Das vierte Opfer

Erschienen: Januar 1999

Bibliographische Angaben

  • Stockholm: Bonnier, 1994, Titel: 'Borkmanns punkt', Seiten: 299, Originalsprache
  • München: btb, 1999, Seiten: 287, Übersetzt: Christel Hildebrandt
  • Augsburg: Weltbild, 2001, Seiten: 287
  • Köln: Random House Audio, 2002, Seiten: 1
  • München: btb, 2011, Seiten: 287

Couch-Wertung:

60°

Leser-Wertung

-
Zum Bewerten, einfach Säule klicken.
 50° 100°

Zum Bewerten, einfach Säule klicken.

Bitte bestätige - als Deine Wertung.

Gebe bitte nur eine Bewertung pro Buch ab, um die Ergebnisse nicht zu verfälschen. Danke!

0 x 91°-100°
1 x 81°-90°
1 x 71°-80°
0 x 61°-70°
0 x 51°-60°
0 x 41°-50°
0 x 31°-40°
1 x 21°-30°
0 x 11°-20°
0 x 1°-10°
B:64.666666666667
V:2
W:{"1":0,"2":0,"3":0,"4":0,"5":0,"6":0,"7":0,"8":0,"9":0,"10":0,"11":0,"12":0,"13":0,"14":0,"15":0,"16":0,"17":0,"18":0,"19":0,"20":0,"21":0,"22":0,"23":0,"24":0,"25":0,"26":0,"27":0,"28":0,"29":1,"30":0,"31":0,"32":0,"33":0,"34":0,"35":0,"36":0,"37":0,"38":0,"39":0,"40":0,"41":0,"42":0,"43":0,"44":0,"45":0,"46":0,"47":0,"48":0,"49":0,"50":0,"51":0,"52":0,"53":0,"54":0,"55":0,"56":0,"57":0,"58":0,"59":0,"60":0,"61":0,"62":0,"63":0,"64":0,"65":0,"66":0,"67":0,"68":0,"69":0,"70":0,"71":0,"72":0,"73":0,"74":0,"75":0,"76":0,"77":0,"78":0,"79":1,"80":0,"81":0,"82":0,"83":0,"84":0,"85":0,"86":1,"87":0,"88":0,"89":0,"90":0,"91":0,"92":0,"93":0,"94":0,"95":0,"96":0,"97":0,"98":0,"99":0,"100":0}
Tyrel Tyrel
Sparsam dosierte Spannung

Buch-Rezension von Tyrel Tyrel Mai 2003

Kaalbringen, ein verschlafener, fiktiver Küstenort, ist Schauplatz einer grausamen Mordserie: Ein Axtmörder geht um!

Außer seinen nahezu kopflosen Opfern hinterlässt er keine verwertbaren Spuren, so dass die Polizei im Dunkeln tappt. Unter der Bevölkerung macht sich langsam Angst breit, da niemand weiß, wann und wo der geheimnisvolle Täter wieder zuschlagen wird.

Zufällig befindet sich Hauptkommissar Van Veeteren, ein erfahrener Ermittler, in der Gegend, um Urlaub zu machen. Mit der Erholung ist es jedoch vorbei, als er zur Verstärkung nach Kaalbringen angefordert wird. Gemeinsam mit einem Kollegen versucht er die dortige Polizei bei der Lösung des Falls zu unterstützen.

Die Lage spitzt sich zu, als ein viertes Opfer, das dem Täter offenbar auf der Spur war, in die Hände des Mörders gerät. Die Suche nach dem entscheidenden Puzzlestück wird zu einem Wettlauf gegen die Zeit...

Mehr lässt sich tatsächlich nicht über den Inhalt dieses klassischen "Whodonit"-Krimis des schwedischen Autors Hakan Nesser sagen, ohne zu viel von der Handlung und der Auflösung preiszugeben. Aber allein das verrät schon einiges über die Schnörkellosigkeit und Gradlinigkeit des Romans. Und damit befindet sich Hakan Nesser in der bewährten Tradition der unsentimentalen Sjöwall/Wahlöö-Romane aus den Siebziger Jahren und des derzeit so populären Kommissar Wallander von Henning Mankell.

