Die Schwalbe, die Katze, die Rose und der Tod

Erschienen: Januar 2003

Bibliographische Angaben

  • Stockholm: Bonnier, 2001, Titel: 'Svalan, katten, rosen, döden', Seiten: 527, Originalsprache
  • München: btb, 2003, Seiten: 571, Übersetzt: Christel Hildebrandt
  • München: Goldmann, 2005, Seiten: 571, Übersetzt: Christel Hildebrandt
  • Köln: Random House Audio, 2004, Seiten: 6, Übersetzt: Dietmar Bär

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Thomas Kürten
Nesser immer besser

Buch-Rezension von Thomas Kürten Sep 2003

Unumstritten ist er nicht. Mitunter heißt es, er reite lediglich auf der Welle des Erfolges skandinavischer Schriftsteller mit. Viel zu oft muss er sich mit seinem Landsmann Mankell messen lassen. Hakan Nesser muss man jedoch bescheinigen, dass er nach durchschreiten eines Tränentals immer besser wird. Vorläufiger Höhepunkt der Kriminalreihe um das Team der Polizei Maardam bildet der im August 2003 auf deutsch erschienene Roman "Die Schwalbe, die Katze, die Rose und der Tod".

Der pensionierte Hauptkommissar van Veeteren erhält am Tag vor seinem Urlaub Besuch von einem Pastor, der sich ihm anvertrauen will. Van Veeteren hat keine Zeit für ein Gespräch und vertröstet ihn auf ein Treffen drei Wochen später. Als er aus dem Urlaub zurück kehrt, erfährt er aus der Zeitung vom Tod des Pastors, der von einem Zug überrollt wurde. Obwohl Kommissarin Ewa Moreno den Fall entweder als Unfall oder Selbstmord abgelegt hat, glaubt van Veeteren an einen Mord.

Was hat ein Mörder aus einem alten Kriminalroman mit dem Fall zu tun?

Kurz später wird die Leiche einer manisch-depressiven Alkoholikerin gefunden, ihre Tochter gilt zunächst als vermisst. Bei der Ermittlung stoßen die Kommissare Jung und Rooth in der Wohnung auf 46 Namen, darunter der Name des toten Pastors. Wollte der Gottesdiener van Veeteren von dieser Frau erzählen? Ferner findet die Polizei den Namen einer literarischen Gestalt, entnommen einem unbekannten britischen Kriminalroman der 30er Jahre, geschrieben von einem unbedeutenden Autor. Dieser "Benjamin Kerran" ist im Roman ein Mörder, der seine Opfer durch erwürgen umbringt. Hat der Mörder diesen Namen verwendet, um sein Opfer kennen zu lernen? Ansonsten hat er nämlich nicht die geringste Spur hinterlassen. Die Polizei tappt im Dunkeln.

Erst als die Tochter der Ermordeten ebenfalls erwürgt aufgefunden wird und eine weitere Frau vermisst wird, kommen die Ermittlungen langsam in Fahrt. Wiederum hat sich der Mann eines Namens einer literarischen Figur bedient. Alte und ungeklärte Fälle werden erneut aufgerollt und dabei findet Ewa Moreno die sprichwörtliche "Nadel im Heuhaufen", die die Ermittler zu einem elitären Universitätsverein führt. Ist der Mörder ein Mitglied dieses Elitezirkels?

Lange Zeit waren Nessers Charaktere zu flach - bis jetzt

Man kann Hakan Nesser vorwerfen, dass seine Figuren lange Zeit zu flach waren. Außer des dominanten Charakters Erich van Veeterens erfuhr man in seinen ersten Büchern nahezu gar nichts über die anderen Ermittler. Nesser musste erst van Veeteren pensionieren und die absolut farblosen und uninteressanten Kommissare Heinemann und de Bries sterben lassen, um andere Charaktere der Maardamer Polizei schärfer zu zeichnen. Er schrieb Bücher, in denen jeweils ein anderer Ermittler zum Protagonisten aufstieg (Münsters Fall, Der Tote vom Strand (im Original: "Ewa Morenos Fall")). Nun endlich schafft er es, jeder einzelnen Figur ein scharfes Profil zu geben. Sei es der immer zu einem flotten Spruch aufgelegte Rooth, der so gerne verliebt wäre, die hübsche Ewa Moreno, die darüber nachdenkt sich an ihren Partner zu binden, oder die Kommissare Jung, Münster und Reinhardt mit ihren Familien. Sogar die neue Kollegin Sammelmerk wird direkt zu einem greifbaren Charakter. Die jeweiligen Lebenssituationen der verschiedenen Charaktere weiß Nesser dabei geschickt zu nutzen um über Einsamkeit, Partnerschaft und die Suche nach dem Glück zu reflektieren. Und Nesser kann mit seiner Gesellschaftskritik überzeugen.

