Tanz mit dem Engel

Erschienen: Januar 1999

Bibliographische Angaben

  • München: Econ & List, 1999, Seiten: 434, Übersetzt: Wolfdietrich Müller
  • Berlin: Ullstein, 2004, Seiten: 440
  • Köln: Random House Audio, 2006, Seiten: 4, Übersetzt: Zapatka, Manfred
  • Berlin: List, 2009, Seiten: 434
  • München: Ullstein, 2001, Seiten: 4, Übersetzt: Zapatka, Manfred
  • Stockholm: Norstedt, 1997, Titel: 'Dans med en Ängel ', Seiten: 380, Originalsprache
  • Augsburg: Weltbild, 2003, Seiten: 434

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Wolfgang Weninger
Man liest, spürt, wie sich die Kanten glätten und die Handlung plötzlich Gestalt annimmt

Buch-Rezension von Wolfgang Weninger Sep 2003

London. Ein Hotelzimmer. Ein schwedischer Junge sitzt auf einem Hocker. Gefesselt. Geknebelt. Und das zweischneidige Messer des Unholds mit der Maske dringt in sein Fleisch. Der Boden ist von seinem Blut besudelt. Mit jedem Schnitt rinnt es wärmer an seinem Körper hinunter. Bis er sein Leben aushaucht.

Nur Tage später. Schweden. Göteborg. Und wieder dieses schaurige Szenario. Doch diesmal ist es ein junger englischer Tourist, zu Tode gequält auf die selbe schaurige Art. Die Spuren im Blut deuten darauf hin, dass dieser Mord gefilmt wurde. Gefilmt für diejenigen, denen nur mehr der Anblick des furchtbaren Todes einen Kick geben kann.

Kommissar Erik Winter und sein schwedisches Team ermitteln in Göteborg. Der junge Kriminalist, Starermittler und erfolgsverwöhnt, gekleidet in Designerklamotten, nimmt die Recherchen auf. Er ist unmittelbar betroffen, denn der junge Schwede in London ist das Kind eines seiner Nachbarn. Winter ahnt, dass diese Verbrechen einen Zusammenhang haben. Er weiß, dass er auf einen Fehler warten muss. Er weiß, dass es dazu noch mindestens eine Leiche braucht. Und er bekommt sie.

Die Spur führt nach London. Winter nimmt Kontakt auf mit seinem dortigen Kollegen Macdonald. Und er setzt sich in das nächste Flugzeug, um neue Erkenntnisse zu finden, zu sehen, was er schon in Göteborg nicht sehen wollte. Und auch hier wird Winter unmittelbarer Zeuge des nächsten Mordes.

In der Zwischenzeit bleiben die Kollegen in Göteborg nicht untätig. Besonders einer der jungen Beamten legt sich ins Zeug. Geht in die Klubs, wo die Frauen auf den Tischen tanzen und mit den Gästen in die Hinterzimmer verschwinden, und erwirbt das Vertrauen einer dieser Frauen. Als sie ihm einen Namen nennt, ermittelt er auf eigene Faust und stößt auf den Teufel, weil er dem tanzenden Engel gefolgt ist.

Die Fäden laufen zusammen. Steinchen um Steinchen fügen die Kriminalisten aus Schweden und Großbritannien das Mosaik zu einem Bild, bis aus Ahnungen Zweifel, aus Zweifel Hoffnung und aus Hoffnung traurige Gewissheit wird.

Ake Edwardson, 1953 geboren, war Journalist und für die Uno im Nahen Osten unterwegs. Heute ist er Schriftsteller und Professor für Kreatives Schreiben an der Universität Göteborg. Dass er darüber hinaus freundschaftliche Kontakte in die Göteborger Polizeizentrale hat, merkt man bei diesem Krimi an jeder Ecke, denn wie kein zweiter Krimiautor beschreibt er die Polizeiarbeit und vor allem die Psyche der Polizisten bei ihrem oftmals so grausigen Job.

