Das grobmaschige Netz

Erschienen: Januar 1999

Bibliographische Angaben

  • Stockholm: Bonnier, 1993, Titel: 'Det grovmaskiga nätet', Seiten: 267, Originalsprache
  • München: btb, 1999, Seiten: 255, Übersetzt: Gabriele Haefs
  • München: Bertelsmann, 2006, Seiten: 250
  • München: btb, 2000, Seiten: 255
  • Augsburg: Weltbild, 2001, Seiten: 255
  • München: btb, 2011, Seiten: 255

Couch-Wertung:

75°

Leser-Wertung

-
Zum Bewerten, einfach Säule klicken.
 50° 100°

Zum Bewerten, einfach Säule klicken.

Bitte bestätige - als Deine Wertung.

Gebe bitte nur eine Bewertung pro Buch ab, um die Ergebnisse nicht zu verfälschen. Danke!

0 x 91°-100°
2 x 81°-90°
3 x 71°-80°
0 x 61°-70°
0 x 51°-60°
0 x 41°-50°
0 x 31°-40°
0 x 21°-30°
0 x 11°-20°
0 x 1°-10°
B:81.8
V:4
W:{"1":0,"2":0,"3":0,"4":0,"5":0,"6":0,"7":0,"8":0,"9":0,"10":0,"11":0,"12":0,"13":0,"14":0,"15":0,"16":0,"17":0,"18":0,"19":0,"20":0,"21":0,"22":0,"23":0,"24":0,"25":0,"26":0,"27":0,"28":0,"29":0,"30":0,"31":0,"32":0,"33":0,"34":0,"35":0,"36":0,"37":0,"38":0,"39":0,"40":0,"41":0,"42":0,"43":0,"44":0,"45":0,"46":0,"47":0,"48":0,"49":0,"50":0,"51":0,"52":0,"53":0,"54":0,"55":0,"56":0,"57":0,"58":0,"59":0,"60":0,"61":0,"62":0,"63":0,"64":0,"65":0,"66":0,"67":0,"68":0,"69":0,"70":0,"71":0,"72":0,"73":0,"74":0,"75":0,"76":0,"77":0,"78":2,"79":0,"80":1,"81":0,"82":0,"83":0,"84":0,"85":1,"86":0,"87":0,"88":1,"89":0,"90":0,"91":0,"92":0,"93":0,"94":0,"95":0,"96":0,"97":0,"98":0,"99":0,"100":0}
Michael Drewniok
Nüchtern und unspektakulär, aber faszinierend

Buch-Rezension von Michael Drewniok Mai 2003

Völlig betrunken wacht der Lehrer Janek Mitter auf. Was er in der vergangenen Nacht getan hat, will ihm partout nicht einfallen. Das ist fatal, wie ihm deutlich wird, als er die Badezimmertür öffnet - und vor der Leiche seiner brutal ermordeten Ehefrau Eva steht.

Mitter wird festgenommen, denn von der Polizei wird er der Tat verdächtigt. Da er vorgibt, unter Gedächtnisschwund zu leiden, ist Kommissar Van Veeteren von der Kriminalpolizei besonders misstrauisch. Allerdings macht es der sich bald vor Gericht gestellte Angeklagte sich und der Polizei wirklich nicht einfach. Der Tod seiner Frau scheint ihn nicht wirklich zu bekümmern. Die Möglichkeit, ihr Mörder zu sein, weist er wenig überzeugend von sich. Vor Gericht erregt er durch seine Gleichgültigkeit den Zorn des Richters. Seltsam unbeteiligt lässt er Alles mit sich geschehen, und Niemand ist daher überrascht, als Mitter des Mordes für schuldig befunden wird. Immerhin landet er nicht im Gefängnis, sondern wird in ein Sanatorium eingewiesen, wo man sich seiner Gedächtnislücken annehmen soll.

Van Veeteren ist inzwischen skeptisch geworden. Die Tatumstände scheinen ihm, dem zwar ziemlich ausgebrannten, aber erfahrenen Kriminalisten plötzlich nicht mehr so eindeutig wie zuvor. Dennoch würde der Fall wohl endgültig abgeschlossen, doch da findet Van Veeterens Unzufriedenheit auf dramatische Weise Bestätigung: Mitter wird in dem Sanatorium ermordet aufgefunden. Der wahre Mörder Evas hat sich offensichtlich nicht darauf verlassen, dass Mitters Gedächtnisschwund dauerhaft bleibt.