Brillant besonders der namensgebende Abschnitt, in dem Nesser beschreibt mit welcher Grausamkeit van Veeterens Katze eine Schwalbe jagt, fängt, mit ihr spielt und schließlich tötet. Hier läuft er zu erzählerischer Höchstform auf. Äußerst gelungen sind auch die Zeitsprünge und Rückblicke zu bezeichnen und die Art und Weise, wie er sie in die Handlung einbaut. Damit fügt er dem Charakter des Mörder immer wieder ein Mosaiksteinchen hinzu, ehe man ihn gegen Ende des Romans selbst zu kennen glaubt.

Ein sehr geheimnisvoller, lautloser und spurenverwischender Gegner

Nesser hat sich deutlich entwickelt. "Die Schwalbe, die Katze, die Rose und der Tod" ist nicht mehr vergleichbar mir den frühen Highlights der Reihe (Das grobmaschige Netz, Das falsche Urteil) Van Veeteren hat sich vom Zahnstocher kauenden Griesgram zu einem Menschen vom Schlag eines lieben Opis entwickelt. Trotzdem gewinnt man nicht den Eindruck, dass er sich vom van Veeteren der alten Bücher wesentlich unterscheidet. Es tut dem Roman gut, dass er wieder ins Geschehen eingreift und unorthodoxe Ermittlungsmethoden auspackt. Ein sehr geheimnisvoller, lautloser und spurenverwischender Gegner verleiht dem Roman die gewisse Würze, die Leser fesseln kann. Für ein Herbst- oder Winterwochenende eine hervorragende Unterhaltung auf gehobenem Niveau.

Die Schwalbe, die Katze, die Rose und der Tod

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Letzte Kommentare:
24.06.2013 12:06:24
Moschi

Ein guter Nesser, aber kein übermäßig spannender. Wie immer begeisterte mich der Schreibstil des Autors und seine gute Darstellung der Personen. Auch die Story an sich war nachvollziehbar, man "lebt" beim Lesen in der Handlung. Was mich ein wenig enttäuscht hat, war die kurze, unbefriedigende Beschreibung des Täters. Vor allem gegen Ende der Geschichte hätte ich eine genauere, detailliertere Analyse zu dessen psychischen Hintergrund erwartet.
Trotz einiger Schwächen: Leseempfehlung.

05.06.2012 17:49:34
ZeLe

Es war so gut beschrieben daß ich mich schon bedrückt fühlte... man atmete regelrecht diese "schwarze" Atmosphäre von Verzweiflung. Man wird in diesem Sog aus Traurigkeit und Verlassenheit gezogen, aber es ist und bleibt immer spannend. Gute Kombination eigentlich.
Ein Buch welches man nicht so leicht vergiß!
Gedanken wie :"können Menschen so wiederlich sein?" begleiteten mich schon beim Lesen...

17.03.2012 23:12:07
Dickie_Greenleaf

Gut geschrieben vom Stil her und daher gut zu lesen, hinterlässt die Lektüre am Ende doch ein unzufriedenes Gefühl. Das liegt möglicherweise am Aufbau der Geschichte. Zuerst erfahren wir sehr viel über den Mörder und sein Vorgehen und wenig später sehen wir die Dinge auch aus den Augen möglicher Opfer. Das war sehr spannend und absolut gut geschrieben. Doch ab der Mitte des Buches schwenkt der Blickwinkel dann auf die ermittelnden Kommissare und Inspektoren um und die tappen im Dunkeln, obwohl gewisse Hinweise vorhanden sind. Vor allem, weil man als Leser ja von Anfang Einblick hatte und Bescheid weiß. Die auf der Stelle tretende Polizeiarbeit ist dadurch schwer zu ertragen. Die vielgerühmte Intuition von VV lässt außerdem sehr lange auf sich warten. Alles in allem eine Geschichte, die mich in den Bann gezogen hat, aber nicht wegen, sondern trotz der agierenden Ermittler.