Edwardsons Sprache ist ungewöhnlich. Seine Sätze sind kurz. Oftmals zu kurz. Dialoge werden mehr angedeutet, als gesprochen. Ein-Wort-Sätze, Zwei-Wort-Antworten, und dazwischen Schweigen. Triste, düstere Tage mit ebenso tristen, düsteren Gedanken. So als würden Nebel über Land und Gehirn gebreitet sein. Zwischendurch fällt ein Sonnenstrahl ein und dann läuft die Handlung wieder für wenige Seiten.

Ich habe mir beim Lesen des Buches besonders auf den ersten fünfzig Seiten unheimlich schwer getan. Manchmal wollte ich das Buch einfach zur Seite legen und vergessen, aber da war dieser Reiz, dieses Wissen wollen, als wäre ich selbst Ermittler. Edwardsons magere Worte verfehlen nicht ihre Wirkung. Vieles bleibt nur angedeutet, manches wird dem Leser bis zum Schluss nicht klar und obwohl der Roman an allen Ecken und Enden hakt, liest man, spürt, wie sich die Kanten glätten und die Handlung plötzlich Gestalt annimmt.

Warum mich dieses Buch gefesselt hat, kann ich nicht sagen. Vielleicht ist es einfach dieses schreiberische Anderssein. Anders als die Krimis, die ich in letzter Zeit gelesen habe. Irgendwie einfach Edwardson.

Tanz mit dem Engel

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Letzte Kommentare:
31.08.2013 03:12:23
Cordula

Ich verstehe nicht, wie man Edwardson mit Slaughter oder Reichs vergleichen kann? Die Schreibstile und vor allem der Anspruch ist ein vollkommen anderer. Nun ja, meiner Meinung nach, es gibt nichts besseres als schwedische Krimiliteratur, weil eben anspruchsvolle Literatur. Philosophische Spannung fesseln mehr als oft "plumpe" amerikanisch/englische Krimiliteratur.

05.10.2012 12:40:34
eisfee65

Ich schließe mich hier einigen Vorgängern an, das Buch hat mich teils gelangweilt, teils fasziniert. Anfangs tendierte ich auch stark dazu, es wegzulegen, hab mich aber trotzdem durchgekämpft. Jetzt, fast am Ende, weiss ich immer noch nicht richtig, was ich davon halten soll. Ein seltsames Buch mit seltsamen Charakteren.
Mit dem Klappentext hinten bin ich jedenfalls nicht einer Meinung, denn da steht was von "schnörkellos". Das ist es nun wirklich nicht, wenn sich Edwardson ewig und immer wieder über das Licht der Wintertage oder die Musik von Coltrane auslässt...
Trotz alledem werde ich mich noch am nächsten Band über Kommissar Winter versuchen und dann entscheiden, ob ich ihn mag ;-)

04.04.2012 13:33:33
Doku

Dieser Krimi ist war wirklich Mist.
Ich quaele mich selten durch ein Buch das mir nicht gefaellt aber ich wollte Edwardson eine Chance geben. Leider war das verschwendete Zeit, irgenwie har er den Schreibstil eines Reclamheftchens. Auch die z.Zt. im TV gezeigten Verfilmungen sind meiner Meinung nach eine Zumutung, auch da wollte ich nicht vorschnell urteilen aber leider ist ausser Brutalitaet nicht viel los bei Kommisar Winter

11.02.2010 12:50:07
nina

Das Buch ist so miserabel, dass ich es nach Seite 84 verbannt habe. Sinnlose Dialoge, charakterlose Hauptdarsteller, verwirrende Städtesprünge. Wenn ich hinten den Klapptext nicht durchgelesen hätte, wüsste ich gar nicht um welche Geschichte es sich handelt. Wie man 80 Grad vergeben kann, ist mir ein Rätsel. Ich liebe Reichs, Slaughter u.a. andere GUTE skandinavische Autoren, wie zB Indriaddson oder Mankell. Aber DAS ist einfach nur grauenhaft.