Nun beginnen die Ermittlungen erneut. Van Veeterens Team wird verstärkt, die Freunde (wenige) und Bekannte (ebenfalls ein überschaubarer Kreis) der beiden Opfer akribisch befragt. Doch es lassen sich kaum brauchbare Spuren finden. Die Frustration unter den an dem Fall arbeitenden Polizisten wächst. Dennoch schreiten die Ermittlungen voran - wenn auch quälend langsam. Van Veeteren werden drei Dinge klar: Der Schlüssel zu den beiden Morden ist Evas Vergangenheit, die einige blinde Flecken aufweist, der Täter muss sich unter dem Personal der Schule befinden, in der Mitter und seine Frau gearbeitet haben - und er hat schon öfter gemordet!

Aber auch der Mörder hat verfolgt, wie ihm die Polizei allmählich auf die Schliche kommt. Als die Falle zuschnappt, ist er längst geflohen, kann aber einige Tage später gefasst werden. Seine wahre Identität ist eine echte Sensation - und sie deckt eine düstere Familientragödie auf, die in einem elenden Elternhaus begann, sich mit Inzest fortsetzte und im Mord gipfelte. Im engmaschigen Netz der Polizei hat sich der Täter schliesslich gefangen, doch der Sieg der Gerechtigkeit ist schal, denn er ist auf seine Weise ebenso ein Opfer wie jene, die er umgebracht hat.

Mit Das grobmaschige Netz betritt Kommissar Van Veeteren zum ersten Mal die Bühne des modernen Kriminalromans. Wo genau er dies tut, bleibt unklar; Autor Håkan Nesser verlegt seine Abenteuer aus unerfindlichen Gründen in ein fiktives Land, in dem sich skandinavische, niederländische und deutsche Elemente mischen. Diese Unbestimmtheit sorgt bei der Lektüre für eine gewisse Irritation, die allerdings in den Hintergrund rückt, sobald Bewegung in den Fall Mitter kommt.

Van Veeteren ist eine wahrhaft "nordeuropäische" Figur, die so gar nichts von einem Helden an sich hat. Auch im angelsächsisch-amerikanischen Raum ist der vom Leben gebeutelte und darüber zum Zyniker gewordene Polizist oder Privatdetektiv ein beliebter Charakter, doch in der Regel beeilt sich sein/e Schöpfer/in damit, deutlich zu machen, dass sich dahinter noch immer das Herz eines Ritters für die Schwachen dieser Welt verbirgt. Nesser verweigert seinen Lesern dagegen jede Identifikationsmöglichkeit.

Sein Van Veeteren ist ein griesgrämiger, melancholischer Mann mittleren Alters, von seinem Beruf zunehmend angewidert, abgestumpft und wenig sympathisch. Von daher ist es kaum verwunderlich, dass sein Privatleben in Scherben liegt; seine Frau hat ihn verlassen, ein Sohn sitzt im Gefängnis. Seine Arbeitskollegen sind trotz der jahrelangen Zusammenarbeit Arbeitskollegen geblieben, das Verhältnis ist trotz der scheinbaren Vertrautheit oberflächlich. Die Polizei-Arbeit erledigt Van Veeteren mechanisch. Seine "Kunden" verabscheut er, wenn sie ihm nicht gleich ganz gleichgültig sind. (Im Verlauf der Van-Veeteren-Serie hat Nesser diese Negativ-Eigenschaften übrigens ein wenig abgemildert; er gleicht nun seinem "Berufsgenossen" Kurt Wallander, ins Leben gerufen von Nessers ungleich bekannteren und erfolgreicheren Schriftsteller-Kollegen Henning Mankell.)

Insofern weist Van Veeterens Dasein bemerkenswerte Übereinstimmungen zum ebenfalls wenig erfreulichen Leben des Lehrers Mitter auf. Polizisten, Opfer und auch Mörder - sie alle sind ziemlich durchschnittliche Menschen, will Nesser damit wohl deutlich machen, und das gelingt ihm ausgesprochen gut. Dabei nimmt er in Kauf, dass seine Leser ihm womöglich nicht zustimmen werden und Gute wie Böse lieber ein wenig "interessanter" gestaltet sähen. In der Tat ist der Einstieg in Das grobmaschige Netz schwierig. Man muss die ersten fünfzig bis hundert spröden Seiten bei der Stange bleiben. Dann allerdings beginnt sich das raffinierte Bild zu entfalten, das Nesser mit einem scheinbar banalen Alltagsmord einleitete. Das Tempo zieht nun stetig an, die Spannung steigt. Weil er sein Feld so sorgsam bestellt hat, kann Nesser sich dabei treu bleiben und auf vordergründige Tricks verzichten.