16.01.2010 10:34:36
Dirk Hannappel

Ich bin hin- und hergerissen.
Man muss die Art wie Nesser erzählt,
schon mögen um diesem Roman volle Zustimmung zu geben. Besonders im Mittelteil des Buches passiert im eigentlichen Plot sehr wenig. Er beschreibt Charaktere, Stimmungen und
Gedanken aller Beteiligten. Erst zum Schluss hin nimmt das Buch wieder Fahrt auf und fesselt durch Handlung.
Letztendlich bleiben nach der letzten Seite sehr viele Frage offen. Vielleicht ist es aber gerade das, was mich sehr nachhaltig an das Buch denken lässt.
Ich mag Nesser, seine Art die Dinge zu sehen und aufs Papier zu bringen. Und ich mag VV, dessen Entwicklung zum Bibliothekar sehr treffend gelungen ist. Sicher kein Krimi für reine Action-Freunde.
Letztendlich...auch mit bißchen Abstand, empfehle ich ihn weiter. 85°

04.10.2008 18:37:55
Tarlaniel

Kommentar von Krofta ohne Spoiler:

Ich habe zum ersten Mal eine Hör CD von Nesser gekauft weil Dietmar Bär so eine tolle Stimme aufwies.Es handelte sich um:Kim Novak badet. .Ich war jedoch entsetzt,da ich das Gefühl hatte die Geschichte dreht sich nur um pupertierende Kids die Onanierprobleme haben.Erst ab der dritten CD fing ich an den Inhalt zu lieben und bis zum Schluß fesselte mich der Krimi.Heute weis ich ,das das vorgeplänkere sein mußte damit der Inhalt stimmig ist.Ich höre Sie immer wieder gerne sodas ich mir erneut eine Nesser CD kaufte.Diesmal war es :Die Schwalbe.Hier war ich von der ersten CD an gefesselt aber schon ab der zweiten lahmte der Inhaltso sehr, sodaß ich die CD 4 & 5 fast komplet durchgespult habe da sie so langweilig waren.Erst die letzte CD habe ich wieder komplett gehört.Man hätte das Buch von 6 auf 3 CD`s reduzieren können.Die Lösung ist an den Haaren herbeigezogen und mit fehlen viele Inhalte. [...] Tausende von Fragen und keine Antwort.Schade,dabei hatte es so toll angefangen.Trotzdem werde ich nochmal eine HörCD von Nesser kaufen,alleine deswegen weil Dietmar Bär ein toller Vorleser ist.Dann noch zu dem Vergleich von H.Makell.von ihm habe ich schon 7 Cd´s und war noch von keiner enttäuscht bzw irgendwann gelangweilt.Er schreibt flüssig und plausiebel und es wird niemals langweilig.Außerdem sind seine Gefühlspassagen plasticher dargestellt.,wärend Nesser ständig vom Wichsen,Blasen,Lutschen.usw spricht.Zum Glück habe ich die Nesser Bücher erst gehört bevor ich den Kommisar Van Veeteren im Fernsehen gesehen habe.Eine totale Fehlbesetzung.Ich stelle mir den Kommisar viel agiler und drahtiger vor und nicht einen schwedischen Kolomboverschnit im Alter von 80 Jahren.Aber zum Glück bleiben die Hörbücher und die eigene Phantasie.

04.03.2008 02:00:31
Rolf.P

Die Geschichte ist spannend und in einem fast poetischen Stil geschrieben. Ich bin angenehm überrascht, dass Nesser immer wieder steigerungsfähig ist.
Van Veeteren erscheint wieder gewohnt schweigsam und genial. Die Geschichte ist flüssig und hat einen guten Spannungsbogen. Neben einem sehr spannenden Kriminalfall mit raffinierter Auflösung bietet das Buch somit hinreichend Tiefgang und ein typisches Nesser-Finale.
Sehr lesenswert!