Und doch ist Hakan Nesser gleichzeitig der Vertreter eines ganz anderen eigenwilligen Stils, dessen Beschreibung offenbar schwer fällt, denn auch wenn ich mich häufig über irreleitende Klappentexte ärgere, geht dieser hier aus meiner Sicht besonders weit am tatsächlichen Inhalt des Romans und seiner Diktion vorbei.

Der erste Satz erstaunt kaum. Auch mit Van Veeteren wurde wieder eine Figur geschaffen, die den Leser über mehrere Romane mit schwierigen Fällen und persönlichen Problemen beschäftigt. "Das vierte Opfer" ist dabei das dritte Buch aus der inzwischen mehrfach preisgekrönten Krimiserie.

Hinsichtlich der Attribute "packend" und "furios" kommen bei mir schon erhebliche Zweifel auf.

Langweilig kann man den Roman sicherlich nicht nennen, er lässt sich gut und ohne Längen lesen, aber ich bin keineswegs in die Verlegenheit gekommen, vor Aufregung schlaflose Nächte zu haben, bis die letzte Seite gelesen war. Und auch unter dem Begriff "furios" verstehe ich etwas anderes. Gewiss ziehen der Spannungsbogen und das Tempo auf den letzten Seiten merklich an, der Gesamteindruck bleibt jedoch der eines gemächlich dahinplätschernden Romans.

Mit der Formulierung auf dem Klappentext wird der Leser ganz klar auf die falsche Fährte geführt. Offenbar nimmt der Verlag an, dass man mit einem Actionthriller mehr Leser anlocken kann als mit der eher zutreffenden Beschreibung als "gut durchdachten und ruhigen Kriminalroman". Bedauerlich, wenn die irrtümlich erweckte Erwartungshaltung zu einer ungerechtfertigten Beurteilung des Werks führen würde.

Apropos falsche Fährte: Ich bin zwar keineswegs ein erfahrener Krimileser, der sich durch große Erfolge bei der literarischen Tätersuche profilieren kann, aber die Identität des Mörders hat mich am Schluss entgegen der vollmundigen Ankündigung doch kein bisschen überrascht. Erstaunt hat mich vielmehr, dass auch Van Veeteren schließlich nur mit Hilfe seiner Lebenserfahrung und Intuition die richtige Spur entdeckt. Logische Kombinationsgabe bleibt trotz der zermürbenden und vermutlich realitätsgetreuen Ermittlungsarbeiten weitgehend auf der Strecke. Zum Mitraten und Schlussfolgern ist nur wenig Raum.

Einen poetischeren Stil oder tieferen Einblick konnte ich zumindest nicht ausmachen. In Sachen Lokalkolorit und Bildhaftigkeit bleibt Nesser in der rein fiktiven Kulisse Kaalbringens zurückhaltend. Auch die Ausflüge in Van Veeterens innere Gedankenwelt können diese Lücke nicht ausgleichen.

Ich habe auch nicht das Gefühl bekommen, Hauptkommissar Van Veeteren besonders gut kennen gelernt zu haben. Ich weiß zwar, dass er ein eigenbrötlerischer und distanzierter Mann mit einem konfliktbehafteten Verhältnis zu seinem Sohn und einer Vorliebe für gutes Essen und klassische Musik ist. Alles in allem ähnelt er sehr den typisch schwedischen melancholischen Antihelden. Aber ein richtiges Profil kann er in diesem Roman genauso wenig wie die anderen Figuren entwickeln.

Das mag seinen Grund auch darin haben, dass Nesser mit der Einführung neuer Personen in die Handlung auch vielfach die Perspektive wechselt, so dass Van Veeteren seine wenigen eindringlichen und wegweisenden Auftritte mit anderen Personen teilen muss. Eine tiefgehende Charakterstudie unterbleibt zwangsläufig.