Es gibt keine Verfolgungsjagden, keine Explosionen, kein dramatisches Finale mit Blitz und Donner. Niemals zieht Van Veeteren seine Pistole; man erfährt nicht, ob er überhaupt eine besitzt. Und doch geht der Polizei, die einfach "nur" ihr grobmaschiges Netz auslegt, ein echter Serienmörder in die Falle. Da hat Autor Nesser sein Publikum längst in seinen Bann gezogen. das den neuen, zweifellos ebenso nüchternen und unspektakulären, aber dabei immer faszinierenden Fällen Kommissar Van Veeterens entgegen fiebert.

Das grobmaschige Netz

Das grobmaschige Netz

Deine Meinung zu »Das grobmaschige Netz«

Hier kannst Du einen Kommentar zu diesem Buch schreiben. Wir freuen uns auf Deine Meinungen. Ein fairer, respektvoller Umgang sollte selbstverständlich sein. Danke!

Letzte Kommentare:
04.08.2019 21:28:30
Leo1

Mein erstes Buch von dem Autor. Der Roman fängt in medias res an und die Spannung ist vom Anfang an spürbar. Dia Dialoge sind auch humorvoll. Die Kapitel sind überschaubar und die Atmosphäre ist ganz besonders. Der Schreibstil ist einfach und die Beschreibungen der Landschaft sind kurz. Ich habe das Buch genossen und werde noch weitere Titel vom H. Nesser lesen.

04.01.2013 02:49:33
kianan

Ein sehr gelungenes Debüt der Serie um Van Veeteren.

Eine Anmerkung kann ich mir einfach nicht verkneifen: Inzwischen gibt es ja zahlreiche Krimis aus Schweden und anderen nordischen Ländern, doch darf man nicht vergessen, dass Hakan Nesser einer der Ersten war und damit den Hip um die ehere melankolischen Krimis aus dem Norden mit eingeführt hat. Dafür ziehe ich meinen imaginären Hut.

Aber abgesehen davon, fand ich den Krimi spannend, ansprechend, humorvoll und flüssig geschrieben und damals auch sehr ungewöhnlich.

Mittlerweile bin ich ein absoluter Fan von Hankan Nesser - mit wenigen Ausnahmen schreibt er Krimis auf hohem Niveau, die mich in den Bann ziehen sowohl vom Plot her wie von der humorvollen Beschreibung der Personen und ihrer Beziehungen untereinander.

Da macht aus meiner Sicht das Debüt dieser Serie keine Ausnahme. Ich kann das Buch wie die Serie nur empfehlen.

06.08.2012 10:28:04
snakefishhunter

Das große Plus sind die vielen Dialoge, die zeitweise sehr amüsant sind, gerade wenn sich VV mit seinen Kollegen Münster bespricht. Die Story ist in Ihren drei Teilen gut aufgebaut, kommt aber ziemlich langsam ins Rollen. Dafür wird sie immer besser und das Ende ist in Ordnung. Was mir fehlte, war eine detailliertere Beschreibung seiner Gefährten und der Schauplätze, diese Dinge kamen ziemlich kurz. Dafür ist es ein riesen Plus, dass es keinerlei Waffeneinsätze oder "Blutorgien" gibt. Ein Mordfall und eine gute Ermittlung, die den Leser teilhaben lässt.

30.10.2009 21:21:06
Kasia

Wow! Ein tolles Buch!
Wenn man wenig Zeit hat, aber einen guten Krimi lesen möchte, dann sollte man "Das grobmaschige Netz" lesen.
Es ist, als ob sich das Buch von selbst lesen würde...
Einfache Sprache, fast überwiegend nur Dialoge und ehe man sich versieht, ist das Buch zu Ende und man hat sich wunderbar unterhalten gefühlt.
Die Geschichte ist ziemlich interessant, denn der angebliche Mörder hat so viel getrunken, dass er sich an die ihm angehängte Tat gar nicht erinnern kann. Was er weißt ist, dass er eigentlich sehr glücklich war mit seiner ermordet vorgefundenen Frau.
Und dann nimmt die Geschichte richtig ihren Lauf und entwickelt ein ungeheures Tempo. Man liest eine Seite nach der anderen und kann das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen.
Ich kann es wirklich empfehlen.