23.09.2009 18:59:11
Kasia

Ich hab mir das Buch gekauft, obwohl ich auf der KC die Kommentare der anderen Leser gelesen habe. Ich verstehe eigentlich nicht so ganz, weshalb das Buch bei den anderen nicht so punkten konnte.
Vielleicht weil "Tanz mit dem Engel" der erste Winter-Roman ist und ich die anderen je nach Kauf und Gelegenheit schon vorher gelesen und somit Erik Winter kennengelernt habe???
Die Geschichte der Jungs, die auf die gleiche brutale Weise, jedoch in 2 verschiedenen Ländern erzählt wird finde ich persönlich sehr spannend.
Ebenfalls die Ermittlungs- und Zusammenarbeit von den Briten und Schweden (meine beiden Lieblings-Krimi-Ländern).
Das Buch lässt sich sehr gut lesen und enthält, meiner Meinung nach, keine überflüssigen Zeilen.
Winter ist eine interessante Persönlichkeit. Auch wegen seines arroganten und exzentrischen Auftretens. Die optische Beschreibung der Hauptfigur (vielleicht sollte man daher eine Reihe mit Band 1 beginnen?) fand ich interessant, denn sie entsprach überhaupt nicht meinen Vorstellungen.
Ich finde, dass es sich durchaus lohnt das Buch zu lesen.
Edwardsons Sprache und seinen Wortgebrauch empfinde ich nach so vielen gelesenen Romanen wie Poesie.
85°

10.02.2009 11:11:04
Wallace

Das war wahrscheinlich der schlechteste Krimi, den ich je zu Ende gelesen habe. Die einzige Spannung besteht in der Frage, wer nun der Täter war. Sonst hätte ich das Buch längst an die Wand geworfen. Von Ermittlungen kann keine Rede sein. Die Sprache nähert sich an einigen Stellen der Sinnlosigkeit. Hohlspiegelverdächtig.

09.12.2008 10:15:16
Leo

Man kann es mit der Coolness auch übertreiben. Nach dreißig Seiten wird das zur Plage. Besonders, wenn zwischen der Sprache des Erzählers und den Dialogen nicht differenziert wird. Manche Dialoge sind etwas hirnrissig und so gut wie ohne relevante Aussagen. Teilweise erinnern sie mich stark an das Geblubber aus Loriots Badewanne. Vom lieben Herrn Winter wünscht man sich eine etwas detailliertere Charakterisierung. Nur Eitelkeit, Herumbocken und Gelaber über Jazz und handgenähte Schuhe ist zu wenig.
Der Krimi an sich macht in diesem Buch etwa zwanzig Prozent aus. Von Ermittlungen sind nur Andeutungen und das Herumgekrame in Stripplokalen zu bemerken, die den armen Ermittler auch noch wortlos und halbtot machen.
Bemerkenswert der Satz auf Seite 373:
"Soviel ist auf Grund von Plumpheiten, von Unkenntnis in die Binsen gegangen."
Bravo zu dieser Erkenntnis.
Mal sehen, wie der nächste Krimi von Edwardson ist. Die angestrengte Angeberei wird er doch mal lassen!?

07.12.2008 10:29:53
BeGo

Gerade hatte ich einen Lisa Jackson nach dreißig Seiten an die Wand geschmissen und war am verzweifeln. Gibts wirklich nur noch dieses drittklassige 08/15 Geschreibsel mit im Gebüsch lauernden Psychopathen, die "langmähnige rote und kastanienbraune" Schöne an die Gurgel wollen?
Nein! Die Post brachte im rechten Moment sechs eben ersteigerte Ake Edwardsons. Schon die ersten Seiten waren Labsal und beruhigten mich. Winter könnte zwar etwas weniger verjuppt sein, aber der Mensch hat nun mal seine Schwächen. (Wo hat er sein Geld her, der Vater lebt doch noch?) Ich bin gespannt, ob Edwardson die Qualität bei behält.

18.08.2008 15:39:39
pescheg

«Tanz mit dem Engel» hat mich gelangweilt und doch fasziniert. Ich fand es unerträglich, wie lange praktisch nichts passierte und wie viel immer wieder im Unklaren blieb. Interessant ist aber die Figur des Kommissars Erik Winter, und auch die sich langsam entwickelnde Freundschaft mit seinem Londoner Kollegen hat ihren Reiz.