Was bleibt ist laut Klappentext die "nicht mindere Qualität". Und die gibt es, wie sonst würde es "Das vierte Opfer" trotz knapper Charakterzeichnungen schaffen, nicht oberflächlich zu wirken?

Wer einen zweiten Kommissar Wallander erwartet, dürfte enttäuscht werden. Nesser beschreibt seine Krimiwelten nüchterner, sachlicher und ruhiger als sein erfolgreicher Kollege Mankell. "Das vierte Opfer" enthält auch keine sozialkritischen Studien über die zunehmende Verrohung der skandinavischen Gesellschaft. Stattdessen bietet Nesser sparsam dosierte Spannung, einen unspektakulären Handlungsaufbau und verhaltene psychologische Überlegungen.

Ob das als Qualifikation für den Kauf weiterer Romane über Van Veeteren für mein Bücherregal ausreicht, wage ich zu bezweifeln. Dafür wird dieses Genre aus meiner Sicht besser und fantasievoller von anderen Autoren bedient. So gesehen kann es noch einige Zeit dauern, bis ich mein knappes "empfehlenswert" für diesen Roman durch eine Ergänzung der Reihe entweder bestätigen oder revidieren werde.

Das vierte Opfer

Das vierte Opfer

Deine Meinung zu »Das vierte Opfer«

Hier kannst Du einen Kommentar zu diesem Buch schreiben. Wir freuen uns auf Deine Meinungen. Ein fairer, respektvoller Umgang sollte selbstverständlich sein. Danke!

Letzte Kommentare:
27.08.2018 14:37:02
Rahel L.

Es ist ganz schlechter Stil von mira23, die Identität des Mörders zu verraten, aber ja, in einem Punkt haben sie Recht. Ich finde die Auflösung auch an den Haaren herbeigezogen. Die Brutalität des Täters auch und gerade dem vierten Opfer gegenüber erscheint total unglaubwürdig, da er vorher als ausgesprochen sympathisch geschildert wird.
Dies ist keiner der gelungenen Nesser-Krimis.

06.01.2013 21:07:59
kianan

Es ist zwar schon eine Weile her, dass ich das Buch gelesen habe. Aber ich oute mich hier als der totale Nesser-Fan. Ich habe seine Serie rund um Van Veeteren regelrecht verschlungen und fand sie sehr spannend - auch dieses Buch.

Für mich war das Buch gut konstruiert, ich habe mich immer mehr mit VV angefreundet und er wuchs mir langsam ans Herz; er, der so anders ist - als die zum Erscheinungsdatum des Buches - üblichen Ermittler.

Zwar habe ich die Spannung nicht als furios, aber auf eine leise Art und Weise als sehr hoch empfunden.

Aufgrund der Kritik bei Krimicouch bin ich fast geneigt, das Buch nochmal zu lesen und zu sehen, ob ich nach einiger Zeit wieder zu meiner sehr guten Kritik kommen würde... ich denke aber schon.

11.12.2011 09:32:48
mira23

Nachdem meine Frau und ich das Buch fertig gelesen hatten, waren wir sehr enttäuscht. Es war die Schlussphase und die Auflösung des Falles, die äusserst billig sind. Ab dem Zeitpunkt, wo Beate Moerk entführt wird, umnebelt und Nesser mit diesen nichtssagenden Dialogen zwischen ihr und Bausen und macht voll auf Geheimniskrämerei, um dann plötzlich einen unerwarteten und äussert gesuchten Schluss mit Bausen als Mörder hervorzuzaubern. Der Handlungsaufbau war für uns spannend ung gut geschrieben. Der ganze Fall wirkt aber am Schluss dermassen konstruiert mit Bausen, einem alten, respektierten Komissar als dermassen grausamer Mörder aus der Mitte des Untersuchungsteams, dass das ganze Buch zu einem überdosierten, schlechten Machwerk verkommt mit komplett unrealistischem Ausgang. Leider ein miserable Leistung eines grossen Namens wie Hakan Nesser. Ob er das alles noch selber schreibt?