30.10.2009 21:18:46
Kasia

Wow! Ein tolles Buch!
Wenn man wenig Zeit hat, aber einen guten Krimi lesen möchte, dann sollte man "Das grobmaschige Netz" lesen.
Es ist, als ob sich das Buch von selbst lesen würde...
Einfache Sprache, fast überwiegend nur Dialoge und ehe man sich versieht, ist das Buch zu Ende und man hat sich wunderbar unterhalten gefühlt.
Die Geschichte ist ziemlich interessant, denn der angebliche Mörder hat so viel getrunken, dass er sich an die ihm angehängte Tat gar nicht erinnern kann. Was er weißt ist, dass er eigentlich sehr glücklich war mit seiner ermordet vorgefundenen Frau.
Und dann nimmt die Geschichte richtig ihren Lauf und entwickelt ein ungeheures Tempo. Man liest eine Seite nach der anderen und kann das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen.
Ich kann es wirklich empfehlen.

10.07.2009 13:57:28
Ticva

Das Buch ist in 3 teile aufgeteilt, der erste Teil beschreibt die Tat und die darauf folgenden Gerichtsverhandlungen. Im ersten Teil war hauptsächlich der vermeintliche "Täter" im Vordergrund.
Im zweiten Teil gibt es eine weiter Leiche die höchstwahrscheinlich mit dem ersten Mord in Verbindung steht und van Veeteren schreitet nun richtig zur Tat.
Die Sichtweise wechselt immer wieder zwischen dem vermeintlichen Täter, dem Kommissar und seinem Partner.
Was die Ermittlungen betreffen, die gehen erst im 2. teil richtig los, nachdem es 2 tote gibt.
Im 3. Teil wird’s das Puzzle für van Veeteren immer deutlicher und ich war bestürzt, als ich las, wer nun wirklich der Täter all dieser Morde ist.

Es ist ein guter Krimi, der von einem Teil auf den nächsten spannender wird. Da sich allerdings der 1. Teil so lang mit diesen Gerichtsverhandlungen hingezogen hat und der Krimi auch im 2. Teil erst so langsam richtig spannend wurde, bekommt der gute Kommissar van Veeteren nur 2 von 5 Punkte

17.04.2009 10:32:25
Michel

Dieses Buch ist ein Anfang.
Ich hätte nie gedacht, dass es einem Schriftsteller gelingen könnte seine Leser dermaßen in die Lage hineinzuversetzen. Vielleicht geht es nicht jedem so, aber eigentlich kann man Hauptkommissar Van Veeteren nur mögen. Es fehlt ihm zwar ein wenig an Sympathie, zugegeben er ist ein echter Zyniker und absolut kein Held, aber Nesser schafft es seine Figuren lebendig wirken zu lassen.

In dem Buch " Das grobmaschige Netz" gelingt es Nesser die Problematik der Liebe einmal anders darzustellen.
Oft ist es sehr chaotisch, da man nie weiß wer "sie" oder "er" nun sein soll.
Die Maardamer Polizei sucht nach einer Person, dessen Name oft erst auf den letzten hundert Seiten zu lesen ist - für mich sehr spannend.
Und auch das Ende kam sehr überraschend - wie in jedem seiner Bücher...

10.12.2008 10:34:46
Susannah

Schweden, Gegenwart. Janek Miter erwacht mit einem grauenhaften Kater - doch es kommt noch schlimmer: im Bad findet er seine noch frisch angetraute Ehefrau: ertränkt in der Wanne. Und Mitter hat einen Filmriss. Er weiß nicht, was er die Nacht getrieben hat - nicht einmal ob er seine Frau umgebracht hat. Alle Umstände der Tat sprechen gegen ihn, und Mitter wird verurteilt. Doch den leitenden Komissar Van Veeteren stört etwas an dem Fall: und tatsächlich wird Mitter wenige Tage später im Sanatorium selbst ermordet. Die Jagd nach dem wahren Mörder beginnt...