13.01.2008 11:24:31
bg

Seht Euch bloß nicht die entsetzlich langweiligen Verfilmungen der Nesser-Romane an. Das verdirbt die Lust auf seine Bücher.
Schade eigentlich, aus Schweden kommen sonst sehr spannende Mankell-Verfilmungen.
In Schweden wird wahrscheinlich in der Film- und Fernsehindustrie genau so gekunkelt wie in Deutschland. Nepotismus - er lebe hoch. Wie kommt sonst der Lahmarsch von van Veeteren-Darsteller ins Fernsehen.

30.12.2007 17:30:50
Alter Schwede

Rolands Meinung trifft ins Schwarze. Schade, daß man von Nesser bisher nicht noch mehr "Kim Novak's" lesen konnte. Die Van V.-Krimis sind auch sehr gut, reichen aber nicht an die Klasse von Genezareths See.

26.11.2007 20:28:32
Roland Richter

Nach meiner Einschätzung hat die Qualität der Håkan-Nesser-Bücher mit der Zeit leider nachgelassen.
Dabei sticht insbesondere "Kim Novak badete nie im See von Genezareth" hervor; zwar kein typischer Nesser-Krimi mit VV, Münster, Moreno usw., dafür aber für mich besser als alles, was danach kam (und übrigens auch als Film empfehlenswert). Insofern hat Antje vielleicht mit dem "falschen Nesser" angefangen; insgesamt bleibt er für mich aber ein Krimi-Favorit und das auch noch vor Henning Mankell.
Roland

19.10.2007 22:37:51
Antje

Der erste Nesser, den ich gelesen habe. Ich gebe zu, dass ich Mankell vorziehe, weil bei ihm die Polizeiarbeit und die Menschen realistischer gezeichnet sind.

Der Mörder und die Morde haben einen extremen Gruselfaktor, beides sorgt für fingernägelkauende Spannung. Gut ist auch die Idee mit den literarischen Decknamen. Pluspunkte dafür!

Pluspunkte für van Veeteren, er hat eine hervorragende Spürnase, keine Angst vor einer möglichen Blamage und versucht auf trickreiche Art den Mörder einzukreisen und festzunageln. Man wünscht ihm dabei mehr Erfolgserlebnisse und weniger Selbstvorwürfe wegen des eigenen Alters.

Minuspunkte dagegen für die äußerst langatmige Suche nach Hinweisen. Irgendwann erwartet man als Leser/in, dass es mal weitergeht. Wenn die Polizei im Dunkeln tappt, braucht man nicht 100 Seiten, um von dieser Tatsache zu erzählen. Dafür reichen auch 30 Seiten, bis dann der nächste Hinweis auftaucht.

Minuspunkte auch für unrealistisch geschildertes Verhalten von Personen (z.B. kehrt das Mädchen in die Wohnung des Würgers zurück, um festzustellen, ob sie ihn getötet hat - sorry, aber so doof ist niemand! Die Polizei hat keine Erklärung dafür, warum der Mörder dem Mädchen die Beine abgehackt hat - dafür gibt es eigentlich nur zwei mögliche Gründe: "Handschrift des Serientäters" oder praktische Gründe, beides würde die Polizei normalerweise in Betracht ziehen und prüfen.).

Weitere Minuspunkte für "stumpfe Motive": Der ermordete Pfarrer kennt z.B. Marianne, eine Bekannte van Veeterens, doch dies wird im Buch nicht weiter verfolgt, van Veeteren kommt nicht auf die Idee, mit Marianne wegen des Pfarrers zu sprechen.)

Minuspunkte für übertrieben häufiges Onanieren - dass der Mörder ein Sexualmörder ist, ahnen wir ohnehin schon von Anfang an - und weitere Minuspunkte für versuchte Ausflüge in die Philosophie, denn die enden meist in unerträglich banalen Schlussfolgerungen.

Die meisten Minuspunkte vergebe ich allerdings für den wirklich hanebüchenen, dick aufgetragenen und völlig unrealistischen Schluss. Mir hätte eine saubere Lösung mit Falle stellen und Festnahme besser gefallen.