Eigentlich habe ich mich während der Lektüre immer etwas geärgert und trotzdem konnte ich nicht aufhören zu lesen. Was genau diesen zwiespältigen Eindruck hervorrief, konnte ich aber nicht herausfinden. Leider fehlen Edwardson der Drive und die deprimierende Stimmung, welche Mankells Wallander-Krimis jeweils entwickeln. In Sachen Brutalität ist Edwardson jedoch Mankell ebenbürtig.

29.07.2008 08:37:00
theili

Der Schreibstil (die kurzen Sätze, die Gedankensprünge) von Edwardson hat mir zu Beginn des Buches einige Mühe bereitet. Doch nach den ersten 50 Seiten habe ich mich daran gewöhnt. Der Fall ist hoch interessant, Erik Winter für einmal nicht der typische Kommissar (geschieden, schlecht gelaunt...). Ich werde sicher noch mehr Bücher von Åke Edwardson lesen. Schweden ist ein gutes "Pflaster" für hochwertige Krimiliteraur.

03.03.2008 18:22:30
Heaven23

Die Idee an sich versprach ziemlich viel - aber richtig gelungen ist des dem Autor leider nicht. Es lässt sich zwar gut lesen, aber der Stil an sich ist sehr gewöhnungsbedürftig, die Charaktere werden ziemlich aalglatt dargestellt.

24.07.2007 17:39:27
Peer B.

Der Stil von Ake Edwardson ist extrem schwierig zu lesen oder es liegt an der Übersetzung? Ich habe mich noch nie so schwer getan einen Roman zuende zu lesen! Henning Mankell ist meiner Meinung deutlich besser und flüssiger zu lesen. Ab dem zweiten Roman von Edwardson geht es etwas besser und ich versuche jetzt den vierten " In alle Ewigkeit". Aber ich halte Ake Edwardson für zu hoch gelobt!

23.05.2007 01:05:57
timothyK

Nun ja. Der Roman hat mich gut unterhalten, aber nicht unbedingt vom Hocker gerissen. Die Idee einer parallelelen Mordserie mit zwei Ermittlern in unterschiedlichen Städten hat mir gefallen, aber Edwardsons Erzählstil ist etwas gewöhnungsbeürftig. Ebenso wie Kommissar Winter, der für meinen Geschmack ein bißchen zu glatt ist. Aber ich werd wohl gelegentlich mal wieder zu Edwardson greifen.

18.04.2007 18:30:10
Diana

ich bin noch sehr jung .. ich werde grad mal 16 nächste woche und ich habe mir sehr schwer gatan das buch zu lesen und alles zu verstehen!! Im großen und ganzen finde ich das buch sehr gut und spannend, wenn man einfach weiter liest kommt alles von selbst!Ich werde dieses Buch morgen in der Schule vorstellen! (:
Den Schluss finde ich etwas zu heftig ..

21.09.2006 16:28:56
Cleetus

Ich hab alle Bücher von Edwardson geradezu verschlungen, finde ihn auch besser als Mankell´s Wallander, welcher mir mit seinem Selbstmitleid inzwischen gehörig auf den S... geht. Und wenn hier Leute schreiben sie kommen nicht mit und können der Handlung nicht folgen, versteh ich dass nicht. Die Bücher sind wahrscheinlich nicht zum Multi-tasking geeignet. Der Protagonist wächst mit der Geschichte bzw. den Geschichten, wird älter, reifer, weiß am Ende sogar wer Joe Strummer ist. Mir liegt der trockene, etwas düstere Stil von Edwardson einfach sehr. Heftige Minuspunkte gibts allerdings für die deutsche Übersetzung. Die ist verbockt. Und zwar total.

23.07.2006 12:32:02
karin

Mir hat dieses Buch sehr gut gefallen. Der Tiefgang, die Psychologie, die Fehler der Menschen werden aufgezeigt. Und auch Winter ist nicht perfekt, sondern bindungsunfähig, zurückgezogen, melancholisch.