Klasse Auftaktkrimi! Ich mag die skandinavischen Krimiautoren sehr, und besonders ihre kantigen Komissare gefallen mir. Van Veeteren reiht sich ein: geschieden, brummig, leicht reizbar, einfach kein Held. Auch seine Kollegen, besonders Münster, sind sehr sympathisch, und auch die anderen Figuren wirken sehr lebendig gezeichnet. Aber auch die Geschichte ist sehr spannend: obwohl man weiß, dass Mitter nicht der Mörder ist, tappt man völlig im Dunkeln. Die Auflösung ist mehr als die bloße Lösung eines Kriminalfalls, sondern die Aufdeckung einer großen Familientragödie. Nicht mein letzter "Van Veeteren".

17.08.2008 11:00:14
CRI

So ungefähr der undurchschaubarste und chaotischste Krimi, den ich je gelesen habe. Man weiß nie richtig, ob bspw. der innere Monolog gerade der des Kommissars, der Tatverdächtigen oder der Täters ist. Vielleicht ist das ja Absicht. Ich fand's nervig und verwirrend. Insgesamt abschreckend, d.h. ich werde eher keine weiteren Krimis dieser Reihe lesen.

16.02.2008 17:44:50
ullala

Mir hat der Anfang des Buches sehr gut gefallen, auch der Schluss.Nur in der Mitte hatte ich einige Durchhänger,trotzdem hat es sich gelohnt dieses Buch zu lesen.

01.02.2008 01:53:07
Rolf.P

Dieser erste Van-Veeteren-Krimi begründete den schriftstellerischen Ruhm von Håkan Nesser. Und das zu Recht!

Hakan Nesser ist es mit diesem Krimi gelungen, für kurzweilige und spannende Unterhaltung zu sorgen. Er entwirft eine realistische, aber dennoch künstliche Welt, in der sein Kommissar Van Veeteren zu Hause ist. Den Leser lässt ein Gefühl des Surrealen deshalb nie los. Dieses wird noch durch die ironisch, leicht karikierende Zeichnung der Figuren verstärkt - ohne, dass der Bezug zur schrecklichen Wirklichkeit der Verbrechen verloren geht.
Der etwas schrullige Kommissar van Veteren entpuppt sich dabei nicht nur als genialer Ermittler sondern auch als ein Typ mit vielen Macken, die immer wieder für Lacher sorgen.

27.09.2007 21:43:05
guido

mein erster nesser und nach den bewertungen bin ich von schlimmerer qualität ausgegangen.

macht aber nix, das grobmaschige liest sich doch recht flutschig, wenn auch manchmal die dialoge etwas gestanzt daherkommen. aber so issa wohl der nordmann, wortkarg, nüchtern und ein wenig traurig.

den täter hatte ich relativ früh rausgeknobelt, obschon mich die suche eigentlich nie so richtig interessiert.
zum ende hin wurde es mir etwas zu widersprüchlich, als vv die psychologische motivation zu erklären versucht und sich in kaffeesatzleserei versucht. determinante und so. ich habe dann auch mit einem knalleffekt noch gerechnet - der blieb leider aus, schade.

aber spannend und flott ist der krimi mmg dennoch. solide und ein büschen bieder.

16.02.2007 20:08:59
florian

Ich finde dieses Buch einfach toll! ich bin bis zum Schluss nicht drauf gekommen wer es war. Werde noch sicher viele Bücher von Hakan Nesser lesen. Dieses Buch ist sehr fließend zu lesen. Empfehle dieses Buch weiter.

29.06.2006 06:24:31
Claudia

Auch ich habe *Das grobmaschige Netz* gelesen, nachdem ich schon andere Bücher vorher von Hakan Nesser gelesen hatte. Hätte ich dieses Buch als erstes gelesen, hätte ich wahrscheinlich kein anderes mehr von ihm gekauft. Zum Glück ist es aber andersrum gekommen. Normalerweise mag ich auch keine Bücher die so dünn sind *noch keine 300 Seiten* und ich fühle mich wieder bestätigt. Naja, ich verzeihe Herrn Nesser und bin froh, das es noch andere Bücher von ihm gibt die genial sind.
Gruss Claudia

24.04.2006 14:58:48
manuela

Leichte Kost zum Einstieg in die Welt von van Veeteren. Aber es gibt wesentlich bessere Bücher aus der vV-Reihe. Von der Geschichte her interessant aufgebaut, bringt Nesser den Leser leicht ins Grübeln. Die Sprache ist flüssig und schnörkellos, was einem ein leichtes Runterlesen ermöglicht. Am Ende für mich allerdings etwas erstaunlich, wie vV seinen Täter "aus dem Hut" zaubert. Aber einfach mal lesen und selbst entscheiden!