Und schließlich, in welchem Land spielt das Ganze? Ich vermute in den Niederlanden mit fiktiven Städten. Aber das Um-sich-Werfen mit Namen unterschiedlicher Nationalität, zum Teil englisch-polnisch oder französisch-griechisch gemixt, riecht allzusehr nach Vorgaben vom Verlag, den Roman so international verkaufsfähig wie möglich zu machen. Das wirkt ein wenig gewaltsam. Der Roman könnte genau so gut in den real existierenden Niederlanden und im real existierenden Amsterdam angesiedelt sein (dann hätte Nessers in seinem Roman eine ähnliche Atmosphäre kreiert wie der sehr gute Film "Verfluchtes Amsterdam"). Das hieße dann aber genauere Ortsrecherchen, mehr landestypische Einzelheiten und würde, so fürchtet der Verlag wahrscheinlich, die internationale Verkaufsfähigkeit wieder einschränken.

Alles in allem: Gut verdauliche Krimikost mit einigen verborgenen Olivenkernen drin :-)

04.10.2007 08:30:56
guido

meine güte, was für ein wälzer und so ein langatmiger stuss !!

ich glaube, nesser wusste beim schreiben selbst nicht mehr, wohin die reise mit seinem würger gehen sollte.

erst gegen ende kommt ein wenig fahrt auf, aber selbst die letzten seiten mit dem völlig hanebüchenden ende lassen nicht den wunsch aufkommen, noch mehr von dem finnischen, frauenverstehenden lehrer aus upsala zu lesen.

einzig die figur vV mag zeitweise fesseln - der rest des handelnden personals ist nur staffage und ödet mit beziehungsproblemen und banalem blabla über den kriminalistenalltag vor sich hin.

17.04.2007 12:29:05
wintertraum

Also ich bin gerade fertig geworden mit dem Buch. Ich habe schon wesentlich schlechters gelesen, aber leider auch sehr viel besseres.
Meiner Meinung hat sich das Buch auch etwas gezogen und war nicht sonderlich spannend oder überraschend. Trotzdem gehört Nesser zu meinen Lieblingsautoren!

02.06.2006 15:41:41
Daniel

wenn ich lese " Nesser immer besser ", frage ich mich wie schlecht
er eigentlich davor war. Ich fand das Buch ziemlich langweilig und lahm.
Auch wie van Veeteren und Co dem Täter dann auf die Spur kommen
ist absolut nicht prickelnd.
Zudem ist das Buch auch noch viel zu lang.
Also kurz um, ich werd kein weiteres Buch mehr von Nesser lesen

17.02.2006 14:08:51
Anja S.

Nach diesem ganzen Heioppei um die Werke von Herrn Nesser habe ich mir auch mal eines zu Gemeute gefuehrt.
nun ja, das Buch hat mir nicht besonders gut gefallen. maessig spannend, psychologisch nur mittelpraechtig gut ausgefuehrt, keine Atmosphaere.

14.02.2006 11:35:44
Gilbert

Die Polizei kann lange im Heuhaufen suchen, wenn sie sich nicht mal auf den Antwortbrief des Mörders auf die Flirtanzeige der beiden Frauen stürzt. Ab der Mitte des Buches quälte mich die Vorstellung (was ist mit dem Brief? warum interessiert sich keiner für den Inhalt des Briefes? Die Wildcard?) so sehr, daß ich die Qualitäten stark herabstufe. Und ich bin kein guter Detektiv!

09.02.2006 11:26:07
Paul Hoff

Dieses Buch ist wie alle Romane die ich bisher von Hakan Nesser gelesen habe spannend von Anfang an. Es ist ein der Bücher, die man nicht wieder so schnell aus der Hand legt weil man wissen will wie es weiter geht.
Urteil: Sehr gut !!!

19.12.2005 15:54:46
Verena

Das Buch war stellenweise wirklich interessant, aber die Ermittlungen ziehen sich so in die Länge, dass das Buch teilweise langweilig wird. Außerdem finde ich, dass man einen guten Magen dafür bracuht, aber das ist ja typisch für einen Nesser-Roman. Insgesammt finde ich das Buch empehlenswert bei den Leuten, die Ausdauer haben und das Buch nicht gleich wieder zuschlagen, wenn es einmal fad ist.

12.12.2005 13:01:32
Andreas

Ein sehr gutes Buch.
Ich vergebe immer 90 + x Punkte, wenn ich von einem Buch gefesselt werde. Hier waren es nur 89 Punkte, weil die Fesselung kurz bevor stand aber nie erreicht wurde.
Aber "sehr gut" ist ja auch schon was.