04.04.2010 20:52:46
sapkowski

In seinem zweiten Fall ermittelt Hauptkommissar Van Veeteren zusammen mit Kommissar Münster in dem beschaulichen Küstenort Kaalbringen. Hier sind in kürzester Zeit drei Menschen auf brutalste Art ermordet worden und die dortige Polizei ist ratlos.
Håkan Nesser erzählt in „Das vierte Opfer“ wieder gewohnt düster und sachlich und schafft es gut die Probleme der Ermittlungen und der ermittelnden Personen zu verdeutlichen.
Leider fehlte in der ersten Hälfte des Buches die gewohnte Spannung, die aber im weiteren Verlauf der Handlung zumindest teilweise aufkommt.
Dennoch schafft es Nesser den Leser zu fesseln und ihn immer wieder zu überraschen. Durch verschiedene Details und Finten gelingt es ihm den Leser hinters Licht zu führen und zu verwirren. Gleichzeitig weckt er die Neugier des Lesers und kann ihn mit verschiedenen Wendungen zu überraschen. Besonders mit dem unvorhersehbaren Ende ist ihm das gut gelungen.
Es ist immer wieder eine Freude und ein Vergnügen Håkan Nessers Bücher mit seinen unglaublich authentischen Charakteren, insbesondere Van Veeteren, zu lesen.

3,5 von 5 Sternen!

03.04.2010 19:42:59
Dickie_Greenleaf

Dieser Nesser ist der langweiligste und überflüssigste, den ich bisher gelesen habe. Ich begreife nicht wie man hunderte von Seiten mit soviel Nichts füllen kann. Und ich begreife noch viel weniger wieso Van Veeteren immer wieder als toller Ermittler bezeichnet wird. Ich habe von seinen Ermittlungsmethoden nichts bemerkt. Ständig wird behauptet er nimmt eine Spur auf und löst die Fälle aus dem nichts. Ich habe ihn immer nur Zahnstocher zerkauend und ratlos vor mir gesehen. Ganz besonders nervig: Auf jeder Seite wird darüber lamentiert, dass dieser Fall keinerlei Anhaltspunkte hat. Das sehe ich leider überhaupt nicht so. Gerade das dritte Opfer, das nicht auf offener Straße überfallen wurde, sondern zuhause regelrecht hingerichtet, bietet doch total viele Chancen dem Täter auf die Spur zu kommen. Einfach mal das Leben des Opfers beleuchten und nach Personen suchen, mit denen er zu tun hatte, dann wäre sie bald auf den Namen gestoßen. Aber das muss man "erfahrenen" Ermittlern ja eigentlich nicht erklären, oder? Besonders Münster fand ich selten dämlich. Er unterhielt sich ja noch mit der verschwundenen Inspektorin über ihre schlauen Theorien. Ich verstehe nicht, warum die dem Leser außerdem gar nicht mitgeteilt wurden. Gerade das ist doch interessanter als das ewige Schachgelaber von VV und ... ach, was solls. Null Punkte Herr Nesser!

08.02.2010 14:14:20
realsatiriker

Für mich ein geradezu typischer Nesser.

Anspruchsvoll geschrieben, indes ohne die richtige Spannung die nun einmal einen überragenden Thriller/Krimi ausmacht. Manchmal reichen van Veeterens schrullige Ermittlunsmethoden einfach nicht, um nahezu alleine den Plot zu tragen.

Einziges - dann aber gekonntes - Highlight des Buches ist das Ende. Ich wäre da jedenfalls nicht drauf gekommen, was allerdings wiederum darin liegen kann, dass mich der Krimi zuvor über 250 Seiten "einlullte".

Wie sooft zu gut um wirklich schlecht zu sein aber zu schlecht um mit den Großen des Genres mitzuspielen.