24.04.2006 14:48:43
manuela

Ich war auf der Suche nach einem neuen Lieblingskrimiautor und stieß dabei auf Ake Edwardson. Nachdem die Umschlagszusammenfassung mich mit den Worten "knappe und schnörkellose Sparche" gelockt hatte, griff ich zu. Doch jetzt, auf Seite 90 geht es beim besten Willen nicht mehr. Ständiger Szenenwechsel, verquerte Sätze ... ich weiß nicht ob es bisher zwei Morde gab oder doch schon drei. Ich kann der Handlung nicht folgen und lege zum ersten Mal ein Buch aus der Hand, dass ich mit Gewissheit nicht fertig lesen werde! Schade, und dabei wurde Edwardson mir so sehr empfohlen.

27.01.2005 00:04:53
Jess

Mir gefiel das Buch eigentlich gut... nur das Ende war enttäuschend! Es blieb spannend, die Figuren waren gut angelegt. Die verschiedenen Schauplätze hielten es abwechlungsreich... Am Ende habe ich mich nur gefragt, ob bei einem Ritualmord nicht mehr Hintergründe erklärt werden sollten. Sonst müßte man schließlich nicht so aufwendig morden....

27.12.2004 12:16:57
Jessi

Also ich kann eigentlich nicht verstehen, dass das Buch bisher so schlecht bewertet wurde, denn mir hat es sehr gut gefallen. Den Schluss hatte ich mir zwar anders vorgestellt und bin nicht ganz durchgestiegen, ob Bergenhem nun tot ist oder nicht (klärt sich zwei Seiten später ja dann auf). Werde auf jeden Fall weitere Bücher von Edwardson lesen.

24.12.2004 13:35:06
sabine

ich habe mir bei diesem buch sehr schwer getan, da es mich nicht wirklich überzeugt hat. ich habe zuvor alle krimis von mankell gelesen und mit der spannung und erzähltechnik kann edwardson leider beim besten willen nicht mithalten.....schade....

18.10.2004 22:24:41
Josefine

Ich habe mich jetzt tapfer bis Seite 120 gekämpft, werde jetzt aber aufgeben. Ich versteh einfach nicht, um was es geht und kann der Handlung überhaupt nicht folgen. Schade, denn meine Erwartungen an das Buch waren sehr hoch - vielleicht zu hoch?!

06.07.2004 15:02:35
Nicoletta

Also, ich habe jetzt 2 Bücher von Ake Edwardson gelesen (Tanz mit dem Engel und Die Schattenfrau) und ich kann mich mit seinem Erzählstil irgendwie nicht anfreunden. Zwischendurch langweilt er mich. Ich kann mich jedenfalls der Meinung, wer Henning Mankell (der absolut beste unter den skandinavischen Autoren) mag, der mag auch Ake Edwardson, nicht anschließen. Auch der Kommissar Erik Winter begeistert mich nicht wirklich. Zu glatt und erfolgreich. Wallander tut einem ja eher immer etwas leid..

28.02.2004 17:22:34
Yumiko

Ich fand das Buch sehr interessant! Einfach genial, dass man erst am Ende durchsieht. So bleibt die Spannung erhalten und weiß nicht schon vorher wer der Täter war. Das macht doch den Reiz aus! Also, ich kann das Buch nur weiterempfehlen!!!

23.02.2004 10:54:52
Jan

Schade, daß mein Vorgänger so denkt! Ich fand das Buch extrem gut erzählt. Edwardson schreibt mit absoluter Ruhe, läßt dem Leser viel Platz für Eigeninterpretation und Phantasie!
Mit dem ersten Winter hat Edwardson den Grundstein für viele gute weitere Krimis gelegt, in denen er auch weiter von MacDonald begleitet wird und seine \'Untergebenen\' (Halders, Djanali etc.) immer größer an bedeutung gewinnen...

02.02.2004 19:43:42
Rita

ich fand das buch langweilig. dummerweise war es das erste buch von ake, welches ich gelesen habe....es folgen keine weiteren mehr. dankeschön!