18.11.2005 14:55:08
Till

Für mich gehört das Buch nicht zu den besten aud der VV-Reihe. Zwar ist 3/4 der Handlung durchaus fesselnd. Der Mörder ohne Spuren wird wirklich überzeugend eingeführt. Aber das Detail, das schließlich zu seiner Überführung führt, ist echt lächerlich. Niemals würde er es an den Tatort mitnehmen, geschweige denn dort verlieren, wenn er wirklich darauf bedacht wäre, seine Identität zu verschleiern. Sehr schade, Nesser kanns besser.

26.10.2005 17:44:09
Thomas Ebert

Als Urlaubskrimi wurde dieser Nesser mir von einer Freundin empfohlen. Leider hat der Klappentext meine Erwartung nicht erfüllt. Ich gebe zu, es war für mich eine Quälerei das Buch zu Ende zu lesen. Viele Passagen fand ich überflüssig und die Handlung nicht vorantreibend (z. B. der Mord an dem Londoner Mädchen, der später nie wieder aufgenommen wird). Auch die Erklärung, aus welchem Grunde einem Mordopfer die Beine abgehackt wurden, scheint am Ende - genau wie der gesamte Schluss - auf die Schnelle "geschustert" worden zu sein. Zur Mitte des Buches fragte ich mich, wann der spannende Teil beginnt. Erstaunlich finde ich auch, dass 1 1/2 Jahre alte Spuren bei einer anderen Polizeibehörde nach einem kurzen Blick in das Telefonbuch zugeordnet werden können.

Weniger wäre mehr gewesen.

16.10.2005 17:23:21
Kavita

Nachdem ich alle Mankells verschlungen habe und auf der Suche nach einem Ersatz war, muss ich sagen, dass ich denke einen gefunden zu haben!
Fand das Buch schon sehr gelungen, es wird aber nie den Status eines Mankells erreichen, und somit eben immer nur Ersatz bleiben.

30.09.2005 19:21:56
sasa

Es ist mein erstes und letztes Buch von H.N. - Wenn der Leser sich mit dieser Geschichte, die ja durchaus spannend angelegt ist und das ja auch bis zum Schluß, so ärgert es einen von der ersten bis zur letzten Seite, das der Autor, oder die Übersetzerin oder der Verlag/Lektor, von niederländischer Geografie und entsprechender Schreibung mit allem was dazu gehört keine Ahnung bzw. fehlende Sorgfalt gezeigt haben. Und dann die Namen ....
Auch das gehört zu einer guten Geschichte.

17.08.2005 01:01:28
Mimi

Sicher - Kriminalromane sind Spiegelbilder des Bösen... Aber merkwürdig ist es schon, dass zumindest in der deutschen Übersetzung dieses Romans extrem häufig das Wort "Teufel" - in Redewendungen, Ausrufen Floskeln oder z. B. der Bezeichnung "Fitnessteufel" etc.- verwendet wird.
Die Frage stellt sich, ob Herr Nesser in seinen übrigen Romanen ebenfalls schon die Verwendung des Wortes "Teufel" hatte. Diesen Roman werde ich - nur halb gelesen - meinem Kamin schenken und gewiß von Nesser Abstand nehmen.

15.08.2005 15:45:09
Stoani

Mein 1. Roman, den ich von Nesser gelesen habe und garantiert einer seiner besten. Bis jetzt habe ich fast alle VV-Krimis bis auf den letzten verschlungen und ich muss sagen, dass dieser einfach genial ist. Auch wenn viele hier meinen, dass der Roman nur zu 80% spannend und das Ende eher schwach ist, kann man trotz allem nicht klagen, dass es sich um ein Finale handelt, mit dem man sicher nicht gerechnet hat. Wenn jemand Van Veeteren als "Superman" bezeichnen will, der alles weiss und sofort auf den Mörder schliessen kann, soll er das ruhig tun - das Buch ist so spannend, man verzeiht einem Nesser gern diesen kleinen Fehler. Ich kann jedem Krimifan dieses Buch wärmstens empfehlen!

11.08.2005 18:58:20
angie

Ich kann mich der Meinung von Otto Quaings voll anschließen.

Ich fand die ersten 3/4 des Buches äußerst gut. Wahnsinnig gelungen! Aber von dem Rest war ich extrem enttäuscht. Und da das Ende für mich nun mal 40% der Qualität eines Buches ausmacht, schneidet dieses Werk bei mir nicht so gut ab.