17.04.2009 11:03:13
Mike

Als ich mit diesem Buch anfing, dachte ich:oh mein Gott wie brutal ist das denn.
Da wir aber (von der Schule aus)gezwungen^^ wurden dieses Buch zu lesen quälte ich mich voran.
Es war mein erstes Buch der VV-Serie und ich verglich es jedes Mal, wenn von dem griesgrämigen Zyniker die Rede war mit der Hauptfigur des Mankell: Kurt Wallander.
Ich fand einige Gemeinsamkeiten und große Unterschiede, was mich enttäuschte, denn Wallander war mein Held.
Nach und nach lernte ich den miserablen Badmintonspieler besser kennen und ich lernte ihn zu schätzen.
Genauer gesagt: Ich bewunderte ihn zutiefst...
Äußerst unsympatisch, sagten alle die ich fragte, aber gerade seine verstockte, zynische und kauzige Art gefiel mir immer mehr.
Kurz gesagt: Nesser hat eine wunderbare Buchreihe geschrieben.

Und besonders zu Herzen nehmen und darüber nachdenken sollte man sich die Kommentare von Kommissar Reinhart - das ist eine tiefe Weisheit...

13.02.2009 13:48:27
mylo

Nun ich habe dieses Buch als Doppelband mit "das falsche Urteil" denke ist mir zunächst mal etwas flach und zu ruhig. Ist mein erster Nesser und kommt für mich über "Durchschnitt" nicht hinaus. mal sehen was das zweite Buch bietet. Hatte mir unter einem Nesser mehr versprochen.
Aber jeder sieht es vermutlich anders, es ist aber nicht ganz mein Stil.

65 Punkte.

06.02.2008 03:35:43
Rolf.P

Der Krimi ist in einem gemütlichen Stil geschrieben, die Figuren werden umfangreich beschrieben, wodurch man sich gut in die jeweilige Person versetzen kann.
Die kauzige und schrullige Art Van Veeterens ist derart sympathisch und nachfühlbar, dass man sich dem kaum entziehen kann. Insgesamt ein ansprechender klassischer Krimi mit Niveau.
Hakan Nesser gehört zur Riege der skandinavischen Krimiautoren, die wirklich lesenswerte Bücher schreiben.

15.10.2007 13:17:33
Rabea

Dieses Buch war für mich ein gut geschriebener Krimi! Hab ihn in kurzer Zeit gelesen und finde ihn wirklich gut! Allerdings nicht für Leute, die es blutiger mögen! Ich finde Nessers Bücher super schön zum lesen, und auch entspannend, gerade weil es nicht ein ewig langer Roman ist!

15.07.2007 19:17:36
Claudia

Grundsätzlich finde ich Nesser´s vV-Serie ganz gut, einfach geschrieben, leicht zu verdauen, perfekte Strandlektüre also. Aber bei diesem Krimi wußte ich schon auf Seite 94 wer der Mörder ist (und vorher habe ich es bereits geahnt, habe aber gedacht, dass es wohl nicht so einfach sein kann) und ich bin normalerweise wirklich keine Koryphäe darin. Trotzdem war das Buch nicht schlecht, leichte Sommerkost eben!

09.06.2007 14:36:19
Christoph W.

"Das vierte Opfer" war der erste Krimi von Hakan Nesser, den ich gelesen habe. Insgesamt hat mich das Buch nicht enttäuscht, aber auch nicht vom Hocker gehauen. Solide Krimi-Unterhaltung.

28.11.2006 15:54:35
Christina

Ein ruhiger, manchmal sogar langatmiger und trockener Stil. Ich musste mich erst einlesen, aber dann habe ich Nessers Erzählweise genossen. Auch wenn die Figuren nicht gerade bis ins kleinste Detail gezeichnet waren, konnte ich van Veeteren, Bausen, Moerk, Kropke und Bang doch deutlich vor mir sehen und habe ihre Gesellschaft genossen. Nur der merkwürdige Versuch, am Schluss sowas wie atemlose Spannung zu erzeugen, kam mir aufgesetzt vor, und es schien, als nähme nicht mal Nesser das wirklich ernst.