25.03.2006 09:38:10
pet

Nachdem ich fast alle Nesser-Romane gelesen habe, bin ich nun am Ende auch ganz zum Anfang vorgestossen. Wenn man die neuen Nessers noch im Gedächtnis hat, dann ist dies schriftstellerisch wie ein Rückfall in die Steinzeit. "Das grobmaschige Netz" liest sich dennoch ganz flott an. Sehr dialoglastig, man kann die Seite geradeso runter lesen. Gegen Mitte des Buches verflacht das Geschehen. Und als dann VV am Ende den Täter quasi aus dem Hut zaubert, war das dann das k.o.-Kriterium für mich. 40 Grad.

13.02.2006 18:21:39
evachen89

ich habe das buch in 2 tagen durchgelesen.. jedoch musste ich mich von seite zu seite überwinden weiterzulesen, da ich es total langweilig fand. mein tick ist nur, dass ich ein buch nit weglegen kann bevor ich es ausgelesen habe auch wenn es noch so schlecht ist. jedenfalls finde ich, dass dieses buch kein bisschen spannung und aufforderung zum weiterlesen bringt. ich war schwer enttäuscht, denn ich hatte mir durch andere meinungen einen super-spannenden krimi vorgestellt. nesser murmelt nur so vor sich hin.. mehr als brühwarme kost ist dieses buch für mich nicht.

30.01.2006 15:32:01
Marion

Ich hab das buch geliehen bekommen und muss sagen: ich bin es schön langsam satt, dass alle skandinavischen schriftsteller und/oder deren protagonisten automatisch sofort mit mankell und/oder wallander verglichen werden. van veeteren ist ein vollkommen eigenständiger charakter. er mag vielleicht nicht sympathisch sein (sicherlich subjektiv) und ist auch sicher nicht die optimistischste person, aber meiner meinung nach nicht mit wallander vergleichbar. genauso wenig wie man nessers schreibstil mit dem von mankell vergleichen kann. mir zumindest gefallen die bücher von nesser um klassen besser -vor allem schreibt nesser flüssiger und humoriger.

11.08.2005 18:45:35
angie

Ich finde das Buch sehr gelungen! Ich habe noch nie einen Mankell gelesen und finde es auch immer sehr schade, dass die Autoren so sehr miteinander verglichen werden. Es wäre wirklich schade, wenn alle den gleichen Schreibstil hätten.

Ich bin jedenfalls total begeistert von der Art Nessers und werde sicher noch mehr von ihm lesen.

Und für alle, die angeblich schon sehr zeitig wussten, wer der Mörder ist: Ich hatte viele Vermutungen, aber an IHN habe ich nicht wirklich gedacht. Es war wirklich nicht besonders offensichtlich und das makabre Ende machte das Buch umso besser!

07.08.2005 17:54:58
Bianca

Ich hatte auch mit dem "4 Opfer" begonnen und nun vor einigen Monaten dieses Buch gelesen: Das ich mich kaum noch dran errinnern kann sagt einiges oder? Ich finde Van V. jedoch längst nicht so düster wie K. Wallander- für diese ständige Systemkritik muss man in der Stimmung sein. Nesser hingegen liest sich einfach so weg. Hat jedoch nicht die Tiefe von Mankell oder EG. Aber manchmal wollen wir ja auch keine psych. Tiefe -die hab ich im Studium oft genug. Werde sicher noch einen 3. Nesser lesen ohne dass ich begeistert bin.

05.08.2005 23:09:56
Richl

Zweifellos kann man diesem Buch einen gewissen Witz nicht absprechen. Die saloppe Art und Weise, wie die Dialoge zwischen den Kriminalbeamten geführt werden, regt zum Schmunzeln an.
Die Spannung bleibt für mich - nicht wegen der vorhin erwähnten Zwiegespräche - auf der Strecke. Lediglich am Schluss legt die Handlung meiner Meinung nach an Tempo zu.
Trotz der geringen Seitenanzahl für mich zu langatmig. Schade!