02.12.2003 18:05:25
bernhard

wer die werke sjöwal / wahlööhs oder mankells kennt (um nur die bekanntesten zu nennen), wird von diesem machwerk zutiefst enttäuscht: pseudo-psychologisches, pseudo-tiefgängiges geschwurbel am rande der lesbarkeit. die auflösung des kriminalfalls: unzusammenhängend und oberflächlich - da wundert es nicht, dass das ende überrascht, denn dem roman mangelt es dermassen an einem roten faden, dass es auch nicht überrascht hätte, wenn olof palme der mörder gewesen wäre. schwacher tobak und ein guter rat: lasst die hände davon

26.08.2003 09:55:22
Bruna

ich habe inzwischen außer *tanz mit dem engel* auch den nächsten band mit kommissar winter gelesen und bin sehr angetan von AKE EDWARDSON. er ist anders. und auch erik winter ist ein etwas anderer kommissar.
bei EDWARDSON mag ich seine knappen, schnörkellosen sätze. seinen stil. wenngleich die *enden* seiner geschichten etwas seltsam daher kommen.
an winter gefällt mir wie er lebt und vor allem, dass er dazu steht - zu seinem snobismus und all seinen macken. und endlich mal ein junger ermittler, der nicht depressiv, unglücklich und krank ist ;-)

ich freue mich auf die weiteren fälle mit erik winter.

11.07.2003 21:17:16
Anja S.

ganz nett!!!
75 grad

20.04.2003 14:26:50
Heike

Edwardson ist anders. Und gerade deshalb ist er gut.
Man bekommt bei den meisten Autoren in langatmigen Sätzen die kleinste Kleinigkeit zerpflückt und seziert vorgesetzt. Edwardson ist in dieser Richtung ein wirklicher Lichtblick, denn es ist erlaubt selbst zu denken.
Seine Handlung ist manchmal zäh, öde und frustrierend zu lesen. Sie muten teilweise an wie "richtige" Ermittlungen und doch fiebert man mit, hofft endlich auf einen neuen Hinweis und kann nicht mit dem Lesen aufhören, denn man muss einfach wissen, wie's weitergeht.....
Auch seine Figur Winter ist eine "Lichtgestalt am Himmel". Ausnahmsweise kein kurz vor der Pension stehender, dickbäuchiger und entmutigter Polizist, der noch einmal "all seinen Scharfsinn nimmt, um den Verbrecher dingfest zu machen"....
Hat man Tanz mit dem Engel gelesen, sieht man einen jungen, coolen, trendy und doch auch sehr nachdenklichen, teils philosophischen Ermittler der sich im Laufe der weiteren Bücher immer mehr entwickelt. Schon deshalb will man wissen, wie's weitergeht. Denn eines ist gewiss, wer ein Buch von Edwardson kaufte und es "verstand", kauft noch mehr.
Mein Fazit: Tanz mit dem Engel ist ein super Einstieg um noch viele vergnügliche Lesestunden zu verbringen.

07.03.2003 11:15:50
edi

Tanz mit dem Engel ist sicher der schwächste Roman von Ake Edwardson - als Erstling eigentlich ein totaler Flopp - uninteressant, fad - einzig die Sprache ist flott, aber das konnte diesen verunglückten Roman auch nicht mehr retten.

26.11.2002 18:07:17
René

Davon abgesehen, dass Winter mir als literarische Figur ausnehmend gut gefällt und die Entwicklungsmöglichkeiten, die angelegt sind, auch in den späteren Büchern nutzt, konnte ich dieses Buch nicht aus der Hand legen. Das Ende ist allerdings etwas enttäuschend, weil m.E. zu naheliegend.

08.09.2002 21:49:14
Marc

Ich muss zugeben, das Buch hat mich mehr als enttäuscht. Sehr langatmig, langweilig geschrieben, wer sich nach langem Lesen die gut 400 Seiten durchgequält hat wird jedoch mit einer überraschenden Wendung am Ende konfrontiert, und den Täter errät niemand, das ist sicher!!!

05.09.2002 21:16:40
Silke

Habe die Temperatur etwas niederiger gedreht, da ich mit diesem Buch furchtbare Schwierigkeiten hatte. Die Schreibweise aus zwei Perspektiven als Erstlingswerk war anfangs schwer zu verstehen. Nach ca. der Hälfte habe ich dann die Verbindung endlich verstanden. Die Ermittlungen waren langatmig und öd doch das Ende war echt klasse!