01.10.2006 15:06:49
martin h

ein typischer nesser-roman. witzig und einfach geschrieben. die auflösung des falles bleibt jedoch unspektakulär. trotz der geringen seitenanzahl ist mir das ganze zu langatmig geschrieben. dieser umstand nimmt dem kriminalroman die spannung. der leser wird immer wieder von unwesentlichem abgelenkt. für hartgesottene krimifans, die spannung, ekel und schlaftlose nächte wünschen, ist dieser roman mit sicherheit nicht geschrieben.

16.05.2006 13:45:23
Lis

Mein erster Nesser. Ich war nach den ewig gleichen Wallander-Krimis mal wieder auf der Suche nach einer Krimi-Reihe mit einem sympatischen und interessanten Kommissar (oder Kommissarin). Leider fand ich das vierte Opfer sehr absehbar. Da ich schon ab und zu Krimis lese, hatte ich nach etwa 100 Seiten, eine Ahnung wer der Mörder ist. In mir sorgte das für eine vorschnelle Enttäuschung, die nur mit einem anderen Täter hätte ausgebügelt werden können. Leider war meine Vermutung richtig. Schade!
Ich werde bei Liza Marklund bleiben!

24.04.2006 15:07:27
manuela

Ein sehr gelunges Buch aus meiner Sicht,dass ich gar nicht schnell genug lesen konnte. So sehr hat es mich in seinen Bann gezogen. Sehr interessante Geschichte mit einem - für mich jedenfalls - sehr verblüffenden Täter am Ende! Nesser legt aber mittendrin auch eine sehr gemeine, vermeintliche Spur der ich auf den Leim gegangen bin! Und vV wieder typisch mit dem richtigen Geschick für unsichtbare Fäden und Spuren. Obwohl Beate Moerk ja eher Bescheid wusste.
Sehr spannend und sehr empfehlenswert. Also, lesen, lesen, lesen!

26.08.2005 20:33:54
Kirsten I.

Kurz und knapp, spannend, witzig und man wird während man liest, zu Sherlock Holmes ohne zu merken dass man tatkräftig bei den Ermittlungen seine eigene Theorie entwickelt hat, und gegen Van Veeteren arbeitet.Das Buch zieht einen in seinen Bann! Kann ich nur empfehlen.

24.05.2005 20:29:19
Katja

Es ist das erste Buch aus der van Veeteren-Reihe, dass ich gelesen habe. Ich bin begeistert! Die Figuren waren mir Anfang an sympathisch. Man kann der Story, den Dialogen und den Gedanken der Personen sehr gut folgen. Die Spannung bleibt bis zum Schluss. Und das Ende hat mich überrascht. Ich werde auf jeden Fall alle van Veeteren-Bücher lesen! Sie sind bestimmt genauso gut wie die Kommissar Beck-Reihe!

31.10.2004 12:38:23
Beatrice

Ich "musste" das vierte Opfer in der SChule lesen, und es war etwas das erste Buch das wir lesen "mussten" beidem man nicht eingeschlafen ist sondern das seeeehr spannend war!
Ich finde es einfach super wie Hakan Nesser es fertig bringt falsche Spuren zu legen,bei anderen Krimis fand ich fast immer raus wer der Mörder oder so ist aber hier hätte ich auf jemanden ganz anderes getippt!
Ich werde wohl noch mehr Bücher von ihm lesen:-)....freiwillig;-)

20.08.2004 15:33:34
Schuch

ich habe habe das vierte opfer etwa vor einem monat gelesen und war begeistert.ich liebe krimis die einen erst ganz zum schluss erahnen lassen,wer sich hinter dem mörder verbirgt.ich habe durch dieses buch lust bekommen mehr bücher von hakan nesser zu lesen.weiter so!!!