04.08.2005 13:04:55
Annika

Das Buch war schlecht, mehr als schlecht. Wollte mit der Nesser-Reihe chronologisch beginnen, aber mit "Das grobmaschige Netz" ist Nesser ein wenig mangelhaftes Erstlingswerk gelungen.
Der Täter war mir sehr schnell klar. Schade!

06.06.2005 11:30:11
Silke Pepe

Ich bin ein großer Wallander-Fan. Durch Vergleiche mit Mankell bin ich auf Hakan Nesser gestoßen und habe als erstes "Das grobmaschige Netz" gelesen. Ich bin sehr enttäuscht, da ich ähnliches wie Wallander erwartet habe- jedoch überhaupt kein Vergleich! Ich musste mich durch das Buch quälen, auch wenn ich zugeben muss, dass das Warum ganz interessant war. Ich wäre sicherlich anders an dieses Buch gegangen, wenn nicht ständig vom "neuen Mankell" gesprochen worden wäre. Trotzdem - lest selbst und bildet euch eure eigene Meinung.

06.06.2005 09:04:07
Katja

Nach dem Buch "Das vierte Opfer", war dies mein zweites Buch aus der Van Veeteren-Reihe. Und ich würde es als guten Einstiegskrimi in die Welt von Van Veeteren bezeichnen. Man kann dem Inhalt und den Dialogen gut folgen. Aber wie einige bereits erwähnten, hat man schnell einen Verdacht, wer die Morde begeht. Was dem Buch/der Story aber nicht schadet, da man das warum unbedingt wissen möchte.

16.11.2004 13:48:57
Brazn

Ich war mit dem Buch auch ziemlich schnell durch. Leicht zu lesen. Jedoch inhaltlich, finde ich etwas schwere Kost. Für meinen Geschmack teilweise etwas zu grausam oder makaber. Man gewöhnt sich an Charaktere die dann einfach umgebracht werden. Die Schicksalsschläge und das Eiskalte, Rücksichtslose, Wurschtige Verhalten mancher Gesetzeshüter drehte mir jedoch manchmal einfach den Magen um. Auf der anderen Seite sehr belustigende, sarkastische Fragmente. Ich finde auch, daß sehr schnell ein klarer Verdacht entsteht.
Aber selber lesen. Eigene Meinung bilden.

29.08.2004 20:03:13
sabrina

Kann daniel nur zustimmen. finde dieses buch von nesser auch im vergleich zu den mankell büchern, eher belanglos. ein wallander und seine umgebung ist irgendwie intensiver. vielleicht muss man aber auch einfach mal die anderen bücher noch lesen...

30.06.2004 12:19:06
Max

Kann Linus9s und Björns Meinung nur zustimmen! Ein super Buch und hier liegt in der Kürze die Würze! Hervorzuheben ist vor allem der Humor von Nesser - da kommt man häufig ins Schmunzeln...

06.05.2004 19:46:26
Bjoern

Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Nachdem ich zu erst: "Die Schwalbe...:" gelesen habe, ist dies nun mein zweites Nesser Buch. Die Sprache ist wieder umwerfend gut und er kommt nicht ganz so moralisch wie Mr. Mankell um die Ecke. Klasse Buch....nach drei
Tagen war ich fertig.

Björn

28.09.2003 22:53:50
Linus9

Ein toller Krimi! Silke? Der Täter war klar???? Da muss mir was entgangen sein? Und Daniel: Man sollte Mankell nicht mit Nesser vergleichen. Die Mankell-Bücher sind halt feiner gestrickt! Ich finde Mankell auch total klasse. Es ist das erste Buch von Nesser, das ich von ihm gelesen habe und ich denke, dieser Krimi ist gut gelungen. Freue mich auf die nächsten!

02.05.2003 16:57:08
Daniel Lienhard

Da bin ich mit den Ansichten von Coca und Silke gar nicht einer Meinung. Nachdem ich alle Mankells gelesen habe, erschien mir dieser Krimi etwas fad. Ich hoffe auf Besserung, nachdem Nesser doch hochgelobt wurde.

03.04.2003 13:35:13
Coca

Spitze Krimi, kann ich nur weiterempfehlen. Ich habe dieses Buch grade verschlungen so interessant und spannend fand ich es. Einfach nur genial.

30.12.2002 16:53:55
Silke

Super Krimi, Wenn auch der Täter ziemlich klar ist, aber das warum ist gu!