:-) Ich denke Hakan Nesser schreibt Bücher mit einer gewissen Erwartung an die Leser. Diese verlangt einiges, gibt jedoch auch viele spannende, überraschende und mitreissende Momente.

05.03.2007 23:23:15
Jenny

"sein letzter Fall" ist meiner Meinung nach eines seiner besten Bücher. Der Aufbau stimmt. Wer hätte echt geglaubt, dass es in Wahrheit eine andere Frau war???
Ich zumindest nicht..
Auf jeden Fall bin ich sehr traurig, weil es der letze "VV-Roman" ist.
Diese Bücher sind einfach genial
Jenny

27.02.2007 19:24:58
Marc

Letztlich einer der intelligentesten und besten Krimis, die ich gelesen habe. Selbst wenn man sich anstrengt, kommt man nicht auf die Wendung am Ende. Respekt.

21.02.2007 12:12:10
Jerry

Habe nun alle Bände der VV-Reihe durch und bin begeistert. Nesser interessiert sich mehr für die Menschen als den Kriminalfall und damit liegt er genau auf meiner Wellenlänge.

Die so oft bemängelte Langatmigkeit empfinde ich als Realismus. Das Leben ist nicht dauernd hochspannend dramatisch und das demonstriert Nesser brillant.

Nesser wertet nicht - auch das ist für mich ein unschätzbar wichtiger Punkt in seinen Krimis. Kein gut kein böse - nur Menschen mit ihren Beweggründen über die sie sich selbst oft nicht bis ins letzte klar sind.
Deswegen auch öfters am Ende keine Auflösung bis ins Kleinste. Ich, der Leser soll selber sich Gedanken machen warum der Täter das getan hat. Man weiß eben auch im Leben nie wirklich hunderprozentig warum etwas so und nicht anders ist.

Nessers Krimis sind Bücher für Menschen die das Leben und die Menschen (trotz allem) lieben, die sich dafür interessieren was in Menschen vorgeht, was sie antreibt, Dinge tun oder sein zu lassen. Bücher für Menschen die zur Selbstreflektion fähig sind und Gefallen daran haben.

Den Kriminalfall benutzt Nesser nur als Transport für diese eigentlichen Dinge die er erzählen will. Dafür liebe ich seine Bücher.

09.02.2007 13:00:11
krimimimi

Als bekennender Nesser-Fan war ich diesmal sehr enttäuscht. Zuerst hatte ich die 99°-Wertung hier bemerkt und war unheimlich gespannt. Alle anderen VV-Krimis fand ich besser, sogar ."..und das Schweigen". Wie langatmig die Gedankengänge von VV, wie brav die Randfiguren (Bausen, Moerk, Münster..) Da hätt´s doch nochmal knistern können! Selbst ich kam schon im 1.Teil darauf, dass die am Ende stehende Wendung kommen könnte. Gääähn!
Also Leute, lest lieber die anderen Bände zuerst und vor allem die richtig tollen Bücher von Nesser (Hit: Kim Novak...)

13.01.2007 16:12:39
Heike Matthes

Das ist ja das Traurige, man gewöhnt sich an Van Veeteren und er lebt in einem, man denkt öfters am Tag daran, dass ja da die Geschichte und ein Kommissar auf dem Nachttisch liegen und warten, weitergelesen zu werden und nun soll Schluss sein.
Auch dieses Buch, wie die anderen auch(!!!) absolut spannend und wieder ein Ende, womit ich nicht gerechnet hätte. Ich lese nun schon so viele Jahre (vor allem) skandinavische Krimis und bin immer wieder von dem Ende phasziniert, im positiven wie auch im negativen.

01.01.2007 01:15:12
Rike

Skandinawische Krimis sind meine Leidenschaft und Nessers " Sein letzter Fall"hat mir ausgesprochen gut gefallen, sieht man von der Länge im ersten Teil ab, die aber auch wieder ihre eigene Gemütlichkeit besitzt. Das Ende ist logisch,und doch hat es mich überrascht.Ein Krimi ganz wie er sein sollte, mit sympathischen Charakteren, die man gerne einmal persönlich kennenlernen würde!

30.11.2006 18:05:55
thomas buran

Leb wohl van Veeteren, Münster und Reinhardt .. hab euch ein wenig zu lieb gewonnen um euch aufgeben zu wollen. Ich hatte mit dem grobmaschigen Netz einen holprigen Start aber schon das vierte opfer ist einer der besten skandinavischen Krimis überhaupt.. die einzigartige Klasse Nessers zog sich wie ein roter Faden bis zum exzellenten Schluss durch. Geruhsamen Lebensabend van Veeteren.

29.10.2006 19:23:37
Jochem

dies war mein erster Nesser-Roman, ich mag intelligent aufgebaute Handlungen, finde diese auch im "sein letzter Fall" im Ansatz.
Aber es ist ein wenig lustlos geschrieben. Mankell ist anders, ein Vergleich will ich aber nicht ziehen, da dieser relativ düster schreibt.
Ich werde nach diesem Roman weitere lesen

29.10.2006 17:26:33
Otto Qu.