13.08.2004 01:31:28
Bea

Heißt *die Schwalbe, die Katze, die Rose und der Tod...sorry!Hmm, ich muss noch etwas schreiben....wünsche Euch eine gute Nacht!;-)
lg Bea

13.08.2004 01:30:00
Bea

Also meiner Meinung nach hat Hakan Nesser von Buch zu Buch zugelegt und ist jetzt für mich der beste Krimiautor Skandinaviens. Ich mag allerdings Mankell auch nicht unbedingt.
Wer dieser Arzt ist, habe ich auch überlesen, dabei habe ich das Buch erst heute fertiggelesen, da muss ich noch einmal nachsehen.
Wer Nesser bisher nicht so mochte, soll seine neuen Bücher lesen: z.B: Kim Novak badete nie im See Genezareth. oder die Katzen, die Taube und der Tod. Die sind wirklich Spitze! Van Veteren wird auch sehr bald von Münster, Moreno und Reinhard abgelöst und wirkt nur noch im Hintergrund mit. Das hat den Krimis von Nesser sehr gut getan.
Da ich ein grosser Fan von ihm bin, möchte ich die enttäuschten Leser der ersten Bücher fast bitten, ihm mit den neueren noch eine Chance zu geben...es lohnt sich wirklich!lg Bea

13.08.2004 00:36:16
Suzy

Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Man erfährt immer zwischendurch etwas vom Täter, aber man weiß nicht wer er ist, so dass ich zeitweise auf einer ganz falschen Spur war. Ich find Henning Mankell auch einfach nur klasse um diesen Vergleich auch zu ziehen, aber Nesser hat so seinen eigenen Stil und steht meiner Ansicht nach Mankell in nichts nach.
Eine Sache ist bei mir jedoch ungeklärt geblieben, vielleicht hab ich es auch einfach nur überlesen, aber wie kommt Van Veeteren zum Schluss auf den Mörder, und wer ist der Arzt (?) zu dem er fährt und der ihm die Akte gibt?
Wäre toll wenn mir das jemand beantworten könnte.

09.07.2004 14:23:40
Doreen

Ich fand das Buch auch gut. Man darf in Nessers Romanen keinen Wallander erwarten - im übrigen boykottiere ich Mankell! Zugegeben - ich war auch zeitweilig orientierungslos zumal ich diese Orte alle im Atlas suchte, aber eine hübsche Landschaft hat er schon geschaffen! Das Schicksal der Tochter war schon ziemlich miserabel. Es brauchte nicht mit vielen Formulierungen ausgeweitet werden. Die einfachen prägnanten Worte und Hauptsätze haben schon ordentlich gesessen. /Natürlich war es eine Frau, die wieder mal die Seitenzahlen nachzählen musste! :)

17.03.2004 18:08:41
Waltraud Weyers

Nach diesem Buch werde ich keinen Nesser mehr lesen. Gerade dieses Niemandsland hat mich so gestört, dass ich das ansonsten ganz lesenswerte, wenn auch nicht übermäßig gute Buch gar nicht genießen konnte, weil ich mich ständig über die völlig beliebigen Namen und Orte ( wo gibt es das Wort Sancta?) geärgert habe. Man ist als Leser so orientierungslos. Außerdem kam mir die Story irgendwie bekannt vor.

02.02.2004 19:24:07
Rita

ich habe dieses buch ursprünglich gelesen,weil nesser so oft mit mankell verglichen wird.ich habe mir einen zweiten wallander vorgestellt.
ich fand das buch ziemlich schlecht. langatmig und das schlimmste war: dieser VV ist mir sowas von unsympathisch.Nesser geht in keine charaktere wirklich ein, alles bleibt oberflächlich und unpersönlich.
Schlichtweg: entäuschend!!!

25.11.2003 11:21:29
bees

Ich fand das Buch ziemlich schlecht.
Wer der Mörder war hab ich mit -ganz ehrlich- von anfang an gedacht, und es hat sich am ende wirklich bestätigt. Das buch ist stellenweise langweilig und man hat irgendwann keine lust mehr. außerdem nervt es total dass nesser ständig so schreibt, dass man erst mal gar nicht weiß von wem er jetzt spricht und einfach so viel im dunkeln lässt. Es war bis jetzt mein zweiter Nesser und ich war echt enttäuscht !! Werd wohl aber trotzdem nochmal eins lesen, "DAs grobmaschige Netz" fand ich nämlich echt klasse.