31.07.2005 18:34:31
S. Lampasiak

Die Kriminalromane mit Hauptkommissar van Veeteren würden mir noch viel besser gefallen wenn a: sie nicht so langatmig wären - oft ist weniger mehr -
b: die Handlung sich nicht in einem fiktiven Land abspielen würde.
Als Leser irritiert es mich doch sehr, wenn ich den Ort des Geschehns nicht eindeutig zuordnen kann.
Alles in allen sind die Kriminalromane aber doch empfehlenswert. Man darf aber nicht den Fehler begehen sie mit einem Mankell zu vergleichen.

26.05.2005 11:12:53
Otto Quaing

Ich fand das Buch zuerst sehr spannend und fesselnd. Als van Veeteren aber immer mehr ins Spiel kommt, wird so getan, als ob er ein Supermann ist, der natürlich sofort aus einer Liste von 152 Namen den Mörder findet. Ich hatte den Eindruck, dass Nesser zuletzt das Buch endlich beenden will und deshalb die Handlung abkürzt. Sehr zweifelhaft finde ich seine Sympathie für den grausamen Racheversuch der Frau, die dem Serienmörder entkommen ist.

11.05.2005 09:18:20
Ulrich

Jetzt habe ich 4/5 von diesem Buch gelesen, war vorher total gespannt, was sich hinter diesem Titel verbergen könnte und was ihn sogar zu einem \'SPIEGEL-Bestseller\' gemacht hat. Aber ich bin enttäuscht. - Sicherlich ist Polizeiarbeit eine mühsame, zeitlich oft lang andauernde Angelegenheit. Aber was hier mit viel wörtlicher Rede und lang anhaltendem Geplänkel ge- schrieben steht, fordert Ausdauer und Geduld. Wenn auch auf die Personen näher eingegangen wird, so fehlt doch eine, für einen Krimi so wichtige Atmosphäre. Einige Passagen hätten ruhig gestrichen werden können, sie erscheinen mir als Seitenfüller. - Da war ich bei H.Nessers Buch "Barnims Dreieck" von der Spannung überwältigt und jetzt dieses. Schade.

26.04.2005 16:03:40
Herbert

Solange die Polizei noch keine brauchbaren Spuren hat, ist der Roman ungemein spannend. Das sind so ca. 80% des Buches. Detailliert werden Handlungsabläufe geschildert und auch die frustrierende Suche nach dem Täter ist sehr fesselnd. Dann geht es aber ruck-zuck und für meinen Geschmack unbefriedigend zuende; zumal einige Fragen offen bleiben. Insgesamt hat mir das Buch aber gut gefallen.

12.11.2004 18:40:09
Flo

An Babs:

Schweden deshalb, weil Hakan Nesser aus Schweden kommt und auch noch dort lebt! Obwohl seine Romane, wie Nesser selbst sagt, in einer fiktiven Mischwelt aus Schweden, den Niederlanden und Deutschland (zumindest was die Bezeichnung von Städten, Orten, Landschaften etc. angeht) handeln, gehe ich davon aus, dass sich der Autor von seiner unmittelbaren, ihn in seinem Heimatland umgebenden Umwelt beim Schreiben inspirieren lässt! Und deshalb die Frage nochmal, egal wo der Roman auch spielt (viell. abgesehen von Russland :):

Warum trinkt die Polizei so viel Alkohohl?

10.11.2004 13:54:01
Babs

Wieso in Schweden?
Das ganze spielt doch in den Niederlanden, oder nicht? Das häufig vorkommende Wort "Plejn" für "Platz" ist nicht schwedisch - da heisst es "Plan".
Korrigieren Sie mich, falls ich mich irre....