Ich finde das Buch absolut spannend und ergreifend. Die Einblicke in die Gedanken van Veeterens steigern das Mitempfinden. Ich habe mitgefiebert, wie die Lösung des Falls wohl aussehen wird.
Die kleine Rahmenhandlung über das Mäd-chen der ermordeten Frau finde ich dagegen völlig überflüssig. Und dass der Mörder in sei-ner Kindheit die jüngere Schwester jarelang missbraucht hat, wirkt wie ein abgegriffenes Klischee.

20.08.2006 21:55:06
PaulKuhn

Großartig, ein würdiger Abschluss der Reihe um van Veeteren. Es gab in der Reihe zwar einige kleine Schwachstellen, aber "Sein letzter Fall" ist ein absolut würdiger Abschluss, der mich doch traurig zurücklässt, dass es keine neuen Geschichten um Van Veeteren geben wird. Und langatmig ist diese Krimi auf keine Fall, eher 200 Seiten zu kurz, denn ich möchte mehr von Van Veeteren erfahren.
Noch was zum Vergleich mit Mankell: Der ist mir zu negativ. Bei Nesser kann man doch noch mal übe den sympatischen Zynismus lachen. Auch ist Nesser in kleinen Sätzen zutiefst human udnn philosophisch. Mankell dagegen hat keinen Humor.

29.06.2006 06:37:54
Claudia

Haken Nesser, so langsam wird er zu einem meiner Lieblingsautoren und sein Kommissar Van Veeteren wird mir auch immer symphatischer. Die Bücher lassen sich einfach und flüssig durchlesen, nicht das einem der Kopf qualmen würde. Lesen und einfach abschalten, bei diesem Buch garantiert.

17.06.2006 23:56:11
Marcus

zum vorherigen Kommentar betreffend Erich:

Seite 322: [...] und begann an Erich, seinen toten Sohn zu denken.

Zeitpunkt Mai 2002.

15 Jahre vorher, im ersten Teil lebte Erich noch, was ist daran unverständlich?

27.05.2006 20:16:47
William

Das Buch ist wirklich sehr gut, spannend und mit vielen Verführungen.
Was mir nicht klar ist weshalb Erich , Sohn von van veeteren hier vorkommt, wo er doch im Fall "ein uznglücklicher Mörder" zu Tode gekommen ist ???????

19.05.2006 08:48:49
Ute Manetstötter

Also ich fand das Hörspiel super. Nachdem ich täglich 80 Minuten im Auto sitze "höre" ich Bücher. Nach "Der Tote vom Strand" hörte ich "Sein letzter Fall". Ich meine zu mäkeln gibt es immer was, aber ich habe Van Veeteren schon in mein Herz geschlossen. Die Figuren finde ich authentisch und die Spannung, zumindest in den Hörbüchern, ist sehr gut aufgebaut. Ich verlangte keine hochtrabende Lektüre und bekam was ich wollte. Spannung, Kurzweil und eine Bereicherung in der Liste meiner Lieblingsautoren !

30.04.2006 20:02:33
planorbis

Ich habe den Krimi noch nicht zu Ende gelesen, vielleicht ist es noch zu früh für einen Kommentar. Aber leider kann ich jetzt schon feststellen, dass die Vorfeude komplett enttäuscht wurde. Wie schon andere feststellten, ist er vor allem sehr langatmig, viel Füllstoff und Wiederholungen, alles wie mir scheint, um auf eine ordentliche Seitenzahl zu kommen. Halb so viel wäre mehr. Auch die Spannung fehlt, selbst wenn sie sich noch auf den letzten Seiten einstellt, ist das zu wenig. Bereits der vorletzte Veteren war äußerst dürftig, es sieht so aus als hätte Nesser schon seit längerem den Spaß an der Serie verloren gehabt und nur noch wegen des Verlags o.ä. weitergeschrieben.
Sehr schade, da die ersten Veteren-Romane zu den besten von mir gelesenen Krimis gehören.
Hoffentlich findet Nesser wieder zur hochform zurück.

13.01.2006 16:01:11
ulrich

All diese Lobeshymnen kann ich nicht nachvollziehen. Von Nesser habe ich (fast) alle Bücher und stelle immer wieder fest, wie unterschiedlich er schreibt. Nach ~ 150 Seiten überlege ich mir, ob ich es nicht weglegen soll. Es liest sich in meinen Augen wie ein 08/15 Detektiv-Roman. Ohne Atmosphäre, wenig Handlung...es plätschert so dahin. Wie viel besser seine Bücher ohne Komissare!

30.10.2005 15:34:36
Don Vigo

Nesser wird als der neue Mankell beschrieben, doch ist das etwas ungerecht, denn Nesser ist besser: sowohl sprachlich, als auch logisch. Dass man nebenbei noch öfters lachen kann und Sätze findet, die man in - seltsamere - Poesiealben findet, macht die Sache rund.

27.09.2005 14:10:48
Felicia

"Sein letzter Fall" ist zweifellos eines der besten Bücher die ich je gelesen habe. Nicht nur, dass Nesser-wie fast in all seinen Büchern- einfach super schreibt, in diesem Buch ist Lösung, zumindest meiner Meinung nach- auf keinen Fall zu erraten!!