16.09.2003 19:09:24
spitfire

Ich fand das Buch wirklich stark, und zwar genau aus dem Grund, den andere als negativ angeben. Mir hat gefallen, dass die Auflösung und Ermittlungspunkte immer nur angedeutet wurden und nicht explizit formuliert. Das gibt dem Leser Raum zur Interpretation, zum eigenen Nachdenken. Nesser ist nunmal nicht Agatha Christie, wo am Ende alles bis ins Detail erklärt wird. Hat mir gefallen, ist aber Ansichtssache. Kann das Buch nur empfehlen.

25.05.2003 13:57:53
Grubby

Für mich eins der besten Nesser. Gegen VV kommt ein Wallender einfach nicht an. Mehr als spannend, und keineswegs langatmig. Aber das ist ja auch geschmacksache.
Da es sich hier um eine fiktive Stadt in einem fiktiven Land handelt, kann man sich einfach besser hinein versetzen.
Das Lesen lohnt sich! ;-)

12.02.2003 16:24:27
Silke

Langweilig und langatmig!Die Miotive des Täters sind mir irgendwie nicht ganz klar geworden.
Es hat einfach an Spannung gefehlt.

03.02.2003 09:51:25
Julia

Dieses Buch ist einfach nur genial.
Ich habe auch schon andere Bücher von Hakan Nesser gelesen, aber das hier ist eines der besten !!1

14.11.2002 10:53:02
goonilla

Teilweise schliess ich mich meinen Vorrednern an. Auch ich habe schon etwa Mitte Roman den Mörder "ermittelt" gehabt. Doch kann ich andere Bücher von Nesser nur wärmstens empfehlen, denn Van Veeteren entwickelt sich, im Gegensatz zum viel genannten Pendant Wallander. Er lamentiert nicht einfach immer nur mit denselben Platitüden über die Situation der Gesellschaft etc., sondern er verändert auch was in seinem Leben und seine Kommentare zum Leben, Gesellschaft etc. sind viel pointierter und philosophischer als Wallanders.
Dann noch eine Berichtigung Kaalbringen, und auch die sonstigen Handlungsorte der VV-Krimis liegen nicht in Schweden, sondern in einem fiktiven Land irgendwo in Europa. Dieses Land trägt viele niederländisch-flämische Züge, aber auch deutsche, skandinavische und polnische.

11.11.2002 19:59:16
Sabine

Ich kann meinen Vorgängern nicht zustimmen, ich finde die Bücher von Nesser einfach unheimlich stark. Insbesondere das vierte Opfer fand ich bis zum Schluß spannend, die Charaktere werden genau und überaus menschlich dargestellt, so dass man sich gut in sie hineinversetzen kann. Ich kann dieses und alle anderen Bücher von Nesser nur empfehlen.

11.11.2002 19:59:16
Sabine

Ich kann meinen Vorgängern nicht zustimmen, ich finde die Bücher von Nesser einfach unheimlich stark. Insbesondere das vierte Opfer fand ich bis zum Schluß spannend, die Charaktere werden genau und überaus menschlich dargestellt, so dass man sich gut in sie hineinversetzen kann. Ich kann dieses und alle anderen Bücher von Nesser nur empfehlen.

30.09.2002 22:17:26
Nina

Ich kann meinem Vorgänger auch nur zustimmen. Es war ganz ok dieses Buch zu lesen, aber man kann es auch einfach lassen...
Ich werde es aber auf jeden Fall nochmal mit einem anderen Nesser probieren

26.09.2002 16:18:42
bee

Eigentlich ist die Geschichte recht spannend geschrieben, dennoch konnte ich mich nicht so sehr für Van Veeteren begeistern. Die Figuren bleiben blaß und mehr als die Auflösung habe ich nicht mehr im Gedächtnis. Ich werde sicher nur zu einem weiteren Nesser greifen, wenn mir der Lesestoff ansonsten ausgeht (und das ist unwahrscheinli).