11.10.2004 23:59:37
Flo

Zuerst muß ich sagen, dass auch dieses Buch von Hakan Nesser mir sehr gut gefallen hat, vielleicht das beste aus der VV-Serie. Aber ich hab mal eine generelle Frage zu einem Sachverhalt, der mir bisher in jedem Nesser-Buch (glaube ich zumindest) aufgefallen ist:

Warum trinken die bei der Kriminalpolizei neben Kaffee nur soviel Bier? Zu jeder Tageszeit, in allen Lebenslagen, unter fast allen Kollegen wird dort gesoffen; und zwar Starkbier (wie der Autor häufig betont) und nicht schwedisches Leichtbier! Selbst der griechische Kommissar in diesem Buch hat sofort zwei eisgekühlte Bierdosen parat! Wer es glaubt...? Ich finde das jedenfalls reichlich unrealistisch, aber vielleicht ist das in Schweden Polizeitradition! Zum Lesen passt ein Bier allerdings ganz gut, also viel Spass mit oder ohne Alc! :)

05.08.2004 23:21:50
Ulrich O (Lehrer wie Nesser)

Ich war wohl in zu hochtrabender Erwartung, als ich den sehr poetischen Titel sah und auch noch im Klappentext von literarischen Verwebungen auf hohem Niveau erfuhr. Diese Erwartungen kann der sonst gute Krimi nicht erfüllen. Mehr Bescheidenheit wäre eigentlich angebracht - Nesser will Krimis für Krimi-Leser schreiben, die einen etwas gehobenen Anspruch haben-das kann er, mehr soll er (oder sein Verlag) nicht vortäuschen!

28.06.2004 10:29:18
pet

Wohl kaum ein anderer Krimiautor hat sich im Verlaufe von 10 Büchern so extrem weiter entwickelt wie Nesser. Nachdem bereits die beiden Vorgängerbücher recht ansprechend waren, ist dieses kein Vergleich mehr zu den absolut schwachen Krimis wie "Die Frau mit dem Muttermal" und "der Kommissar und das Schweigen". Nesser hat hier einen wirklich klasse Krimi vorgelegt und wie in obiger Rezension beschrieben endlich seine früher leblosen Charaktere zu greifbaren Gestalten geformt. Nur schade, daß doch wieder Van Veeterens Intuition die Auflösung bringen musste. Einzig ungeklärte Frage für mich: Was wollte eigentlich der Pfarrer vom Kommissar?

19.04.2004 08:01:28
Björn

Das Buch hat mir mehr als sehr gut gefallen, war auch innerhalb von drei Tagen damit durch. Im Besonderen haben mir die Figuren in dem Buch sehr, sehr gut gefallen. Keine überzogene Darstellung der einzelnen Figuren ungemein spannend und nicht dem Trend folgend: Je grausamer desto besser. Klasse Buch, ist bestimmt nicht mein letztes Buch von Hakan Nesser.

31.03.2004 14:43:25
kokoni

Nesser ist genial. Das ist und bleibt so. Spannung pur wie man es sich von Schwedens Krimiautorenelite gewöhnt ist (und dabei der Leser verwöhnt wird!)

19.03.2004 04:48:23
whitemouse/manu

Ein gewohnt guter Nesser-Krimi. Der Autor versteht es, den Spannungsbogen bis zur letzten Seite zu halten. Beim Lesen sollte man/frau besonders auf die Kapitelüberschriften achten, weil Orts- und Zeitwechsel dann leichter nachvollziehbar
sind.
Beste Unterhaltung auf hohem Niveau; das "Ende" unmoralisch, aber menschlich irgendwie zu verstehen.

03.03.2004 12:30:42
Birgit

Ein wirklich gutes und spannendes Buch, dass man so schnell wie möglich lesen muss.

27.02.2004 11:25:22
bruna

für mich war das seit langem einer der besten kriminalromane, die ich gelesen habe.
obwohl man weiß wer der mörder ist, kennt man ihn nicht. lernt erst allmählich die person und die beweggründe seiner taten kennen.
vielschichtig und spannend auf hohem niveau von der ersten bis zur letzten seite, und das bei immerhin 571 seiten. kein leerlauf!!!! gegen ende hat die spannung sogar noch zugenommen.

die personen sind wunderbar charakterisiert, die geschichte ist schlüßig in jedem detail. was kann man mehr von einem kriminalroman verlangen.
da bisher nur den ersten roman der serie kenne, werde ich mich nun von hinten nach vorne lesen ;-)

liebe grüße
bruna

02.02.2004 18:26:42
Chris

Das Buch ist fies. Man kann nämlich nicht aufhören zu lesen. Nesser weiß genau, wann man ein Kapitel beenden muss um den Leser neugierig zu machen.

25.10.2003 09:37:39
Michael G.

Wirklich hervorragend. An diesem Buch stimmt einfach alles.