04.06.2005 18:08:31
Elisabeth Cavalierre

Ich fand das Buch vor allem am Ende sehr gut geschrieben, aber trotzdem waren mir einige Stellen zu langatmig Geschrieben. Wie Leute vor mir schon sagten: Das Buch hätte ruhig 150 Seiten kürzer sein können.
Ich werde mich aber trotzdem daran machen, die weiteren bände zu lesen.

22.03.2005 08:50:39
Peter

"Sein letzter Fall" war mein erster Nesser, den fand ich immerhin so gut, dass ich jetzt bis auf "Die Schwalbe, die Katze..." alle gelesen habe. Obwohl mir die Lösung relativ am Anfang des 2. Teils klar war, war es für mich Spannung bis zum Schluß. Dieses Buch hat mir den Appetit auf die Serie gemachtl, hier ist Nesser wirklich brillant, im Gegensatz zu einigen Fällen zwischendurch.

29.01.2005 14:30:03
Andreas Theune

Ich haben den Krimi als Hörbuch (warscheinlich gekürzt) gehört und fand ihn eingentlich recht gut, obwohl ich Nesser längst nicht so gut wie z.B. Mankell finde. Van Veeteren nimmt in diesem Roman die Hauptrolle ein. Sein Seelenleben wird sehr gut beschrieben und er kommt sowohl sympathisch als auch mit Ecken und Kanten rüber.

Das Verbrechen selber ist nicht ungewöhnlich und die Auflösung ist zu erraten. Gut gefallen haben mir die Szenen zu beginn um den kaputten Privtdedektiv Verlangen.

Schlecht fand ich, dass die Täter nicht sehr präzise charakteresiert werden. Dei Gründe für ihre Grausamkeit werden nicht thematisiert. Somit fehlt dem Roman eine Dimension, die ich in einem wirklich guten Krimi erwarte.

Für mich war das Buch einer der besseren Krimis von Nesser. Wer seinen Stilmag wird das Buch ebenfalls mögen. Für mich ist Nesser nur ein durchschnittlicher Krimiautor und das Buch spannende Unterhalten auf gutem aber nicht hervorragenden Niveau.

16.01.2005 14:17:17
Bea

Da ich ein absoluter Hakan Nesser Fan bin, bin ich vielleicht voreingenommen, aber ich fand diesen Krimi superspannend. Mag sein, er hätte ihn etwas kürzen können, bes. im ersten Teil, aber ich genisse jede Seite von Hakan Nesser. Nur....bin ich doof....wer war den jetzt das keleine Mädchen am Anfang? Sie muss ja wohl die Tocher der Hamburgerin gewesen sein, oder? Das hat mich etwas irritiert, denn das baute zusätzliche Spannung auf, ohne letztendlich etwas mit dem Plot zu tun zu haben. Oder bin ich jetzt ganz verkehrt? lg Bea

04.12.2004 14:21:25
Bjoern

Ich habe alle Bücher aus der V.V. Reihe gelesen und war von dem "Schlußpunkt" keinesfalls enttäuchst. Sehr komisch fand ich auch, dass von "Herrn Wallander" und Frau "Holt" die Rede war. (In einem anderen Band war einmal die Rede von einer Frau Murkzlund). Die Sprache ist einfach wiedermal grandios in dem Buch und Shakespear kommt auch wieder nicht zu kurz. Klasse. Lesen!

17.10.2004 15:36:19
Frank Schümann

Ich schließe mich der Meinung meines Vor-Schreibers an - bin ein bißchen enttäuscht, vor allem, was die Spannungsbögen betrifft. Der "Fall G" (der viel bessere Originaltitel) ist für meinen Geschmack um rund 150 Seiten zu lang, kommt nicht richtig in Fahrt - wenngleich Figurenzeichnung und Dramturgie grundsätzlich sehr gut sind (wenngleich bei weitem nicht so herausragend wie etwa "Schwalbe.." oder "Kim Novak..."). Sehr schön ist die Anspielung auf Kommissar Wallander, den Nesser auf der Polizeiwache in Maardam anrufen lässt ("verwählt"), aber auch sonst werde ich den Verdacht nicht los, dass Nesser mit diesem Buch beweisen will - gerade im Mittelteil - dass er genauso schreiben kann wie Mankell. Wussten wir doch längst! Leider verliert dadurch der Plot an Spannung. Dennoch: Lieber ein durchschnittlicher Nesser wie dieser als 80 Prozent aller anderen Krimis.

20.09.2004 15:30:29
martin

nun ja. habe alle bücher (die auf deutsch erschienen sind) von hakan nesser gelesen, aber dieses zählt für mich nicht zu den besten. der lockere und teilweise sarkastische stil seiner anderen bücher geht mir ab. erst im zweiten teil geht van veeteren wieder zur normalform auf, der schluß ist wiederum sehr spannend. aber es ist auch nicht einfach, nach "die schwalbe, die katze, die rose und der tod" noch eins draufzusetzen. gute unterhaltung, aber kein nesser in höchstform.